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Bezahlte Rezensenten im Bereich Musik


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1-21 von 21 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.10.2013 11:53:54 GMT+02:00
Jan K. meint:
Der Bereich Popmusik ist mittlerweile ein regelrechtes Tummelbecken für bezahlte Rezensenten. Erkennen kann man das daran, daß man die Texte im Internet auf journalistisch geführten Blogs wiederfindet.

`Normale Kunden' haben derzeit im Grunde kaum eine Chance mit ihrer Meinung wahrgenommen zu werden.

Meine Frage: Müssten die betroffenen Rezensionen nicht von Amazon als Werbung gekennzeichnet werden? Alles andere ist für den Leser meines Erachtens nach irreführend.

Veröffentlicht am 03.11.2013 17:57:53 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 03.11.2013 17:58:00 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 03.11.2013 21:54:46 GMT+01:00
Schmurmel meint:
Vorab: Ungekennzeichnete bezahlte Rezensionen finde ich absolut anrüchig. Schon dass man bei den Top-Rezensenten auf Amazon meist die E-Mail-Adresse im Profil findet, aber nur seltenst den Hinweis darauf, dass ihnen ein bestimmer Artikel kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt wurde, finde ich grenzwertig. Ich wäre aber trotzdem vorsichtig, bei jedem Rezensenten mit einem Blog oder von einem Portal gleich von einem bezahlten Rezensenten auszugehen.

Ich persönlich kenne mich jetzt nur im Bereich Heavy Metal / Rock aus. Da ist es zum Beispiel so, dass viele Rezensionsportale (z.B. Vampster) oder Blogs nicht von Journalisten, sondern von Privatmenschen neben ihrem normalen Job mit Inhalten versorgt werden, ohne dafür bezahlt zu werden. Genauso wie die meisten Amazonrezensenten halt.
Dafür erhalten sie von den Plattenlabels kostenlose Rezensionsexemplare, die zum großen Teil aus Alben bestehen, deren Titel alle 30 Sekunden mit Copyright-Blabla überquatscht werden, damit sie nicht weiterverkauft oder digital verbreitet werden. Zumindest die Jungs und Mädels von Vampster machen das aus Idealismus, Leidenschaft und ohne Bezahlung - und ich kann mir gut vorstellen, dass das auf anderen Portalen/Blogs mit Fokus auf andere Musikrichtungen genau so läuft. von "bezahlten Rezensenten" würde ich da also nicht unbedingt reden. Die gibts bestimmt auch, aber beim Schätzen von Prozentzahlen wäre ich persönlich da doch eher vorsichtig.

Wenn sich solche Jungs und Mädels, die sich privat so leidenschaftlich und intensiv mit einer Musikrichtung befassen, dazu qualifizierter äußern können und dementsprechend bessere Bewertungen bekommen als jemand, der einfach mal so eine Rezension schreibt, wundert mich jetzt nicht so sehr. Bei Kameras zum Beispiel haben in der Regel ja auch eher die professionellen Fotografen oder sehr versierten Hobbyfotografen mit viel Wissen über die Materie bei den Rezensionen die Nase vorn. Bei Hifi-Anlagen die Audiophilen. Das ist wenig überraschend und muss keinen kommerziellen Hintergrund haben. Solche Rezensionen als Werbung zu kennzeichnen wäre also eher sinnlos.

Wenn nun so ein Mensch seine unbezahlten Rezensionen auch hier bei Amazon reinstellt, um sie den Kunden zugänglich zu machen, die sich nicht auf Szeneportalen rumtreiben, finde ich persönlich das supernett und sehr hilfreich. Immerhin wird das eigene Portal bzw. der eigene Blog durch die wortgleiche Wiederholung der Texte auf einer anderen Seite für Suchmaschinen abgewertet, die Seiten mit einzigartigen Beiträgen höher einstuft. Man könnte also sagen, dass sich solche Rezensenten ins eigene Fleisch schneiden. Und davon profitieren die Kunden hier.

