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8-jährig und kein Spaß am Lesen...


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1-25 von 205 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.06.2008 21:38:03 GMT+02:00
Eva Schön meint:
Hallo!
Mein Junge ist 8 Jahre und ein helles Bürschchen. Leider, leider liest er fast gar nicht. Wenn er schnell etwas nachsehen will, dann schon, schnell und unkompliziert. Aber keine Abenteuergeschichten, kein Tintenherz, selten einmal ein Was-ist-was.
Bin für jede Idee dankbar, die Freude am Lesen wecken kann....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.06.2008 22:12:58 GMT+02:00
Lilia Roth meint:
Hallo!
Ich habe meinen Sohn mit spannenden Detektivgeschichten von Thomas Brezina zum Lesen bekommen. Am Ende eines jeden Kapitels muß man miträtseln und die Antwort finden. Ansonsten habe ich interessante Bücher bis zu einer besonders spannenden Stelle vorgelesen und dann keine Zeit mehr zum Weiterlesen gehabt. Wenn er wissen wollte, wie es weitergeht, musste er selber weiterlesen. Heute ist mein Sohn 12 Jahre alt und besitzt eine umfangreiche Bibliothek an gelesenen Büchern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2008 07:54:06 GMT+02:00
T. Serdjukow meint:
Hallo!
Das Problem hatten wir auch. Ich bin fast verzweifelt. Das einzige, was mein Sohn gelegentlich in die Hand nahm, waren Fachbücher - oder Comics. Trotzdem, oder gerade deswegen, habe ich ihn regelmäßig in die Stadtbibliothek mitgenommen, auch wenn er sich nur Comics ausgeliehen hat.
Schullektüren habe ich ihm meist vorgelesen oder mit ihm im Wechsel gelesen, damit er wusste, was darin stand. Mit 12 Jahren fing er an Mangas (Asiatische Comics, die von hinten nach vorne gelesen werden) zu lesen. Mitlerweile ist er 15 Jahre und seit ca. einem Jahr eine richtige Leseratte - ganz ohne meine Bemühungen. Mein Fazit: Manche brauchen länger, mache sind schneller, aber irgendwann fängt jedes Kind an zu lesen. Drängen blockiert nur! Trotz Lesemuffelei hat meiner immer gute Leistungen gezeigt - auch auf dem Gymnasium!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2008 09:15:00 GMT+02:00
Eva Schön meint:
Toll, vielen Dank für die aufmunternden Worte! Das entspannt die Lage sehr:) Im Wechsel lesen und bis zur spannenden Stelle (vielen Dank Lilia Roth!) hat auch schon geklappt. Alles Gute!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2008 13:26:06 GMT+02:00
Buchdoktor meint:
Bist du mit Tintenherz nicht etwas anspruchsvoll? Geht dein Sohn in die 2. oder 3. Klasse? Liest er die Tageszeitung? Unterhaltet Ihr Euch über aktuelle Ereignisse?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2008 19:05:45 GMT+02:00
TKr meint:
Ich würde mal mit guten Comics einsteigen. Das hat mir eine wunderbare Welt eröffnet und heute bin ich promovierter Literaturwissenschaftler.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2008 21:42:44 GMT+02:00
Bee meint:
Dem kann ich nur zustimmen. Wenn ein Kind diesen in seinen Augen Wälzer von Tintenherz sieht, dann kann es ja nur wegrennen.

Das lustige Taschenbuch ist ein guter Anfang, aber auch einfache Geschichten mit großer Schrift und mehr Bild als Text.

Das kann man dann steigern.

Wichtig ist auch, dass man sich als Eltern mit dem Kind hinsetzt und gemeinsam liest bzw. ihm vorlesen. Dem Kind einfach ein Buch in die Hand drücken und "hier werd schlau" rufen, das bringt es nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2008 21:44:24 GMT+02:00
Hallo Eva

