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Was können die Ursachen für ein unnatürliches Verhalten sein?


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1-25 von 231 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.04.2014 06:34:26 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 13.04.2014 09:09:49 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 01.04.2014 08:25:20 GMT+02:00
Kampfkater meint:
Bei allem Respekt für Ihren ausführlichen Versuch, das Verhalten einer bestimmten Person zu erhellen (ich jedenfalls finde hier nur eine, die permanent ändert), aber ich denke hier interpretieren Sie eindeutig zu viel hinein. Es handelt sich wohl eher um eine Marotte ohne viel Hintersinn. Sozusagen ein Markenzeichen, wenn Sie so wollen. Zumal sich ja der geänderte Name über allen vorher verfassten Beiträge befindet, sodass jeder weiß, um wen es sich handelt. Und dann noch der Vergleich mit Eichmann, also bitte..., der ist noch mehr daneben, wie das, was im Fred über die Judenverfolgung diskutiert wird.

Veröffentlicht am 01.04.2014 11:30:39 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 18.05.2014 18:58:08 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 02.04.2014 21:16:20 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 15.04.2014 14:49:52 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2014 21:43:35 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 02.04.2014 23:29:19 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 02.04.2014 21:43:41 GMT+02:00
ipou meint:
Hallo Windregen,

die ultimativen Antworten kann ich natürlich auch nicht liefern. Aber ein paar Gedanken:
- Warum der Nutzer seinen Namen ständig wechselt? - Ich teile Ihre Einschätzung, wobei ich die Betonung auf nachverfolgt und nachgewiesen legen würde. Das passt auch zum Verhalten des Chamäleons. Gerichtlich und amazontechnisch hat das aber keinerlei Belang, da hier die Identifikation über das Benutzerkonto läuft. Es geht eher darum, unter die Leser, besonders die neuen, zu verwirren.
- Warum es keiner zur Sprache bringt? - Das wurde schon so oft zur Sprache gebracht, aber letztlich entzieht sich diese Person jeglicher Diskussion, und letzten Endes ist sie es auch nicht wert.
- Was den Humor angeht, bin ich anderer Meinung. Richtig ist, dass das Thema Judenverfolgung alles andere als lustig ist. Aber man darf solche Gestalten, sogar Hitler, durchaus der Lächerlichkeit preisgeben. Übrigens eine Sichtweise, die Mel Brooks wohl leitete, als er den genialen Film "Frühling für Hitler" schuf. Und die auch von Friedmann, dem früheren Zentralratsvorsitzenden, geteilt wird. Das steht auch nicht im Widerspruch dazu, das eigentliche Thema ernst zu nehmen.
- Wenn man versuchen würde, mit dem Chamäleon eine ernsthafte Diskussion über das Dritte Reich zu führen - wohin das führt, haben wir gesehen. Und wenn man es weiterbetriebe, würde das Chamäleon dieses Thema tatsächlich der Lächerlichkeit preisgeben, wie es das bereits erfolgreich vorführte. Und dafür ist mir das Thema wirklich zu ernst.

Veröffentlicht am 02.04.2014 22:10:59 GMT+02:00
Windregen meint:
Es ist klar, dass Amazon alle Daten hat. Das ist nicht der Punkt. Jedoch ist die Sichtung und Überprüfung rein vom Lesen her erschwert. Die Namenswechslung bewirkt eine quantitative Intensivierung der Arbeit. Auch für Amazonmitarbeiter.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2014 22:12:48 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 02.04.2014 22:27:26 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2014 22:13:49 GMT+02:00
ipou meint:
Auf jeden Fall im First Level, in diesem Fall also bei eingehenden Beschwerden. Das ist richtig.

