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Ratgeber Depressionen/Burn-Out für Frauen


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1-25 von 31 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.02.2009 20:23:39 GMT+01:00
hallo zusammen,

stecke derzeit in der Krise und bin kurz davor, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bin seit zwei Jahren getrennt/geschieden und (eigentlich) glücklicher Single, habe einen 10jährigen Sohn mit ADS und Legasthenie (entsprechendes 14tägiges Umgangsrecht am WE mit dem Ex) und einen Teilzeitjob (dank neuem Unterhaltsrecht demnächst einen 3/4 Job), der uns gerade so ernährt. Mein Problem ist seit einigen Monaten, dass ich es an meinen kinderfreien Wochenenden nicht mehr schaffe, überhaupt aus dem Bett zu kommen, ich möchte mich am liebsten verkriechen, brauche viel Ruhe und Schlaf (manchmal 10 Std.), und schaff es nicht mal, mir was aus dem Supermarkt zu holen. Nicht, dass es soweit gehen würde, dass ich Selbstmordgedanken hätte - ich bin nur so leer (weiss nicht, ob ihr versteht, was ich meine). Aber ich komm mir vor wie ein Hamster im Rad, im Büro und zuhause funktioniere ich nur noch. Dabei war es früher anders, ich war viel unterwegs und engagiert.

Ich gucke deshalb hier nach einem Ratgeber, der mir weiterhelfen kann. Weiss aber nicht, in welche Richtung ich gehen soll, da eine Diagnose fehlt. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen? Und wie finde ich einen guten Psychologen?

lg an alle da draußen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.02.2009 23:27:49 GMT+01:00
Christine, B. meint:
Hallo G. Schwarz,

ich kann Ihnen den Ratgeber zur Selbsthilfe "Wege zu seelischer und körperlicher Gesundheit. Chinesische Medizin" von Enver Bunjaku empfehlen. In diesem Ratgeber schaut der Autor über den Tellerrand der chinesischen Medizin und beschreibt Wege und Möglichkeiten, wie man die seelische und körperliche Gesundheit buchstäblich in die eigene Hand nehmen kann. An sich eine Werschätzung an Patienten, denn so wie ich weiss, die chinesische Medizin eine Volksheilkunde ist, mit deren Hilfe jeder einzelne etwas für das eigene Wohlbefinden tun kann. Als Quellen neuer Lebensenergie beschreibt der Autor: bewußte Ernährung, angemessene Bewegung, Atemübungen, Entspannung und Achtsamkeit. Um die Energieressourcen anzuheben beschreibt er auch eine leicht zu erlernende Handmassage zur täglichen Anwendung. Bewusstseinserweiternd in diesem Buch finde ich auch die Betrachtungsweise der Emotionen seitens der fernöstlichen Heilkunde. Demnach sollten die negativen Emotionen nicht verdrängt oder bekämpft werden, sondern in heilende Lebensenergie umgewandelt werden. Zur Umwandlung der negativen Emotionen in positive Emotionen beschreibt der Autor gezielte Meditations- und Atemübungen. Damit habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Licht auf dem Weg der Heilung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2009 01:02:59 GMT+01:00
Anke Modrow meint:
Liebe G. Schwarz,
eine Krise ist nicht zwangsläufig eine Krankheit, und es muss nicht zwangsläufig eine Krankheit sein, wenn man vorübergehend viel Ruhe und Schlaf braucht, um sich von einer anstrengenden Zeit zu erholen. Doch es kann sein, dass eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt, auch körperlich. Ich würde unbedingt raten, mit dem Hausarzt zu sprechen, gleichzeitig psychologische Hilfe zu suchen - also auf mehreren Ebenen gleichzeitig aktiv zu werden und nicht zu vorschnell auf Medikamente zurückzugreifen. Eine gute psychologische Hilfe macht sich m.E. auch daran bemerkbar, dass er/sie wertschätzend mit Ihnen umgeht, dass Sie einen guten Kontakt und Vertrauen haben, dass er / sie Sie nicht in eine bestimmte Richtung drängt oder Ihnen ein Universalrezept präsentiert oder Partei ergreift, sondern die Verantwortung bei Ihnen läßt und Sie dabei unterstützt herauszufinden, was Ihnen gut tut und was Sie brauchen. Es gibt noch einige Punkte mehr. Sie können vielleicht hier schauen: http://www.psychotherapiepraxis.at/gute_therapie.phtml#met
Das ist eine Seite aus Österreich, in der sehr hilfreiche und umfassende Tipps geegeben werden, wie man vorgehen kann und welche Richtungen es gibt.
Alles Gute und herzliche Grüße
hagebutte

Veröffentlicht am 15.02.2009 10:08:31 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.02.2009 10:09:12 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 15.02.2009 10:10:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.02.2009 15:12:59 GMT+01:00
Matthias Exl meint:
Liebe G. Schwarz,

Persönlich schließe ich mich vollinhaltlich den Vorschreibern an. Es ist eine Situation, die auf jeden Fall professionell in vertrauensvoller Umgebung geklärt gehört. Parallel dazu würde ich mich auf die Suche nach der notwendigen Veränderung in meinem Leben machen.

Persönlich war ich vor ca. acht Jahren vom Burnout betroffen... Ich arbeitete in – die Gesellschaft würde sagen - "hoher" Position, studierte "nebenbei", versuchte eine Beziehung zu leben und einiges mehr. Ich hatte viele Ziele, versuchte diese natürlich auch alle zu erreichen.

Irgendwann begannen die scheinbar irrationalen Angstzustände, Bedürfnis nach viel Schlaf, Nachtschweiß, Magenbeschwerden und noch ein paar „Eigenheiten“ meines Körpers und meiner Seele. Aber natürlich spricht man nicht darüber - ein Zeichen von "Schwäche". Parallel zu dieser Entwicklung verlor ich mehr und mehr Freunde dafür mehrten sich die Small Talk Kontakte...

