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Es gab keinen Sex im Sozialismus: Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts [Taschenbuch]

Vitali P. Konstantinov , Wladimir Kaminer
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

9. Februar 2009
Good bye, Lenin – hier kommt der Sozialismus, wie Wladimir Kaminer ihn sieht

Mit hintergründigem Witz und ironischem Augenzwinkern erzählt Wladimir Kaminer Geschichten aus seiner untergegangenen Heimat, der Sowjetunion. Es ist ein Land voller Überraschungen und Abenteuer, vom Kauf eines Neuwagens über die lebensgefährlichen Feierlichkeiten am Tag der Kosmonautik bis zur täglichen Schnäppchenjagd. Besonders günstig waren in der UdSSR übrigens nicht nur Brillen, Streichinstrumente und Nasentropfen, sondern auch Steppenschildkröten aus Kasachstan. All das und noch viel mehr erfährt der Leser in diesen hinreißend komischen neuen Geschichten von Deutschlands Lieblingsautor Wladimir Kaminer.

Originalausgabe mit 30 brandneuen, liebevoll illustrierten Geschichten.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 2. (9. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442542650
  • ISBN-13: 978-3442542659
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.024 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Das Vorurteil, dass es im Sozialismus keinen Sex gegeben haben soll, verdankt sich einem Fehler in der Kommunikation zwischen den USA und den Russen. Auf seiner Doppel-CD Es gab keinen Sex im Sozialismus leistet Wladimir Kaminer hier Aufklärung. Einstmals habe Apple-Chef Steve Jobs versucht, über eine Kombination überlebensgroßer Bildschirme eine so genannte Telebrücke zwischen den Nationen zu spannen. Aber die Vertreter vor den Kameras auf amerikanischer Seite seien allesamt als Jugendliche verkleidete CIA-Agenten gewesen, die ihre sowjetischen Gesprächspartner hätten lächerlich machen wollen, heißt es bei Kaminer. Und eine Dame mit „komplizierter Frisur“ habe die Antwort auf deren Frage, ob es Sex im Sozialismus geben würde, schlichtweg verhaspelt. Dabei gab es massenweise Sex in der Sowjetunion, darunter auch „Sex im Weltraum und in der Landwirtschaft“.

„Die Telebrücke“ ist ein eröffnendes Highlight der CD. Es gibt aber auch schwächere Stücke auf Es gab keinen Sex im Sozialismus. Bei der Erinnerung daran, dass die neunziger Jahre ja vor allem jene waren, in denen massenweise unbekannte Flugobjekte herumschwirrten und Nessi ausgerechnet immer dann seinen Kopf aus dem Wasser streckte, als niemand der anwesenden Touristen einen Film in der Kamera hatte, kann man nicht einmal nostalgisch schmunzeln – zumal auch die Auflösung der Geschichte nicht überzeugt. Aber Tracks wie „Unbekannte fliegende Objekte” sind auf Es gab keinen Sex im Sozialismus eher selten. Ansonsten ist die Doppel-CD rundherum gelungen – sowohl was die skurrilen autobiographischen Reminiszenzen angeht („Liebesbriefe“), als auch als Erinnerung an eine Zeit, in der der Eiserne Vorhang noch nicht gefallen war.

Und noch etwas macht Es gab keinen Sex im Sozialismus, wieder einmal, unwiderstehlich: das ist die Vorlesestimme des Autors Wladimir Kaminer selbst. Wie er seine eigenen Texte mit der ihm eigenen, dem russischen Akzent geschuldeten Betonung vorträgt, ist einfach wunderbar. Kaminer ist eine echte Audiobrücke. Mehr kann man für die Völkerverständigung nicht tun. -- Stefan Kellerer

2 CD, ca. 120 Minuten -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Pressestimmen

"Wenn er mit 'Es gab keinen Sex im Sozialismus' zuschlägt, dann weiß man, was einen erwartet: augenzwinkernde Geschichten aus der ehemaligen UdSSR, vom Kauf eines Neuwagens bis zur Schnäppchenjagd. Besonders günstig: Steppenschildkröten aus Kasachstan. Kaminer liest selbst." (TZ, München)

"Ein typischer Kaminer, viel Zeitgeschichte, wenn auch weniger Ich-bezogen als die Vorgänger-Werke. Dadurch sehr erfrischend, ungeheuer lehrreich und wunderbar abstrus." (Fritz, rbb)

„Wie bei allen Texten Kaminers sollte man auch diesen ausschließlich akustisch goutieren (in gedruckter Form entpuppen sie sich als milder) - gelesen vom Autor selbst mit seinem rauen Akzent.“ (Der Standart) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und es gab IHN doch ... 17. März 2009
Von Dimitri Banick VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten; nur bei SF mache ich regelmäßig Ausnahmen. Trotzdem hatte ich meine Freude an Kaminers Betrachtungen über die Zeit der "unkaputtbaren" Sowjetunion.