Gegenfrage: Was bedeutet für sie "journalistisch geführter Blog"? Und woran erkennen sie solche Seiten? Ich meine, nicht jeder, der sich in einem Themenbereich auskennt und eine ordentliche Schreibe hat, ist automatisch Journalist. Das würde mich persönlich sehr interessieren. :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2013 18:04:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.11.2013 18:06:26 GMT+01:00
Jan K. meint:
Der Ausdruck 'journalistischer Blog' ist in der Tat etwas irrig, weil stark verharmlosend. Es handelt sich nämlich um festangestellte Musikredakteure, also absolute Profis, die für kommerzielle Online-Portale oder Radiosender arbeiten. Die sind auch mit Namen und dem eigentlichen Arbeitgeber leicht identifizierbar, wenn man die jeweilige Rezension im Internet zurückverfolgt.

Ich stimme Ihnen dahingehend zu, daß es in einem etwas merkwürdigen Licht steht, daß diese Rezensenten ihre Texte bei Amazon veröffentlichen, verliert der jeweilige Online-Blog, von dem der Text ursprünglich stammt, dadurch immerhin etwas an seiner Exklusivität. Meines Erachtens nach kommen für diese dubiose Praxis nur zwei Gründe in Betracht: Entweder handelt es sich um eine ausgemachte Profilneurose eitler Kritikerseelen oder aber sie werden dafür bezahlt. Ich vermute, daß das Motiv in der Bezahlung liegt und nebenbei der Online-Blog via Amazon beworben werden soll.

Meines Erachtens nach ist das eine ebenso unfaire Praxis wie im Bereich Buchrezension. Der Kunde/Leser d. Rezens. ist nicht in der Lage, das Motiv des Rezensenten zu hinterblicken. Amazon schmückt sich in einem Fernsehwerbespot mit dem Vermitteln echter Emotionen. Das ist nicht mehr gegeben, wenn bezahlte Rezensenten aus Gründen der Werbung die Seite zuspammen. Es ist auch ziemlich unfair hinsichtlich des Ranglistensystems, denn es ist ja wohl klar, daß diese Schreiber mit freien Rezensionsexemplaren inklusive informativen Presseheften arbeiten.

Veröffentlicht am 21.02.2014 11:49:09 GMT+01:00
letzte nacht war's wieder soweit: ROTT und Mapambulo lieferten sich einen kampf um die ersten freigeschalteten plätze. jeden freitag das gleiche spiel.

Veröffentlicht am 24.02.2014 17:09:04 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.02.2014 21:35:04 GMT+01:00
Etheriel meint:
Es gibt ein paar Rezensionen die direkt vom Label stammen oder für eins erstellt wurden.
ZYX Music hatte oder hat meines erachtens ein paar bezahlte oder selbst erstellte Rezensionen, welche die Plastikpopnummern und Trashsampler in den Himmel jubelten.
Neben ZYX und den Ablegern wie Golden Core oder Dance Street die u.a. von ein paar 'Personen' stets gepriesen werden(vielleicht sind die Typen ja nur echte Labelfans, ich steh ja auch auf Neurot, Translation Loss und Ipecac - man weiß es nicht!) fand ich ne Zeit lang auch ein paar weitere Rezensionen im Gruftidance-Bereich(Richtung Soko Friedhof, Blutengel und Co.), war mir aber nicht so ganz sicher ob das nun über das Label kam oder über ein paar Fankids.

Dazu gibt es Rezensenten die Probeexemplare bekommen.
Im Metalbereich bei Seiten wie Vampster ist es soweit ich weiss üblich Downloadlinks zu bekommen und nicht CDs oder LPs. Mich hatte mal jemand angemailt ob ich nicht bei solch einer Seite mitmachen wollen würde(nicht Vampster) und hat dabei erklärt wie das läuft: Ein Mal in zwei Wochen kommt eine Mail mit 1 bis 5 Downloadlinks und man hat dann zwei Wochen um Rezensionen zu schreiben und Bewertungen einzureichen. Wobei es da hieß, dass man absolut freie Hand in der Bewertung hätte, nur der Bewertungstext müsse bestimmte Kriterien erfüllen(Wortmenge, inhaltlicher Bezug und natürlich einige Netiquette-Regeln). Ich hatte das seinerzeit aus zeitlichen Gründen(und weil ich meinen Kram gerne unabhängig nach Lust und Laune schreibe) abgelehnt, aber ich finde solche freien und unabhängigen Rezensionen noch in Ordnung, solange man irgendwie erkennt dass das ursprünglich für einen Blog oder eine Seite erstellt wurde(Einige Rezensenten setzen ein Zusatz in die Rezension am Anfang oder am Ende) und sofern da nicht diese kindischen Klick- und Einstellkleinkriege geführt werden, welche ich aber eher für ein Amazonproblem halte und nicht allgemein den Rezensenten solcher Seiten zuschreibe, da gibt es scheinbar solche und solche.

