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am 16. April 2013
Lou und Will könnten kaum unterschiedlicher sein. Lou ist eine 27-jährige Frau, die in sämtlichen Bereichen ihres Lebens festgefahren ist. Sie hat einen Job in einem Café, wohnt seit ihrer Geburt in dem gleichen Dorf bei ihren Eltern, ist seit sieben Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und ihr Dasein beschränkt sich im Moment einzig und allein auf diese Elemente. Die tägliche Busfahrt wird zur Routine und selbst die Besucher in ihrem Café gehören inzwischen zur alltäglichen Langeweile. Doch sie ist scheinbar zufrieden... bis zum Tag ihrer Kündigung, mit welcher ihr Leben eine Kehrtwende vollführt...
Will hingegen ist das Abbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Er steht in der Blüte seiner Jahre, hat keinerlei Geldsorgen, eine schicke Freundin zu Dekorationszwecken und ein Leben geprägt von Reisen, Abenteuern und Eindrücken jeglicher Art. Er ist lebenslustig und glücklich bis ihn eines Tages ein Motorradfahrer ergreift und in einen Rollstuhl befördert...

Die Geschichte von Lou und Will ist keine gewöhnliche. Liest man den Klappentext und betrachtet das Buchcover, so freut sich die Mehrheit der Leserschaft zunächst bestimmt auf eine Liebesgeschichte mit „erschwerten“ Umständen. Doch weit gefehlt, wird der Rezipient nicht mit einer klischeelastigen Romanze unterhalten, sondern sieht sich plötzlich mit schweren Themen wie Behinderung oder Freitod sowie der Lust am Leben konfrontiert. Dabei verfolgt er die Protagonistin auf ihrem Weg zu einem neuen Ich, glaubt sich eng an ihrer Seite, zeichnet Jojo Moyes ein derart liebevolles und einfühlsames Bild der jungen Frau, dass der Leser das Gefühl entwickeln wird, Lou persönlich zu kennen.

Die Autorin versteht es den Leser auf eine geschickte Art und Weise zu fesseln und bewirkt mit ihren teilweise witzigen aber auch immer ernstgemeinten Worten, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es ist ein seltsames Gefühl, dieses Werk zu lesen. Ich möchte dabei nicht allzu viel von der Geschichte verraten, aber es sei gesagt, dass der Roman widersprüchliche Gefühle weckt. Einerseits möchte man die Seiten eine nach der anderen umblättern und im Buch voranschreiten, hat man jedoch gleichzeitig Bedenken, dem unumgänglichen Ende entgegenzusehen aus Angst vor dem Finale. Es hilft nichts, man muss es einfach gelesen haben!
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am 26. November 2014
Von dem Titel hatte ich schon einiges gesehen, als ich das Buch plötzlich im nahen Shopping Center vor mir gesehen habe. Nicht lange überlegt (der SuB war gerade soweit geschrumpft, dass ich Angst vor einer buchlosen Woche hatte), gekauft – und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.

Das ist so ein typisches Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen mag. Dabei ist es nicht mal spannend: Die Geschichte von Will und Lou plätschert in einem gemütlichen, angenehmen Tempo vor sich hin und sorgt dafür, dass man sich ständig denkt „nur noch die nächste Seite“. Und dann muss man aber doch weiterlesen, auch wenn man eigentlich am nächsten Morgen zur Arbeit muss.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man als Leser permanent positiv bleiben will. Lou und Will wachsen einem so sehr ans Herz, das man sich schon von der ersten Seite an wünscht, alles möge gut werden, weil sie es verdient haben. Die Nebencharaktere sind nicht immer sympathisch, dafür aber mit einer sehr eigenen und vor allem echten Note. Sie kommen sehr authentisch rüber und geben dieser Geschichte ein bisschen Würze, weil sie manchmal auf eine Art und Weise reagieren, die man nicht erwartet hat.

