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Ich lese gerade / habe gerade ausgelesen ... 2


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Veröffentlicht am 28.06.2012 12:51:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012 12:53:41 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Natürlich bin auch ich keine Fachfrau für Übersetzungen und daher liegen meinen Kommentaren, welche Übersetzung ich bevorzuge, rein subjektive Empfindungen zu Grunde. Ich bin stets für Vielfalt, jedoch hört die Toleranz eindeutig dann bei mir auf, wenn Sancho Panza mit Dollars bezahlt. Diese Art der Modernisierung und Anpassung lehne ich grundsätzlich ab.

Fußnoten schätze ich auch sehr und im Falle von Metaphern in der Originalsprache ist das eine gute Lösung.

Nun gefällt mir Faulkner bisher so außerordentlich, dass ich tatsächlich den Aufwand betreibe, größtenteils beide Übersetzungen zu lesen - mit einem leichten Überhang der Neuübersetzung, aus dem profanen Grunde, weil diese augenfreundlicher ist.

In meinem obigen Zitat der Szene, in der das Fuhrwerk sich nähert, trifft das Wort "Rhythmus" es ganz genau: die neue Übersetzung liest sich hier rhythmisch, angenehmer ist das und fließender. Zudem dringt das Geräusch des Wagens in meiner Vorstellung nicht "furchtbar" an mein Ohr, sondern "unheimlich". Das Wort "unheimlich" der Neuübersetzung halte ich in dieser Szene für passender.

Wiederum an anderen Stellen denkt Lena in der Neuübersetzung mit zu modernen Worten. Man darf ja nicht außer Acht lassen, dass der Roman 1932 erschien.

Ich will nun allerdings der Sache ganz auf den Grund gehen und daher bekomme ich morgen das Original. Fraglich ist, ob mein Englisch dafür ausreicht, aber ich stürze mich mit Begeisterung in solcherlei Experimente und habe in diesem Jahr ja ohnehin die Verbesserung meines Englisch auf dem Vorsatzzettel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2012 13:29:23 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
hmm, R.Gnoss, also ich kann mich nicht so ganz entscheiden, welche der Übersetzungen mir besser gefällt. Mal ein Satz in der einen, dann wieder der nächste Satz in der anderen... die letzten 5-6 Sätze gefallen mir in der ersten Fassung viel besser - sie klingen poetischer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2012 13:47:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012 14:04:32 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
Stimmt, sowas habe ich auch schon hier und da gelesen (weiß auch nicht mehr, wo) und fand das sehr angenehm, weil der Lesefluss nicht unterbrochen wurde - echt guter "Service" für das Wohlfühl-Lesevergnügen:-),das sich deutlich vom wissenschaftlichen Arbeiten/Lesen mit gespitzem Bleistift unterscheidet.

Ach, und danke für die Kurzgeschichten. Weißt du vielleicht, ob es die alle in deutscher Übersetzung gibt. Mein Englisch ist vom Mottenstaub angefressen, damit komm ich nicht weit.
E.A. Poe - ich erinnere mich dunkel, da habe ich mal vor 20, 30 Jahren einiges gelesen und erinnere mich immer noch an eine Szene mit einem Pendel, in einer Zelle/einem Raum, in dem jemand gefangen ist und das Pendel kommt ganz langsam immer näher...

@sinaida

Danke für die Kurzgeschichten. Ich hab mir mal eine Liste gemacht, für irgendwann später mal... Ich kenne tatsächlich davon nur zwei! Erstaunlich, das hätte ich nicht gedacht. Als erstes werd ich mir, glaube ich, mal die beiden (und vielleicht noch mehr?) von Turgenjew besorgen.
Grusel ist übrigens nicht so mein Ding, ich lande stattdessen immer wieder bei solchen Themen wie schräge Typen und Frauen, möglichst kitschfreie Liebe, Beziehungen, Konkurrenz, Traurigkeit, Einsamkeit, Indianer, Tschuktschen, der hohe Norden mit Wäldern, Seen und kauzigen Typen...
Wolfgang Borcherts Kurzgeschichten finde ich (soweit ich sie kenne) unglaublich gut. Wer kann Trostlosigkeit, Nähe, traurigkeit so gut zum Ausdruck bringen? Die Bilder, die symbolischen Dinge sind so treffgenau, dass ich, wenn ich länger darüber nachdenke, immer mehr Zusammenhänge und Tiefe entdecke... und irgendwie sind Geschichten wie "Nachts schlafen die Ratten doch" in gewisser Weise auch zeitlos. Das könnte so nicht nur nach dem 2.Weltkrieg in Deutschland geschehen sein, sondern nach jedem Krieg irgendwo in Europa so oder so ähnlich.
Wie schade, dass er nur so ein kurzes und trauriges Leben hatte.