Veröffentlicht am 09.03.2014 21:38:40 GMT+01:00
Sagittarius meint:
Gibt es in classic Bereich auch Ansichtsexemplare?

Schreibe seit 10 Jahren über klassische Musik und habe bei Amazon viel Geld versenkt,aber noch nie eine Aufnahme geschenkt bekommen.

Ungerecht ,oder?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2014 10:01:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2014 10:03:13 GMT+01:00
Ich bin mir sicher, dass man Ihnen zig Exemplare (nicht nur im Bereich Musik) anbieten würde. Dazu müsste man Sie jedoch per E-Mail kontaktieren können. Wenn ich mir Ihr Profil so ansehe, dann würden Sie wahrscheinlich eine der vordersten Top-Rezensenten-Ränge einnehmen. Wenn Sie in Ihrem Profil dann noch eine E-Mail Adresse anzeigen lassen, dann werden Sie mit Anfragen (Nicht nur im Bereich Musik) bombardiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2014 10:06:10 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2014 10:08:09 GMT+01:00
Sagittarius meint:
Ach,ikch hatte das eher iroisch gemeint. So kann ich, wie eben gerade geschehen,mal wieder über Produkte, die ich höchst unangemessen finde, nach Herzenslaune herfallen,ohne mich undankbar fühlen zu müssen.

Freiheit gefällt mir sehr. Deswegen bin ich schon seit langem in keiner Rangliste und den ganzen Verstrickungen, die damit verbunden sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2014 11:33:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2014 11:34:34 GMT+01:00
Almartin meint:
Können Sie sich vielleicht noch erinnern, wann Sie sich aus den Ranglisten haben streichen lassen und wie Sie dabei vorgegangen sind?
Ich frage deswegen, weil ich das schon dreimal erfolglos versucht habe, und ich weiß auch von anderen, bei denen es nicht geklappt
hat.

Edit kleines 's' durch großes ersetzt

Veröffentlicht am 10.03.2014 14:47:13 GMT+01:00
Sagittarius meint:
Leider nein, es ist Jahre her. War aber schnell durchgeführt.Anlaß war, dass ich in Kontroversen verwickelt wurde, in die ich nicht verwickelt werden wollte.Ich stand irgendwo ziemlich vorne an Abklickwellen fingen an ,über mich hinweg zu rollen. Wozu? Raus aus der Liste, das war die einzige Lösung.

Veröffentlicht am 10.03.2014 14:54:15 GMT+01:00
Almartin meint:
Danke für die Antwort. Wir wollten auch aus den gleichen Gründen aus dem Ranking, ich habe sogar von Amzn einen positiven Bescheid bekommen,
aber nichts ist passiert. Es muss also neue Regelungen geben, denn ich kenne einige Leute, die genau wie Sie leicht herausgekommen sind. Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2014 15:51:48 GMT+01:00
flashpoint meint:
Das sehe ich Tag täglich

Veröffentlicht am 11.06.2014 22:00:25 GMT+02:00
sturmschaden meint:
Ein Artikel generell zum Bereich `Bezahlte Rezensionen':

Netz der Lügner

Das neue Superhandy, die Digitalkamera, sind sie wirklich so gut, wie die Werbung verspricht? Foren und Kommentare könnten helfen - doch sie sind unterwandert von Lohnschreibern. Früher konnten Verbraucherschützer die falschen Kommentare noch entlarven, mittlerweile ist das fast unmöglich.

Von Robert Gast

Für Benjamin H.* ist es der perfekte Studentenjob: Um 9 Uhr wacht er auf, öffnet sein Notebook und legt los. Erst wirbt der Wiener Student in einem Handwerkerforum für die Produkte eines Werkzeugherstellers. Dann gibt er sich in einem anderen Forum als Fan einer Glücksspielseite aus. Zwei Stunden, drei Zigaretten und ein paar Dutzend Beiträge später hat Benjamin 90 Euro verdient - der Lohn dafür, dass er das Internet mit Lügen füllt.

