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Ich lese gerade / habe gerade ausgelesen ... 2


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Veröffentlicht am 07.08.2012 23:44:01 GMT+02:00
dark swan meint:
@ m. fröhlich

sieh mich mit einem dicken lächeln hier sitzen. ich freu mich sehr, dass dir die Durchsichtige Dinge auch so gefallen. nabokov schreibt dicht und leicht. bewundernswert. das ist einfach eine großartige (und verdammt schwere) mischung. =))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.08.2012 13:54:15 GMT+02:00
Tedesca meint:
M. Fröhlich, an Paul Auster kannst Du Dich ruhig herantrauen, die meisten seiner Bücher lesen sich wunderbar leicht, Du musst ja nicht unbedingt mir der "New York Trilogie" anfangen. Die liest sich zwar auch sehr gut, lässt aber viele Fragen offen. Als Einstieg sind meiner Meinung nach "Timbuktu", "Mr. Vertigo" oder auch "Die Brooklyn Revue" gut geeignet.

Von Baldursdóttir hat mir bis jetzt am besten "Die Eismalerin" gefallen und "Die Farben der Insel", da fand ich auch die Änderung der Erzählperspektive so spannend. Und überhaupt die ganze Familiengeschichte, die hatte etwas ganz Besonderes. "Möwengelächter" macht mir auch viel Freude, diese Frau kann wirklich gut und flüssig erzählen, auch wenn garnicht so viel passiert.

Liebe Grüße an Euch alle,
tedesca

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.08.2012 16:53:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.08.2012 13:03:17 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
So, jetzt habe ich den Durchblick *lach*,denn ich habe Durchsichtige Dinge gestern Vormittag ausgelesen. dark swan, Nabokov schreibt wirklich virtuos, sehr sehr eigenwillig und das Konzept, das hinter diesem Kurzroman steckt, ist ebenso virtuos.
Nach einem so ironischen bitterbösen melancholischen Buch aus der Männerperspektive war mein Bedürfnis nach weiblicher Sichtweise, etwas mehr Gefühl und etwas weniger Zynismus groß. Unheilige Liebe schaute mich an und reizte mich sehr, gestern Abend, aber das ist schon ein Absturz aus großen sprachlichen Höhen, so direkt nach (dem) Nabokov, obwohl ich J.C.Oates Stil ausgesprochen gut finde. Inhaltlich gesehen ist der Anfang für mich interessant und es begann gerade spannend zu werden, als die Müdigkeit überrollte mich.
Da ich so neugierig war, hab ich heute Morgen Let's Talk About Sex. angefangen und das ist natürlich noch einfacher, sprachlich gesehen, doch auch sehr nett zu lesen. Ach, es ist so schön, Zeit zum Lesen und zum Spazierengehen am Fluß zu haben, mit meiner kleinen Enkelin im Tragetuch, die zufriedenen kleinen Seufzer und Schnaufer des Babys zu hören und noch mal die Bilder der Erlebnisse des Mr Person Revue passieren zu lassen und es zu genießen, eine Frau zu sein.
Tedesca, vorhin habe ich in diesem thread eure früheren Gespräche über Paul Auster gelesen - jetzt schwirrt mir der Kopf ein wenig von all den Inhaltsangaben und Meinungen - aber "Selbstfindungstrip" hört sich gut an (für mich), auch der Textauszug klingt gut, somit hab ich mich für Mond über Manhattan entschieden und noch eins auf meine Liste gesetzt: Timbuktu
Ist es eigentlich so, dass Paul Auster überwiegend "männerlastig" schreibt? Oder nur in bestimmten Werken?

Viele Grüße an alle,
M.F.

Veröffentlicht am 09.08.2012 20:41:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.08.2012 21:05:10 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
Nachtrag:
An Tedesca, dark swan und alle anderen hier im Forum ein dickes Dankeschön für die vielen guten Anregungen und die interessanten Diskussionen. Ich bemerke, dass ich immer mehr Lust bekomme, auch Bücher zu lesen, die (bisher) nicht in mein Bücher-Beuteschema passten, und wenn es dann manchmal vorkommt, dass es nicht so das Richtige war, bleibt immerhin das gute Gefühl, den eigenen Horizont ein kleines bisschen erweitert zu haben.

