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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2012 00:35:27 GMT+02:00
King0531 meint:
Etheriel,

ich kenne dieses Album und Deine Rezi trifft es auf den Punkt.
Genau deswegen habe ich es wieder verkauft. Es ist irgendwie
Nichts.
Aber ich verstehe Dich.

Veröffentlicht am 03.04.2012 18:58:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.04.2012 18:59:46 GMT+02:00
Steven Frame meint:
SPEECH DEBELLE: Speech Therapy [2009]

Hört man dieses Album und vor allem Frau Debelles Rap-Ansatz, dann findet man den Titel bald treffend gewählt. Ihr Sprechgesang klingt abschnittweise wie ein Es-sich-von-der-Seele-reden oder wie ein lautes Nachdenken über sich selbst. Dabei hat der emotionale Ausdruck durchaus was von "Es-sprudelt-aus-mir-raus-ich-kann-es-gar-nicht-kontrollieren", aber Speech Debelle driftet nie ins selbstzweckhaft Quasselstrippige ab (ganz im Gegensatz zum Verfasser dieser Zeilen). Trotz aller Nähe zur Atemlosigkeit ist da immer noch eine Selbstkontrolle, ein Sich-Zusammenreißen, und diese Kombination erzeugt eine immanente Spannung. Man hört ihr gern zu, und auch über die Länge eines Albums wird es nicht langweilig. Vocals und Musik sind zudem sehr stimmig miteinander. Der basic vibe ist eher laid back bzw. introspektiv, viele akustische Gitarren, geschmackvolle aber nie geschmäcklerische Arrangements. Wenn man, wie ich, Speech Debelles aktuelles (und ebenfalls sehr tolles) Album "Freedom Of Speech" zuerst gehört hat, klingt "Speech Therapy" wie die Reduzierung aufs Wesentliche mit weniger Interesse an Chartplatzierungen. Die Künstlerin erhielt für dieses auf Big Dada erschienene meisterhafte AutorInnen-HipHop-Album den im UK renommierten "Mercury Prize", aber mit dem großen Karrierestart wurde es nur so halb was. Wahrscheinlich sind solche Platten vor dem Hintergrund dessen, was die meisten Leute unter "HipHop" verstehen (geprägt von all dem Schrott, der kommerziellen Erfolg hat), einfach zu subtil. Einfach zu gut. Große Empfehlung, zumal für kleines Geld!

Veröffentlicht am 04.04.2012 20:18:05 GMT+02:00
Schmitty meint:
Got Cock?

Veröffentlicht am 04.04.2012 21:11:34 GMT+02:00
King0531 meint:
Muss mich aus lauter Frust ersteinmal beploppen...könnte diesmal
ein Thurmbläser Landbier sein...beachte zur Zeit keine Label...

Machines Of Loving Grace - Gilt (1995) 8,43216589/9,9998798976788998

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2012 21:37:30 GMT+02:00
Han Solo meint:
King, ehrlich gemeint, du brauchst doch wegen unserer kleinen Diskussion nicht frustriert sein. Ist doch schön wenn du dich im anderen Thread auch mal äußerst.

Veröffentlicht am 04.04.2012 22:41:38 GMT+02:00
King0531 meint:
Ach Han Solo,

frustriertes Trinken ist nur ein fadenscheiniger Vorwand, dem ich mich
über die Osterzeit hemmungslos hingeben werde.

Ich gebe Gas mit...

Hawkwind - Out Of The Shadows (DVD)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 18:06:52 GMT+02:00
Steven Frame meint:
Harter Stoff, Spaßbremse, was Du da hörst. Wie findste die neue KILLING JOKE?

WILEY: Evolve Or Be Extinct [2012]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 19:15:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 19:21:06 GMT+02:00
Schmitty meint:
Jo, zu hart finde ich das nicht mal! Ist eher als Spaß zu betrachten. Al Jourgensens Hauptband Ministry ist hart, mir im Augenblick, aktuelles Album, sogar zu hart! Na ja, Geschmacksache.

Hmm, die neue KJ? Gute Frage. Sie ist stellenweise sehr gut, damit meine ich die harten Stücke, wunderbare Gitarrenarbeit von meinem Lieblingsgitarristen Geordie, aber das eine oder ander Stück finde ich nicht so stark. Alle Schwärmen von In Cythera, ich pers. kann da keine so gr. Parallelen zu Love Like Blood sehen. Vor allem finde ich LLB einfach viel besser.

