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Da erreicht ihn eines Tages eine rätselhafte Botschaft von einem gottgleichen Wesen namens Glimmung. Auf seinem Heimatplaneten Plowman will Glimmung die versunkene Kathedrale Heldscalla vom Meeresboden heben, und für diese gewaltige Aufgabe hat er in der gesamten Galaxis Spezialisten angeworben. Auf dem Flug zum Planeten Plowman begegnet Joe der attraktiven Korallenforscherin Mali Yojez, und zum ersten Mal seit langer Zeit scheint sein Leben wieder eine Perspektive zu haben. An seinem Bestimmungsort angelangt, muss Joe jedoch feststellen, dass Glimmungs Vorhaben weitaus wahnwitziger ist, als es zunächst den Anschein hatte und sich bald zu einem Kampf auf Leben und Tod entwickelt.
Nach Blade Runner und Ubik Ubik stellt der 1969 zum ersten Mal erschienene Roman Der galaktische Topfheiler einen thematischen Wendepunkt in Philip K. Dicks Werk dar. Ist der Anfang des Romans eine grandiose Satire auf eine in zunehmendem Maße automatisierte und menschenverachtende Gesellschaft, so stellt die zweite Hälfte des Buches buchstäblich einen Tauchgang in die Untiefen metaphysischer Fragestellungen dar, wie sie das Spätwerk des Autors bestimmen sollten.
Mit Der galaktische Topfheiler schreibt Dick eine Ode an den Faust-Mythos, kleidet ihn jedoch in ein völlig neues Gewand. Einen ganz eigenen Reiz des Romans machen zudem die zahlreichen absurd-komischen Sprachspiele aus, die in der vollständig überarbeiteten Übersetzung auch auf Deutsch ein Genuss sind. -- Die mustergültige Neuausgabe eines der faszinierendsten und zugänglichsten Romane Philip K. Dicks! -- Sara Schade
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein postmodernes Juwel,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der galaktische Topfheiler (Taschenbuch)
Man kann vermutlich keinen Roman Philip K. Dicks lesen, ohne früher oder später in diverse metaphysische Fragestellungen verwickelt zu werden. Die große Kunst des Autors besteht darin, abgelegenes Gedankengut aufs Unterhaltsamste zu verarbeiten, grellbunt verpackt, jedoch nie ohne grundlegende Ernsthaftigkeit."Der galaktische Topfheiler" ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme, im Gegenteil: das Buch ist ein wunderbares Beispiel des an Irrwitz grenzenden Einfallsreichtums seines Verfassers. Man kann an seinem stilistischen Vermögen zweifeln, an der soliden Handlungskonstruktion oder auch an seinem Verstand -- unbestreitbar bleibt dagegen Dicks Fähigkeit, Triviales in den Dienst einer Erkenntnis zu stellen, welche die Grundfesten menschlicher Existenz erschüttert. Ein "Topfheiler", dessen anachronistische Talente unverzichtbar sind für die Durchführung eines intergalaktischen Projekts, welches letzlich metaphysische Dimensionen der Selbstfindung annimmt. Was soll man da noch sagen? Die Geschichte ist ebenso absurd wie kafkaesk. Es bleibt nicht aus, dass hier wesentliche Fragen rund um Leben, Tod, Wahrheit, Wirklichkeit, Zeit usw. verhandelt werden. Dabei zaubert Dick einen Trumpf nach dem anderen aus dem Ärmel, in Gestalt kleiner Einfälle und Episoden, die sich zu einem wahnhaften Patchwork einer quasi-theologischen, zugleich psychoanalytischen Heilsgeschichte verknüpfen. Man nehme nur die herrliche Idee eines harmlosen Spiels, welches darin besteht, Computer-Übersetzungen von Buchtiteln zu entschlüsseln, um den ursprünglichen Wortlaut zu erraten -- ein Spiel, das eher in unsere Zeit passt als in die Entstehungszeit des Romans (1969). Die sprachliche Vermittlung des Wirklichen durchzieht den Roman ohnehin wie ein Leitmotiv. Da ist dieser Android, der von einer