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Autoren in den Kundenrezensionen


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1-25 von 62 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.05.2012 05:33:39 GMT+02:00
Icelily meint:
Ich würde gerne ein Thema ansprechen, das mich in letzter Zeit sehr beschäftigt und auch beunruhigt: Autoren, die in Rezensionskommentaren mitmischen und die Diskussionsforen nutzen, um Werbung für ihre Bücher zu machen.

Mir ist es im vergangenen Jahr immer häufiger aufgefallen, dass Autoren unter ihrem eigenen Namen auf Amazon unterwegs sind und auch auf ihren eigenen Webseiten auf die Rezensionen hier Bezug nehmen. In Kommentaren zu positiven Rezensionen bedanken sich Autoren für das Lob, in Kommentaren zu negativen Rezensionen rechtfertigen sie ihr Buch. Je nach Autor mehr oder weniger sachlich.

Auch in den Diskussionen sehe ich immer häufiger Beiträge nach dem Muster "Wenn Ihnen dieses Buch gefallen hat, könnte Ihnen auch XY gefallen." Teilweise auch unter dem richtigen Namen der Autoren, die ihren Nicknamen aber schnell ändern, wenn man sie darauf anspricht .

Was mich aber am meisten beunruhigt sind User, die Rezensenten mit rechtlichen Konsequenzen drohen, falls die negative Bewertung nicht zurückgenommen wird. Das ist mir bereits mehrmals passiert, insbesondere bei negativen Rezensionen, die von sehr vielen Kunden als hilfreich bewertet wurden und so natürlich Einfluss auf die Kaufentscheidung nehmen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Meiner Meinung nach dürfen solche Aktionen aber einfach nicht sein! Hier schreiben Kunden für Kunden, nicht Kunden an Autoren. Und durch ihre Präsenz machen Letztere den Kunden eine Diskussionsplattform kaputt. Das ist einfach respektlos und unprofessionell, mal abgesehen davon, dass sich die Autoren damit auch selbst schaden.

Ich habe mich nach einigen heftigen Drohungen schon an Amazon gewandt, aber nur eine Standardantwort erhalten (Unzumutbare Beiträge melden, blabla). Und so langsam überlege ich mir wirklich, ob ich überhaupt noch Rezensionen schreiben sollte. Aber wenn ich hier alles lösche und auf Nimmerwiedersehen verschwinde, dann hätten die betreffenden Autoren "gewonnen".

Ich bin der Meinung, dass Rezensenten, insofern sie sich an die Richtlinien halten, vor Autoren-Kommentaren und rechtlichen Konsequenzen geschützt werden sollten. Und das kann nur Amazon. Da eine einzelne Kundenmail natürlich nichts gebracht hat, wollte ich in diesem Rahmen nachfragen, ob Euch ähnliches aufgefallen ist und wie Ihr damit umgegangen seid. Was kann man dagegen tun?

Veröffentlicht am 12.05.2012 07:05:09 GMT+02:00
Mladen Kosar meint:
ich verstehe nicht. wie kann man jemandem mit rechtlichen Konsequenzen drohen, nur weil er seine Meinung kundgibt? Es fällt mir schwer zu glauben, dass man da belangt werden könnte. Ist mir schleierhaft. Oder handelt es sich da um eine Form der Einschüchterung? Wäre schade, wenn ein Rezensent aus diesem Grund flüchten müsste. Weißt Du, oder jemand hier, ob eine solche Drohung überhaupt eine rechtliche Grundlage hat? Sicher wäre es eventuell strafbar, wenn man einen Autor persönlich beleidigt. Aber wenn man seine negative Meinung über sein Werk sagt, dann kann das doch nicht strafbar sein...
Gruß
Zeb

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.05.2012 08:21:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.05.2012 08:22:36 GMT+02:00
Icelily meint:
@Mladen Kosar: Danke für Deine Antwort!

