Morning-Express Erstattung bei Rücksendung?


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1-16 von 16 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.08.2014 00:46:24 GMT+02:00
Nici meint:
Hallo,

folgender Fall: Ich bin Prime Kunde und habe per Morning Express (5 ¤ Gebühr) eine Jacke bestellt.

Verkauf und Versand durch Amazon.

Bekomme Ich die 5 Euro Gebühr für den Morning-Express erstattet wenn Ich die Jacke zurücksende weil sie mir nicht passt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2014 01:22:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.08.2014 01:28:27 GMT+02:00
kunde meint:
Natürlich nicht! Morning Express ist ein teurerer Sonderwunsch und hat nichts mit dem kostenlosen Prime Versand zu tun.
Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, das auch Sonderwünsche bezüglich des Versandes bei Rückversand vergütet werden könnten?!

Veröffentlicht am 30.08.2014 01:27:32 GMT+02:00
Napoleona meint:
http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html/ref=hp_gt_arefund?nodeId=15691931

Ob das für die Expresskosten auch gilt?

Einfach nachfragen ...

Veröffentlicht am 30.08.2014 02:33:24 GMT+02:00
AngelS meint:
Warum sollten die diese Gebühr erstatten? Die hat ja nichts mit dem Artikel zu tun.
Die 5¤ sind dafür, dass du die Jacke per Morning Express zugestellt bekommst. Wenn das passiert ist, hast du den Gegenwert für diese 5¤ ja bereits erhalten... und kannst diesen Gegenwert auch nicht mit der Jacke wieder zurückgeben. Du hast eine besondere Dienstleistung in Anspruch genommen, dafür bezahlt, und damit ist der Keks gegessen. Amazon wäre schön blöd, wenn sie dir diese 5¤ auch erstatten würden, denn damit würden die dir dieses Geld einfach so schenken. Warum sollten die das tun?
Ehrlich mal... könnte man sich auch selber denken, wenn man die Denkmurmel mal auf "Logik" schalten würde.

Veröffentlicht am 01.09.2014 08:22:13 GMT+02:00
Hal Wilkerson meint:
Laut Gesetz muss der Verkäufer Hinsendekosten erstatten. Das gilt aber nur für den günstigsten Standardversand. Jeder Sonderwunsch mit Mehrkosten wird nicht erstattet. Heißt. Dir steht gesetzlich nichts zu und Amazon ist in diesem Fall sicher nur dann kulant, wenn die Sendung nicht rechtzeitig ankam.

Veröffentlicht am 01.09.2014 08:42:28 GMT+02:00
Joe Kehr meint:
Ich erinner mich an die Rücksendung einer FSK 18 blu-ray.
Erstaunt hatte mich, dass ich zur blu-ray auch die Gebühren der Post komplett erstattet bekam.
Amazon schrieb zu dieser Zeit den Dienst am Kunden allerdings noch nicht im Kleingedruckten, wo man ja heute bereits eine Brille bräuchte.
Nici, wäre nett, wenn du dann noch postest, bei gegebener Zeit, ob Amazon dir die Gebühr dann erstattete.

Veröffentlicht am 01.09.2014 09:24:28 GMT+02:00
Breumel meint:
Ich habe bei einer Rücksendung die Express-Gebühr erstattet bekommen, dabei hatte ich gar nicht damit gerechnet, weil es ja mein eigener Zusatzwunsch war...

Veröffentlicht am 01.09.2014 09:30:54 GMT+02:00
Oli4 meint:
http://www.it-recht-kanzlei.de/hinsendekosten-ruecksendekosten-widerruf.html#abschnitt_5

Auch vom Verbraucher „verursachte“ Zuschläge sind zu erstatten

Erfasst von den Hinsendekosten sind auch Zuschläge zu den reinen Versandkosten des Hinversands, etwa Zuschläge für Services wie Express oder Nachnahme. Widerruft der Verbraucher also einen Fernabsatzvertrag, bei dem er sich die Ware via Expresssendung hat zusenden lassen, muss der Unternehmer dem Verbraucher auch den Expresszuschlag zurückerstatten, und nicht lediglich die Standardinlandsversandkosten.

Veröffentlicht am 01.09.2014 10:00:31 GMT+02:00
Joe Kehr meint:
Oli, alle Nein-Klicker sollten dir eine Ehre sein, sie fühlen sich in ihrer Eitelkeit extrem verletzt.

Veröffentlicht am 01.09.2014 10:58:40 GMT+02:00
Albatros meint:
Demnach @ Oli dürfte Amazon für Rücksendungen keine Versandkosten bei der Kaufpreiserstattung in Abzug bringen.

Hinweis: amtsgerichtliche Urteile wie im Bericht zitiert sind NICHT Länderübergreifend!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.09.2014 11:16:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.09.2014 11:17:41 GMT+02:00
Christian H. meint:
@Albatros:
Urteile sind in Deutschland nicht nur "nicht länderübergreifend". Sie entfalten über den Einzelfall hinaus keine Rechtswirkung. Wir haben in Deutschland kein casuistisches Recht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Urteile dazu führen, dass sich andere daran orientieren.

