Borderline Persönlichkeitsstörung


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1-20 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.10.2011 22:32:56 GMT+02:00
Sicman meint:
Schönen guten Morgen/ Tag/ Abend. :D
Nach einem Klinikaufenthalt wegen depressiven Episoden hat man bei mir die Borderline Persönlichkeitsstörung vermutet. Nehme zurzeit auf Empfehlung der dort arbeitenden Therapeuten an einer ambulanten Therapie, dem sogenannten Stepps- Trainingsprogramm teil.
Werde im Frühjahr noch mal in die Klinik eingewiesen.
Würde mich gerne mit anderen Betroffenen oder Angehörigen über diese Krankheit austauschen.
Keine Angst, ich beiße nicht. ;)

Veröffentlicht am 18.10.2011 21:04:45 GMT+02:00
Sicman meint:
Keiner hier am Start?
Antwort auf den Eintrag von Sicman:
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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.10.2011 23:20:29 GMT+02:00
Mafalda meint:
Hi,
bin selbst zum Glück nicht betroffen, kenne aber jemanden und kann mal anfragen zwecks Austausch...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2011 23:43:46 GMT+02:00
anjo* meint:
Hallo Sicman - wie sollen denn Betroffene mit Dir Kontakt aufnehmen?
Deine @ kennt ja niemand, die eigene stellt man hier besser nicht ein, und als Krankheitsforum ist die Sparte "Diskussion" auch nicht optimal geeignet.
schau doch mal hier vorbei:
www.sanego.de
Dort kannst Du mehr Depressive oder Borderliner finden, als Du an Austauschpost bewältigen kannst.
Alles Gute für Dich.

Veröffentlicht am 03.11.2011 10:44:48 GMT+01:00
pierced-soul meint:
Ich kann dir auch sehr die Borderlineplattform ans Herz legen (www.borderline-plattform.de)

Veröffentlicht am 26.12.2011 16:49:31 GMT+01:00
Andras Pota meint:
Hallo Sicman! Ich empfehle dir das Buch:"Weg aus dem Chaos: Das Hans-mein-Igel-Syndrom oder Die Borderline-Störung verstehen"- von Heinz-Peter Röhr ! Sehr gut verstehbar, meine Frau war auch borderline-er!

Veröffentlicht am 26.12.2011 18:35:54 GMT+01:00
Miriam Schulz meint:
Hallo,
bei mir ist die Borderline Persönlichkeitsstörung 2005 diagnostiziert worden. und jetzt fühle ich mich "geheilt". Können uns gerne austauschen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.12.2011 13:05:29 GMT+01:00
mouhtaram meint:
Hallöle Miriam,

kann ich irgendwie mit dir in Kontakt treten, denn mir gehst genauso, oder zumindest fast.
Als Kind und bis vor eingien Jahren war auch ich borderlinegeschädigt, aber da ich das erkannt habe, bin ich dabei es nun zu heilen.
Vielleicht hast du ja gute Tips für mich, die Sache zu beschleunigen oder so ?

lieben Gruss
Daniela

Veröffentlicht am 30.12.2011 12:40:08 GMT+01:00
Felix B meint:
Wer denkt, Borderline sei keine Krankheit, der hat sich geschnitten!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2012 21:22:22 GMT+01:00
Bücherwurm meint:
Bienentod

Wenn du hier bei Amazon bist - lies mal "Bienentod" - da wird das Thema in einem Roman aufgearbeitet. Ob es dir hilft, weiß ich nicht, aber vielleicht findet man manches wieder.
Alles Gute!
Bienentod

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 19:01:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.01.2012 19:04:58 GMT+01:00
hallöchen

leide selber seit jahren an depris bin aber kein borderleiner aber meine nichte und daher kenne ich mich da bischen aus auch weil ich schon des öfteren in ner klinik war wo auch borderleiner waren nähere infos über mich und kontakt zu mir findest du hier wenn du willst http://der-weg-zum-glueck.jimdo.com/

gr.jens

Veröffentlicht am 13.01.2012 22:48:31 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.01.2012 22:48:45 GMT+01:00
Ich mag mal kritisch sein:
90% der Borderliner haben keine Krankheitseinsicht. Daraus entsteht das diagnostische Paradox, dass jemand, der die Diagnose als Borderliner hat, es eher nicht hat, während jemand, der es verleugnet, durchaus eine Borderline-Störung haben könnte. (Ein hüsches Zen-Paradoxon: Wer es hat, hat es nicht und wer es nicht hat, hat es.)