Altersgerechte Bücher wären sinnvoll zum Einsteigen. Geschichten mit zusätzlich Bilder anstatt Worte. Für Jungs sind Rekordebücher sehr toll zum Lesen. Kleine Abschnitte, interessante Beiträge, spektakuläre Bilder, und vorallem weiss er dann noch was er gelesen hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.07.2008 13:02:20 GMT+02:00
H., Peter meint:
In unserer Buchhandlung empfehlen wir gerne das "Magische Baumhaus" (ist eine mittlerweile ziemlich umfangreiche Reihe, die v.a. auch Sachthemen behandelt). Außerdem gibt's noch die Drachenjägerakademie (sehr witzige Reihe). Ansonsten: Einfach abwarten, das Kind selbst entscheiden lassen, am Besten direkt vor Ort in einer Buchhandlung - und wenn's ein Buch über Fußball oder eins mit Traktoren ist, ist es auch prima. Nur keine zu vorgefertigten Vorstellungen. Das Kind weiß schon, was es interessiert. Es gibt übrigens auch eine "erst ich ein Stück, dann du"-Reihe...
Aber, wie gesagt, keine Panik!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.07.2008 18:20:48 GMT+02:00
Hallo!
Mein Sohn ist 9 Jahre alt und eine richtige Leseratte. Ich habe ihn von klein auf immer in die Bibliothek mitgenommen, wo er sich die meisten Bücher selbst aussuchen durfte. Das Interesse am Lesen kommt ja nicht immer nur mit psychologisch wertvollen Büchern, sondern sollte auch Spaß machen. So finden wir immer eine gute Mischung. Mittlerweile verschlingt er die "Wälzer" von Harry Potter
wie nichts. Den Tip mit der Serie "Das magische Baumhaus" kann ich auch weitergeben. Diese Bücher sind in seinem ganzen Freundeskreis der Hit. Das ist eine Serie, die eine Vielzahl an Themen aufweist. Da kann man auf jeden Fall was finden, was ihn fasziniert. Diese Bücher sind eine Mischung aus spannenden Geschichten und kleinen Sachinformationen zu den verschiedensten Themen zwischendurch. Wirklich zu empfehlen. Bei meinem Sohn wurde in der 2. Klasse ein Buch aus der Reihe "1000 Gefahren" gelesen. Mittlerweile haben wir auch hiervon einige Titel zu Hause. Hier handelt es sich um sehr spannende Geschichten, deren Entwicklung man durch eigene Entscheidungen, selbst beeinflusst wie es weitergeht und so immer die Spannung aufrechterhält. Auch hier gibt es für Jungs sehr viele Themen. Vielleicht sehen Sie sich diese Buchreihen mal in einer Buchhandlung an, dann kann man das oft besser einschätzen. Ansonsten kann ich nur sagen: Den Leseanspruch nicht zu hoch schrauben, lieber das grundsätzliche Interesse am Lesen wecken, dann kommt der Lesespaß von selbst dazu.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.07.2008 20:40:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.07.2008 20:42:40 GMT+02:00
Buchdoktor meint:
@ Gabriele
mit den Rekorden liegst du stark im Trend, manch junger Leser beschäftigt sich stundenlang mit dem Vergleichen der höchsten Hochhäuser und der längsten Tunnels. Das ist für mich auch "Lesen".

@Eva
schau mal in älteren Beiträgen des Forums Eltern diskutieren vorbei
http://www.amazon.de/gp/forum/cd/forum.html?ie=UTF8&cdForum=Fx3AFWYF3B770HX
Da wurde zum Thema schon mehrmals alles zusammengetragen.
Für dich könnte der erste Schritt sein, mit deinem Kind in Buchhandlung oder Bücherei herauszufinden, was ihn interessiert und mit ihm darüber zu sprechen. Ein Buch, das du für ein gutes Kinderbuch hältst, muss deshalb noch nicht das PASSENDE Buch für dein Kind sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.07.2008 20:34:12 GMT+02:00
Renate Harder meint:
Hallo
Mein Sohn ist auch acht und hielt beim Lesen nie lange durch. Doch nun wurde uns eine Buchreihe empfohlen, die das geändert hat. Aus dem Ravensburger Verlag gibt es die Reihe 1000 Gefahren. Die Geschichte nimmt je nach Entscheidung des Lesenden immer einen neuen und spannenden Verlauf, denn auf jeder Seite muss der Leser, der zum Hauptdarsteller wird entscheiden was geschehen soll. Es gibt so viele verschiedene Verläufe, und die Geschichten kommen zu einem schnellen Ende. So ist das Erfolgserlebnis schnell da, und die Neugier auf ein anderes Ende motiviert dazu das Buch erneut in die Hand zu nehmen. Ich kann diese Bücher empfehlen. Es gibt sie für unterschiedliche Lesealter und mit vielen verschiedenen Themen: Dinosaurier, Meer, Raumfahrt, Weltall, Fußball etc....
Hoffe ich konnte helfen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2008 22:47:12 GMT+02:00
Eva Schön meint:
Hallo!
Vielen Dank an alle für die sehr vielversprechenden Tipps!
Sagt Eva Schön

