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Leseförderung


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1-19 von 19 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.02.2009 21:04:43 GMT+01:00
Nausicaä meint:
Hallo zusammen,

kann mir jemand von Ihnen Material empfehlen für Erstklässler mit Migrationshintergrund? Die von mir betreuten Mädchen tun sich sehr schwer mit dem Zusammenziehen von Buchstaben und leiden darunter, nicht so fix wie ihre Klassenkameraden zu sein.

Für jeden Tipp bin ich dankbar.
Grüße Karin Wolf
Antwort auf den Eintrag von Nausicaä:
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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2009 23:06:34 GMT+01:00
Isabella meint:
Das ABC der Tiere finde ich super, hat zwar nix mit Migrationshintergrund, ist aber super gemacht, damit lernte meine Tochter schon im Kindergarten lesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2009 16:00:24 GMT+01:00
Ich empfehle die beiden Bände
Zeit für die Schrift I + II von Mechthild Dehn aus dem Cornelsen Verlag.
In Band I bekommen sie vielfältigste Anregungen, wei sie den Lernprozess Lesen und Schreiben bei lernschwachen Kindern anregen können
In Band II finden Sie viele diagnostischen Tipps.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2009 23:57:31 GMT+01:00
Melitimo meint:
Hallo
bei uns hat nur "Lesen und Rechtschreiben lernen " nach dem IntraActPlus-Konzept erschienen
im Springer Verlag,was gebracht.
Unterstützt von Brain-Gym Übungen ist das sehr hilfreich.Viel Erfolg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2009 00:01:27 GMT+01:00
Melitimo meint:
Hallo
bei uns hat nur "Lesen und Rechtschreiben lernen " nach dem IntraActPlus-Konzept erschienen
im Springer Verlag,was gebracht.
Unterstützt von Brain-Gym Übungen ist das sehr hilfreich.Viel Erfolg

Veröffentlicht am 05.02.2009 10:32:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.02.2009 10:34:08 GMT+01:00
Dorothea meint:
Liebe Karin,
versuchen Sie es doch einmal mit "Werde Silbenkönig" (im Fant-Verlag erhältlich). Hier wird Schritt für Schritt das Zusammenlauten der Buchstaben erklärt. Es schließen sich viele Übungen an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2009 16:27:29 GMT+01:00
lukasimmanuel meint:
Das Intraact-Plus-System hat bei uns super gewirkt. Ist preisgünstig und kann sowohl im Einzel- wie auch im Gruppenunterricht eingesetzt werden. Kurse dazu gibt es auch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2009 15:26:14 GMT+01:00
Nausicaä meint:
Ihnen allen vielen Dank für die Anregungen. Ich werde mich "durcharbeiten" und sicherlich fündig werden.

Liebe Grüße, Karin

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.02.2009 13:47:13 GMT+01:00
Heidehansi meint:
Hallo Karin,

versuchen Sie möglichst viel mit Silben zu arbeiten!

Bei den Silben sind die Buchstaben ja bereits beisammen. Und Ha-se klingt viel mehr nach "Hase" als H-a-s-e.

Bei

http://www.veris-direct.de/shop/product_info.php?products_id=130

finden Sie einen Link zu Musterseiten des Kieler Leseaufbaus, der auf dieser Silbenmethode beruht. Schauen Sie sich vor allem die "Silbenteppiche" an. Wenn man die fleißig übt, lassen sich viele Wörter relativ leicht lesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.02.2009 10:13:14 GMT+01:00
Sehr empfehlenswert ist intraact-plus, das genau diesen Aspekt betont und das Zusammenziehen von Buchstaben in vielfältigen Abfolgen - zunächst sinnfrei - übt.

Veröffentlicht am 23.02.2009 17:10:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.02.2009 17:40:07 GMT+01:00
ennovi meint:
Hallo Karin,
als Grundschullehrerin an einer Schule im sogenannten sozialen Brennpunkt kann ich dir nach 10jähriger Erfahrung nur zu einem raten: Schluss mit all den Übungen zum Silbenlesen und Entziffern - egal wie sie auch heißen. Lesen ist eben nicht Entziffern und das Zusammenziehen von Buchstaben. Kinder, die auf solche Weise das "Lesen" lernen - etwa noch mit sinnfreiem Silbenmaterial! -, haben es später umso schwerer, zum wirklichen, nämlich sinnentnehmenden Lesen zu kommen. Lesen heißt verstehen! Und für mich gibt es eine einzige Methode, die wirklich erfolgreich ist: Lesen durch Schreiben. Leider gibt es hierzu viele Halbwahrheiten und auch Verleumdungen. Ich empfehle dir, mach dir selbst ein Bild und lies "Hannah hat Kino im Kopf" von Jürgen Reichen, dem Begründer der Methode. Seitdem ich auf diese Weise mit den Kindern arbeite, lernen alle Kinder lesen - und zwar völlig ohne "Leseunterricht". Alle Kinder lesen gut (was letztes Jahr auch durch den landesweiten hessischen Lesetest für das 2. Schuljahr bestätigt wurde) und - was das Entscheidende ist - alle Kinde lesen ausgesprochen gern. Hier besteht für mich der grundlegende Unterschied zu Methoden, die den Kindern von Anfang an über endlose Silbenübungen jeglichen lustvollen Zugang zum Lesen verbauen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.02.2009 22:54:02 GMT+01:00
Die Übung der Lesetechnik hat - insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund - den Vorteil, dass sie bei dieser Methode nicht benachteiligt sind. Dass nach Beherrschen der Lesetechnik - und des Schreibvorgangs- alle Formen des sinnentnehmenden Lesens sowie des eigenaktiven Schreibens - wie von ennovi angemerkt - zum Zuge kommen sollten, versteht sich von selbst. Nach "Intraact-plus" haben die Kinder den Vorteil, sinnentnehmend lesen zu und schriftlich das Wort ergreifen zu können, weil sie die Technik beherrschen. Sie haben es nicht schwerer, sondern im Gegenteil viel leichter. Das ist meine Erfahrung in Kenntnis beider Methoden.

