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Wer hat an der Uhr gedreht? Wie 300 Jahre Geschichte erfunden wurden.
 
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Wer hat an der Uhr gedreht? Wie 300 Jahre Geschichte erfunden wurden. [Broschiert]

Heribert Illig
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 1999 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 287 Seiten
  • Verlag: Econ Tb. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 361226561X
  • ISBN-13: 978-3612265616
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 649.388 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Millennium klingt mit einem Heiligen Jahr aus. Symbolträchtig fallen dann der 2000. Geburtstag des Heilands und das 1200. Krönungsjubiläum des allerchristlichsten Kaisers und Einigers Europas -- Karl dem Großen -- zusammen.

Der Privatgelehrte Dr. Heribert Illig, Jahrgang 1947, Publizist und Herausgeber der geschichtskritischen Zeitschrift Zeitensprünge, bezweifelt, daß es sich dabei um "eine glückliche Fügung des Schicksals" handelt. In seinem Buch Wer hat an der Uhr gedreht? führt er den Nachweis, daß es sich bei dem scheinbar zufälligen Ereignis um eine teilweise minutiös geplante Fälschung handelt, daß der gekrönte Herrscher ebenso wie der krönende Papst und die versammelten Zeitgenossen niemals gelebt haben. Er dokumentiert dabei einmal mehr, Wie 300 Jahre Geschichte erfunden wurden. --Roland Detsch

Kurzbeschreibung

Pünktlich zur Jahrtausendwende haben Zukunftsvisionen Hochkonjunktur, Hoffnungen auf eine neue Weltära ebenso wie apokalyptische Untergangsvisionen. Reine "Zeit"- Verschwendung, sagt der Historiker Dr. Heribert Illig, der spätestens seit seinem Bestseller "Das erfundene Mittelalter" einem großen Publikum bekannt ist. In seinem neuen Buch ist er zahllosen Widersprüchen und Fälschungen der Geschichtsschreibung auf den Grund gegangen und kommt zu einem ebenso abenteuerlichen wie stichhaltigen Fazit: Fast 300 "erfundene" Jahre wurden nachträglich in unseren Kalender eingefügt, und wenn die Sektkorken für die große Zeitwende knallen, befinden wir uns eigentlich erst im Jahre 1703 n. Chr.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Vincent
Format:Taschenbuch
Die These selbst ist allemal interessant, und sollte selbst Leuten, die niemals daran glauben werden, eine gewisse Neugier abnötigen.
Die Argumentation wirkt über weite Strecken überzeugend und ist für historisch Vorgebildete spannend, aber nicht gänzlich makellos. Letzte Zweifel an der These bleiben schon deshalb, weil es sich bei den vorgebrachten Fakten fast ausschließlich um Indizien handelt. Dass außerdem die von Illig ausgewiesenen mittelalterlich-religiösen Motive für die Zeit-Manipulation den Menschen des 21 Jahrhunderts etwas abseitig erscheinen mögen, liegt nicht an Illigs Argumentation, sondern an den profunden Mentalitätsunterschieden, die sich in den vergangenen 1000 Jahren entwickelt haben.
In den meisten Fällen kann man Illigs Ausführungen und Argumente zwar inhaltlich nachvollziehen, aber nicht wirklich überprüfen. Dies nicht, weil sie so wenig greifbar wären, sondern einfach weil er sich mit reichem Detailwissen so mühelos zwischen den Disziplinen (Geschichte, Archäologie, Kunst- und Architekturgeschichte, Astronomie, etc.) bewegt, dass diese Ausführungen das jeweils relevante Fachwissen des gebildeten Laien meist ebenso weit hinter sich lassen wie das gestandener Quellen-Historiker.
Allerdings ist die interdisziplinäre und auch weltumspannende Betrachtung gerade eine von Illigs großen Stärken. Dass die traditionelle Historikerzunft ihm aus Mangel an Kenntnissen nicht in alle Sachgebiete folgen kann, ist am Ende nicht Illigs Problem. Wenn ein Historiker auf dem Vorrang der Schriftquellen beharrt, nur weil er von Archäologie und Architektur keine Ahnung hat, so macht er sich zur Karikatur eines Wissenschaftlers. Und die Tatsache, dass jeder Mittelalter-Historiker genau weiß, dass ein großer Teil seiner Schriftzeugnisse ohnehin Fälschungen sind, macht dies freilich noch absurder.