Noch ein Tipp für Nachtschwärmer: heute um 23:15 kommt ein wunderbarer Film auf WDR, ungewöhnlich sensibel beobachtet, sehr dicht erzählt, es geht um eine 12-Jährige (Léora Barbara), deren Eltern eine Kneipe in einem Pariser Arbeiterviertel haben, sie lebt praktisch in der Kneipe, was nicht so gut für ihre Schulnoten ist, andererseits aber auch sehr interessant und schön... "Stella" / Frankreich 07
(Gibt es hier auch, jedoch leider nicht auf deutsch)

Veröffentlicht am 10.08.2012 10:57:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.08.2012 10:58:21 GMT+02:00
Tedesca meint:
M. Fröhlich, dafür sind wir doch hier :-))) Mir geht's genau SO! Dauernd entdecke ich neue Bücher, auf die ich ohne Euch vielleicht nie gekommen wäre, und ausserdem macht es Spaß, sich über das Gelesene austzutauschen. Im richtigen Leben kann man das, zumindest in meinem Umfeld, eh nur selten, weil nie gerade jemand das gleiche Buch liest oder meine Neuentdeckungen keiner kennt.

Danke für den Filmtipp, aber auch, wenn ich jetzt jeden Tag ausschlafen kann, werde ich um 23:15 schon im Land der Träume wandeln, wie ich mich kenne. Schade, dass die interessanten Sachen immer erst so spät kommen!

Ich bin noch immer mit Agga in Island unterwegs und unterhalte mich sehr gut.

Liebe Grüße an Euch alle,
tedesca

Veröffentlicht am 10.08.2012 14:16:06 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
"... und ausserdem macht es Spaß, sich über das Gelesene austzutauschen. Im richtigen Leben kann man das, zumindest in meinem Umfeld, eh nur selten, weil nie gerade jemand das gleiche Buch liest oder meine Neuentdeckungen keiner kennt."

Ja, genauso geht's mir auch. Und im Kollegenkreis, in dem durchaus auch viel gelesen wird, ist meist zu wenig Zeit für solche Luxusgespräche.

Veröffentlicht am 10.08.2012 15:15:43 GMT+02:00
MMMichael meint:
Ausgelesen: "Der stille Amerikaner" von Graham Greene.
Das Buch handelt in Vietnam und wurde in den 50er Jahren geschrieben, also zu einer Zeit, in der die Franzosen dort ihren Kolonialkrieg geführt haben.
Der Ich-Erzähler ist ein gealterter, britischer Korrespondent, der meint, ein Zyniker zu sein und sich aus dem Kriegsgeschehen gefühlsmäßig heraushalten zu können. Er interessiert sich eigentlich nur für Opiumpfeifen und seine junge, vietnamesische Geliebte ... bis ein junger Amerikaner seinen Weg kreuzt, der ihm die Geliebte ausspannen will; ein idealistischer Bursche mit den besten Absichten, der aber nicht nur wegen wirtschaftlicher Aufgaben im Lande ist, sondern auch einen Geheimauftrag zu haben scheint.
Und so beginnt eine seltsame Dreierkiste vor geschichtlichem Hintergrund. Und nebenbei begreift man auch, wie wenig wir Normaleuropäer die Denkweise der Asiaten verstehen.
Das Buch ist Politthriller, Krimi und Drama. Es spart nicht mit Kritik an westlicher Arroganz und hält, ganz nebenbei, einige erleuchtende Lebensweisheiten bereit - und das ganze hochliterarisch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.08.2012 19:36:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.08.2012 00:10:16 GMT+02:00
dark swan meint:
@ m. fröhlich

meinst du mit "männerlastig", dass auster aus männerperspektive schreibt?
ich bin gerade am überlegen, aber alle bücher, die ich von ihm gelesen hab, haben tatsächlich einen männlichen erzähler. aber - er schreibt wunderbar sensibel.

