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Ich lese gerade / habe gerade ausgelesen ... 2


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1-25 von 5625 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 21.05.2013 18:23:15 GMT+02:00
Genius meint:
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Veröffentlicht am 17.05.2013 11:40:51 GMT+02:00
Rufus Ruft meint:
Habe gerade fertig gelesen Drei Dates ins Chaos, nette Chick-Lit, in der eine erfolgreiche Autorin ihre Handynummer in der Kontaktspalte in der Zeitung wiederfindet und sich von ihrer Freundin dazu breit schlagen lässt, sich mit drei Männern zu verabreden. Zwischendurch schlägt sie sich mit ihrer Mutter herum, und der Frage, wer denn nun ihr Vater ist.
Nun gerade angefangen habe ich Der Club der Einzelkinder, das mir von einer FB-Freundin empfohlen wurde.

Veröffentlicht am 17.05.2013 10:51:21 GMT+02:00
Christiane W. meint:
Hmm, vor Flavia de Luce hab ich auch schon öfter gestanden, war aber immer so hin- und hergerissen. Ich glaube jetzt werde ich es mal wagen, ihr habt mich noch neugieriger gemacht. :)

Veröffentlicht am 15.05.2013 14:24:10 GMT+02:00
Junxmutter meint:
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Veröffentlicht am 15.05.2013 14:18:26 GMT+02:00
Rebecca meint:
Ja, Tedesca, wenn man es so sieht hast du wohl recht. Der Kriminalfall rückt da eigentlch doch sehr in den Hintergrund. Ich kann mir auch schon vorstellen, dass mich irgendwann mal die Sehnsucht nach Flavia bzw. Bishops Lacey bzw. Buckshaw überkommt...

Veröffentlicht am 15.05.2013 09:17:45 GMT+02:00
Tedesca meint:
Die Nelson-Mandela-Biografie habe ich vor vielen Jahren gelesen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie dieser Mensch es geschafft hat, dort, wo es ging, neutral zu berichten und nicht emotional zu werden. Für mich ist er eine der beeindruckendsten historischen Figuren aller Zeiten, leider ist er sehr krank und wird wohl nicht mehr lange leben, aber immerhin hat er aus der Zeit, die ihm nach seiner ewig langen Haft geblieben ist, etwas gemacht. Nicht nur politisch, er hat ja auch eine neue Frau und hoffentlich doch auch etwas Glück gefunden.

Rebecca, bei Flavia de Luce fasziniert mich immer, wie der Autor so vieles ganz unterschwellig vermittelt. Die Lage das englischen Landadels nach dem Krieg, die unglaubliche Einsamkeit dieses Kindes, das sich in seine Altklugheit flüchten muss, um nicht auf der Strecke zu bleiben neben den zwei großen Schwestern und einem Vater, der für die Anliegen seiner Töchter so gar kein Verständnis hat. Der alte Diener mit seinem Kriegstrauma, all diese Detaisl machen für mich diese Serie zu etwas, das über eine witzige Krimireihe hinausgeht. Ich hab mittlerweile alle verfügbaren Teile im Original gehört, sie werden auch recht gut von Jayne Entwhistle gelesen, wobei man sich natürlich an die kindliche Erzählstimme erst gewöhnen muss.

Ich schwelge mittlerweile in der schönen Sprache von Alessandro Barrico, der schonungslos mit der bürgerlichen Erziehung im Italien der 70er-Jahre abrechnet. Grandios, aber auch nicht ganz einfach, was ich aber als Bonus sehe.