Für mich war es das erste Buch, indem die Pflege eines Behinderten wirklich so getreu erzählt und geschildert wurde. Ich hatte keine Ahnung, worauf man achten muss, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob in dieser Hinsicht alles korrekt verlaufen ist. Für mich gab es keine Stelle, an der ich sagen musste „Huch, das kann jetzt aber nicht sein“, im Gegenteil. Die Feinfühligkeit der Geschichte hat mich sehr beeindruckt.

Gut finde ich auch, dass das Thema Sterbehilfe innerhalb der Geschichte nicht zur Grundsatz-Diskussion geworden ist. Alle Parteien haben ihren Standpunkt deutlich gemacht, der eine mehr, der andere weniger, aber es gab kein ethisches Hin und Her, was auch überhaupt nicht in dieses Buch gepasst hätte.

Fazit: Absolut lesenswert! Hat dafür gesorgt, dass jetzt alle anderen Bücher von Jojo Moyes auf meiner Wunschliste stehen.
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am 20. April 2013
Inhalt:

Louisa Clark ist mehr als geschockt als sie quasi über Nacht ihren Job verliert. Nicht nur wegen des Geldes, was sie und ihre Eltern zweifelsfrei dringend benötigen, sondern auch weil sie ihn gern gemacht hat. Sie mochte es in einem Cafe zu stehen, mit Leuten zu reden und Wünsche zuerfüllen. Und wenn es auch nur kleine waren, nach Tee und Gebäck. Und sie mag den Ort in dem sie lebt. Eine Kleinstadt die nicht viel zu bieten hat, außer einer Burg die eher Touristen als Einheimische begeistert.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Jobcenter ihr auch nicht viel bieten kann. Nicht mehr als eine Stelle als Pole-Dancerin oder in einer Hühnerfabrik. Letzteres probiert sie sogar aus, mit Alpträumen als Folge.
Mit ein paar Umwegen und einigen Überredungskünsten landet Louisa schließlich im Haushalt der Traynors. Ihre Aufgabe besteht darin den Sohn der "Hausherrin" zu betreuen, oder vielmehr zu beobachten. Will Traynor. Will ist Tetraplegiker. Er kann sich nicht bewegen, während er bei vollem Verstand ist. An den Rollstuhl gefesselt müssen andere alles für ihn übernehmen. Zunächst versteht Louisa, Lou...ihre Aufgabe nicht. Denn die pflegerischen Notwenigkeiten werden vom medizinisch geschulten Nathan übernommen. Und Will scheint eindeutig kein Interesse an ihr, oder ihrer Gesellschaft zu haben. Im Gegenteil, er ist ziemlich unausstehlich und es dauert eine ganze Weile bis die beiden sich halbwegs aneinander gewöhnt haben.
Eher durch Zufall erfährt Louisa schließlich weshalb sie wirklich da ist. Sie ist nicht Beschäftigung für einen Behinderten, sondern der Babysitter eines Suizidgefährdeten. Denn Will hat eine Entscheidung getroffen, die ihn...wenn Lou es nicht verhindern kann...am Ende in die Schweiz führen wird. In ein Land, in dem ärztlich unterstützter Suizid legal ist. Und wie alle um Will herum, beginnt sie zu überlegen wie sie ihn umstimmen kann. Sie versucht sein Leben besser zu machen, ihm lebenswerte Augenblicke zu bescheren und ihn nicht nur an das Leben, sondern auch an sich zu binden. Denn innerhalb ihrer 6 Monate Dienstzeit...innerhalb eines ganzen halben Jahres....kommen die beiden sich so nah, physisch wie psychisch, dass Louisa sogar ihre 7jährige Beziehung beendet in dem Gedanken an ein Leben mit Will. Detailliert informiert sie sich über Möglichkeiten und Wege, Wünsche und Ziele, Gefühle und Gedanken....über alles was eine Tetraplegie anders oder schwieriger macht, einzig mit dem Ziel Will umzustimmen. Und als sie ihm schließlich ihre Liebe gesteht und ihm die Zukunft schildert wie sie sie sieht, mit all den Dingen die sie für ihn und für sich tun will, bittet er sie um etwas das ihre ganze Welt auf den Kopf stellen wird.

