Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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65 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Kampf für die Wahrheit..., 6. Mai 2009
Nach ergreifenden Dramen wie "Mystic River" und "Million Dollar Baby" liefert Regisseur Clint Eastwood nun ein weiteres Meisterwerk ab: Im Film "Der fremde Sohn" lässt er Angelina Jolie als verzweifelte Mutter zu absoluter Höchstform auflaufen.
Los Angeles im Jahr 1928: Christine Collins (Angelina Jolie) ist eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrem Job bei einer Telefongesellschaft den Unterhalt für sich und ihren Sohn Walter (Gattlin Griffith) verdient. Sie liebt ihren Jungen über alles und ist stets darauf bedacht, ihm eine weltoffene, verantwortungsbewusste und positive Lebenseinstellung mit auf den Weg zu geben. Doch ihrem Glück wird schon bald ein jähes Ende gesetzt: Als Walter eines Tages spurlos verschwindet, beginnt für Christine ein Albtraum. Es folgen Monate, die geprägt sind von Verzweiflung, Ratlosigkeit und immer wieder aufkeimender Hoffnung - bis ihr die Polizei schließlich die Nachricht überbringt, dass man ihren Sohn gefunden hat. Begleitet von zahlreichen Beamten und Journalisten erwartet eine überglückliche Christine am Bahnhof das Eintreffen ihres Kindes. Doch als der Junge aus dem Zug steigt, erlebt sie eine böse Überraschung: Es ist nicht Walter.
Als Christine der Polizei erklärt, dass dies nicht ihr Sohn ist, versucht Captain J.J. Jones (Jeffrey Donovan) sie mit den absurdesten Argumenten vom Gegenteil zu überzeugen. Das Police Department von Los Angeles leidet nach etlichen Korruptionsaffären und negativen Schlagzeilen unter einem starken Imageverlust. Der Fall des verschwundenen Jungen - oder vielmehr dessen "freudige Auflösung" - soll das Ansehen der Gesetzeshüter wiederherstellen. Also wird Christine von der Polizei so lange bearbeitet, bis sie sich schließlich für ein Pressefoto mit dem fremden Sohn aufstellt.
Zu Christines Entsetzen behauptet der Junge ebenfalls, ihr Sohn Walter zu sein. Zwar beteuert sie in den nächsten Tagen immer wieder, dass ihr das falsche Kind zurückgegeben wurde, aber niemand scheint ihr zu glauben. Erst als Reverend Gustav Briegleb (John Malkovich) an sie herantritt, findet Christine einen Verbündeten. Der Geistliche kennt die zwielichtigen Machenschaften der Polizei nur zu gut und bestärkt die junge Frau in ihrem Willen, die Suche nach der Wahrheit und ihrem richtigen Sohn nicht aufzugeben. Da Christine dem Polizeiapparat jedoch langsam lästig wird, weist man sie unter einem Vorwand in die Psychiatrie ein...
Was sich nach der Erfindung eines Drehbuchautors mit einer Vorliebe für ergreifendes Drama anhört, basiert tatsächlich auf einer wahren Begebenheit. Regisseur Clint Eastwood und Hauptdarstellerin Angelina Jolie haben die bewegende Geschichte von Christine Collins mit einer Intensität und visuellen Kraft umgesetzt, die dem Film auch über seine Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden hinweg eine unglaubliche Wirkung verleihen. Nach Werken wie "Mystic River" (2003), "Million Dollar Baby" (2004) und "Letters From Iwo Jima" (2006) beweist Eastwood mit "Der fremde Sohn" erneut, dass er nicht nur ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, sondern auch zu den talentiertesten Filmemachern unserer Zeit zählt. Er versteht es wie kaum ein Zweiter, seinen Figuren in jedem Moment ihres Auftretens eine starke Glaubwürdigkeit zu verleihen und die Handlung so zu inszenieren, dass sie einen von der ersten Minute an packt und schließlich immer tiefer in ihren Bann zieht. Wenn beispielsweise die erschreckene Wahrheit über Walters Verschwinden Schritt für Schritt ans Licht kommt, oder Christine in der Psychiatrie an der Ausweglosigkeit ihrer Situation fast zerbricht, dann sind das Augenblicke, die tief bewegen.
Schauspielerisch bietet Angelina Jolie die bisher beste Leistung ihrer Karriere und übertrifft sogar noch ihre oscarprämierte Darstellung einer Psychopathin in "Durchgeknallt" (1999). Neben Actionrollen wie in "Mr. & Mrs. Smith" (2005) oder "Wanted" (2008) hat sie sich in jüngster Zeit durch die Filme "Der gute Hirte" (2006) oder "Ein mutiger Weg" (2007) auch als ernst zu nehmende Charakterdarstellerin etabliert und knüpft mit der Rolle von Christine Collins mehr als würdig daran an. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Verzweiflung und Hoffnung, ihr Bestreben, trotz aller Hindernisse den Kampf für die Wahrheit nicht aufzugeben, und ihre ständig wechselnden Gefühlszustände von Charakterstärke bis Resignation stellt Angelina Jolie derart überzeugend dar, dass sie dafür mit ihrer zweiten Oscar-Nominierung belohnt wurde.