Liebe Grüße,
tedesca

Veröffentlicht am 14.05.2013 18:45:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.05.2013 18:49:17 GMT+02:00
muxa meint:
Rebecca: Roman fertiggelesen, wie erwartet, hat mir der Roman sehr gut gefallen. Am Anfang fehlt die Spannung, aber die Sprache ist sehr schön und man möchte einfach weiter lesen. Durch die "Ich"-Erzählweise kann man sich sehr stark in die Erzählerin (die "neue" Mrs. de Winter) hineinversetzen und deren Erlebnisse mitfühlen. Obwohl die Titelfigur Rebecca bereits tot ist, gelingt es der Autorin diese Person dem Leser bildlich darzustellen und deren Charakter abzubilden. Zum Inhalt: es geht um eine junge schüchterne verwaiste Frau, die als Gesellschafterin einer Amerikanerin durch Europa reist und einen reichen frisch verwitweten Mann kennenlernt. Nach der Heirat leben sie auf seinem Gut Manderley, wo sie als neue Mrs de Winter einen schweren Stand bei den Bediensteten hat, vor allem die biestige Haushälterin Mrs Danvers ist gegen sie eingenommen und demütigt sie, wo sie nur kann, denn Mrs Danvers liebte die erste Mrs de Winter, Rebecca, abgöttisch. Besondere Erwähnung verdienen meines Erachtens nach zwei Sachen: 1.Hauptperson wird im gesamten Buch nicht mit Namen benannt!,wohl um ihre Unscheinbarkeit zu unterstreichen? 2.Der Schluss kommt mir etwas zu "abgehackt" vor, die Geschichte könnte weiter gehen. Ich musste dann nochmal den Anfang lesen, da am Anfang die weibliche Hauptrolle die gegenwärtige Situation schildert, wobei mir diese "Fortsetzung" nicht ausreichend genug ist.

Dann habe ich Pompeji: Roman: platinum edition von Robert Harris gelesen. Bei Pompeji geht es um den wohl bekanntesten Vulkanausbruch der Menschheitsgeschichte, bei dem der Vesuv im Jahr 79 n. Chr. ebendiese Stadt vollkommen unter Asche und Lava begrub. Die Katastrophe wird sehr bildhaft geschildert. Aber das ist auch noch die Kulisse für eine fiktive Krimistory. Zudem erfährt man so einiges über Vulkanologie und natürlich kommen auch die Sitten und Bräuche der römischen Zivilisation nicht zu kurz. Also im großen und ganzen empfehlenswert. An einer Stelle habe ich Zweifel bekommen, da wurde Mittelfinger gezeigt( wie blöd, ich weiß) aber das hat für mich die Atmosphäre nicht direkt zerstört, aber gestört. Haben alte Römer sich tatsächlich schon ca.70 nach Christi Mittelfinger gezeigt???

Danach habe ich Schloss aus Glas ein autobiographischer Roman von
Jeanette Walls angefangen. Sie erzählt über ihre "schlimme" Kindheit: ständiges Umziehen, Alkoholproblem ihren Vaters, Hunger, Verwahrlosung etc. Und trotz allem Liebe ihrer Eltern zu den Kindern.. Nur leider hat die Autorin (für mich) kein literarisch gelungenes Buch gemacht. Bewegende Geschichte hat mich durch die Art der Darstellung überhaupt nicht bewegt. Nach ca 100 Seiten habe ich das Buch abgebrochen. Oder vielleicht hätte sich das "Abmühen" gelohnt bei 104 5-Sterne-Kundenrezensionen?

Heute angefangen Fräulein Schöner Mond : Frauen u. Liebe im Fernen Osten. von Jörgen Andersen aus alten Beständen meiner Mutter.

Und nebenbei lese ich in Der lange Weg zur Freiheit: Autobiographie von Nelson Mandela.

lg

Veröffentlicht am 13.05.2013 18:27:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.05.2013 18:29:00 GMT+02:00
Rebecca meint:
Ich habe gerade ausgelesen:
-Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman

Die 11jährige Flavia de Luce ermittelt auf eigene Faust in einem Mordfall, wobei ihr Vater als Hauptverdächtiger im Gefängnis sitzt. Die Handlung spielt 1950 in einem verschlafenen Örtchen in Großbritannien und versprüht dadurch schon einen altmodischen Charme. Die altkluge Flavia macht am liebsten in ihrem Chemielabor Experimente (ihr Spezialgebiet: Gifte) oder zofft sich mit ihren zwei älteren Schwestern. Der Autor hat eine nette, etwas altmodische aber liebenswerte Art zu schreiben, und es ist eben typisch britsch, auch der Humor, was auch den Charme des Buches ausmacht. Aber er verliert sich auch sehr in Details, das macht es für mich manchmal etwas zäh zu lesen. Daher habe ich mich speziell im Mittelteil des Buches etwas schwer getan weiter zu kommen. Ich bin ein bisschen zwiegespalten und habe erstmal nicht vor noch weitere Bände der Serie zu lesen.

