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Rezensionen - Kostenlose Dienstleistung für Leser oder Selbstzweck?


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1-25 von 26 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.11.2013 10:09:43 GMT+01:00
oaty meint:
Durch einen Kommentar zu einer Rezension kam wieder mal die Frage auf, ob Rezensionen eine kostenlose Dienstleistung für uns Leser seien und man darum keine Ansprüche stellen dürfe.

Ich glaube, dass es hier tatsächlich viele, viele Menschen gibt, die ihre persönlichen Lesererfahrungen - egal ob positiv oder negativ - anderen Lesern vermitteln wollen, um Hilfe zu geben für mögliche Kaufentscheidunghen, um zum Kauf eines Buches zu raten, um auch mal abzuraten, um durch neue Aspekte oder persönliche Einschätzungen eingefahreneSichtweisenauf ein Buch aufzubrechen, etc.

Aber ich galube auch, dass es hier Rezensenten gibt, die in erster Linie für sich selbst schreiben. Für einen guten Platz in der Rangliste, für Aufnahme in den Produkttester-Club, zum Aufpolieren ihres Selbstbewusstseins ....

Über andere Einschätzungen an dieser Stelle würde ich mich freuen. Und es wäre schön, wenn es diesmal ohne Pöbeleien und persönliche Unterstellungen abgehen könnte.
Keinesfalls möchte ich die Streiterein aus einem bestimmten Thread wieder aufwärmen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 10:43:18 GMT+01:00
Tino meint:
Morgen oaty,

wenn man mal den Titel nimmt "Rezensionen - Kostenlose Dienstleistung für Leser oder Selbstzweck?" ist meine Sichtweise:

"ja (für den Leser immer kostenlos) und unter Umständen (Selbstzweck für den Rezensenten)".

Ist die Motivation, WARUM jemand Rezensionen verfasst, maßgeblich für die transportierten Informationen, deren Relevanz oder Nutzwerte für Kunden?
Außer Frage stehen dürfte aber doch, dass den Kunden diese Informationen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Also, selbst wenn der Rezensent/die Rezensentin egoistische Ziele verfolgen sollte, so ändert dies meiner Einschätzung nach nichts daran, dass ich als Leser die Informationen kostenlos nutzen kann, wenn ich nur will. Oder eben nicht, wenn mir die Informationen nichts bringen.

Jury hat mal angemerkt (sinngemäß):
"Rezensenten liefern eine freiwillige Leistung für Leser ab. Insofern kann man als Leser zwar Erwartungen haben, sollte aber nicht zu enttäuscht sein, wenn sie nicht erfüllt werden, da wir Rezensenten nicht für ihre Arbeit bezahlen und somit keinerlei Ansprüche an sie haben."

Natürlich muss hier auch noch erwähnt werden, dass ein Selbstzweck nicht nur das Erreichen eines bestimmten Ranges bedeuten kann, sondern auch die Vermarktung eigener Bücher oder die Anpreisung von Waren, wodurch der Rezensent einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann. Diese vorgetäuschte Kundenmeinung ist allerdings nicht mit einer Rezension im ursprünglichen Sinne zu verwechseln.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 10:59:17 GMT+01:00
oaty meint:
Ja, aber welche Informationen sind relevant?
Nacherzählungen des Inhalts sind für mich eher unwichtig, bei Romanen sogar ein ausgesprochenes Ärgernis.

Wichtig ist in meinen Augen eine Bewertung. Gerade die unterschiedlichen Bewertungen in verschiedenen Rezensionen können für potentielle Leser eine Hilfe sein.
Bei einem Kochbuch z.B. kann ich das Inhaltsverzeichnis selber lesen. Was mir wichtig ist, sind Informationen darüber, wie gut die Rezepte gelingen, wie sie schmecken usw.

Und dann ist da halt noch die Frage nach der Moral.

Es ist natürlich das gute Recht eines Rezensenten, den Inhalt eines Buches kritiklos zu übernehmen. Genauso ist es aber das Recht eines Kommentators, Kritik am Inhalt eines Buches und/oder einer Rezension zu üben.
Solche dann einfach zu löschen, wie es oft geschieht, finde ich nicht in Ordnung.