Meinung:

Als ich das Buch gekauft habe wusste ich nur zwei Dinge darüber. Das es ein Spiegelbestseller ist und was der Klappentext sagt. Ich wusste nicht auf was ich mich einlasse.
Ich fing an zulesen und war ziemlich schnell enttäuscht, weil es sich im ersten Augenblick anfühlte wie "Zwei ziemlich beste Freunde" und ich dachte der einzige Unterschied wird sein, dass diese Freunde sich am Ende lieben werden. Weit gefehlt... Es ging um viel mehr als Freundschaft oder Liebe, um etwas weitaus wichtigeres. Es geht um das Leben. Um den freien Willen. Um Entscheidungen und das Sterben. Um das was die Menschen ausmacht und die Dinge die der Geist will und der Körper einem verwehrt. Es geht um Zwischenmenschlichkeiten die tiefer gehen als Ozeane und um eine die Bitte die für den einen das Größte und für den anderen das Schrecklichste bedeuten.
Dieses Buch zwingt einen sich damit auseinander zusetzen was Leben ist. Und was unser eigenes, ganz persönliches Leben ausmacht. Auf was wären wir bereit zu verzichten und wo ist unsere Grenze zwischen lebenswert und nicht auszuhalten. was würde uns brechen? Und wenn wir an die denken die wir lieben, oder die uns lieben.... Wären sie genug zu bleiben, wenn uns sonst nichts bleibt?
Das Thema mit dem Moyes sich befasst ist schwere Kost und polarisiert mit Sicherheit. Aber sie hat es nicht als eine einzige Provokation verpackt. Sie bietet jeder Meinung Raum. Sie beschreibt Will's Wunsch und gleichzeitig die Gedanken all jener die damit leben müssten, wenn er es wirklich tun würde. Aber es findet zum Beispiel auch seine Mutter Gehör, die nicht will das ihr Sohn stirbt und aber dennoch nur das Beste für ihn will. Und muss nicht jeder selbst entscheiden was am besten für ihn ist? Moyes lässt nichts außer Acht und schreibt sogar Gedanken die man sich selbst verbieten würde. Denn einen Behinderten, vollkommen auf Pflege angewiesenen Sohn Zuhause zu haben, stellt Familien vor Herausforderungen und schränkt Leben ein. Nicht nur dem Behinderten selbst werden Freiheiten genommen, jeder opfert etwas... Aber darf man darüber nachdenken, dass diese Opfer nach einem Suizid nicht mehr nötig wären?
Ich möchte nichts dazu sagen wie die Geschichte ausgeht. Aber ich möchte sagen wie dieses Buch für mich geendet hat. Ich habe die letzte Seite zugeklappt und danach ganz still auf meinem Bett gelegen. Ich habe versucht mich nicht zubewegen. Ich wollte Will sein. Gefühlt habe ich es zehn Minuten getan. Tatsächlich waren es 3 Minuten. Wäre ich Will, mir käme ein ganzes halbes Jahr wie ein ganzes halbes Leben vor. Ob ich seine Gedanken deshalb verstehe? Das ist mein eigenes Geheimnis. Aber es lohnt sich, sich mit diesem Buch auseinander zu setzen weil es eine Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben ist.
Von mir gibt es trotzdem nur 3 Sterne, denn auch wenn es berührt....dieses Thema geht uns eigentlich alle an. Und es in eine Lovestory zu packen und in einem Einband zu verstecken der vermutlich zu 90% Frauen anspricht...das geht nicht. Und eigentlich geht es auch nicht, die Brisanz des Inhaltes mit keinem Wort auf dem Klappentextes zu vermerken. Denn Sterbehilfe ist nunmal kein Thema mit dem sich jeder auseinander setzen will. Und es ist kein Thema was man in einem Buch mit dieser Aufschrift und diesem Cover vermutet. Die Entscheidung sich damit und somit mit seinen eigenen Vorstellungen zum Leben auseinanderzusetzen sollte jedem selbst überlassen sein.
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am 16. Februar 2014
Lou hat ein Problem, sie verliert ihren Job im Café, weil es schließt. Was soll sie tun? Keine Ausbildung, schräger Modegeschmack, keine Perspektiven in einer kleinen Stadt und eine Familie, die auf ihr Gehalt angewiesen ist. Was bleibt ihr anders übrig, als das erst beste Zunehmen, was sie bekommen kann, einen Job als Pflegerin. Dieser Job verlangt einiges von Lou ab, denn ihr Patient, Will, ist kein alter Mann, sondern einer der im Leben stehen müsste und diesen nicht gewollten Zustand, auch jeden spüren lässt. Will lässt Lou am Anfang nicht an sich ran, er will sie nicht in seiner Umgebung. Somit macht die Arbeit keinen Spaß und Lou würde am liebsten alles hinschmeißen, aber jeder sagt ihr, wie viel Geld sie verdient und so muss sie sich durchkämpfen. Aber es kommt, wie es kommen muss, die Zwei kommen sich doch näher und freunden sich ein bisschen an. Bis Lou an einem Tag erfährt, warum ihr Job auf ein halbes Jahr befristet ist. Kann sie damit umgehen? Warum fühlt sie sich so betroffen? Ist sie etwa verliebt?