Jetzt lese ich nach zig Jahren nochmal:
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. von Milan Kundera, und ich bin erneut fasziniert von diesem Buch, von der Liebes-und Leidensgeschichte von Teresa und Tomas in Prag in den 70er Jahren.

Veröffentlicht am 13.05.2013 09:42:32 GMT+02:00
Tedesca meint:
Anna, ich kenne von McCall Smith nur die Mma-Ramotswe-Reihe, aber die liebe ich heiss! Botswana gehört ja zu meinen Lieblingsländern, und er beschreibt das Land und die Leute mit viel Liebe und Humor, das wirst Du sicher auch mögen.

Ich bin fertig mit "Little Bee" von Chris Cleave, einem sehr beeindruckenden Buch über zwei Frauen, die durch grauenhafte Umstände aneinander gebunden werden. Es ist unglaublich, mit welcher Naiviät eine englische Frau nach Nigeria (ausgerechnet Nigeria!) auf Urlaub fährt, noch dazu ist sie Journalistin, da sollte man doch annehmen, dass sie wenigstens eine Idee davon hat, wie es auf der Welt zugeht. Sehr anschaulich beschreibt Cleave die Situation in den Auffanglagern für Flüchtlinge, die in England von privaten Gefängnisbetrieben geführt werden, und so geht es dort auch zu. Und natürlich zeigt er deutlich, wie viele echte Flüchtlinge, die um Asyl ansuchen, durch das Netz fallen, weil aufgrund der großen Menge von Ansuchen nicht auf jedes Schicksal eingegangen wird. Ein wirklich gutes Buch, nicht ohne Humor, aber vor allem mit viel Gefühl und völlig ohne Kitsch. Hat mir gefallen!

Jetzt lese ich das neue von Alessandro Barrico, Emmaus: Roman, aber darüber kann ich nur sagen, dass ich mich schon sehr darauf freue!

Veröffentlicht am 12.05.2013 22:22:46 GMT+02:00
Lea Taste meint:
Eine Bürgschaft für die Ewigkeit - Band 2 - (Kurhotel Alpenliebe - Geschichten aus Bad Dreistein)
Habe gerade diesen hier angefangen. Es ist mehr oder weniger ein klassischer Heftroman halt. Aber mir machts Spaß und bei dem Preis kann man wenig falsch machen. Scheint als Serie angelegt zu sein. Wenn die zweite Hälfte so bleibt, lese ich auch noch andere.

Veröffentlicht am 12.05.2013 22:06:50 GMT+02:00
Anna Cotty meint:
Gerade ausgelesen: Alexander McCall Smith: The Dog Who Came in from the Cold.
Ein Buch aus seiner Corduroy Mansion Serie.
Und wie immer bei seinen Buechern, habe ich sehr viel Spass daran gehabt. Ich verstehe nicht, wie der Mann es schafft, so viele Buecher zu schreiben und bis jetzt haben mir alle gefallen. Dieses spielt in London und erzaehlt von den Bewohnern der Corduroy Mansions, einem Apartment-Haus. Wie immer, passiert eigentlich gar nicht viel, aber wie es erzaehlt wird, ist unschlagbar. Der besagte Hund, der aus der Kaelte kam, ist der Hund eines der Bewohner und besagter Hund wird vom MI5 fuer eine Spionage-Mission angeheuert. Diese stellt sich , fuer besagten Hund, gefaehrlicher heraus, als sein Besitzer gedacht hatte. Aber das ist eigentlich nur eine, von etlichen Parallelgeschichten, die erzaehlt werden. Wie oft ich laut auflachen musste, kann ich gar nicht sagen, dabei erzaehlte er McCall Smith ja keine Witze, aber wie er sich ausdrueckt und wie er Leute beschreibt, ist einfach herrlich.
Fuer mich war es das erste Buch aus dieser Serie ( es war der 2. Band), aber da will ich mehr von lesen. Seine Afrika-Buecher kenne ich noch nicht, aber seine Edinburgh-Serien gehoeren zu meinen Lieblingsbuechern.

