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Glaubhafte Rezensionen?


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1-25 von 423 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.12.2012 07:36:21 GMT+01:00
V. Strobel meint:
Ich bin Vielleserin und immer auf der Suche nach spannenden Büchern, daher halte ich mich oft an gut rezensierte Bücher. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass Bücher von neuen Autoren, die sehr gut rezensiert wurden, in Wahrheit die grössten Flops waren. Es ist zwar Geschmacksache, aber machmal glaube ich, dass hier Freunde für die 5-Sterne-Rezensionen verantwortlich sind. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Veröffentlicht am 23.12.2012 08:23:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.12.2012 08:29:15 GMT+01:00
Frank meint:
Amazonistans Sandkasten "Rezensionen" ist leider völlig runtergekommen und wird missbraucht.
Als Indie-Autor kenne ich mich ein wenig aus und Rezis werden in der Szene gerade heftig diskutiert.

Wir haben: nur noch wenige, lautere Rezensionen. "Five Stars" waren in der Regel nicht nur Gefälligkeitsrezensionen.
Nun gibt es sogenannte "Agenturen", die im Auftrag von Verlagen Rezensionen schreiben. Die fingen an, unliebsame Konkurrenz mit
"One Stars" zu überschütten. Das klappte anfangs ganz gut. Eine Neuerscheinung war so innerhalb kürzester Zeit mit nur einem
Genickschuss tot.
Doch die "One Stars" wurden immer unglaubwürdiger und wache Leser bemerkten dieses perfide Spiel.
Die neueste Masche ist, auf Deibel komm raus "Five Stars" mit kurzen, dümmlichen Rezensionen zu verteilen.

Amazonistan hat gegengesteuert und in den letzten Wochen Rezis zu Tausenden gelöscht. Doch leider, da dies automatisiert geschieht, und die Filterbegriffe
dämlich gewählt wurden, blieben zu viele ehrliche Rezis auf der Strecke.

Der Stand zur Zeit sieht so aus: einfach ignorieren und sich anhand der Leseproben selbst ein Bild machen. Rezis sind nur noch unglaubwürdig.

Ach, ein P.S. noch. Gerade informierte eine Kollegin, dass eine "Agentur" heute nacht extrem fleißig war. Sie hat bis jetzt 30 Rezis gefunden. Dieselben Texbausteine. Neu ist nur, das immer zwei und drei Sterne vergeben wurden. Dieser Bereich war bis jetzt sicher vor "Bashing" (so nennt sich das und kommt natürlich aus den USA)

Veröffentlicht am 23.12.2012 08:25:45 GMT+01:00
Hallo,

das ist richtig! Es ist sogar für Autoren mit echten guten Rezensionen ein großes Problem, weil man uns auch Fälschungen unterstellt und denkt, das kann nichts taugen. Im Autorenforum sagte gestern eine Autorin, dass sie sich nicht mehr über 5 Sterne freuen kann - deswegen.
Ich hatte es schon, dass jemand sagte: Dir geb ich mal zwei Sterne, um ein Gegengewicht herzustellen. Niemand darf nur gute Rezis haben. Bescheuert.
Viele Autoren jubeln ihr Buch durch Freunde künstlich hoch. Als Leserin sollten Sie sich auf Leseproben verlassen. Ebooks können Sie kaufen und wenn es ein Flop ist, zurückgeben. Bei Printbüchern sollten Sie in Bücherforen nach Rezensionen Ausschau halten. Da finden Sie die ehrlicheren Meinungen.

Veröffentlicht am 23.12.2012 08:43:29 GMT+01:00
@Frank: und wofür soll das jetzt wieder gut sein? Was will man denn mit 3 Sternen erreichen? Einen glaubhaften Durchschnitt für die Freundschaftsrezensionen? Ich dreh durch. Amazon sollte dieses System ganz streichen. Dann verlässt man sich eben auf die Leseproben und ansonsten gibt man das Buch einfach zurück! Das wäre eh das Beste. Dann müssten sich Autoren mehr anstrengen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2012 09:35:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.12.2012 09:37:01 GMT+01:00
Frank meint:
Oh, das ist geschickt. "Normalverteilte" Sterne wirken glaubwürdig.

