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6-jähriger langweilt sich und verweigert sich ! Was tun ?


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1-20 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.11.2008 16:17:04 GMT+01:00
A. Gerecht meint:
Mein 6-jähriger Sohn, gerade eingeschult, hat begonnen, alle Arbeiten, die mit schreiben zu tun haben, nur noch zu beginnen, aber nicht zu beenden . An vielen anderen Dingen hat er Freude, doch die Lehrerin meint, er würde den Schulalltag nicht schaffen (er ist sehr klein und zierlich ) . Was kann ich tun ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2008 20:55:37 GMT+01:00
TinaL meint:
Was fällt Ihnen beim Schreiben Ihres Sohnes auf? Hat er Probleme mit Körperhaltung, Augenkontrolle o.ä.? Hat er schon vor der Schule Probleme beim Malen, Zeichnen, graphomotor. Übungen o.ä. gehabt? Warum sollte er den Schulalltag nicht schaffen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2008 21:21:30 GMT+01:00
A. Gerecht meint:
Vielen Dank für die Antwort TinaL . Er hat noch nie irgendwelche Schwierigkeiten im feinmotorischen Bereich gezeigt, im Gegenteil, er ist da außerordentlich geschickt . Nur hat er schon öfters eine Vermeidungshaltung an den Tag gelegt, wenn er Dinge tun sollte, zu denen er einfach keine Lust hat ! Das kann ich sicherlich so nicht der Lehrerin mitteilen, da die der Meinung ist, seine körperliche Statur (hauptsächlich) würde dem Schulalltag nicht genügen . Ich bin auf der Suche nach Büchern, Lehrwerken, in welchen ich Tipps etc. finde, wie ich ihm klar machen kann, dass gewisse Dinge in der Schule einfach notwendig und unumgehbar sind ! Wenn er schreiben soll, legt er manchmal den Kopf auf den Arm und meint, er wäre müde . Ich kann ihn zu Hause allerdings immer wieder zum weitermachen motivieren . Der Kinderarzt hat ihn eingehend untersucht (incl. Blutuntersuchung) und keinerlei Auffälligkeiten gefunden . Ich bin etwas ratlos und selbst unsicher, wie ich uns da wieder herausmanövrieren kann, ohne dass er die Motivation zum Lernen verliert !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2008 21:50:05 GMT+01:00
Nicole Röder meint:
Ich hatte ähnliche Probleme mit meinem Sohn. Doch was ihm fehlte waren Erfolgserlebnisse. Wichtig ist hier vor allem der Zuspruch andere Kinder. Wir hatten in letzter Zeit Glück und er konnte ab und zu auch mal bei anderen punkten.
Das Ergebnis war immer ein frisch motiviertes, glückliches Kind. Hat Ihr Kind vielleicht Probleme mit seinen Mitschülern, wird er gehänselt oder ähnliches? Mein Sohn verkraftet es z.B gar nicht, wenn er das Gefühl hat nicht angenommen zu werden und das äussert sich auch gerne mal in Unlust an allem. Wenn Sie einen gute(n) Lehrer(in) haben, bitten Sie doch um ein persönliches Gespräch. Unser Kind geht jetzt in eine Gruppentherapie, in der er lernt sich auf die Gruppe einzustellen und vor allem auch Dinge zu erledigen zu denen er keine Lust hat oder die ihm zu langweilig sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2008 11:43:24 GMT+01:00
Dr. Watson meint:
Ich habe im Bekanntenkreis kürzlich mehrfach von Problemen bedingt durch eine nicht erkannte Linkshändigkeit gehört. Probleme traten auch immer erst nach der Einschulung auf und waren meistens sehr unspezifisch. Kind war müde, hatte keine Lust auf Schule, ohne erklären zu können warum. Dies festzustellen ist nur durch Experten möglich und dann eine mühsame aber wirksame "Umerziehung" notwendig.