Dieses Buch sorgte in der Bücherwelt für so viel Begeisterung und dabei war ich bei dem Inhalt doch sehr skeptisch, aber bei so vielen positiven Stimmen, wollte ich der Geschichte auch eine Chance geben. Hätte ich aber mal auf mein Bauchgefühl gehört. Mich konnte die „Liebesgeschichte“ von Lou und Will nicht begeistern und eigentlich hat sie mich mit einem wütenden Gefühl zurückgelassen. Lange habe ich überlegt, ob ich überhaupt eine Rezension schreiben sollte, denn es ist doch oft so, das negative Stimmen zerrissen werden und ich möchte mich dem gar nicht aussetzten. Trotzdem hat jeder seine Meinung und muss nicht jedes Buch, was gehypt wird, auch gut finden. Das Buch lässt sich schnell und gut lesen, sorgt jetzt aber auch nicht für anspruchsvolle Sprachgestaltung. Die Geschichte wird zu meist aus Lou‘s Sicht erzählt. Abwechselnt taucht aber auch mal eine Stimme von den Randfiguren auf, allerdings bleibt Will‘s Sicht ungehört und das fand ich mehr als Schade. Um diesen Mann geht es doch eigentlich und er muss bei der Autorin stumm bleiben, ich glaube es hätte der Geschichte gut getan, wenn wir auch ihn gehört hätten. Dann war der Anfang für mich nicht ganz so gut gelungen, denn ich fühlte, mich sehr an „Ziemlich beste Freunde“ erinnert. Das erste Aufeinandertreffen ähnelte so stark, das ich erst mal aufgestöhnt hatte.
Lou ist ein naives, oft ausgenutztes Mädchen. Die für jeden da sein muss und nie gelernt hat, sich selbst zu schätzen und ihr Leben zu leben. Immer muss sie das Haushaltsloch stopfen, für ihren Neffen da sein und alle Dummheiten ihres Freundes hinnehmen. Sie hat keine Lebensperspektive und Zukunftspläne gibt es auch keine. Will‘s Welt ist für sie mehr als fremd und in diesen Kreisen fühlt sie sich auch nicht wohl.
Will war vor seinen Unfall, der erfolgreiche Anwalt, ein Frauentyp, extrem Sportliebhaber und natürlich spielt Geld in seinen Leben keine Rolle, das hat man nämlich. So ist sein Leben jetzt, gefesselt an einen Rollstuhl, bewegungsunfähig, kein Leben. Die Schmerzen unerträglich, die ständige Pflege eine Zumutung und dann bekommt er auch noch einen Babysitter vorgesetzt. Ganz klar er will nicht mehr.
Die zwei nähern sich also an, er möchte in ihren Leben was bewegen, sie darauf aufmerksam machen, dass sie gar nicht so dumm ist und sie soll die Chance zu leben, ohne Behinderung, einfach nutzen. Ihre Träume leben und ihren Platz finden. Das ist ja auch ganz liebe gemeint und tut Lou auch gut, sie entwickelt sich, wird aus den kleinen Mädchen doch zur Frau, die auch für sich kämpft. Lou möchte Will helfen und ihn zurück ins Leben bringen, aber hat eigentlich nie eine Chance.
