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Latein lernen?!


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101-125 von 128 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 29.03.2011 13:55:07 GMT+02:00
Englisch hat man genommen, weil es eine lebende Sprache ist und auch, weil das Empire sehr groß war, mit Schwierigkeiten hat das nichts zu tun, dann dürften Sprachen wie Französisch, Japanisch oder Chinesisch keine Weltsprachen sein. Auch Englisch hat seine Tücken, vor allem bei der Aussprache, aber auch in der Grammatik (fünf Aussprachefehler sind ein Nicht genügend). Ich habe mit Latein kein Problem, wenn der Lehrer ok ist. Meine Lateinprofessorin war eine Hantige und hatte auch Englisch. Sowohl bei uns in Latein als auch in der Parallelklasse in Englich waren die meisten versetzungsgefärdet. Wäre Englisch sooooooooooo viel leichter, hätte es anders ausgesehen. Mir hat Latein bei Englisch, Italienisch und Altgriechisch geholfen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.04.2011 08:57:58 GMT+02:00
Was Sie hier schreiben, ist leider völliger Blödsinn. Fragen Sie einfach einmal einen Sprachwissen-
schaftler! Übrigens: Nach einigen Jahren Latein habe ich ohne jede Vorkenntnis einen (universitären)
Französisch-Test bestanden und spreche heute passabel Italienisch, ohne je einen Italienisch-Kurs besucht zu haben.
Übrigens: 80 % aller Sprachdenkmäler der deutschen Geschichte, die sich in den Archiven befinden
und in lateinischer Sprache gehalten sind, sind noch unübersetzt! Übrigens: Als Lehrer kann ich Ihnen sagen,
wie sehr die Neusprachen die Schüler langweilt! Herr Wörndle, kann es sein, dass Sie kein Geisteswissenschaftler sind?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.04.2011 10:36:53 GMT+02:00
Tina Mohr meint:
Herr Gödröd,

Sie als Lehrer - welche Lehrmittel empfehlen Sie?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.04.2011 12:57:14 GMT+02:00
Pelleas07 meint:
@ Historische Sprachen,