Und ich kann es nicht haben, wenn jemand auf seine Krankheit starrt und der alles unterordnet. Man schmiert sich keine Brötchen borderlineartig, liest keine Bücher auf diese Weise und geht so nicht ins Kino.
Manchmal verursacht die Diagnose Borderline einen entsetzlichen Schaden, weil sie aus einer Unsicherheit in der Beurteilung (von Menschen, von der Welt) eine pathologische Symptomatik interpretiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 23:58:31 GMT+01:00
;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2012 03:22:21 GMT+01:00
mouhtaram meint:
Wie wahr, wie wahr, lieber Frederick !!!!
Soviele Diagnosen in der Psychologie sind absurd, und haben überhaupt nichts mit dem gemein, was ihnen nachgesagt wird.
Vieles, genau wie das mit der Borderlinesache, ist grenzwertig, oder wie du sagst gegensätzlich.
Die Interpretation von einem Verhalten ist noch lange nicht Wahrheit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.01.2012 12:27:25 GMT+01:00
Jepp; zudem habe ich den Eindruck, dass das, was man heute gerne als Borderline bezeichnet, bei Freud und den frühen Psychoanalytikern noch ganz anders hieß: nämlich Hysterie.
Und was die Interpretation von Verhalten angeht, sollte sich so mancher (psychologische) Diagnostiker in der modernen Literaturwissenschaft umsehen, zum Beispiel bei Imberto Eco: Das offene Kunstwerk. - Der Mensch ist nämlich auch so eine Art "offenes Kunstwerk", auch der, der das nicht weiß.

Veröffentlicht am 22.01.2012 15:40:27 GMT+01:00
M. Rapka meint:
Hi, sicman
Komorbidität ist ja eher die Regel als die Ausnahme, aber soo nah an Borderline ist die Depresssion nun auch nicht. Wenn Du bereits mehr als drei depressive Episoden hattest und gegenwärtig remittiert bist, solltest Du mal nach einem Therapeuten oder einer Klinik Ausschau halten, der/die den MBCT-Ansatz macht: relativ kurzes und nachgewiesen wirksames Verfahren als Rückfall-Prophylaxe bei rezidivierender Depression. Sog. "Borderline-Symptome" mal abklopfen lassen, ob diese nicht auch als "normale" Symptome einer Depression durchgehen können.
Von Selbsthilfebüchern oder Erfahrungsberichten über Borderline, auch Plattformen im Internet, rate ich ganz klar ab!!! Damit macht man leider mehr kaputt als heil!!! Im Sinne von "Ein Blinder sollte keinen Tauben führen"...
Im ICD-10 F sind zu diesem Thema zwei Arten von Persönlichkeitsstörungen klassifiziert: Der impulsive und der Borderline-Typ. Ich denke, dass eine "Vermutung" nicht ausreicht, sondern eine Diagnose Borderline erst gestellt (und auch erst dann behandelt werden sollte), wenn die aktuelle depressive Episode abgeklungen ist. Dann hat es erst Sinn, weil Dein Erleben eben wieder "un-depressiv" und "normal" ist und nicht mehr unter dem Einfluss der Depression steht. Der Zeitraum dafür scheint mir jetzt noch gar nicht gegeben, die Medis müssen ja erst mal wirken.
Und der Mensch ist sicher "ein offenes Kunstwerk" - aber mit einer tatsächlichen Borderline-Störung zu leben, ist kein schönes Leben(s-Kunstwerk) mit selbstverletzendem Verhalten, Drogenkonsum, ständig wechselnden Beziehungen und Beziehungsabbrüchen, Ängsten, Suizidgedanken und der ständigen inneren Leere - ich finde, Herr Weitz, man sollte tatsächliche Krankheiten und erhebliche Belastungen und Einschränkungen des täglichen Lebens nicht als "Kunstwerk" verkaufen.
Alles Gute, sicman

Veröffentlicht am 30.01.2012 03:53:10 GMT+01:00
Sehr geehrter Herr Rapka!
Sie haben natürlich recht mit Ihrer Kritik: eine Krankheit ist kein Kunstwerk. Trotzdem: die Interpretation von einer Krankheit als Krankheit, vor allem im Bereich der psychischen Störungen, kann ähnlich gesehen werden wie die Interpretation von Kunstwerken. Bei psychischen Störungen interpretiert man ein "Verhalten" als strukturiert durch eine psychische Störung, wie man (etwas knapp gesagt) ein Kunstwerk als einen "Ausdruck" von einem "Autoren" strukturiert interpretiert. Ich bin studierter Sonderpädagoge mit Schwerpunkt Verhaltensauffälligkeiten und habe jahrelang in der ambulanten Pflege mit sogenannten "psychisch" Auffälligen gearbeitet. Und keine Frage: ich möchte und werde nicht das Leid dieser Menschen herunterspielen oder eine Verwechslung mit einem Kunstwerk mehr als in einem einbegrenzten Bereich dulden. Aber ich sehe auch die Gefahr einer allzu raschen Diagnostik. Ich möchte behaupten, diese habe sich einer gewissen Ironie, Selbstironie zu bewahren. Weil die Interpretationsleistung eines Diagnostizierenden eben zuallererst eine Interpretation ist und keine Wahrheit. Daran wollte ich erinnern. Ich habe mich allerdings auch missverständlich ausgedrückt und akzeptiere deshalb Ihren Einwand vollkommen.
Frederik Weitz