Ich bin leider juristisch nicht wirklich gut bewandert und vom Gefühl her würde ich sagen, dass einfach nur gedroht wird, damit ahnungslose User wie ich dann das Geschriebene löschen oder umformulieren (was ich teilweise schon getan habe, einfach weil ich keinen Ärger haben wollte). Mittlerweile kennzeichne ich alle Aussagen fast übertrieben als eigene Meinung, damit mir niemand Rufschädigung oder üble Nachrede vorwirft. So wurde z.B. aus "die Übersetzerin ist inkompetent" "die Übersetzung ist meiner Meinung nach mangelhaft, unlogisch und schlecht recherchiert". Wobei ich auch schon in der vorherigen Version ausführliche Gründe genannt hatte, warum ich von Inkompetenz spreche.

Ist das rechtlich schon eine Beleidigung? Keine Ahnung. Aber bei Rezensionen, die mit Vokabular unter der Gürtellinie um sich werfen, kommt komischerweise keiner mit rechtlichen Drohungen an. Wahrscheinlich, weil diese Rezensionen nicht als hilfreich bewertet werden und somit keinen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben.

Wenn ich Rezensionen umformuliert habe, haben die betreffenden User ihre Beiträge auch wieder gelöscht oder umformuliert. Sie hatten erreicht, was sie wollten.

Veröffentlicht am 12.05.2012 08:35:14 GMT+02:00
Mladen Kosar meint:
@eis lilie,
es ist möglicherweise im Internet eine rechtliche Grauzone
Daher würde ich einfach vorschlagen, umsichtig mit Formulierungen umzugehen.
Das heißt, nicht jemanden Bestimmten, sondern die Sache bewerten, mit einigen konkreten Beispielen versehen, damit es konkret gerechtfertigt ist.
Da tue ich mir bei Filmen-Rezen leichter, als Du mit Büchern von Leuten, die hinter deren Produktion und Vermarktung stehen. Mußt wahrscheinlich etwas vorsichtiger sein.
Das sind von mir jetzt nur Spontantips, ohne Erfahrungswert. Schlimm, wenn jemand mit Drohungen daherkommt, nur weil da jemand seine freie Meinung äußerte.
Schauen wir mal, was die Entwicklung bringt.
Beziehe Dich halt auf das Thema beim Rezensieren, so gut es geht.
Gruß
Zeb

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.05.2012 08:52:03 GMT+02:00
Hallo Eis~lilie,

ich bin zwar selbst noch nie von einem Autor kontaktiert worden, doch schreibe ich ja auch in erster Linie über Filme und über die (oft) guten alten Klassiker. Allerdings denke ich, um mal mit Walter Sobchak zu sprechen, daß dies uns alle angeht, denn hier geht es um unsere Grundrechte. Zumindest um das Recht auf freie Meinungsäußerung. Zwar ist man nicht zu allen Gelegenheiten (Beerdigungen, "Findest Du mich zu dick?"-Situationen etc.) unbedingt gut beraten, von diesem Recht Gebrauch zu machen, aber hier sind wir doch wohl auf einem Rezensentenforum, und wenn es hier nicht gestattet wäre, seine Meinung kundzutun, dann sollte man irgendwann das Wort "Kundenrezensionen" durch "Werbetexte" ersetzen. Insofern sollte auch Amazon im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit dem von Dir beschriebenen Phänomen möglichst einen Riegel vorschieben bzw. die Rezensenten klar gegen ungerechtfertigte Vorwürfe in Schutz nehmen.

Ich bin zwar kein Jurist, habe aber beruflich ab und zu mit rechtlichen Fragen zu tun - nicht daß Du jetzt auf falsche Gedanken kommst -, und würde folgendes sagen: Zunächst einmal urteilst Du in einer Rezension ja über ein W e r k und nicht etwa über die Person, die es geschrieben hat, d.h. Du enthältst Dich aller Tatsachenbehauptungen über Personen. Ferner ist eine Rezension eine Bekundung des subjektiven Eindrucks über ein Werk, und man könnte zwar sagen, de gustibus non est disputandum, doch gibst Du ja auch Begründungen an, die intersubjektiv nachvollziehbar sind - ich habe mal ein paar Deiner Rezis gelesen und denke da etwa an Deine Kritik der oral formulaic composition -, die dann aber das private Urteil eines "Das mag ich" oder "Das mag ich nicht" zulassen, so daß man nicht einmal sagen könnte, Du polemisiertest lediglich.