"Reputationsmanagement" nennt das die Firma, für die Benjamin bis vor zwei Jahren arbeitete. "Ein Drecksjob", sagt der 25-Jährige heute. Weil der Student damals einen Vertrag mit Verschwiegenheitsklauseln unterschrieben hat, möchte er weder seinen eigenen noch den Namen seines einstigen Arbeitgebers in der Zeitung lesen.

Nur soviel will er öffentlich sagen: Er hat für eine österreichische Kommunikationsagentur mit mehr als 60 Mitarbeitern gearbeitet. Zu den Kunden der Agentur gehörte 2012 auch ein großer deutscher Pharmakonzern, ein amerikanischer Computerhersteller - und ein österreichisches Staatsunternehmen.

Die Meinungsfreiheit hat das Internet groß gemacht: Jeder Nutzer kann sich in Online-Foren an Diskussionen beteiligen und auf Verkaufsportalen Bewertungen für Produkte abgeben. Taugt diese Kamera etwas? Ist der Drucker so gut, wie es die Werbung verspricht? Weil die Beiträge anonym eingestellt werden können, lässt es sich zwar ohne Vorurteile und auf Augenhöhe diskutieren, zumindest theoretisch. In der Praxis wird diese Freiheit aber auch dazu missbraucht, die Meinung anderer Nutzer zu manipulieren.

Bis zu 30 Prozent der Bewertungen könnten falsch sein

Wie viel im Internet ist echt, und wie viel ist Fälschung? Niemand weiß das so genau. "Das Problem ist da, aber es ist sehr schwer, verlässliche Zahlen zu finden", sagt Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sie schätzt, dass zwischen zehn und 20 Prozent aller Bewertungen im Netz Auftragsarbeiten sind. Bei Tourismusportalen könnte die Quote auch etwas höher liegen. Der US-Informatikprofessor Bing Liu glaubt sogar, dass bis zu 30 Prozent der Bewertungen im Internet falsch sein könnten.

Aber nicht nur die Menge der gefälschten Inhalte macht den Experten Sorge. Seit längerem beobachten sie, wie die Lügenmaschinerie immer perfekter läuft. "Früher konnte man noch sehr auf die Sprache achten", sagt Michaela Zinke. Da waren gefälschte Beiträge oft noch von Fachbegriffen und Superlativen durchzogen, oder lobten Produkte eher unspezifisch über jedes Maß.

"Heute sind gefälschte Bewertungen oft überhaupt nicht mehr zu erkennen", sagt Zinke. Daran sollen Kommunikationsagenturen einen großen Anteil haben. Manche haben sich auf die gezielte Meinungsmache spezialisiert, andere bieten sie als inoffiziellen Teil ihres Portfolios an.

In einem Elternforum gab er sich als Mutter aus, in einem Diätforum als 15-Jährige

Das professionelle Geschäft mit den Lügen beschreibt Benjamin so: Seine Agentur beschäftigte Dutzende von freien Mitarbeitern, unter ihnen viele Studenten. Erst mussten die Freelancer sich ein Netz aus Scheinidentitäten aufbauen. Mit jeweils einer neuen E-Mail-Adresse registrierten sie sich in Foren und auf Verkaufsportalen. Benjamin hatte am Ende mehr als 100 verschiedene digitale Identitäten.

In den Online-Communities schrieb er zunächst eine Weile lang unauffällig Beiträge. "Man integriert sich erst einmal, zeigt sich interessiert an dem Thema, um das sich das Forum dreht." Damit die Beiträge stimmig waren, schlüpfte Benjamin auf jeder Plattform in eine jeweils andere Scheinidentität. In einem Elternforum gab er sich als junge Mutter aus, in einem Diätforum als 15-Jährige. In Glücksspielforen war er der technikaffine Mittzwanziger.

Nach einer Weile bekam Benjamin dann Unternehmen zugeteilt, für die er mit den Scheinidentitäten Werbung machen sollte. Das hieß konkret: In den Foren zerstreute er die Kritik von Konsumenten. Wenn lange nichts über einen Auftraggeber geschrieben wurde, brachte er auch schon mal Diskussionen in Gang. Dabei musste er stets darauf achten, dass niemand Verdacht schöpft: "Die Richtlinien gehen dahin, dass die Texte nicht zu positiv sein dürfen", sagt Benjamin. Je drei positiver Aspekte sollte er einen kleinen Kritikpunkt unterbringen.

