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am 20. August 2010
Wladimir Kaminer erzählt mehr als 30 kurze Geschichten. Anekdoten aus seinem untergegangenen Vaterland, der Sowjetunion. Eigentümliche Vorfälle in seiner neuen Heimat, Berlin. Dabei blickt er lakonisch zurück auf die diktatorische Welt des realen Sozialismus, die moderne oligopole Welt des neuen Russland wie die des schon so lange erfolgreichen, aber eigenartig kuriosen Kapitalismus in der Hauptstadt des wieder vereinigten Deutschland.

Kaminer schildert nach eigenem Bekunden nur Stories aus seiner Familie. Doch er ist ein Meister darin, die eigene Unfähigkeit mit einer wunderbaren Prise Ironie breitzutreten, sodass man über die banalsten Ereignisse seiner maßlosen Berichte, die trivialen Alltäglichkeiten schmunzeln muss. Auch, wenn die skurrilen Situationen wahrlich kein ausgelassenes Freudenzentrum waren.

Wladimir Kaminer zeigt sich verschmitzt, manchmal drastisch, knapp an der Grenze zum Kitsch, zur Abgeschmacktheit: »Würde man im Westen die zahlreichen Ratgeberliteratur zusammenlegen ... käme am Ende ein schlanker Steuerhinterzieher dabei heraus, Nichtraucher, der immer gut aussieht, immer glücklich ist, und egal, was um ihn herum geschieht, er hat immer einen St*nder. Ein Arschl*ch, also.«

Leider verliert er sich gelegentlich in seinen ironisierenden Ausschweifungen, seinen wunderlichen Fabeln, die er »aus Zeitmangel und Langeweile im Zug geschrieben« hat. Er ist politisch, aber nicht bissig: »Außerdem hat der klassische Betrug seine kriminelle Form längst verloren und ist salonfähig geworden. Ob Medien oder Politik, Medizin oder Religion, sie alle setzten auf Versprechen, die nie eingelöst werden.«

Doch Kaminer ist und bleibt ein schelmischer Spitzbube, dem man selbst die misslungene Abrechnung mit Nichtrauchern nachsieht. Er vermittelt uns massenweise Wissen über existierende und vergangen Welten, die nicht wirklich informativ oder tief schürfend sind. Aber er ist einfach amüsant.
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Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten; nur bei SF mache ich regelmäßig Ausnahmen. Trotzdem hatte ich meine Freude an Kaminers Betrachtungen über die Zeit der "unkaputtbaren" Sowjetunion.

Ich selbst (geb. 1979) falle zwar durchs Raster, weil ich die Geschehnisse nur aus zweiter Hand kenne und selbst nicht mehr dazu kam, ähnliche Erfahrungen zu machen, da wir 1991 Reißaus aus der Sowjetunion nahmen. Dennoch hatte ich mehrmals den Gedanken: "Ja, genau, so war es damals". Zumindest kennt man als Ex-Sowjetbürger solche Geschichten zuhauf. Nur, der gute Kaminer verpackt das Ganze in humorvolle authentische Geschichten und überzeugt mit seiner lockeren Schreibe. Und selbst wenn er seine russischsprachigen Leser nicht wirklich mit Informationen zu überraschen vermag - dazu führte er wohl ein zu "unspektakuläres" Leben und realisierte Vieles erst im Nachhinein -, punktet er mit Authentizität.

Der deutsche Leser wird ebenfalls nicht mit Hintergrundinfos erschlagen, erfährt aber unter anderem wie ein typischer Arbeitstag in der Sowjetunion aussah, wie nationale Feiertage zelebriert wurden, welche Aufstiegschancen und Aufgaben Schüler hatten; wie man sich ernährte, wie man an westliche Musik kam uvam.

Kaminer gelingt es zudem, sowohl den politischen Zusammenbruch des Sozialismus und die darauf folgende Übergangszeit als auch die Stimmung jener Zeit wiederzugeben und dem Leser deutlich zu machen. Zudem verortet er seine Geschichten nicht nur in der Sowjetunion, sondern pendelt auch zwischen Berlin und Co. und betrachtet die Dinge - nun weiser geworden und aus der räumlichen und zeitlichen Distanz - mit mehr Gelassenheit - eben anektodenhaft.

Außenstehenden gewährt der Autor einen kleinen Einblick in den mehr oder weniger typischen Alltag in der ehemaligen Sowjetunion, wobei nicht alle Pointen höchst originell sind und die eine oder andere Passage auch harmlos erscheint; zeugt aber wiederum von nicht beschönigten Fakten und Erlebnissen. Kein auf Comedy getrimmtes Buch. Auch nicht eins, das die Sowjetunion und damit den Sozialismus in ihrer/seiner (auch geografischen) Breite und Tiefe allseitig erfasst. (Dazu müsste man dann doch ein Geschichtsbuch aufschlagen.) Kurzweiliges Vergnügen aber ist dem Leser garantiert. Und schmunzeln darf man ziemlich oft.

Und wer Freude an diesem Buch hat, sollte sich dann der Vollständigkeit halber und um die Geschehnisse auch visuell zu untermauern sofort den Film "Moskau in New York" anschauen.
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am 15. März 2009
Wer den Humor von Kaminer mag, wird von dem Buch nicht entäuscht sein.
Die Geschichten sind kurzweilig und unterhaltsam.
Er verklärt mMn die Vergangenheit nicht, er erzählt sie aus seiner eigenen Sicht. Dabei stellt er sich selbst überhaupt nicht als coolen Typ mit Durchblick vor, sondern als Kind bzw jungen Mann, der versucht unter den gegebenen Umständen Erfahrungen mit Mädchen zu machen, westliche Musik zu hören oder sich in der Armee vor unangenehmen Arbeiten zu drücken.
Habe meinen Eltern, die selbst in einer sozialistischen Diktatur gelebt haben eine Geschichte vorgelesen und sie haben sehr gelacht.