Insofern glaube ich, daß jemand, der Dir wegen übler Nachrede einen Prozeß anhängen möchte, es schon schwer haben dürfte. Zusätzlich gilt hier wohl auch - das denke ich als Laie, d.h. ich sage es mal ohne Gewähr - § 193 StGB, den ich hier mal auf das für uns Wesentliche gekürzt wiedergebe: "Tadelnde Urteile über wissenschaftliche, künstlerische oder gewerbliche Leistungen [...] sind nur insofern strafbar, als das Vorhandensein einer Beleidigung aus der Form der Äußerung oder aus den Umständen, unter welchen sie geschah, hervorgeht."

Solange Du Dich an die von Amazon - wohl aus gutem Grunde - aufgestellten Rezensionsrichtlinien hältst, können Dir nach meinem Dafürhalten kaum juristische Konsequenzen aus einer negativen Rezension erwachsen. Freilich ist es im Leben immer gut, eine Rechtsschutzversicherung zu haben ;-)

Es wäre an dieser Stelle schon interessant, mal die Stellungnahme eines Juristen oder gar Amazons zu lesen.

Dir weiterhin viel Spaß beim Rezensieren, Eis~lilie. Beim Lesen merkt man jedenfalls, daß Du bislang immer Spaß gehabt hast.

LG, Tristram Shandy

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.05.2012 09:08:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.05.2012 09:10:17 GMT+02:00
Icelily meint:
Hallo Tristram Shandy,

vielen Dank für deine Einschätzung und Aufmunterung.

Meine Rezensionen und Kommentare sind teilweise wirklich scharf, das gebe ich zu und dass bisweilen auch Kritik zu meinem Schreibstil kommt, ist vollkommen klar. Aber bisher war ich der Ansicht, dass eine begründete und nachvollziehbare Meinung das Wichtigste ist und (rechtlich) in Ordnung.

Mal abgesehen von der juristischen Seite finde ich die Aktivitäten einiger Autoren auf Amazon sehr befremdlich. Heutzutage hat ja fast jeder junge Autor einen Blog oder Facebook, wo auch munter zu Amazon-Bewertungen aufgerufen wird. Andererseits diskutieren die Autoren auch selbst in den Rezensionskommentaren mit, was meiner Meinung nach völlig daneben ist.

Ich denke wie Du, es geht uns alle hier an, dass wir hier ohne Zensur (natürlich gemäß der Richtlinien) unsere Meinung zu einem Produkt äußern dürfen, ohne persönliche Angriffe oder gar rechtliche Konsequenzen seitens der Urheber fürchten zu müssen. Vielleicht äußert sich hier ja noch ein Fachmann.

Liebe Grüße,
Eislilie

Veröffentlicht am 12.05.2012 10:04:51 GMT+02:00
Alfa Fähe meint:
Hallo Eislilie,

lange nicht gelesen :-))

Dass Autoren Rezensenten regelrecht beflegeln, dumm und unwissend schimpfen, wenn sie deren Buch negativ bewerten, kommt leider gar nicht so selten vor - nicht nur bei Amazon!! In einem der Foren für das ich rezensiere, schreiben 2 Autorinnen regelmäßig entweder Rezensionen zu ihren eigenen Büchern, natürlich unter anderem Namen und/oder beschimpfen die User, wenn sie deren Buch nicht gut bewerten (Die Beiträge werden natürlich stets wieder gelöscht und die Redaktion sieht ja, wer da postet). Eine Autorin hat sich so schon so weit ins Out geschossen, dass viele Leser ihre Bücher nun nicht mehr lesen. Auch bei Amazon hat sie wirklich grenzwertige Kommentare abgelassen. Ich habe dies auch dem Verlag gemeldet, denn ein Renommee ist das für den Verlag keinesfalls! Ein Armutszeugnis!