Ich Sage es mal so 7/10 was nicht schlecht ist. Fand aber den Vorgänger irgendwie besser, wenn auch nicht so gut produziert. Das ist ein Vorteil von MMXII.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 19:22:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 19:31:46 GMT+02:00
Steven Frame meint:
"Absolute Dissent" war konsequenter auf die Zwölf, und dazu paßte die Rumpelproduktion hervorragend. Mir geht's ähnlich mit der "MMXII", finde sie aber mit jedem Hören etwas besser. Es ist nicht so schnell klar, wo der Hase langläuft, wie auf der "Absolute...".

Ich glaube, bei REVOLTING COCKS fand ich eher die Ausstrahlung hart. Kling wie Musik v. Leuten, mit denen nicht zu spaßen ist. Sicher gibt es härtere Musik. "Härte" ist eh so'n schwammiger Begriff. Wenn eine Gruppe wie SHELLAC so ultra-präzise und schmerzhaft auf den Punkt spielt, dabei aber eher dünn klingt, hat das auch einen Härte-Aspekt; zumindest für mein Empfinden.

ROOTS MANUVA: 4everevolution [2011]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 19:30:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 19:34:20 GMT+02:00
Schmitty meint:
Hatte mal in Frankfurt vor ca. 16-17 Jahren das Vergnügen den Kuba-Texaner Al Jourgensen kennen zu lernen! Super lustiger Typ, sieht aber aus nach dem Motto, dem will ich Nachts aber nicht begegnen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 21:39:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 21:40:36 GMT+02:00
King0531 meint:
Stevie,

Kurz was zu Killing Joke-MMXII...

Habe mich auf die Pfade von YT begeben, um mich ein zu bassig
abgemischtes Album zu nähern, dass versucht krampfhaft auf
modern gemacht, sogar gitarristische "Wall Of Sounds" wurden
emanzipatorisch der Neuzeit angepasst, dennoch irgendwie
vergebens der zweifelhafte Versuch, trotz eingestreuter "Growls",
bemühte Forschheit vorzugaukeln.
Es belahmt...irgendwie einem irgendwieigem Trend nachzueifern.

Muss ich nicht haben...auch nicht für ¤ 2,99...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 21:44:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 21:51:07 GMT+02:00
Schmitty meint:
KJ läuft keinem Trend hinterher. Da irrst du gewaltig. Jaz Coleman hat schon vor 30 Jahren so gesungen. Und diesen Wall of Sound aus Gitarren hat Goerdie Walker quasi erfunden, also auch nicht kopiert. Es ist eher anders rum. Viele neue Bands haben KJ als Einfluß.

Aber es muß dir nicht gefallen. Trotzdem musste das richtig gestellt werden.

Veröffentlicht am 05.04.2012 21:50:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 21:56:02 GMT+02:00
King0531 meint:
Lehne konsequent heutiges Geploppe ab und wende mich einem
geruhsamen Grog der 54%igen, 10fachen Steigerung irgendeines
versagenden Bieretikettes zu.
Aufkommende Begeisterung hält sich erstmal im Zaum. Hoffe
allerdings auf steigende Ergebnisse.

B.R.M.C. - Baby 81 (2007) +8/-10

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 21:52:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2012 21:54:06 GMT+02:00
Schmitty meint:
Redest nicht mit jedem oder sehe ich das etwa verkehrt!

PS: BRMC sind Kopisten wenn auch recht gute. Die haben in ihrer Jugend zuviel The Jeses & Mary Chain gehört.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 22:04:55 GMT+02:00
King0531 meint:
Hier mal ausnahmsweise eine Antwort...

Am 12 Jan. vergangenen Jahres, im alten 3er Thread, hast Du
mich mal schwer beleidigt. Seitdem lese ich Dich zwar, aber es
gibt keine Reaktionen von mir.
Diese ist die Erste und auch die Letzte.
Es sei denn, es gibt eine Entschuldigung Deinerseits. Aber komm mir
nicht damit: "Inwiefern habe ich Dich damals beleidigt." Oder ich
möchte Fakten...oder beweise es mir...
Kannst ja archäologische Forschung betreiben.

