Kunden diskutieren > top reviewers Diskussionsforum

Amazon-Hitparade


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-25 von 203 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.12.2013 15:15:49 GMT+01:00
Dieser Jahreswechsel ist ein besonderer für mich. Seit einem Jahr bin ich Rezensent bei Amazon, und plötzlich kämpfe ich um einen Rang unter den ersten 1000. Besser gesagt: Ich kämpfe gar nicht, weil die Kriterien dieser „Hitparade“ für mich nicht nachvollziehbar sind. Mal war ich unter 1000, dann wieder über 1000. Na ja, dachte ich, die Konkurrenz schläft nicht – also ging ich auf Spurensuche.

In der Amazon-Hitparade aktuell vorn liegt jemand mit 1681 Rezensionen und 30057 hilfreichen Bewertungen. Donnerwetter – aber sie schreibt auch schon seit 2001. Dahinter folgen Mitrezensenten, denen auch schon mal vorgehalten wird, wie man denn mehr als eine Buch-Besprechung am Tag schaffe. Diese Frage kann ich nachvollziehen. Vor mir entdeckte ich einen starken Konkurrenten, stolperte aber über dessen Bilanz: Elf Bewertungen, davon sieben Nullnummern, aber unterm Strich 906 von 960 hilfreichen Bewertungen. Das machte mich neugierig. Des Rätsels Lösung: Für eine zweizeilige (!) Rezension eines vierflammigen Camping-Gaskochers kann man 906 von 960 Kunden-Zustimmungen erhalten: „Super, endlich gibt es einen Laptop speziell für Frauen. Sehr robust, hält auch Missgeschicken mit Flüssigkeiten stand. Sehr leicht zu reinigen, nur passt er leider nicht in Handtaschen.“ Laut Amazon-Spielregeln müssen Rezensionen mindestens 20 Wörter zum Produkt umfassen, hier sind es solide, wohl witzig gemeinte 28 – aber müsste es für Rechtschreibfehler nicht zumindest Strafabzüge geben? Gegen solche prägnanten Beurteilungen komme ich mit meinen Rezensionen nicht an: „Kein italienischer Tenor der Nachkriegszeit sang Verdi schöner, eleganter, mit mehr noblerem Ausdruck, mit Finesse, Leichtigkeit und Geschmack als Carlo Bergonzi.“ Und Verdi hat natürlich auch keine Chance gegen einen Brotbackautomaten und einen „soliden Kinderwagen“.

Soll die Amazon-Hitparade am Ende also nur eine Art Kabarett sein? Das glaube ich nicht, dazu nehmen sie zu viele Teilnehmer sehr ernst. Aber ist sie in dieser Form noch zeitgemäß? Zwei Dinge sind dringend reformbedürftig:
1. Immer mehr seriöse Tageszeitungen verabschieden sich von anonymen Beiträgen, Amazon muss da mitziehen. Der „Abklick-Terror“ wird seit Monaten diskutiert, aber nichts geschieht. Wer einen Rezensenten negativ beurteilt, sollte das begründen – und auch mit seinem Namen dafür einstehen. Das muss auch für die Diskussionsforen gelten.
2. Wenn in Zeitungen Hitlisten selbst schon bei Büchern nach Belletristik und Sachbüchern unterteilt werden, sollte Amazon fachspezifische Rezensenten-Listen einführen: Zum Beispiel: Haushalt, Technik und Medien. Darf man wirklich den vierflammigen Camping-Gaskocher mit Beethovens Neunter auf eine Stufe stellen? Gut, auch für Beethoven kann man Feuer und Flamme sein…

Ein Nachwort: Auch ich bin für bessere Arbeitsbedingungen bei Amazon, aber in dieser Diskussion steckt auch ein Stück Heuchelei. Das ist so ähnlich wie bei „Bild“: Keiner liest sie angeblich, aber alle wissen dann doch Bescheid. Fest steht: Amazon-Rezensionen haben bisher noch kein Konkurrenz-Forum erhalten.

Hans-Walter Scheffler

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.12.2013 17:51:14 GMT+01:00
Hallo, Herr Scheffler,
es gibt da einige Verrücktheiten, und sie mögen teils im System stecken. Ohne den konkreten Fall nachvollziehen zu wollen: vermutlich wurde einmal irgendwo auf jene Rezension als "witzig" hingewiesen und verlinkt. Ich empfinde sie nicht so, doch Männer mit eingefahrenem Frauenbild könnten das anders sehen.

Eine Rezension wird - finde zumindest ich - niemals besser oder schlechter, nur weil jemand anderer sich in einer Liste davor schiebt o.ä. Niemand muss sich auch vom A'-Algorithmus programmieren lassen, etwa nur noch Massenwaren zu rezensieren oder alles nur noch schrill-fanatisch anzupreisen, um dadurch mehr "Hilfreichs" aufzuhäufen. Verdi soll einmal gesagt haben: "Das Publikum soll streng sein, soll pfeifen, aber sein Beifall soll mich zu nichts verpflichten". Beste Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.12.2013 20:40:51 GMT+01:00
Hallo, Serenus Zeitblom,
über Ihr Echo habe ich mich sehr gefreut - und natürlich über das Verdi-Zitat. Weil es heute so viel regnet, habe ich noch mehr gefunden: 1280 von 1328 Kunden fanden diese Rezension hilfreich: "Vergleich Paperwhite 2012 und Paperwhite 2013 - Lohnt sich der Umstieg?" Bisher hat diese Frage mein Leben noch nicht entscheidend beeinflusst, aber jetzt kann ich wohl nicht mehr ruhig schlafen. Müssen wir alle umdenken?
Ich wünsche für 2014 alles Gute!
Hans-Walter Scheffler

Veröffentlicht am 02.01.2014 18:36:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.01.2014 19:13:12 GMT+01:00
Ingmar meint:
Die "AMAZON- RANGLISTE" ist ohnehin ein Witz! - Ich will die Leistung der Leute, die hier immer fleißig rezensieren und bewerten nicht heruntermachen (ich bin ja schließlich selber dabei!). Aber aus "sportlichem Ehrgeiz", mit allen möglichen Kniffen und Tricks (mal abgesehen von dem enormen zeitl. Aufwand) "auf Teufel komm raus" es hier "ganz nach oben zu schaffen", ist doch wirklich lächerlich! - Denn was hat man davon? Geld bekommt man dafür doch ohnehin nicht! Und DADURCH ein glücklicherer Mensch sein? - Na, ich weiß nicht!
Leute, die ständig ihren Ehrgeiz damit befriedigen wollen, indem sie ganz nach oben in dieser "Rangliste" stehen wollen, müssen vor allem - abgesehen von vielleicht einem geringeren Selbstbewusstsein - eines viel haben: ZEIT!