Wenn ein Autor aber einem Rezensenten rechtliche Konsequenzen androht, so sind dies leere Phrasen. Auf was, bitte, will der Autor klagen? Dass einem Leser das Buch nicht gefällt und dies mitunter auch ziemlich scharf zum Ausdruck bringt? Abgesehen davon, reagieren besagte Autorinnen auf ALLE negativen Rezen so, auch wenn diese absolut „normal“ und konstruktiv verfasst sind! Denke, man muss kein Jurist sein, um zu wissen, dass dies leere Drohungen sind. Die Autoren schaden sich so selbst viel mehr als es eine negative Rezension je könnte!

= off topic =
Eislilie,

sag, bist noch immer im fernen Land oder wieder auf einem Sprung hier?

Liebe Grüße
Alfafaehe

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.05.2012 11:50:37 GMT+02:00
Icelily meint:
Hallo Alfafaehe,

schön von dir zu lesen! Ja, ich bin noch im fernen Land und arbeite und studiere fleißig weiter. Leider habe ich nicht mehr ganz so oft Zeit, hier hereinzuschauen, was man auch an meinen spärlichen Rezensionen in letzter Zeit sieht.

Das Anliegen hier ist mir aber sehr wichtig und da Amazon bisher nicht reagiert, müssen wir es eben thematisieren. Was du da berichtest, ist wirklich erschreckend. Für das eigene Buch Rezensionen verfassen? Das ist ja noch eine Stufe heftiger, als die Kommentare von den Autoren hier.

Natürlich ist es in einer riesigen Diskussionsplattform wie hier schwierig, einzelne Autoren immer wieder zu löschen, wenn sie unter neuem Nicknamen schreiben. Und Amazon würde wahrscheinlich eher nicht ihre Bücher aus dem Sortiment nehmen (auch wenn ich das eigentlich angebracht fände). Es wäre aber wünschenswert, dass in den AGB oder Rezensionsrichtlinien irgendein Paragraph eingefügt wird, der Rezensenten vor (juristischen) Angriffen schützt.

Mal sehen, ob sich noch andere User melden, die ähnliches erlebt haben.

Liebe Grüße
Eislilie

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2012 02:48:28 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2012 01:32:45 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 19.05.2012 14:36:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2012 14:37:44 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
Hallo,

ich finde den Einstiegsbeitrag nicht albern und überflüssig. Zwar sehe ich ebenfalls nicht die Wahrscheinlichkeit rechtlicher Konsequenzen, finde aber das Drohen damit schon unangenehm. Eislilie hebt nur einen besonderen Aspekt des allgemeinen Unbehagens hervor, J.Stich wiederum 2 andere. Man findet noch weitere, wenn man lediglich die Threadthemen der letzten Wochen in diesem Forenbereich überfliegt. Meiner Meinung nach sind das unschöne Begleiterscheinungen der Anonymität. Diese macht möglich, dass "man" Beleidigendes en passant raushaut, wie man es seinem bestgehasstesten Nachbarn nie auch nur ansatzweise ins Gesicht sagen würde. Die Anonymität bewirkt auch, dass durch Account-Klone völlig verzerrte Bilder von Diskussionsverläufen entstehen. Gleichzeitig macht die Anonymität es unmöglich, die jeweilige Bedeutung von "nützlich/unnützlich" oder "hilfreich/nichthilfreich" zu erkennen. Bedeutungen könnten sein:
- reine Gehässigkeit
- Konkurrenzdenken (eigene Rezi durch Abclicken anderer hochpushen)
- inhaltlich andere Meinung
- die Erkenntnis, dass einem tatsächlich nicht geholfen wurde
- die Erkenntnis, dass ein Kommentar nur Stimmung macht und thematisch nichts Neues bringt
usw. usf.
Nun wird aber vom Großteil der Netzgemeinde gerade die Anonymität als Schutz erlebt - bezeichnenderweise gegen Leute, die die Anonymität missbrauchen. An den durchaus notwendigen Schutz der Whistleblower denken vermutlich die wenigsten. Ich persönlich finde das irrational, sehe aber ein, dass die Mehrheit anderer Meinung ist.
Ich denke, ein beträchtlicher Teil der in diesen Forenbereich genannten Probleme ließe sich wie folgt lösen:
- 1 Account-1 >User<Name nach (durch Einkauf aktivierter) Lieferadresse; nach Änderung des Usernamens 4 Wochen Sperre (Rezensionen/Diskussionen/Kommentare), lediglich der Einkauf ist möglich
- "hilfreich/nichthilfreich" nur mit Kommentar möglich oder "nichthilfreich" gleich ganz abschaffen
- vielleicht nur kosmetisch, trotzdem: Umbenennung von "nützlich/nichtnützlich" in "stimme zu/stimme nicht zu"