Lügen sollten die Freelancer nicht

Zu der Agentur kam er über Bekannte. Am Anfang lud die Firma die Freelancer zur Schulung ins Büro ein, dort mussten sie sogar einen "Ethikkurs" absolvieren. "Es war schon das Credo: Wir machen keine anderen Unternehmen runter", erinnert sich Benjamin. Einige der Produkte, über die er schrieb, bekam der Student tatsächlich zugesandt. Und der charismatische Geschäftsführer habe immer wieder betont, dass die Freelancer nicht lügen sollten.

"Alles Humbug", sagt Benjamin heute. So bekam er zum Beispiel mit, dass andere Leute aus der Branche gezielt falsche Bewertungen auf Verkaufsportalen abgaben, zum Beispiel für die Kameras eines Elektronikherstellers.

Er selbst habe sich zunehmend unwohl gefühlt mit seinem Nebenjob, sagt Benjamin. Aber als er nur noch dezent in Diskussionen eingriff, bekam er Ärger mit der Agentur. Schließlich stand diese selbst unter Druck: "Der Kunde macht die Agentur verantwortlich, wenn etwas nicht so gut läuft."

Gefälschte Erfahrungsberichte und Bewertungen zu Produkten sind Schleichwerbung, sagt Michaela Zinke vom vzbv. "Die ist nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verboten". Man könnte also gegen Firmen, die Bewertungen fälschen, Unterlassungsklagen einreichen. Allerdings sei der Nachweis, dass gefälschte Inhalte in Umlauf gebracht wurden, schwer zu erbringen. Schließlich haben Betreiber von Webseiten oft nur die IP der Freelancer - und die führt oft in eine Studenten-WG.

Online-Shops setzen auf Algorithmen, die verdächtige Beiträge identifizieren sollen

Zumal es die Agenturen verstehen, entsprechend zu reagieren, wenn jemand Verdacht schöpft. Einmal etwa habe sich ein Kollege in einem Familienforum "total beknackt" angestellt und sehr plump Werbung gemacht, erzählt Benjamin. Daraufhin wären andere Nutzer misstrauisch geworden.

"In so einem Fall geht eine Mail rum, dass man sich erst einmal zurückziehen soll aus dem Forum", sagt Benjamin. Oder aber andere Scheinidentitäten der Agentur werden aktiviert und versuchen, das Misstrauen wieder zu zerstreuen.

Gerade bei Verkaufsportalen mussten die Freelancer generell vorsichtig sein. Die Online-Shops setzen mittlerweile auf Mitarbeiter und Algorithmen, um verdächtige Beiträge zu identifizieren - etwa, wenn ein Nutzer viele Bewertungen in kurzer Zeit abgibt, oder auffällige Sprache verwendet. "Die Portalbetreiber investieren in der Regel schon viel Geld, um dem Problem Herr zu werden", sagt Michaela Zinke.

Viele merken nicht, dass sie einem Auftragsschreiber auf den Leim gehen

Dennoch könnten sie den Kunden noch weiter entgegenkommen, findet sie. Bewertungen sollten beispielsweise nach dem Datum sortierbar sein. So können misstrauische Nutzer sehen, wenn von einem Account aus innerhalb kurzer Zeit sehr viele Bewertungen zu unterschiedlichen Produkten abgegeben wurden. Zinke rät auch, verschiedene Portale heranzuziehen. Mitunter fänden sich auf verschiedenen Webseiten fast identische Bewertungen - ein klares Indiz, dass hier ein Auftragsschreiber am Werk war.

"Grundsätzlich überwiegen bei Verbraucherportalen noch die Vorteile", findet sie. Bei den Verbraucherzentralen bekämen sie jedenfalls kaum Beschwerden wegen falscher Bewertungen im Netz. Vermutlich auch, weil die Menschen oft gar nicht merkten, dass sie einem Auftragsschreiber auf den Leim gegangen sind. Schließlich empfinden Kunden Bewertungen ja oft als etwas sehr Subjektives.