Die "Amazon- Hitparade" funktioniert im Übrigen vor allem nach einer Regel: man muss möglichst nah an der Gegenwart sehr viele Rezensionen (Anzahl!) abfassen, dann hat man sehr gute Chancen, es sehr weit "nach oben zu schaffen". - Aber das gilt nur für kurze Zeit! - Denn sobald die REzis älter werden, "verblassen" sie wieder im Amazon- Ranking.
So passiert es nicht selten, dass Jemand, der z.B. erst insgesamt gerade mal 7 Rezensionen geschrieben hat, dieses aber in den letzten Tagen, "höher im Ranking gestuft" wird, als Jemand, der über 800 Rezehnsionen geschrieben hat. - Das Problem ist nämlich, dass diese Rezensionen - wenn sie schon älter sind - kaum noch im Amazon- Algorythmus berücksichtigt werden!
Und genau aus diesem Grund sagt die "AMazon- Hitparade" (fast) gar nichts aus! - Zumindest kaum etwas über die tatsächliche "LEISTUNG" des Schreibers!
Eine gute "Quote" (positive Klicks) spielen zwar auch eine Rolle; aber eine verhältnismäßig kleine!

Ich finde, man sollte Rezensionen wirklich nur verfassen, wenn man selber Spaß daran hat. Oder weil man andere Leute auf diese Weise gerne informieren (oder auch warnen) will.
Immerhin kann man oft viele und gute Informationen über ein Produkt durch die Amazon- Kundenrezensionen erhalten. Ich selber bin vielen Schreibern daher dafür dankbar!

Andererseits: wenn eine "Hitparade" dazu beiträgt, möglichst viele Leute für das Schreiben von Rezensionen zu "begeistern", und möglichst gute Rezensionen zu schreiben, dann erfüllt so eine "Hitparade" durchaus ihren Zweck! - Also, wenn dadurch die Qualität verbessert wird!
Schließlich erhält man ja i.d.R. keine gute "Position" für "nicht hilfreiche" Rezensionen, oder?!

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb man einer Rezi "Hilfreich" geben kann. Genau so gibt es aber auch immer viele Anlässe, weshalb man auf "Nicht hilfreich" klicken möchte, weil manche Rezis sind einfach nur idiotisch (z.B. wenn überhaupt keine Aussage in so einer Rezi getroffen werden), unsachlich oder eben "Nicht hilfreich" aus anderen Gründen.

Grundsätzlich sollte man den LEuten, die Rezis schreiben, schon dankbar sein, da das für manche hilfreich ist.

Zu den "Fakes": warum sollten Leute Zeit und Mühe dafür verwenden, Fakes zu verfassen? - Diese stellen daher wohl nur eine kleine Minderheit der Rezensionen dar! Andererseits kann es natürlich sein, dass Jemand, der bestimmte Artikel vertreibt, z.B. über "Zweit- Accounts" (das soll es ja geben!) bestimmte Artikel "puscht", indem er z.B. positive Rezis verfasst, bzw. nur die Rezis positiv anklickt, die sein Produkt preisen, o.ä. (wobei letzteres ja legal ist!).

Die eigentliche Idee der Rezensionen ist es aber, dass hier wirklich Kunden, bzw. Kenner der Produkte aus NICHT KOMMERZIELLEM INTERESSE Rezensionen verfassen, um dabei - also von einem anderen Standpunkt aus (mit dem sich die potentiellen Kunden identifizieren können) - sozusagen beratend zur Seite stehen können!

Veröffentlicht am 04.01.2014 17:38:08 GMT+01:00
Haiko meint:
Also "Hallo"!? ... möchte mir jemand erklären warum der Beitrag von "Hans-Walter Scheffler" so abgekanzelt (5 von 25 finden diesen Beitrag nützlich.) wurde.

Möglichkeiten (Zitat):
#1) 1280 von 1328 Kunden fanden diese Rezension hilfreich: "Vergleich Paperwhite 2012 und Paperwhite 2013 - Lohnt sich der Umstieg?"
#2) Bisher hat diese Frage mein Leben noch nicht entscheidend beeinflusst, aber jetzt kann ich wohl nicht mehr ruhig schlafen. Müssen wir alle umdenken?
#3) die höflichen Umgangsformen der Herrn Hans-Walter Scheffler?

In anderen Diskussionen werden "nicht hilfreich Klicks" verdammt oder diese nur per Stellungnahme gefordert. Aber Das hier ist für "mich" nicht erklärbar.

Grüße.

Veröffentlicht am 04.01.2014 18:40:35 GMT+01:00
Bounty meint:
Ich meine , dass die schweigende Mehrheit hier die selbsterstellten Statistiken zum Ranglistensystem von Amazon dicke hat, wenn jemand zudem meint , dass der Jahreswechsel etwas besonderes ist aufgrund der Tatsache , dass er nun Amazon Rezensent ist und dazu Vokabeln wie *kämpfen", *Konkurrenz* verwendet, neigt man dazu das nachfolgende nicht mehr ernst zu nehmen.

Veröffentlicht am 06.01.2014 11:06:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.01.2014 11:38:09 GMT+01:00
jury meint:
Viele Merkwürdigkeiten erklären sich schnell von selbst, wenn man die finanziellen Hintergründe des Rezensionsforums überschlägt.