=> vielleicht auch (?):
- pro Kategorie ein Renzensionsranking, eingeschränkt auf die entsprechenden Produkte
(Weil hier Spezialisten unterwegs sind, die begeistert und akribisch beinahe professionelle Rezensionen schreiben, aber zumindest durch ihren Listenplatz nicht gewürdigt werden oder sich entnervt ob der Gegebenheiten gleich ganz verabschieden. Das ist aber rein subjektiv: ich sehe einfach einen qualitativen Unterschied zwischen einer Renzension zu Krachts "Imperium" und einer zu Ricola-Kräutertee, selbst wenn beide gut bzw. hilfreich sind.)

Zu den Autoren, die "mitdiskutieren":
Amazon versucht ja schon, diese einzuschränken, indem ein besonderer Forenbereich geschaffen wurde. Natürlich halten sich einige nicht daran, so machen sie beispielsweise einen netten, kleinen Gedichtethread mal eben kaputt, um dann weitgehend unter sich zu bleiben, selbstverständlich ohne von Selbstzweifeln angekränkelt zu sein. Das ist schade, kann man wohl nicht ändern.
Andererseits sind diese Autoren - und auch die, die drohend und unflätig Rezensionen kommentieren - literarisch idR so unfassbar schlecht, dass man sie getrost ignorieren kann - ein zukünftiger Nobelpreisträger geht einem nicht durch die Lappen. Allgemein würde ich davon abraten, BoDler/DKZVler zu lesen und zu rezensieren, wenn in 5 Sätzen Leseprobe schon Fehler sind. Ich habe bislang auf Amazon 3 Autoren "richtiger" Verlage mitdiskutierend erlebt - durchaus vernünftig, frei von Pöbeleien. Letztere kommen doch meist von den John Ashts dieser Welt mit ihren merkwürdigen Kleinstverlagen.
Was man hier wahrscheinlich nicht in den Griff bekommen wird, ist die Tatsache, dass Internetforen den im Realleben vereinsamten Randständigen die Möglichkeit geben, sich mit selbstzugeschriebener Bedeutung in den Fokus zu stellen. Ich meine, die müssen toleriert werden, selbst dann, wenn sie genau die Verhaltensweisen zeigen, die sie wahrscheinlich im Realleben vereinsamt und randständig haben werden lassen. (Diesen Satz beziehe ich ausdrücklich allgemein auf die Netzwelt und nicht auf Geschehnisse der letzten Wochen hier.)