Am absoluten Tiefpunkt angelangt war auch der Moment da, wo ich nicht mehr wollte - Leben meine ich. Ich werde nicht vergessen als ich im tiefsten Kummer auf einem Hügel meinem Leben ein Ende setzen wollte. Doch - etwas hielt mich zurück, das mir sagte: es ist sinnlos, so zu gehen.
Wie wahr. Also ging ich, woanders hin - nach Hause.

Ich erkannte es gab nur zwei Möglichkeiten für mich: Lasse deine "Seele", dein Träume, dein ganzes Fühlen sterben ODER ändere was dich unglücklich macht. Veränderung? hmmm. Angst machte sich noch mehr breit. Da war soviel was mich störte, was ich nicht mochte, was ich nicht aushielt, was ich nicht mehr tun wollte - Wo also anfangen?

Hier verwende ich gerne ein Symbol dafür, es sind Kreise die uns umgeben. Fangen wir klein an, im direkten Kontakt mit mir, wer steht dort? Beziehung? Eltern? Frau? Mann? Kinder? Was tut mir weh? Was macht mich unglücklich? Dies ist der erste kleine Kreis, wo es zu arbeiten gilt. Hah, doch es ist manchmal nicht so leicht - denn da ist doch zu "wenig Zeit" - man muss doch "arbeiten"... der zweite Kreis. Sehr oft ist aber genau das Übermaß an Arbeit der reine Fluchtkomplex raus aus dem ersten Kreis. Frei nach - es geht mir besser in der Firma als in meiner Beziehung. Wichtig - dies kann sein, muss nicht sein und auch nicht für jeden gelten. Sehr oft werden wahre Beziehungen auch gar nicht gelebt – man hat ja gar keine Zeit für so etwas Altmodisches… und doch sehnen wir uns irgendwie danach.

In jedem Fall gibt es immer einen tiefen Grund, was uns antreibt genau die Dinge zu tun, die uns eigentlich schaden, UNRUHE stiften, MANGEL erzeugen, UNGLÜCK bereiten. Übermäßige Arbeit auf Grund von "Selbstbestätigung" hat eigentlich sehr oft mit einem geringeren "Selbstwertgefühl" zu tun. Auch wenn man nach Außen so wunderbar "den Schein" lebt. Doch es ist Schein - nicht Sein. In meinem Fall hatte ich den Schein wunderbar poliert. Dies wurde mir auf meinem Weg von Burnout Symptom zu Burnout Symptom klar.

Nun galt es Ängste vor Veränderung zu bearbeiten - denn die sind der Hindernis Grund, WARUM wir Dinge, die uns schaden nicht verändern - ANGST davor, nicht noch einmal so einen Job zu bekommen, ANGST, nicht genug zu verdienen, ANGST, alleine zu bleiben, wenn ich in der Beziehung meine wahren Gefühle kommuniziere. ANGST vor so vielen Konsequenzen....

Doch genau jene Ängste sitzen im eigenen Unterbewusstsein und können nicht durch SCHEIN in Sicherheit aufgelöst werden, durch Geld befriedigt, durch ein schnelles Auto überfahren oder sonst wie verkauft werden. Dies geht nur durch den Willen, an sich selbst zu arbeiten, zu erkennen, dass es MEINE Entscheidungen waren, die mich HIERHER gebracht haben. WIESO tue ich, was ich tue? Sehr oft finden wir die Ursachen dann in unserer Kindheit, in Mustern, die wir übernommen haben - DU BIST dein Erfolg, deine Arbeit, die MENGE deiner Arbeit (=Fleiß) u.v.m.

Die Frage ist also, WEM will ich WAS Recht machen? Meinem Vater? Meiner Mutter? Meinen ehemaligen Klassenkameraden? Es gibt keine Allgemeinformel für jeden, ich versuche Euch gerade nur zum Nachdenken anzuregen. Zu sehen - sofern ich gerade im Burnout stecke - wo ich anfangen kann zu suchen... Bei mir persönlich war es so, dass ich die Antworten auf die Fragen gefunden habe. Ich war in schon zu Schulzeiten meistens der, der im Turnen nicht "gewählt" wurde... In mir entstand ein Gefühl "es allen zeigen zu wollen" – zu zeigen, dass ich „mehr wert“ war. Dadurch entstand ein tiefer, nicht zu befriedigender Karrierewunsch, der mich zu Höchstleistungen anspornte aber im Burnout endete. Mit dem Erkennen des Problems, verlor dieser Wunsch an Kraft, ich erkannte die "Sinnlosigkeit" meines eigenen Tuns.

Ich erkannte, dass das, nach was wir uns alle sehnen eigentlich nur folgende Dinge sind: „Glücklich sein“ und „Liebe“. Leider sind diese beiden Dinge sehr oft an Ziele geknüpft, die uns eigentlich krank machen. Und hier bewahrheitet sich, dass man Glück und Liebe nicht kaufen kann. Diese warten nur darauf durch uns in uns erfahren zu werden. Bei mir selbst hat sich mein Leben drastisch verändert, ich habe es drastisch verändert. Aber genau dadurch beides gefunden - Glück und Liebe. Jeder kann dies, ich muss nur anfangen, mein Leben, meine Handlungen zu hinterfragen und mutig Schritt für Schritt ohne Angst vor der Konsequenz die Dinge ändern. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Aufhören sich „durchzuwursteln“.

Heute kann ich sagen, dass das Burnout mir wahrlich geholfen hat. Wieso musste es zu diesem drastischen Zustand kommen? Sehr einfach, meine eigene Sturheit meinen bisherigen Weg weitergehen zu wollen OHNE mich zu verändern hatte drastischere Mittel notwendig gemacht. Vorher wollte ich einfach nicht hören. Ich brauchte das Burnout um zu verstehen. Die Entscheidung vor der ich also stehe ist – kann ich den tiefen Sinn des Burnouts für mein Leben annehmen oder sehe ich die Situation nur als lästiges Phänomen, welches mich abhält so weiter zu machen wie bisher? Diese Frage könnt Ihr nur im Herzen beantworten.

