Vegetarier VS Fleischesser


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Ersteintrag: 18.06.2012 13:54:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.06.2012 15:42:14 GMT+02:00
Papa Gans meint:
Fleischessen geht erst in Ordnung, wenn man das Tier mit eigenen Händen erlegt und kompetent verarbeitet hat. Ansonsten meide ich industriell gefertigte Ware. Gebt Ihr mir Recht oder dem Paradies Tengelmann?

Veröffentlicht am 12.07.2012 17:38:32 GMT+02:00
DarkCherry123 meint:
Zunächst einmal denke ich, dass es außer Frage steht, Produkte aus Massentierhaltung zu meiden, da dadurch so viel Leid verursacht wird (sowohl den Tieren als auch der Umwelt), dass es in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.
Der Rest ist eine Sache der persönlichen Einstellung. Ich möchte niemanden bekehren, aber nach meinen ethischen Grundsätzen ist es falsch, lebende, empfindende Wesen zu töten, nur um ein paar Minuten lang seine Gaumenfreude zu haben.
Mich würde interessieren, warum Sie diese Frage hier stellen. Haben Sie selber Zweifel an Ihrer Einstellung und wollen hier Bestätigung dafür bekommen? (Das ist nicht böse gemeint, ich bin nur neugierig.)

Veröffentlicht am 14.07.2012 21:30:51 GMT+02:00
Sarah H. meint:
Ich lebe mittlerweile seit über 10 Jahren (seit meinem 13ten Lebensjahr) vegetarisch und dies aus ethischen Gründen, daher kann ich dir da jetzt nicht wirklich zustimmen ;).
Natürlich kann man sagen, dass was du vorschlägst besser ist, weil es zum "Essen" einen anderen Bezug herstellt und den Tieren die Massentierhaltung ersparen würde ABER (ja, es war klar, dass ein ABER kommt ;) ), in unserer heutigen Zeit ist es einfach nicht mehr nötig, dass wir Tieren nach ihrem Leben trachten, da davon unser Überleben NICHT abhängig ist.
Es gibt keinen Grund, der wirklich rechtfertigt, Fleisch zu essen und somit ist es einfach aus moralisch und ethischer Sicht in unserer heutigen Zeit nicht vertretbar.

Davon abgesehen, sollte man - wenn man denn schon Fleisch essen "muss" - Massentierhaltung meiden und
zumindest darauf achten, dass die Tiere zumindest kein grausames Dasein fristen.

Veröffentlicht am 15.07.2012 14:20:32 GMT+02:00
Manipulatio meint:
Der einzig richtige und ethisch korrekte Schritt: Veganer werden.

Da braucht man auch nicht zu diskutieren, es gibt KEINEN Grund, Fleisch oder sonstige Tierprodukte zu konsumieren.

Veröffentlicht am 19.07.2012 20:11:26 GMT+02:00
Gwen meint:
Zum Thema passend habe ich nachfolgend drei Zitate angehängt - es würde mich freuen wenn sie ebenfalls ein wenig zum Nachdenken anregen!

----------------------

Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber morde mich nicht, um besser zu essen!
(Cicero)

----------------------------

Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut ; Kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser ; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht - Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst - Darauf kommt alles an
(Leo Tolstoi)

--------------------

Der Mensch kann leben und gesund sein, ohne dass er zu seiner Ernährung Tiere tötet. Wenn er also Fleisch isst, so ist er mitschuldig am Morde von Tieren, nur um seinen Geschmack zu schmeicheln. So zu handeln, ist unmoralisch. Das ist so einfach und unzweifelhaft, dass es unmöglich ist, nicht beizustimmen. Aber weil die Mehrzahl noch am Fleischgenuss hängt, so halten ihn die Menschen für gerechtfertigt und sagen lachend: 'Ein Stück Beefsteak ist aber doch eine schöne Sache, und ich werde es heute mit Vergnügen zu Mittag essen.'
(Quelle: Tolstoi, Leo: Du sollst nicht töten.)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2012 05:00:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.08.2012 05:18:16 GMT+02:00
Icelily meint:
Die gesundheitliche Kontroverse und das zusätzliche Leid durch Massentierhaltung mal außer Acht gelassen, finde ich es ethisch unlogisch, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren. Und bevor ich gleich für diese Aussage gefressen werde, versuche ich meine persönliche Einstellung (!) zu erläutern:

Kein Lebewesen kann überleben, ohne dass andere Lebewesen dafür sterben, egal wie sehr man sich das einreden möchte. Pflanzen sind auch Lebewesen, die ihre Existenz verteidigen. Über mögliche Reizempfindungen wird noch geforscht, aber was feststeht ist, dass wenn man einer Pflanze Schaden zufügt, man einen elektrischen Impuls in der ganzen Pflanze messen kann, der Schmerzweiterleitung ähnelt (Warum Aspirin auch bei Pflanzen funktioniert: http://www.sciencedaily.com/releases/1998/08/980806090010.htm).

Ja, Pflanzen sind vielleicht nicht so "hoch entwickelt" wie Menschen oder Tiere, aber bin ich Gott und kann entscheiden, welche Lebewesen tötenswerter sind? Als Veganer aus ethischen Gründen würde ich es mir zu einfach machen und mich selbst belügen, nur um mein Gewissen zu beruhigen.

Erst vor kurzem wurde eine interessante Studie vorgestellt, die belegte, dass Menschen größere Skrupel haben, intelligente, niedliche und uns ähnliche Lebewesen zu essen, als weniger intelligente und entfernter verwandte (Ruby, Matthew und Steven Heine: "Too close to home. Factors predicting meat avoidance", University of Columbia, Department of Psychology, im März 2012). Die Häschen und Kälbchen aus den PETA-Dokus sind halt sehr überzeugend.

Vegetarier werden halte ich ethisch gesehen für noch unsinniger. Neeeeein, für mich wird kein Tier getötet. Die haben halt nur eine wesentlich kürzere Lebenserwartung, weil sie dauerbefruchtet werden, um Milch und Eier zu produzieren. Und die Insekten und kleinen Wirbeltiere, die durch den Ackerbau getötet werden, sind halt nicht niedlich und intelligent genug, die kann man ignorieren.

Aber mal im Ernst: Die Grundlage des Ganzen ist zu akzeptieren, dass für das eigene Überleben zwangsweise andere Lebewesen sterben müssen, zumindest solange noch keiner einen Replikator Marke Star Trek erfunden hat. Das Leid auf andere Lebewesen zu verlagern, die man für tötenswerter hält, ist für mich persönlich ethisch wesentlich fraglicher, als alles zu essen, aber nichts unnötig zu verschwenden und Respekt vor Lebewesen zu haben. Und zwar vor ALLEN.

Das ist zumindest meine persönliche Einstellung. Ich will niemanden bekehren und bin für sachlich vorgebrachte Gegenargumente offen. Diskutieren ist bei solchen Themen wichtig, denn keiner von uns ist ein allwissender Gott, der über Recht und Unrecht entscheiden kann. Wenn man wie @Manipulatio zu der Einstellung kommt "Da braucht man auch nicht zu diskutieren, es gibt KEINEN Grund, Fleisch oder sonstige Tierprodukte zu konsumieren.", dann ist das nicht mehr die Suche nach einem eigenen Weg, sondern vor Hybris triefender Fanatismus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2012 14:42:55 GMT+02:00
Gwen meint:
Danke für die Meinung zum Thema! :-)

Tja, traurig aber leider wahr - viele Fleischesser suchen sich zum Teil die haarsträubendsten Argumente zusammen, warum man dennoch mit ruhigem Gewissen Fleisch essen kann (Wie z.B. „Ich will den Tieren doch das Futter nicht wegessen..." usw.). Es stimmt, dass man nicht strikt Veganer werden braucht, aus ethischen Gründen. Aber zumindest kann man seinen Fleischkonsum (stark) reduzieren und wenn es dann schon mal unbedingt Fleisch sein muss, sollte man zumindest auf die Herkunft achten bzw. darauf achten wie es produziert wurde, denn mit billiger Ware ist meist noch mehr unnötiges Tierleid verbunden.