Benjamin sieht das kritischer. Er habe zwar gelernt, falsche Inhalte besser zu erkennen, sagt er. Aber ganz sicher könne man sich nie sein. "Für alle, die sich auf das Internet verlassen, ist das schon übel." Nur mit einer drastischen Lösung könnte man die Lügen wieder aus dem Netz bekommen, findet er: "Man müsste das Internet mal löschen."

http://www.sueddeutsche.de/digital/bewertungen-im-internet-das-netz-der-luegner-1.1993407

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2014 13:52:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.06.2014 14:29:45 GMT+02:00
Hallo sturmschaden,
Das ist ein hochinteressanter Artikel. Die Auftraggeber haben nach neuesten Beobachtungen bereits erkannt, dass diese Auftragsschreiber nicht mehr so ziehen wie gedacht. Neuerdings werden die so genannten echten, ehrlichen und anerkannten Toprezensenten prostituiert.
Das beste Beispiel kam in Form #12 vors Auge. Der Rezensent erhält vom Anbieter Artikel, die er mehr oder weniger gekonnt bewirbt.
Für Kunden schwierig erkannbar, dass es sich um Werbebotschaften handelt.
Der Rezensent macht auch keinen Hehl aus seiner freiberuflichen Betätigung. Rezensionen schreiben auf Verlangen.

Zitat aus dem Profil eines Top-Rezensenten:
"
Falls ich für Sie mal eine Video Rezension über einen Artikel machen soll können Sie mich gerne anschreiben (am besten über YouTube).
Den ein gut gemachtes Video sagt einfach mehr aus und steigert dazu noch den Verkauf ;-)
"

Warum wohl schreibt jemand 'zufällig' mehrere Rezensionen für Marketplace-Anbieter?
http://www.amazon.de/review/R2NW3BJL16XXCK/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.amazon.de/review/R10T6HJJ7NMUC4/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.amazon.de/review/R2007KPPI8RXU8/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.amazon.de/review/R1835B60H5989R/ref=cm_cr_pr_perm
http://www.amazon.de/review/R1UZGB2O66MCI7/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.amazon.de/review/R29XWQ64JG18GQ/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.amazon.de/review/R2CJ9RV7TWW15U/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.amazon.de/review/R3TJ345SP9FDKF/ref=cm_cr_pr_perm
http://www.amazon.de/review/R37Z2E3AE4P7R7/ref=cm_cr_pr_perm
http://www.amazon.de/review/R3NAMXLJYUR7UG/ref=cm_cr_pr_perm

(Beispiele aus Top-Rängen. Beliebig fortsetzungsfähig.)

Das Geniale für die Sponsoren: Die Rezensenten machen's nicht einmal für Geld.
Das Fatale für Amazon: Diesem Phänomen Herr zu werden wird unmöglich.
Das Schlimme für Kunden: Keine Chance die Werbung zu identifizieren.

Veröffentlicht am 13.06.2014 15:43:03 GMT+02:00
Benjamin T. meint:
Also das ist ja immer so eine Sache. Ich gehöre ja auch zu den Leuten denen Rezensieren Spaß macht, gerade die Videos machen mir in letzter Zeit immer mehr Spaß und natürlich erhalten die Top-Rezensenten auch immer wieder diverse Anfragen von Firmen, erhalten Rezensionsexemplare und schreiben dann darüber. Wobei ich mich eben immer darum bemühe dass meine Rezensionen wirklich umfassend sind und sowohl die Stärken eines Produkts hervorheben, aber auch die Schwächen klar heraus gestellt werden, damit man eben weiß was man da kauft und womit man zu rechnen hat. Wenns geht zeige ich das dann auch im Video, sowohl was mir gefällt als auch was mir nicht gefällt.

Das man irgendwann anfängt unbewußt Werbung zu machen liegt aber irgendwie in der Natur der Sache. Wenn man viele Geräte eines bestimmten Herstellers ausprobieren konnte und aus eigener Erfahrung weiß dass sie in der Regel gut sind wird man diese immer wieder als Referenz nehmen und dann natürlich auch erwähnen.
Das machen aber ja nicht nur irgendwelche "Top"-Rezensenten, diese Vergleiche und somit "Werbung" findet man ständig in Rezensionen, einfach weil es normal ist, dass man vergleicht und dann erwähnt wie sich ein Produkt im Verglecih zu einem anderen schlägt welches man ausprobiert hat.

