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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Autorin schreibt anschaulich ein Stück bisher unbekannter, weil unterdrückter Geschichte,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Der freundliche Feind: Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin dieses vorliegenden Buches Ebba D. Drolshagen, befasst sich seit vielen Jahren mit den Aspekten des "privaten Lebens" von deutschen Wehrmachtssoldaten während des Kriegs. Selbst in Norwegen und in Deutschland aufgewachsen, hat sie in ihrem letzten Buch "Wehrmachtskinder" sich auf die Spur der Menschen gemacht, die aus den zahlreichen Beziehungen von Wehrmachtssoldaten mit einheimischen Frauen in den im Zweiten Weltkrieg von Nazideutschland besetzten Ländern hervorgingen. Zuvor hatte sie schon in "Nicht ungeschoren davongekommen" sich mit den Geliebten der Wehrmachtssoldaten befasst.Auch in ihrem neuen Buch verfolgt sie die Spur der Wehrmachtssoldaten in den besetzten Ländern, vor allem in Skandinavien, in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und auf den Kanalinseln. "Der freundliche Feind" hat sie ihr Buch genannt, und offensichtlich gab es neben den furchtbaren Gräueln in Osteuropa, an denen nach neuen Erkenntnissen der Forschung auch die Wehrmacht kräftig beteiligt war, auch eine andere Seite der Wehrmachtssoldaten, die sich vor allem in den schon angegebenen Ländern zeigte, nachdem die Besetzung einmal abgeschlossen war. So berichtet sie an zahlreichen Beispielen von privaten Beziehungen zwischen der Zivilbevölkerung und den Wehrmachtssoldaten. Der Feind bekommt sozusagen ein Gesicht. Ohne das Unrecht und die Gewalt zu verschweigen oder zu relativieren, setzt Ebba D. Drolshagen ein historiographisches Zeichen. Denn die bisherige Forschung und das bisherige Bild von Zweiten Weltkrieg ist von starken Schwarz-Weiß-Zeichnungen geprägt. Bis vor wenigen Jahren wäre ein solches Buch durch die Selbstzensur der politischen Korrektheit gefallen, nun ist es an der Zeit, über die andere Seite der Medaille zu schreiben. Man tut es seit einigen Jahren zum Thema Vertreibung und das vorliegende Buch schildert sehr eindrucksvoll einen Teil der Lebenswirklichkeit in den besetzten Ländern und schreibt damit anschaulich ein Stück bisher unbekannter, weil unterdrückter Geschichte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ehrlich und gut ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der freundliche Feind: Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa (Gebundene Ausgabe)
Ich bin zu diesem Buch gekommen, nachdem mein Sohn Fragen über seinen Urgroßvater stellte und wissen wollte, was dieser eigentlich während des Krieges gemacht habe.Da mein Großvater einmal durch ganz Europa "gereist" ist und viele Fotos und Briefe hinterlassen hat, begannen wir uns diese einmal näher anzuschauen. Und siehe da, es waren viele Szenen, wo man mit der "besetzten" Bevölkerung lachend im Cafe und an vielen anderen Orten saß. Als dann noch die Großmutter meiner Lebensgefährtin (Belgien) mir auf die Frage , wie war das denn damals, sagte: "Och, die waren immer sehr nett und haben vor allen den Kindern immer etwas Gutes getan", beschloss ich dieses Buch zu lesen. Sehr anschaulich berichtet die Autorin über das Zusammenleben zwischen den Menschen in den besetzten Ländern und wie schnell doch der Alltag eintrat und relativ problemlos Bestand hatte. Es werden viele Begebenheiten wiedergegeben, über das erste Zusammentreffen, wie die deutschen Soldaten auf die Bevölkerung wirkten und wie eine Französin sagte: "Das "Bedrückende" war manchmal, die meisten deutschen Soldatenwaren so anständig, den konnte man noch nicht mal böse sein." Die Autorin gleitet jedoch nie in Lobhudelei ab, sondern gibt die Erfahrungen der Menschen in den Ländern wieder. Interessant auch die Aussage einer Pariserin: "Die deutschen Soldaten wirkten wie große Kinder, die selbst gar nicht fassen konnten, wie Sie plötzlich hier hin gekommen sind." Schade ist, dass dieses Buch in der "freien" Presse nicht näher thematisiert wird und in Schulen keine große Beachtung finden wird. Mir tat das Buch, in Bezug auf das Wirken unserer Großväter, sehr gut, da es die Realität in den besetzten Länder wiedergibt und nicht die Geschichte a la Guidi Knopp verklittert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa,
Von Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der freundliche Feind: Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa (Gebundene Ausgabe)
Das Buch DER FREUNDLICHE FEKIND von Ebba D. Drohlshagen zeigt uns anhand des Beispieles Frankreich und Norwegen, wie die Deutschen Wehrmachtssoldaten aufgenommen wurden und was sich tatsächlich in der Interaktion zwischen beiden Völkern abgespielt hat. Ganz im Gegensatz zur offiziellen Geschichtsschreibung war das Verhältnis zwischen Besatzern und Besetzten doch im Großen und Ganzen freundschaftlich, obwohl es doch immer wieder zu Handlungen kam, welche den nicht zu vergessenden Gewaltcharakter der Bewetzung unterstrichen.Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben und wer gibt schon gerne zu, dass er sich mit den Deutschen doch ganz gut verstanden hat. Das Buch zeit anhand von Frankreich und Norwegen auf, das es zwar Verbrechen aber auch Freundschaft gab und das die Wahrheit heute anders wahrgenommen wird, als sie damals geschehen ist. Das Buch bietet interessante Einblicke in ein Themenkomplex anhand von Originalinterviews mit Beteiligten auf allen Seiten und ist ein wichtiges Zeitzeugnis für spätere Generationen. Mir persönlich haben die offenen und ehrlichen Meinungen und Schilderungen von Ebba D. Drohlshagen in DER FREUNDLICHE FEIND sehr gut gefallen, sie tragen zu einem transparenten und ehrlichen Bild der jüngsten Vergangenheit Europas bei. Empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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