Ich wünsche jedem Leser von Herzen alles erdenkliche Gute, sodass Ihr mit Mut, Ausdauer und Hingabe euer ganz persönliches Glück und die Liebe findet und lebt. Vielleicht kann Ihnen das Posting Mut machen, dass der momentane Zustand dazu dient, Sie zu etwas viel schönerem zu führen…

Literatur zu dem Thema gibt es zu genüge: empfehlen kann ich aus tiefstem Herzen die Titel von z.B. Fr. Phyllis Krystal, einer Psychotherapeutin mit tiefem spirituellen Hintergrund. Eine Suche hier bei Amazon nach dem Namen genügt.

Ich bin,
in Verbundenheit,
Matthias A. Exl
Autor
"Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben." 2008

Veröffentlicht am 15.02.2009 13:06:02 GMT+01:00
G. Pfeiffer meint:
Hallo Frau Schwarz,
ich kann gut nachvollziehen, wie Sie sich im Moment fühlen. Trennung vom Ehemann und einen Sohn mit ADS, der den Umgang nicht gerade erleichtert. Auch ich habe vor 5 Jahren in dieser Phase gesteckt und habe Suizidgedanken gehabt. Habe professionelle Hilfe in Anspruch genommen und letztendlich einen Psychater kontaktiert. Mit ihm habe ich eine 2-Jährige Verhaltens- und Psychotherapie absolviert. Anfänglich hat es mch unheimliche Kraft gekostet, über mich und mein Inneres zu sprechen mit einem mir bis dato Fremden Menschen. Der Psychologe aber hatte unheimliches Fingerspitzengefühl und hat mich dazu gebracht, mich zu öffnen und meine Sorgen, Ängste und Nöte preiszugeben. Heute bin ich gefestigt mehr denn je und auf der Suche nach meinem eigenen neuen Ich und ich fühle mich gut dabei. Ich habe alles, was ich im Laufe meines Lebens in meinem Inneren weggeschlossen habe, was mir zugefügt wurde durch andere und was ich mir selbst zugefügt habe durch meine Verhaltensweise, aufgearbeitet und nach Erklärungen gesucht und fühle mich jetzt wie neugeboren. Sie müssen sich auf der Suche nach einem Therapeuten von Ihrem Gefühl leiten lassen. Die Chemie muß stimmen. Nicht der Erste muß auch der Geeignetste sein. Jeder Therapeut sollte Ihnen einige Probestunden einräumen, um zu sehen, ob Sie zusammen arbeiten können. Wenn Sie selbst merken, das ein gutes Zusammenspiel da ist, ist der Erfolg der Psychotherapie gewährleistet. Bedenken Sie aber, das es durchaus zu Wartezeiten bis zu einem halben Jahr kommen kann bis zum Beginn einer Therapiestunde. Daher warten Sie nicht zu lang mit der Entscheidung, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Erster Ansprechpartner sollte Ihr Hausarzt/in sein. Also machen Sie sich auf den Weg. Er ist beschwerlich und steinig, aber die Mühe lohnt sich für Jeden. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.
Viele Grüße
Günther

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2009 13:11:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.02.2009 13:29:05 GMT+01:00
I.Weigand meint:
Hallo G.,
ich kann Deine Situation nur zu gut verstehen. Mir ging es vor 15 Jahren genau so,immer habe ich unter Druck gestanden. Wenn von außen keiner kam, hab ich ihn mir selber gemacht. Mein Leben stand unter dem Motto : " Du mußt..., Du mußt..., Du mußt...!!!!!"
Das ging so lange gut, bis ich eines Tages zusammenbrach und nicht wieder auf die Beine kam. Mein Hausarzt hatte meine Situation ( hochgradige Depression )sofort erkannt und überwies mich zu einer Psychotherapeutin, bei der ich 6 Jahre in Behandlung war. In dieser Zeit wurde ich nach einer REHA-Kur berentet und das war der nächste Schock. Mit 44 Jahren nichts mehr wert zu sein, war grass.Erst mit psychologischer Hilfe, habe ich die Rente annehmen können.
Ursache meiner Krise waren die Kindheit,Verlust des Vaters im Alter von 9 Jahren, eine über die Maßen dominante Mutter und ein alkoholabhängiger Ehemann.
Nach einer Therapiepause von ca.5 Jahren, ging ich noch einmal zu einer anderen Psychologin. Dort stimmte aber die Chemie nicht und wir brachen die Therapie in beiderseitigen Einverständnis ab.
Nun bin ich aber auch seit kurzem geschieden, meine Mutter ist verstorben und hab einen neuen Partner kennen gelernt. All das sind Situationen, die zu einer Besserung meiner Situation beitrugen. Leider verfalle ich manchmal bei den geringsten Anlässen in ein Loch, schaffe es aber immer wieder mehr oder weniger gut, da raus zu kommen.
Ich kann Dir nur Raten die Bücher von Rüdiger Dahlke und Luise L. Hay zu lesen, die geben gute Ratschläge für Deine Lage.
Begebe Dich in professionelle Therapie, denn Du hast eine Verantwortung Deinem Sohn gegenüber. Er braucht eine taffe, fröhliche und starke Mutter an seiner Seite.
Du darfst nicht mehr nur funktionieren, sondern mußt wieder lernen zu leben.
Nimm Dir eine Auszeit solange Du sie brauchst. Du bekommst 1 1/2 Jahre Krankengeld, kannst auf Aufstockung hoffen, wenn das Krankengeld zu wenig ist und kannst die gewonnene Zeit für Deine Gesundung, Deinen Sohn und Dein Leben nutzen.
Ich wünsche Dir viel Kraft, all das durchzustehen.
Glaube mir, es lohnt sich - für Dich und Deinen Sohn.
Wenn Du willst, können wir in Verbindung bleiben. Dazu mußt Du mir nur Deine Mail-Adresse oder Festnetznummer mitteilen, sodass wir weiter kommunizieren können.Meine Mailadresse heißt : IStegmann@gmx.de
Kopf hoch, es gibt immer einen Weg. Auch wenn er steinig wird, gibt es ein Ziel.
Viele Grüße von Ilona