Veröffentlicht am 28.06.2012 13:57:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012 13:58:49 GMT+02:00
lolarennt meint:
Kurzgeschichten...welche sind mir in besonderer Erinnerung geblieben?
Algernoon Blackwoods "Der Wendigo"
Thomas Manns " Wälsungenblut"
Prosper Merimées "Carmen"
Raymond Carvers "Warum tanzt ihr nicht"
Die fallen mir grade spontan ein.

Ach ja, die Übersetzungen - ich finde die erste Übersetzung sprachlich schöner.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2012 14:06:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012 14:08:20 GMT+02:00
HeadoverFeet meint:
Lolarennt, ich habe mir deine K-geschichten auch gleich notiert.

Da habe ich ja offenbar noch einige Entdeckungen vor mir...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2012 15:53:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012 16:03:46 GMT+02:00
Sinaida meint:
M. Fröhlich, für Kurzgeschichten habe ich einen besonderen Favoriten - die Manesse-Bändchen.

Der Manesse-Verlag hat eine große Vielzahl von Kurzgeschichtensammlungen verschiedenster Arten herausgegeben, sei es nach Nationen oder Themen geordnet. Da findet man immer feine Sächelchen in einer handschmeichelnden Ausgabe - z. B. amerikanische Erzähler, englische, französische, italienische usw. oder Sammelbände - Geschichten und Gedichte im Mix - über Schiffe, Inseln, Schmetterlinge, Katzen, Weihnachtsgeschichten...

Zwar kann man viele der Bändchen nur noch antiquarisch bekommen, aber es lohnt sich, da mal zu stöbern. Ich war jedenfalls noch nie enttäuscht und habe immer wieder Unbekanntes/Interessantes gefunden. Der einzige Nachteil bei diesen Bändchen ist die kleine Schrift, aber da zwischen den Zeilen ausreichend Abstand gehalten wird, strengt das Lesen nicht so an wie bei den Reclam-Sammlungen. Meine letzte Neuerwerbung ist ein Bändchen Geschichten und Gedichte über Gärten.

Vielleicht wäre das ein Tipp für Dich, da mal zu stöbern - einfach "Manesse Erzählungen" und ein weiteres Stichwort bzw. einen Autor (z.B. Mérimée) einzugeben und sehen, was im Angebot ist? Meisternovellen enthält u.a. die von lolarennt genannte "Carmen" und meine "Venus von Ille" und bei einem Umfang von 660 Seiten sicher noch viel mehr.

Turgenjews "Mumu" findet man bei Manesse z. B. in den Hundegeschichten und die "Erste Liebe" in Meistererzählungen.

Veröffentlicht am 28.06.2012 16:42:07 GMT+02:00
Sinaida meint:
Einen literarischen Fernsehtipp habe ich noch für alle:

Morgen, 29. Juni, sendet arte um 20.15 Uhr eine Verfilmung von Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Teil 1 und 2 folgen nacheinander und dauern insgesamt ca. 4 Stunden.
Auf DVD gibt es die Verfilmung nicht - eine Wiederholung gibt es zwar am 05.07., aber erst nach Mitternacht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2012 16:58:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012 17:17:29 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Doch sinaida, es gibt eine Verfilmung auf DVD, ich besitze diese DVD!

