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5.0 von 5 Sternen
große liebe nüchtern betrachtet, 29. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die furchtlosen Memoiren der Sheilah Graham: Ein autobiographischer Roman (Gebundene Ausgabe)
das buch von sheilah graham lohnt sich zu lesen, auch wenn fitzgerald nicht zu den eigenen favorieten gehört. der schreibstil von graham ist überzeugend, mitreßend und doch nüchtern. das buch liest sich in einem durch, ich konnte es nicht weglegen. die begegnung mit fitzgerald findet etwa in der hälfte des buches statt, zuvor erzählt graham aus ihrem leben. das zusammenleben mit fitzgerald war schwierig, graham nimmt da kein blatt vor den mund. und dennoch ist er ihre große liebe und sein tod hat sie allein zurück gelassen. erst 18 jahre später war sie in der lage ihre erlebnisse festzuhalten.
das buch ist großartig. es beschreibt den alltag einer liebe mit einem menschen, der nicht nur durch sein genie ein schwieriger mensch ist. er beschreibt die höhen und tiefen einer beziehung, die besteht, auch wenn die umgebung der auffassung ist, sie sollte beendet werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
so la la, 11. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die furchtlosen Memoiren der Sheilah Graham: Ein autobiographischer Roman (Gebundene Ausgabe)
An sich loben Verlage die von ihnen herausgegebenen Bücher meist über den grünen Klee. Dass sich einer für einem Werk ein wenig schämt, wird kaum jemals eingestanden. Die Andere Bibliothek ist auch in dieser Hinsicht anders. Denn im Beipacktext zu Sheilah Grahams Memoiren fühlt sich Michael Naumann bemüßigt, dem Leser zu versichern, dass die Andere Bibliothek ein 'ernsthaftes Projekt' sei. Eines, dass sich aufklärerischer Sachbücher, historischer Entdeckungen und der großen Literatur widme. Aber abseits dieser Felder gebe es nun mal ein - Zitat - 'legitimes Interesse an guter Unterhaltung' - und das wolle man hiermit stillen.
Dieses Entschuldigung für das Buch illustriert nicht nur, was das deutsche Feuilleton unter 'Kultur' versteht - Alles was nicht weh tut, kann keine Kunst sein - es deutet auch schon auf die Schwäche des Romans hin: Denn, da muss man dem Herausgeber Recht geben, große Literatur ist das mit Sicherheit nicht. Über weite Strecken lesen sich die Memoire der Sheilah Graham wie ein Groschenroman. Was damit zu tun hat, dass Graham zu ihrer Zeit die wichtigste Klatschreporterin in Hollywood war - eine Profession, die den Stil nicht unbedingt verbessern hilft. Aber auch damit, dass das Leben der als Lily Sheil geborenen Engländerin nun mal eben ablief wie ein Groschenroman. Geboren wurde sie am 15. September 1904 im Londoner Eastend. Sie wuchs in absoluter Armut auf, ihre Mutter sah sich genötigt, sie mit sechs Jahren ins Waisenhaus zu geben, weil sie das Kind nicht ernähren konnte.
Immer schon war Lily von Reichtum und Eleganz fasziniert - mit Vorliebe trieb sie sich dort herum, wo reiche Männer mit eleganten Limousinen zu finden sind. Wie ein Kind steht die 16jährige vor den Esslokalen und bewundert all jene, die dort ein und aus gehen. Von einem reichen Mann lässt sie sich einladen; abeer als der mehr will als nur mir speisen, ergreift sie die Flucht. Lily Sheil wird Verkäuferin und mit 18 heiratete sie den Unternehmer John Graham Gillam. Der bringt ihr bei, wie sich ein Dame von Welt zu verhalten hat und unterstützt sie auch bei ihren Bemühungen Revue-Tänzerin zu werden.
