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Produktinformation
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Das Böse, das zum menschlichen Dasein gehört wie das Gute, zeigt sich in Hass und Gier, in Mord und Vergewaltigung, in Krankheit und Katastrophe, in Krieg und Genozid – und in jedem Verbrechen. Es begegnet uns in der Wut des Streitenden und in der Rache des Gekränkten, im hochgeschaukelten Affekt des Eifersüchtigen und im eiskalten Vernichtungsplan des Narzissten.
Wir erkennen es in autoritären Regimen und fanatischen Ideologien, in zwischenmenschlichen Konflikten oder Familiendramen, in Völkerschlachten und Kriegsgräuel, in Seuche und Krankheit, in Deportation und Sexualmord – und in unseren geheimen Gedanken. Es lauert im destruktiven Agieren von Unmenschen und im sadistischen Planen von Nichtpersonen genauso wie hinter der biederen Fassade von Jedermännern – und es steckt in jedem von uns. Reinhard Haller schöpft aus der Erfahrung des Gerichtspsychiaters, der schon über 300 Mörder untersucht, in stundenlangen Gesprächen nach ihren Motiven gefragt und nach Erklärungen ihrer Taten geforscht hat.
Nach dem Lesen dieses Buches können wir das Wesen des Bösen wohl besser begreifen, werden aber allen Grund haben, beunruhigt zu sein: Das Böse ist Teil des Menschlichen und wird uns niemals loslassen.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Böses Buch und böse Sprache,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das ganz normale Böse (Gebundene Ausgabe)
Zwei Gründe waren entscheidend, dass ich mir das Buch gekauft habe. Erstens ein Interview mit Reinhard Haller, in dem er (sinngemäß) sagt, es gibt zwei Möglichkeiten: der Mensch kommt gut auf die Welt und wird im Laufe der Zeit durch Erfahrungen und Erlebnisse böse. Oder: der Mensch kommt grundsätzlich böse auf die Welt, und wird kultiviert und zivilisiert. - Haller hat sich der letzten Ansicht angeschlossen.Mein zweiter Kaufgrund war der Satz auf dem Cover: 'Haller schöpft aus der Erfahrung des Gerichtspsychiaters, der 300 Mörder untersucht, in stundenlangen Gesprächen nach Motiven gefragt und nach Erklärungen ihrer Taten geforscht hat'. Nichts davon kommt in diesem Buch vor! Haller geht weder auf den interessanten Interview-Satz ein, dass man 'böse' auf die Welt kommt. Noch spricht Haller über SEINE Erfahrungen mit Verbrechern. Haller beschreibt die Taten von Verbrechern wie Ted Bundy, Jeffrey Dahmer, Pol Pot oder die eines Hauptlehrers Wagner im Jahr 1913. Mit keinem dieser Leute hat Haller wohl gesprochen ... Dafür schreibt Haller in einem Stil, wie man ihn von Forschern und Wissenschaftlern erwartet: das Zeitwort ist immer so weit wie möglich vom Hauptwort entfernt, dass man die meisten Sätze ein zweites Mal lesen muss, um sie zu verstehen: 'Insgesamt ist aber eine stark rückläufige Tendenz dieses Delikts, das meist nur mit einer bedingten Strafe geahndet wird, zu beobachten'. Außerdem verwendet er die Worte, die man in seinen Kreisen verwendet, um von den Kollegen anerkannt zu werden: da ist von 'überwertig' die Rede, von 'benigne' oder von 'suizidieren' ... pure Psychologensprache. Mit keinem Wort geht Haller auf Profiler wie Robert Ressler oder John Douglas ein, der in seinen Büchern (u.a: Das Profil eines Mörders: Die lange Jagd nach dem BTK-Serienkiller) z.B. von 3 Kennzeichen des Verbrechers' schreibt: Bettnässen, Tierquälerei, Brandstifterei. Die meisten (Serien-)Mörder hätten eine solche Vergangenheit. Ein neues Kapitel beginnt in diesem Buch auf der rechten Seite; dadurch kommt es immer wieder vor, dass in diesem ohnehin schon dünnen Büchlein Seiten leer bleiben. Ein Namens- und Stichwortverzeichnis fehlt leider. Dafür findet sich im Literaturverzeichnis ein Roman (!) von Heinrich Steinfest. Alles, was in diesem Buch steht, kennt man aus Zeitungsartikeln - und aus besseren Büchern wie denen von John Douglas. - Schade um diese vertane Chance! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kasuistik des Verbrechens,