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.07.2008 03:34:12 GMT+02:00
C. Schmelzer meint:
Hallo Eva, zunächst sei dir dieser Artikel des Sterns nahegelegt:
"Kinder- und Jugendliteratur - Keine Chance für Kerle",
http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/599696.html?q=jungen%20literatur

Es existiert schlichtweg kaum ordentlicher Lesestoff für Jungen, vielmehr lassen
die (durchweg weiblichen) AutorINNEN ihren Allmachtsphantasien und ihrem
manischen Männerhass freie Bahn.
Ebenso, wie Jungen heute im (durchweg weiblich geleiteten) Grundschulklassenzimmer
diskriminiert werden und in weibliche Verhaltensmuster und Sozialisationsrollen gepresst
werden, wird auch kaum noch ordentliche Jungenliteratur veröffentlicht. Die Väter sind
im verfügbaren Lesestoff durchweg alles Weicheier, das Auflösen und kaputt machen der
Familie zu Ungunsten der Kinder wird zelebriert (wehe, die Mutterfigur im Buch ist
nicht alleinerziehend und geschieden), usw., usf.

Aber Amazon hält für dich Rettung bereit:
Zunächst "Der Lesemuffel" von Saskia Hula,
Der Lesemuffel
Die Artikelbeschreibung bzw. Inhaltsangabe ist deiner Situation
doch sehr nahe ;-)

Dann
"Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können.
Mit 50 Lesetips von Jungs für Jungs"
von Katrin Müller-Walde,
Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können
Zusätzlich existiert diese Website mit einem kurzen Auszug aus
dem Buch: http://www.warumjungennichtmehrlesen.de/1warum.htm

Reichlich erbärmlich finde ich allerdings auch, dass nicht ein Mann ein
dementsprechendes Buch veröffentlicht hat :-|

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.07.2008 10:43:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.07.2008 14:15:31 GMT+02:00
Buchdoktor meint:
Wobei Texte wie "leicht zu lesen in Fibelschrift" für mich einen starken Weichei-Eindruck hinterlassen. Ein normal-neugieriger 8-jähriger braucht statt solchem Kinderkram außer einer Bücherei-Karte ein Zeitschriften-Abo seiner Wahl, ein aktuelles, umfangreiches Lexikon, einen Atlas, das Guinness-Buch der Rekorde, ein Wörterbuch Elbisch oder Klingonisch und einen Atlas von Mittelerde. ;-)

http://www.amazon.de/aus-dem-Regal-eines-durchschnittl-männlichen-quot-Nicht-Lesers-quot/lm/R173LWGIZMX1PP

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.07.2008 22:04:14 GMT+02:00
Hallo,
die "Tintenwelt"-Trilogie finde ich äußerst schwierig und sehr dick für einen 8jährigen.
Aber es gibt viele schöne Bücher (auch für Jungs und auch von Männern!), die Deinem Sohn sicherlich gefallen könnten. Dass er "Was-ist-was-Bücher" liest, finde ich sehr gut; denn damit ist findet er sicherlich auch Zugang zu anderen Sachbüchern. Jungs lesen häufig lieber Sachbücher als Geschichten. Wofür interessiert sich Dein Sohn, denn danach solltet Ihr Euch in erster Linie orientieren.

Dennoch ein paar Tipps auch von mir:
Winterfeld - Caius der Lausbub (falls Dein Sohn sich für Rom interessiert)
Press - Die schwarze Hand (kurze Detektivrätsel)
Maar - Das Sams (oder zum Einstieg: Der Buchstabenfresser)
Funke - Gespensterjäger (sehr lustig; Hauptperson ist Tom)
Knister - Sockensuchmaschine
Covill - Der Drache in der Schultasche

Oder Klassiker: Erich Kästner, Otfried Preußler ....

Das magische Baumhaus, sowie die Autoren Fabian Lenk und Thomas Brezina, kann ich auch empfehlen.

Leider kann man das Lesen nicht erzwingen, also einfach locker bleiben, irgendwann kommt es bestimmt, wenn er das so kennenlernt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.07.2008 22:11:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.07.2008 22:12:37 GMT+02:00
@ C. Schmelzer
Hallo,
hierauf muss ich jetzt doch noch antworten.

Was ist mit folgenden Autoren: Paul Maar, Knister, Fabian Lenk, Thomas Brezina, Henry Winterfeld, Otfried Preußler, Erich Kästner, Bruce Covill, Roald Dahl, Thilo, Tino (der liest bei uns in der Grundschule ca. jedes zweite Jahr und alle sind begeistert), Michael Ende. Meine Lieblingsautoren als Kind waren Otfried Preußler, Erich Kästner, Wolfgang Ecke und Oliver Hassencamp?