Veröffentlicht am 02.04.2014 22:33:17 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 03.04.2014 16:28:59 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2014 23:02:09 GMT+02:00
sturmschaden meint:
Lieber Windregen,

Sie erliegen einem fatalen Irrtum, nämlich der fehlerhaften Auffassung, dass ein Mensch aus einer einzigen dauernden persönlichen Einheit besteht. Dem ist nicht so. Das Ich eines Menschen besteht aus vielen Unter-Ichs, die wiederum in x-verschiedenen Kombinationen zu einem neuen Über-Ich zusammengesetzt werden können. Indem Sie einem Menschen unterstellen, dass es eine lebenslänglich bindende Ordnung seiner zahlreichen Unter-Ichs gibt, berauben Sie ihn der Möglichkeit, sich zu ändern. Infolge dieses weit verbreiteten Irrtums gelten heute viele Menschen als verrückt (schizophren), die eigentlich völlig normal sind, während wiederum andere (jene mit der festen, irreversiblen, unveränderlichen persönlichen Einheit), die allgemein als sozial hochwertig angesehen werden, im Prinzip unheilbar irre sind. So ist es auch mit dem Nickname-Wechsel. Es ist doch ganz simpel: Ich wähle einen bestimmten Nicknamen, merke aber nach einiger Zeit, dass ich im sozialen Gefüge mit meinem Verhalten gescheitert bin. Also experimentiere ich mit einer neuen Kombination meiner Unter-Ichs, indem ich bestimmte (schlechte) Charaktereigenschaften versuche zurückzustellen, um andere stärker zu betonen. Symbolisiert wird dies durch den Nicknamewechsel, der ja logisch ist, denn wenn ich meine persönliche Einheit ändere, muss ich auch den Namen ändern, da die neue Kombination der Unter-Ichs auch zwangsläufig zu einer neuen Identität führt. Natürlich bin ich noch ich, aber irgendwie doch nicht mehr, weil ich mich verändern muss, um sozial kompatibel zu sein.

Warum wollen Sie überhaupt bestimmte Beiträge einem bestimmten Über-Ich zuordnen können? Käme es Ihnen nur auf den Inhalt der Beiträge an, würde der Name für Sie keinerlei Rolle spielen. Ich kann mich auch täuschen, aber jemand der unbedingt eine Zuordnung von Beiträgen und Identität vornehmen will, ist auch an der persönlichen Ebene interessiert. Fragt sich nur: warum?

Veröffentlicht am 02.04.2014 23:14:55 GMT+02:00
ipou meint:
@sturmschaden:

Ein ganz einfaches Beispiel. Offenbar haben Jai yen und Windregen ihre Differenzen. Bei den meisten anderen Diskutanten hier wäre es nicht zu diesem Problem mit Jai yen gekommen, weil man sie kennt und entsprechend einschätzen und einordnen kann, notfalls nachfragt. Dieser persönliche Hintergrund zu Jai yen fehlt windregen (noch). In der Folge: Misstrauen, Missverstehen.

Und das darf man getrost verallgemeinern: Wenn ich eine Beziehung (unabhängig vom Vorzeichen) zu meinem Gesprächspartner habe, kann ich dessen Äußerungen in einen Kontext setzen. Fehlt diese Beziehung, fehlt der Kontext, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Und die Kommunikation ist dadurch nachhaltig gestört.

Schade, dass ausgerechnet eine Truppe, die sich angeblich der Friedensforschung verschrieben hat, solche elementaren Erkenntnisse nicht versteht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2014 01:23:54 GMT+02:00
ShungHin meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2014 01:45:13 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 15.04.2014 10:53:20 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 03.04.2014 07:12:12 GMT+02:00
Kampfkater meint:
@Windregen,
zunächst einmal fühle ich mich außerordentlich geschmeichelt, dass ein solcher Feingeist wie Sie mich einer so ausführlichen Antwort für würdig hält. Liest man sich da durch, kommt man allerdings bald ins Gähnen. Offensichtlich gehören Sie zu den Zeitgenossen, die alles und jeden einer tiefenpsychologischen Betrachtung unterziehen müssen und dabei trotz vieler schöner Worte herzlich wenig sagen. Wenn man Ihre Wortspiele aufnimmt, könnte man sagen, dass der Regen im Wind ziemlich sauer ist. Statt hier jede Menge mysteriöses Zeug von sich zu geben , hätte es Ihnen besser zu Gesicht gestanden, das Eichmann-Zitat zurückzuziehen. Und mit dem Gelaber vom Dachschaden kann ich genauso wenig anfangen. Euer Problem ist, dass ihr alles viel zu kompliziert macht.