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2009 20:12:59 GMT+01:00
Marie meint:
Hallo G.,
mir ging es vor kurzem ähnlich. Ich habe mich an eine Psychotherapeutin gewandt, die mit der Methode der Transaktionsanalyse arbeitet und fühle mich nun, nach einigen Sitzungen, deutlich besser. Wenn du entsprechende Therapeuten suchst, kannst du im Internet www.dgta.de anklicken und dort einen Therapeuten suchen. Ich kann dir auch eine Psychotherapeutin in Wuppertal empfehlen, wenn du magst. Nur ein Buch zu lesen scheint mir nicht ausreichend zu sein. Vieles, was der Kopf verstanden hat, können Körper und Geist nicht unbedingt umsetzen. Aus meiner Erfahrung weiß ich auch, dass es gut tut, jemanden an seiner Seite zu haben, der erst mal grundsätzlich "für einen ist".
Alles Liebe, Marie

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2009 11:13:49 GMT+01:00
Lessing meint:
Liebe G. Schwarz,

Sie schreiben, dass Sie in einer Krise stecken und evtl. psychologische Hilfe in Anspruch nehmen möchten.
Ich schließe mich "märzenbecher" an: Der Hausarzt ist in Ihrer Situation - wenn Sie professionelle Hilfe wünschen - der erste Ansprechpartner. Er kann Ihnen wahrscheinlich auch einen Psychologischen Psychotherapeuten empfehlen oder zumindest Namen nennen. Manche Hausärzte haben hilfreiche Kontakte, allerdings ist es unbedingt erforderlich, dass Sie selbst einen Termin vereinbaren - ein Psychotherapeut möchte ja wissen, dass Sie auch wirklich einen Termin wollen und nicht einfach nur geschickt werden.
Wenn Sie sich aber lieber direkt an einen Psychologischen Psychotherapeuten wenden möchten, dann können Sie das tun (z.B. über ein Branchenbuch), denn eine Überweisung vom Hausarzt ist nicht erforderlich. Sie bezahlen dann die Praxisgebühr beim Psychotherapeuten.
Wie G. Pfeiffer schon schrieb: Sie haben Probesitzungen und wenn Sie sich nicht wohl fühlen, nicht das Gefühl haben, mit Ihrem Gegenüber arbeiten zu können, dann sollten Sie das aussprechen - oftmals kann der Psychotherapeut dann einen Kollegen empfehlen.

Eine Diagnose wird der Psychologische Psychotherapeut stellen (vielleicht hat Ihr Hausarzt auch schon eine Idee) - so wissen Sie, womit Sie es bei Ihrer Krise zu tun haben und können entscheiden, ob Sie und welche Hilfe Sie in Anspruch nehmen möchten.
Ich ermutige Sie, den Rat eines Psychologischen Psychotherapeuten zu suchen, der Sie auf Ihrem Weg zu Ihrem persönlichen Ziel unterstützen kann. Den Wunsch, dass etwas anders werden soll, haben Sie ja ganz offensichtlich, bei der Richtung kann Ihnen ein "Profi" sicher helfen, wenn Sie das möchten.
Er wird Ihnen auch Bücher empfehlen können, die zu Ihrer Situation passen und Ihre gemeinsame Arbeit unterstützen.

Für Ihre Wartezeit kann ich Ihnen z.B. "Kognitive Verhaltenstherapie für Dummies" sowie "Erfolgreiches Stressmanagement für Dummies" empfehlen (beides auch bei Amazon.de zu bestellen). Beide Bücher sind so gehalten, dass Sie nicht wissen müssen, was genau "bei Ihnen los ist". Sie können einfach nutzen, was Ihnen in Ihrer Situation hilfreich erscheint und erhalten besonders beim ersten Buch Informationen zur Verhaltenstherapie.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass (lockere) Bewegung, (guter) Schlaf und gesunde Ernährung sehr hilfreich sind, wenn unsere Stimmung "im Keller" ist. Vielleicht möchten Sie neben einem Ratgeber in Buchform und professioneller Hilfe jemanden aus dem Bekanntenkreis fragen, der Sie dabei unterstützt, aktiv zu sein. Auch wenn Sie eigentlich keine Lust haben - machen Sie einen Spaziergang, verabreden Sie sich, kochen Sie etwas Schönes ... und schauen Sie, wie Sie sich danach fühlen.

Alles Gute und viele Grüße von
R.Lessing

Veröffentlicht am 17.02.2009 15:50:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.02.2009 15:51:28 GMT+01:00
Sandra meint:
Liebe G. Schwarz,

als Ergänzung zu den sehr guten Ratschlägen s.o., die sich auf den psychischen Bereich beziehen, rate ich Ihnen zuvor dringend zu einer gründlichen körperlichen Untersuchung. Schwäche und Müdigkeit können auch und gerade biologische Ursachen haben.
Wenn Sie zum Beispiel an einer Schilddrüsenunterfunktion oder latentem Eisenmangel leiden oder an einer chronischen Infektion, kann Ihnen auch der beste Psychotherapeut nicht helfen.
Es ist unbedingt sinnvoll, das alles vorher abzuklären!