Hier kommen meine Knackpunkte an der Geschichte und das sind nur persönliche Eindrücke. Ich bezweifle, dass es wirklich eine richtige Liebesgeschichte war. Klar sie mögen sich, das steht außer Frage, aber Liebe konnte ich für mich nicht erkennen. Einige Szenen waren schon sehr ergreifend und wirklich süß geschrieben, aber tiefe Gefühle? Will hatte seine Entscheidung von Anfang an getroffen. Ich hatte eher das Gefühl er wollte, das sie ein Leben führt, wie er es nicht mehr kann. Er stupste sie an, zum Nachdenken und überlegen, was ja auch ein guter Freund tun würde. Bei Lou hatte ich auch nicht wirklich das Gefühl, das es die einzige Liebe ist. Sie fühlte sich berufen ihm zu helfen, diese Rolle spielte sie ihr ganzes Leben, kann man da so einfach ausbrechen? Ich glaube einfach das sich die Zwei sehr mochten, aber für die ganz große Liebe, fand ich die Entscheidungen falsch. Mann kann nicht allein entscheiden, dazu gehören zwei. Überhaupt hat mir nicht gefallen, wie die Autorin mit diesem schweren Thema umgegangen ist. Die Behinderung ist das Eine, aber auch noch den Freitod so darzustellen fand ich echt Schade. Ganz ehrlich, ich hätte mir was Lebensbejahendes gewünscht, einen Kämpfer, der das schöne im Leben und auf der Welt sieht und nicht aufgibt. Versteht mich nicht falsch, ich verstehe schon, dass er Schmerzen hat und das es für seine Zukunft nicht gut aussieht, aber er wird geliebt und viele können das nicht behaupten. So fand ich es eben auch traurig, das Will stumm geblieben ist. Außerdem frag ich mich, ob der diesen Weg überhaupt hätte gehen können, wenn er nicht das Geld im Rücken gehabt hätte. Überhaupt dieser Wohlstand, Lou und Will hätten sich ohne diesen Unfall nie kennengelernt, er hätte sie mit Sicherheit nicht einmal angesehen. Und dann dieser Schluss, Hollywood lässt grüßen, das war für mich zu viel des Guten und die Glaubwürdigkeit dahin. Wie ihr seht, es war nicht meine Gesichte, aber so muss es sein, Geschmäcker sind verschieden.
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am 22. Oktober 2014
Louisa Clark lebt mit ihren Eltern, ihrer älteren Schwester – der gegenüber sie sich immer unterlegen fühlt – und dessen Sohn in einem Haus und ist seit 7 Jahren mit Patrick zusammen, der einzig und allein für sein Lauftraining und seine Fitness lebt. Als sie ihren Job in dem kleinen Café „Buttered Bun“ verliert, bleibt ihr nur der Gang zum Jobcenter. Nachdem der Alptraum Fließband in der Hühnchenfabrik vorüber ist, wird ihr ein Job bei den Traynors angeboten und ihr bleibt keine andere Wahl, als diesen anzunehmen, da ihre Schwester wieder studieren will und Louisa die „Alleinverdienerin“ in der Familie ist, nachdem auch ihr Vater seinen Job verloren hat. Sie weiß allerdings nicht, wie sehr sich ihr Leben und ihre Welt verändern wird.
Will war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, lebenslustig, sportlich, suchte seine Bestätigung im Bergsteigen, Bungeejumping, Tauchen und im Reisen in fremde Länder. Doch durch einen schrecklichen Unfall veränderte sich sein Leben drastisch. Er weiß, dass er so nicht weiterleben will. Doch dann kommt Louisa und bringt sein Leben etwas durcheinander.