Ob man die These der erfundenen Zeit nun akzeptiert oder nicht: Ein Nachdenken über die Grundlagen unseres Geschichtswissens wird sich bei unvoreingenommenen Lesern allemal einstellen. Die gravierenden Lücken in unserem Geschichtsbild, die Illig aufzeigt, sind in jedem Fall erklärungsbedürftig. Wer sich diesem Nachdenken verschließt - nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf" - der ist kein Wissenschaftler, sondern Fundamentalist seines Glaubens. Und es ist wahrlich erstaunlich, wie viele solche Fundamentalisten sich im Rahmen der von Illig entfachten Diskussion bereits geoutet haben.
Illigs eigene Überzeugung halte ich übrigens für echt, auch wenn sie stellenweise etwas zu dominant daherkommt und manchmal vielleicht mehr Raum für mögliche Alternativen lassen sollte. Immerhin kann man ihm nicht vorwerfen, für die Argumente seiner Gegner so taub und blind zu sein wie diese teilweise für seine. Man wird Illig zwar nicht so leicht umstimmen können, aber er bleibt stets diskussionsbereit und nimmt Einwände zur Kenntnis.
Im Übrigen hoffe ich, dass dies nicht alles war - es wäre schön, in Zukunft mal vom Fortgang der Diskussion zu hören.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Serenus Zeitblom TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Illigs Theorie ist, dass etwa 300 Jahre komplett erfunden worden seien, dies schließe die Figuren Mohammed und Karl den Großen ein.
Wahrscheinlich ist dieser große Fälschungsaufwand nur leider nicht, so sehr Illig auch Verschiedenstes zusammenträgt und auslegt. Bereits 1997 schrieb Rudolf Schieffer als Bonner Mittelalterhistoriker zur Illigschen Hypothese einen höflichen wie kritischen sechsseitigen Artikel(*).

Doch, und jetzt verdient sich Illig seine drei Sterne, doch woher _wissen_ wir eigentlich, was damals geschah? Diese Frage erst startet die wissenschaftliche Erkenntnis. _Weiß ich wirklich, ob etwa Julius Cäsar existiert hat oder nur eine ähnliche Sagengestalt wie Äneas war?
Was kann ich wissen, frei nach Kant? Und frei nach Sokrates die Erkenntnis, dass ich nicht wissend weiß. Wer sich diese Fragen nie gestellt haben sollte, mag damit rasch anfangen oder besser doch die Finger von Geschichte lassen. ;-)

Das in Erinnerung zu rufen sowie den kritischen Blick auf scheinbar gesichertes Wissen zu werfen, dafür jedenfalls sollten wir einem regen Privatgelehrten wie Illig ausdrücklich dankbar sein. Auch sein vielseitiger Ansatz aus mehrereren Teildisziplinen zu schöpfen ist grundsätzlich gut.

Geschichte ist in solchen fernen Zeiten freilich insbesondere eine Wahrscheinlichkeits-Wissenschaft. Und bei diesem Thema verblasst Heribert Illigs Stern leider ganz rapide. Seine These, so nett provokant sie ist, ist doch einfach eine der am wenigsten wahrscheinlichen Erklärungen. Verschiedene Mittelalterhistoriker haben sich wie schon angedeutet zumindest kurz damit auseinandergesetzt. Und ein Historiker vom Fach sollte auch in der Lage sein, Astronomie oder Kunstgeschichte ebenfalls zu bewerten. Illig hätte den Argumenten anderer vielleicht offener gegenüberstehen können und daraus gewonnen?