So...das war's erstmal...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 22:08:08 GMT+02:00
Schmitty meint:
Ok, ich tue das. Ich entschuldige mich!

Zwar muß ich zugeben, das ich im Moment nicht weiß was es gewesen sein soll. Aber ich kann sogar höflich bitte schreiben und hoffe das du mir schreibst was es war! Ist keine Show, ich habe wirklich keine Ahnung!

Veröffentlicht am 05.04.2012 22:23:08 GMT+02:00
Schmitty meint:
King,

Meinst du diesen Eintrag

Bürger King???

Ich würde eher meinen Würger-King(würgen=kotzen). Da dir ja eh nichts zusagt an Musik!!!

LOL

Ah ja,

The Cult - Beyond Good and Evil

Ein Beispiel schnörkellosen harten Rocksounds und trotzdem sehr, sehr gut, obwohl die Band nicht über ihren Tellerrand schaut.

Um nochmal ein Thema hier aufzugreifen. Nicht die Musiker einer Band müssen über den Tellerand schauen, sondern der Musikliebhaber muss sich offen halten können nach allen Seiten. Schauen wo sich interessantes tut, Neuerungen stattfinden, hören und seinen musikl. Horizont bestenfalls vergrößeren.

Das ist der einzige den ich finden konnte am 12.01.11 der einer Beleidigung vielleicht entsprechen könnte. Reden wir den über das gleiche überhaupt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 22:27:21 GMT+02:00
King0531 meint:
Kannste Dich vielleicht erinnern...

Es ging um Bürger King...

Deine Adaption war Würge King...erstmal nichts Schlimmes...
Danach explizit von Dir die Richtigstellung...
"Würge King = Kotze King"

Das war's dann...habe einfach keine Lust auf diese Art der Dialoge..

Man kann immer gegenteiliger Meinung sein, das gehört zu einer
richtungsergebnissenden Diskussion dazu.
Beleidigungen kannst Du gern mit Grendel oder dem inkarniertem
Petz austauschen. Für mich ist irgendwo die Grenze.
Wir sind letztendlich hier eine Art von Familie...
Oder...? (Mein letztes zur Verfügung stehendes Fragezeichen)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 22:31:15 GMT+02:00
King0531 meint:
Genau diesen Eintrag meine ich...
meine Interpretation ist mein vorheriger Beitrag...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2012 22:32:02 GMT+02:00
Schmitty meint:
Ok, dann habe ich ja den richtigen Eintrag gefunden! Zugegeben ich fand das jetzt nicht soooo schlimm, aber wenn ich dich damit beleidigt habe, dann entschuldige ich mich hier und jetzt nochmal!

Tut mir leid. Soll nicht mehr vorkommen!

Trotzdem, bissige Kommentare gehören dazu. Und Familie....
Weiß nicht. Meinem Verständnis nach nicht. Ich kenne hier in diesem Forum niemanden wirklich.

Veröffentlicht am 05.04.2012 22:48:24 GMT+02:00
King0531 meint:
Okay dann...reden wir nicht mehr darüber...

selbstverständlich habe ich nichts gegen bissige Kommentare...müssen
sogar manchmal sein...
Mache ich ja selber auch...allerdings versucht verdeckt...bilde ich mir ein..

Ich kenne in diesem Forum noch weniger als Du wirklich...aber da immer
die selben Beitragsunternehmer tätig sind, sogar seit Jahren, ist doch
eine imaginäre Familie zu konstatieren.
Eine/r scheidet aus, eine/r kommt hinzu. Trotzdem bleibt doch der Kern erhalten.
Wobei "Familie" als Metapher zu verstehen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.04.2012 22:35:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.04.2012 15:53:08 GMT+02:00
Steven Frame meint:
Eine Familie im engeren Sinne nicht. "Familie" als Metapher haut insofern hin, als man sich seine Familie nicht aussuchen und mit ihren Mitgliedern auch auf die Schnauze fallen kann.