Ich selbst (geb. 1979) falle zwar durchs Raster, weil ich die Geschehnisse nur aus zweiter Hand kenne und selbst nicht mehr dazu kam, ähnliche Erfahrungen zu machen, da wir 1991 Reißaus aus der Sowjetunion nahmen. Dennoch hatte ich mehrmals den Gedanken: "Ja, genau, so war es damals". Zumindest kennt man als Ex-Sowjetbürger solche Geschichten zuhauf. Nur, der gute Kaminer verpackt das Ganze in humorvolle authentische Geschichten und überzeugt mit seiner lockeren Schreibe. Und selbst wenn er seine russischsprachigen Leser nicht wirklich mit Informationen zu überraschen vermag - dazu führte er wohl ein zu "unspektakuläres" Leben und realisierte Vieles erst im Nachhinein -, punktet er mit Authentizität.

Der deutsche Leser wird ebenfalls nicht mit Hintergrundinfos erschlagen, erfährt aber unter anderem wie ein typischer Arbeitstag in der Sowjetunion aussah, wie nationale Feiertage zelebriert wurden, welche Aufstiegschancen und Aufgaben Schüler hatten; wie man sich ernährte, wie man an westliche Musik kam uvam.

Kaminer gelingt es zudem, sowohl den politischen Zusammenbruch des Sozialismus und die darauf folgende Übergangszeit als auch die Stimmung jener Zeit wiederzugeben und dem Leser deutlich zu machen. Zudem verortet er seine Geschichten nicht nur in der Sowjetunion, sondern pendelt auch zwischen Berlin und Co. und betrachtet die Dinge - nun weiser geworden und aus der räumlichen und zeitlichen Distanz - mit mehr Gelassenheit - eben anektodenhaft.

Außenstehenden gewährt der Autor einen kleinen Einblick in den mehr oder weniger typischen Alltag in der ehemaligen Sowjetunion, wobei nicht alle Pointen höchst originell sind und die eine oder andere Passage auch harmlos erscheint; zeugt aber wiederum von nicht beschönigten Fakten und Erlebnissen. Kein auf Comedy getrimmtes Buch. Auch nicht eins, das die Sowjetunion und damit den Sozialismus in ihrer/seiner (auch geografischen) Breite und Tiefe allseitig erfasst. (Dazu müsste man dann doch ein Geschichtsbuch aufschlagen.) Kurzweiliges Vergnügen aber ist dem Leser garantiert. Und schmunzeln darf man ziemlich oft.

Und wer Freude an diesem Buch hat, sollte sich dann der Vollständigkeit halber und um die Geschehnisse auch visuell zu untermauern sofort den Film "Moskau in New York" anschauen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gute unterhaltung 15. März 2009
Format:Taschenbuch
Wer den Humor von Kaminer mag, wird von dem Buch nicht entäuscht sein.
Die Geschichten sind kurzweilig und unterhaltsam.
Er verklärt mMn die Vergangenheit nicht, er erzählt sie aus seiner eigenen Sicht. Dabei stellt er sich selbst überhaupt nicht als coolen Typ mit Durchblick vor, sondern als Kind bzw jungen Mann, der versucht unter den gegebenen Umständen Erfahrungen mit Mädchen zu machen, westliche Musik zu hören oder sich in der Armee vor unangenehmen Arbeiten zu drücken.
Habe meinen Eltern, die selbst in einer sozialistischen Diktatur gelebt haben eine Geschichte vorgelesen und sie haben sehr gelacht.

Also, alles nicht so ernst nehmen, auch im Sozialismus gab es neben großen politischen Fragen ganz normale Alltagsprobleme.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Held der literarischen Arbeit 20. August 2010
Von Mimir
Format:Taschenbuch
Wladimir Kaminer erzählt mehr als 30 kurze Geschichten. Anekdoten aus seinem untergegangenen Vaterland, der Sowjetunion. Eigentümliche Vorfälle in seiner neuen Heimat, Berlin. Dabei blickt er lakonisch zurück auf die diktatorische Welt des realen Sozialismus, die moderne oligopole Welt des neuen Russland wie die des schon so lange erfolgreichen, aber eigenartig kuriosen Kapitalismus in der Hauptstadt des wieder vereinigten Deutschland.