lg
B.Warncke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2012 18:40:29 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2012 01:29:10 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 19.05.2012 22:56:38 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
Hallo J.Stich!
Spätestens wenn Amazon einen Kauf bearbeitet, hebt es ja die Anonymität auf: Username=>Realname=>Lieferadresse/Kto.verbindung. Dann "anonymisiert" es wieder, was m.E. auch richtig ist. Dieses Vorgehen koppelt ja ein Nick an das reale Leben. Sollte es denn wirklich gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen, wenn sich auf diese Weise eine Verkaufsplattform auch gegen "Accountmissbrauch" absichert?
Sicher kann man mehrere Accounts zur selben Lieferadresse schaffen, indem man Familienmitglieder "einbezieht", dann koppelt man doch die Namen an die selbe Kontoverbindung, oder? So muss man aber auch erstmal gestrickt sein. Der Missbrauch als solcher lässt sich nicht ganz beseitigen, aber vielleicht kann man kleine Verbesserungen durch kleine Schritte erreichen? Beispielsweise, indem es mir jetzt unmöglich wäre, in mein Profil zu gehen, lediglich meinen Namen gegen ein Nick auszutauschen, um dann im nächsten Kommentar massiv beleidigend gegen Sie vorzugehen - immerhin sind wir etwas unterschiedlicher Meinung. Und mit einer anderen Meinung haben einige hier ja große Probleme. Andere Meinungen finden sie sogar "unnütz".
Übrigens glaube ich nicht, dass die Gesellschaft insgesamt verkommt. Ein Teil von ihr ist im Netz einfach sehr laut, unangenehm und prollig. Gibt ja Leute, die halten ausgerechnet diesen Teil für das revolutionäre Potenzial. Ich finde, d a s hat Robespierre nun auch nicht verdient.
lg
B.Warncke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2012 02:41:31 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2012 01:29:20 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 20.05.2012 10:30:01 GMT+02:00
Catmaniac meint:
Zwei Accounts sind nicht per sé schlecht oder aus schlechten Gründen angelegt. Gerade, wenn man sieht, wie hier mit vielen Usern umgesprungen wird, ist es gut, Foren- und Rezensionsaccount zu haben. Ich habe nur einen einzigen Account und werde dabei auch bleiben. Bei den Top-Rezensenten würde ich einen Forenaccount jedoch defininitv verstehen.

Anonymität gibt es nur so weit, wie der User das will. Wer möchte, kann in seinem eigenen Profil eine e-mail-Adresse hinterlegen, die keineswegs anonymisiert wird und von allen anderen Usern gesehen wird.

Über einen Anwalt bekommt man auch die Anschriften - wenn schwerwiegende Gründe vorliegen. Bei Angriffen, wie kürzlich von Kosar, geht das. Da wäre es nicht mal nötig, da dieser User über Google aufzufinden ist. Wie übrigens sehr viele: der Mensch ist eitel und offenbar exhibitionistisch veranlagt, sodass er im Netz eine Menge Spuren hinterlässt. Besonders Facebook ist da eine böse Falle. Mit ein Grund, warum ich es absolut verweigere.

Veröffentlicht am 20.05.2012 11:38:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.05.2012 11:58:54 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
@ J.Stich

Hallo!