Du rennst bei mir offene Türen ein. Doch Amazonistan wird den Sandkasten weder dicht machen noch in den
Griff kriegen. Da hilft nur Aufklärung, denn viele Kaufentscheidungen werden nun einmal von Rezis beeinflusst.
Darum der Missbrauch.

Du hast ja schon auf die Rückgabemöglichkeit verwiesen. Viele wissen das gar nicht.
Leseproben sind schon ein guter Einstieg. Leider werden immer nur die ersten 10 Prozent angezeigt, Cover inclusive.
Ist das Buch unglücklich aufgebaut - ellenlange Titelei, Danksagungen, Inhaltsverzeichnis usw. bleibt vom Text nicht mehr viel übrig.
Manche Autor-innen bieten eine XXL-Leseprobe an. Die gibt es dann kostenlos, was aber nur fünf Tage lang geht.

Ebenfalls hast du auf externe Beurteilungen eines Buches hingewiesen. Es gibt etliche Blogger, die Bücher rezensieren. Das wird fair gehandelt bei denen, aber die haben nicht alle auf dem Schirm.
Was ich darstellte gilt ja nur für ebooks - hoffentlich.

Veröffentlicht am 23.12.2012 09:50:32 GMT+01:00
Ich stelle auch eine Leseprobe in die Produktbeschreibung. Und zwar nicht vom Anfang, sondern mitten aus dem Ebook. Dann hat man noch eine zusätzliche Entscheidungsshilfe.
Das Problen ist: Man kann jedes System missbrauchen. Der Missbrauch durch Rückgaben ist auch bekannt. Viele lesen die Bücher ganz durch und lassen sie sich erstatten. Das ist auch blöd. Ich denke, 24 Stunden Rückgabemöglichkeit wäre gut. Bis dahin sollte man einen Fehlkauf feststellen können. Und wenn einem das Buch wirklich mal nicht gefällt ... ja, gut. Kann auch passieren. Man geht ja auch ins Kino, das ist teurer als ein Ebook, und wer steht später an der Kasse und verlangt die Kohle zurück, weil der Film ihm nicht gefiel? Geht auch nicht. Das Leben ist ja keine Puderrosaranch, wo man alles in der richtigen Temperatur serviert bekommt.
Zu Rezensionen gehört ja EIGENTLICH auch, dass man den persönlichen Geschmack nicht einbezieht. Wenn einer keine Liebesgeschichten mag, kauft aber und schreibt: "Ich hasse ja Liebesgeschichten, das hier war eine. Wären die beiden noch gestorben, hätte ich vier Sterne gegeben, aber so ... die kommen ja zusammen, also zwei Sterne."
So was lese ich manchmal und das ist fulminanter Schwachsinn. Das kann und darf nicht Bewertungsgrundlage sein.

Veröffentlicht am 23.12.2012 10:33:26 GMT+01:00
V. Strobel meint:
Hallo Geschichtenfreund,
ich schreibe auch ab und zu Rezensionen und ich denke, dass ich ehrlich rezensiere, aber eben doch nach meinem persönlichen Geschmack, das Buch muss mir ja gefallen. So lese ich z. B. gerne Krimis, die intelligent geschrieben, über einen roten Faden verfügen, durchgehend spannend und einigermassen realitätsnah sind und dies, egal ob Erstling oder routinierter Schreiber. Diese bewerte ich natürlich mit mehreren Sternen. Es gibt andere "Krimis", die keine Handlung haben, wo der Autor meint, er müsse dieses Manko durch viel Blut und Ekelszenen ausgleichen - diese Bücher würde ich nicht so gut bewerten. Was macht sonst eine Rezension aus, als die eigene Meinung? Auf Klappentexte verlasse ich mich nicht mehr, da wird der Inhalt ja immer hochgejubelt. Ich habe diese Frage hier gestellt, weil ich bei Amazon 3 Krimis in Buchform einer (für mich) unbekannten Autorin gekauft habe, die durchweg 5-Sterne-Beurteilungen hatten (pro Buch ca. 10-20 Rezensenten). Einen größeren Schwachsinn habe ich noch nicht gelesen und das war nicht nur meine, sondern auch die Meinung von Freunden, denen ich die Bücher dann überlassen habe.