In unserem Bekanntenkreis ist dieses gleich zweimal aufgetreten - es ist also gar nicht so selten, wie man meint.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2008 12:09:37 GMT+01:00
Buchdoktor meint:
Waren Sie mit Ihrem Sohn beim Augenarzt? Kann er tatsächlich müde sein durch zu wenig Schlaf, einseitige Ernährung, zuwenig trinken? Jungen haben häufig Probleme mit der Feinmotorik. Malt er, baut er mit Lego, bereitet ihm das Freude? Ist er vielleicht gelangweilt, weil er unterfordert ist? Manche Hausaufgaben für Grundschüler sind für ein normal begabtes Kind ja eher beleidigend, wie z. B. Ausmalen ;-). Können Sie ihn überlisten, indem sie ihm - ganz unabhängig von der Schule - etwas für sie schreiben lassen wie z. B. Einkaufszettel? Was sagt er selbst, warum er gerade das Schreiben so öde findet?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2008 12:54:53 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.08.2009 21:42:50 GMT+02:00
Hallo,
warum meinen Sie, dass Sie der Lehrerin nicht sagen können, dass Ihr Sohn schon häufiger eine Vermeidungshaltung gezeigt hat? Sehen Sie die Lehrerin nicht als Gegnerin, sondern glauben Sie selbst, dass die Lehrerin mit Ihnen zusammen das Beste für Ihren Sohn erreichen möchte. Ein guter Tipp ist auch die schulpsychologische Beratungsstelle, die - zumindest in einigen Bundesländern - kostenlos angeboten wird. Dort können diverse Tests durchgeführt werden, aber auch einfach Gespräche stattfinden. Außerdem können Sie sich an den Beratungslehrer wenden.
Es können verschiedene Ursachen vorhanden sein, wobei vielleicht auch eine Unterforderung oder auch eine Wachstumsphase dahintersteckt, wenn Ihr Sohn wirklich noch sehr klein ist. Einfach alles tun, um dem Kind zu helfen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2008 14:31:00 GMT+01:00
I. K. meint:
Liebe Frau Gerecht!
Ich bin Kinder-&Jugendlichenpsychotherapeutin i.A. und würde Ihnen raten, neben einer organischen Abklärung (z.B. Augen) eine psychodiagnostische Untersuchung durchführen zu lassen, um den Ursachen der Verweigerungshaltung auf die Spur zu kommen. Es gibt vielerlei Gründe, warum ein Kind so eine Haltung an den Tag legt. Dass er dieses Verhalten nur beim Schreiben zeigt, sonst aber durchaus anstrengungsbereit ist, könnte Hinweis auf eine Teilleistungsschwäche im Bereich Lesen& Schreiben sein. Verweigerung von Aufgaben kann aber auch eine kurzfristige Vermeidung von Misserfolgserlebnissen sein. Jedenfalls kann eine gründliche Diagnostik Aufschluss geben und den Problemen ggf. entgegengewirkt werden. Ansonsten gilt: Loben loben loben und jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung verstärken!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2008 15:50:58 GMT+01:00
C.M. meint:
Hallo,
sollte ihr Kind nur beim Lesen/Schreiben ein auffälliges Verhalten zeigen, könnte eine Legasthenie bestehen. Schauen Sie doch mal auf die Internetseiten des EÖDL nach Anzeichen für eine Legasthenie. Der EÖDL zeigt auch Experten in ihrer Nähe, die pädagogisch helfen. Das Zerren von einem Psychologen zum nächsten ist vielleicht gar nicht nötig, wenn nur eine Legasthenie besteht. Dies ist nämlich keine Krankheit, sondern ein sehr verbreitetes Phänomen. Viel Erfolg!
C. Möller