Passend zum Thema! Auf ARTE gab es eine sehr interessante Dokumentation „Nie wieder Fleisch" über die industrielle Fleischproduktion (http://www.youtube.com/watch?v=jieSlTLIKJ0) - bitte lasse mich deine Meinung dazu wissen! Empfindest du kein Mitleid wenn lebende Tiere nur wie Ware behandelt werden?!

Auch ist es interessant zu fragen, welche Tiere man „leichter" töten kann. Wahrscheinlich fällt es immer schwerer, je höher entwickelt ein Tier ist - weil's dann der eigenen Art immer näher kommt - und diese verspeisen wir ja auch nicht (mehr).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2012 16:02:14 GMT+02:00
Icelily meint:
Hallo Gwen!

Die Arte Doku kenne ich und vor kurzem war auch ein Artikel in der FAZ über nicht immer funktionierende Betäubung vor der Massenschlachtung (CHRISTINA HUCKLENBROICH: "Leid auf dem Schlachthof"). Das befürwortet glaube ich niemand, egal ob Fleischesser oder nicht. Ich selbst bin sogar bei Bio vorsichtig, insbesondere die Billigversionen, und kaufe lieber weniger Fleisch, aber dann direkt bei einem Bauern, den ich gut kenne.

Die Folgen der Massentierhaltung habe ich in meiner Argumentation bewusst ausgeklammert, es ging mir allein um die ethische Fragestellung, welche Lebewesen man reinen Gewissens essen darf. Und meine persönliche Antwort lautet eben: keine. Das beantwortet auch deine Frage, ob ich nicht Mitleid mit den Tieren empfinden würde. Natürlich, sehr sogar, aber nicht -nur- mit den Tieren. Denn wenn ich eine willkürliche Trennlinie zwischen tötenswerten (= Pflanzen und "niedere" Tiere) und schützenswerten (= "höhere" Tiere) Lebewesen ziehen würde, dann käme ich mir wie eine Heuchlerin vor.

Aber wie gesagt, jeder muss seinen eigenen Weg finden.

Liebe Grüße

Eislilie

Veröffentlicht am 11.08.2012 00:01:28 GMT+02:00
K. Gessner meint:
Ich bin seit drei Jahren Vegetarierin und mache ständig Erfahrungen mit Leuten die mich nicht verstehen...
Es ist schade wie blind manche Menschen geworden sind, sodass sie nur sehen was direkt vor ihnen passiert. Sie nehmen einfach hin was mit den Tieren gemacht wird und schauen weg! Selbst meine Mutter sagt immer: "Du rettest damit kein Tier!" Ich stimme ihr zu, aber dafür muss keines für mich sterben...
Fleisch würde ich keines mehr essen, selbst wenn ich wüsste das Tier hätte ein gutes Leben gehabt (wie zum Beispiel Rehe oder Wildscheine aus dem Wald) und wäre nicht gequält worden, denn ich wäre dafür verantwortlich, dass einem Tier das Leben genommen wurde...
Das ist meine Einstellung...
Was ich als Frage an euch hätte:
Was haltet ihr davon das "tierisch Abfälle" unteranderem in Chips, Getränken oder sogar in Brot vorhanden sind??? Denn dagegen kann sich ein Vegetarier oder Veganer nicht schützen... Wie soll man ohne Brot oder Brötchen auskommen???

Grüße
Julia

Veröffentlicht am 12.08.2012 09:25:15 GMT+02:00
peter meint:
Wenn du sagst, Ich esse Tiere, Weil ich ja auch Pflanzen Esse - dann kannst du ja auch gleich sagen es ist o.k. Menschen zu essen, weil ich Ja Tiere esse. Oder schmecken die dir nicht so gut? mir schmecken auch tote Tiere nicht mehr.

Veröffentlicht am 21.08.2012 12:01:11 GMT+02:00
H. Oellrich meint:
Nur ein Aspekt zum Thema: Vegetarier leben auch nicht länger. Sie sehen nur älter aus. Ist so meine Erfahrung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2012 12:05:02 GMT+02:00
H. Oellrich meint:
Klar gibt es den: Es ist einfach lecker. Gerade brutzelt unser Grillhähnchen und verströmt einen herrlichen Duft im ganzen Haus. Ich freue mich drauf!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2012 15:54:59 GMT+02:00
Gwen meint:
Hallo Eis~lilie!