Japanisch und Chinesisch sind keine Weltsprachen! Zwar ist die Zahl der Muttersprachler aufgrund der Gesamtbevölkerungszahl in Japan und vor allem in China relativ hoch (auf Unterschiede wie Mandarin und Kantonesisch kann und möchte ich hier gar nicht eingehen - sind jedenfalls verschiedene Sprachen!), aber man kann sich doch nicht in jedem Land der Welt mit Japanisch oder Chinesisch weiterhelfen! In Südamerika verständigt man sich auf Spanisch bzw. Portugiesisch (Unterschiede wie Kastilisch und Katalanisch bzw. Spanisch/Portugiesisch in Europa und Südamerika seien hier vernachlässigt, sind aber nicht unerheblich); wenn man diese Sprachen nicht beherrscht, dann eben auf Englisch, vielleicht auf Französisch, aber wohl kaum auf Japanisch oder Chinesisch!
In ganz Europa und in vielen Ländern der Welt wird Englisch als Schulsprache gelehrt; man kann sich praktisch überall in Europa und fast weltweit auf Englisch verständigen, und auch in Japan oder China wird man auf viele englischsprachige Menschen treffen. Übrigens: Müssen Japaner und Chinesen auch erst Latein beherrschen, um gut Englisch lernen zu können? Kann ich Japanisch oder Chinesisch leichter lernen, wenn ich mir vorher Latein angeeignet habe? Kann ich Fragen der Syntax (z. B. Subjekt - Prädikat - Objekt) etwa nicht anhand der deutschen Sprache begreifen? Muss ich dafür unbedingt Latein lernen?
Wer studiert (egal welches Fach), wird immer wieder Fachliteratur auf Englisch hinzuziehen müssen (auch wenn man Französisch oder Latein studiert). Internationale Veranstaltungen, Kongresse etc. werden häufig auf Englisch abgehalten. Fremdsprachige Filme auf Festivals englisch untertitelt. Viele Firmen verlangen für ein Praktikum bzw. eine Einstellung als Nachweis einen bestandenen TOEFL-Test. In Stellenanzeigen wird häufig sicheres Englisch in Wort und Schrift verlangt. Japanisch oder Chinesisch sind keine Grundvoraussetzung für einen beruflichen Einstieg; auch dann nicht, wenn das Unternehmen Kontakt zu Firmen aus Japan oder China unterhält. Internationale Verträge werden auf Englisch verfasst!
Historisch betrachtet haben Sie recht, wenn Sie die Rolle des Englischen als Weltsprache (auch) auf das Empire bzw. Commonwealth zurückführen. Die heutige weltweite Akzeptanz des Englischen hängt allerdings sehr wohl mit den auf ein Minimum reduzierten Flektionen zusammen: im Vergleich zu den romanischen und slawischen Sprachen, und auch im Vergleich zum Deutschen gibt es kaum Deklinations- und Konjugationsformen. Wer z. B. Französisch, Italienisch, Russisch oder Latein lernt, muss ganze Tabellen von unterschiedlichsten Verbformen, Deklinationen von Pronomen, Artikeln, Zahlwörtern, Substantiven etc. auswendig lernen. Beim Sprechen muss jede Form genau überlegt werden, was den Redefluss nicht einfach macht. Asiatische Sprachen sind schon allein aufgrund ihrer sehr umfangreichen und komplexen Schriftsysteme nicht als Weltsprachen durchsetzbar: Wer Japanisch lernt, muss drei verschiedene Schriftarten beherrschen: Hiragana, Katakana und etwa 2100 Kanji (= chinesische Schritfzeichen). Wer richtig Chinesisch lernen will, muss sich mindestens mehrere Tausend Schriftzeichen aneignen (es gibt über 40.000!) Da ist Englisch, zumindest was das lateinische Alphabet mit seinen 26 Buchstaben betrifft und in der Frage der Deklinationen und Konjugationen deutlich einfacher (zu erlernen). Die Aussprache ist sicher nicht immer einfach, ist sie im Französischen oder Russischen aber noch weniger. Und wer beherrrscht schon so ohne Weiteres die verschiedenen Tonhöhen (!) im Chinesischen?
Englisch ist meiner Meinung nach zurecht Weltsprache Nummer Eins; und es ist ja sinnvoll und notwendig, dass die Weltgemeinschaft sich auf eine Sprache zur weltweiten Verständigung einigt.
Was das Französische angeht: Dies war bis weit ins 19 . Jahrhundert die Sprache des europäischen Adels und des gehobenen Bürgertums (vor allem zum Zwecke der sozialen Abgrenzung; in Tolstojs "Krieg und Frieden" und anderen Romanen sind ganze Dialoge auf Französisch verfasst). Darüber hinaus war es lange Zeit die Sprache der internationalen Diplomatie, was sich heute, wenn auch eher rudimentär, in seiner Bedeutung auf der Ebene europäischer Institutionen widerspiegelt - ein Zugeständnis an den Sprach- und Kulturnarzissmus der "Grande Nation". Und selbstverständlich wird Französisch in einigen Regionen der Erde wie im Maghreb, verschiedenen Staaten Schwarzafrikas, in Belgien, Kanada oder auch Polynesien weiterhin als Amtssprache fungieren (zufällige Relikte aus der Kolonialzeit). Somit ist auch Französisch nach wie vor als Weltsprache anzusehen, wenn auch im Vergleich zum Englischen mit eingeschränkter Bedeutung. Ähnliches gilt für Spanisch und Portugiesisch. In Japanisch und Chinesisch kann ich eine Bedeutung als Weltsprachen jedoch nicht erkennen.
Im Festhalten am Latein erkenne ich vor allem (bildungs-)bürgerliche Reflexe der Mittelschicht, die mehr mit einem Bedürfnis nach sozialer Abgrenzung von unteren Schichten zu tun haben als mit einer vermeintlichen kulturellen Bedeutung des Lateins in unserer globalisierten Welt. Dies wird, zumindest in Bayern und Baden-Württemberg, auch daran deutlich, dass Latein in der Regel als Hauptfach angeboten wird und damit mit über die Versetzung oder Nicht-Versetzung eines Schülers entscheiden kann, d. h. ein Instrument zur Selektion ist!
Mir selbst hat Latein die meiste Zeit Freude bereitet. Latein Lernen also: bitte ja! Freiwillig und mit Freude, ohne Zwang, ohne Druck und vor allem: ohne Selektion.