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2008 11:54:31 GMT+01:00
Monika Weber meint:
Hallo,
da die Lehrerin in ihrer Meinung, dass er es nicht schafft, ziemlich gefestigt zu sein scheint, könnte gerade das das Problem sein. Wenn Ihr Sohn das spürt - und wahrscheinlich hat sie sicher im Unterricht auch schon unbewusst so etwas angedeutet, schlägt sich das natürlich auf die Motivation nieder.
Sie sollten dringend mit der Lehrerin sprechen, damit sie darauf achtet, motivierende Worte zu gebrauchen, statt Unzulänglichkeiten in den Vordergrund zu stellen. Wenn ihr Sohn das Gefühl hat, sowieso der Lehrerin nichts recht machen zu können, kommt dann automatisch so eine Verweigerungshaltung.

Vielleicht schauen Sie sich auch nochmal die Blutuntersuchung an und achten auch auf die Werte von Eisen, Ferritin, Hämoglobin und Zink, eventuell falls es gemacht wurde noch verschiedene Eiweißwerte. Wenn die Werte zwar ok sind, aber im unteren Bereich, ist das auch ein Zeichen. Eisen und Zink sind mal bei 14-jährigen gemessen worden und da hatten 100% !! entweder Mangel daran oder waren im unteren Bereich (soweit ich mich da richtig erinnere). Das sind jedoch wichtige Motivationsparameter.

Nähere Info darüber finden Sie in "Frohmedizin" von Dr. Strunz oder bei einem Orthomolekularmediziner - ein normaler Kinderarzt ist da eher überfordert, da er sich eher mit Krankheiten auskennt, aber nicht mit den Parametern, die für Motivation u.s.w. zuständig sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2008 23:11:53 GMT+01:00
adsilvia meint:
Hallo,
was die anderen beschrieben haben ist sicher richtig...... wir hatten ähnliche Probleme... konnten diese jedoch umbiegen z.B. mit Therapie "frühkindliche Reflexe" siehe auch www.inpp.de - auch das Buch von Dorothea Weigel "Wurzeln und Flügel".
Desweiteren unter www.kisssyndrom. de oder www.kiss-kinder.de oder www.pph34@manmed.de....
Es hat uns tolle Erfolge gebracht..... Desweiteren versuchen Sie die Lehrerin umzustimmen (denn scheinbar ist ihre Meinung von ihrem Kind ziemlich betoniert).
Was uns auch geholfen hat..... viel Belohnen und die verweigerte Anstrengung muß auf jeden Fall gemacht werden, egal wie lange es zeitlich dauert und wieviel Milkaschokolade diese gekostet hat, den hinterher fragt keiner mehr nach dem Wie, sondern er kann es dann und hat keine Angst mehr davon...
Liebe Grüsse
adsilvia

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2008 09:54:23 GMT+01:00
K.M. meint:
Vielleicht liegt es einfach am Lernstil. Das Buch "Wie Kinder lernen" von Dana Markova beschreibt die Zusammenhänge von individuellem Lernstil und Aufmerksamkeit. So durchläuft man beim Lernen drei Stufen der Aufmerksamkeit (konzentriert, untersuchend, schöpferisch bzw. verträumt), die jeweils an an die Sinnesreize (visuell, auditiv, kinästhetisch) geknüpft sind. Wenn also die schöpferische Aufmerksamkeit und das Visuelle miteinander gekoppelt sind, fällt es dem Kind schwer, beim Schreiben bei der Sache zu bleiben und es schreibt und liest vielleicht nicht gerne. Es ist dann vorteilhafter, alle Schreibübungen z.B. mit dem Hören und Bewegen zu lernen: z.B. Mit den Armen die Buchstaben in die Luft schreiben und dabei aussprechen (vielleicht sogar lustigerweise mit einem Akzent oder verstellter Stimme). Oder Straßenkreide nehmen und draußen auf den Boden schreiben, usw.... Ich hatte damit viele Erfolge.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2008 10:03:56 GMT+01:00
Saarnanny meint:
Hallo, also ein Umerziehung ist ja wohl das Falscheste was man einem Kind antun kann..Wenn Jamnd Linkshänder ist, dann darf er das auch bleiben und genau dass sollte man dem Kind auch zu verstehen geben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2008 10:07:57 GMT+01:00
Saarnanny meint:
Also Ich denke inzwischen sind alle Krankheiten genannt worden. Am Wichrigsten im Moment erscheint mir die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Elternhaus.
Ansonsten wäre ein erneutes Abklären durch einen Arzt (anderen Arzt evtl) noch eine Variante.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2008 13:25:52 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.11.2008 13:34:50 GMT+01:00
Liebe Frau Gerecht,