Ich bin voll und ganz der Meinung dass gekaufte Rezensionen von Leuten die Unfug über ein Produkt schreiben, das Produkt nichtmal selbst besitzen oder einfach nur den Pressetext umschreiben kritisch betrachten sollte, bin aber auch der Meinung dass sich das weitestgehend selbst regelt. Fällt jemand auf so eine Rezension rein wird er die Rezension wahrscheinlich abklicken als nicht-hilfreich und wahrscheinlich noch in den Kommentaren seinem Unmut Luft machen, so dass die Rezension relativ schnell in der Menge der Rezensionen verschwinden wird.
Zumindest sollte das idealerweise so sein. Gerade deswegen bin ich der Meinung dass sich eine irreführende Werberezension nie lange unter den Top 3 halten können wird. Zumindest dürfte es eher die Ausnahme sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2014 16:37:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.06.2014 22:14:59 GMT+02:00
sturmschaden meint:
"Zumindest sollte das idealerweise so sein. Gerade deswegen bin ich der Meinung dass sich eine irreführende Werberezension nie lange unter den Top 3 halten können wird. Zumindest dürfte es eher die Ausnahme sein. "

Das sehe ich nicht so. Werbung versteht es auf sehr professionelle Weise, den Kunden in seinen Kognitionen zu bestätigen, gar zu manipulieren, gerade im Bereich der Kunst (Literatur oder Musik) ist dies so, bei technischen Produkten ist es sicher etwas schwieriger. Darauf ist sie voll ausgerichtet, das ist ihr Erfolgsgeheimnis. Wenn Werbung so ineffizient wäre, wie Sie es beschreiben, würde es keine Werbung geben, weil sie vollkommen nutzlos wäre. Und wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, verlieren Sie bald Ihren Job, sobald Sie Ihren Rezensionsexemplaren nur noch 1-Sterne-Bewertungen verpassen.

Ich schließe mich der Meinung des werten Unglaubl!ch! an: Der Kunde hat in der Regel kaum eine Chance zwischen Erfahrungsbericht und Werbetext zu unterscheiden. Er müsste sich beim Einkauf einige Minuten Zeit nehmen und sich das Profil des Rezensenten ansehen, um wenigstens an der ungewöhnlich hohen Intensität des Rezensierens erkennen zu können, ob es sich um bezahlte Rezensionen handelt (siehe obiger Artikel SZ). Die meisten Kunden werden dies aus Zeitmangel nicht tun. Sie rufen das gesuchte Produkt auf, überfliegen (wenn überhaupt) kurz die vorhandenen Rezensionen, verteilen gegebenenfalls ihre Klicks und tätigen ihren Einkauf oder auch nicht.

Um dem Kunden zu helfen, dieses Wirrwarr zu durchblicken, müsste man die Funktion des Autoren kennzeichnen, etwa in der Art wie es im Vine-Programm geschieht. Dies kann Amazon aber kaum bewerkstelligen, weil der Hintergrund des Schreibers schwerlich nachzuvollziehen ist, und es ist ihnen vielleicht auch egal, ist dies doch eine Verkaufsplattform, bei der es ums Verkaufen geht, das Verkaufen von Produkten und ein wenig auch von sich selbst, deshalb wurde das Rezensentensystem ins Leben gerufen. Hilfreich sein, Kunden an die Seite binden, den Umsatz steigern, den Aktienkurs von Amazon treiben, im Rezensentenrang aufsteigen, Konkurrenten verdrängen, das ist das uramerikanische Ellenbogen-Prinzip des Wirtschaftens - dazu haben wir uns alle an diesem Ort versammelt. Na, in dieser pauschalisierenden Form ist das sicher etwas ungerecht. Es gibt auch Menschen, die Empfindungen und Gefühle mit Gleichgesinnten und Interessierten teilen wollen, die ihre Erfahrungen in die Diskussion einbringen möchten. Leider geraten diese unter solchen Bedingungen aber immer mehr unter die Räder.

Veröffentlicht am 13.06.2014 16:55:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.06.2014 16:56:48 GMT+02:00
sturmschaden meint:
Schon 0 von 2. Nein, das war nicht sehr hilfreich. Die Wahrheit tut weh, wenn Prostituierte in den Spiegel sehen und merken, dass sie Prostituierte sind. Billige, für ein paar Klicks abgerichtete Prostituierte, eifrig tätig auf dem gut oder weniger gut bezahlten Strich der Eitelkeiten.