Veröffentlicht am 04.08.2011 15:44:43 GMT+02:00
Nicole meint:
Hallo,
ich weiß dies ist wieder off-topic, aber ich stehe gerade an der Schwelle der Entscheidung Latein/ Franz.
Mein Sohn tut sich schwer mit Sprachen- Deutsch ebenso, aber auf dem Gym. braucht man leider mind. 2 Fremdsprachen... Ich war bisher der Meinung, dAß Latein sinnvoller für ihn wäre, da es geschrieben wird, wie man es spricht- man kann folglich nicht so viele Fehler machen, wie z. B. bei Französisch mit seinen Endungen.....??? Liege ich hiermit richtig- oder machen wir gerade einen großen Fehler???
Ich muß dazu sagen, daß es bei uns um das kleinere Übel geht;-)
vielen Dank,
gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2011 09:46:47 GMT+02:00
H. Hartmann meint:
Lieber Herr Dr. Woerndle,
das Lateinische hat viele witzige Elemente, lesen Sie mal Martial oder Catull. Den klassischen Witz werden Sie dort in der Tat nicht finden, da uns keine Alltagssprache übermittelt wurde, sondern die hohe Literatur dieser Zeit - und in der finden sich auch heute keine Witze von der Art wie "Fritzchen geht in den Supermarkt...".
Aber was hindert uns daran, neue Witze auf Latein zu erfinden? Als ich kürzlich auf der Suche nach einem neuen Auto war, wortwitzelte meine Kollegin: "FIATne?" - "Ne fiat!" (für die Nichtlateiner: "Ein FIAT?" - "Das möge nicht geschehen! / Auf keinen Fall!").

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2011 11:22:00 GMT+02:00
Tina Mohr meint:
Hallo hebbieauer :)

Da ich davon ausgehe, dass Sie bzw. Ihr Sohn sich nicht für den sprachlichen sondern den möglichen anderen Zug entschieden haben, würde ich das Französisch dem Latein vorziehen. Wenn ihm Sprachen keinen Spaß machen, und es eh nur Lernsache ist, dann doch lieber eine Sprache, die man heute noch spricht, bei der Schüleraustausche und diverse Projekte stattfinden. Dies wäre zumindest mein persönlicher Ansatz.
Sollte ihm jedoch die Naturwissenschaft (was für einen Zug hat er denn gewählt?) sehr am Herzen liegen, so hätte Latein durchaus wieder seine Berechtigung. Rein vom Bauchgefühl würd ich aber Französisch den Vorrang lassen.

So oder so - alles Gute!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2011 11:44:52 GMT+02:00
Feuerofen meint:
Plenus venter studet non solventer....voller Bauch studiert nicht gern.......ja, damit ist ein wesentlicher Kern im Sinne des Wortes und im übertragenen Sinne unserer allbeklagten Bildungsmisere auch benannt.....im übrigen möchte ich einmal ausdrücklich sagen, daß mir dieses ewige Geratsche von den " toten " und den " lebendigen oder lebenden " Sprachen gehörig auf den Geist geht. Dieses Unterscheiden geht nämlich am eigentlichen Kern des " Lernens " des " Studierens " vorbei!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2011 13:13:26 GMT+02:00
Tina Mohr meint:
Feuerofen - Thema verfehlt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2011 16:59:40 GMT+02:00
Feuerofen meint:
Beruhigen Sie sich, Frau Tina Mohr.................mein Text ist auch nur für die Leser bestimmt, die hintersinnig ( um nicht zu sagen hermeneutisch ) mit einem Text umgehen und zwischen den Zeilen zu lesen verstehen! Nichts für ungut, schönes Wochenende!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2011 02:30:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.08.2011 02:45:11 GMT+02:00
morganlefey meint:
Herr Woerndle,