Veröffentlicht am 23.11.2013 11:35:49 GMT+01:00
Tino meint:
"Solche (kritisierte Rezensionen) dann einfach zu löschen [...] finde ich nicht in Ordnung."
Ok, kann ich nachvollziehen.

Es gibt kein Regelwerk und wohl auch keine Anleitung, welche Informationen in einer Rezension enthalten sein sollten oder müssen, zumal sich die Bewertungskriterien von Artikel zu Artikel stark unterscheiden dürften (ich habe weit weniger Bücher als Gebrauchsgegenstände besprochen). Jeder hat seine eigenen Ansprüche, allerdings bleibe ich dabei: wenn ich etwas kostenlos abgreifen kann (in diesem Fall die Informationen/Arbeit eines Rezensenten), dann halte ich es mit dem alten Spruch "einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul". Natürlich darf man sich auch über Geschenke beschweren, aber ob das guter Stil ist, ist auch diskutabel.

In der Regel klicke ich also auch dann auf "hilfreich", wenn ich sehe, dass sich Mühe gemacht wurde, um mir etwas zu vermitteln, auch wenn es hier und da nicht gelingen mag. "Nicht hilfreich" klicke ich tatsächlich nur in Ausnahmefällen.

Aus meiner Sicht habe ich auch deswegen schon keinen Anspruch auf die Erfüllung bestimmter Besprechungskriterien, da kaum jemand genau so denken wird wie ich. Niemand wird die identischen Maßstäbe an einen Artikel setzen, über den ich mich gerade zu informieren versuche. Mit welchem Recht möchte ich also anderen meine Denkstrukturen aufdrücken?

Anders sähe es aus, wenn ich für einen herunterzuladenen Testbericht 1,99¤ bezahlen müsste.
Da darf ich wohl gewisse Ansprüche stellen.
Bei freiwilligen Leistungen sehe ich das aber völlig anders.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 11:46:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2013 17:44:20 GMT+01:00
El Gato meint:
Ich stimme Ihrer Einschätzung im wesentlichen zu, möchte sie aber um einen positiven Aspekt ergänzen. Dieses Forum bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs und der Hilfestellung, insbesondere im Bereich der immer komplizierter werdenden elektronischen Geräte. Hier habe ich schon so manche wertvolle und auch sachliche und kostenlose Hilfestellung erfahren, während sich in so genannten Fachforen meines Erachtens zu viele arrogante Freaks tummeln, denen es in erster Linie auf Selbstdarstellung ankommt. Auch der technische Kundendienst der Hersteller ist oft nicht hilfreich und neigt im Falle von Schwachpunkten seiner Geräte dazu, die Kunden mit Allgemeinplätzen abzuspeisen oder ganz im Regen stehen zu lassen. Hier kann man hingegen relativ sicher sein, auf eine Frage eine ehrliche und ungefilterte Antwort zu erhalten. Die Problematiken dieses Rezensionssystems sind in zahlreichen Threads zur Genüge, vornehm ausgedrückt, kontrovers diskutiert worden. Nur so viel noch: Es war in unserer immer maßloser werdenden profitorientierten Wirtschaft ohnehin klar, dass dieses mittlerweile gigantische Kundenforum früher oder später als Werbeplattform entdeckt wird. Ich für meinen Teil kann inzwischen damit leben. Das Erkennen von Werberezensionen ist doch im Grunde ein Kinderspiel. Ich behaupte sogar, dass man mit ein wenig Erfahrung neunzig Prozent bereits an ihren seichten und anbiedernden Überschriften erkennt. Kein Problem also, diese links liegen zu lassen. Ich gebe aber zu, dass mir als ehrlichem Rezensenten mit meiner handvoll Beiträgen das inflationäre Platzieren von Werberezis ein Dorn im Auge ist. Diese dreiste Täuschung interessierter Leser habe ich, wie andere auch, mehrfach kritisiert. Da man aber gesehen bzw. gelesen hat, wozu das führt, werde ich in Zukunft mir meinen Teil denken und nicht mehr schreiben.
So, liebe Oaty (ich vermute, dass Sie eine Dame sind), ich hoffe, dass ich Ihre Bemühungen um Frieden in dieser Diskussion nicht mit meinem Beitrag torpediert habe.
Im übrigen möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass Sie mir innerhalb dieses völlig aus dem Runder gelaufenen bekannten Threads durch Ihre maßvollen Beiträge angenehm aufgefallen sind.