Egal welches Fleisch, egal welcher Herkunft, ob BIO oder nicht - ein Lebewesen muss für diesen „Genuss" sterben!!! Erst kürzlich sah ich eine kleine Kuh-Herde die noch glücklich grasend, nichts ahnend mit AMA-Gütesiegel als künftige Ware „abgestempelt" war - da laufen mir fast Tränen über die Wangen wenn ich so etwas sehe...

Und ja, richtig, auch die Pflanzen könnten, müssten einem leid tun, die wegen uns „nimmersatten" Menschen sterben müssen, aber bedenke: Beim Konsum von vegetarischen Produkten wird nicht immer automatisch die Pflanze selbst "getötet". Denn Apfelbaum, Tomatenstaude, Beerensträucher usw. bilden Früchte aus die gegessen werden und nicht die Pflanze selbst...

"Frutarier streben eine Ernährung mit ausschließlich pflanzlichen Produkten an, die nicht die Beschädigung der Pflanze selbst zur Folge haben. Dazu gehören etwa Obst und Nüsse als Pflanzenteile, die botanisch gesehen als Früchte oder Samen klassifiziert werden. Der Verzehr einer Karotte beispielsweise bringt die Vernichtung dieser einzelnen Pflanze mit sich und ist folglich nicht mit der frutarischen Ernährungsweise vereinbar. Bei Äpfeln beispielsweise treten diese Bedenken nicht auf, da die Ernte und der Verzehr eines Apfels den Apfelbaum an sich nicht verletzt." (Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus)

Soja-Produkte die es mittlerweile fast überall zu kaufen gibt, auch bei Amazon (siehe http://www.amazon.de/Rapunzel-Sojafleisch-fein-2er-Pack/dp/B005PM0JRM/ref=pd_cp_grocery_0), sind meiner Meinung ein gesunder, leckerer pflanzlicher Eiweiß-Ersatz! Soja-Schnetzel haben über 50 % Eiweiß-Gehalt, der negative „Fleisch-Beigeschmack" (Tierleid, Hormone, Antibiotika-Rückstände, Kurze Haltbarkeit...) fällt weg!

Meine Aufforderung an alle: Verwendet für eure nächste Spagetti-Bolognese-Sauce doch mal statt Hackfleisch Soja-Granulat (Rezepte findet man dank Internet und Google genug), ihr werdet positiv überrascht sein wie köstlich das schmeckt!

Alles Liebe und viel Gesundheit
Gwen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2012 15:01:43 GMT+02:00
Wie steht es eigentlich mit der Massenvernichtung der Umwelt die durch den Anbau von Sojapflanzen stattfindet, hast Du mal darueber nachgedacht und Dich informiert ? Es gibt reichlich viele Dokumentationen darueber. Da sterben zwar keine Tiere aber riesige Erdflaechen werden kaputt gemacht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2012 15:21:45 GMT+02:00
H. Oellrich meint:
Doch doch, auch Tiere sterben, weil ihnen die Lebensgrundlage entzogen wird. Und zwar massenhaft. Die Welt ist nicht so einfach, wie es scheint.

Und die kleine Kuhherde, glücklich grasend, gibt es nur, weil der Bauer sie aufgezogen hat. Vorher hat der Tierarzt die Mütter künstlich besamt, der Bauer die Kälber gefüttert, ihnen Platz auf der Weide verschafft, sich um ihre Gesundheit gekümmert...

Und nun werden sie zu Hackfleisch und leckeren Steaks. Wo ist bitte das Problem?

Der Wolf frisst das Lamm, der Kater die Maus, der Adler die Amsel und der Mensch die Kuh. Die Natur hat es so eingerichtet. Und das ist gut so.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2012 15:54:38 GMT+02:00
Gwen meint:
Was leider viele Leute nicht wissen: Der größte Teil der Sojapflanzen wird nicht für den „Direktverzehr" durch den Menschen angebaut sondern allein für die Fütterung von Tieren: Unvorstellbare 80 % der weltweit angebauten Soja-Produkte landen im Futtertrog der Tiere! (Quelle Greenpeace "Aus Urwald wird Tierfutter" - Amazonas-Regenwald wird für Appetit auf Fleisch zerstört, http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/FS_Soja_Hintergrund.pdf).