aus Ressentiments Ihrer eigenen - und damit nicht repräsentativen, individuellen - Biographie leiten Sie ein Statement mit Allgemeingültigkeitsanspruch ab, welchem zunächst hoffentlich nur Ihr Sohn zum Opfer gefallen ist, welcher vom Lateinunterricht durch Ihre väterlichen Bemühungen glücklich abgehalten worden ist. Ihr so abgeleitetes Statement lautet, dass wahr sei, dass man jede Sprache besser erlernen könne, wenn man zuvor irgendeine Sprache gelernt habe. Diese müsse aber nicht Latein sein. Daraus wiederum leiten Sie messerscharf ab, dass anzuraten sei, sein Kind vom Lateinischen fernzuhalten. ???
Die Krönung dieses intellektuellen Meisterstücks ist aber, dass Sie aus eben Ihren Ressentiments weiters abzuleiten belieben, ebenfalls mit Allgemeingültigkeits- und auch Autoritätsanspruch, denn dazu haben Sie uns wissen lassen, in welcher akademischen Liga Sie beide (auch der Sohn) spielen, Latein langweile Jugendliche. - Und da trennt sich eben die Spreu vom Weizen: ein Knochen ist immer so saftig wie die Intention des Hundes, sich diesem zuzuwenden.

morganlefey

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2011 07:39:19 GMT+02:00
Tina Mohr meint:
Ahja, die allgemein in Foren beliebt verwendete Formulierung des hintergründigen Textes.. Jedoch: wer auf MEINEN Beitrag antwortet, muss damit rechnen, dass ICH mich angesprochen fühle. Doch nun ohne viel Interpretationsspielraum und "Zwischen-den-Zeilen-lesen-Gehabe": Pfüati!

Veröffentlicht am 09.08.2011 12:35:01 GMT+02:00
Chinesisch gilt aber bereits als Weltsprache und wird bereits als Unterrichtsfach angeboten und es gibt Internationale Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt China samt Sprachausbildung, Japanisch ebenfalls, es gibt aber noch kein Lehramtsstudium.

Ich bin übrigens ebenfalls für die Möglichkeit, Latein abzuwählen, auch als Alternative zum Mathematikunterricht ab der 7. Schulstufe (den Mathematikstoff ab der 7. Schulstufe brauchen die meisten SchülerInnen ohnehin nicht mehr). Man sollte auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, Latein ab der 5. und Griechisch ab der 7. Schulstufe zu unterrichten, die Möglichkeit wurde in Österreich leider komplett abgeschafft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.08.2011 12:39:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.08.2011 12:44:00 GMT+02:00
Herr Mo meint:
Herr Woerndle

Beim Lesen ihres Kommentares musste ich mich doch an ein paar Stellen wundern. So schreiben sie, dass sie jahrelang Latein als Unterrichtsfach hatten, es aber verhinderten, dass auch ihr Sohn jene Sprache erlernt. Nun könnte man sagen, dass sie Latein gewählt haben, es aber 7 Jahre lang langweilig fanden - wie gesagt, man KÖNNTE, denn im nächsten Satzt sagen sie ja direkt, dass sie Latein gleich zweimal (schriftlich und mündlich) beim Abitur gewählt haben. Mir drenkt sich da die Frage auf, warum Jemand der doch offensichtlich gefallen an der lateinischen Sprache hat, seinem Sohn verwehrt eben diese zu lernen? Ebenfalls verstehe ich nicht was sie mit dem Satzt: "[...] als Folge dieser Beschäftigung mit Sprachen ist es ihm leicht gefallen, z.B. die Metamorphosen von Ovid zu lesen und verstehen (er ist promovierter Chemiker), ohne je Latein gelernt zu haben!" meinen. Wer ist promovierter Chemiker? Ihr Sohn? Ovid ist es jedenfalls nicht, im Gegenteil: Er war neben Catull und einigen Anderen einer der bedeutensten Dichter seiner Zeit! Auch dass sie später sagen: "Jugendliche in diesem Alter kann man praktisch nicht überfordern" ist nicht richtig. Sie spielen wohl darauf an, dass Personen in ihren jungen Jahren schneller lernen als z.B. Erwachsene. Überfordern kann man aber auch Jugendliche! Im nächsten Satz sagen sie ja, dass man Jugendliche langweilen kann. Und das versuchen sie zu verhindern indem sie ihn lernen lassen? Das ihr Sohn englische Literatur zu schätzen weiß ist natürlich nicht schlimm, aber wenn ihr Kind sich langweilt liegt es nicht daran, dass es gerade nichts neues lernt, sondern dass ihm die Beschäftigung fehlt. Er kann sich ja auch mit Freunden treffen. Dies ist zudem viel fördernder als es ein Buch jemals sein kann, denn der Umgang mit anderen Menschen fördert nicht nur die soziale Kompetenz, sondern beschäftigt ihren Sohn auch und ich lehne mich bestimmt nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass es ihm mehr Spaß macht sich mit seinen Freunden zu treffen, als Ovid zu lernen.