Tatsächlich gibt es für Jungs weniger Lesestoff für Jungs, das Problem kommt aber meines Erachtens erst so ab 10 - 12 Jahren. Dort wird das Angebot rar. Liegt dies nun daran, dass weniger für Jungs geschrieben wird oder dass sie tatsächlich weniger lesen?

Diskriminierende und männerhassende Kinderliteratur ist mir bislang noch nicht untergekommen, aber vielleicht habe ich einen weiblichen Blickwinkel.

Aber super finde ich die Sachbuchtipps.

Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.07.2008 12:46:49 GMT+02:00
Buchdoktor meint:
@ C. Schmelzer
"Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können.
Mit 50 Lesetips von Jungs für Jungs"
von Katrin Müller-Walde

ist ein guter Tipp - herzlichen Dank dafür.
Die Autorin hat einen Sohn im passenden Alter, kennt die unterschiedlichen Literatur-Geschmäcker von Söhnen und Müttern aus eigener Anschauung, hat Jugendliche für das Buch interviewt und bringt zahlreiche bewährte Buchtipps von Jungen für Jungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.07.2008 20:25:13 GMT+02:00
Baumifive meint:
Ich bin Mutter von drei Jungs zwischen 9 und 12, bin selbst eine große Leseratte und habe bei allen dreien ganz früh mit dem Vorlesen angefangen (damit wären alle Klischees bedient !)

Mein Jüngster und mein Ältester sind begeisterte Bücherwürmer, haben beide in der Grundschule die entsprechenden Vorlesewettbewerbe gewonnnen und trauen sich jederzeit an richtig dicke Wälzer (die Tintenherz-Trilogie inklusive) ran.

Mein Sandwich-Kind jedoch mag weder dicke noch dünne Kinderromane, ist sowohl mit Harry Potter noch den Wilden Kerlen noch dem Magischen Baumhaus zum Lesen längerer (und seien es noch so spannende) Geschichten zu bewegen.

Ihm kann es noch so langweilig sein - freiwillig nimmt er kein Buch zur Hand!

Aber er liebt Comics, Sachbücher über Fußball oder den Sportteil der Tageszeitung.

Ich will damit nur sagen: Er wurde genauso zum Lesen angehalten wie die beiden anderen Jungs, hat aber schon immer ein völlig anderes Leseverhalten gezeigt.

Die besten Erfahrungen habe ich übrigens ebenfalls mit gemeinsamen Vorlesen und Besuchen in der Bücherei gemacht.

Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2008 15:01:31 GMT+02:00
Mein 2. Sohn (7 Jahre) hat auch keine Lust etwas zu lesen. Wichtig ist, daß der Text nicht so lang aussieht und man ein Kind nicht dazu zwingt. Mit Überreden sitzen wir dann beide vor dem Buch und lesen abwechselnd immer jeder ein Wort. Das macht uns Spaß.
Außerdem hat mein Sohn ein Playstationspiel (welches er zur Belohnung für fleißiges Lesen spielen darf!), indem er die Geschehnisse bzw. Aufgaben auch durchlesen muß.
Das kann man natürlich auch mit einem Brettspiel mit Aufgabenstellungen machen.
Ob dadurch die Freude am Lesen geweckt wird, weiß ich natürlich nicht. Aber mein Sohn ist dadurch in der Schule beim Lesen besser geworden. Mein großer Sohn (14 Jahre) mochte zuerst auch nicht lesen. Seit seinem 10. Lebensjahr liest er ein Buch nach dem anderen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2008 16:13:46 GMT+02:00
Buchdoktor, Du sprichst mir aus dem Herzen! Ich würde die Liste vielleicht noch ums "Dangerous Book for Boys" (auf deutsch natürlich) ergänzen.
Mein Sohn war ursprünglich auch eher ein Lesemuffel, hat aber über Hörbücher seinen Zugang zu Büchern gefunden. Denn meist ist ja nur der erste Band auf Hörbuch zu bekommen, alle weiteren hat er dann bei Interesse selbst gelesen. Auf diese Weise hat er sich durch Artemis Fowl, die Twig-Reihe und Eragon gelesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2008 16:58:13 GMT+02:00
Buchdoktor meint:
@Friederike
mit den "Dangerous Books" lassen sich sicher Väter und Söhne erfolgreich beschäftigen, so dass beide Freude an der gemeinsam verbrachten Zeit und dem Buch finden. Dafür eigenen sich auch alle technischen Sachbücher, Bilderbücher über Baumaschinen, Bücher mit Schnittzeichnungen. Müller-Walde ermahnt in ihrem Buch, Jungen am Vorbild einer männlichen Leseratte Begeisterung für Bücher vorzuleben. Da von den ehrenamtlich in Schulen aktiven Vorlese-Paten viele Männer sind, bin ich optimistisch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2008 09:52:54 GMT+02:00
Hallo liebe Eva,

nicht jeder Mensch, ob Kind oder Erwachsen, ist jederzeit der perfekte Bücherwurm.
Die Interessen ändern sich und plötzlich kommt der Spaß am Lesen.