LG -NP

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 12:52:12 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.11.2013 12:58:56 GMT+01:00
Tungo meint:
<<<Genauso ist es aber das Recht eines Kommentators, Kritik am Inhalt eines Buches und/oder einer Rezension zu üben.>>>

Das ist das Unfaire an Amazon: Jeder Kunde hat die Möglichkeit, eine eigene Rezension, seine eigene Meinung zu einem Buch /einem Produkt wiederzugeben. Über die Kommentarleiste ist es jedoch möglich, bequem darauf zu verzichten und andere Rezensenten mit dümmlichsten Kommentaren zu diskreditieren. Das müssen noch nicht einmal Beleidigungen sein, es reichen schon spitze Bemerkungen ("Und Sie haben das Buch wirklich verstanden?"). Meine Meinung: Die Kommentarleiste gehört weg, dann wären Kommentatoren auch dazu gezwungen, selbst eine Rezension zu verfassen. Selbiges gilt natürlich auch für den Nein-Button und die stummen Neindrücker.

<<<Nacherzählungen des Inhalts sind für mich eher unwichtig, bei Romanen sogar ein ausgesprochenes Ärgernis.>>>

Haben Sie schon einmal eine Sendung im TV gesehen, in der ein Kritiker über das Buch spricht, ohne auf den Inhalt einzugehen? Haben Sie schon einmal eine Rezension im Feuilleton gelesen, in der sich ein Rezensent ausschließlich mit den Maßen des Buches und der Qualität des gedruckten Papiers auseinandersetzt? Und ob Ihnen die Rezepte schmecken oder nicht, wäre eine nette Zusatzinformation für mich, aber bei weitem nicht kaufentscheidend für ein Kochbuch. Nicht jeder muss ja zwangsläufig denselben Geschmack haben wie Sie.

Veröffentlicht am 23.11.2013 13:11:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.11.2013 13:11:45 GMT+01:00
ipou meint:
Oh, das geht ja jetzt schon in viele Richtungen.

Zur Eingangsfrage: Für mich betrachte ich weder das Schreiben von Rezensionen noch die Teilnahme an Rezensentensystem und Rangliste als Selbstzweck. Ersteres tue ich, um (hoffentlich) anderen Kunden zu helfen. Manchmal auch für mich selber als Erinnerungsstütze. Beim Verbelib in der Rangliste spielt sicher ein wenig sportlicher Ehrgeiz die Rolle, dem ich aber keine Möglichkeit biette, sich zu verselbständigen.

Zu Tungos Anmerkung bzgl. Kommentaren: Leider gibt es die von Ihnen beschriebenen Kommentatoren, nach meiner Erfahrung (vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück) halten sich diese aber in Grenzen. Oft genug habe ich mich schon unter meinen Rezensionen austauschen können. Und manches Mal konnte ich Fragen und Missverständnisse klären, die andere Leser offenbar nur mit einem schnellen Nicht-Hilfreich quittiert hatten. Beleidigungen werden von den anderen Lesern schnell entlarvt, und man kann sie melden. Auf spitze Bemerkungen kann man durchaus reagieren - und den Spieß damit schnell umdrehen.

Zu oatys Anmerkung bzgl. Inhaltsangabe: Ich erwarte vom Rezensenten schon, dass ich zumindest erfahre, worum es geht. Dass darf natürlich nicht in einem Spoiler enden. Außerdem stimme ich mit Ihnen überein, dass der Rezensent eine Bewertung abgibt. Dass diese gerade bei speziellen Themen nicht von allen geteilt wird, liegt dabei in der Natur der Sache. Aber man kann nicht immer für alle hilfreich sein.