Jojo Moyes Schreibstil ist schön, einfach und flüssig zu lesen. Die Charaktere werden gut beschrieben und auch die Kulissen und Schauplätze werden anschaulich dargestellt. Das Thema, über das sie schreibt ist realitätsnah und brachte mich zum Nachdenken über mich selbst und mein Leben und auch die Beziehung zu anderen Menschen. Ich kam nicht umhin, dieses Thema auch mit meinem Partner zu besprechen und wir haben beide unseren Standpunkt dazu gefunden.

Ein wirklich gutes Buch, das sich mit einem harten Thema auseinandersetzt und sehr anschaulich darstellt, in welcher Situation man stecken könnte, wenn man unglaubliches Pech hat. Meines Erachtens sehr empfehlenswert!
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am 2. Januar 2014
Das hört sich vielleicht zynisch an in Anbetracht des ernsten Themas 'Freitod', aber mehr ist das Buch wirklich nicht. Im Stil all der englischsprachigen Autorinnen wie Keyes, Kinsella, Jones, etc. geschrieben, also unterhaltsam, und mit dem Tiefgang eines Kanalboots in Amsterdam.
Die Chararkterisierung der Louisa ist manchmal so brachial, mit solch übertriebenen Metaphern, dass sie unglaubhaft ist. Will andererseits wirkt paradoxer Weise sympatisch, obwohl er sich wie ein Kotzbrocken benimmt. Ob man ihm seine letzte Entscheidung abnimmt, sei dahin gestellt.
Das Thema 'Freitod' für Menschen mit extremer Behinderung ist in verschiedene Dokus der öffentlich-rechtlichen TV Sender aber wesentlich besser, mit mehr Empathie auch für die Angehörigen, und eindringlicher dargestellt worden.
Insgesamt ein nettes, stellenweise sehr irritierendes Buch.
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am 15. April 2016
Ich war sehr neugierig auf das Buch, da die Geschichte um Louise Clark und Will Traynor im Internet so gehypt wurde.
Die Charaktere werden schön beschrieben und man schließt sie schnell ins Herz. Die Entwicklung der verschiedenen Personen im Laufe des Buches gefällt mir gut, besonders die von Lou gibt einem irgendwie Mut, wobei ich aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte.
Beim Inhalt handelt es sich, nicht überwiegend um eine Liebesgeschichte (der Klappentext ist ein wenig irreführend), sondern um das Thema Sterbehilfe und wie verschiedene Leute damit umgehen. Für mich ein recht interessantes Thema, über das ich so aber noch nicht viel gelesen habe. Ich kenne auch keine vergleichbaren Bücher, die das Thema, so wie dieses Buch, ausgiebiger behandeln. Leider muss ich aber sagen, dass ich ein paar Mal beim Lesen fast eingeschlafen wäre. Auf den ersten 300-350 Seiten geht es eigentlich nur darum, wie Louisa sich als Pflegerin von Will anstellt. Man liest 10 Mal wie sie das Haus bis in die kleinste Ecke putzt, sich Filme mit Will ansieht oder ihm Essen macht und ihn pflegt. Zwischendurch gibt es dann auch mal ein paar lustige Stellen oder kleine Auseinandersetzungen zwischen den Charakteren, die einen dann doch weiterlesen lassen wollen. Erst auf den letzten 150 Seiten kommt die Handlung ein bisschen mehr in Fahrt und nimmt einen mehr und mehr gefangen. Ich muss sagen, dass ich das Ende sehr überraschend und unerwartet fande, denn ich hatte fest mit einem Happy End gerechnet und musste mir dann doch die ein oder andere Träne verkneifen. Aber auch an dieser Stelle, möchte ich nicht zu viel verraten.
Jojo Moyes schreibt sehr flüssig, somit fiel einem das Lesen auch nicht besonders schwer.
Das Buch war für mich okay, nichts was man unbedingt gelesen haben sollte, aber ich würde es jetzt auch nicht als verschwendete Zeit ansehen. Für meinen Geschmack etwas zu langatmig und das Ende kam dann auch irgendwie zu schnell und unerwartet. Die Geschichte und vor allem das Ende finde ich sehr ergreifend und eher anspruchsvoll, nichts was man mal so locker nebenbei lesen kann. Wer am Ende eines Buches immer ein Happy End braucht, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen. Alle anderen müssen für sich selbst entscheiden, ob sie das Buch lesen wollen oder lieber nicht, da es nichts für jedermann ist. Wer sich aber sehr für die Thematik interessiert, sollte dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.
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„Ein ganzes halbes Jahr“ ist ein außergewöhnliches Buch. Außergewöhnlich witzig, berührend und auch traurig.