Jedes Kind entwickelt sich anders und man kann so etwas nicht erzwingen.

Mein inzwischen 19-jähriger Sohn ist ein Bücherwurm und denke er ist dazu geworden, weil ich ihn nicht verzweifelt dahinbringen wollte, dass er das liest, was ich will ;-)

Mit vier Jahren las er Lexika für Erwachsene, dann war Micky Maus aktuell - eine starke Lucky Luke Phase bis hin zu Asterix. Anschließend kamen Phantasiegeschichten usw. Ich hab ihn immer gelassen, als er wirklich allein lesen konnte - erste Klasse - nahm er sich Karl May und las die erste Seite, es dauert drei Tage. Ich frage mich, wieso er sich gerade so schwierige Texte vornahm, lies ihn jedoch.
Heute liest er Harry Potter in Englisch in eineinhalb Tagen. Ohne Buch ist er nie zu sehen und drei parallel ist auch drin ....

Also, wenn ich einen Rat geben soll, dass nichts erzwingen wollen oder manipulieren, sondern einfach lassen - Kinder entwickeln sich dann freier und ungezwungern. Eine Kraftprobe für Eltern - auch Eltern wollen wachsen ;-)

Herzlichst Ursula

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2008 10:12:28 GMT+02:00
familienhalt meint:
Hallo,

natürlich wünschen sich viele Eltern, daß ihre Kinder gerne und viel - vor allem gute Bücher - lesen. Aber wir Menschen sind nun mal alle sehr unterschiedlich im Tempo unserer Entwicklungen. Ein Rückschluss auf die Intelligenz ist da auch unangebracht. Akives Vorleben sowie aktive Unterstützung sind sicherlich gute Möglichkeiten um die Kinder anzuregen sowie auch eine gute und großzügige Auswahl an Büchern zu Hause. Die Problematisierung dessen, kann nach Hinten los gehen. Und bei einem Kind von 8 Jahren ist Vorlesen sicherlich normal. Die Kinder haben oft so volle Tage, daß sie sich über Vorlesen am Nachmittag oder Abend sehr freuen. Das ist auch legitim. Kaufen oder leihen Sie mit ihm gemeinsam Bücher aus und geben Sie ihm Zeit. Erwachsene konsumieren seit einigen Jahren auch viele Hörbücher, da sie oft keine Zeit und keine Muse mehr zum Lesen haben. Bei Kindern ist das nicht grundlegend anders. Zusätzlich ist das Angebot an Spielsachen in den privaten Haushalten meist so vielfältig, daß es einfacher ist, sich mit einer Konsole oder Karten zu beschäftigen, als ein Buch zu lesen. Sie können auch feste Lesezeiten einrichten - Ruhezeiten, in denen die Familie gemeinsam oder jeder für sich liest oder sich Bücher ansieht. Natürlich aber alles mit einer positiven Stimmung und nicht als Dogma. Da Sie ihren Sohn als helles Bürschchen beschreiben - fragen sie ihn doch mal, ob es ein Buch gibt, daß er in seiner eigenen Bücherwand vermisst.
Oder lesen Sie gemeinsam mit ihm erst das Buch zu einem Film, den er gerne sehen möchte.
Spielen Sie mit ihrer Fantasie und regen Sie dadurch zusätzlich die ihres Sohnes an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2008 19:06:34 GMT+02:00
IR meint:
Hallo!
Ich habe selbst in dem Alter nicht gelesen. Bin mittlerweile 22 und bin mit 11 zum lesen gekommen über "Sofies Welt". Ich würde mir keine all zu großen Gedanken machen. Irgendwann kommt das von ganz allein. Man muss al Kind eben selbst sein Buch finden. Ich habe auch viel geschenkt bekommen mit dem Beisatz "Ließ das doch mal, Kind. Du musst doch auch mal was lesen." Hat alles nichts gebracht. Mittlerweile lese ich immer noch gerne Kinderbücher, weil ich das in meiner Kindheit eben nicht hatte. SO gleicht sich alles im Leben aus.

Viel Glück!
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