Veröffentlicht am 13.06.2014 16:58:14 GMT+02:00
Benjamin T. meint:
a) welchen job? :D
und b) warum sollte ich guten produkten 1 sterne bewertungen geben?
und warum sollten firmen rezensionsexemplare von artikeln verschicken bei denen sie wissen das sie schlecht sind und daher schlecht bewertet werden.

sry aber diese argumentation hält vorne und hinten nicht stand.
JEDE positive Rezension ist Werbung für ein Produkt. Egal ob sie von jemanden kommt der eine oder der 1000 Rezensionen geschrieben hat. natürlich werden gute produkte gut bewertet. wäre ja auch schlimm wenns anders wäre. Hier wird so getan als würden Rezensenten schlechte Produkte gut schreiben. Das mag sicher teilweise so sein, aber ich denke viele Rezensten nehmen das relativ ernst und schreiben ihre ehrliche Meinung und veruschen dabei so ehrlich wie Möglichlich zu sein, denn gerade als Rezensent ist es ja wichtig dass man glaubhaft ist. Und diese Glaubwürdigkeit würde man verlieren wenn man nur positive Rezensionen verfasst bzw. Mängel oder Schwächen nicht aufdeckt.

Diese Anfeindungen und böswilligen Verschwörungstheorien kann ich warhscheinlich nicht nachvollziehen weil ich aus der Spielebranche komme.
In der Spielecommunity ist es vollkommen üblich dass Leute die gerne spielen und gerne schreiben irgendwann selbst Rezensionen schreiben, über Spiele schreiben die sie gerne mögen, auch über Spiele die ihnen nicht so gut gefallen, einfach über alles was sie mal ausprobiert haben. Manchmal erhalten diese Rezensenten Testexemplare von der Verlagen, manchmal rezensieren sie selbstgekaufte, manchmal bei Freunden gespielte Spiele.
Und schreibe ihre Rezension dazu und Leute die sich für ein Spiel interessieren sind dankbar für jeden Erfahrungsbericht um herauszufinden ob das Spiel etwas für sie ist.
Ich habe es noch nie mitbekommen dass da von Werbung, Verschwörung, dumme Rezensente, dumme Käufer die nichts checken, Manipulation etc. geschrieben wurde. Im Gegenteil die Kommentare waren immer dankbar für die Hilfe bzw. entstehen auch oftmals konstruktive Diskussionen sowohl zu positiven als auch zu negativen Rezensionen.

Ich habe ursprünglich nur Spiele rezensiert, erst Spiele die ich mir gekauft habe, dann spiele die ich mir geliehen habe und jetzt meistens Spiele die ich so als Rezensionsexemplar bekomme und habe diese immer genau so gut oder schlecht rezensiert wie sie halt waren.

Mit der Möglichkeit auch andere Produkte außer Spiele rezensieren zu können habe ich mit dieser Art einfach weitergemacht und bin jetzt immer wieder völlig erstaunt darüber, warum manche Menschen solche Rezensionen zu pauschal angreifen müssen. Vlt. gibt es auch einfach Leute die gerne schreiben, die gerne Produkte ausprobieren und die ihre Erfahrungen gerne mit anderen Menschen teilen? Schonmal daran gedacht?

Es wäre schlimm wenn mehr Menschen so denken würden. Aber durch die vielen positiven Kommentare, sowohl hier, als auch bei YouTube und die viele Post die man von Menschen bekommt, die einem danken dass man sich so viel Mühe macht wird man dann immer wieder motiviert und weiß, dass das was man da macht zum Glück mehr Leuten hilft, als das sich Leute künstlich darüber aufregen ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2014 16:58:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.06.2014 17:00:36 GMT+02:00
Benjamin T. meint:
okay mit dem kommentar dann doch als 0815 forentroll geoutet... schade drum
ich bin dann mal wieder raus aus der Diskussion :)
Ich glaub eh dass bei solchen Kommentaren die meisten Leute es so machen wie ich und solche Beiträge nicht weiter verfolgen, das sich dann eh nur profillose Trolle tummeln.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2014 17:36:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.06.2014 17:42:49 GMT+02:00
sturmschaden meint:
"Ich glaub eh dass bei solchen Kommentaren die meisten Leute es so machen wie ich und solche Beiträge nicht weiter verfolgen, das sich dann eh nur profillose Trolle tummeln. "

Ein vortreffliches Beispiel eines manipulativen Werbetexter-Satzes. Bravo, immer den Leser im Hinterkopf, ihm vorgeben, was er zu denken hat, die andere Meinung mit einem kleinen Schlenker am Schluss noch abqualifizieren. So steuert man die Kognitionen der eigenen Kunden. Und das mit dem Button funktioniert auch prima.
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