Mary ist in Indien aufgewachsen mit ihrer Aya (Kindermädchen). Ihre Eltern kümmern sich kaum um sie. Warme Elternliebe lernt sie also nicht kennen. Nach dem Tod ihrer Eltern wird die zehnjährige nach England zu ihrem Onkel verschickt. Doch auch dieser kümmert sich nicht um Mary und wieder einmal ist sie auf sich gestellt. Doch das Stubenmädchen wird ihre Freundin und ihr Bruder Dicki macht sehr großen Eindruck auf Mary. Die ganze Familie schafft es Mary aus ihrer Lethargie zu reissen. Fortan ist sie nicht mehr das blasse kränkliche Mädchen. Mary beginnt auf dem riesigen Grundstück umherzustreifen. Sie wird zunehmend kräftiger und gesünder, als sie es jemals in ihrem Leben war. Doch ist sie wirklich das einzige Kind auf dem Schloss? Und wenn ja, wer heult nachts dann immer so laut? Und auf einer ihrer Erkundigungstouren findet sie den "Geheimen Garten"...
Das Buch ist ein wunderbares Stück Literaturgeschichte für Kinder ab ca. acht Jahren (je nach Lesegewandheit. Bei jüngeren Kindern aber auch sehr gut zum Vorlesen geeignet!). Aber auch Erwachsene werden ihr Vergnügen an diesem Buch haben. Die Geschichte erscheint zeitlos, denn sie handelt von einem kranken, ungeliebten und seelisch vernachlässigten Kind. Aber neimand wird beschuldigt, nein, Mary schafft es mit wenig Hilfe sich selber zu helfen. Für viele Kinder vielleicht auch ein Ansporn mehr draußen zu spielen und nicht immer vor der Glotze abzuhängen. Ein wirklich sehr wertvoller Kinderroman, nicht nur für Kinder.