Die Anonymität des Internets führt leicht zu einer gewissen Enthemmung im Umgang miteinander, kann ich zumindest von mir sagen. Ich versuche aber seit mittlerweile einiger Zeit, vor allem lieb und nett zu sein, sicherlich nicht immer mit Erfolg. "...Bissige Kommentare..." machen mir auch Spaß und können auch sein, das Problem ist nur: Aufgrund der Tatsache, daß man sich hier nicht v. Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, fehlt ganz viel Kommunikationsmaterial, das evtl. deutlich machen würde: Ist nicht böse gemeint. Manche versuchen, diesem Problem durch den Gebrauch von Smileys aus dem Weg zu gehen, aber will man das immer?!

So entstehen Mißverständnisse viel schneller, und der Enthemmungsfaktor führt schnell zu einer Eskalation. Alte, über Jahre gepflegte Feindschaften machen die Sache auch nicht leichter (zumal man alle möglichen Missetaten schön nachlesen kann, falls man den Rechercheaufwand nicht scheut und diejenigen, von denen man sich beleidigt fühlt, ihre bösen Posts nicht schon kaschiert oder gelöscht haben). Im RL würde man sich aus dem Weg gehen, hier stolpert man ständig übereinander; bzw. lauert sich gegenseitig auf.

So, nun hab ich Euch mal wieder schön die Welt erklärt. Wahrscheinlich wußte das schon jeder, aber es war mir eine Herzensangelegenheit.

P.S.: Im Rahmen der in einem Internetforum zur Verfügung stehenden Parameter kann ich mit einigen der hiesigen Teilnehmer bzgl. den Themas, um das es hier eigentlich geht (schnarch), mehr anfangen als mit meiner kompletten Familie.

FARIN URLAUB RACING TEAM: Die Wahrheit übers Lügen [2008]

Veröffentlicht am 07.04.2012 12:04:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.04.2012 12:12:41 GMT+02:00
Etheriel meint:
na dann Brüder und Schwestern, Onkel King und Tante Blade...
Familie, passt mir hier auch nicht in den Kram, meine Familie ist mir auf emotionaler Ebene weit wichtiger als es jedes Forumsmitglied sein kann und in diesem Forum beschränken wir uns auf eine intellektuelle musikalische Debatte. Naja nicht wirklich intellektuell und über das musikalische lässt sich streiten, aber ich würde meinem Vater keinen Sermon über die The Downward Spiral herunterbeten.

Todtgelichter - Angst
Post Black Metal... pah. Die Hamburger Todtgelichter machten mit ihren ersten beiden Werken reinen Black Metal auf dem Drittwerk ANGST hingegen blicken sie auf Frakreichs Amesoeurs, die zwischen 2006 und 2009 Black Metal und Shoegaze mischten. Die Produktion wurde entsprechend klarer gegenüber den Vorgängern. Neige von Alcest und Amesoeurs beschrieb seinen musikalischen Ansatz als Kombination von Slowdive und Burzum. Todtgelichter machen sich eben diesen Ansatz zu eigen und formen ein eigenes Werk daraus. Nachdem Mort als Sänger ausgestiegen war übernahm Bassist Nils das Mikro wodurch manche Stücke mitunter auch mal an die Kieler Hardcore Band Escapado erinnern(Café of Lost Dreams/Bestie). Progressivere Stücke hingegen lassen mal die Leipziger Dissillusion(Oblivion/Moloch) aufblitzen. Die Stücke sind durchweg opulent Druckvoll und scheuen dennoch nicht den Einsatz akustischer Passagen, Synthies und mehr cleanem Gesang, der nun nicht mehr allein von Marta stammt die ohnehin hier verstärkt zur Geltung kommt. In Moloch singen Nils und Marta einen Part wunderwar gemeinsam. Doch besonders Martas Stimme die in dieser Kombination, trotz anderer Klangfarbe, all zu oft an Amesoeurs erinnert(Neon) trägt zu einem neuen Gesamteindruck bei. Black Metal als Genre ist Todtgelichter viel zu eng geworden. Ihre Musik ist über diesen Stil hinausgewachsen und auch wenn die Band sich gern mal gegen Genreeinordnungen stellt haben sie im Post Black Metal derzeit ihren Hafen gefunden. Sanfte und harte Klänge greifen ineinander, Shoegazetypische Gitarren treffen auf Blastbeats und Schrammeleinlagen, Brüllen und Kreischen trifft auf klaren Gesang, wie eben bei Amesoeurs, Lantlôs, Shining etc.
Das Album ist ein fest zusammengezurrtes Werk mit inhaltlichem rotem Faden. Der Titel des Albums gibt diesen roten Faden vor. Die Texte kreisen in englisch und deutsch um diesen breiten Themenkomplex, erzählen jeodoch keine Geschichte.
Die verschiedene Aspekte von Angst wie einer Instinktiven(Bestie) einer rastlosen(Café), einer urtümlichen Haltlosigkeit(Neon), einer angenommene Angst(Oblivion), eine mythologisch fundierte(Phobos&Deimos) sowie die urbane Angst vor Einsamkeit(Moloch) finden sich zusammen und geben in der Furcht den Zusammenhalt des Albums.
Ich bin nur froh, dass hier kein x-ter monumentaler Opus über Lady Bathory entstand oder die herleitung und unterteilung des Weltbildwandels durchgekaut wurde. Sowas wirkt entweder künstlich Pseudo Böse je nachdem was gerade gewählt wurde. Todtgelichter schaffen hier etwas anderes inhaltlich wie musikalisch emanzipiert sich die Band vom Black Metal und passt damit in die derzeit sehr gefragte Richtung des Post Black Metals.