Veröffentlicht am 18.02.2009 23:57:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2009 00:00:02 GMT+01:00
Frieda Bauer meint:
Hallo Frau Schwarz,
auch ich war letztes Jahr in einer ähnlichen Situation. Ich war so antriebs- und kraftlos, daß ich nicht mehr in der Lage war, mich um meine kleinen Kinder zu kümmern. Glücklicherweise haben meine Eltern viel Zeit, so daß sie mich und meine Kinder in dieser Zeit versorgen und begleiten konnten. Abwechslung, Austausch, frische Luft, Tagebuch schreiben..all das hat mir geholfen. Vor allem aber auch zu hören, daß es sooo vielen Anderen auch so geht oder so ging !!! Ich rate auch auf jeden Fall, zum Arzt zu gehen und ggf. mit Hilfe eines Therapeuten Ihren individuellen eigenen Weg zu finden. Sie werden ganz sicher aus diesem "Loch" wieder rauskommen. Den ersten Schritt haben Sie ja schon unternommen, indem Sie sich hier "geoutet" haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und daß Sie auch gestärkt und fröhlicher als zuvor da rauskommen. Bücher hatte ich zwar, ich vermied das Lesen jedoch, da ich nicht wissen wollte, welche Symptome es sonst noch so gibt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.02.2009 17:19:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.02.2009 17:35:04 GMT+01:00
Petra Nietzer meint:
Hallo Frau Schwarz,
lassen Sie sich helfen und nehmen sie kompetente Hilfe an und wenn es nötig ist auch Medikamente um sich zu stabilisieren. Wahrscheinlich haben Sie eine Erschöpfungsdepression, die behandelt werden muss. Es ist keine Schande Hilfe anzunehmen und zum Neurologen zu gehen, der wiederum kann Ihnen bei der Suche nach einem Psychologen behilflich sein. Vielleicht können Sie auch eine Mutter-Kind-Kur beim Neurologen beantragen und bekommen. Von Herzen wünsche ich Ihnen, dass Sie schnell die richtige Therapie erhalten und so wieder Ihren Alltag meistern. Ganz wichtig ist auch, dass Sie sich Freiräume schaffen und sich immer wieder etwas Gutes tun. Überlegen Sie sich was Ihnen alles Freude macht und versuchen Sie davon etwas umzusetzen und wenn es anfangs nur kleine Schritte sind, weil Sie viel zu kraftlos sind.

Seien Sie und Ihr Sohn ganz herzlich gegrüßt und Gott befohlen

Petra N.

Veröffentlicht am 22.02.2009 18:11:32 GMT+01:00
Morningstar meint:
Liebe Frau Schwarz,
ich finde es sehr mutig von Ihnen, sich an dieses Forum hier zu wenden. Und wie man an den vielen Antworten sieht, stehen Sie mit Ihren Problemen keinesfalls allein da.
Auch ich habe vor Jahren eine ähnliche Situation gehabt und musste feststellen, dass keine der üblichen Therapien (medikamentös, psychotherapeutisch) wirklich gegriffen hat. Anscheinend stand in meinem Leben eine tiefgreifende Änderung an, die eine sehr lange Zeit in Anspruch nehmen würde. Um diese Zeit durchzustehen, half und hilft mir auch immer wieder passende Literatur (für mich sehr erhellend: David Richo; Fünf Dinge, die wir nicht ändern können und das Glück, das daraus entsteht).
Es muss natürlich bei Ihnen nicht so sein, dass die konventionellen Wege versagen. Ich kenne allerdings einige Frauen, bei denen dies so ist. Und damit wäre ich beim nächsten, extrem hilfreichen Punkt: der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen war für mich ausgesprochen wichtig. Ich kam mir nicht mehr so "unfähig" vor, ich erlebte andere (ausgeprochen bewundernswerte) Frauen, die ebenfalls am Ende einer Einbahnstraße angelangt waren, und nun einen neuen, völlig individuellen Weg suchen (mussten).
Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass Sie IHREN Weg finden werden. Und aus dieser Krise gestärkt (oder vielleicht gänzlich erneuert) hervortreten werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2009 22:31:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.02.2009 22:50:31 GMT+01:00
Liebe G......

ich bin selbst Alleinerzieherin und Mutter von 3 Kindern.... ich weiß wie es sich anfühlt einfach nicht mehr zu können! Als erstes mal dieses: Es ist OK, dass du am Wochenende nur mehr im Bett liegen willst.. nicht nur dass, es ist sogar ein wirklich gute Idee, als Frau die soviel zu tragen hat auf sich selbst zu achten! Ich weiß die Sch.... daran ist das schlechte Gewissen, denn es wär ja noch so viel zu tun... Und gerade, wenn soviel zu tun ist, ist das beste mal eine Pause zu machen! auf sich zu schauen! Und du machst das eh... verlässt halt nicht dein Bett. (Plane ich auch schon einige Zeit, bin noch nicht dazugekommen)
Bei einem Kind geht das eh, bei drei (habe auch ADHS und Legastenie Erfahrung) ist das unmöglich. Die einzige Frage, die sich hier stellt ist, wie ist das alles zu checken! Als erstes, wenn du dich ausruhst.. genieß es so viel als möglich, pfeif auf das schlechte Gewissen.... in der modernen Gehirnforschung ist bekannt, dass wenn sich der Körper genußvoll entspannt, der Atem ruhig fließt, wenig Zeit notwendig ist um Lebensbatterien wieder aufzuladen. Also zusammenfassend denke ich, dass du alles richtig machst.. auch dass du um Hilfe bittest zeugt von deiner Fähigkeit verantwortungsvoll zu handeln.
Bin sicher du wirst alles bewältigen!!!!!!
falls du wirklich einen Coach in Anspruch nehmen willst (Ein Coach unterstützt seine Klienten dabei, wie sie Strategien entwickeln um mit ihrer Situation umzugehen) meld dich bei mir via e-mail: office@c-stella.com
Alles Liebe... eine dich verstehende Mama
Stella
PS Gott sei dank wurden Mütter schon immer speziell genährt von der Quelle die an Leben interessiert ist.. und selbst die schlechteste Mutter hat Leben geschenkt.. ;)

