Uwe Röttgering beschreibt das, wovon viele träumen. Fern des Alltags die Welt erkunden. Für alle, die es lieben und sich danach sehnen aus dem Trott des täglichen Lebens auszubrechen, der Zivilisation teilweise den Rücken zuzukehren (teilweise deshalb: wer möchte schon auf alles verzichten, dass einen die Zivilisation auch an nützlichem gebracht hat)... einfach frei zu sein ... für all die ist das Buch. Es geht in diesem Buch nicht darum neue Länder zu entdecken oder andere Kulturen kennen zu lernen - dann hätte er auch fliegen können. Er will das Gefühl von Freiheit und Meer genießen und an Orte segeln, die eben nicht alle auf der klassischen Route der Weltumsegelung liegen - Inseln von denen kaum ein Mensch gehört hat, Inseln die teilweise nicht mal bewohnt sind oder auf denen nur vereinzelt eine Station steht, um die Landzugehörigkeit zu wahren. Aber so eine Reise birgt eben auch Gefahren. Uwe musste sich eingestehen, dass er bei den meisten Inseln, insbesondere im Südmeer, nicht anlanden kann - durch schlechtes Wetter und stürmisches Meer musste er häufig weitersegeln, ohne einen Fuß auf die Insel zu bekommen.
Insgesamt ein sehr spannendes Buch in dem der Drang nach Freiheit klar beschrieben wird. Jeder der schon einmal - und sei es nur für ein paar Tage - ausgerissen ist aus seinem Alltag, alles zurückgelassen hat ohne darüber nachzudenken, ob es jemanden interessiert, was man tut, der wird dieses Buch lieben.
Einziger Minuspunkt - für diejenigen, die nicht so segelerfahren ist, wird auf viele Fremdwörter stoßen, die leider nicht erklärt werden. Ein kleines Lexikon am Ende des Buches hätte ja gereicht. Andererseits kann man aber leicht darüber hinweglesen und eine Vorstellung von dem, was gemeint ist, bekommt man nach einigen Seiten trotzdem.