Veröffentlicht am 23.12.2012 11:32:02 GMT+01:00
Ja, das meinte ich so nicht! Was Sie aufzählen, sind eindeutig inhaltliche Mängel im Genre Krimi. Das ist richtig, wenn Sie das ankreiden. Ich meinte, wenn Sie Krimis kaufen, obwohl Sie Krimis doof finden, und dann in die Rezi schreiben: Ich mag Krimis nicht, aber ich hab mir einen gekauft und bin natürlich maßlos enttäuscht, weil Krimis sind einfach nicht mein Ding ...
das klingt total blöd, aber diese Bewertungen sind nicht selten. Was Sie sagen, hat ja mit der Qualität der Krimis zu tun und dazu sollen Sie Ihre Einschätzung in der Rezi verbreiten. Das ist korrekt.
Sie haben ja eine Buch-Enttäuschung hinter sich und deshalb wohl dieses wichtige Thema eröffnet. Darüber freue ich mich, weil ich mir sehr wünsche, dass sich was ändert. Ich schäme mich teilweise für meine 5 Sterne Rezis. Früher hab ich mich drüber gefreut wie verrückt. Alles ist anders geworden. Am liebsten hätte ich keine Rezis, wie im Buchladen. Da nimmt man das Buch in die Hand und schaut rein. Fertig.

Veröffentlicht am 23.12.2012 11:59:02 GMT+01:00
Stephan Poost meint:
Die Glaubwürdigkeit solcher Gefälligkeitsrezensionen, das ist ein Problem. Doch es ist leicht zu umschiffen. Wenn mich ein Buch anspricht, dann lade ich mir eine Leseprobe herunter. Skeptisch bin ich, wenn ich eine Rezension mit fünf Sternen sehe und danach einige mit zwei oder gar nur einem Stern. Oder wenn von Unmengen Rechtschreibfehlern die Rede ist. Dann fehlte die Sorgfalt - nicht nur bei der Rechtschreibung. Ich habe allerdings auch schon ein Buch als gut empfunden, das nur zwei Rezensionen mit jeweils zwei Sternen hatte. Übrigens, je mehr Rezensionen ein Buch hat, desto kleiner wird dieses Problem, denn Gefälligkeitsrezensionen bekommt man wo nur schwer in großen Mengen.
Meine Lösung für das Problem: Leseprobe, wenn man den Autor noch nicht kennt.
Bei dem E-Book, das ich gemeinsam mit einer Autorin vor kurzem veröffentlicht habe, mussten wir Freunde regelrecht bremsen. Da kam auch die Idee auf, "gute" Rezensionen zu schreiben. Freunde wollen einem eben etwas Gutes tun. Wir haben darum gebeten es nicht zu tun. Nun werden wir vielleicht weniger Rezensionen bekommen, die aber von echten Lesern und ehrlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2012 12:08:32 GMT+01:00
Genau, ich sage Freunden, die das anbieten, auch ab. Man bekommt schon Rezensionen mit der Zeit. Manche Autoren versprechen Geldgewinne für Rezis am Ende des Ebooks oder bitten sehr um Rezensionen, da kommt dann was zusammen. Aber auf solche Gewinnspielrezis kann ich verzichten. Das sollte untersagt werden.
Leseproben sind immer noch das Beste.
Mit der Rechtschreibung ist das so eine Sache. Sie wird auch als Waffe eingesetzt. Ich hatte das mal, dass jemand mir zwei Sterne reindrückte mit der Behauptung, das Buch wimmele von Fehlern, man könnte es kaum lesen. Die Rezension bestand aus vier Zeilen und enthielt 11 Fehler. Es war eine reine Schmährezi, in meinem Buch gab es praktisch keine Fehler. Fehler passieren, ich finde sie auch in Bestsellern, aber im Großen und Ganzen sollte das Buch der Norm entsprechen. Als ich den Rezensent darauf ansprach und aufforderte, die Fehler mal zu nennen, da löschte er/sie blitzschnell die ganze Rezension (die er/sie als Rezession bezeichnete). Kein Kommentar ...
Eine Leseprobe gibt schon eine gute Übersicht über die Fehlerquote.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2012 12:19:28 GMT+01:00
pejoachim meint:
Also ich denke, wenn weniger als 5 Rezensionen vorhanden sind, .... hohohoho. Was ich da machen würde, vor allem bei Büchern aus dem Selbstverlag .... die Leseprobe lesen und ist keine da, dann es sein lassen. Aber sei gnädig. Du würdest dir ja auch eine Gefälligkeitsrezension machen lassen, hättest du frisch ein Buch veröffentlicht. Was für mich eher kriminell ist, ist die Tatsache, dass es wohl immer wieder "Aufträge" gibt, wo so eine Art Agenturen gleich 50 oder mehr Rezensionen von Studenten und anderen Hilfskräften schreiben lassen. Amazon stemmt sich - was ich gelesen habe - zwar dagegen, ganz zu verhindern wird es aber nie sein. Also: verlass dich auf dein eigenes Urteil. Das geht bei Büchern. Wenn man drei Seiten gelesen hat, weiß man meist, was einen erwartet. Man muss nicht eine ganze Suppe ausgelöffelt haben, um zu wissen, ob sie schmeckt.