Veröffentlicht am 23.02.2009 13:46:29 GMT+01:00
K.B. meint:
Hallo,

ich würde dir von Alice Miller "Dein gerettetes Leben empfehlen", das hat mir persönlich sehr geholfen. Tatsache ist, das deine Depression dir zeigt, das du Gefühle unterdrückst, die du zurzeit nicht zulassen kannst, vielleicht sogar nie zugelassen hast. Mithilfe dieses Buches und auch ihrer website auf der auch viele Betroffene ihren Lebens- bzw. Leidensweg beschreiben, kannst du Zugriff auf diese Gefühle erhalten.
Ich bin vor ca. einem Jahr an Alice Millers Bücher gekommen und bin näher bei mir als jeh zuvor.
Ich wünsche Dir von Herzen das du wieder zu Dir kommst, nicht um funktionieren zu können, sondern um endlich mit dem "Leben" anfangen zu können.
Lieben Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.02.2009 23:27:06 GMT+01:00
jelau meint:
Hallo,
kurz zu meiner Person:
Ich antworte sonst nicht auf Anfragen in Foren, doch deine Thematik war vor ca. einem Jahr auch die meine. Ich denke jedoch, dass ich dir vielleicht helfen kann.
Seit drei Jahren lebe ich getrennt. Meine große Tochter hat jetzt eine eigene Wohnung und einen Freund. Die jüngste Tochter zog vor zwei Jahren zu mir, weil sie unter mittelschweren Depressionen, auf Grund der Trennung, litt. Doch das zu einer Zeit, in der ich selbst mitten in einer schweren Depression steckte.
Die Symptome die du beschreibst, weisen darauf hin, dass du voll auf eine Depression zusteuerst. Auch wenn du schreibst, dass du keine Selbstmordgedanken hast, unterstelle ich dir (aus der Erfahrung herraus), dass sie da sind, sonst würdest du nicht darüber schreiben.
Ich vermute, dass die Tendenz zum Depri vor der Trennung schon dagewesen ist. Auch vermute ich, dass du die Trennung nicht wirklich verarbeitet hast.
In solch einer Situation nimmst du die Umwelt verzerrt wahr, was sich auch auf deinen Sohn auswirkt. Du tust dir und deinem Sohn keinen Gefallen damit, noch länger darauf zu hoffen, dass morgen ein anderer Tag ist und die Karten neu gemischt werden. Dein Sohn leidet mit dir!!!!
Als Betroffen und im Moment schwer daran arbeitende wieder in das normale Leben einsteigen zu können, rate ich dir, nimm schnell professionelle Hilfe in Anspruch.
Der Weg dadurch ist nicht leicht, Rückschläge sind vorprogrammiert, doch du wächst mit jeder Erkenntnis und sie machen dich stark.
Jedoch die Diagnose kann hart sein, denn evtl. ist die Neigung zur Depr. schon in deiner Familie manifestiert. In dem Fall wirst du damit leben lernen müssen.
Zwei Tipps habe ich noch für dich:
Ertsens: Scheue dich nicht Medikamente für eine überschaubare Zeit einzunehmen. Auch frage dich durch, welcher der beste Neurologe ist, denn nicht jeder ist einfühlsam und versteht dich. Gerade bei den Medikamenten ist es wichtig, dass du einen Arzt findest, der sich wirklich auskennt.
Zweitens: Bei der Psychotherapie ist eine Kombination von Tiefen- und Verhaltenspsychologie sehr wirkungsvoll. Leider bezahlt die Krankenkasse zeitgleich nur eine Methode. Vielleicht hast du mehr Glück!
Auf deinem Weg zum normalen Leben wirst du nicht alle Antworten auf deine Fragen finden, das ist auch gut so. Je weiter du in die Tiefe gehst, um so komplizierter und verwirreder werden die Erklärungsversuche.
Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Offenheit ein wenig helfen.
Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen!

jelau

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2009 10:39:55 GMT+01:00
Murat Köylü meint:
Hallo,

Ich weiß es nicht, ob du überhaupt irgendwelche Ratschläge brauchst. Aber ich schreib mal ein paar Zeilen.
wie du auch so selbst genannt und beschrieben hast, sind es Zeichen einer Depression, die sehr oft mit Selbstmordgedanken unterstützt wird.

Mit einer kurzen Beschreibung würde ich versuchen, dich zu unterstützen, dahinter zu kommen:

Depression ist die Ruhe und Entspannung auf falscher, nämlich körperlicher Ebene (so wie R. Dahlke beschreiben würde), was eigentlich auf der seelischen Ebene stattfinden sollte. Es ist ein unterdrückte Aggression/Lebensenergie, Trauer an einem Wendepunkt des Lebens, Mangel an Inhalt und Sinn im Leben, Eine Blockade zwischen Wut und Trauer.
Auf der körperlichen Ebene passieren dann bestimmte Veränderungen:
- Muskelkraft lässt nach, weil die Muskeln keinen Tonus mehr aufbauen.
- Verstopfung, weil Darmperilstaltik nachlässt.
- Impotenz und Lustlosigkeit, weil auch Sexualität vom Aufbau von Spannung lebt.
- Flache Atmung und geringe Herzleistung, weil auch auf diesen zentralen Ebenen das Einlassen auf die Polarität zu kurz kommt.

Burnout-Syndrom ist ein sich an falscher Stelle Verbrennen und Verzehren.
Ein Gefühl, nicht genug zu leisten, hinter den Anforderungen zurückzubleiben und dem Leben nicht mehr gerecht zu werden. Es ist eine autoaggressive Ausbeutung.