"Anstatt ein Kilo tierisches Eiweiß zu produzieren, könnte man 3 bis 14-mal (!!!) soviel pflanzliches ebenso nahrhaftes aber gesünderes Eiweiß herstellen!" (www.vegan.at)

Der Konsum tierlicher Produkte verursacht:
1. Hunger
2. Erkrankungen
3. Globalisierung und Ausbeutung von ArbeiterInnen
4. Ressourcenverschwendung (Wasser und Land!)
5. Umweltverschmutzung

Beachte bitte auch die ausführlichen Infos unter http://www.vegan.at/umwelt/umwelt_und_fleischkonsum_flugblatt.pdf bzw. auf der Homepage www.vegan.at

Es wäre jedenfalls vernünftiger, zielführender wenn die Menschen direkt Soja verspeisen und nicht den "Umweg" über die Tiere wählen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2012 13:18:56 GMT+02:00
Judith Lux meint:
darf ich dich darüber informieren, dass der grösste Teil der weltweiten Sojaproduktion nicht für den menschlichen Verzehr
sondern als Schlachtviehfutter angebaut wird........!!!!!

Veröffentlicht am 25.08.2012 10:12:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.08.2012 10:59:52 GMT+02:00
anne richter meint:
Ach, dieses ewige "Vegetarier sind die besseren Menschen" Geschwafel braucht die Welt nun wirklich nicht. (und Bitte, Lederschuhe sind auch ein tierisches Produkt, also viel Spass mit euren Plastikgaloschen !) eigentlich geht es doch nicht unbedingt darum WAS man isst, sondern unter welchen Umständen es produziert wird. Palmöl ist Ethisch gesehen ein absolutes no go, Biotomaten die per Flugzeug vom anderen Ende der Welt eingeflogen werden wohl ebenso. Was aber bitte ist verwerflich an dem Ei, das mein Huhn jeden Tag legt, wobei meine Hühner mit Sicherheit glückliche Hühner sind. Nein, meine Hühner werden nicht geschlachtet, das bringen wir nicht übers Herz. Nein, ich würde nie ein Tier schlachten, obwohl ich mit Genuss ein gutes Stück Fleisch geniesse. Aber mal ehrlich, wenn alle Veganer ihre Linsen selber anbauen, ernten und verzehrfertig weiterverarbeiten müssten, wäre die Linse eine gefährdete Art und stände auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Pflanzen. In der Produktionskette zur Kleiderherstellung sind Millionen Kinder beschäftigt (jaja, auch in der alternativen Biobaumwollverarbeitung), bei der Fleischproduktion werden Tiere gequält (auch bei Biofleisch, und geschlachtet werden die Tiere eh alle im selben Schlachthof), die Liste solcher Beispiele ist unendlich lang. Doch liegt das Problem bei der Baumwolle, der Linse, dem Kleidungsstück, dem Ei... oder liegt es letztendlich an der Produktion und der Art und Weise wie in unserer Gesellschaft Menschen, Tiere und Pflanzen zum "Massenprodukt" degradiert werden ?
Ach, und der Konsum pflanzlicher Lebensmittel fördert ebenso:
sowohl die Ausbeutung von Menschen wie auch unserer Erde und sämtlicher verfügbaren Ressourcen
(z.B. Spanische Erdbeeren, Monokulturwirtschaft, Lebens- und Arbeitsbedingungen Indischer TeepflückerInnen und und und und)
Erkrankungen (Sojaunverträglichkeit ist ebenso verbreitet wie Laktoseintoleranz, beim Pflanzenanbau werden massiv Insektizide und Herbizide eingesetzt, sowohl Luft als auch Grundwasser werden verseucht)
Saatgut produzierende Grosskonzerne gefördert (Monsanto lässt Grüssen)
.....
Ich denke es ist an der Zeit aufzuwachen, vegetarisch/vegan zu Leben bedeutet eben NICHT, dass man sich gesünder oder bewusster ernährt, nur eben anders. Und man kann als Veggie mit Sicherheit nicht behaupten ethisch oder moralisch korrekter zu Leben als ein Fleischesser.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2012 11:11:36 GMT+02:00
anne richter meint:
Aber sowohl der Teil der dem direkten menschlichen Verzehr bestimmt ist als auch der, der an Tiere verfüttert wird stammen aus der gleichen Monokulturwirtschaft und das Saatgut wird von Grosskonzernen gezüchtet und unter menschenverachtenden Bedingungen angebaut, und GENAU DAS ist daran verwerflich! Da steht KEINE der zwei Parteien (Veggie/Fleischesser) ethisch und moralisch in besserem Licht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2012 11:27:42 GMT+02:00
anne richter meint:
Leider sind die Punkte die du aufgezählt hast bittere Wahrheit, allerdings beschränken sie sich NICHT NUR auf den Konsum tierischer Produkte, sondern stehen heutzutage für jegliche Art von Konsum. Gefährlich wird es allerdings wenn eine gewisse Konsumgruppe (z.B. Vegetarier/Veganer) sich solche Aussagen zu Nutze machen um sich ethisch, moralisch ein Schutzschild zu bauen und eine andere Konsumgruppe (Fleischesser) fingerzeigend anzuprangern. Heutzutage kann doch wirklich niemand sich mehr vormachen, dass nicht alles nur ein Geschäft ist und Geld die Welt bewegt.