Ihr Problem kommt mir sehr bekannt vor, wir hatten ein ähnliches kurz nach der Einschulung, auch unser Kind war das kleinste der Klasse, hatte extreme Probleme mit dem Schreiben und war nach der Schule vollkommen erschöpft. Unbedingt ist erforderlich, alle medizinischen Gründe - inklusive Sehen, Hören und Linkshändigkeit - überprüfen zu lassen und für genügend Schlaf zu sorgen. Bei uns lag es an der Lehrmethodik: Die Kinder sollten sich selbstgesteuert Lesen und Schreiben beibringen (Lesen durch Schreiben) und das überfordert manche Kinder völlig. Wir haben dann unabhängig vom Schulunterricht mit der Intraact-plus Methode Jansen/Streit zu Hause gearbeitet. Ergebnis: Das Kind wurde Klassenbeste. Alle Probleme sind wie weggewischt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2008 17:00:41 GMT+01:00
Unser Sohn scheint auf den ersten Blick ähnlich gestrickt...Für mich war das Buch "Legasthenie als Talentsignal" von Ron Davis eine Erleuchtung!
Gruß Andrea

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.11.2008 13:17:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.11.2008 13:22:52 GMT+01:00
Tinko Ole meint:
Vielleicht liegt ja das Problem nicht bei ihrem Jungen sondern an der Unterrichtsform oder an der Lehrerin, an der Unterrichtsmethode oder, oder ......Ich kann mal die Internetseite Evangelisches Schulzentrum Greifswald empfehlen.
Das gibt auch Anregung zum Nachdenken über das veraltete Schulsystem in Deutschland. Kann von Jürgen Reichen das Buch "Hannah hat Kino im Kopf" nur anpreisen - Super Methode Lesen durch Schreiben .MFG Jolle

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.11.2008 23:19:48 GMT+01:00
Laura B. meint:
Liebe Frau Gerecht,
Stopppppp!
Keine Diagnosen, keine Fachleute, vertrauen Sie bitte Ihrem gesunden Menschenverstand und sich als Mutter dieses Kindes:
Dieses Kind verweigert sich bei Tätigkeiten, zu der es keine Lust hat - ganz normal, oder?
Was haben Sie getan, wenn er keine Lust hatte, sich die Schuhe abzuputzen?
Ja, genau!
Sobald es aber um die Schule geht, reagieren alle wie alarmiert von Katastrophenszenarien bis Mutter als Lerntrainer und Motivator, Diagnosen, Therapien - das Ende vom Lied : Mutter und Kind in der Negativspirale, das Kind etikettiert mit den entsprechenden Feedbacks von der Umwelt ( ein sich selbstverstärkender Kreislauf) - alle anderen freuen sich über Kunden.
Ich kenne Ihre Familiensituation nicht, aber vielleicht will Ihr Kind noch nicht in die Welt hinaus (klein und zierlich ) und hat nun sehr schnell festgestellt, dass es ganz viel Für - Sorge erfährt - sehr verlockend, oder ?( das ist ihm natürlich nicht bewusst).

Herzliche Grüße von
Laura B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.11.2008 08:27:53 GMT+01:00
Sitja meint:
Mein Sohn hatte genau das gleiche, wobei er noch frühzeitig mit 5 eingeschult worden ist. Schreiben ist heute (4. Klasse) immer noch nicht sein Lieblingsfach, aber er hat doch das nötige akzeptiert. Sicher war es die erste Zeit ein Kampf, aber Schreiben ist ja auch anstrengend und insofern lassen Sie ihm etwas Zeit. Ich habe meinen Sohn immer wieder mit Kleinigkeiten motiviert (mal was Spielen, was sonst nicht gespielt wird, Zeit nur für ihn und auch mal eine Fernsehsendung, die sonst vielleicht mal nicht im Zeitrahmen liegt). Zugegeben, eigentlich wars Bestechung, aber für seine und meine Nerven wesentlich schonender. Vielleicht ist ja irgendwo eine Oma oder Freunde, denen man mal schreiben kann, meine Kinder waren dann immer ganz begeistert, wenn Antwort auf ihre Briefe kam, vielleicht wäre das auch mal ein "Lockmittel". Also, nicht verzagen, es kostet manchmal Nerven, aber es wird besser!!! Viel Erfolg!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.11.2008 11:56:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.11.2008 12:00:23 GMT+01:00
A. nickel meint:
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Erster Beitrag:  04.11.2008
Jüngster Beitrag:  14.11.2008

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