ADS und Legasthenie hängen eng zusammen und sind meist auf einen Beziehungskonflikt zwischen Vater und Mutter in frühkindlicher Phase, sogar während der Schwangerschaft zurückzuführen. (Bitte jetzt keine Schuldgefühle entwickeln ;-) )

Wenn wir jetzt die Symptombeschreibungen zusammenknüpfen, können wir feststellen, dass du keine harmonische Beziehung hattest. Die Beziehung hatte sehr lange diesen Konflikt. Sie ist schon vorbei und kann man nicht mehr korrigieren, muss man auch nicht. Sie ist die Vergangenheit.
Du machst große Gedanken über die Ereignisse, die noch nicht da sind. Und das ist die Zukunft.

Du vermasselst dein Gegenwart mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit und mit den Gedanken über die Zukunft. Die Vergangenheit müssen wir so annehmen, wie sie ist. Und sie war für dein Wachstum sehr wichtig und dein Wachstum ist unvermeidlich. Also Annehmen und Loslassen. Die Zukunft ist ungewiss. Sie ist eine Projektion von deiner Gegenwart. Also komm endlich mal in deiner Gegenwart an. Und zwar jetzt. Versuch, durch Meditation deine eigentliche Ruhe und Entspannung auf der richtigen, nämlich seelischen Ebene zu finden und die Polarität der Welt anzunehmen und zwar mit all ihren Seiten, die dir zur Verfügung stehen. Es gibt nichts zu verstehen. Versuch aber den Sinn hinter den Bildern zu begreifen. Beobachte dich in dem Zustand, in dem du dich nicht wohl fühlst. Denn niemand ist verantwortlich für dein Leben außer dir. Übernimm die Macht und die Verantwortung endlich über dein Leben. Versuch wirklich so leer zu sein wie möglich, damit du dich wieder er-füllen kannst.
Mach dir über deinen Sohn keine Gedanken. Er macht seine wunderbaren Erfahrungen. Vielleicht als Indigokind. ;-). Viel Spaß an deiner Arbeit in der Gegenwart.

Liebe Grüsse
Murat Köylü

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2009 10:53:44 GMT+01:00
Horst Ulrich meint:
Hallo G-Punkt Schwarz
Es ist hoffentlich bald Frühling
Geh raus und verlieb dich, lass dich von einem Guten Freund/Freundin mal so richtig verwöhnen mit Kunst/Kino/Musik/Gutem Essen etc.
aber vor allen Dingen .... Singe !!! oder Laufe !!!
Such dir 'nen Chor uns sing und spätestens nach 3 Minuten ist die schlechte Laune weg
kein Bock auf Noten Noten ??? such dir einfach was im Internet "google "jede zelle meines Körpers"" oder Youtube "Razorlight - wire to wire"
Falls du es trotzdem schaffst "jede Zelle..." zehnmal zu summen ohne Dich besser zu fühlen, dann solltest Du dich nochmal bei mir melden

Ich weis es klingt immer ein bischen einfach und doof, aber versuchs mal
Fang einfach mal an (und sage mir obs gewirkt hat)
Wünsche Dir viel Glück

Gruß H.Ulrich

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2009 11:22:35 GMT+01:00
Luna0402 meint:
Hallo G. Schwarz,
ich empfehle "Schuss vor den Bug - Wie ich meinen Träumen Flügel wachsen ließ" von Annunziata Vitiello. Die Autorin ist Ärztin, selbst depressiv, war in Therapie. Das Buch ist ein Erfahrungsbericht, schildert das Warum, die Therapie und das Danach, ist nicht trocken, flüssig zu lesen und sehr hilfreich und fundiert.
LG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2009 12:00:54 GMT+01:00
S. Langguth meint:
Hallo,

Schau mal nach bei Reverse-Therapy.de

Das ist eine spezial anwendung für Chronisches Erschöpfungs Syndrom/Burn out und Fibromyalgie.

Man kann sehr viel heir über die Gründe erfahren warum wir uns so fühlen (Erschöpft/depressiv/lustlos oder schmerzen etc.)

Hoffe das hilft. S.L.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2009 22:10:23 GMT+01:00
M. Schettler meint:
Hallo,
es wurde viel geschrieben, was ich auch nur begrüßen kann Hausarzt und psychologische Hilfe. Ich kann aus eigener Erfahrung ein Buch empfehlen, was sich allerdings besonders gut für eine Gruppenarbeit (Erfahrungsaustausch) geleitet von einer Psychologin eignet.
D.Greenberger& C.A.Padesky "Gedanken verändern Gefühle"
Hier wird eine Methode zur Gedankenanalyse und -änderung gelehrt mit den Ziel Fertigkeiten zu erlernen die Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern. Auch wenn es Disziplin erfodert und manchmal nervt, kann ich es nur empfehlen, denn es ein Invest für die persönliche Zukunft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.02.2009 19:11:07 GMT+01:00
Hallo G.,

ich bin ganz erstaunt über die bisherigen Antworten. Ich persönlich finde, Sie sind völlig okay und normal, noch dazu mutig und ehrlich. Sie sind viel stärker, als Sie denken. Sie brauchen keine psychologische Hilfe, keinen Arzt , keinen Psychiater, keine klugen Ratgeberbücher. Warum wird jungen Müttern immer erzählt, sie müssten noch mehr machen als eh schon?

Sie tragen die Hauptlast einer Scheidung und haben 3 Jobs: Büro, Kind und Haushalt. Ehrlich: Jeder Mann würde versuchen, das Kind werktags und an den Wochenenden bei der Oma oder einer Freundin unterzukriegen, würde samstags vormittags eine Putzhilfe kommen lassen, die die Wohnung aufräumt, putzt und die ganze Wäsche weg wäscht und bügelt, und er würde die gewonnene Zeit in Ruhe in der Sauna verbringen. "Damit er nicht bei all dem drauf geht." Und sonntags würde er selber zur Oma oder Freundin fahren und sich dort an den Mittagstisch setzen und Rouladen essen.