MfG Moritz Klünenberg
Antwort auf den Eintrag von Herr Mo:
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Veröffentlicht am 21.08.2011 00:35:21 GMT+02:00
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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2012 12:26:56 GMT+02:00
Bona Parte meint:
Ich bin mit dem Satz überhaupt nicht einverstanden! Ich freue mich, Latein in der Schule gelernt zu haben. Das ist doch "die Mutter aller Sprachen" und man soll einfach die Grundsetzte eigener Sprache kennen. Latein ist sehr wichtig!

Veröffentlicht am 07.12.2012 12:38:01 GMT+01:00
Clemens Muth meint:
Die Grundfrage ist doch, mit welchem Ziel etwas gelernt werden soll. Und dann muss man sich den Menschen mit seinen Voraussetzungen anschauen, der etwas lernen soll.
Man weiß leider bei Kindern im Alter von 9 Jahren noch nicht, ob sie Latein einmal für einen bestimmten Beruf brauchen werden (Anwendungsorientierung). Auch wird ein Kind in dem Alter kaum sagen können, ob es aus Gründen einer entsprechenden (humanistischen, umfassenden) Bildung gern Latein lernen möchte.
Und man sollte sich anschauen, was für ein Lerntyp bei einem Kind bevorzugt vorliegt
Ich meine, wenn ein Kind kreativ und sehr kommunikativ veranlagt ist, dann lernt es wahrscheinlich lieber und besser visuell und auditiv, z.B. über das anschauen von fremdsprachigen Filmen oder über Audio-CDs (http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_i_0_11?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=englisch-cd+f%C3%BCr+kinder&sprefix=Englisch-CD%2Caps%2C159&rh=i%3Aaps%2Ck%3Aenglisch-cd+f%C3%BCr+kinder).
Ein Kind das gut mit Strukturen und Regeln klarkommt, eher kognitiv als emotional an die Sachen herangeht, hat über die Grammatik (http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Latein+Grammatik) womöglich einen leichteren Zugang.

Veröffentlicht am 12.03.2013 01:40:34 GMT+01:00
falk meint:
meine schwester war bei nonnen in einer klosterschule fürs latein. ebenfalls empfehlenswert universita de stranieri, perugia italien jeden monatsanfang fangen sprachkurse an, die billigste schnellste uni europas. 2 monate italienisch dann umswitchen. einfach in die kirche gehen und dem pastor zuhören neben der uni. lateinbuch dort kaufen. von deutsch aus sehr schwer erlernbar. Sie lieben latein wenn Sie dort die leute erleben. italienisch ist zwar gar nicht latein ist aber sehr nützlich für den vergleich