Veröffentlicht am 12.05.2013 21:48:08 GMT+02:00
Christiane W. meint:
Guten Abend zusammen,

gerade habe ich "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes weggelegt. Es hat mich so berührt, wirklich eines der besten Bücher seit langem. Kann ich sehr empfehlen!

Veröffentlicht am 08.05.2013 08:37:39 GMT+02:00
Tedesca meint:
Fein, muxa, ich bin mir fast sicher, dass es Dir gefallen wird!

Und warum genau sollten wir die "probieren", Tobi? Weil Du sie in allen Foren spammst? DAS ist nämlich genau der Grund dafür, warum viele potentielle Leser in diesen Foren sich nicht einmal die Links anschauen werden. Solltest Du nicht selbst der Autor sein, können sich die beiden Herren jetzt bei Dir dafür bedanken, dass sie eine gewissen Leserschaft sicher nicht erreichen werden. Gratuliere!

Veröffentlicht am 07.05.2013 20:05:55 GMT+02:00
Tobi meint:
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Veröffentlicht am 07.05.2013 15:47:48 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.05.2013 16:37:42 GMT+02:00
muxa meint:
tedesca, danke für die Empfehlung, habe mir gerade Venezianische Verlobung bestellt, gesprochen von Karl Menrad. Berichte später in Hörbuch-Thread
lg

Veröffentlicht am 06.05.2013 09:44:50 GMT+02:00
Tedesca meint:
muxa, ich habe alle Bücher von Remin gehört bzw. gelesen, ich liebe diese Serie! Sie ist so atmosphärisch, und ich mag Tron und seine kapriziöse Pricipessa! Da kann ich Dir auf jeden Fall die Hörbucher ans Herz legen. Sie sind zwar leider gekürzt, aber Josef Menrad liest sie so gut, dass man wirklich die ganze K&K-Monarchie vor sich aufmarschieren sieht, es ist ein echter Hörgenuss.

Ich bin fertig mit "Shanghai Girls" von Lisa See, einem sehr schönen und berührenden Buch über zwei junge Chinesinnen, die aus Shanghai fliehen und in den USA ihr Leben völlig neu gestalten müssen. Den zweiten Teil hab ich mir schon auf den Kindle geholt, darauf freu ich mich schon!

Jetzt lese ich "Little Bee" von Chris Cleave, die Geschichte einer jungen Nigerianerin, die wohl irgendwie schicksalshaft mit einer englischen Familie verbunden ist, aber das hab ich nach 40 Seiten noch nicht durchschaut. Auf jeden Fall hat mich das Buch schon fest im Griff.

Liebe Grüße,
tedesca

Veröffentlicht am 05.05.2013 18:36:37 GMT+02:00
muxa meint:
Ja, ihr habt Recht, ich finde es bezaubernd, auch schon jetzt nach ein paar Seiten! Den Film schaue ich mir an, wenn ich mit dem Buch fertig bin.

Sinaida, danke für die Empfehlung, Paris, ein Fest fürs Leben, habe ich mir vorgemerkt.

Fandorin-Romane habe ich nicht der Reihe nach gelesen, weiß gar nicht mehr wie viele ich gelesen habe, gefallen haben sie mir mehr oder weniger alle( weniger wahrscheinlich die neuere)
lg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2013 07:12:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.05.2013 10:37:57 GMT+02:00
Sinaida meint:
Muxa, zu "Rebecca" kann ich christian nur beipflichten - ein großartiges, spannendes Buch und von Alfred Hitchcock mit perfekt passenden Darstellern - auch in den Nebenrollen - phantastisch verfilmt Rebecca - Alfred Hitchcock.