bei Mond über Manhattan fand ich den beginn klasse. man muss sich das mal überlegen: eine halbe (!) seite, und wir wissen die ganze vorgeschichte des ich-erzählers, wie er gelebt hat, wie er ganz plötzlich seine ganze habe verloren hat, seine wohnung, einfach alles und nun gezwungen ist, auf der straße zu leben. eine halbe seite. und das ist nicht so runtergerotzt, das wird spürbar. toll.
ich mochte dieses buch sehr gern.
wenn dir das gefällt und du es noch einen zacken verrückter möchtest, dann empfehle ich Nacht des Orakels. allein die seitenweisen fußnoten, die oftmals bereits eine weitere geschichte ergeben, die parallel erzählt wird (zur ohnehin auf mehreren kanälen erzählten geschichte) haben mich glücklich gemacht. "nacht des orakels" ist noch viel verspielter als "mond über manhattan", aber beide sind kleine feuerwerke. viel freude daran!

@ all

ich habe vor wenigen tagen einen ganz bezaubernden kleinen roman (eher eine erzählung) beendet: Luke und Jon von robert williams.

es ist die geschichte von luke, in dessen leben ein tiefer bruch geschieht. seine mutter stirbt bei einem unfall. zusammen mit seinem introvertierten vater wagt er in einer anderen stadt einen neuen beginn. bitterarm können sie sich nur eine bruchbude von haus leisten, fern von der stadt, auf einem berg.
dort treffen sie auf jon, der auf der anderen seite des bergs wohnt, ein schräger typ in lukes alter, der opaklamotten trägt, lexikonwissen vorträgt und ansonsten schweigt. ein ausgestoßener in der schule, der etwas vor der außenwelt verbirgt.

das tolle an dem buch ist eigentlich weniger die geschichte, die erzählt wird, als w i e sie erzählt wird. da treffen drei ziemlich schräge typen aufeinander, und alle drei sind irgendwie am ende, ziehen aus der begegnung jedoch unerhörte kraft und überlebenswillen. das könnte entweder zur klamotte oder triefend kitschig werden, aber zwei weitere akteure in diesem buch sind die sprache und das gefühl. williams schreibt schnörkellos und klar, und hin und wieder geht ein wunderschönes bild in den zeilen auf. und duftet zum niedersinken. die emotionalität liegt vor allem in diesen bildern, und ich muss sagen, mir hat das buch mehrmals feuchte augen bereitet. eine klare leseempfehlung für alle, die gern eine kleine, zarte, sensible erzählung über freundschaft und verlust lesen möchten.

liebe grüße, ds

Veröffentlicht am 10.08.2012 21:07:10 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Zur Entspannung meines Gehirns musste ich ein Wohlfühlbuch aus den Niederungen der Kategorie "sie kriegen sich bestimmt" lesen und geriet an ein Südstaatenepos, das als Bestseller gilt:

Leila Meacham Die Erben von Somerset: Roman

Nun ja, das Ziel wurde erreicht, mein Gehirn ist entspannt. Wie bei dem Titel nicht anders zu erwarten, ist es ein Unterhaltungsroman der leichteren Sorte, nicht gänzlich ohne Spannung aber dennoch sehr vorhersehbar. Die natürlich wunderschöne weibliche Hauptfigur ist eine moderne Fassung von Scarlett OHara inklusive ihrer Liebe zu ihrem Landbesitz. Auch eine tragische Liebe zu einem selbstverständlich bestmöglich aussehenden und ebenso selbstverständlich schwerreichen und dabei noch äußerst liebenswerten Mann ist vorhanden, schluchz. Alles wird gut, wenn auch erst nach vielen Irrungen und Wirrungen in der zweiten Generation, welche - wie könnte es anders sein - ebenfalls bildschön und superreich ist.