Veröffentlicht am 03.04.2014 09:27:13 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.04.2014 09:34:57 GMT+02:00
Kerstl meint:
@Windregen: Ich habe Ihre letzten Ausführungen im Thread"Judenverfolgung" mit Anererkennung verfolgt.. Ihre Aussage hier zu Jai finde ich deplatziert.
Wieso darf ein Mensch, der eine Sache sehr ernst nimmt, nicht auf der anderen Seite auch humorvoll sein.
Es gibt viele Menschen, denen das Leben übel "mitspielt" und die ihren Humor dennoch nicht verlieren.
Man kann sehr gut ein Thema mit Respekt und Ernst betrachten, auch wenn man sich an anderer Stelle humorvoll äußert.
Bedauerlich finde ich es eher, das einige im o.g. Thread ihre Empörung kund gaben, aber auf unseren Aufruf, gemeinsam dagegen anzugehen,keinerlei Reaktion zeigten.
Und wieviel erreicht man, wenn man im Forum den intelligenten Einzelkämpfer gibt?

PS: Und woher lieber Windregen beziehen Sie Ihre Erkenntniss, wer sich hier außerhalb äußerst ernsthaft gg. Verharmlosung, Rassismus und Diskriminierung einsetzt? Wer hier weder Zeit, noch Kosten scheut, um den Hausherrn und einigen Rezensenten gehörig auf die Füße zu treten?

Edit:PS

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2014 10:33:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.04.2014 11:32:00 GMT+02:00
Jai yen meint:
Danke kerstl,
aber ich weiss eh hier immer noch nicht so recht - bin halt a bisserl blöde (manchmal? immer?) - woran ich bin. Aber das tut ja nix zur - guten - Sache.
Danke für Deinen Einsatz, kerstl, der meine geht ebenfalls weiter!

ed: a once over ... ;)

Veröffentlicht am 03.04.2014 10:49:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.04.2014 11:25:05 GMT+02:00
Kerstl meint:
@Jai: Ich werde mir eine Auszeit im Forum verordnen. Ich mag euch echt, aber diese Diskussionen, wer nun hinter welchen Namen steht, wer jemand ist oder nicht ist nicht so meins.
Mich stört das leere Profile hier unterstellen, drohen, diffamieren und beleidigen dürfen, das die Schwarte kracht, sich dann zu Opfern mit unsäglichen Vergleichen stilisieren dürfen, braunes, ausländerfeindliches Gedankengut hier mit "es liegt kein Verstoß gegen die Amazonrichtlinien vor" geduldet werden.
Und hier passiert nichts, außer "Wer schreibt unter welchem Pseudonym". Sei nicht böse, aber das ist nicht meins.

PS: Ich möchte das aber nicht als persönlichen Angriff gegen dich verstanden wissen.

Edit: Tipp&ex + PS

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2014 12:37:00 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.04.2014 08:43:51 GMT+02:00
Jai yen meint:
kerstl, ich verstehe Dich.
Und gebe Dir vollkommen recht!
***
AMZ's Richtlinien sind derart flexibel, dass sich aus selbigen der bekannte Gordische Knoten formen lässt.
Aber auch der fand ein rasches Ende, als ihm der richtige Mann gegenübertrat.

ed. *** gelöscht by author ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 04:42:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2014 06:22:00 GMT+02:00
Windregen meint:
Zitat Nebelparder: "Bei allem Respekt für Ihren ausführlichen Versuch, das Verhalten einer bestimmten Person zu erhellen (ich jedenfalls finde hier nur eine, die permanent ändert), aber ich denke hier interpretieren Sie eindeutig zu viel hinein. Es handelt sich wohl eher um eine Marotte ohne viel Hintersinn. Sozusagen ein Markenzeichen, wenn Sie so wollen. Zumal sich ja der geänderte Name über allen vorher verfassten Beiträge befindet, sodass jeder weiß, um wen es sich handelt. Und dann noch der Vergleich mit Eichmann, also bitte..., der ist noch mehr daneben, wie das, was im Fred über die Judenverfolgung diskutiert wird." Zitat Ende.