Zu Tinos Umgang mit den Buttons: Ich mache es ähnlich. Meistens bewerte ich erst nach dem Kauf (auch wenn dies einige als Todsünde betrachten). Hilfreich vergebe ich, wenn mir die Rezensionen wichtige Informationen zum Produkt gegeben hat, nicht-hilfreich dann, wenn die Rezension gar nichts sagt ("Versand war toll, Danke Amazon") oder wenn ich mich grob getäuscht fühle.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 13:20:21 GMT+01:00
Tungo meint:
<<<Oft genug habe ich mich schon unter meinen Rezensionen austauschen können.>>>

Das wäre ja auch ohne Kommentarleiste möglich, indem man die E-Mail-Adresse im Profil angibt. Alternativ könnte man auch jedem Rezensenten selbst überlassen, ob er Kommentare bei seinen Rezensionen zulassen möchte. Bei Blogs im Internet ist das ja technisch leicht möglich. Ich habe überwiegend schlechte Erfahrungen mit Kommentaren gemacht und mich dazu entschieden, solche Störenfriede durch Löschen und Neueinstellen gnadenlos rauszuschmeißen, so nach dem Motto: Mit Terroristen darf nicht verhandelt werden. Dabei trifft es sicher auch mal Kommentatoren, die es nicht so schlecht meinten, aber darauf kann dann leider keine Rücksicht genommen werden.

Veröffentlicht am 23.11.2013 17:56:58 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 19.02.2014 18:24:01 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 23.11.2013 19:45:45 GMT+01:00
oaty meint:
@Tungo: Sie sagen: Jeder Kunde hat die Möglichkeit eine Rezension zu schreiben.
Stimmt. Aber das hat mit der Kommentar-Funktion nur teilweise zu tun. Wenn ich eine Buchbesprechung lese, das Buch aber nicht selbst gelesen habe, habe ich trotzdem einen Eindruck davon, ob die Rezension hilfreich ist oder nicht. Und das kann ich durch einen Kommentar und in Einzelfällen auch durch einen Klick zum Ausdruck bringen.
Wie kommen Sie zu der Einschätzung, kommentierende Leser Ihrer Rezensionen wären Störenfriede und Terroristen? Haben Sie da üble ERfahrungen machen müssen?

@Nebelparder: Keineswegs empfinde ich Ihren Beitrag als torpedierend. Gerade die als Privatrezension getarnten Werbetexte sind ein gutes Beispiel dafür, dass keinesewgs alle hier aus reinem Altruismus schreiben. Und kostenlos sind solche Werberezis auch nur für den, der nicht auf sie reinfällt und nicht das falsche Produkt kauft.

@ipou: Stimmt. Man kann nicht immer für alle hilfreich sein. Gerade das macht doch oft das Lesen von Rezensionen spannend, zu sehen, wer was wie einschätzt, beurteilt und kommentiert.
Ich glaube, dass es ganz wichtig ist einen Nicht-Hilfreich-Klick nicht als persönliche Kritik oder gar Schmach anzusehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 21:00:57 GMT+01:00
Tungo meint:
Als ich noch rezensiert habe, waren meine Erfahrungen mit Kommentatoren ausschließlich negativ. Das fing an bei kleinlichen Haarspaltereien, ging weiter über bewusste Fehlinterpretationen meiner Rezension (so wurden Dinge kritisiert, die gar nicht in dieser Form von mir geschrieben worden) und endete bei subtilen Beleidigungen. Am Anfang habe ich darauf noch höflich geantwortet, was sich jedoch als Verschlimmerung der Situation herausstellte. Gegen jemanden, der Ihnen absichtlich ans Bein machen will und sich dabei bewusst dumm stellt, haben Sie keine Chance. Da stehen Sie am Ende des Tages nur wie ein Clown im Zirkus da, egal wie eloquent Sie auf diese Sorte von Gesprächspartner auch eingehen. Meine Empfehlung an Rezensenten wäre, Kommentare komplett zu ignorieren. So fährt man am besten. Eventuell eine E-Mail-Adresse im Profil hinterlassen und den Gedankenaustausch komplett aus der Öffentlichkeit herausnehmen.