Veröffentlicht am 23.12.2012 13:38:08 GMT+01:00
Sonja N. meint:
Ich bin kein Autor. Ich schreibe auch keine Rezensionen. Ich bin reiner Bücherkäufer und muss irgendwie die Spreu vom Weizen trennen. Wie mache ich das? Viel Bauchgefühl. Ich lese auch Rezensionen, aber die Sterne sind mir dabei nicht das Wichtigste. Sondern was derjenige geschrieben hat in seiner Bewertung. Dann lese ich noch die Zusammenfassung des Textes, wenn mir beides zusagt, dann steht einem Kauf nichts im Wege. Ich lese auch oft - ganz bewusst - die negativen Bewertungen. Manchmal denke ich dann "so ein Schwachsinn was derjenige geschrieben hat" und das ist dann oft ein Grund das Buch erst recht zu kaufen.
Es gibt verschiedene Blogs, die ich lese und die immer wieder Bücher empfehlen. Denen vertraue ich blind und bin damit auch immer gut gefahren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2012 14:15:52 GMT+01:00
pejoachim meint:
Liebe Sonja, vielleicht solltest gerade du dir hin und wieder die Mühe machen, ein paar Worte zu einem Buch zu schreiben. Es kann niemand besser als DU! Je mehr Leute ehrliche Rezensionen schreiben, um so besser ist es für uns alle. Aber mal unter uns: bei Büchern sehe ich das Problem der falschen Bewertungen gar nicht so dramatisch, da kann man ja, worauf hier schon viele hingewiesen haben, die Leseprobe öffnen. Was aber bei technischen Geräten? Die "Betrüger" gehen hier so raffiniert vor, dass wir als Laien dies kaum noch durchschauen können. Deshalb ist es für uns als Konsumenten so enorm wichtig, Amazon hier zu unterstützen. Und das tun wir mit überlegten Bewertungen. Dann geht der Betrug in der Masse unter.

Veröffentlicht am 23.12.2012 16:37:13 GMT+01:00
Glaubhaft sollten dann aber alle Rezensionen sein. Es gibt ja auch den Effekt der Schmährezension. Und werden die auch erkannt von den Kunden? Es gibt eben nicht nur extra gut, sondern auch extra schlecht geschriebene Rezis.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2012 17:32:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.12.2012 17:35:06 GMT+01:00
pejoachim meint:
Ja, die Schmährezensionen würden genauso untergehen. Wenn jemand wie Sonja eine Rezension schreibt, dann ist die glaubhaft, weil sie es so meinen würde, wie sie es schreibt. Ihre Meinung wäre auch in der Leseprobe erkennbar. Und wenn es sehr viele Rezensionen gäbe, dann gingen rein statistisch die eines "persönlichen Feindes" genau so unter wie die Gefälligkeitsrezensionen. Übrig bliebe dann nur das von den Gefälligkeitsrezensionen und Gehässigkeitsrezensionen gereinigte Gesamtbild. Wir dürfen eben, wie in der Politik, nicht alles den anderen überlassen.