Veröffentlicht am 26.02.2009 11:24:10 GMT+01:00
Heidehansi meint:
Hallo enovi,

du hast Recht - und auch wieder nicht:

Freilich muss man die Lust am Lesen stärken oder sogar erst wecken. Da hast du Recht, das ist das A und O des Lesenlernens.

Aber wer sagt denn, dass das Lesenlernen über Silben den Zugang zum sinnentnehmenden Lesen verbaut?
MEINE Erfahrungen sind nicht so.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Silben die Brücke zum ganzen Wort sind.
Und man macht sehr schnell den Schritt von den einzeln geübten Silben zu Wörtern, die aus den bereits bekannten Silben zusammengesetzt sind. Ist die Silbenmethode eingeführt, dann kann das bereits bei den ersten Arbeiten mit den neuen Silben geschehen.

Und wenn erst einige Silben und Wörter bekannt sind, dann kann man sich auch durchaus sinnvolle Übungen zum sinnvollen Lesen und Sinnentnahme überlegen und einsetzen.

Und geschickte Kinder, die sich mit dem Lesenlernen leicht tun, gehen meist im "Selbstversuch" schnell weiter voran. Aber unsichere oder schwerfälligere Lerner haben durch die Silbenmethode eine wirkungsvolle Unterstützung.

Veröffentlicht am 27.02.2009 19:17:29 GMT+01:00
ennovi meint:
Hallo Heidehansi,
ich wiederhole es noch einmal: Lesen ist ein Verstehensprozess, der nicht identisch ist mit der Technik, Buchstaben in eine Lautkette zu übersetzen. Diese so genannte Lesetechnik ist nicht Voraussetzung für das eigentliche, das verstehende Lesen. Warum das so ist, lässt sich lernpsychologisch und neurobiologisch durchaus begründen. Dafür ist hier jedoch nicht der Platz (deshalb der Verweis auf "Hannah"). Hier kann ich nur von meinen Erfahrungen berichten: Meine Schüler (85% mit Nichtdeutscher Muttersprache) sind, seitdem ich auf derartige Übungen verzichte und sie stattdessen schreiben lasse, bessere Leser. Da Nausicaa fragte, was sie tun kann, um Kinder mit Migrationshintergrund zu unterstützen, kann ich ihr aus eigener Erfahrung diese Methode nur empfehlen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2009 15:02:44 GMT+02:00
Danus meint:
Hallo,

einige schön gemachte Materialien zu diesem Thema gibt es auch z.B. vom Sauros Verlag.
Zu finden im Web unter www.sauros.de

MfG Daniel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2009 15:03:52 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 08.05.2009 15:04:25 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.05.2009 09:58:18 GMT+02:00
Irmgard meint:
Schau mal die Bücher durch: "Das große ABC-Buch" und "Literacy" von Heike Tenta. Da findest Du tolle Ideen zum Lesen lernen und allg. Lernen mit allen Sinnen zum Thema Buchstaben!
Gruß Irmgard

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.05.2009 13:24:59 GMT+02:00
Thomas Probst meint:
Hallo,
ich finde zum selbständigen Lesen/Lesenlernen das Hörmalbuch "Mo und Luna im Zauberwald" sehr gut, da es die Schulbuchschrift verwendet und der komplette Text im Buch auf der Hörbuch-CD exakt weidergegeben wird. Also lernen durch Mitlesen.

Veröffentlicht am 01.08.2009 20:28:20 GMT+02:00
K. Margit meint:
Bei uns im Kindergarten wurde mit den Vorschulkindern jeden Morgen
10 Minuten lang ein Programm namens "Phonologische Bewußtheit"
durchgespielt.
Es gibt auch einen interessanten Bericht über eine neue Leselernmethode in FOcus-Schule
Heft Nr. 2 März/April 2008.
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Erster Beitrag:  03.02.2009
Jüngster Beitrag:  01.08.2009

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