Die Geschichte erzählt uns Lou, eine junge Frau, die in ihrem Leben so einige Probleme hat. Sie wohnt in einer englischen Kleinstadt, hat ihren Job verloren und keine wirkliche Perspektive. Ihr Freund entfernt sich immer weiter von ihr, seitdem er dem Fitnesswahn verfallen ist. Ihre Familie ist anstrengend, und verlässt sich auf ihre Unterstützung.
Unverhofft erhält sie ein Jobangebot als Pflegekraft für Will. Will ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt, reich, zynisch, und kann sich mit seiner neuen Situation nicht abfinden.
Langsam gelingt es Lou durch ihre witzige und einfühlsame Art, Wills Panzer zu knacken. Und auch Will schafft es, ihr klar zu machen, dass die Welt nicht an den Grenzen der Kleinstadt aufhört…

Durch Lou's witzige, originelle Kommentare ist dieses Buch ein Lesespaß von der ersten Seite an. Gleichzeitig ist das Thema sehr ernst und auch bedrückend und bringt uns zum Nachdenken. Wie fühlt man sich, wenn man sich fast gar nicht mehr bewegen kann? Wie findet man dann wieder einen Sinn im Leben? Ab wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert?

Für dieses Buch hätte ich gerne einen sechsten Stern zur Verfügung. Ich habe noch nie etwas gelesen, was mich so mitgerissen, unterhalten und getroffen hat.
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TOP 500 REZENSENTam 15. April 2013
Inhalt:
Will führt ein tolles Leben auf der Sonnenseite. Er ist Teilhaber einer erfolgreichen Firma, hat eine hübsche Freundin, Urlaube verbringt er in den exotischsten Ländern mit allerlei Abenteuern. Bis zu diesem einen Tag, der sein Leben vernichtet. Übrig bleibt ein querschnittsgelähmter Mann, ein Tetraplegiker, der in allem auf fremde Hilfe angewiesen ist. Mit diesem Dahinvegetieren, als das er es empfindet, kann er sich nicht abfinden. Da will er lieber sterben.

Louisa stammt aus bescheidenen Verhältnissen, gibt sich mit wenig zufrieden. Mit 26 Jahren lebt sie noch bei den Eltern und jobbt in einem Café. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund ist alles andere als aufregend oder romantisch. Doch Lou wäre nie auf die Idee gekommen, etwas an ihrem Leben zu ändern, wenn das Café nicht geschlossen worden wäre. Die von der Arbeitsagentur vermittelten Jobs sind alle nicht besonders toll. Da ist der Job als Pflegehilfe noch das geringste Übel, zumal er auf sechs Monate befristet ist.

Wird es Lou mit ihrer frischen, ehrlichen Art gelingen, Will aus seiner Lethargie zu holen und wieder für das Leben zu begeistern?

Meine Meinung:
Jojo Moyes‘ Roman enthält so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Frau und Mann, Unterschicht und Oberschicht, lebensfroh und lebensmüde. Nach anfänglicher Abneigung sehen die beiden in ihrem Gegenüber allmählich auch das Positive, sie lernen sich schätzen und respektieren. Und obwohl Lou eingestellt wurde, um Will aufzumuntern, ist am Ende sie diejenige, die am meisten profitiert. Denn Will bringt sie dazu, endlich etwas aus ihren Fähigkeiten zu machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Moyes thematisiert zum einen die alltäglichen Probleme von Behinderten, die man sich als Nichtbehinderter gar nicht bewusst macht, die man als Außenstehender vielleicht auch gar nicht erkennen kann. Zum anderen geht es um Sterbehilfe. Äußerst geschickt gelingt es der Autorin, diese sensiblen Themen in einen unterhaltsamen Roman einzubauen, ohne dass sie irgendwie aufgesetzt oder fehl am Platz wirken. Und ja, der Roman ist unterhaltsam. Es gibt witzige Dialoge und Szenen, wo man einfach grinsen muss. Und der Roman ist traurig. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem ich mehr geweint habe. Er ist emotional, und die Emotionen stehen nicht nur auf dem Papier, sie führen direkt in das Herz des Lesers, einfach wunderbar!