Veröffentlicht am 23.12.2012 17:45:25 GMT+01:00
Ja, das wäre das Beste und wünschenswert.

Veröffentlicht am 25.12.2012 03:20:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2012 08:51:00 GMT+01:00
Hallo Ihr Lieben,

DAS ist ja ein interessanter Thread. Vielen Dank, es war spannend Eure Kommentare zu lesen.
Besonders Deine folgenden Zeilen - Frank:

"Amazonistan hat gegengesteuert und in den letzten Wochen Rezis zu Tausenden gelöscht. Doch leider, da dies automatisiert geschieht, und die Filterbegriffe
dämlich gewählt wurden, blieben zu viele ehrliche Rezis auf der Strecke."

Somit verstehe ich nun auch endlich, warum nicht nur drei gute Rezis zu MEINEM Buch verschwanden, sondern auch drei Rezis, die ich selbst für verschiedene Bücher verfasste.
Als ich Amazon anschrieb und fragte, warum sie die Rezis gelöscht hätten, bekam ich zur Antwort:

"Guten Tag Frau Glücksweg,

wir freuen uns natürlich über jede Rezension, die unsere Kunden verfassen.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Ihre Rezensionen von der Webseite entfernen mussten, da sie nicht unseren Rezensionsrichtlinien entsprochen haben.

Das Kundenkonto, unter dem die von uns entfernten Rezensionen verfasst wurde, weist gewisse Verwandtschaften oder Zusammenhänge zum Autoren oder Verlag des bewerteten Titels auf."

Aber ich schwöre bei Gott, dass ich weder mit dem Verlag noch mit den Autoren verwandt bin etc.
Einer von ihnen ist Heinz Erhardt ... :-)))

Aber nachdem ich nun Deine Zeilen las, lieber Frank, stimmten vermutlich sowohl die von mir geschriebenen und von Amazon gelöschten Rezensionen als auch die verschwundenen Rezensionen der LeserInnen MEINES Buches mit irgendwelchen "Amazon-Filterbegriffen" überein. Denn dass drei RezensentInnen gleichzeitig ihre Rezensionen wieder löschen, ist ja höchst unwahrscheinlich.
Aber Gott sei Dank sind immer noch sechs gute Rezis übrig.

Nur, nachdem was ich hier lese, ist es ja kein Wunder, dass auch diese mit Argwohn betrachtet werden.
Einerseits zurecht, angesichts der Tatsache, dass es Autoren und Verlage gibt, die Agenturen für Rezensionen bezahlen; andererseits ziemlich ärgerlich.
Aber so ist es nun mal ...

Darum habe ICH z. B. - über den Blick ins Buch hinaus - noch zusätzliche Leseproben unter Kundenbilder eingestellt. Denn beim Blick ins Buch zeigt Amazon den Anfang des Buches; und mein Buch beginnt mit einer Fehlgeburt. Und dieses Erlebnis in Gedichtform zu lesen, ist nicht jedermanns Sache - schreckt viele ab. Aber von denen, die mein GANZES Buch kennen oder die ANDEREN Leseproben, bekomme ich ganz anderes Feedback.
Aber trotzdem ist natürlich alles Geschmacksache …

Dennoch bin ich mir über die Motivation des 2-Sterne-Rezensenten bis heute nicht ganz im Klaren, denn ZUVOR hatte er meine Verse (Auszüge aus dem Buch) bei Twitter favorisiert.
Und später schrieb er die folgende Rezension:

http://www.amazon.de/product-reviews/3842313209/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#R3QJNK0T0AMV9R

Falls es einen von Euch interessiert, lest möglichst auch die Kommentare zur Rezension. ;-)
Auf EINEN Kommentar (des Rezensenten) habe ich BEWUSST nicht mehr geantwortet.