Auf Deinen Kommentar zu "Madame Hemingway" war ich neugierig, weil ich mit diesem Buch auch liebäugle. Paris, ein Fest fürs Leben: A Moveable Feast. Die Urfassung, in dem Hemingway seine Pariser Zeit beschreibt, ist eines meiner Lieblingsbücher von Hemingway und ich kann es nur weiterempfehlen. Und da Du Dich offensichtlich eingehender über die Personen informiert hast, mit denen Hemingway damals in Paris Umgang hatte und ihn selbst als Schriftsteller schätzt, wäre es die ideale Ergänzung zu "Madame Hemingway".

Und was N. Remins "Schnee in Venedig" anlangt, da gebe ich Dir recht. Die Romane erinnern ein wenig an Fandorin, den ich aber doch noch ein wenig skurriler finde. Ich habe die ersten zehn Fandorin-Romane von Akunin - bis zur Die Diamantene Kutsche: Fandorin ermittelt. Roman mit großem Vergnügen gelesen. Nicht mehr gefallen haben mir die beiden letzten Die Moskauer Diva: Fandorin ermittelt und "Die schwarze Stadt" (gibt es noch nicht auf deutsch), über Filmaufnahmen in Baku. Den habe ich gar nicht mehr zu Ende gelesen - und das will bei einem Krimi etwas heißen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.05.2013 23:35:32 GMT+02:00
Viel Spaß mit "Rebecca" - ein umwerfendes Buch und auch genial verfilmt von Hitchcock
Von Sadie Jones kann ich neben " Der ungebetene Gast" auch ihren Erstling "Der Außenseiter" empfehlen, ein ganz anderes Thema, aber ebenfalls sehr spannend
Gerade ausgelesen habe ich " Die Geschichte eines schönen Mädchens" von Rachel Simon. Es geht um zwei junge Menschen, die Ende der 1960iger aus einer "Schule" für Behinderte zu entkommen versuchen. Sie müssen bei ihrer Flucht das Neugeborene des Mädchens bei einer alten Dame zurücklassen und sich trennen. Die Geschichte erzählt, wie sie über Jahre einander und das Kind versuchen wiederzufinden. Ein sehr berührender Roman.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.05.2013 23:26:26 GMT+02:00
Ute B. meint:
Unvergessen ...

"Gestern Nacht träumte ich, ich sei wieder in Manderley. Ich sah mich am eisernen Tor der Einfahrt stehen, und ich konnte zuerst nicht hineingelangen, denn der Weg war mir versperrt. Schloss und Kette hingen am Tor. Ich rief im Traum nach dem Pförtner und erhielt keine Antwort, und als ich dann durch die rostigen Gitterstäbe spähte, sah ich, dass das Pförtnerhäuschen unbewohnt war.

Kein Rauch stieg aus dem Kamin, und die kleinen Butzenfenster starrten verlassen. Dann aber besaß ich plötzlich wie alle Träumer übernatürliche Kräfte, und wie ein körperloses Wesen durchschritt ich das Hindernis. Vor mir wand sich die Auffahrt, wand und schlängelte sich wie von altersher, aber als ich weiterging, merkte ich, dass sich etwas verändert hatte; der Weg war nicht mehr der, den wir gekannt hatten; er war schmal und ungepflegt.

Zunächst verwirrte mich das, und ich verstand es nicht. Und erst als ich mit dem Kopf einem tief herabschwingenden Ast ausweichen musste, wurde mir klar, was geschehen war. Die Natur war wieder zu ihrem Recht gekommen; ohne Hast, in ihrer leisen, heimlichen Art hatte sie nach und nach mit langen klammernden Fingern auf den Weg übergegriffen. Der Wald, der auch früher schon eine drohende Gefahr gewesen war, hatte schließlich doch den Sieg behalten. Regellos, in finsterer Dichte drangen seine Bäume immer näher zur Weggrenze vor. Buchen neigten ihre grauweißen nackten Stämme gegeneinander, ihre Zweige in seltsamer Umarmung verschlungen, und bauten ein Gewölbe über meinem Haupt wie der Bogengang einer Kirche."

Danke für die Erinnerung daran!