Die Charaktere sind tiefgründig beschrieben, vor allem natürlich Lou und Will, wobei der Hauptteil des Buches mit Lou als Ich-Erzählerin angelegt ist. Doch auch einige der Nebenfiguren kommen in jeweils einem Kapitel zu Wort, sodass man sich auch in sie gut hineinversetzen kann.

Sprachlich ist das Buch nichts wirklich Großartiges, aber es ist gut und einfach zu lesen. Die Handlung schreitet flott voran, es gibt keine Längen. Von Zeit zu Zeit ist eine kleine Überraschung eingebaut, so dass es immer spannend bleibt. Gefühle kommen nach und nach immer heftiger zum Ausdruck, und zwar Gefühle jeder Art, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Liebe usw. Besonders das letzte Drittel ist so emotional geladen, dass man es fast nicht mehr aushält.

Fazit:
Ein ganz wundervolles, emotionales Buch, das noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Ich möchte es wärmstens empfehlen, nicht nur für Leser von Liebesromanen.
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Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Will ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Er ist beruflich erfolgreich, sehr sportlich, verreist für sein Leben gern und hat eine sexy Freundin. Seine Urlaube sind geprägt von Unternehmungen wie Bungiespringen, Steilwandklettern und Gipfelbesteigen. An einem regnerischen Tag lässt er sein Motorrad in der Garage und eilt zu einem wartenden Taxi, wobei er ausgerechnet von einem Motorrad, welches bei dem Regen nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, überfahren wird.

Lou(isa) liebt ihr Zuhause. Das kleine volle Haus, die gewohnten Abläufe, ihre Arbeit im Cafe um die Ecke. Sie liest gerne und verbringt gerne Zeit mit ihrem langjährigen Freund. Das einzige, was an Lou nicht extrem normal ist, ist ihr ausgefallener und teils sehr kontroverser Kleidungstil. Als Lou eines Tages früher von der Arbeit nach Hause kommt, muss sie ihrer Familie erklären, dass sie ihren Job verloren hat weil das Cafe schließt.

Als Lou sich auf ihrer Jobsuche als Pflegekraft/Tagesfrau für einen Tetraplegiker bewirbt und angenommen wird, stellt sie leider sehr schnell fest, dass der Mann, dem sie Gesellschaft leisten soll alles will, außer ihrer Gesellschaft. Will kann aufgrund eines Verkehrsunfalls eigentlich nur seinen Kop frei bewegen, seine Arme und Beine sind fast komplett bewegungsunfähig und er hat permanent Schmerzen.

EIN GANZES HALBES JAHR erzählt freiweg, offen und dabei sehr sympathisch von vielen Alltagssituationen, die einem Behinderten das Leben schwer machen. Von Entscheidungen, die nicht mehr seine zu treffen sind, von unbeinflussbaren Schicksalsschlägen, Ungerechtigkeiten, sozialen und persönlichen Unzulänglichkeiten und sozialen Tabus wie den Freitod. Alle Charaktere im Buch sind sehr liebevoll und tiefgründig beschrieben. Das Buch ist sehr glaubwürdig und liebenswert und nimmt einen total in Beschlag. Man fragt sich WAS WÜRDE ICH TUN? WÜRDE ICH DAS WOLLEN/KÖNNEN? und entwickelt dabei einen solchen Respekt für alle Betroffenen. Die lockere Schreibweise hilft oft über das schwere Schicksal Wills und das heftige Thema, dass Will in der Schweiz in einem Hospiz einen Giftcocktail schlucken will, hinweg. Ich habe während des Lesens oft gelacht, jedoch auch wie ein Schlosshund geweint.
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