Tja, eine tragische Geschichte aus dem wahren Leben :-)))), bei leichter Sommergrippe so gerade eben noch zu lesen. - Bleibt nicht im Bestand, versteht sich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.08.2012 10:28:20 GMT+02:00
Tedesca meint:
M. Fröhlich, in meinem Umfeld wird sehr viel gelesen, sogar mein Donaldist liest durchaus lesenswerte Bücher, wenn Donald grad Pause hat, aber der meint dann immer "Wozu soll ich da drüber reden, reicht eh, dass ich es gelesen hab?"....

dark swan, ich mochte "Oracle Night" und "Moon over Manhattan" auch sehr, wobei ich zum Einsteigen immer gern "Timbuktu" oder "Mr. Vertigo" empfehle, weil die von der Story her etwas skurril, aber auch leichter zugänglich und berührender sind, finde ich. Ich überlege ja ernsthaft, alle seine Bücher jetzt noch einmal zu lesen, oder wenigstens die frühen, das ist bei mir ja jetzt auch ewig her, späte 80er würd ich sagen. Da leidet die Erinnerung ziemlich. "New York Trilogy" hab ich vor kurzem als Hörbuch gehört und war echt wieder total begeistert... wenn da nur nicht diese nie schrumpfende SuB wäre... seufz.

Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße,
tedesca

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.08.2012 19:10:59 GMT+02:00
Werner meint:
Bei Camus geht es um das Absurde (die Diskrepanz zwischen dem Hineingeworfensein in eine gleichgültige Welt und dem dringenden Bedürfnis nach Erklärung (wo komme ich her, gehe ich hin, wer bin ich, was ist das Existente und das Nichts etc). Die Antwort ist nicht der Selbstmord oder Mord oder das enthemmte Sich Durchsetzen (wie man in einer Welt ohne Gott und höhere Ordnung ja vermuten könnte), sondern ein Humanismus wie er von dem Arzt in der "Pest" praktiziert wird. Und eine innerliche Revolte gegen diese existentielle Zumutung der conditio humana.
Habe gerade zufällig den "Fall" gelesen, d.h. wieder gelesen nach 30 Jahren. Camus war ein Kind seiner Zeit wie wir alle. Mit dieser Erzählung wurde der Nobelpreis begründet (schwer nachzuvollziehen). Die Erzählungen sind als Metaphern konzipiert und manchmal recht konstruiert. wie auch seine Dramen (z.B. Caligula). Er war kein großer Erzähler außer in seinen Kurzgeschichten, die ich genial finde. Er war auch nur ein mittelprächtiger Philisoph. Vieles von ihm ist schon von Schopenhauer durchdacht. Trotzdem, ich lese ich immer wieder gerne bei ihm.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.08.2012 21:50:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.08.2012 13:00:47 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
@ R.Gnoss
Ich hab gestern Abend einen herzhaften Lachanfall bekommen, als ich deinen Beitrag las. Wunderbar!