Zur Kommentarleiste noch einmal: Das Motiv dieser Art von Kommentaren ist doch klar: Den Rezensenten und seine Meinung öffentlich diskreditieren, wahrscheinlich weil diese Leute anderer Ansicht sind oder weil der betroffene Rezensent gemobbt werden soll. Wenn es die Kommentarleiste nicht gäbe, müssten diese Herrschaften selbst eine Rezension schreiben, um sich ihrem Unmut Luft zu verschaffen. So können sie aber bequem, aus einer selbstgerechten Haltung heraus, unter der Rezension ihr Häufchen platzieren. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber was manche machen, ist einfach respektlos. Und mit lauter dummen Statements unter den Rezensionen brauchen Sie irgendwann auch nichts mehr schreiben, weil Sie keiner mehr ernst nimmt. Ist leider so.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 22:26:15 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 25.05.2014 20:01:39 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2013 22:54:17 GMT+01:00
Tungo meint:
Genau diese dümmliche Art, wie mit diesem Beitrag von Ihnen vorexerziert. Sie sind so ein Kommentator? Bei mir kamen solche Kommentare auch immer von Vinern. Was für ein Zufall, oder?

Veröffentlicht am 23.11.2013 23:00:08 GMT+01:00
oaty meint: "Rezensionen - Kostenlose Dienstleistung für Leser oder Selbstzweck?"

Das man mit seinen Rezensionen Interessierten hilft schließt für mich nicht zwangsläufig aus, das der Rezensent auch einen eigenen Vorteil davon hat, wie immer der personenabhängig geartet sein mag.

Mein Hintergrund ist: Mit der ersten Rezension, die ich vor über 10 Jahren hier schrieb, ist ein neues Hobby für mich geboren wurden. Mein Einstieg machte ein Buch, wo ich zuerst die Verfilmung sah und danach das Buch las. Beides war für mich eine Art Offenbarung und in dem Geiste, mit der Leidenschaft und den Wunsch, anderen das Buch/den Film näher zu bringen schrieb ich meinen ersten Text. Die positiven Klicks gaben mir die Bestätigung, das jemand Nutzen aus meinen Rezensionen ziehen konnte oder das ihn zumindest der Text gefallen hat, was mich zum Weiterschreiben motivierte. Ich habe mir eben noch mal meine Erstlingswerke angeschaut. Heutzutage wären sie nichts besonderes, vermutlich sogar viel zu oberflächlich. Aber damals wurden auch bei Weitem mehr positive als negative Klicks von Usern gegeben und es gab auch noch keine Hack- und Beisskultur, wie sie aktuell bei einigen Rezensenten Usus ist. Ich kann mich mit Tinos Zitat von Jury identifizieren. Wie schon gesagt, Rezensionen schreiben ist ein Hobby von mir. Ich schreibe, weil ich Spaß daran habe meine Meinung abzugeben. Ich schreibe auch, weil das auch meine Art ist gegen den Burnout anzugehen und es macht mir Freude zu sehen, wenn jemand ein positiven Klick hinterlässt. Das ist für mich als Rezensent eine Art "Trinkgeld", was den Klicker nichts kostet, womit er keine Verbindlichkeiten mir gegenüber eingeht, sondern einfach zeigt, das er die Mühe, die hinter meinen Texten steht sieht und wertschätzt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2013 05:51:58 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 01.02.2014 15:26:16 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2013 10:39:09 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 19.02.2014 18:23:54 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 24.11.2013 13:15:26 GMT+01:00
Tino meint:
Um es vorwegzunehmen, ich habe damit kein Problem, wenn meine Rezensionen (auch kritisch) kommentiert werden. Ich sehe dennoch einen Unterschied zwischen Kritik an bezahlten Artikeln und Kritik an unbezahlter Kritik.

Bisher habe ich keine kostenlosen Artikel bei Amazon erworben (/gedownloaded). Ich habe also immer Geld für eine Ware bezahlt und teile meine Bewertung der Ware mit. Das kann als kostenfreier Service für den Autoren/Hersteller, für Kunden und für Amazon gesehen werden. Sowohl bei einer guten als auch schlechten Bewertung können alle Angesprochenen davon profitieren (auch Autoren/Hersteller, wenn sie gewillt sind, Kundenfeedback und Verbesserungsvorschläge anzunehmen).