Karriere als Schriftsteller träumt. Da ist dieses Buch, in welchem täglich frisch nachzulesen ist, was erst noch geschehen wird ... Alles andere als spielerisch dürfte die Begegnung eines Menschen mit seiner eigenen Leiche sein, die sich auf dem Grund des Meeres in einer Kiste verbarrikadiert, um nicht von den Fischen zerrupft zu werden. Die Grenzen von Leben und Tod, von Gegenwart und Zukunft werden aufgehoben, die handelnden Figuren werden zu Spielbällen eines undurchsichtigen und verrückt anmutenden Schicksals, welches den Sinn der individuellen Existenz eher verschleiert als enthüllt, durchaus in der Tradition einer griechischen Tragödie. Ganz nebenbei entwirft Dick ein beklemmend utopisches Bild der USA: ein verarmter totalitärer Polizeistaat, der sich durch pseudo-sozialistische Parolen und staatliche Zwangsmaßnahmen erhält, gestützt durch ein umfassendes Netzwerk aus Information und Überwachung. "Der galaktische Topfheiler" zählt nicht zu den bekanntesten Romanen Philip K. Dicks, sondern rangiert bestenfalls als Geheimtipp innerhalb eines umfassenden Gesamtwerks. Vielleicht trägt ja diese Ausgabe zu einer angemessenen Neubewertung bei. Denn mag es unter den Veröffentlichungen des Autors auch den einen oder anderen Klassiker geben, der vorliegende Roman ist -- unabhängig davon wie von der Kategorisierung nach Genre oder Stil -- ein Juwel postmoderner Literatur. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2.0 von 5 Sternen
abgedreht und konfus,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der galaktische Topfheiler (Taschenbuch)
Joe Fernwright ist staatlich angestellter Topfheiler - er restauriert
zerbrochene Keramiken. Da es aber kaum noch Keramik auf der Erde gibt, hat er die meiste Zeit über nichts zu tun. Daher zögert er nicht lange, als eine seltsame Botschaft eintrifft, die ihm Beschäftigung bei einer astronomisch hohen Bezahlung anbietet. Dazu muß er das Wesen Glimmung auf den Planeten Plowman aufsuchen, wo die versunkene Kathedrale Heldscalla gehoben werden soll. Auf dem Flug nach Plowman stellt Fernwright fest, daß das ganze Raumschiff voller angeworbener Spezialisten für Glimmung ist, unter anderem die hübsche Wissenschaftlerin Mali Yojez. Trotz anfänglicher Antipathie kommen die beiden sich näher und Joe hat das Gefühl, das sein Leben wieder einen Sinn bekommen hat. Am Ziel jedoch müssen alle feststellen, daß das ganze Unternehmen wahnsinniger wird als gedacht - und ihr Auftraggeber ebenfalls. Der Roman fängt mit Satiren auf die menschliche Gesellschaft an, ist handlungstechnisch aber noch einigermaßen interessant. Im Lauf der Geschichte wird diese aber immer abgedrehter und konfuser, nicht mehr die Handlung steht im Vordergrund, stattdessen werden metaphysische Probleme gewälzt, insgesamt enttäuschend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Einsicht auf den zweiten Blick?,
Rezension bezieht sich auf: Der galaktische Topfheiler (Taschenbuch)
Die eigentliche Geschichte wurde bereits mehrfach dargelegt, daher nur meine eigentliche Rezension:
Ich muss zugeben, dass ich beim eigentlichen Lesen etwas anderes erwartet hatte. Es handelt sich hierbei in der Tat eher um eine Fabel, repräsentiert vom Glimmung als Gestalt. Erst mit Abstand betrachtet ergeben die eher seichte Geschichte (im Vergleich mit anderen Werken Dicks) und sanft herrausgearbeiteten Charaktere eine süße Melange. Dabei gibt der Autor Einblick in die Gebiete: Zweite Chance im Leben, Lebensnutze und Schicksalshörigkeit. Viel Spass beim Lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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