Von Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das ganz normale Böse (Gebundene Ausgabe)
Ich fürchte, das ist einfach kein kluges Buch.Das Thema ist gleich eines der ganz großen, religiösen, weltanschaulichen, philosophischen und psychologischen Rätsel dieser Welt. Warum tun Menschen Böses, sind grausam und bringen andere Menschen um? Jetzt kann man dieses Thema aus der Sicht verschiedener, wissenschaftlicher Disziplinen angehen, also es analytisch betrachten, oder man kann sich mit der Tatsache seiner Existenz begnügen, es als eine Konstante in der Welt sehen und diese beschreiben, woraus sich vielleicht eine bessere Kenntniss der Welt ergibt, man aber keine Änderung ableiten kann. Das merkwürdige an diesem Buch ist, dass hier jemand mit wissenschaftlichem Background schreibt, aber das was herauskommt, eben doch rein deskriptiv ist. Ein Katalog des Bösen ist es, was das Buch im wesentlichen ausmacht. Der Autor ist nicht nur "Psychiater und Psychotherapeut", sondern war auch noch Sachverständiger bei Gericht in einigen Serienmörderprozessen und "Präsident der Kriminologischen Gesellschaft". Liest man also den Klappentext, ist man überzeugt, dass hier ein Fachmann über dieses Thema schreibt. Im Buch selbst bleibt dann aber überraschend viel unscharf. Was differenziert denn nun wirklich den kranken vom "bösen", also planenden Täter? Entscheiden sich Täter bewusst zum Bösen, oder liegen Verbrechen zwangshafte Handlungen zugrunde? Statt einer systematischen Diskussion dieser Frage erhält man ein Sammelsurium von Einzelfällen, in denen Umwelt, Veranlagung und aucn vielleicht auch mal eine bewusste Entscheidung eine Rolle spielt. Aber weil es so viele Beispiele mit jeweils unterschiedlichem Verlauf ist, ist man am Ende des Buches einfach so schlau wie zuvor. Vielleicht liegt dieser enttäuschende Eindruck des Buches aber auch daran, dass hier größtenteils Fälle beschrieben werden, in denen der Autor nicht selbst involviert war. Fast alles, was in den letzten Jahren an spektakulären Mordfällen in der Presse war, findet sich auch hier im Buch wieder, mit allen Details, die auch vojeuristische Blätter gerne breit schildern. Ich wünschte mir, hier wären weniger Beispiele und stattdessen mehr Analyse und mehr persönliches Erleben und Urteilen in den Text aufgenommen worden. Und auch der Kalauer, der dann noch auf Seite 191 folgt, erscheint mir dem Rest des Buches völlig unangemessen. Positiv ist mir eigentlich beim Lesen nur ein Abschnitt aufgefallen, nämlich die Beschreibung einer Zwangssituation die durch Schweigen des sozialen Umfeldes entsteht. Das ist wohl dann tatsächlich ein Ansatz, der einen einige Fälle verstehen lässt, möglicherweise mehr als der Autor hier selbst anführt. Einsamkeit und fehlende Kommunikation scheinein mir die Merkmale zu sein, die viele der Täter gemeinsam haben. Aber auch diese Analyse erscheint mir im Buch einfach zu kurz zu sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jeder ist, wie Gott ihn machte, und sehr oft schlechter - aus Spanien,
Rezension bezieht sich auf: Das ganz normale Böse (Gebundene Ausgabe)
R. Haller schildert die unglaublichsten Auswüchse des Bösen in spannenden,oft schockierenden aber auch mit ironischen Nuancen angereicherten "Fallbeispielen". Die Psyche der "Bösen" und deren Opfer wird von einem Meister seines Faches durchleuchtet, analysiert und für den Laien als Kriminalgeschichten gut verständlich aufbereitet. Ein tolles und interessantes Buch über das Böse, welches ja, in welcher Form auch immer, in jedem von uns stecken mag... Als Bettlektüre vor dem Einschlafen, je nach Belastbarkeit, nicht zu empfehlen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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