Weitergeben auf keinen Fall, nur sicherstellen, dass Leute nicht multiple unterwegs sind. Nach meiner unbedarften Vorstellung, könnte das durch den "Anker" Lieferadresse gewährleistet werden (bevor ein Account "mitmachen" darf, muss doch einmal eingekauft werden - oder ist das nicht mehr so?). Natürlich schliesst das den Missbrauch nicht völlig aus. Siehe Ihr Beispiel. Aber für den durchschnittlich-anständigen, psychisch gesunden Menschen ist es doch eine Hürde, aufgrund des Wunsches nach Mehrfach-Account zur Schwiegermutter sagen zu müssen: "Du, Omma - da kommt n Paket an Dich, das is aber für mich. Weil, ... ich will da mein Rezi-Stand ein büschen verbessern, indem ich fies andere runterclicke und ansonsten kann man dann auch gut Stimmung in den Foren machen!"
Omma versteht natürlich kein Wort, weiß aber, dass Töchterlein diesen ..., diesen..., diesen BETRÜGER nie hätte heiraten dürfen. Was sie ja sowieso schon immer gesagt hat.
Wenn man einen Spiegel über die Freiwilligen-Kaffeekasse hängt, zahlen die Leute signifikant häufiger ein. Ein Poster mit einem Gesicht, das einen direkt "ansieht", reicht auch schon.
Wir Menschen verhalten uns anständig, weil wir für anständig gehalten werden wollen. Schummeln für sich allein ... ist nicht die Hürde. Aber andere das wissen zu lassen...?
Die meisten, die hier bekennend mit Mehrfachaccount unterwegs sind, sagen, dass sie so sich selber, vor allen Dingen ihre Rezi schützen. Weil es tatsächlich Leute gibt, denen gefällt deren Meinung in einer Diskussion nicht, dann gehen sie auf den "Namen", finden eventuell die Rezi uuund ... clicken die runter.
Ich verstehe diesen Wunsch nach Schutz, das ist für mich der "ehrbare" Grund für einen Mehrfachaccount. Ich glaube aber nicht, dass diese Möglichkeit immer "ehrbar" eingesetzt wird. Wenn man sich so richtig angemacht fühlt, so richtig abgenervt ist... und man hat die Möglichkeit so einem A. eine reinzuwürgen ...?
Also, ich täte es.
Und das wissen wir doch alle voneinander. Und wir sind Menschen. Und wir täuschen uns. Dann haben wir eine kontroverse Diskussion und die Rezi gehen in den Keller oder der eigene Beitrag erscheint nicht mehr. Was läge dann näher, als dem Kontrahenten zu unterstellen, dass er sein Accountgeschwader losgeschickt hat.
All das und noch viel mehr ergibt in den Foren diese unappetitliche Mischung aus Misstrauen und Gehässigkeit. Dann kommt als Brandbeschleuniger noch das -für mich immer noch nicht nachvollziehbare- Konkurrenzdenken aus dem Ranking hinzu und: Bumm!
Dann der Ruf nach Moderation.
Wenn man Kulturpessimist ist und sieht ohnehin alles den Bach runtergehen, bleibt man wahrscheinlich irgendwann weg. Dann fehlen Leute wie Sie als Gegengewicht. Übrig bleibt die Horde.
Aber am Anfang ist immer die Horde (eigentlich die Masse), dann kommt Forming/Storming/Norming und das Ganze zivilisiert sich. Ich glaube, das passiert im Netz gerade und Diskussionen wie diese sind Teil davon.
Deswegen: kleine Schritte für kleine Verbesserungen.

lg
B.Warncke

@Eislilie
Entschuldigen Sie bitte ... das ist jetzt reichlich an Ihrem Threadthema vorbei. Da ich Sie in anderen Diskussionen schon gelesen und mir "ein Bild von Ihnen gemacht" habe, hoffe ich aber, dass das für Sie OK ist.

@cat
Das Einstellen unserer Beiträge überschnitt sich. Stimme Ihnen grundsätzlich zu.

Veröffentlicht am 20.05.2012 13:09:54 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 27.08.2012 16:17:08 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2012 13:28:31 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 28.05.2012 23:41:08 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 20.05.2012 14:04:50 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
Hallo Tino!
Stimmt! Da hast Du völlig Recht. Ich habe selbst Lieferadressen für Arbeit und Patenkinder. Peinlich.
Dann Dein Vorschlag mit der Rechnungsadresse.
lg
Beate

Veröffentlicht am 20.05.2012 14:15:14 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
Hallo J.Stich!
Ich hätte schwören können, dass man erst etwas kaufen muss, bevor man für irgendwelche sozialen Aktivitäten zugelassen wird.
Das mit der Überwachungsinstitution gefällt mir nicht ganz so. Ich finde aber, dass der mit dem Hausrecht die Regeln vorgeben darf - sofern sie auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Natürlich sehe ich da durchaus das Problem mit international agierenden Unternehmen.
lg
Beate

Veröffentlicht am 20.05.2012 17:48:40 GMT+02:00
Catmaniac meint:
J. Stich, nicht ich liege falsch ....!

Beate Warncke hat völlig recht: man muss erst etwas kaufen, dann kann man im Forum posten. Und das nicht mehr ohne Anmeldung eines Accounts. Das ging vor Jahren mal, ist längst nicht mehr möglich.