Nach etlichen Presseberichten (z.B. Stern 44/2012, Titelstory: "Vorsicht, Falle! Wie mit Bewertungen im Internet getrickst wird") handelt es sich bei 25-30% aller Internet-Bewertungen um bezahlte Agenturleistungen, also um nicht gekennzeichnete Werbung. Die Täuschung des Verbrauchers liegt darin, dass er eine private und ehrliche Meinung unterstellt, aber sowohl in positiver wie in negativer Richtung durch bezahlte Rezensionen betrogen wird.

Auf Amazon bezogen bedeutet dies, dass von geschätzt 30 Millionen Kundenrezensionen 7,5 Millionen "bezahlt" sind. Das entspricht - zu heutigen Preisen von ca. 20,- Euro pro Rezension - einem "Branchen"-Umsatz von 150 Millionen Euro über etwa 10 Jahre. Oder, anders gesehen, bedeutet dies, dass von geschätzt 3 Millionen Rezensentenkonten etwa 750.000 Konten unter Kontrolle oder Auftrag von Agenturen stehen.

Auftraggeber bevorzugen naturgemäß Konten mit Qualitäts-Siegeln wie "Hall of Fame" oder "Top xxx". Da solche Siegel frühestens für die Top 1000 erhältlich sind, drängeln die Agenturen massiv in diese raren Ränge.

Merkwürdig hohe Bewertungen von Rezensionen werden ebenso wie merkwürdige Abklicks verständlich, wenn man sich überlegt, dass jede Agentur in diesem Bereich über tausende von Konten verfügt, mit denen sich ohne irgendwelche Tricks fast beliebige Bewertungen generieren lassen. Sollte z.B. Amazon ein Interesse gehabt haben, positive Kindle-Rezensionen besonders hoch zu bewerten, hätte sich sicher problemlos eine Agentur gefunden, die sich darum kümmert.

Foren wie diese werden selbstredend "moderiert". Das könnte durch Amazon-Mitarbeiter oder ebenfalls durch Agenturen geschehen. Wenn ein Auftraggeber den Wunsch äußert, dass hinsichtlich seiner Positionen kritische Beiträge ins Unsichtbare abgeklickt werden, geschieht das dann routinemäßig.

Herr Scheffler hat sich in seinem zweiten Beitrag spöttisch über die "Wichtigkeit" von Kindle-Beurteilungen geäußert. Das könnte einem Hersteller dieser Geräte weniger gefallen. Also wird ein derartiger Beitrag ins Unsichtbare geklickt. Dass sowohl diese Einrichtung zur Umsetzung von Meinungsterror wie auch das Interesse an Kindle bei demselben Konzern liegen, dürfte bekannt sein.

Die Kenntnis von Grundlagen wie diesen führt natürlich zu Spekulationen - welche ich gerne den geschätzten Lesern überlasse.

PS:

Nachzutragen wäre noch der Hinweis auf (in kleinem Umfang) zunächst einmal nicht gewerbliche Einkünfte, wie sie aus dem Verkauf von Rezensionsexemplaren oder Vine-Mustern entstehen können.

Wer im Jahr 1000 Bücher (entsprechend 3 Rezensionen pro Tag) mit einem Neuwert von durchschnittlich 20,- Euro wiederverkauft, könnte beispielsweise 10.000,- Euro erwirtschaften. Wer zehn Vine-Konten mit Waren im Wert von jeweils 5000,- Euro betreibt, könnte mit Erlösen um die 25.000,- Euro schon einen bescheidenen Lebensunterhalt gestalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2014 12:04:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.01.2014 13:30:07 GMT+01:00
Hei-No meint:
Potztausend, wer hätte das gedacht: Es geht bei amazon um Geld und wirtschaftliche Interessen!
Und ich war in meiner grenzenlosen Naivität bislang der festen Meinung, das Rezensentenforum sei so etwas wie eine virtuelle Pinwand, die amazon hier zum munteren Meinungsaustausch hingehängt hat!
Ja, dass es einige gibt, die hier ihr verkümmertes Ego pflegen und für einen guten Ranglistenplatz die eigene Schwiegermutter verkaufen würden, ist bekannt. Aber dass hier tatsächlich auch Hersteller und Verlage ihre Finger im Spiel haben, unfassbar! Ja, von welchem Baum der Erkenntnis, mag jury nur genascht haben???
Und ach ja, die bösen Vine-Rezensenten - laut einer Top-Rezensentin ohnehin alles Fakes!!! Können Sie, lieber jury, auch nur ansatzweise belegen, dass und wie jemand mal eben im Vorbeigehen an zehn Vine-Konten kommt? Und Ihnen ist bei ihrem unendlichen Insiderwissen hoffentlich nicht verborgen geblieben, dass es sich bei dem Großteil der auf den Markt geworfenen Testprodukte um Kosmetika, Bücher, Handyhüllen und anderes Zubehör oder Sportbekleidung handelt!
Wenn es sich tasächlich so verhielte wie von Ihnen beschrieben, dann ist es eigentlich schade, dass es das gute alte "Was bin ich?" mit Robert Lemke nicht mehr gibt. Denn dann würde er uns sicherlich bald begegnen und sein Kreuz bei "selbständig" machen: Der Vine-Rezensent.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2014 12:32:00 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 06.01.2014 13:05:29 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 06.01.2014 19:32:15 GMT+01:00
Ingmar meint:
Klar wird es hier einige "Fakes" geben; von Leuten, die ein besonderes (meist kommerzielles) Interesse haben, dass Ihre entsprechenden Produkte eine entsprechende (gute) Reputation haben!
Gerade bei vielen positiven Rezensionen habe ich da so meine Bedenken. - Da fragt man sich oft, warum da so ein umstrittenes Produkt manchmal derat hochgejubelt wird, die negativen Charakteristika dann aber total verschwiegen werden! (so eine Rezension ist für mich dann oft "nicht hilfreich"!).
Den überwiegenden Teil würde ich aber für ehrlich und ernst gemeint, und "nicht kommerziell", und nicht für "Fakes" halten!
Was macht es denn auch für einen Sinn, hier enorm viel Aufwand an Zeit reinzustecken, um "Fakes" zu verfassen?!