Was hat nun der Faktor Bezahlung damit zu tun?
Ich sehe Amazon-Rezensionen als kostenlose Möglichkeit, mich als Kunde über für mich interessante Artikel zu informieren. Es gibt aus meiner Sicht also nur sehr wenige denkbare Szenarien, in denen ich eine Kundenbewertung durch einen Kommentar oder einen nicht-hilfreich-Klick abwerten würde. Ich bezahle nicht für diese Dienstleistung anderer. Ich habe keinen finanziellen Verlust, wenn ich eine Rezension lese, maximal wenn ich einer Werbe-Rezension aufsitze und daraufhin einen Artikel bestelle, mit dem ich überhaupt nicht zufrieden bin. Diese Rezensionen habe ich aber weiter oben schon als "vorgetäuschte Kundenmeinung" aus der eigentlichen Betrachtung ausgeschlossen.

Bis auf die angesprochenen freien Kindle-Exemplare gilt also in der Regel: Hersteller/Autoren bekommen durch den Vertrieb ihrer Waren Geld, Gelegenheits-Rezensenten ohne kostenlose Rezensionsexemplare nichts. Allerdings handelt es sich hier auch um eine öffentliche Meinungsbekanntgabe und/oder Stimmungsmache, auch darüber sollten sich Rezensenten bewußt sein. Auch darüber, dass auf öffentlich geäußerte Meinungen in der Regel Antworten möglich sein sollten.

Bilde ich es mir nur ein, oder ist hier eine Angst vor negativer Kritik spürbar?
Die Angst des Autors vor schlechten Bewertungen?
Hat nicht etlichen Autoren und Herstellern erst ein Rezensionswesen zum Run auf ein bestimmtes Produkt geholfen, was sonst wahrscheinlich völlig untergegangen wäre?
Ich denke, es gibt meistens zwei Seiten einer Medaille...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2013 15:39:13 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 25.05.2014 20:01:41 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 24.11.2013 15:45:52 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 25.05.2014 20:01:42 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2013 16:44:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.11.2013 16:44:32 GMT+01:00
Tino meint:
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwo geschrieben hätte, dass man bei kostenlosen Artikeln lügen und ab einem Wert von 1,95¤ nur die Wahrheit schreiben sollte.
Bei Diskussionen mit Ihnen fällt überdies auf, dass allein Ihre Meinung die einzig wahre Wahrheit zu sein scheint, abweichende Sichtweisen werden nicht toleriert. Dies hatte ich hier in der Vergangenheit inzwischen zur Genüge und ist mit ein Faktor, nicht mehr zuviel Elan in hiesige "Diskussionen" zu stecken, die letztlich meist zum Spielplatz der Eitelkeiten werden.

Veröffentlicht am 24.11.2013 18:01:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2013 20:16:33 GMT+01:00
Doch, Tino,

ich habe kostenlose Downloads ueber kindle bewertet, allerdings keine anderen Artikel "gratis ueberlassen bekommen".
Dass die ebooks gratis waren/sind, beeinflusst/e meine Meinung nicht.
Wenn sie horrend sind, schreibe ich das, wenn sie mir gefallen haben, ebenso.

Allerdings, DEN Autoren, die mir ihre "babies" kostenlos per email anbieten, schreibe ich sofort, dass ich ihre Buecher kaufe, wenn sie in mein Beuteschema passen. Weil das die Regel "des Hauses" ist.
Denen, die ich nicht lesen wuerde, ob aus Zeitmangel oder weil mir das Thema nicht sooo liegt, schreibe ich hoeflich ab.

Dann rezensiere ich, wenn ich mag. Ich bin unabhaengig und werde, will es auch bleiben.
Dadurch, dass ich ein Buch erworben habe, habe ich auch das Recht zu entscheiden erworben, ob ich oder ob ich nicht zu einer Rezension bereit bin.

Das Gleiche gilt auch fuer all die anderen Artikel, die ich rezensiere.
Ich kaufe, probiere aus, schreibe...
Allerdings wuerde ich persoenlich mich schon ueber sachliche Kritik unter meinen Rezis freuen, statt den anonymen Klikks oder - ab und zu - eine miese Anfeindung.. wie z.B. "auch mein Hund k*tzte, als ich ihm...."