Liebe Grüße und schöne Weihnachtstage noch! :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 04:35:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2012 09:30:45 GMT+01:00
@pejoachim
Du hast natürlich vollkommen recht. Aber nachdem ein verhältnismäßig neues Buch einer neuen Autorin EINE schlechte Rezension bekam (wenn es davor nur EINE gute gab), wird erst mal wochenlang kein einziges Exemplar mehr verkauft (meine Erfahrung).
Und nur bei ganz viel Glück rafft sich dann EINE der Käuferinnen auf (die das Buch vermutlich kaufte, BEVOR diese schlechte Rezension erschien), und schreibt eine gute Rezi ... und es folgen Verkäufe und weitere Rezis.
Man muss also als Autor bzw. Autorin auch ganz schön Glück und Geduld haben, bis es soweit ist, dass es genug ehrliche (Sonja N.-mäßige) Rezensionen gibt, die 'ne "Schmährezension" wieder relativieren.

Und ich habe immer wieder Leseproben bei Facebook und Twitter gepostet, sonst hätte ich mein Buch vermutlich nie wieder richtig ans Laufen bekommen, nach dieser miesen Rezension.

Aber es ist auch ganz schön frustrierend, wenn Amazon dann einfach drei der guten Rezis wieder löscht. Ich hoffe sehr, dass so etwas nicht noch mal vorkommt.
Andererseits ist es natürlich richtig, wenn wirkliche Fake-Rezensionen gelöscht werden. Aber, wie Du schon schreibst, wenn erst mal genug ehrliche dazu kommen, gleicht es sich evtl. aus, aber bis dahin kann's ein weiter Weg sein, darum ist so 'ne Löschaktion wohl doch sinnvoll … wenn nur nicht so viele ehrliche Rezis dabei drauf gingen. :-(

Veröffentlicht am 25.12.2012 10:52:55 GMT+01:00
V. Strobel meint:
Ich habe mir angemasst, ein Buch, welches vor einigen Jahren erschienen ist, mit einem Stern zu rezensieren. Um dieses Buch wurde damals ein richtiger Hype gemacht, und es hatte Hunderte von Rezensionen. In meinem Text schrieb ich sinngemäß: "Um es in der Fäkalsprache der Schreiberin auszudrücken: Dieses Buch ist geistiger Dünnsch...." Diese Rezension wurde von Amazon gelöscht, nach mehr als einem Jahr! War das nun eine Schmährezension?
Aber der eigentliche Grund, warum ich diese Diskussion angefangen habe sind die (für mich) grottenschlechten "Krimis" einer unbekannten Autorin. Meine Rezension wurde dann wohl von der gleichen Anzahl der 5-Sterne-Vergeber als "wenig hilfreich" eingestuft, ich wurde dann auf einer sozialen Platform dafür rundgemacht. Daraufhin habe ich meine Rezi gelöscht. Es muß nicht jedem alles gefallen, auch wenn der Verfasser meint, er habe einen Bestseller gelandet. Und wenn die Autorin sich die Mühe gemacht hätte, meine Rezensionen durchzulesen, hätte sie sehr wohl gemerkt, dass ich nicht nur bekannte Schreiber, sondern auch einige Erstlingswerke mit sehr gut bewertet habe. Es kann nicht jedem alles gefallen und um seiner Meinung Ausdruck zu geben, ist nun mal eine Rezension da. Wenn der Autor von sich überzeugt ist, sollte er auch eine weniger gute Rezi akzeptieren können!

Veröffentlicht am 25.12.2012 11:26:20 GMT+01:00
@V. Strobel: das finde ich schade, dass Sie die Rezension gelöscht haben. Ich habe auch von einer anderen Autorin gehört dass sie von dem Verlag des von ihr rezensierten Buches angegriffen wurde. Es gibt öfters solche Fälle. Bei mir führte die Amazon-Rezi-Löschung zur Entfernung der schlechtesten Rezi, die ich hatte. Da frage ich mich, wer das war, der sie geschrieben hat. Das Amazon-Tool arbeitet jedenfalls schlecht. Vor allem, weil man eher als Bekannter im Recht ist, eine Rezi ehrlich zu schreiben, als dass fremde Agenturmitarbeiter eine solche schreiben. Die bleiben dann nämlich stehen.
Und dieser Standardspruch mit den Richtlinien ... Blödsinn! Eine meiner Rezis wurde auch entfernt. Ich hatte für ein Handy, das ich wirklich gekauft hatte, eine Rezi geschrieben. Weg! Wahrscheinlich bin ich mit Amazon verwandt, denn die haben das Teil verkauft ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 11:34:55 GMT+01:00
pejoachim meint:
Ja Freya,
ich sehe es auch so - bin ja hier auch mit einem Buch vertreten und habe mir auch selbst die Rezension geschrieben ... hohohoho (habe auch dazu geschrieben, dass ich der Autor bin :-) Was mir in der Diskussion hier ehrlich gesagt zum ersten Mal klar wurde ist, dass es sehr wichtig ist, dieses "hilfreich" oder "nicht hilfreich" anzuklicken.