Veröffentlicht am 30.01.2012 12:05:36 GMT+01:00
mouhtaram meint:
Nun hat Frederik schon selbst auf den vorhergehenden Beitrag des M.Rapka geantwortet, sonst hätte ich das die Tage getan.
Und zwar in der gleichen Weise, wie FW es getan hat, denn eines ist doch nun vollkommen klar : die Menschheit neigt allzu oft dazu, alles in Kategorien, Fächer oder sonstige Bereiche ein zu grenzen und zu verpacken, damit es "greifbar" und behandelbar oder gar manipulierbar wird. Die Wahrheit hinter der Sache sieht aber auch allzu oft, ganz anders aus, als die, wie wir sie uns zurecht gebastelt haben. Insbesondere psychische "Störungen" sind Zustände, von denen wir kaum Ahnung haben, weil sie so komplex und vielseitig, infolge dessen auch nicht alle ein zu ordnen sind, und jeder Einzelne ist eine eigene kleine Welt.

Die wirklichen Therapeuten und Wissende, sind die HEILIGEN unserer Tage, denn sie haben die Verbindung zur Schöpferkraft (die auch ein jeder von uns in sich trägt, aber leider zu sehr vernachlässigt), und somit auch den besten Arzt der ihnen vermittelt, was mit dem Patienten los ist, oder was ihm fehlt.
Wo kann man diese Heiligen finden ? Indem man aufmerksam durchs Leben geht, oder sich gleich direkt, z.B an ein Sufizentrum wendet.
Hazrat Inayat Khan ist z.B ein sehr bekannter Lehrer/Heiliger gewesen, und heute hat sein Sohn die Aufgabe übernommen.

Veröffentlicht am 16.02.2012 03:58:22 GMT+01:00
Sarah meint:
Borderline als Diagnose ist so ne Sache- die Diagnose wird gestellt wenn aus einem Katalog von 9 Merkmalen 5 zuzutreffen scheinen. Damit will ich sagen, dass ein Borderliner komplett anders sein kann als ein anderer, es ist kein scharf begrenztes Diagnosebild. Austausch bringt da nicht immer was und kann auch durchaus problematisch sein, weil Borderlinesymptome "abfärben" können.

Die Merkmale sind:

1.Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Muster berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
2.Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
3.Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
4.Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (z.B. Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch [z.B. Alkohol, Drogen, Medikamente, etc], rücksichtsloses Fahren, "Fressanfälle", ...).
5.Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder selbstverletzendes Verhalten.
6.Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z.B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
7.Chronisches Gefühl von Leere.
8.Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
9.Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

Zwei "Borderliner" teilen möglicherweise nur 1 dieser Kriterien und sind dann trotz gleicher Diagnose sehr verschieden. Nicht alle Borderliner leben promisk oder nehmen Drogen, nicht alle neigen zu Suicid oder Selbstverletzung. Kurz gesagt: die Diagnose ist schwammig und nur ein Notbehelf, weil das krankheitsbild eigentlich nicht scharf diagnostiziert werden kann.

Veröffentlicht am 31.05.2012 22:58:04 GMT+02:00
Sicman meint:
Bei mir wurde die Diagnose letztendlich doch gestellt, weil ich damals 6 Punkte erfüllt habe, mittlerweile sind es mehr.
Auch meine Erfahrungen in den letzten Monaten haben mir gezeigt, dass ich diese, ich nenne es ganz klar Krankheit habe, da sie mir oft ganze Felsbrocken in den Weg legt und es Zeiten gibt, wo man nur ums nackte überleben kämpfen muss.
Sicher, ein Ratgeberbuch kann keine Therapie ersetzen, weil es sich auf die Allgemeinheit bezieht.
Aber trotzdem zieht man da gewisse Paralellen.
Allerdings tut das bis zu einem gewissen Grad jeder Mensch auf der Erde, nur wenn man wirklich immer wieder sich in diesen Berichten findet, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

@ Rapka, besten dank. :)
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