Liebe Grüße
Ute

Veröffentlicht am 04.05.2013 19:34:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.05.2013 10:28:08 GMT+02:00
muxa meint:
Madame Hemingway: Roman fertig gelesen. Ein schönes Buch, auch wenn ich es an manchen Stellen zu langatmig und ausschweifend empfunden habe. Das ist die Geschichte von Ernest Hemingway und seiner ersten Frau Hadley Richardson, die auch seine “Pariser Ehefrau” genannt wird. Die Autorin hat als Grundlage für diesen Roman viele Biographien über die beiden gelesen und deren Briefe, die zahlreich hin und her gegangen sind. Die Charaktere sind sehr detailiert beschrieben. Als Leser hat man das Gefühl, diese Menschen in- und auswendig zu kennen. Ernest Hemingway erscheint mir nun in einem völlig anderen Licht! Bei ihm lagen scheinbar Genie und Wahnsinn nicht allzuweit auseinander. Leider schien das mit der Treue damals niemand so genau zu nehmen. Das hat meine Illusion von diesem großartigen Schriftsteller und der damals so perfekten Zeit ein bißchen zerstört. Und wie wir wissen, nahm sein Leben ein jähes Ende. Während des Lesens habe ich immer wieder im Internet Bilder und Informationen zu den im Roman vorkommenden Personen( Dichter und Schriftsteller, die mir unbekannt waren) gesucht, deswegen habe ich länger für das Buch gebraucht. Empfehlenswert für alle, die sich für Hemingway und 1920-er Jahre interessieren.

Dann habe ich an einem Tag Schnee in Venedig von N. Remin gelesen. Ein historischer Krimi, wurde hier schon empfohlen. Hat mir sehr gut gefallen, muss schauen, ob unsere Bibliothek auch andere Bücher dieser Reihe hat. Hat mich ein wenig an Fandorin-Romane erinnert.

Am selben Tag noch angefangen 3096 Tage von Natascha Kampusch. Weiß gar nicht was ich dazu sagen soll...Die Geschichte an sich ist sehr erschütternd, und es ist beeindruckend, dass sie sie aufschreibt. Aber die Sprache,der ganze Stil scheint nicht zu der jungen Frau oder Mädchen zu passen, sie war ja erst 10 als es passierte. Es wäre vielleicht besser, wenn es nicht in Ich-Form geschrieben wäre. Aber so lässt sich das Buch bestimmt besser verkaufen. Tut mir leid, aber ich musste immer daran denken...ans "Geschichte verkaufen":( Aber es ist bestimmt wichtig und gut, dass solche Bücher geschrieben und gelesen werden. Ein LESEvergnügen war das für mich nicht.

Auf Empfehlung von meiner Mutter fange jetzt mit einem alten Buch von 1955 Rebecca von Daphne Du Maurier. Sie konnte gar nicht glauben, dass ich das Buch noch nicht gelesen und gar nicht gekannt habe.

Veröffentlicht am 03.05.2013 09:36:11 GMT+02:00
Tedesca meint:
Tja, Peter, willkommen im Club, kann ich da nur sagen... :-) Und freu Dich auf das Buch, es ist wunderschön!

Veröffentlicht am 02.05.2013 21:46:24 GMT+02:00
Peter Krauß meint:
Reise im Mondlicht ..zack notiert ..danke für die Anregung..ächtz so wenig Lebenszeit und so viel Bücher man brauchte zwei Leben dafür

Veröffentlicht am 02.05.2013 10:54:59 GMT+02:00
Tedesca meint:
Thea, ich finde "Reise im Mondlicht" ist Szerbs Meisterwerk - so ein schönes Buch! Ich hab dann noch ein paar andere von ihm gelesen, die waren ok, aber dieses hier hat eine ganz besondere Atmosphäre.

