Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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290 von 304 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wissen wie ich was fotografiere., 22. September 2007
In diesem Buch geht es nicht um Ihre Kamera und deren technischen Einzelheiten und Möglichkeiten, hier geht es nur um das Bild an sich. Psychologie des Auges könnte man auch sagen.
Sie werden motiviert darüber nachzudenken, wie sie etwas fotografieren wollen, und ich garantiere Ihnen, danach wird sich Ihre rein quantitative Anzahl an Bildern merklich reduzieren, zu Gunsten der Qualität. Sie werden auch nicht mehr irgendetwas fotografieren (sofern sie das bisher überhaupt taten). Sie werden anfangen sich über Ihr Motiv, über ihr Bild, Gedanken zu machen
Stichworte wie Dynamik, Spannung, Bildkomposition, Intention (was will ich überhaupt), Entstehungsprozess und auch die formalen Bedingungen wie Designgrundlagen, Balance eines Bildes, Hintergrund, Tiefenschärfe, Perspektive und so vieles mehr werden erörtert, verständlich dargestellt und in Zusammenhang gebracht. Damit sie später diese Dinge erkennen und selber im Bild festhalten können.
Wie wirken sich z. B. horizontale Linien auf den Betrachter aus und müssen schräge Linien von links nach rechts gehen oder umgekehrt. Wie kann ich Schatten sinnvoll zur Geltung bringen, darf ich auch unscharfe Bilder machen? Soll ich mein Motiv in s/w oder in Farbe ablichten, welche Regeln gelten für s/w und Farbe, low-key/high-key u. s. w.
All diese Dinge stellt der Autor in Bildern dar, er beschreibt was auf dem Bild passiert. Was ich interessant finde sind bei einigen Bildern, die mit Linien aufgemalten Bewegungen des Auges. Was betrachtet unser Auge als Erstes und wie wandert es über das Bild, und schlussendlich sagt er warum das Auge es tut. Ich war begeistert davon wie eine normale Treppe an einem kleinen Berg den Betachter fesseln kann wenn die Position und der Schnitt stimmt; so einfach, doch wissen muss man es!
Zwar ist Freeman ein Gegner von nachträglichem Beschneiden des Bildes, doch zumindest gibt er einem Hinweise darauf wie man es richtig macht wenn es denn sein muss ;-) Nicht ohne den Hinweis zu geben wie man es im vornherein hätte machen sollen.
Er erfindet diese Dinge nicht neu, es gibt gewisse Grundlagen schon viel länger, doch er erklärt sie auf eine sehr prägnante Art und Weise, so dass man für sich selber etwas dabei auch lernt.
Die Kapitel gliedern sich grob wie folgt:
Der Rahmen des Fotos. Z. B. wie wirkt ein normales Querformat auf uns und was ist eigentlich der goldene Schnitt.
Designgrundlagen; hier driften wir beim lesen in den Bereich von Grundlagen, die sich auch in der Malerei und Illustration wiederfinden, ab. Was können wir von Rembrandt, van Gogh u. s. w. lernen. Scherz beiseite, Freeman zeigt uns wie der Betrachter sich in unserem Bild wohlfühlt wenn wir gewisse Normen einhalten.
Grafische und Fotografische Elemente. So haben Kreise eine andere Wirkung als Dreiecke. Linien sind keine Kurven und vieles mehr.
Licht und Farbe. Das wichtigste am Bild. Ohne Licht kein Bild... welche Farben (bewölkter Himmel am Mittag hat eine andere Farbe als Sonne am Nachmittag) passen zum Motiv. Hier bin ich zu der Erkenntnis gekommen das ich auch einmal kein Bild mache wenn ich ein tolles Motiv gefunden habe, das ist in der Tat auch schon passiert. Ich bin dann zu einer anderen Tageszeit hingegangen und siehe da, eine ganz andere Atmosphäre.
Die Intention (Absicht). Nun dürfen sie Ihren Gedanken freie Lauf lassen. Mach ich das Foto nur für mich, wird es anderen auch gezeigt, will ich es kunstvoll gestalten oder werde ich keine Zeit haben sondern nur dokumentieren. Will ich etwas im Foto zur Geltung bringen, lass ich die Details weg etc. Auch wird die Frage auftauchen, muss ich das jetzt überhaupt fotografieren, nur weil die Anderen in der Gruppe es auch machen (taucht oft bei gemeinsamen Shootings oder Wanderungen auf).
Das letzte Kapitel ist wohl das abstrakteste. Ich las es gleich zweimal. Der Entstehungsprozess was kann in Ihrem Kopf vorgehen. Das zielt aber bereits auf erfahrenere Fotografen ab. Hier wird erörtert wie vergangene Bilder sie beeinflussen und wie sie selber Bilder oder Szenen betrachten. Etwas schwer zu erklären, Stichworte sind: Die Suche nach Ordnung, Die Jagd, Reaktion, Vorahnung, Rückkehr, Nachbearbeitung u. s. w.
Dieses Wissen ist nicht mehr exklusiv Fotografen vorbehalten. Wissen pur und durch die hervorragende Übersetzung ins Deutsche wirklich flüssig lesbar. Nach dem ersten Durchlesen, legen sie das Buch weg und fotografieren, ein Monat später lesen sie es noch mal, sie werden verwundert sein über sich selbst und im Buch wieder neue Dinge entdecken und Dinge anders sehen aber auch ihre eigene Entwicklung bei der Qualität bestaunen können.
Es kann passieren, dass sie mitten in der Stadt beim bummeln sich wünschten, ihre Kamera dabei zu haben, weil sie auf einmal etwas sehen, woran sie vorher immer wieder, einfach vorbei gegangen sind.
Ein Buch für "ambitionierte" Fotografen die noch tiefer einsteigen wollen und sehen möchten wie ein Fotograf!
Ich habe mich bei meiner Rezension darum bemüht sachlich zu bleiben. Sollte ihnen dennoch etwas an der Rezension auffallen, was nicht diesem Ziel entspricht, so kommentieren sie es doch bitte mit dem "Kommentar-Button" und schreiben sie mir. Danke!
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119 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schwache Übersetzung, 20. März 2008
Dem englischsprachigen Autor ist es tatsächlich gelungen, umfangreiche Theorien in Kurzform auf den Punkt zu bringen. Das Buch bietet einen zwar groben, aber dafür komprimierten Überblick. Schade nur, dass die Übersetzung schwach bis unverständlich ist. Manche Sätze wirken gar automatisch von einer Software übersetzt, dafür hier nur ein Bespiel von vielen, "In Sachen Farbe demonstrieren sich wiederholende oder ähnliche Kontraste, dass das Auge ständig auf der Suche nach komplementären Tönen ist." (Seite 40) Vom Lektorat ist wenig zu bemerken. Durchweg ist die Originalstruktur der englischen Sätze weitgehend erhalten. Das erschwert zwar das Lesen auf Deutsch, ermöglicht aber immerhin die Rückübersetzung ins Englische, so dass man als englischkundiger Leser den Sinn noch erkennen kann. Da wäre es jedoch leichter, gleich von vornherein die englische Originalausgabe zu lesen.
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schlecht übersetzt - lieber das Original kaufen, 14. Mai 2009
Ich habe das englische Original nachträglich gekauft, weil ich die deutsche Version teilweise schlicht nicht verstanden habe. Sätze, zum Teil auch ganze Absätze, fehlen in der deutschen Übersetzung - für mich sieht es so aus, als hätte man Wert darauf gelegt, das Layout millimetergenau beizubehalten, auch wenn dadurch zu wenig Platz bleibt für den Text - und dann einfach zufällig gestrichen.
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