Veröffentlicht am 07.01.2014 08:34:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.01.2014 10:08:38 GMT+01:00
jury meint:
Lieber Ingmar,

Sie haben natürlich Recht: Wenn ein Viertel des ganzen Betriebs hier Kunden- und Rezensentenbetrug ist, sind immer noch drei Viertel der Teilnehmer ehrliche und normale Leute. Leider aber sind ehrliche und normale Leute völlig machtlos gegen Abklicks, Schmähkommentare, taktische Verrisse und den Terror in den Diskussions-Foren. Und gutgläubige Amazon-Kunden sind einer doch stattlichen Dreiviertel Million(!!!) gefälschter Reklame-Rezensionen und -Verrisse hilflos ausgeliefert.

Ich werde daher also versuchen, doch etwas "Sinn" in die Frage der Falsch-Konten, die hier üblicherweise Fakes genannt werden, hineinzubringen.

Wenn man den Berichten in der Presse folgt, werden, wie ich bereits ein paar Postings zurück (06.01.2014 11:06:15) schrieb, mehr als ein Viertel aller im Internet veröffentlichten Bewertungen gegen Bezahlung verfasst. Das betrifft insbesondere Reise-Börsen und Verkaufs-Börsen wie eben Amazon. Im Einzelnen funktioniert das so:

Der Auftraggeber - z.B. ein Hersteller oder Vertrieb - kauft Bündel von Rezensionen zu Preisen um die 20,- Euro pro Rezension. Das können verkaufsfördernde Rezensionen sein, aber auch Bewertungen, die den Verkauf von Konkurrenzprodukten bremsen. Beides(!) ist illegal, weil es sich rechtlich um Werbung handelt, diese Werbung aber vom Endverbraucher nicht als solche erkannt werden kann.

Die Agenturen lassen die eigentlichen Beiträge dann von Billig-Schreibern erstellen. Die Bezahlungen sind ausgesprochen schäbig - man liest von 1-2 Cent pro Wort. Diesen "Autoren" werden Kataloge mit Kurzbeschreibungen zur Verfügung gestellt, so dass der Schreiber meist das eigentliche Produkt, das Buch oder den Film überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. Rezensions-Schreiber und Agentur finden sich über das Internet. Offensichtlich werden häufig solche Reklame-Helfer aus existierenden Rezensenten rekrutiert. Deren "Bezahlung" besteht dann darin, dass sie nicht mehr abgeklickt werden, keine Schmähkommentare mehr unter ihren Rezensionen finden und vor allem darin, dass ihre Rezensionen nicht mehr durch taktische Verrisse ausgebremst werden. So kommen auch solche Talente plötzlich an die Spitze, die sich vorher in mittleren Positionen ebenso mühevoll wie erfolglos abgestrampelt haben.

Wenn Amazon sich doof stellt, sehen solche Schreiber aus wie normale Kunden, die normale Konten unterhalten. Aber natürlich sind sie das nicht - obwohl es die Leute natürlich gibt. Denn schließlich schreiben sie gegen Bezahlung das, was der Auftraggeber bestellt. Oder sie lassen Lohnschreiber der Agentur in ihrem Konto Reklame-Rezensionen oder taktische Rezensionen platzieren. Zudem haben sie oft die Produkte nie "persönlich" gesehen. Mehr noch: Um den seriös wirkenden Vermerk "von Amazon bestätigter Kauf" zu erhalten, werden oft gerade wertigere Produkte bestellt und retourniert.

Amazon erteilt diese Bestätigung auch dann, wenn die Ware retourniert worden ist. Wie man in der Presse lesen konnte, verursacht diese Praxis enorme Kosten. Nun kann man Amazon für blöd halten - aber es kann auch sein, dass Amazon die illegale Werbung gezielt unterstützt und daher diese Kosten auf sich nimmt.

Auch in der Anlage und dem Betrieb von Konten unterstützt Amazon diesen Werbe-Betrieb nach Kräften: Statt pro natürlicher Person nur ein Konto zuzulassen, gestattet Amazon beliebig viele Konten pro Person. Wenn Konten auf verschiedene Bankverbindungen angemeldet worden sind, sind sie sogar mit allen Rechten, die ein Rezensent ausüben kann, ausgestattet. So kann eine einzelne Person mühelos so viele voll berechtigte Konten unterhalten, wie sie Bankverbindungen zur Verfügung hat. Auch in diesem Punkt wäre die Schlussfolgerung, dass Amazon zu blöd wäre, um diesen Missbrauch einzudämmen, wohl etwas zu naiv. Eher macht die Folgerung Sinn, dass Amazon den Konten-Missbrauch, wie er zum Beispiel für die Vermarktung von bezahlten Rezensionen oder die Nutzung von zahlreichen Vine-Konten nützlich ist, bewusst duldet oder sogar fördert.

Natürlich kann nur ein Insider wissen, ob solche Machenschaften etwa nur von Einzelnen an den zuständigen Stellen der Rezensionsabteilung betrieben werden, sozusagen "auf eigene Rechnung". Ein Vine-Konto, das dem Inhaber jährlich Waren im Wert von etwa 5000,- Euro, oft sogar wesentlich mehr bringt, kann dem, der die Einladung in der Hand hat, natürlich nette Schmiergelder bringen. Wer als Amazon-Mitarbeiter selbst Konten mit Werbe- oder Vine-Einkünften zugeschanzt bekommt, wird sich wohl kaum gegen den Reklame-Betrieb stemmen. Manche Kollegen sind der Überzeugung, dass es so läuft und die Geschäftsführung keine Ahnung von den Machenschaften hat.