@ dark swan
Vorhin hörte ich im Radio "I can see clearly now the rain is gone..." dieses Lied liebe ich, seitdem ich es zum ersten Mal gehört habe.
Ich habe mich sehr gefreut, als ich es in einem deiner Bücher (du weißt schon...) entdeckte, das wollte ich dir neulich schon erzählen, hab es aber vergessen.
Ja, über diese halbe Seite Mond über Manhattan, hab ich auch gestaunt. (Wer' sie nicht kennt, findet sie unter der Inhaltsangabe, siehe Link)
Mit "männerlastig" meine ich, ja ... was eigentlich? Wenn ich das Gefühl bekomme, dass die Frauen, sofern welche in dem Roman/der Erzählung vorkommen, mir fremd bleiben, weil sie immer nur aus dem männlichen Gesichtsfeld heraus gezeigt und eingeschätzt werden. Taxieren, ob die jeweils auftauchende Frau attraktiv ist, ob erreichbar oder unerreichbar - wenn es sich nur darum dreht, und ob das Ziel erreicht wird. Aber auch, wenn die männliche Hauptperson sich nur mit Gedanken beschäftigt, die mich langweilen (oder sogar abstoßen) und nur Interesse an Beschäftigungen hat, mit denen ich nicht so viel anfangen kann und wenn mir das auch nicht schmackhaft gemacht werden kann... dann ist ein Buch für mein Empfinden männerlastig.
Durchsichtige Dinge ist ein gutes Beispiel dafür.
(Wobei es hier dieses männliche Denken und Verhalten gerade ein wichtiges Detail des Konzeptes zu sein scheint).
Was für ein Unterschied dazu ist z.B. Murakamis Ich-Erzähler in Gefährliche Geliebte: Roman. Er versteht auch nicht immer, was seine jeweilige Freundin bewegt und motiviert, doch er hat viel Gespür, er führt Gespräche, in denen er versucht zu ergründen und zu verstehen und wenn das nicht hilft, macht er sich Gedanken darüber, wie sie sich fühlt.
- Deine Buchtipps sind wieder mal sehr verführerisch...

@ tedesca
Das Wort "männerlastig" hab ich ja von dir übernommen, und vielleicht magst du ja auch was dazu sagen?
Dein Donaldist scheint (noch)= kein Erwachsener zu sein, oder doch? Aber schon so ein "richtiger" Mann:-))
Erinnert mich stark an die ergiebigen Gespräche beim Mittag- oder Abendessen bei uns früher: Ich: "Wie war's heut in der Schule?" 1.Sohn: "Standard" und 2.Sohn: "Normaaal!"

@ all
Und nun zum eigentlichen Zwecke dieses Threads zurück:
Ich befinde mich in Woodslee, das irgendwo zwischen New York und Boston zu liegen scheint, bin an der Universität Woodslee, auf dem Campus, im eleganten Haus des Dekans war ich zu einer sehr interessanten Party eingeladen, lernte auch schon zwei weniger elegante Wohnungen von innen kennen...und das Interessante ist, dass ich als Mann auf dieser Party im Haus des Dekans bin, dann wieder als Frau... auch bin ich mal alt, mal jung, mal mittelalt, mal Gast oder Gästin, mal als Gastgeber. Und ich lerne mehr und mehr die Beziehungsgeflechte und Machtspielchen kennen und bin auch gerade ganz doll verliebt.
Sie verwundert mich sehr und doch gefällt sie mir bisher gut, diese Unheilige Liebe
Einen wunderschönen Abend noch euch allen,
M.F.

Veröffentlicht am 12.08.2012 18:54:02 GMT+02:00
lolarennt meint:
Ausgelesen: Stephen King Der Dunkle Turm, Band 3: Tot.Ich werde immer mehr zum Fan der "Dunklen Turm"-Saga, der vierte Teil ist bestellt und ich bin wieder einmal mehr als begeistert von Kings meisterhafter Erzählkunst.

In der Zwischenzeit lese ich jetzt eines vom SuB: Die Selbstmord-Schwestern von Jeffrey Eugenides.

Veröffentlicht am 13.08.2012 11:33:12 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Ich befinde mich gerade im Prag des 16. Jahrhunderts:

Leo Perutz Nachts unter der steinernen Brücke: Roman

Diesen Roman muss ich beendet haben, um wirklich etwas darüber zu sagen. Bisher nur soviel: er ist absolut genial

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.08.2012 11:47:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.08.2012 12:07:11 GMT+02:00
Sinaida meint:
Gnoss, ist Dir aufgefallen, dass der "Roman" wie ein Sonettkranz aufgebaut ist? -
Vierzehn Geschichten, die einzeln gelesen werden können und die sich doch immer wieder durch Personen, Handlungen, Zeit verschränken - und der Epilog am Ende ist das Meistersonett, "Meisls Gut" - das Testament, eine Art Extrakt aller Geschichten, wie man rückblickend erkennt.