Die wiedergefundene Zeit

Ich fand den Film allerdings scheußlich. Arte wird wohl eine andere Verfilmung zeigen, oder?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2012 17:20:24 GMT+02:00
Sinaida meint:
Gnoss, es gibt eine weitere Verfilmung eines Abschnitts von Prousts "Verlorener Zeit" Eine Liebe von Swann, die ich in einer Video-Aufnahme habe und die ich recht gut fand.

Aber arte zeigt eine andere Verfilmung der Regisseurin Nina Companeez, die auch das Drehbuch geschrieben hat (DIESE Fassung gibt es nicht auf DVD!). Die Regisseurin hat in Frankreich bereits verschiedene Preise erhalten. - Auch die Darstellerin der Madame Verdurin, Dominique Blanc, ist in Frankreich recht bekannt.

Lassen wir uns doch einfach überraschen!

Veröffentlicht am 28.06.2012 20:43:18 GMT+02:00
Anna Cotty meint:
Ich lese eigentlich nur noch sehr selten Kurzgeschichten, aber zu meinen Lieblingsgeschichten gehoeren die Kurzgeschichten von Frank O'Connor. Es gab da einen Band bei dtv 'und freitags Fisch' der damals 'vor hundert Jahren' bei uns in der Klassenbibliothek stand. Ich war damals 15 und war erstaunt, dass so ein 'riskantes' Buch in der Schule zu haben war. Es ist natuerlich total harmlos und zeigt nur, wie unschuldig wir damals in den 60er Jahren waren.
Ich habe sie ( und andere Kurzgeschichten) seit dem natuerlich im Original gelesen und sie sind immer noch fantastisch und voll 'Corker' Humor ( Frank O'Connor ist ein Corkmann).
Und wenn ich was richtig Nettes lesen will, hole ich mir meinen Band mit Kurzgeschichten von O. Henry raus. Sie sind teilweise ein bisschen sentimental, aber sind fuer mich, zur richtigen Zeit, wie Balsam fuer die Seele :-).
Ach ja, ich mag auch Mark Twains Kurzgeschichten, die eine gute Portion bissiger sind.

Veröffentlicht am 28.06.2012 20:59:38 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Spontan erinnere ich mich an einige Kurzgschichten, die mir sehr gefallen haben:

Heinrich Böll: Nicht nur zur Weihnachtszeit und Die henkellose Tasse sowie Dr. Murkes gesammeltes Schweigen

Siegfried Lenz: Die Flut ist pünktlich

Gerard Donovan: Der Vogelsommer

Edgar Allan Poe: Moraia

Marie von Ebner-Eschenbach: Krambambuli

Veröffentlicht am 28.06.2012 23:09:38 GMT+02:00
kete meint:
Apropos Frankenstein - vor etwa 50 Beiträgen - wer sich dafür interessiert und in Berlin wohnt, hat am 19. and 22. Juli im EVENT Cinema Sony Center Gelegenheit, sich die preisgekrönte Aufführung des National Theatre London unter der Regie von Danny Boyle anzuschauen. Natürlich nicht live sondern als Videoübertragung.

http://www.nationaltheatre.org.uk/62808/productions/frankenstein.html

Hatte phantastische Kritiken und die beiden Darsteller haben gemeinsam den Olivier Award gewonnen. In München läuft das, glaube ich, auch irgendwann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2012 18:32:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.06.2012 18:42:41 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Es geht zu meiner Freude überraschend gut mit dem englischen Original.Abschließend zu meinen obigen Faulkner Zitaten zweier deutscher Übersetzungen hier nun also das Originalzitat:

The sharp and brittle crack and clatter of its weathered and ungreased wood and metal is slow and terrific: a series of dry sluggish reports carrying for a half mile across the hot still pinewiney silence of the August afternoon. Though the mules plod in a steady and unflagging hypnosis, the vehicle does not seem to progress.It seems to hang suspended in the middle distance forever and forever, so infinitesimal is its progress, like a shabby bead upon the mild red string of road. So much is this so that in the watching of it the eye loses it as sight and sense drowsily merge and blend, like the road itself, with all the peaceful and monotonous changes between darkness and day, like already measured thread being rewound onto a spool. So that the last, as though out of some trivial and unimportant region beyond even distance, the sound of the seems to come slow and terrific and without meaning, as though it were a ghost travelling a half mile ahead of its own shape. "That far within my hearing before my seeing", Lena thinks.