Allerdings ist der verlinkte Beitrag wenig hilfreich, da er - wie dort kaum übersehbar zu lesen ist - veraltet ist und die derzeit geltende Rechtslage nicht wiedergibt.

Der aktualisierte Artikel der dortigen Kanzlei findet sich hier:
http://www.it-recht-kanzlei.de/hinsendekosten-ruecksendekosten-widerrufsbelehrung%202014.html

Einfacher ist aber der Blick ins BGB in der aktuellen Fassung, hier § 357 Abs. 2:
"Der Unternehmer muss auch etwaige Zahlungen des Verbrauchers für die Lieferung zurückgewähren. Dies gilt nicht, soweit dem Verbraucher zusätzliche Kosten entstanden sind, weil er sich für eine andere Art der Lieferung als die vom Unternehmer angebotene günstigste Standardlieferung entschieden hat."

Also: nein, Amazon muss im Falle von Rücksendungen den Expresszuschlag nicht zurückerstatten. Wenn ich als Kunde einen besonderen Versand möchte, muss ich diesen im Ergebnis endgültig zahlen, auch wenn ich den Kaufvertrag widerrufe. Amazon kann natürlich auf freiwilliger Basis auch den Expresszuschlag erstatten. Eine Verpflichtung dazu besteht nicht (mehr).

Veröffentlicht am 01.09.2014 11:31:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.09.2014 11:40:46 GMT+02:00
Albatros meint:
OLG Urteile sind Länderübergreifend!

Nachdem ich von den normalen Standart-Rücksendekosten sprach,
dürfte demnach Amazon diese bei Kaufpreis-Rückerstattung nicht in Abzug bringen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.09.2014 11:34:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.09.2014 11:36:20 GMT+02:00
Hal Wilkerson meint:
Das Gesetz wurde zum Juli diesen Jahres aber geändert.
Und das EUGH hat eindeutig geurteilt.
http://www.it-recht-kanzlei.de/hinsendekosten-ruecksendekosten-widerrufsbelehrung%202014.html

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.09.2014 11:47:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.09.2014 11:49:35 GMT+02:00
Christian H. meint:
@Albatros:
Ich wiederhole. Urteile entfalten über den Einzelfall hinaus keine Rechtswirkung. Ich mag ja Wikipedia nicht wirklich, um Fakten zu belegen, aber gut: http://de.wikipedia.org/wiki/Urteil_%28Deutschland%29#Bindung_an_Urteile

Ob ein Urteil vom Amtsgericht um die Ecke, vom OLG oder vom BGH kommt, ist im Grundsatz irrelevant. Dessen unbenommen dienen Urteile für Dritte der Orientierung. Aber nochmals: wir haben in Deutschland kein casuistisches Recht.

Im übrigen ist das zitierte Urteil uninteressant, weil es auf einer Rechtslage beruht, die Vergangenheit ist.

Dazu kommt, dass es hier im Topic m.E. um den Zuschlag für "Morning Express" geht. Aber gut, offenbar habe ich mich da geirrt. ;)

Veröffentlicht am 01.09.2014 11:56:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.09.2014 12:16:02 GMT+02:00
Albatros meint:
Wir schweifen jetzt zwar vom Thema ab, aber bitte vielleicht ist es ja für den einen oder anderen interessant.

1. Im gleich gelagerten Fall kann ein OLG nicht anders entscheiden als bereits ein OLG entschieden hat.
Das nennt man Rechtssicherheit

2. Der BGH alleine als oberste Instanz (Ausnahme bei verfassungsrechtlichen Dingen)
hebt OLG Urteile auf und verweist sie ans Ausgangsgericht zurück zur erneuten Verhandlung oder bestätigt die Richtigkeit der Vorinstanz.

Außer dem zuständigen erkennenden Senat gibt es zwecks Rechtssicherheit noch den Gemeinsamen Senat der Gerichtshöfe

Da wir aber bisher immer von GLEICH GELAGERTEN RECHTSFÄLLEN sprachen bitte hier zur Orientierung:

Bindung an Urteile

Im deutschen Recht sind Gerichte an Urteile, die nicht im gleichen Rechtsstreit ergangen sind, nicht gebunden.
Im GLEICH GELAGERTEN FÄLLEN besteht damit Bindungswirkung der Rechtsmittelgerichte in oberster Instanz (OLG) zum Zwecke der Rechtssicherheit.

Weitere Ausführungen hierzu wären in diesem Thread nicht angebracht.

Veröffentlicht am 01.09.2014 12:37:51 GMT+02:00
Breumel meint:
Nici will doch nur wissen, wie es von Amazon gehandhabt wird, nicht die Rechtslage. Ihr wißt schon, Recht haben und Recht kriegen... Rechtlich müßten Amazon etc. keine Schuhe unter 40¤ kostenlos zurücksenden lassen, rein praktisch würde aber dann kaum jemand mehr Schuhe online bestellen.
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Erster Beitrag:  30.08.2014
Jüngster Beitrag:  01.09.2014

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