Ich würde mal sagen, dass der erste Satz von allem Respekt einfach ein Alibisatz ist, damit man in Folge meinen Einleitungskommentar zerlegt und entkräftet.
Wo ist aller Respekt, wenn man im letzten Satz mit dem abfälligen Urteil "daneben" abschließt? Ich sehe keinen und bin auf keinen angewiesen.
Nun ist aber gerade der letzte Satz ein Beweis, dass Nebelparder entweder nicht verstanden hat, was ich mit meinem Vergleich über Adolf Eichmann gesagt habe, oder er hat absichtlich meine Aussage missinterpretiert.
Sein letzter Satz klingt so, als ob ich jemanden hier mit Adolf Eichmann verglichen hätte, was dem so nicht ist.
Erstens habe ich in meinem Eingangspost über niemanden konkret geschrieben, obwohl sich der Eine oder Andere darin wiederfinden könnte, wenn er zu den Nutzern gehört, welche ihre Nicknamen hier wechseln.
Nebelparder interpretierte miss, dass ich jemanden Bestimmten gemeint hätte, weil es angeblich der Einzige sei, welcher seine Namen ändert. Wenn man sich genauer der Tatsachen besinnt, dann weiß man, dass es hier ganz bestimmt nicht eine einzige Person gibt, welche öfter ihre Namen ändert, bzw. mit verschiedenen Fakes auftritt, so dass man nicht weiß, mit wem Allen und mit wie Vielen von Einem man es letztlich zu tun hat.
Aber die wesentliche Missinterpretation ist die Unwahrheit, dass ich irgendjemanden hier mit Adolf Eichmann verglichen hätte.
"Der Vergleich mit Eichmann" sagte aus, dass man sich den gesetzlichen Richtlinien entsprechend verhalten könne, und gleichzeitig dennoch unmoralisch handeln könne. Das ist die Quintessenz meines Vergleiches.
Wenn das Nebelparder missinterpretiert, dann kann ich einen solchen Missgriff einfach nur zutiefst bedauern. Denn unabhängig von der Schwere einer Untat, geht es bei einem strikten Einhalten von Richtlinien um das Prinzip, die moralische Haltung - und nicht um die Schwere einer Untat. Ich habe das Beispiel von Adolf Eichmann darum gewält, weil diese Person verantwortlich war für die Ermordung von vielen Juden, ohne, dass er das damals gültige Gesetz missachtet hätte. Adolf Eichmann fühlte sich den staatlichen Gewalten verpflichtet, mit der Absicht, das Gemeinwohl der deutschen Rasse zu sichern. Im Grunde gibt es ja nichts Schöneres, als dass eine Nation einheitlich, einstehend und einzigartig existiert zum Wohle der nationalen Gemeinschaft. Dass man in dem Wahn der Rassenreinheit eigene Bürger lynchte, wollten die Rassisten nicht wahrhaben. Sie verschlossen sich tieferen Menschlichkeiten und wählten sich selbst, anstelle der Einheit in der Vielfalt (wie es z.B. die amerikanische Nation ist). Adolf Eichmann sah seine Prinzipien dieser fehlgeleiteten Katharsis unterstellt und empfand sich als Werkzeug der Säuberung, wenn er Juden ermorden ließ. Er tat seine Pflicht in der Überzeugung, der Autorität des Staates zu dienen. Da er statt dem Gewissen den bedingungslosen Gehorsam als oberste Instanz seiner Entscheidungen wählte, entwand er sich den tieferen Dimensionen der eigenen, geistigen Denkmechanismen und mutierte zu einem gehorsamen Befolger von Mordbefehlen an völlig unschuldigen Menschen. Dass er selbst nach seiner Verhaftung, Gerichtsverhandlung und den Beweisen für den millionenfachen Mord an den Juden nicht einsichtig war für seine