Light in August (Vintage Classics)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2012 20:11:32 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 20.02.2014 11:17:13 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2012 20:14:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.06.2012 20:15:07 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
Auf jeden Fall liest die zweite Übersetzung sich flüssiger, jedoch sind manche Textstellen in Übersetzung eins poetischer übersetzt und dem Original näher. Ach, es ist in diesem Fall schwierig; ich habe noch keine abschließende Meinung und lese nun in allen drei Ausgaben

Veröffentlicht am 29.06.2012 20:35:38 GMT+02:00
adam davids meint:
Seltsamerweise finde ich das Original fast umständlicher als die erste von dir hier reingestellte Übersetzung, R. Gnoss, die mir dennoch besser gefällt, weil ich das Gefühl habe, der Ton wird besser getroffen.

Veröffentlicht am 29.06.2012 20:47:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.06.2012 20:47:49 GMT+02:00
R. Gnoss meint:
adam, auf den ersten englischen Seiten hatte ich auch das Gefühl, dass mir der deutsche Text - egal welcher Übersetzung - besser gefällt und dass er eine Spur poetischer ist. Vermutlich ist das lediglich ein muttersprachliches Problem. Andererseits hatte ich diesen Eindruck bei anderen Werken, die ich englisch-deutsch lese, noch nie

Veröffentlicht am 30.06.2012 07:19:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.06.2012 09:08:34 GMT+02:00
Sinaida meint:
Ausgelesen habe ich Warrior of Rome I: Fire in the East. Mir hat es wirklich gut gefallen, ähnlich dem "Game of Thrones". Da es aber den historischen Fakten folgt, ist sowohl der Personenkreis wie die Handlung eingeschränkt auf die Belagerung und den schließlichen Fall der Stadt Arete, hinter dem sich das historische Dura Europos verbirgt. Man muss jedoch ein bißchen Geschichts-Freak sein, um an all den militärtechnischen Details Gefallen zu finden.

Ebenfalls ausgelesen habe ich Schwarzes Eis: Mein Rußland. Wilk kann schreiben, ohne Zweifel, aber um an dem Buch Gefallen zu finden, muss man sich für das Thema schon besonders interessieren.
Wilk ist ein polnischer Journalist, der zu Beginn der Jelzin-Ära in Moskau Korrespondent war, als er zu der Überzeugung kam, dass man aus dem Leben in der Großstadt und auf kurzen Reisen durchs Land das politische Geschehen und seinen Auswirkungen auf die Russen im Alltag nur recht oberflächlich kennenlernen konnte. So zog er auf die Solowetzkij-Inseln im Weißen Meer am Polarkreis, um an einem relativ abgelegenen Ort ein paar Jahre mitten unter Russen zu leben, um an die tieferen Schichten Russlands heranzukommen und das innere Wesen dieses Landes und seiner Menschen besser verstehen zu lernen.
Bekannt sind die Inseln durch das Kloster, das heute zum Weltkulturerbe zählt. Es ist die größte Festungsanlage im hohen Norden, wurde aber bereits im 17. Jhdt. als Staatsgefängnis für politische Häftlinge benutzt und nach der Machtübernahme der Bolschewiken als Verbannungsort, auch als der erste GULAG bekannt. - Es gibt in dem Buch wunderbare Naturbeschreibungen, Geschichten von weißen Nächten und märchenhaften Wäldern, von verwitterten Baracken, Stacheldraht, sowie anschauliche Porträts der dortigen Menschen und recht eigenwillige Analysen religiöser, ideologischer und historischer Zusammenhänge.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, aber mich hat auch das Thema besonders interessiert, weil ich selbst zweimal Karelien besucht habe, wenn ich auch nicht ganz so weit in den Norden gekommen bin.