Von der Ausstattung über die Musik bis hin zur Atmosphäre stimmt hier wirklich alles. Clint Eastwood hat mit "Der fremde Sohn" ein weiteres Meisterwerk geschaffen, das mit einer großartig inszenierten Geschichte und einer überragenden Hauptdarstellerin Erzählkino vom Feinsten bietet.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Clint Eastwood wird mir langsam unheimlich, 11. September 2009
Ich habe es bereits bei meiner Rezension zu "Gran Torino" erwähnt dass einem der gute Clint Eastwood mittlerweile wirklich Angst einjagt. Es ist absolut faszinierend dass eigentlich jeder Film von Ihm ein kleines aber feines Meisterwerk darstellt. Jedes mal wenn ich einen Film von Ihm gesehen habe denke ich mir dass dies nur schwer zu toppen ist und jedesmal werde ich eines besseren belehrt. So nun auch mit seinem Film "Der fremde Sohn" wo uns Eastwood zum wiederholten male zeigt wie großes Kino aussehen muss. Er schafft es wie kein zweiter den Zuschauer zu fesseln und wieder einmal mit einer wahren Geschichte zu faszinieren. Wie man dem Bonusmaterial entnehmen kann war allerdings erst Ron Howard (Apollo 13) für den Regiestuhl eingeplant.
Wir schreiben den März 1928 im pulsierenden Los Angeles als die alleinerziehende Mutter Christine Collins feststellt, nachdem Sie von der Arbeit zurückkehrt, dass Ihr neunjähriger Sohn Walter verschwunden ist. Sofort macht sich die Mutter auf die Suche und informiert die Polizei, welche den Fall aber eher etwas ruhiger angeht. Es vergehen fünf lange Monate des Wartens als sich plötzlich Polizei Captain Jones bei Christine in der Arbeit meldet um Ihr mitzuteilen dass man Ihren Sohn gefunden hat. Sie ist außer sich und begibt sich wie im Trance zum Bahnhof um den Heimkehrer in Empfang zu nehmen. Leider aber erlebt Sie dort eine riesige Enttäuschung, denn der gefundene Junge ist nicht Ihr Sohn.
Captain Jones führt das veränderte Aussehen auf die letzten 5 Monate zurück und versucht die Mutter zu beruhigen. Sie nimmt den Jungen mit nach Hause, stellt aber umgehend fest dass dieser Junge nicht Ihr vor 5 Monaten verschwundener Walter ist. Polizei und Ärzte wollen die Mutter aber vom Gegenteil überzeugen. Als man Ihr keinen Glauben schenkt geht Christine an die Öffentlichkeit und landet umgehend in der Psychatrie.
Mehr wird hier nicht verraten, denn dass ist wirklich nur der Anfang eines exzellenten und sehr aufwühlenden Filmes. Ich habe selbst drei Kinder und man hat von Beginn an ein flaues Gefühl im Magen wenn man erfährt wie übel hier einer verzweifelten Mutter mitgespielt wird. Jolie spielt großartig und ich denke man kann Ihre Leistung durchaus mit Ihrer Darstellung in "Durchgeknallt" vergleichen. Sie hält sich auffallend zurück und es ist wohl etwas Wahrheit daran dass in einer Zeitschrift stand Eastwood hätte Sie an die kurze Leine genommen. Jedenfalls spielt Sie die verzweifelte Mutter mit einer absoluten Überzeugung die man Ihr sofort abnimmt.
Neben Angelina Jolie haben mich vor allem Jeffrey Donovan als arroganter Polizei Captain Jones überzeugt und auch Jason Butler Harner mit seiner Darstellung des Massenmörders Gordon Northcott. Wobei ich zugeben muss dass ich beide Schauspieler in diesem Film das erste mal gesehen habe. Die Darstellung als psychotischer Mörder sucht jedenfalls seinesgleichen und jagte zumindest mir Schauer über den Rücken. Es ist faszinierend was Eastwood aus seiner Cast herausholt.
Wie Eastwood das LA der 20er Jahre umgesetzt hat ist auch wieder perfekt, wass man auch im Bonusmaterial erfährt. Er spart bei seinem Film sehr mit Farben und taucht alles in dunkle und vor allem graue Farben.
Die Bildqualität der DVD ist exzellent, der Ton meiner Ansicht nach viel zu leise, was aber mittlerweile wohl so üblich ist. An Bonusmaterial gibt es zwei Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von ungefähr 18 Minuten. Dass ist zwar nicht viel, aber es ist zumindest recht informativ. Im ersten Featurette wird über die Entstehung des Films, der Kulissen und Kostüme und über die Besetzung gesprochen. Natürlich wird dabei auch Regisseur Eastwood von allen Seiten gelobt.
Das zweite kurze Film dauert gerade mal fünf Minuten und zeigt wie Angelina Jolie zu Christine Collins wird. Laut Bonusmaterial möchte Jolie nie wieder einen Film ohne Clint Eastwood drehen - warten wir mal ab.
Alles in allem ein ganz großer Film, für mich ein kleines aber feines Meisterwerk. Der Film besticht durch großartige Bilder, vor allem die Umsetzung des LA der 20er Jahre ist brilliant. durch exzellente Darsteller, eine faszinierende Geschichte und den für mich derzeit besten Regisseur. Die DVD ist ordentlich, wobei etwas mehr Infos, vor allem über die wahren Hintergründe, sehr interessant gewesen wären.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ganz großes Kino!, 30. Mai 2009
Anfangs habe ich nichts Großes werwartet, halt eine Story von einer Mutter die ihr Kind sucht. Der Film nimmt plötzlich eine völlig andere Wandlung und wird ungemein spannend.. man will einfach die Geschichte erzählt bekommen! Angelina passt optisch so gut in die 20ziger Jahre, dass sie vollkommen überzeugt hat, ihre schauspielerische Leistung war der Hammer! Ein Film auch für Männer der emotional unter die Haut geht! Unbedingt anschauen!!
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