Mein Rat lautet: Werden Sie VIEL egoistischer! Seien Sie nicht so tapfer und tüchtig. Sagen Sie viel öfter NEIN! Jammern Sie überall herum, schinden Sie Mitleid, holen Sie sich Hilfe. Sie KÖNNEN das nicht alleine schaffen, und Sie MÜSSEN es auch nicht! Das Allerwichtigste für Sie selber ist ein Job, in dem Sie gut verdienen. Ihre Eltern könnten Ihnen netterweise eine Putzhilfe zahlen (fürs Enkelchen sind 200 Euro im Monat nicht zu viel). Und Sie selber legen sich an Ihrem freien Samstag Nachmittag mit einem Liebesroman aufs Sofa und bestellen sich eine Pizza. Oder irgendwo im Park in die Sonne. So ähnlich. Vielleicht kommen Ihnen dann Gedanken, wo Sie noch hinwollen mit Ihrem Leben, mehr Geld, eine Weiterbildung, ein besserer Job.

Sie sind jung, Sie sind gesund, Sie sind stark. Ihr neues Leben geht gerade erst los!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.02.2009 17:27:20 GMT+01:00
Wer am Anfang einer Depression steht, geht nicht einfach so in den Frühling. Die Depression saugt einen immer mehr aus und man bewältigt alltägliche Dinge mit immer größerem Kraftaufwand. Es fällt einem schwer am Morgen überhaupt aufzustehen. Es fühlt sich nach ungeheurer Trägheit an und man glaubt Gewichte an seinen Extrimitäten zu haben.
Na klar, kann man sich aufraffen ins Kino zu gehen und sich auch mit Freunden treffen.Klar fühlt man sich dann auch gut, aber es hält nicht an und es ist einem auch nicht möglich daraus Kraft zu schöpfen. Es geht weiter mit Schlafstörungen, innerem Zittern, Erschöpfungsgefühl, großem Bedürfnis nach Ruhe, erste Suizidgedanken mit dem Bedürfnis ewiger Ruhe......Wer das hinter sich hat, weiß wovon ich spreche. Jemand der Gesund ist und mittem im Leben steht sieht das als banal und meint das geht schon vorrüber...habe ich auch mal so gesehen....bis es einen erwischt! Richtig ist da nur eine therapeutische Behandlung und sonst nichts ! Je früher desto schneller ist man wieder Gesund. Ratgeber würde ich da eher meiden, denn die sind zu allgemein und können das eigentliche individuelle Problem nicht darstellen.
Am Besten zum Hausarzt und sich zu einem Phsychotherapeuten überweisen lassen.

Veröffentlicht am 06.03.2009 16:58:23 GMT+01:00
hallo g.,
ich bin der ansicht von frau wagener-thiele: hören sie auf, die erwartungen der anderen erfüllen zu wollen und fangen sie an, liebevoll zu sich selbst zu sein. DAS werden auch ihre kinder sehen und von ihnen lernen wollen.
wenn es alleine nicht geht, sind pillen vom arzt die schlechtere wahl. ein kassentherapeut wird mit ihnen alte verletzungen aus ihrer kindheit aufspüren und bearbeiten wollen: kann helfen, muss aber nicht.
lernen sie die leichtigkeit des seins, vielleicht auch den umgang mit ads bei erwachsenen.
www.systemisch-praktisch-gut.de
sonnige grüsse aus eime,
jörg

Veröffentlicht am 15.04.2009 11:58:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.04.2009 12:03:23 GMT+02:00
Antonita meint:
Halli hallo,

ich bin selbst hin und wieder Depressionspatientin, habe die schlimmsten Zeiten mit dieser Krankheit aber wie es aussieht hinter mir!

Folgende Faktoren halte ich für immens wichtig: es gibt natürlich tiefere Gründe für eine Depression: oft Unbewußtes, das wir im Moment vielleicht (noch) nicht bewältigen.

Daneben gibt es auch eine Reihe von Mechanismen, die eher biochemisch und reaktiv also in Folge auf die ursprünglichen Symptome entstehen, z.B. der Lichtmangel, da Depressionspatienten nicht gerne rausgehen, der gestörte Hormonzyklus, der durch nächtliches Wachsein und einen unregelmässigen Schlafrhythmus ins Ungleichgewicht gebracht wird; das hängt mit dem oben genannten Lichtmangel ebenfalls zusammen. Drittens auch sehr wichtig ist der Mangel an einigen Vitaminen, Spurenelemten, kurz gesagt, mangelhafte Ernährung, die natürlich widerum den Stoffwechsel als ganzen massiv beeinflußt.

Ich bin kein Mediziner sondern kann nur berichten, was ich erlebt habe und möchte deshalb kurz zwei Sachen nennen, die ich als äußerst hilfreich erlebe und erlebt habe: einmal ist das richtig gepresstes Leinöl; gibts im Reform-/Bioladen. Es muß kalt, ohne Sauerstoffzufuhr und dunkel gepresst, sowie recht frisch sein. Das vermischt man mit einem Milchprodukt wie Joghurt. Ich nehme es täglich und bin dadurch außerdem viel länger fit. Die etwa 7 Euro für das Fläschchen lohnen sich auf jeden!

Das andere ist, auf den Hormonkreislauf ein wenig zu achten; rausgehen, auch wenn einem nicht unbedingt danach ist. Vor allem wichtig ist mind. 1 Std. Tageslicht jeden Tag.

Bewegung hilft natürlich auch, den Stoffwechsel zu harmonisieren, das weiß man ja. Ansonsten gilt bei Überarbeitung: man muss den Fisch erst wieder schmecken, bevor man reinbeisst. Will heißen, der Appetit kommt beim Essen! Manchmal vergisst man einfach, zu leben, und, wie sich das anfühlt. Alles Gute!
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