Ich selbst glaube nicht daran - denn der ganze Schmu-Betrieb läuft seit über deutlich 10 Jahren. Viele heutige Vine-Fake-Konten und Werbe-Fake-Konten waren schon 2001, 2002 in Betrieb, was man an den ältesten Rezensionen gut erkennen kann. Schon vor meiner Zeit gab es immer wieder Top-Rezensenten, die wie ich an diesem schmutzigen Geschäft nicht teilnehmen wollten und ein sauberes Forum gefordert haben - auch in überregionalen Presseartikeln. Das kann der Geschäftsleitung in München wohl kaum entgangen sein. Andere Top-Rezensenten haben den Geschäftsführer, Herrn Kleber, sogar persönlich aufgesucht. Dabei blieb es stets bei leeren Versprechungen. Entweder ist also die Geschäftsführung machtlos gegen ihre eigene Rezensionsabteilung, oder aber man unterstützt den Werbebetrieb und den grau-gewerblichen Vine-Betrieb.

Fake-Konten sind also keineswegs Konten ohne Besitzer. Eher könnte man definieren, dass es sich um Konten handelt, die unter falscher Flagge betrieben werden. Wobei die Zahl der Konten, die eine einzelne Person oder ein einzelnes Unternehmen betreiben kann, in der Praxis unendlich ist. Eine Agentur, die über 100 Helfer mit je 10 Konten verfügt, kontrolliert faktisch ja schon 1000 Konten. Was ausreicht, um selbst satte Kindle-Bewertungen zu platzieren, wenn der Auftraggeber das wünscht.

Was mühelos ausreicht, um Dutzende 3-stellige Eigenbewertungen vorzunehmen und sich so an die Spitze der Rangliste zu hieven.

Was vor allem immer genügt, um Normal-Rezensenten, welche die Frechheit besaßen, von Normal-Kunden nach vorne geklickt zu werden, mit Abklicks - ohne jede Systemlücke! - so auszubremsen, dass sie nicht mehr stören. Vielleicht sogar mürbe werden, die Lust verlieren, und ihr ja wirklich echt aussehendes Konto in den Pool der Werbe- und Vine-Konten einbringen.

All die Unregelmäßigkeiten, Abklickereien, "unverständlichen" Schmäh-Kommentare und -Rezensionen lassen sich also genau dann und nur dann abstellen, wenn Amazon mit dem Fake-Wesen aufräumt. Der Weg dorthin ist eine systematische Ermittlung und Ausmerzung von Werbekonten (z.B. durch Testaufträge) und eine nachhaltige Überprüfung der persönlichen Konteninhaberschaft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 09:55:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.01.2014 13:38:00 GMT+01:00
jury meint:
Hei-No, laut Darstellung von Frau König im wahren Leben Irene gerufen, "fragt" in ihrem Beitrag vom 06.01.2014 12:04:55: "Können Sie, lieber jury, auch nur ansatzweise belegen, dass und wie jemand mal eben im Vorbeigehen an zehn Vine-Konten kommt?"

Diese Frage - auch, wenn sie wohl rhetorisch gemeint war - beantworte ich gerne, denn ich "schaue" seit Jahr und Tag ebenso fasziniert wie angeekelt zu, wie sich ein bestimmtes Konglomerat von Rezensionskonten im Vine-Programm festbeißt.

Wenn man bestehende Vine-Konten anschaut, kann man zwei Grundtypen von Vinern unterscheiden:

Die einen entsprechen im Großen und Ganzen den Vorgaben, die Amazon als Basis des Vine-Programms veröffentlicht. Das sind Konten mit brauchbaren Rezensionen aus verschiedenen Bereichen des Amazon-Angebots, von denen einige auch überdurchschnittlich bewertet worden sind. Konten mit mittleren, teilweise sogar guten Platzierungen, oft sogar "Top-Rezensenten", also Konten, die sich in der Rangliste unter den ersten 10.000 aufhalten. Solche Konten kann man wohl als reguläre Vine-Konten betrachten. Weiß-Vine.

Auf der anderen Seite gibt es Viner jenseits der 2-Millionen-Grenze. Viner, die keinen geraden Satz zusammenbringen. Viner, die bereits mit einer Handvoll Rezensionen "eingeladen" worden sind. Die keine gut bewerteten Rezensionen vorweisen konnten. Deren inhaltliche Qualitäten deutlich unterdurchschnittlich liegen. In früheren Vine-Artikeln habe ich diese Viner als Vettern-Viner charakterisiert, denn die "Einladung" ins Vine-Programm ist sicher nicht wegen ihrer Rezensenten-Qualitäten erfolgt, sondern eher wegen ihrer Vernetzung in Regensburg.

Die Reklame-Klitsche um den sogenannten Reklame-Paten züchtet und sammelt Vine-Konten. Um eine Vine-Einladung zu erhalten, musste ein Konto zumindest in früheren Zeiten gewisse Qualitäten aufweisen. Offensichtlich sind besonders gut bewertete Rezensionen von Vorteil. Hierin liegt das Haupt-Motiv für die widerlichen taktischen Verrisse, einem Mehrkonten-Strategiespiel, mit dem gleich mehrere Rezensionen auf der Plus- wie auf der Minus-Seite unter Absägen einer guten Normal-Rezension aufgefettet werden können. Oft wurden scheinbar beliebte Rezensionen über die eigenen Kontenscharen hochgeklickt - im Wettbewerb mit anderen satt behilfreichten Rezensionen fällt das ja kaum auf. Manchmal gelingt es allerdings auch, ein paar Klicks von "normalen" Besuchern zusätzlich einzufangen.

Wer auf diese Art Vine-Konten sammeln möchte, muss Geduld haben. Viele Vine-Konten haben jahrelang "angestanden", bis sie autorisiert worden sind. Eindeutig kann man diese Konten über den Weg des taktischen Verrisses identifizieren - Normal-Rezensenten verfügen weder über die taktischen Kenntnisse, noch über die Rhetorik und schon überhaupt nicht über die Vielzahl von Konten, die für solche Strategiespielchen erforderlich sind.