Veröffentlicht am 25.08.2012 11:40:27 GMT+02:00
H. Oellrich meint:
Letztlich kann der Schluss aus all den Ansichten und Argumenten wohl nur lauten: Der Erde ginge es ohne den Menschen deutlich besser. Und die Menschheit arbeitet ja auch schon offensiv daran, sich selbst abzuschaffen. Die Mittel dazu stehen seit langem bereit.
Aber vorher braten wir uns noch ein leckeres Steak .
Wer weiß wie lange noch...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2012 11:47:29 GMT+02:00
anne richter meint:
hey Julia, es gibt nur eine logische Konsequenz, wenn du wissen willst WAS du isst (und das ist bei Fleischessern genauso) musst du es selber Produzieren, entweder gehst du so weit, dass du deinen Weizen selber anbaust (bleibt das Problem, wo dein Saatgut herkommt), oder immerhin der Industrie so weit zu vertrauen, dass du dir die Zutaten kaufst und dein Brot selber bäckst. (schmeckt ehrlich gesagt viiiieeeeel besser).
Ich hätte auch eine Frage an dich, mich beschäftigt immer welche Schuhe ein Vegetarier trägt, bzw ob du auf jegliche Lederartikel (Gürtel; Uhrenband..) verzichtest. Trägst du Wollartikel ?
Wesentlich ist doch nur wer du bist und dass du zu dir stehst. ich vermute, dass du noch etwas jünger bist als ich, früher habe ich oft daran verzweifelt, dass nur wenige Leute mich verstanden haben. Heute stehe ich da einfach drüber, finde es gar nicht mehr wichtig was andere über mich denken und bin im Einklang mit mir selbst.
Meine Schwester ist seit der dritten Klasse Vegetarierin, das sind allerdings schon 35 ! Jahre her, da wusste kaum jemand was das Wort überhaut bedeutet.
lg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2012 16:33:48 GMT+02:00
Gwen meint:
Es steht trotz allem 80 : 20! :-) Wenn die Lust auf Fleisch nicht so groß wäre müssten nicht so viele Urwälder für Weide- und Anbauflächen gerodet werden. Seht es doch bitte ein: Für die Fleischproduktion wird einfach eine Unmenge an Ressourcen verschwendet!!!

Außerdem möchte ich noch anmerken, dass die meisten Soja Produkte, die für den menschlichen Direktverzehr gedacht sind, aus nachhaltiger Bio-Landwirtschaft (Hersteller Rapunzel, Verival usw.) stammen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.09.2012 12:56:08 GMT+02:00
E. Udo meint:
Bitte informiert Euch mal intensiv über Soja, kann man keinem empfehlen als Fleischersatz zu essen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.09.2012 12:58:37 GMT+02:00
E. Udo meint:
Soja ist kein gesundes Nahrungsmittel!!!!
Buchtipp: "The Whole Soy Story"
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