Kaminer schildert nach eigenem Bekunden nur Stories aus seiner Familie. Doch er ist ein Meister darin, die eigene Unfähigkeit mit einer wunderbaren Prise Ironie breitzutreten, sodass man über die banalsten Ereignisse seiner maßlosen Berichte, die trivialen Alltäglichkeiten schmunzeln muss. Auch, wenn die skurrilen Situationen wahrlich kein ausgelassenes Freudenzentrum waren.

Wladimir Kaminer zeigt sich verschmitzt, manchmal drastisch, knapp an der Grenze zum Kitsch, zur Abgeschmacktheit: »Würde man im Westen die zahlreichen Ratgeberliteratur zusammenlegen ... käme am Ende ein schlanker Steuerhinterzieher dabei heraus, Nichtraucher, der immer gut aussieht, immer glücklich ist, und egal, was um ihn herum geschieht, er hat immer einen St*nder. Ein Arschl*ch, also.«

Leider verliert er sich gelegentlich in seinen ironisierenden Ausschweifungen, seinen wunderlichen Fabeln, die er »aus Zeitmangel und Langeweile im Zug geschrieben« hat. Er ist politisch, aber nicht bissig: »Außerdem hat der klassische Betrug seine kriminelle Form längst verloren und ist salonfähig geworden. Ob Medien oder Politik, Medizin oder Religion, sie alle setzten auf Versprechen, die nie eingelöst werden.«

Doch Kaminer ist und bleibt ein schelmischer Spitzbube, dem man selbst die misslungene Abrechnung mit Nichtrauchern nachsieht. Er vermittelt uns massenweise Wissen über existierende und vergangen Welten, die nicht wirklich informativ oder tief schürfend sind. Aber er ist einfach amüsant.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Kaminer - wie gehabt
für viele evtl unverständlich - aber wer's erlebt hat kann herzlich lachen und alles nur bestätigen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Ralf39 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Berliner Schnauze feat. russischer Humor
nachdem ich bereits mehrere Bücher von Herrn Kaminer wahrlich verschlungen habe, kann ich auch dieses Werk ohne "wenn-und-aber" empfehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Eva Schwarz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Legenden leben länger
Wladimir Kaminer wird langsam eine Legende. Es macht immer wieder viel Vergnügen ihm zuzuhören. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von O. Degenhardt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klasse!
Eins meiner liebsten Bücher von Kaminer! Bei jedem einzelnen Kapitel musste ich mehrmals wirklich lachen. Wie immer super geschrieben und einfach nur zu empfehlen!
Vor 18 Monaten von Kata7997 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nicht meine Art von Humor
Über Humor läßt sich nicht streiten. Ich empfehle jedem Interessierten an diesem Hörbuch zunächst mal die Hörproben zu hören. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2010 von Livermore
4.0 von 5 Sternen Es macht Spass...
... Wladimir Kaminers Buch "Es gab keinen Sex im Sozialismus" zu lesen.

Das ist mal wieder ein unterhaltsames, humorvoll geschriebenes Buch von Kaminer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2009 von Lara Golowa
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Ich habe mir das Buch "Es gab keinen Sex im Sozialismus: Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts" von Wladimir Kaminer aufgrund einer Leseprobe in einer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2009 von Rene Simon
4.0 von 5 Sternen Ach so war das damals!?!
Also ich bin aus der Generation, die die Sowjetunion nicht mehr im Atlas hatte, da ich beim Fall der Mauer 7 Jahre alt war. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2009 von N. Mario
5.0 von 5 Sternen Lesenswert
"Es gab keinen Sex im Sozialismus: Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts" ist sehr lesenswert.
Das Buch besteht aus witzigen Kurzgeschichten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2009 von S. Michael
3.0 von 5 Sternen Der Vorhang fällt, und alle Fragen offen
Keine Sorge, die Lachmuskeln werden in gewohnter Weise beansprucht. Es geht um die Sowjetunion diesmal, an die sich in Deutschland nach dreißig Jahren schon deswegen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. März 2009 von Beatrice Berger
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