Interessant war für mich, dass die Reklame-Klitsche sich durchaus die Zeit und Mühe nimmt, Viner zu züchten. Offenbar gibt es also zwei unseriöse Vine-Gruppierungen: Die gezüchteten Viner werden "normal" ins Programm gelotst und sind damit bei Amazon eigentlich unauffällig. Ihre einzige Besonderheit ist, dass unzählige solcher Konten zu einem Unternehmen oder einem Drahtzieher gehören. Eine mehr als "nette" Nebeneinkünftequelle für eine Marketing-Klitsche; mit Doppel-Nutzen - ein und dieselben Konten verdrängen gutlaufende Konkurrenz-Rezensionen, werden früher oder später Viner und können auch noch als Reklamekonten mit Reklame-Rezensionen verkauft werden. Ausgefuchst, nicht wahr?

Andere Viner hingegen sehen eher nach Einzelpersonen aus, die aufgrund irgendwelcher Beziehungen ohne Eignung in das Programm gekommen sind.

Dass es grundsätzlich nicht die mindesten Probleme macht, als Einzelperson Tausende Konten zu kontrollieren, habe ich ja im Vor-Posting bereits erläutert.

Veröffentlicht am 07.01.2014 10:49:50 GMT+01:00
Schmurmel meint:
Hallo jury,

dass bei Amazon viel im Argen ist, stellt wohl niemand in Frage - insbesondere mit offener Kommunikation tut sich das Unternehmen schwer. Daher frage ich mich immer, woher Sie all Ihre Zahlen und Informationen nehmen. Es ist relativ einfach, sich selbst Zahlen aus dem Ärmel zu schütteln und darauf basierend zu argumentieren. Erst nachvollziehbare und renommierte Quellen machen diese Argumentation allerdings glaubhaft. Dazu einige Fragen.

1.) Sie schreiben: "Und gutgläubige Amazon-Kunden sind einer doch stattlichen Dreiviertel Million(!!!) gefälschter Reklame-Rezensionen und -Verrisse hilflos ausgeliefert." --- davon abgesehen, dass ich den Kunden hier nicht per se die geistige Reife absprechen würde, das Profil eines Rezensenten aufzurufen und seine Rezensionen in den richtigen Kontext einzuordnen, würde mich interessieren, woher Sie die "stattliche Dreiviertel Million(!!!)" nehmen. Gibt es dazu Studien? Offizielle Zahlen von Amazon? Irgendwas? Über Links wäre ich sehr dankbar.

2.) Sie schreiben: "Um den seriös wirkenden Vermerk "von Amazon bestätigter Kauf" zu erhalten, werden oft gerade wertigere Produkte bestellt und retourniert. Amazon erteilt diese Bestätigung auch dann, wenn die Ware retourniert worden ist. Wie man in der Presse lesen konnte, verursacht diese Praxis enorme Kosten. Nun kann man Amazon für blöd halten - aber es kann auch sein, dass Amazon die illegale Werbung gezielt unterstützt und daher diese Kosten auf sich nimmt." --- Dazu zwei Anmerkungen: Zum einen macht es Sinn, dass auch retournierte Ware bewertet werden kann - dass ein Kunde defekte oder minderwertige Ware behält, um sie bewerten zu dürfen, kann man wohl nicht erwarten. Dass das das Prädikat "bestätigter Kauf" ausnutzbar macht, ist für mich allerdings weniger eine Gefährdung des Käufers, der sich vermutlich eher an den hilfreichsten Rezensionen eines Artikels orientiert - mit oder ohne Siegel. Zum anderen habe ich zwar keinen Einblick in Amazon-Interna, halte eine Unterstützung von Retouren-Schwindel allerdings für wirtschaftlich untragbar. Dagegen spricht auch das Sperren von diesbezüglich auffälligen Kundenkonten (siehe http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/nachrichten/amazon-sperrt-kunden-konten-angst-um-die-retoure-12315430.html)

3.) Sie schreiben "Ein Vine-Konto, das dem Inhaber jährlich Waren im Wert von etwa 5000,- Euro, oft sogar wesentlich mehr bringt, kann dem, der die Einladung in der Hand hat, natürlich nette Schmiergelder bringen. Wer als Amazon-Mitarbeiter selbst Konten mit Werbe- oder Vine-Einkünften zugeschanzt bekommt, wird sich wohl kaum gegen den Reklame-Betrieb stemmen. Manche Kollegen sind der Überzeugung, dass es so läuft und die Geschäftsführung keine Ahnung von den Machenschaften hat." --- Wie der Zufall so will, bin ich mit meinem Haupt-Account Mitglied im Vine-Programm seit der ersten Stunde. Die von mir über die Jahre insgesamt rezensierten Artikel unterschreiten den Wert von 5.000¤ deutlich, und das geht wohl den meisten Mitgliedern des Programms so. Es gibt glaub ich eine handvoll von Accounts, die sich durch verdächtig konstantes Glück beim Klicken auszeichnen. Das ohne Einblick allerdings den mehreren Tausend anderen Vinern oder dem Konzern zur Last zu legen (so verführerisch das auch sein mag), halte ich allerdings für etwas voreilig. Wenn jemand bei Mensch-Ärgere-dich-nicht die Regeln bricht, geht man ja auch nicht erst mal davon aus, dass der Spieleverlag daran Schuld ist und alle Mitspieler das genau so machen. Woher genau habe Sie also die Information, dass Vine-Konten 5.000¤ pro Jahr oder mehr bringen? Soweit ich weiß, ist in dem einen Artikel, der dazu kursiert (http://www.vz-nrw.de/vine-club), die Rede von EINEM auffälligen Account: "Am Beispiel eines "Füchsleins" hat die Verbraucherzentrale NRW mal nachgerechnet: Das kam in gerade mal sechs Monaten auf stolze 57 – im doppelten Wortsinn - Artikel. Die einbehaltene Warenpalette reichte von Cremes für wenige Euro über zwei TV-Geräte (900 Euro) bis hin zu vier Digitalkameras und fünf Smartphones für jeweils rund 1500 Euro. Ein beeindruckender Gesamtwert von knapp 9000 Euro." Ich wiederhole: Ein einzelner Account. Dass der extrem auffällig ist, steht außer Frage. Aber wo bleibt die statistische Auswertung ALLER Accounts, um einen tatsächlichen Durchschnitt zu ermitteln? Haben Sie das vielleicht gemacht? Wenn ja, würde mich das mal sehr interessieren - auch, wie viele Mitglieder das Programm nun tatsächlich hat. Das weiß nämlich auch niemand so genau, und die Zahl wäre für ein Ermitteln eines Durchschnitts meines Wissens nach durchaus relevant.