Sie haben wohl das Posting nur überflogen, denn genau das sagte ich: jeder kann in seinem Profil (hier bei Amazon) eine mail-Adresse hinterlegen, die jeder sehen kann. Das Posting war übrigens zweiteilig - es ging dann später darum, dass User gern an mehreren Stellen im Netz auftauchen. So auch Kosar, der hier gewütet hat und anderswo ebenfalls unter seinem Nick (der auch Realname ist) auftaucht und zu finden ist.

Zum "bestätigten Kauf" - viele meiner Rezensionen haben dieses Fähnchen nicht. Warum? Weil ich seit Kindheit an immer bergeweise Bücher geschenkt bekomme zu jeder Gelegenheit, weil Lesen nun mal meine Leidenschaft ist. So einige Dinge kaufe ich auch außerhalb von Amazon und rezensiere sie trotzdem hier. Das ändert doch nichts an der Richtigkeit und Aufrichtigkeit der Rezension!

Veröffentlicht am 20.05.2012 22:00:42 GMT+02:00
Tja, catmaniac, wenn Sie sooo richtig sind, dann wundert es mich, warum mein 12 jähriger Sohn ebenfalls mitdiskutieren kann, obwohl er weder etwas gekauft noch einen Account bei Amazon hat ...
Und wenn Sie Produkte, die sich nach eigenen Worten NICHT bei Amzon gekauft gekauft haben, dennoch auf Amzon rezensieren, dann haben Sie sehr viel falsch verstanden, da die Rezensionen für über Amazon gekaufte Produkte sind, nicht für die freie Wirtschaft. Genau dafür gibt es jenes "Fähnchen", um solch unlauteren Bewertungen von regulären unterscheiden zu können.
Ich habe diese Info an Amzon weitergeleitet.
Gerade solche auf solche Rezensenten kann Amazon sicher verzichten, ist aber dennoch kulant genug und hat statt dessen nur jene Markierung mit "real gekauft" eingeführt, was ich folgerichtig und angemessen finde.
Weiter gehe ich nicht auf Ihre Inhalte ein, da Sie zur Unsachlichkeit tendieren.
Denn auch ein User namens "Kosar" hat hier keinesfalls gewütet, sondern nur einen eigenen Kommentar abgegeben, wie Sie und ich auch.
So gesehen haben wir hier wesentlich mehr "gewütet".

Veröffentlicht am 20.05.2012 22:07:13 GMT+02:00
Catmaniac meint:
Sie glauben also, Sie müssen Amazon mitteilen, dass ich Artikel rezensiert habe, die ich nicht bei Amazon gekauft habe? Sie glauben im Ernst, das weiß Amazon nicht selbst? Müssen Sie nicht selbst über diesen Unfug lachen?

You made my day!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2012 22:20:57 GMT+02:00
comtappie meint:
So einen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört: 'Und wenn Sie Produkte, die sich nach eigenen Worten NICHT bei Amzon gekauft gekauft haben, dennoch auf Amzon rezensieren, dann haben Sie sehr viel falsch verstanden, da die Rezensionen für über Amazon gekaufte Produkte sind, nicht für die freie Wirtschaft. Genau dafür gibt es jenes "Fähnchen", um solch unlauteren Bewertungen von regulären unterscheiden zu können.'

Die Rezensionen werden auf die Produkte abgegeben. Das hat doch nichts damit zu tun, wo diese gekauft bzw. verschenkt wurden.
Amazon wird nicht so unvernünftig sein und diese Rezensionen unterbinden. Schließlich lebt auch der Verkauf auf Amazon unter anderem von den Rezensionen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2012 22:57:28 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2012 01:30:28 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2012 23:16:09 GMT+02:00
Catmaniac meint:
Wieso sind dann nicht alle IHRE Rezensionen mit dem Prädikat "Von Amazon bestätigter Kauf" versehen?

Geben Sie doch einfach zu, dass Sie sich da verrannt haben. Ist ja nicht schlimm. Aber Ihre Rundumschläge und sinnbefreiten Angriffe sind peinlich.

Kleine Info: Rezensionen sind für Firmen (ob nun Amazon oder andere spielt keine Rolle) kostenlose Werbung.
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