Untaten, beweist, dass er von dem Prinzip des bedingungslosen Gehorsams überzeugt war bis zu seinem Tod. Man muss sich aber vor Augen führen, dass die Einmahnungen auf den bedingungslosen Gehorsam auch noch heute bestehen in manchen gesellschaftlichen Systemen, wie z.B. beim Militär. Da hat sich der Einzelne gefälligst seine persönliche Meinung, bzw. Überzeugung zu verbeissen. Oder immer mehr in der Arbeitswelt - da hat der Einzelne seine persönlichen Vorstellungen gefälligst zu verschweigen. Und es gibt noch viele andere Beispiele des bedingungslosen Gehorsams in unserer demokratischen Gesellschaft.
Die Pointe meiner Aussage mit dem Vergleich, dass jemand die Regeln brav einhält und dennoch unmoralisch sein und wirken kann, bezieht sich auf die Tatsache, dass in der Gesellschaft Richtlinien oft aufgestellt werden, um jemandem Bestimmten macht-, einfluss- oder geldtechnisch zu nützen, bzw. derart verkürzt (unvollständig) sind, dass deren Berücksichtigung und Anwendung zwangsweise einen Schaden verursachen oder zumindest begünstigen kann. Ich möchte jetzt nicht die Schäden und negativen Tendenzen hier erörtern, welche zustandekommen können, wenn man so agiert, dass man alles Unmoralische tut, jedoch niemals den Rahmen der vorgegebenen Richtlinien überschreitet. Wenn ein solcher einflussreicher, reicher oder mächtiger Mensch kritisiert wird, antwortet er zumeist: "ich bewege mich innerhalb der Richtlinien"; "ich habe immer die Vorschriften eingehalten"; "wir haben die Mindeststandards eingehalten"... Dass da ein Gebäude eingestürzt, überflutet, zerstört wurde, und mit ihm Menschenleben - sagt nicht zwingend aus, dass die Richtlinien missachtet worden wären. Und so wird überall oben gehandelt, gelogen und gestohlen.
Wie oft hört man hunderttausende von Antworten von Politikern, Kapitalisten, Reichen, Mächtigen, Unternehmern, Leitenden, Managern, Bankern, welche nach einem Skandal zur Rede gestellt werden, wie sie alle einhellig sagen: ich habe mich nach den gegebenen Gesetzen, Richtlinien, Regeln und Vorschriften gehalten.
Das haben sie wirklich - weil die Gesetze für sie so ratifiziert wurden, dass sie sich alle bedienen konnten, bis mal der eine oder andere von ihnen mal ertappt wurde, wie er etwas mehr genommen hat, als die Anderen. Der hat sich etwas dumm verhalten und konnte dann der Öffentlichkeit als ein bedauerlicher Fall vorgeführt werden. So hat der kleine Bürger den Eindruck, dass das System ok ist, weil ja auch die Mächtigen und Einflussreichen zur Rechenschaft gezogen werden. Meistens gibt es keine Haftstrafen, weil die Prozesse alles verschleppen auf Jahre hin.
Nun, das mal zur Kritik daran, dass ich das Beispiel von Adolf Eichmann präsentierte, welcher sich strikt an die staatlichen Regeln hielt, als er Juden, Zigeuner und Andersdenkende ermorden ließ.
Dieses Prinzip der gewissenhaften Einhaltung von Richtlinien ist darum tückisch, weil es dem Anwender vorgaukelt, er wäre ein moralisch unbedenklicher, vorbildlicher Mensch, da er die Richtlinien nicht missachtet.