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.03.2013 16:31:39 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 12.03.2013 16:36:30 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 07.05.2013 15:56:04 GMT+02:00
Ich finde, wenn die Lehrkraft gut erklärt und das Unterrichtswerk o.k. ist, dann ist es nicht schwer. Daran hapert es nämlich am meisten, fast so schlimm wie in Mathe oder EDV. Von Italienisch aus ist es natürlich leichter, aber auch da gibts Entwicklungen inkl. false friends. Und Japanisch und Chinesisch sind wesentlich schwerer, da kommt noch die Schrift dazu, und obwohl diese Sprachen die wenigsten brauchen, werden beide in den Schulen künstlich gepusht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2013 13:09:21 GMT+02:00
Hallo, Mein bereits zitierter Sohn lebt und arbeitet jetzt in Italien. Nach ca. 1 Jahr konnte er so viel Italienisch (vorher nur Englisch und Französisch), dass er die Firma leiten konnte, bei der er war. Es hatte ihn nach seiner Auskunft deutlich geholfen französisch schon zu beherrschen. Latein hat ihm gar nicht gefehlt. Ich denke nicht einmal im Vatikan können sie einen Witz in Latein erzählen. Es fehlte eben 2000 Jahre Wortbildung. Tot ist eben tot. Für mich schätze ich Latein sehr. Aber ich empfehle es niemandem. Daß es Latein heute noch gibt hängt auch damit zusammen, daß in jedem Wörterbuch immer wieder zu lesen ist: "(lat. xyz), um die Wortherkunft zu erläutern. Der Zahnarzt sage zur Assistentin : "Excavator", diese reicht ihm den Auskratzer. Kommt ja aus dem lateinischen cava, die Höhle. Heißt nur in Deutsch so. Anderso geht's leichter: cave, die Höhle englisch, cueva, die Höhle spanisch, cavo italienisch, etc. Da kann man das aus dem Wortstamm erschließen. Die meisten lateinischen Vokabel kenne ich deshalb noch, weil es ähnlich lautende in anderen Sprachen gibt: liber, lateinisch das Buch, da gibt's noch die englische library, die italienische libreria, die spanischen librerìa, die ja auf deutsch Buchhandlung heißt. Man sieht: wäre alles ganz easy, wenn deutsch nicht so schröcklich quer läge. Gerade hat Richard David Precht ein schönes Buch über die überflüssigen Dinge geschrieben. Lieber also 3 mal Fremdsprache statt einmal Latein. Eine Nutzen hat man auch noch davon, z.B. man kann mal zum Schüleraustausch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2013 13:28:07 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 19.02.2014 18:59:15 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 19.06.2013 10:35:31 GMT+02:00
Leonida meint:
Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen (auch wenn die zwei Jahre alt ist - vielleicht sucht ja eine andere Familie in ähnlicher Situation): Zum spielerischen Einstieg gibt es ein nettes Buch des Göttinger Altphilologen Dr. Martin Biastoch: Rom und die Römer. Latein kann ich auch Das sind Kopiervorlagen mit vielen Aktivitäten (Malen, Basteln, Rätsel, Suchbilder) für Kinder im Grundschulalter.
Da ich (Anglistin / Germanistin) davon überzeugt bin, dass Latein die erste Fremdsprache sein sollte (als Grundlage für weitere Sprachen wie Französisch und Russisch, als Schulung des sorgfältigen Umgangs mit Texten und Sprache usw.), habe ich vor Jahren mit diesem Titel eine Latein-AG für Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse, in der meine Tochter damals war, angeboten. Die Kinder hatten viel Spaß dabei. Dass einige von ihnen später trotzdem Französisch gewählt haben, begründeten sie so: "Latein kann ich ja jetzt schon!" (nach 12 Unterrichtsstunden ...).

Übrigens hat meine Tochter als zweite Fremdsprache ab Kl. 6 Latein gelernt und hatte leider anfangs einen Lehrer, mit dem sie überhaupt nicht zurechtkam und der die Grundlagen nur unvollständig gelegt hat. Danach hatte sie zwei junge, enthusiastische Lehrerinnen, findet Latein jetzt ganz okay und wählt es nur deshalb ab, weil sie ab Kl. 10 Spanisch lernen will und an ihrer Schule nicht beides gleichzeitig geht.

Veröffentlicht am 01.07.2013 17:33:26 GMT+02:00
Hallo,

Ist ein Einsteiger Buch: Prima. Ausgabe A GK und LK
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