Veröffentlicht am 01.05.2013 12:12:36 GMT+02:00
thea meint:
Guten Morgen! Beendet habe ich Der ungeladene Gast: Roman.Im England Ende neunzehntes, Anfang zwanzigstes Jahrhundert spielt der Roman. Auf dem Landgut der Familie laufen die Geburtstagsvorbereitungen für die Tochter. Der Stiefvater bricht zu einer Reise in die Stadt auf um das Haus, das sehr viel Geld verschlingt zu retten. Es ist der zweite Mann und die zweite Liebe der Mutter, der erste Mann starb früh. Die Kinder, eine Tochter fast erwachsen, ein SOhn auch, eine Tochter ca 8 Jahre, vermissen den Vater und sind nicht so grün mit dem Stief. Zum Geburtstag sind Freunde der Familie und der Tochter geladen. Die Familie ist eher unkonventionell für die damalige Zeit. Die eingeladenen Freunde treffen ein. Und fast zeitgleich auch eine Gruppe von Menschen, die durch ein Zugunglück eine Unterkunft benötigen. Die ungeladenen Gäste werden im Frühstückzimmer untergebracht und dann eigentlich nicht mehr beachtet. Ein verspäteter Zugunglücksbeteiligter trifft ein. Die Geburtstagsfeier beginnt wie geplant......

Die Familie ist etwas schräg. Die kleine Tochter schleppt Haustiere inklusive Pony in ihr Zimmer um sie als Schattenriss an die Wand zu malen. Die Mutter ist eine sehr unterkühlte, nur an sich selbst interessierte, oberflächliche Frau, die sich bei jeder Gelegenheit der Situation entzieht. Der Sohn und die ältere Tochter wirken relativ normal. Die Tochter übernimmt die Verantwortung und leitet das Geschehen. Sie wirkt auf mich sympathisch und "patent". Durch die Geburtstagsvorbereitung und die Beschreibung wirkt der Roman zunächst sehr heiter auf mich. Allerdings kippt die Stimmung mit dem verspäteten Passagier. Die nicht beachteten Verunglückten fordern immer wieder Verpflegung, sie werden vertröstet und wieder vergessen. Es stellt sich eine leichte Bedrohung ein. Der Verspätete lädt sich zur Feier ein und beginnt die Atmosphäre zu vergiften. Das verstärkt sich durch ein von ihm vorgeschlagenes Spiel. Die Mutter und der Verspätete kennen sich aus früheren Zeiten. Das Buch schwankt bis zum Schluss zwischen heiteren, bedrohlichen und leicht gruseligen Elementen. Die Geschehnisse sind für mich total unvorhersehbar. Spannend und schnell zu lesen.

Mein nächster Roman war Zu zweit tut das Herz nur halb so weh: Roman. Der Roman wurde mir als gute Alternative zu "Gute Geister" empfohlen.
Miss Isabelle, weiß und uralt, bitte Dorrie, ihre junge, farbige Friseurin, sie auf eine Beerdiung zu fahren und zu begleiten. Während der langen Reise erzählt Isabelle Dorrie ihre Geschichte. Die Geschichte beginnt in den 30er Jahren in der Nähe von Connecticut. Isabelle verliebt sich in einen jungen Farbigen. Damit begibt sie sich und Robert in eine hochgefährliche Situation. Sie beschließen sich über alle Konventionen hinweg heimlich zu heiraten. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Parallel dazu wird auch aus dem heutigen (Anfang 2000) Leben der beiden, bzw. Dorrie erzählt. Der Roman ist traurig. Und vorhersehbar. Mir fehlte etwas die Tiefe und das Besondere, dass "Gute Geister" hatte. Aber trotzdem was fürs Herz. Wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, dann würde ich ganz klar und mit Begeisterung "Gute Geister" wählen.

Heute habe ich mit Reise im Mondlicht: Roman begonnen. Schon die ersten zwei Seiten haben mich gefesselt. Ich weiß noch nicht, zu welcher Zeit es spielt. Ein ungarisches Paar begibt sich auf ihre Hochzeitsreise nach Venedig. Der Mann begibt sich abends noch auf die Straße um ein Glas Wein zu trinken. Seine Frau lässt er im Hotel zurück. Er verläuft sich in den schmalen Gassen und kehrt erst am Morgen zurück zu seiner aufgeregten Frau. Nach meinem ersten Eindruck stimmt etwas mit den beiden nicht. Noch ist es nicht festzumachen, ich bin ja noch nicht weit, aber Sprache und Ereignisse erzeugen in mir eine spannende Ahnung von nicht üblichen Ereignissen während einer Hochzeitsreise.

Viele Grüße und einen schönen Feiertag.
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