Wie Illig argumentiert, ist übrigens eindeutig an historisch vorgebildete Menschen gerichtet. Eine Einführung zu dem Thema hätte anders ausgesehen, die hat H. I. eher in Talkshows und Radiosendungen lebendig vorgebracht.

Empfehlen kann ich das Buch nicht wirklich. Dafür hätte ich mir gewünscht, dass Illig auch einigen Argumenten einen gerechten Platz einräumt, die nicht in seine Richtung zielen. Doch den Thesen Illigs ist zumindest für ihren erfrischenden (wie wohl gescheiterten) Versuch einer 'Bilderstürmerei' zu danken.

__________________________________________________
(*)"Ein Mittelalter ohne Karl den Großen, oder: Die Antworten sind jetzt einfach", Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 10/97, 611-617.
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37 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch stellt für den Geschichtskundigen eine interessante Lektüre dar, denn es versucht mit zahlreichen Details, die These zu belegen, unsere Zeitrechnung im Mittelalter sei manipuliert worden. Die Aspekte, unter denen unsere "herrschende Meinung" kritisiert wird, regen sicher zum Nachdenken an: Woher sind wir eigentlich sicher, zu wissen, was wir über unsere Geschichte wissen?

Problematisch ist aber, dass bei der Analyse der Daten überhaupt nicht mehr die Möglichkeit bedacht wird, unsere Geschichtsschreibung könnte vielleicht auch richtig sein - oder es könne auch andere Lösungen geben, oder es sei vielleicht Einiges schlicht nicht mehr klärbar. Vielmehr werden die Daten dahin ausgelegt, die Geschichtsschreibung des Mittelalters sei flächendeckend manipuliert worden. Und zwar, man bedenke, nicht nur in Deutschland, Frankreich, Italien etc., sondern sogar über die Kulturkreise hinweg bis nach Arabien hinein. Hier stellt sich die Frage: Wie soll es möglich gewesen sein, so etwas zu organisieren, so dass alle mitmachten?? Das Buch gibt darauf nur Antworten, die auch nicht plausibler sind als die Erklärungen, die uns die "Standardwissenschaft" für ihre eigenen Probleme gibt.

Daher halte ich das Buch insgesamt als Denkanstoß zwar für interessant, für jeden, der sich überlegen will, worauf seine geschichtlichen Überzeugungen eigentlich beruhen und ob er wirklich "weiß", was er alles gelernt hat. Für den, der nicht bei jeder Ausführung überlegt, ob und wie die Schlussfolgerungen des Buches eigentlich wirklich begründet (!) sind, halte ich es aber für gefährlich.

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Seriös recherchierte Theorie, sehr lesenswert.
Das Buch richtet sich an geschichtlich interessierte, nicht an Verschwörungstheoretiker (auch wenn letztere gleichfalls daran gefallen finden). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2003 von Sarge
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Illig behauptet, dass 297 Jahre Geschichte aus dem frühen Mittelalter um Karl den Großen herum einfach erfunden worden wären (vor gut 1000 Jahren schon), die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2003 von AD
Wissenschaftlich fundiert - sehr interessant
Mit großem Interesse habe ich dieses Buch gelesen, se wirft eine neue Sichtweise auf das beginnende Mittelalter und die damals übliche Geschichtsschreibung. Lesen Sie weiter...
Am 1. November 2001 veröffentlicht
Ein falscher Ansatz mit Folgefehlern
Herr Illig begründet seine Hypothesen sehr gründlich und Detailliert. Trotzdem sind seine Vermutungen nicht korrekt durchdacht. Lesen Sie weiter...
Am 24. Oktober 2001 veröffentlicht
Unglaubwürdig
Illig schreibt interessant und suggeriert manches. Aber wenn man mal nachprüft, was er schreibt, eröffnen sich noch viel mehr Ungereimtheiten in seiner These als er... Lesen Sie weiter...
Am 16. Oktober 2001 veröffentlicht
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