Der Mensch ist aber mehr, als das Einhalten von Richtlinien und Buchstaben. Er ist das Subjekt, welches die Richtlinien formuliert aus dem Schatz seiner geistig-existenziellen Erfahrungen. Nicht die Richtlinien sind die oberste Instanz über den Menschen, sondern der Mensch ist die oberste Instanz über die Richtlinien. Wem das nicht evident ist, der hat vom Sinn von Richtlinien überhaupt nichts verstanden. Das ist auch der Grund, warum ich über die Quantität der Richtlinien hinausgreife und darüber das umfassende Menschsein abrufe, damit die Richtlinien überhaupt Sinn innehaben können.
Damit will ich einfach nur sagen, dass der gewissenhafte Befolger von Richtlinien bewußt Lücken sucht, um sich dann auszuleben, wenn er bewußt Untaten setzt, welche die gegebenen Richtlinien nicht missachten. Wenn eine Richtlinie es nicht verbietet, seine Namen zu wechseln, dann wechselt der gewissenhafte Befolger der Richtlinien seine Namen. Wenn die Richtlinien nicht ausreichen, um einen Nutzer zu überführen, wenn er mehrere Schein-Identitäten verwendet, dann verwendet der gewissenhafte Befolger der Richtlinien mehrere Identitäten. Man könnte jetzt noch viele Beispiele dieser Methoden aufzählen, der Punkt ist aber, dass man erkennt, worin genaugenommen Unmoral besteht. Sie besteht in erster Linie in der Kunst, ALLES (hör gut zu Nebelparder und lerne) tun zu dürfen, was dem geschriebenen Gesetz nicht zuwiderläuft. Das Schlimme an schlechten Gesetzen, welche es den Mächtigen erlauben, zu stehlen, zu plündern, zu diskriminieren, zu manipulieren, besteht in der Tatsache, dass der gewissenhafte Befolger der Gesetze bedingungslos morden würde, wenn es ihm das Gesetz erlauben würde. Und dieser bedingungslose Befolger der Richtlinien muss kein Adolf Eichmann sein, sondern ein braver Schreiberling an seinem Computer. Welcher nicht begreift, dass der Mensch über dem Gesetz steht - und nicht umgekehrt. Ein Solcher macht keinen Unterschied zwischen dem Wechseln seiner Namen und der Ermordung eines Menschen - unter der Bedingung, dass ihm die Richtlinie die Erlaubnis dazu erteilt. Denn wenn man sich innerhalb der Richtlinien bewegt, kann man ja nichts falsch machen. Auch wenn es um das Leben von Millionen unschuldiger Menschen ginge. Ich habe mich ja an die Vorschriften gehalten, ich habe das Gesetz nicht übertreten, ich war gewissenhaft gehorsam, ich habe der Gesellschaft und dem geliebten Staate gedient, das Gesetz hat mich dazu gezwungen usw. Sehr daneben, der Vergleich mit Adolf Eichmann. Uns kann das nicht passieren. Wir sind erhaben über solche Gefahren und Monströsitäten. Wir halten die Gesetze und Richtlinien bedingungslos ein. So sind wir frei von jeglicher Versuchung und Gefahr, etwas Schlechtes zu tun. Wir sind immer auf der Seite des Guten, weil wir niemals das Gesetz übertreten. Aber dass man mal auf den Gedanken kommt, dass viele Gesetze einfach unreif und diskriminierend sind, das kommt dem Einzelnen nicht so oft in den Sinn.
Das Unternehmen hier beruft sich sehr gern und gewissenhaft auf den bestimmenden Sinn der Einhaltung der Richtlinien. Es wird aber kaum ein Wort darüber gesagt, wie oft unausreichend die Richtlinien zu sein scheinen, wenn man sich die vielen offenen Formen für Missbrauch anschaut, welcher von der Struktur der Richtlinien begünstigt wird.
Dass das hier kaum Jemandem zum Denken gibt, verwundert etwas, angesichts der vermeintlichen Reife der Diskutierenden. Aber vielleicht bin ich einfach nur daneben. :-)
Mladen