Damit aber diese Diskussion nicht folgenlos bleibt wie so vieles, sollten wir alle hier im Bekannten- und Freundeskreis, bei den sozialen Netzwerken usw. bekannt machen, wie wichtig solche Rezensionen sind, und dass es die einzige Möglichkeit ist, unseren Mit-Konsumenten Auswahlkriterien an die Hand zu geben. Letztlich profitieren wir dann alle davon und den halbkriminellen Machenschaften von Verlagen und böswilligen Spinnern wird ein Riegel vorgeschoben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 11:46:33 GMT+01:00
pejoachim meint:
Also ich denke, bei Amazon ist überhaupt keiner da, der die Rezensionen persönlich ansieht, sonst wäre meine längst gelöscht ;-)))) Ich habe mir nämlich selbst eine geschrieben und das auch darin erwähnt :-) OK, vielleicht hatte der Amazon-Mitarbeiter Humor. Einen Verweis auf meine Webseite haben sie gelöscht und das, vermute ich, war automatisch. Klar kann ich mich täuschen, aber ich verstehe Amazon bei der Geheimniskrämerei durchaus. Würden sie sich in die Karten sehen lassen, würden sämtliche Idioten in den PR-Abteilungen einiger unseriöser Verlage darauf reagieren und genau diese Filter und Verfahrensweisen umschiffen.

Bei dir vermute ich, dass neue Filter, wie ja auch Freya schon erwähnt hat, installiert wurden und diese dann, ungerechterweise, über die Fäkalsprache der zitierten Autorin gestolpert sind. Sonst wäre es nicht erst nach einem Jahr geschehen. Und dem Verlag ist es schlicht wurscht, wenn unter hunderten von Rezensionen ein paar negative sind.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Amazon es besser machen könnte. Die versuchen schon ihr bestes. Die einzigen, die etwas tun könnten, sind wir, indem wir wie du Rezensionen schreiben, die wir ehrlich meinen und damit die Fake-Rezensionen verwässern. Manchmal fallen wir sicherlich auf den Bauch damit .... tragen wir es mit Humor und machen Werbung für Rezensionen und deren Bewertung! Es gibt ja das Internet :-)

Veröffentlicht am 25.12.2012 13:33:57 GMT+01:00
Was Amazon besser machen könnte: Dass sie ihre Autoren ernster nehmen. Dass sie doch mal in die emails hineinsehen. Wenn was im Bereich Rezensionen bei denen eintrifft, dann antworten die immer mit einer Standardmail. Da kann man sagen, was man will. So ist mal auch Stalkern und böswilligen Leuten ausgeliefert, weil sie nichts überprüfen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 13:49:15 GMT+01:00
pejoachim meint:
Damit hast du vollkommen recht und dein Vorschlag wäre auch ein guter Kompromiss. Wir dürfen nämlich nicht vergessen, dass für Amazon Bücher eine Ware sind, wie alles andere, und die vergleichsweise günstigen Preise eben gerade darauf zurückzuführen sind, dass Personal eingespart wird. Was Amazon sicher dabei vergisst, ist, dass durch die Buchpreisbindung trotz des günstigen Versandes, die Gewinnmarge höher ist als in anderen Bereichen. Damit ließe sich zum Beispiel ohne Zweifel so manch ein pensionierter Deutschlehrer für eine geringe Entlohnung gewinnen. Diese könnten die Klagen speziell von Autoren und Verlagen "per Hand" überprüfen.

Veröffentlicht am 26.12.2012 15:26:43 GMT+01:00
Mein neuestes Problem sind echte gute "Rezensionen" (ich würde eher Randnotiz dazu sagen), die wie Fakes aussehen, aber echt sind. Was fängt man nun damit an? Diese Zweizeiler ...
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