Zur Abwechslung habe ich jetzt Der Sohn des Bischofs. angefangen. Penman ist Historikerin, die sich vor allem mit der Geschichte Englands im Mittelalter beschäftigt. Leider sind ihre Bücher - bis auf das eine, das ich gerade lese - (noch?) nicht ins Deutsche übersetzt worden.
Gelesen habe ich von ihr The Sunne in Splendour und war begeistert. Es ist die Geschichte Richards III., Shakespeares buckliges Scheusal, der seine Neffen im Tower umgebracht haben soll. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Büchern, die ihn rehabilitieren - aber Penmans ist sicher eines der spannendsten. Es kann absolut neben der Reihe der "Unseligen Könige" des Franzosen Maurice Druon bestehen und hat mich auf weitere Bücher von ihr neugierig gemacht.

LG und bis zum nächsten Mal ---
(=°__°;=) --- heiß heute, nicht wahr? Ideales Wetter um irgendwo - am besten unter einem Baum - faul zu liegen und zu lesen...

Veröffentlicht am 30.06.2012 15:26:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.06.2012 15:34:25 GMT+02:00
Rebecca meint:
Ich habe ein Buch beendet: Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter

Mein erster Roman von Suter, und ich muss sagen, er hat mir eigentlich nicht gut gefallen. Ein Satz zum Inhalt, ohne zu viel zu verraten: Erfolgreicher Wirtschaftsanwalt, 45 J., Midlife-Crisis, hat alles erreicht, ist von seinem Leben gelangweilt, will was Neues ausprobieren, ein Drogen-Trip mit Pilzen läuft schief... Eigentlich liest sich das Buch ganz locker, die Sprache ist klar, aber bei mir ist der Funke nicht so übergesprungen, weil man sich als Leser so distanziert fühlt von den Personen. Dann kam noch hinzu, dass mich die Thematik Wald + Pilze so gar nicht gepackt hat. Nur die psychologische Seite der Sache fand ich interessant, die Persönlichkeitsveränderung. Aber ich werde es nochmal mit einem anderen Suter Roman versuchen, hat jemand einen Tipp?

Veröffentlicht am 30.06.2012 17:27:27 GMT+02:00
Hallo Rebecca,
versuche es doch mal mit Small World. Roman, darin geht es um einen Alzheimerkranken. Das Buch ist zwar nicht durchgehend logisch, aber es ist sehr gut geschrieben und ist sicherlich eine sehr interessante Thematik. Ein perfekter Freund: Roman ist auch gut zu lesen. Beide Bücher enthalten auch Krimiaspekte.

Oder Du versuchst es mit den Business-Class-Geschichten.

Business Class: Geschichten aus der Welt des Managements u.a.

Viele Grüße

Veröffentlicht am 30.06.2012 18:51:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.06.2012 18:57:45 GMT+02:00
Honigkind meint:
halloooo...
bin durch zufall auf diesen thread gestoßen, und eigentlich ist er tödlich für mich ^^ mein SUB ist unendlich und wächst wöchentlich....

ich habe zuletzt Das Haus zur besonderen Verwendung: Roman und Der Junge im gestreiften Pyjama von john boyne gelesen.... und war begeistert!
ersteres ist einfach wunderschön und hat mich total verzaubert.... es geht um die letzte russische zarenfamilie, im besonderen um die jüngste tochter anastasia und ihre große liebe zu einem bauernsohn...
das zweite hab ich in einem rutsch gelesen und ... war erstmal total geflasht/gefangen/entsetzt.. ich weiss nicht was noch... auf jeden fall hat es eindruck hinterlassen.. das buch ist wirklich ne lektüre wert... meiner meinung nach... die amazon-rezensionen sind ja gespalten.. wers noch nicht getan hat, dem würde ich aber empfehlen, es so zu machen, wie der autor es empfielt und vorher keine inhaltsangaben, rezensionen o.ä. zu lesen um die geschichte aus sicht der protagonisten erleben zu können... :-)
Antwort auf den Eintrag von Honigkind:
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
 

Veröffentlicht am 01.07.2012 02:37:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.07.2012 02:57:15 GMT+02:00
Donata Davis meint:
Sooo, eben ausgelesen & mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt Gebrochene Herzen oder Mein erster bis elfter Mord von Milena Moser. Es ist ein kleines Büchlein mit sehr kurzen Kurzgeschichten. Alle etwas seltsam & sehr kurzweilig ;-)

Davor hatte ich einen meisterhaften Fehlgriff in meinen SuB getan mit Das Leben ist nur eine Phase: Roman von Till Raether. Das Buch ist zusammengestellt aus seinen "Brigitte" Kolumnen. Das hätte mich hellhörig machen sollen - die Brigitte lese ich nämlich nicht & weiß jetzt auch einen weiteren Grund es nie zu tun. Lahm.