Veröffentlicht am 05.04.2014 07:25:01 GMT+02:00
Irene meint:
Danke! ...
Eine differenzierte Erklärung statt Herumalbern oder Herumstänkern

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 08:05:00 GMT+02:00
Almartin meint:
Die Erklärungen zum blinden Gehorsam beim Verfolgen von Richtlinien und der Fragwürdigkeit von richtliniengetreuen Entscheidungen finde ich
wirklich treffend. Mit der Unzulänglichkeit oder besser Fehlerhaftigkeit von Gesetzen werden wir doch oft genug konfrontiert.
Grüße, Almartin.

Veröffentlicht am 05.04.2014 08:10:32 GMT+02:00
Irene meint:
Zu befürchten: Eine sehr wichtige Diskussion tritt in den Hintergrund ... hinter königliches Geschwätz, hinter Absondern von Boshaftigkeiten aus dem königlichen Hofstaat, hinter Spielereien weniger, die sich ausgeben als viele ...
So schade!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 15:35:13 GMT+02:00
Kampfkater meint:
Na schön, ich nehme zur Kenntnis, dass Sie niemanden mit Eichmann verglichen haben, zumindest aber dies keineswegs beabsichtigt haben. Allerdings muss Ihnen klar sein, dass es höchst problematisch ist, in einer Diskussion zur Untermauerung Ihrer Ansicht Personen oder Begriffe aus der Zeit des Nazi-Terrors anzuführen. Dies führt fast zwangsläufig zu einer unerwünschten Eskalation, die insbesondere der Opfer dieser Zeit unwürdig ist, wobei ich in unserer Diskussion nicht von einer Eskalation reden mag, wohl aber in einem parallelen Thread, wo es ein einzelner Satz war, der zu einer unerträglichen, gegenseitigen (noch andauernden) Beschimpfung beider Lager geführt hat.
Im übrigen sind Ihre Ausführungen durchaus fundiert und richtig, teilweise sogar brillant, für einen halbwegs gebildeten und aufgeklärten Zeitgenossen aber auch nichts Neues. Insofern finde ich Ihre Aufforderung "lerne Nebelparder" ein bisschen hochnäsig. Erstaunt bin ich einmal mehr über die Länge Ihres Beitrages. Da kann es Ihnen passieren, dass so manch einer gar nicht erst anfängt zu lesen oder nicht zu Ende liest. Dass es besser ist sich kürzer zu fassen, ist vielleicht etwas, was Sie noch lernen können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2014 17:17:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2014 18:52:32 GMT+02:00
Windregen meint:
Hallo Nebelparder, ich kann Ihren letzten Kommentar durchaus akzeptieren. Sicher habe ich etwas hochnäsig geschrieben, als ich mich an Sie/Dich gewandt habe. Sie dürfen mir diese Art von revanchierender Hochnäsigkeit nicht übel nehmen, angesichts Ihrer Hochnäsigkeit, der Beruteilung meines Kommentars als "daneben".
Kurz noch zum Vergleich mit Eichmann: da stimme ich Ihnen wieder nicht zu, weil Sie offenbar nicht verstehen können, worin der Sinn eines Beispiels besteht, welches eine Grundhaltung zeigt, die immer gültig ist. Eichmann ist kein Täter von Gestern, sondern ein Täter aller Zeiten. Der Grund, dass es heute keinen Eichmann gibt, besteht einzig in der Tatsache, dass ihn die Gesetze daran hindern. Ich habe niemals Gesetze und Richtlinien in Frage gestellt, sondern habe aufgezeigt, dass der Mensch immer noch über ihnen steht, statt umgekehrt. Der heutige Eichmann sitzt also am Tisch, grübelt über das Böse, verbeisst sich die Auslebung seiner niederen Triebe, um nicht ins Kitchen zu kommen und arbeitet emsig daran, das Böse so weit zu treiben, soweit es ihm das Gesetz erlaubt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich sage nicht, dass das so jeder Mensch tut, dass aber die Mechanismen der Auslebung der niederen (bösen) Triebe immer in Kombination stehen, zu den Möglichkeiten, welche Gesetzes- und Normlücken erlauben. Insofern meine ich, dass gerade ein Bezug zur Denkart eines Adolf Eichmanns in der Tat ultimativ passend ist, um aufzuzeigen, dass dieser Typus schlummert im Menschen, und darauf wartet, losgebunden zu werden, um Unheil zu begehen.
Mladen
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Erster Beitrag:  01.04.2014
Jüngster Beitrag:  03.07.2014

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