Und von da an nimmt das Leben einen anderen Lauf. Denn nun versucht Sheilah Graham, wie sie sich nun nennt, mit aller Kraft ihre Herkunft vergessen zu machen. Spätestens als sie zum schönsten Revuegirl von London gewählt wird, bemühen sich die bekanntesten Junggesellen des Landes um sie. Sie trifft den ebenso geistreichen wie arroganten Sohn von Winston Churchill und dann hält sogar Lord Donegall um ihre Hand an. Zwar liebt Sheilah ihn nicht, aber der Titel 'Ihre Gnaden Marchioness of Donegall' hat schon was.
Sheilah überlegt lange, spielt mit dem Gedanken, sich von dem Mann, den sie mit 18 Jahren geheiratet hat, scheiden zu lassen - aber dann hat sie eine andere Idee.
Mit hundert Dollar, einem Rückfahrtticket für den Notfall und einer Tasche voll Empfehlungsschreiben bricht sie im Juni 1933 in die USA auf. Schon in England hat sie einige Geschichten in Zeitschriften veröffentlicht und nun will sie also die Vereinigten Staaten journalistisch erobern. Zwei Jahre bleibt sie in New York und kämpft sich mit einer Mischung aus Kühnheit, Unverschämtheit und Verzweiflung nach oben. Sie war der Typ von Reporter, der durchs Schlafzimmerfenster einsteigt, um das Foto zu stehlen, das der Redakteur verlangt, erinnert sie sich. Zu Weihnachten 1935 folgt der nächste Bruch ihrer Biografie: Sie geht nach Los Angeles. Und trifft dort F. Scott Fitzgerald. Jetzt endlich - ungefähr zur Hälfte des Buches - werden die Memoiren von Sheilah Graham dann doch noch zu einem interessanten Text.
Fitzgerald ist zu dieser Zeit bereits ein vergessener Autor. An den Schriftsteller, der die 1920er Jahre wie kein anderer beschrieben hat, kann sich kaum mehr einer erinnern. Es ist das einer der berührendsten Szenen in dem Buch, als Fitzgerald versucht, für Sheilah seine alten Bücher zu besorgen. Die beiden gehen in die größte Buchhandlung von Los Angeles aber ernten dort nur Erstaunen. Die Bücher seien nicht auf Lager, antwortet der Verkäufer - es sei auch schon eine ganze Weile her, dass jemand danach gefragt hätte. Im nächsten Laden ergeht es den beiden genauso, im dritten auch. Nicht einmal zehn Jahre nach seinem großen Erfolg glauben die meisten, dass der Autor von 'This Side of Paradise' und 'The Great Gatsby' bereits tot sei.
Und lange wird es auch nicht dauern, bis er tatsächlich im Alter von nur 44 Jahren sterben wird. Bis dahin aber verleben die beiden eine sehr glückliche Zeit. Auch wenn es nicht immer leicht ist und Fitzgeralds Alkohlexzesse die Beziehung des Öfteren hart auf die Probe stellen. Aber ein Jahr vor seinem Tod hört er wirklich zu trinken auf und arbeitet äußerst konzentriert an seinem letzten Roman. Seine Erinnerungen an Hollywood werden sich darin wiederfinden - und auch seine Liebe zu Sheilah Graham. Fertig wird 'The Last Tycoon' nicht mehr, denn am 21. Dezember 1940 erliegt er einem Herzanfall. Begraben wird er in Baltimore - und Sheilah Graham wird beim Begräbnis nicht dabei sein. Schließlich war sie nur die Geliebte - und er noch immer mit Zelda verheiratet.
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leider schlecht übersetzt, 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die furchtlosen Memoiren der Sheilah Graham: Ein autobiographischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich schließe mich den vorherigen Rezensionen an, muss aber eine Kritik anbringen: Die Übersetzung ist schlecht, manche Sätze ergeben überhauptkeinen Sinn, Wortspiele hätte man lieber im Original lassen sollen, Taikun für tycoon zB ist doch eher chinesisch, usw. Erstaunlich dass der Verlag ein eher aufwändig gestaltetes Buch nicht besser korrigiert bevor es in Druck geht! Schade!!
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