Glücklicherweise hatte ich mit dem Buch Der Mann schläft: Roman von Sibylle Berg mehr Fortune ;-)
Nach 15 Seiten hätte ich erst beinahe hingeworfen doch ich wollte so schnell nicht aufgeben & es hat sich mehr als gelohnt. Ein wunderschönes Buch über "diese eine Liebe" - nein stimmt nicht so richtig. Eigentlich geht es ihr nur um sich ..... irgendwie schwierig zu beschreiben. Allerdings sollte man das Buch keinesfalls lesen während man/frau in einer depressiven Phase steckt &/oder nach dem Sinn des Lebens sucht denn es hat nicht gerade eine stimmungsaufhellende Wirkung - eher das totale Gegenteil.

Das Buch der Desaster. Roman. von Kieseritzky ist anstrengend, etwas verworren & gespickt mit komplizierten Wörtern -
und es hat dieses gewisse Etwas ;-) Auch wenn ich an seinen Büchern immer länger knabbere als es der Seitenzahl angemessen wäre, lese ich diese gerne. Die beiden Haupt Herren im Buch analysieren sich gegenseitig, wurden von anderen analysiert & sind beide völlig "durch".
Lustige Verwicklungen, Situationskomik, groteske Ideen und beziehungs Konstellationen bewegen sich teilweise sehr dicht am Klamauk entlang ohne komplett dahin abzugleiten. Sehr schön ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2012 12:33:16 GMT+02:00
Nausicaä meint:
Ich kann mich Bücherfreundin nur anschließen. "Small World" und "Ein perfekter Freund" mochte ich sehr.

LG

Veröffentlicht am 01.07.2012 13:02:16 GMT+02:00
Honigkind meint:
heute morgen hab ich Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland gelesen... hatte ich mal aus ner bücherwühlkiste mitgenommen, weil ich manches von kai meyer gern gelesen hab..
man wird in die welt von 1001 nacht entführt, es geht um zwist zwischen zwei brüdern, eine geheimnisvolle fremde und deren reise durch ein gefährliches von bösen dschinnen beherrschtes land.

das buch steckt voller geheimnisse. einige sind durchschaubar, einige werden gelöst.. und manche nicht.... das buch endet mit einem klassischen cliffhänger... ob man das buch lesen muss, darüber lässt sich bestimmt streiten.. ich habs sehr schnell und sehr gerne gelesen und war schnell in der geschichte gefangen... und wenn man den ersten teil der trilogie gelesen hat, dann MUSS man den zweiten lesen... dummerweise ist heute sonntag und ich KANN ich einfach nicht dazu durchringen meine geliebten bücher in digitaler form zu lesen...

auf jeden fall nichts es absolut nichts für jemanden, der mit fantasy nichts anfangen kann :-)

Veröffentlicht am 01.07.2012 16:36:21 GMT+02:00
Honigkind meint:
hat jemand tipps für urlaubslektüre? ich flieg nächste woche für 2 wochen in den urlaub... da brauch ich natürlich einigen lesestoff mit :-) auf jeden fall mit müssen, weil sie schon eeeeewig im SUB vergammeln: "die schatten von la rochelle" von tanja kinkel und "die sintflut" von le clézio.... ansonsten weiss ich noch nicht genau... sollte schon als taschenbuch verfügbar sein und keine zuuu schwere kost.... bei ägyptischen sommertemperaturen macht chantal (so heisst mein hirn^^) das eventuell nicht mit ^^
darf gerne phantastisch, klassisch, modern, historisch, etc. sein... nur SF und krimi sind nicht so dringend meine metiers....
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