Hier mal drei Stücke
Oblivion http://www.youtube.com/watch?v=zBCSbkGr59A
Neon http://www.youtube.com/watch?v=xbbkj5LWLAo
Café of Lost Dreams http://www.youtube.com/watch?v=wqtJTUnsKiI

Veröffentlicht am 07.04.2012 15:57:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.04.2012 15:59:01 GMT+02:00
Steven Frame meint:
BURIAL: Burial [2006]

Im Vergleich zu "Untrue" ganz klar die unelegantere Scheibe. Statt der auf "Untrue" vorherrschenden grenzenlosen Melancholie dominieren hier Leere und Dunkelheit das Geschehen. Atmosphärisch scheint William Bevan mit seinen aktuelleren Veröffentlichungen wieder mehr in diese Richtung zu gehen und das dann noch im zweistelligen Spielzeitenbereich. Nichts gegen "Untrue", aber diese Entwicklung kann ich nur begrüßen, und Burials Erste gefällt mir dann eben einfach noch einen Ticken besser.

Ich werde meinem Vater bei Gelegenheit mal einen Sermon über dieses Album runterbeten. Oder, noch besser, meiner Mutter.

Veröffentlicht am 07.04.2012 17:12:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.04.2012 17:13:06 GMT+02:00
Steven Frame meint:
YPPAH: Eighty One [2012]

Wie die 2 Vorgängeralben auf Ninja Tune erschienene neueste Arbeit des In Long Beach/Kalifornien ansässigen Elektroproduzenten Joe Corrales jr., dessen finnisch anmutender Künstlername sich "Jippah" ausspricht. In der Amazon-Kurzbeschreibung ist von Elementen des "warmen Westcoast-Sounds" die Rede, die man hier u.a. zu hören bekommen soll - na gut, das ist mir noch nicht so aufgefallen, aber jedem sein eigenes Klangerleben. Was IST mir aufgefallen? Vor allem Elemente dessen, was heutzutage "Postrock" heißt. Viele Gitarren, gern auch akustisch gezupft, wie bei "Never Mess With Sunday", einem der stärksten Tracks. Es paßt zu dieser Musik, daß Mister Corrales in seiner Freizeit surft: Sie klingt nach weitem Himmel und der Selbsthingabe an die Elemente. Geloopte, flächige Sounds liegen in Wellen schlagenden Schichten übereinander, man könnte wahlweise auch an im Wind wogende Weizenfelder denken. Elektronische Musik mit naturalistischer Atmo. In Kombination mit den teilweise recht biggen Beats erinnert das bei z.B. "Three Portraits" an MY BLOODY VALENTINE oder andere Schuhkuck-Musik, und das ist ja nie verkehrt. Zirka alle 3 Tracks legt eine Frau namens ANOMIE BELLE, unterstützt von großzügig eingestellten Hallgeräten, ihre verstrahlten Vocals darüber. Nicht die Neuerfindung eines Stils, aber eine sehr schöne, unangestrengte Platte. Ich glaube, meinem Vater würde sie besser gefallen als Burial.
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