Ja, ich fand das Buch auch einfach genial konzipiert und wie man bei Perutz erwarten kann, spannend geschrieben. Perutz war schon ein großartiger Erzähler!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.08.2012 11:54:04 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Jaha, das fiel mir auf - ich lese gespannt weiter.......

Veröffentlicht am 13.08.2012 13:15:26 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
@lolarennt

Die Selbstmord-Schwestern las ich vor einigen Jahren und kann mich an viele Szenen und Bilder noch gut erinnern, wie ich jetzt gerade bemerke. Doch obwohl Eugenides so bildhaft erzählt, dass sich die Bilder einprägen, hat er es nicht geschafft, mich auf eine Art zu berühren, an die ich mich gerne erinnere. Diese ganze skurrile Geschichte bleibt skurril... und mehr auch nicht. Das war nicht so meins.
Und obwohl alle möglichen Leute von Middlesex. Roman begeistert waren, mochte ich es deshalb bisher nicht lesen.

Veröffentlicht am 13.08.2012 13:23:39 GMT+02:00
lolarennt meint:
Bisher erinnert mich Eugenides in seiner Sprache sehr an Philip Roth, gekreuzt mit Michael Chabon. Beide Autoren liebe ich sehr und bislang kann ich auch den Selbstmordschwestern viel abgewinnen. Natürlich ist die Geschichte mehr als skurril, aber manche kleine Passagen berühren mich doch sehr. Ich finde große Ähnlichkeiten der "Stimmung" mitDie Geheimnisse von Pittsburgh, aber auch manchmal mit Stewart O'Nans Halloween.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.08.2012 14:16:51 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Middlesex habe ich ungefähr zur Hälfte gelesen - nicht, weil es mir nicht gefiel, es kam nur etwas dazwischen -. Ich werde es auf jeden Fall noch beenden, es ist ein großartiger Roman. Trau dich ruhig daran, M. Fröhlich

Veröffentlicht am 13.08.2012 18:46:25 GMT+02:00
Habe Rimbaud und die Dinge des Herzens gelesen. War sehr gut, aber hatte mir etwas anderes erhofft. Der Titel ist ein wenig irreführend. Rimbaud kam erst zum Schluss vor.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.08.2012 19:20:17 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Ich las das Buch im letzten Jahr und habe dazu im alten Forum am 09.05.2011 etwas geschrieben. Mir hat das Buch auch gefallen

Veröffentlicht am 13.08.2012 19:23:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.08.2012 19:38:45 GMT+02:00
thea meint:
Nach zwei Fjällbacka-Krimis (Bisher fünfteilige Krimiserie um eine Autorin, ihren Ermittler-Ehemann, seine Kollegen, ihre Schwester und Freundeskreis. Ohne blutrünstige Brutalität und trotzdem spannend) passt neues auf den SuB. Beim Stöbern habe ich gestern entdeckt und bestellt....
Liebe
Der Ball
Suite française
Chronik eines angekündigten Todes: Roman
Der erste wird wohl der Marquez, der einzige mir bereits bekannte Autor. Da alle nicht allzu umfangreich sind, kann ich bestimmt schnell berichten. Liebe Grüße

Veröffentlicht am 13.08.2012 20:14:32 GMT+02:00
lolarennt meint:
"Der Ball" hab ich voriges Jahr gelesen und war ein wenig enttäuscht - ich vermute, "Suite Francaise" ist besser, nicht so ...überhastet abgehandelt.

Veröffentlicht am 13.08.2012 20:55:18 GMT+02:00
Büchereule meint:
gerade den zweiten Flavia Roman gelesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.08.2012 22:12:28 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
Hallo R.Gnoss,

sag mir, gibt es einen schnellen Weg, sich alle eigene Beiträge anzeigen zu lassen? Gebe ich im Feld "Kundendiskussionen durchsuchen" meinen Namne ein, so bekomme ich nur die Beiträge, in denen andere mich angeschrieben haben. Ansonsten ist es etwas mühsam, sich durch alle Seiten zu scrollen...
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