Also, alles nicht so ernst nehmen, auch im Sozialismus gab es neben großen politischen Fragen ganz normale Alltagsprobleme.
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am 12. Juni 2012
nachdem ich bereits mehrere Bücher von Herrn Kaminer wahrlich verschlungen habe, kann ich auch dieses Werk ohne "wenn-und-aber" empfehlen.
Wie alle anderen Bücher von Wladimer Kaminer ist auch dieses Buch in kleinere "Kurzgeschichten" (wenn man sie so nennen möchte) unterteilt.
Thematisch kreiseln die Geschichten um ebenso kurriose, wie witzige Erlebnisse und Beobachtungen, die der Autor in seiner russischen Heimat und nach dem Umzug in die Hauptstadt der DDR gemacht hat.
Er räumt mit Klischees auf, die um seine beiden "Heimaten" bestehen und bringt Tatsachen zur Sprache, die jeden "Westler" und "Postwendler" Bauklötzer staunen lassen, während Ostler in einer Art Ostalgie schwelgen können und ab und an mit einem herzlichen Lachen die ein oder andere Situation aus eigener Erfahrung wiedererkennen. "Ach ja, so war das damals."
Beispielsweise beschreibt er gekonnt ironisch die Verkehrssituation in der UdSSR und der DDR, wo jeder Autofahrer neben einer Menge Glück oder geballten sozialen Kapital, um erst einmal an ein Auto zu kommen, auch ein Mechaniker sein musste. Ersatzteile als Mangelware....Jedes Auto war "grundsätzlich" gebraucht, auch wenn es beim Kauf als neu deklariert wurde.
Auch widmet er sich Themen, wie der These einer (russischen) Politologin, dass die Regierungfolge immer (bereits beginnend beim Zaren Nikolaus II) von dem Wechsel von Glatzköpfigen und stark behaarten Politikern bestimmt wird. ("Glatzentheorie")
Der Schreibstil ist wie immer erfrischend einfach und lässt den Leser nach mehr gieren.
100%ige Kaufempfehlung
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am 19. Mai 2009
Also ich bin aus der Generation, die die Sowjetunion nicht mehr im Atlas hatte, da ich beim Fall der Mauer 7 Jahre alt war. Man hat ja als Westeuropäer immer so eine eigene Vorstellung wie es im Kommunismus war. Kaminer beschreibt Alltagserfahrungen aus seiner Jugend in Russland auf eine witzig charmante Weise ohne jedoch etwas zu verblümen. Ich hatte das Buch in 2 Tagen gelesen. Mir persönlich gefällt auch sehr, dass das Buch im Kurzgeschichtenformat ist. Wirklich lesenswert!
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am 22. Februar 2016
Der Klappentext verspricht hinreißend komische Geschichten aus der Sowjetunion. Doch in meinen Augen bietet das Buch mehr als Komik, sondern eher tiefgründige Ironie. Ich mag es, wenn Menschen über sich selbst lachen können. Der Autor Wladimir Kaminer betrachtet sich und seine Landsleute mit liebenswertem Humor. Er macht nichts schlecht, oder lacht über andere, aber er erzählt von schrulligen Ereignissen oder lustigen Gewohnheiten aus der Sowjetunion, wobei auch wir im Westen unser Fett ab kriegen, ohne dabei lächerlich gemacht zu werden. Es ist und bleibt eine Gratwanderung, die Kaminer jedoch bravourös meistert. Die Geschichten haben genau meinen Humor getroffen, denn sie sind weder albern noch unrealistisch. Und überall steckt ein Fünkchen Wahrheit drin, denn ich habe mich bei russischen Bekannten erkundigt, ob es zum Beispiel die kasachische Steppenschildkröte wirklich als Haustier gab.
Ja, es war so. Ich bin rundum begeistert und vergebe 5 Lesesterne.
Auch das Hörbuch, vom Autor selbst vorgetragen, ist ein Genuss. Der schwere russische Akzent verleiht Authentizität, und dass alles gleichbleibend sachlich vorgelesen wird, verstärkt für mich den witzigen Charakter ganz besonders.
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am 1. März 2012
Wladimir Kaminer wird langsam eine Legende. Es macht immer wieder viel Vergnügen ihm zuzuhören. Kein anderer Autor ist autentischer, wenn er münchhausenerisch über seine Welt erzählt.
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am 21. März 2014
Was kann es schöneres geben als bei der Lektüre in schallendes Gelächter auszubrechen.Einfach große Klasse,das Beste wie ich finde von ihm.
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am 27. Dezember 2009
... Wladimir Kaminers Buch "Es gab keinen Sex im Sozialismus" zu lesen.

Das ist mal wieder ein unterhaltsames, humorvoll geschriebenes Buch von Kaminer. Nette, kurze Geschichten für zwischendurch, die man auch mal schnell lesen kann, wenn man eigentlich keine Zeit hat.

Keine anspruchsvolle Literatur, die erwartet man auch nicht, keine geschichtlichen oder soziologischen Abhandlungen, sondern Unterhaltung und Humor pur.
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am 12. März 2015
Entspricht in vollem Umfang meiner Erwartung. werde diese Möglichkeit gute, interessante Bücher anzuschauen und zu kaufen allen meinen Freunden, Nachbarn und Verwandten empfehlen
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