4.) Eine persönliche Frage: Was genau wollen Sie eigentlich erreichen? Ich meine, Sie schreiben hier in dutzend Seiten Theorien dazu, was für furchtbare Dinge theoretisch hinter den Kulissen von Amazon vorgehen. Trotzdem hören Sie nicht auf, dem Konzern kostenlos Content in Form von Rezensionen zur Verfügung zu stellen.
Bei dem investierten Zeitaufwand kann man wohl davon ausgehen, dass Sie ein Ziel verfolgen. Was das genau das allerdings sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Das Amazon-Forum ist als Plattform für Meinungsbildung ziemlich irrelevant, trotzdem verbringen Sie viel Zeit damit, sich hier zu äußern. Ich bin bisher allerdings auf keinen einzigen Artikel in einem renommierten Blatt gestoßen, in dem ein Whistleblower jury zitiert oder eine Ihrer Theorien aufgegriffen worden wäre - obwohl Ihr hier umfangreich verbreitetes Wissen bzw. Ihre Theorien über Betrugsmechanismen und Skandale doch eigentlich Titelseitenmaterial wäre. Warum also das ineffektivste Werkzeug nutzen, wenn bessere zur Verfügung stünden?

Veröffentlicht am 07.01.2014 10:55:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.01.2014 11:13:12 GMT+01:00
Hei-No meint:
Ach jury, glaubt eigentlich außer Ihnen irgendjemand Ihre aufgeblasenen Verschwörungstheorien?
Es geht auch mir gepflegt am Allerwertesten vorbei, für wen und was Sie mich oder andere in Ihren wilden Phantasien halten, aber warum bitteschön bringen Sie hier wieder Helga König ins Spiel? Muss zu dieser Person an jeder möglichen und unmöglichen Stelle ein neues Fass aufgemacht werden und sich nach wenigen Beiträgen jeder Thread um sie drehen, als sei sie der Nabel der Welt?
Richten Sie sich meinetwegen daheim einen Helga-König-Schrein ein und fallen Sie jedesmal im Vorbeigehen ehrfürchtig auf die Knie, aber verschonen Sie doch den Rest der Welt mit dieser ständig zur Schau getragenen Stiefelleckerei!

Veröffentlicht am 07.01.2014 13:51:45 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.01.2014 13:52:39 GMT+01:00
Siggi meint:
Ich bin davon überzeugt, dass die Analysen von jury eine zutreffende Wirklichkeit wiedergeben, wie sie schlimmer nicht sein könnte.

Hei-no und Konsorten haben es über Jahre geschafft, alles, aber auch alles, was sich an guten Ansätzen entwickelte, im Keim zu ersticken.

Alleine schon an ihrem Klickverhalten kann man sie erkennen. So wie sie meine Äußerung gnadenlos und angstvoll abstrafen (werden), gönnen sie ihren jämmerlichen Hilfeschreien notwendige Pluspunkte. Hei-no für seine letzte immerhin 19 Punkte. Man muss sich das vorstellen: er/sie hat das schon 1000x gesagt und fühlt sich immer wieder gezwungen, es zu wiederholen. Und jene Punkte, die schon tausendmal gegeben wurden, noch ein 1020x zu verteilen - deshalb seine Lieblingsaussage potztausend.

Es ist völlig sinnlos, mit diesen Leuten zu reden, sie werden mit ihrem Werk erst dann aufhören, wenn alles im Morast steckt. Und dort werden sie alle folgerichtig enden. Erst wenn jegliche Äußerungen von Kunden zum Einheitsschrei der Reklamemafia geworden bzw. ummantelt sind, werden sie erkennen, wo sie gelandet sind und jeder wird spüren, dass authentische Kunden-Bewertungen nicht mehr identifizierbar sind.

Veröffentlicht am 07.01.2014 15:19:14 GMT+01:00
"schlimmer nicht sein könnte" ... Deutschland, Deutschland, alles ist vorbei ... und es wird eine große Flut kommen, und Drachen, feuerspeiende Drachen, werden erscheinen am blutroten Horizont, sowie Trolle, basaltfarbene Trolle ...
Herrje, natürlich lässt sich das System aushebeln. Doch wer wäre ein solch armseliger Tropf?
Das legendäre http://www.youtube.com/watch?v=MNOdE390PxU mag immer helfen. ;-)

Veröffentlicht am 07.01.2014 16:29:08 GMT+01:00
Schmurmel meint:
Ti-Ka-Ud-Ir-Salot,

Sie schreiben: "Ich bin davon überzeugt, dass die Analysen von jury eine zutreffende Wirklichkeit wiedergeben, wie sie schlimmer nicht sein könnte." --- Wirklichkeit (zumindest hier auf Amazon) hat eine wunderschöne Eigenschaft: Sie ist dokumentierbar, d.h. sie lässt sich in nachvollziehbaren Zahlen erfassen und belegen. Was sich nicht belegen lässt, ist Spekulation. Jeder hat ein Recht darauf, wild zu spekulieren. Aber das dann ohne Belege als Wirklichkeit zu verkaufen, ist dann doch etwas weit hergeholt. Mich würde nun interessieren, wie viel jury tatsächlich belegen KANN.
(Ich halte übrigens viele Dinge in der konkreten Wirklichkeit da draußen für sehr viel schlimmer und gegenaktionswürdiger als Marketingstrategien wie Rezensionsaccounts auf Amazon, die sich in der Regel mit einem längeren Blick ins Profil des Rezensenten problemfrei identifizieren lassen. Aber das lasse ich jetzt einfach mal außen vor.)