Allerdings habe ich auch wirklich schoene Momente, wenn wie gestern z.B. jemand auf meiner Mail nachfragt, was ich denn wirklich empfunden habe, als ich das Produkt testete.
Das zeigt mir wieder, dass die Kunden/innen zwar glauben moechten, aber sich durch viele Rezis graben muessen, um eventuell auf eine zu stossen, die IHNEN eine Antwort geben kann auf Fragen z.B. ueber Allergien.
Da hilft natuerlich eine Hundertschaft von "Alles OK; Gut angekommen!" nicht viel weiter.
Aber ich kann ihr/ihm helfen, indem ich nicht als "amazon's Schreiberin" antworte, sondern als DIE Person, die hinter der Rezi steht... Und mit meiner mail-adresse, die zumindest eine Person hinter der Rezi sehen laesst, und deren Fragen oft ueber die Kommentare nicht weiter verfolgt werden wuerden... WER schaut denn schon dauernd seine/ihre Rezis an - ausser denen wie ich, die Kommentare direkt in die Mail bekommen...

Und ich freue mich bisher immer noch, wenn jemand eine realistische Kritik anbringt!

PS: Frage mich immer und immer wieder was denn an einer objektbezogenen, persoenlichen Meinung in einer Diskussion unnuetz sein koennte...
Da ich persoenlich diesen Knopf aus Prinzip nicht mehr benutze, weiss ich auch nicht, was DAS eigentlich soll - sind wir doch alle erwachsen...

Nein, HIER sind ganz entschieden NICHT alle erwachsen, sondern Fakes!
(5 Kunden verfolgen , aber 20 Negative... Da kann wieder einmal die NUETZLICHKEIT der Knoepfe verfolgt werden.... :))))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2013 09:57:12 GMT+01:00
Tino meint:
Hallo Michaela,
vielleicht kannst Du mir helfen: worauf bezieht sich Dein einleitendes "doch"?
Ich kann es nicht zuordnen...

Gruß

Veröffentlicht am 26.11.2013 15:59:28 GMT+01:00
Hallo, Tino,
auf Deinen Beitrag 24.11. / 13.15, Zweiter Absatz, in dem Du ueber Gratis-Downloads schreibst...

"Doch, Tino, ich habe etc" bezieht sich darauf.
Ich haette auch:
Hallo, Tino, ich jedoch habe etc ... schreiben koennen.

Haette Deinen Kommentar kommentieren sollen... mein Fehler, tut mir leid...

LG Michaela

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2013 16:40:04 GMT+01:00
Tino meint:
Danke, jetzt hab ichs verstanden!

Zur Bewertung kostenloser Downloads (nicht Vine-Produkte) möchte ich noch anmerken:
für mich wieder ein "geschenkter Gaul". Ich habe (bis auf Zeit vielleicht) keinen Nachteil, wenn ich so ein eBook lese und es nach wenigen Seiten wieder zur Seite lege. Natürlich KÖNNTE man dann eine entsprechende Bewertung schreiben, ich sehe das allerdings etwas entspannter, zumal ich keine Veranlassung sehe, bei Nichtgefallen jemanden eindringlich vor einem Gratisartikel zu warnen (es mag vielleicht radikale/gefährliche Ausnahmen geben, aber gibt es die nicht immer). Ganz im Gegensatz zu bezahlten Artikeln, die mich z.B. enttäuschten (z.B. Qualität, Haltbarkeit, Preis-/Leistung, etc.).

Eine Rezension wie z.B. "Schnell geliefert, danke Amazon" ist zwar aus meiner Sicht nicht hilfreich, es zwingt mich aber niemand, den entsprechenden Button zu betätigen. Diese Rezension hilft mir nicht, sie schadet mir allerdings auch nicht. Sie ist schlicht nichtsaussagend. Punkt.

Um mal mein siggisches Image eines Pädagogen wieder etwas zu pflegen:
ich sehe in der Abstrafung nichtsaussagender Rezensionen sogar ein potentielles Vergraulen von Rezensionsfrischlingen.
Anstatt, dass sie keine Behilfreichungen bekommen (sie bleiben neutral bei null), werden sie sofort abgeklickt (Bestrafung).
Da kann man ziemlich schnell die Lust auf weiteres Engagement verlieren, zu dem man im besseren Fall vielleicht noch bereit gewesen wäre.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2013 17:29:24 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 25.05.2014 20:01:50 GMT+02:00]
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