Sie schreiben weiterhin: "Hei-no und Konsorten haben es über Jahre geschafft, alles, aber auch alles, was sich an guten Ansätzen entwickelte, im Keim zu ersticken." Jetzt frage ich mich, was Sie mit guten Ansätzen meinen. Dass hier irgendwas von einigen im Forum beschlossen wird hat keinerlei Einfluss auf Amazons Geschäftspolitik. Warum auch?
Ansonsten sehe ich Anleitungen dazu, wie man das System genau hintergehen kann, um sich selbst zu behilfreichen und andere abzuklicken und Theorien dazu, wer jetzt wessen Fake ist. So sinnvoll es auch ist, auf Schwächen im System hinzuweisen - warum sollte man das nicht auf den Support beschränken,der tatsächlich dazu beitragen kann, dass sich etwas ändert? Das hier im Forum zu posten hat IMHO nicht unbedingt dazu beigetragen, dass sich irgendetwas verbessert hat - sei es klimatisch oder anderswie. Was genau Sie also mit guten Ansätzen meinen, erschließt sich mir nicht wirklich.

Sie schreiben: "Erst wenn jegliche Äußerungen von Kunden zum Einheitsschrei der Reklamemafia geworden bzw. ummantelt sind, werden sie erkennen, wo sie gelandet sind und jeder wird spüren, dass authentische Kunden-Bewertungen nicht mehr identifizierbar sind." --- Dass es gekaufte Rezensionen gibt, steht außer Frage. Wer einen solchen Marketingaccount aber nicht identifizieren kann (heißer Tipp: Rezensionen zu Produkten einer einzelnen Firma, nur positive Bewertungen ohne Kritik), der glaubt auch, das Meister Propper wirklich existiert und einem das Bad putzt, wenn man den Reiniger kauft. Von der Werbemafia wird viel geredet, aber ich bin bisher kaum über Rezensionen von solchen Accounts gestolpert - und ich kaufe wirklich viel hier über Amazon. Liegt vielleicht daran, dass solche Rezensionen in der Regel aus drei oder vier nichtssagenden Sätzen bestehen und ich mir so etwas generell nicht antue, weil sie mir mit der Kaufentscheidung nicht weiterhelfen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es einfach nicht so ein frappierendes Problem ist, wie manche Leute hier im Forum denken.
Und Hand aufs Herz: Räumen Sie einer Diskussion im Amazon Top-Rezensentenforum (=dem letzten Ort, an den sich Kaufinteressenten verirren) tatsächlich in irgendeiner Hinsicht Einfluss auf diese Entwicklung ein?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 16:58:46 GMT+01:00
Bounty meint:
ti ka ur irgendwas .. mladen bist dus ? ^^

Veröffentlicht am 07.01.2014 17:38:10 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2014 13:39:41 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 18:19:51 GMT+01:00
Schmurmel meint:
jury,

danke - das ist alles, was ich wissen wollte. Auch im thread "Effizienz taktischer Maßnahmen" habe ich keine harten Zahlen, sondern nur Schätzungen finden können - Schätzungen, ja. Verschwörungstheorien, reichlich. konkrete Zahlen? Fehlanzeige. Sie schreiben: "Ansonsten wäre es völlig irrelevant, ob oder wie stark diese Annahmen von wahren Zahlen abweichen. [...] Wer also nicht einverstanden ist, kann meinetwegen eine andere Zahl annehmen." - diese Meinung teile ich nicht. Wir sind hier nicht bei "Jeder sagt seine Lieblingszahl" - Statistik und korrekte Argumentation geht anders.

Dass Sie mich jetzt als "Agitator der Reklame-Mafia" bezeichnen, finde ich zugegebenermaßen etwas kurios. Mich interessieren Fakten. Ich lerne gern. Ich weiß nicht, ob das Neuland ist, aber auch ganz normale Menschen ohne versteckte Agenda denken kritisch und hinterfragen. Und das geht auch, ohne sich in jeder Ecke auf einen virtuellen Pappkarton zu stellen und von erdachten Zahlen und fantastischen Verschwörer-Entitäten zu faseln.

"Den Ansatz von 5000,- Euro pro Jahr Vine-Warenwert hat Schurmel selbst mit einem krasseren Beispiel zertifiziert" --- Ein einzelnes 9.000¤-Konto sagt über die Jahresdurchschnittswerte der gesamten Viner ungefähr so viel aus wie Bao Xishun (2,36m) über die Durchschnittsgröße chinesischer Männer.

Was mich zu den Fragen bringt, die Sie nicht beantwortet haben: Woher haben Sie denn nun Ihre Zahlen bezüglich des Vine-Programms? (Ihr anderer thread war dazu herzlich unergiebig). Und was wollen Sie hier eigentlich erreichen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 18:49:59 GMT+01:00
Siggi meint:
Jedem, der diese Knechte verfolgt, ist völlig klar, wer wie fokussiert und welche Argumente kommen - sie sind so berechenbar wie das standardisierte Gerede um die Langeweile, die sie empfinden müssen ob den Messern, Kaffeemaschinen und Toilettenpapier, welche sie täglich in Bewertungsbearbeitung haben.

Der Vorsitzende des Reklameausschusses wirft dann gelegentlich eine Geschichte in den Raum, um diese Langeweile zu beenden. Der Schrei nach Krach und bösen Buben ist groß, nichts hat diesen Konsorten mehr Abwechslung von ihrer Knechtschaft des täglichen Einerlei bereitet als die Story um MK. Mars, das Frühstückchen, giert danach, um endlich wieder die Hosen runterzulassen und der Dame die Möglichkeit zu geben, richtig daneben zu greifen.

Veröffentlicht am 08.01.2014 08:45:56 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2014 13:41:02 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2014 10:19:18 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2014 13:41:46 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2014 10:47:38 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 10.05.2014 15:49:33 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 08.01.2014 10:49:23 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2014 13:22:03 GMT+01:00]
‹ Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weiter ›
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in top reviewers Diskussionsforum (212 Diskussionen)

 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  28
Beiträge insgesamt:  203
Erster Beitrag:  28.12.2013
Jüngster Beitrag:  29.03.2014

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 11 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen