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Elekro/House-Welle


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1-25 von 45 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.07.2011 02:47:39 GMT+02:00
Ansorg Helmut meint:
Hallo Leute,

Ich verstehe nicht, wie David Guetta, Pitbull und Konsorten sich verkaufen wie geschnitten Brot...
Bestes Beispiel: David Guettas neueste Single (Little Bad Girl) ist derzeit auf Platz 2 der I-Tune-Charts in Deutschland.
Ich habe nix dagegen, dass solche Musik gemacht wird, jedem das seine, aber das wirklich beinahe jeder diese Musikrichtung einschlägt, ist unglaublich. 5 Tracks der derzeitigen deutschen Top 10 sind Dance/House/Electro-Tracks.

Wobei ich noch sagen muss, dass Lady Gaga (bei der das ja oftmals fälschlicherweise behauptet wird) nicht ganz einen auf Black Eyed Peas/Guetta etc. macht: Ihre Musik ist deutlich poppiger und sie sagt auch was aus. In ihrem neuesten Song "Edge Of Glory" geht es um den Tod ihres Großvaters, bei Guetta wiederum nur um Partymachen und "Girls".
Schaut euch am Besten mal ihre Akustik-Shows an, die sind erster Klasse und beweisen, dass sie mehr kann, als nur in verrückten Fummeln rumzulaufen!

Schade finde ich, dass jeder auf einmal meint House-Songs über Party zu singen, Snoop Dogg und Enrique hatten früher viel bessere Songs und hatten auch 'ne Message in den Songs...

Und es scheint als nehmen diese "House"-Songs von Tag zu Tag zu, ich sage nur Chris Brown, Sean Kingston und Mr. Saxobeat (was zwar hörbar ist, aber nicht wirklich toll ist, wenn jeder gefühlte 2. Song so klingt!).

Was meint ihr?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2011 11:56:02 GMT+02:00
Daniel K. meint:
Lahme Billigmusik mit Fließband- und Wegwerfcharakter.

Veröffentlicht am 01.07.2011 14:29:51 GMT+02:00
Linus Laber meint:
Meiner Meinung nach ist das noch nicht einmal richtige Electro/House. Richtiges Electro/House sind zum Beispiel Daft Punk. Guetta und co reiten momentan einfach auf dem Erfolg der Party-Generation ...

Veröffentlicht am 02.07.2011 06:42:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.07.2011 06:42:28 GMT+02:00
IndyQ meint:
Eben, Songs, die in der Disco gespielt werden können, verkaufen sich halt gut, weil die Leute sie mit Wochenende & Spaß asoziieren. Genau so überlegt man sich, welche Lieder spiele ich wenn ich ne eigene Party mache? Klar, es kommt auf den Geschmack des Gastgebers/DJ's und der Gäste an, aber wenn ein Lied "Party-tauglich" ist, wird er auch gekauft.

Außerdedm ist das wohl momentan die Musikrichtung der 10er Jahre.
In den 2000ern waren es (nach meiner Meinung) eher deutsche Lieder, in den 90ern Dr. Alban & Co. und in den 80ern NDW :-)

Veröffentlicht am 02.07.2011 13:27:36 GMT+02:00
Daniel K. meint:
"Außerdedm ist das wohl momentan die Musikrichtung der 10er Jahre."

Naja: Es ist EINE Musikrichtung der 10er Jahre.

Und Onkel Guetta etc. ja eigentlich auch nur ein abgeflachter (unspektakulärer) Aufguß von eben Sachen wie Daft Punk, Justice, und diesen ganzen Ed-Banger- oder Gigolo-Acts der Früh- und Mitt-00er.

Aber der "Dr.-Alban-Assoziation" würd' ich mich anschließen....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.07.2011 08:33:37 GMT+02:00
Sharon Stoned meint:
Wen intressiert Guetta oder Black Eyed Peas??? Wenn ich Elektro oder House hören will, dann lege ich Plastikman - Artifakts oder Hercules and Love Affair - Blue Songs. Weitab jeglicher Hitparaden/Kommerz-Realität.

Veröffentlicht am 05.07.2011 15:35:21 GMT+02:00
Baba meint:
eigentlich ist house gar nicht mal übel finde ich, aber stimmt message ham die selten, und das ganze lieblose kommerzzeug von guetta und so ist copycat zeugs

Veröffentlicht am 06.07.2011 00:11:33 GMT+02:00
S. Halbe meint:
ok jetzt mal ganz langsam. Denken wir mal ca. 15 Jahre zurück. da waren auch hauptsächlich electronische Musik in den Charts nur hieß das da noch Techno und heute is es halt House oder wird zumindest so betitelt. Und auch damals waren die "echten" Techno Hörer genauso entsetzt über diesen Kommerz. Aber, all die jenigen so zwischen 28-35 sind in den meisten Fällen auch erst durch solchen Kommerz zu der Musik gekommen und ob mann es war haben will oder nich erst dadurch is die heutige electronische Musik erst entstanden. Also Leute, haltet mal die Bälle flach und seid etwas tolleranter !

Veröffentlicht am 07.07.2011 22:28:25 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 02.12.2011 21:23:14 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.07.2011 03:11:30 GMT+02:00
Sa. Thomaso meint:
Haha, der Gag mit der Gaga und das fast schon krampfhafte Verteidigen ... kommt immer wieder gut. Ansonsten stimme ich Dir zu. Allerdings ist dieses Phänomen wirklich nicht neu, da hat S. Halbe recht.

Veröffentlicht am 09.07.2011 00:04:34 GMT+02:00
T. Mayer meint:
Das Gute an dieser Musik ist: Keiner wird gezwungen sie zu hören!
Ich kann das hören was mir gefällt, was in Zeiten des Internets einfacher als je zuvor ist!
Von daher ist mir vollkommen egal wer irgendwelchen Schund produziert und/oder konsumiert!
Gefällts mir ist es gut, gefällts mir nicht ist es auch gut, da ich ja mich frei entscheiden kann und was anderes hören kann!

Mir isses Wurscht!

Veröffentlicht am 10.07.2011 01:12:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2011 01:33:15 GMT+02:00
S. meint:
Geht mir persönlich schon lange auf den Keks, sag' ich nur dazu.
Und echter House hört sich noch ganz anders an... Soll man nur 'mal ein bisschen im Untergrund der 90er Jahre schnuppern gehen. Und überhaupt, so ums Millenium herum is' 'ne ganze Menge Zeug herausgekommen, wo man am Ende sagen muss "weder Fisch noch Fleisch", sehr vermischt, aber guten Sinne! Vor allen Dingen, da durfte Techno- / House- / Trance-Musik auch noch dark sein!! Erzähle das man heute der Generation Party, die schlackern dir bloß mit den Ohren... Oder kommen dir so: "Ey, davon werd' ich ja depressiv... Schmeckt mir ja mein Bier nich' mehr." Wie die Hippies auf dem Hippiejam in South Park, als Cartman die Slayer-CD in die Anlage schmuggelt.

Find' aber auch, generell kann man irgendwie so durch alle Branchen quer hindurch ab so 2004 / 2005 'nen Schnitt machen, danach geht vieles so ziemlich in die Richtung "seelenlos", bis auf einige angenehme Ausnahmen. Find', wir sind gerade allgemein so in einen "musikalischen Loch", wo kaum 'was gescheites herauskommt. Da kann man die allgemeine Popmusik angucken wie die Spartenmusik, die für ein bestimmtes Klientel jeweils gedacht ist... Kränkelt alles ziemlich ähnlich vor sich hin.

Mittlerweile denke ich, das liegt aber auch allgemein an den Umweltbedingungen, die in diesem Jahrzehnt wieder ganz andere sind als z. B. in den 90ern. Die Umweltbedingungen laden aktuell nicht gerade zu Kreativität ein, die dazu bestimmt ist, Geschichte zu schreiben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.07.2011 07:16:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.07.2011 10:24:57 GMT+02:00
Daniel K. meint:
"Und überhaupt, so ums Millenium herum is' 'ne ganze Menge Zeug herausgekommen, wo man am Ende sagen muss "weder Fisch noch Fleisch", sehr vermischt, aber guten Sinne! "

Ja, ich denke das ist genau der Punkt.

Manche schwaffeln da (z.B. im Gaga-Thread) zwar was von "halt eben ganz neue Musik", aber eigentlich sind Guetta, Gagga, B.E.P. & Co. nix weiter als die kommerziellste Resterverwertung von dem, was so 2000 und Folgejahre unter dem Namen "Electroclash" und "Neo Pop" oder auch ab 2005 als "New Rave" durch die Welt und Parties geisterte.

Chicks On Speed, Peaches, TokTok mit Soffy O., Miss Kittin, Princess Superstar, Martini Brös., Tiga, Ladytron, Hot Chip, Zoot Woman, LCD Soundsystem, Daft Punk, Justice, Boyz Noize, Mr. Oizo, Kitbuilders, Freezepop, usw., oder auf der Hip-Hop-lastigeren Seite Missy Elliott, Eve und die Neptunes-Produktionen haben das alles vor Jahren längst durch- und ausformuliert.
(Sowohl musikalisch, wie auch ästhetisch/modisch/styletechnisch.)

Die aktuellen Chartsproduzenten ramschen sich davon nur Filterbass, House-Beat, Bleep-Töne & Autotune-Vocal-Preset zusamment, und verquirlen das in altbekannter "DJ-Bobo-/Dieter-Bohlen-/Stock-Aitken-Waterman"-'InstantSound'-/'Begleitautomatik-Pattern'-Manier zu einem aalglatten, flachen Einheitssound und -Formel-Korsett.

Das sich zunehmend auch wieder dem Charakter von Spät-90er-'Blubber'-'Power'-'Hyper'-Trance-Pop-Eurodance-Gedudel a la Mark Oh & Co. annähert.
Also auch nix mehr mit New-Wave-Underground-Elementen, härteren, dunkleren Zwischentönen oder diskursiver Provokation wie man sie in den 2000er Sachen reichlich finden konnte.
Eben bloss noch unkreativste "Reste-Verramschung" für den endlosen "Radio-Dauerton".

Electro geht aber weiterhin gut, z.B.:
http://www.dailymotion.com/video/xisl2t_remain-human-nancy-fortune-clip-officiel_music
(Platte: Nancy Fortune - Crystallised (2009))

Veröffentlicht am 13.07.2011 15:10:48 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 13.07.2011 15:12:33 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 14.07.2011 08:41:12 GMT+02:00
P. Auffermann meint:
Du sehnst sich offenbar nach mehr "Gemeinschaft", da zu wenige DEINEN Musikgeschmack teilen.

Lache drüber, weil du alles verstehst und alles zulässt.

Deutschland ist kulturell am Ende und das wird sich auch nich mehr bessern.

Veröffentlicht am 14.07.2011 23:44:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2011 06:52:35 GMT+02:00
S. meint:
@ Daniel K.
Yep, you got it!
Na ja, ich sage 'mal, Gaga is' noch wieder ein bisschen 'was anderes, als Gesamtkonzept bedient sie 'was, was so doch noch nich' ganz da war. Wenn die meint "ich woll morgen als Robocop's Braut vor die Tür gehen!", dann macht die das auch... Das hat sich bisher auch keine hochgefeierte Madonna bisher getraut, was die sich manchmal leistet. Sie tut's halt eben einfach und denkt sich "yoa mei, guckt doch doof, wenn ihr wollt', die ihr's nich' versteht..."
Musikalisch haste natürlich recht, 'was neues ist das von ihr auch wieder nicht.
Wobei ich auch noch glaube, sie war so die Erste von vielen Sängerinnen, die so angefangen hat, auf weichgespülteren (aus der Sicht von Techno- und Trance-Freunden) Elektrobeats zu singen. Also, wenn ich mich recht entsinne, da sind dann erst danach 'ne Menge auf den Zug mit aufgesprungen... So wie in Deutscheland vor ein paar Jahren auf diesen Gangsta-Rap-Zug.
... Kann mich ja aber auch irren, weil die Musikszene wird für mich so die letzten Jahre wahrlich immer uninteressanter.

Aber selbst so Leute, die vorher eigentlich gutes Zeug (für meine Begriffe) gemacht haben, die machen jetzt auch nur noch Zeug, wo ich mir denke "Gut, schön und nett, is' nicht schlecht - aber es fehlt irgendwie das gewisse Etwas... Das, was einen vorher aus dem Sessel hat aufstehen lassen und mitgröhlen lassen."
Und das betrifft irgendwie alle Branchen, nicht bloß die allgemeine Popmusik... Weiß auch nicht, was das ist...

Höre ich mir jetzt 'mal die Hörproben von einer Trance-Compilation aus neueren Tagen an - ich schnarche hinterm Keyboard ein, is' kaum 'mal ein Hooker mit dazwischen. Während vielleicht einer von Ende der 90er oder noch Anfang der 2000er das genaue Gegenteil bewirkt hätte. Da kann's mir auch passieren, eine 30s-Hörprobe gehört und ich geh' 'was auf YouTube nachschlagen und bin positiv überrascht...

Also, vor so ca. 2004 / 2005 war das noch nicht so, dass ich für mich gute Musik mit der Lupe suchen musste. Es gab nich' nur lauter guten Kram, der auch auf MTV oder Viva+ lief (selbst sogar die damalige Populär-Musk (*lach)), sondern auch dann auf dem Tonträgermarkt, wo man sich dann das geholt hat, was man vorher aufm Musikkanal gesehen hat.
Das is' momentan alles nicht mehr...
Ertappe mich selbst dabei, wie ich die meiste Zeit bloß Musik höre, die schon ewig und 3 Tage nich' mehr aktuell ist, damals vielleicht sogar ein Insider war oder die's nich' 'mal zu kaufen gab. Von diversen Democrews oder damaligen Netlabels oder was weiß ich... Ganz einfache Machart mit Protracker (meistens alte Gamesmusik) oder Fasttracker und solches.

Frage mich da bloß immer wieder: Was haben die damals so richtig gemacht, dass die Lieder noch nach mehr als 10 Jahren nicht verklingen und immer noch Emotionen in anderen Leuten freisetzen? - Und nicht so wie heute, dass man sich manchmal nicht 'mal mehr an den Sommerhit von vor 2 Jahren erinnert... Weil er einfach irgendwie nicht der Erinnerung wert war.

Veröffentlicht am 19.07.2011 13:14:32 GMT+02:00
pangold meint:
hier immer noch von einer electro-/house welle zu sprechen finde ich ebenfalls doch reichlich überholt. diese ausrichtungen elektronischer (tanz-)musik gibt es bereits seit 25 jahren und der hier angesprochene mainstreamquatsch von david guetta für generation alkopop und facebookparty hat meiner meinung nach mit richtigem house/elektro genausowenig zu tun wie r. murdoch mit seriösem journalismus

Veröffentlicht am 20.07.2011 16:38:20 GMT+02:00
Snufkin meint:
Began dieser Trend unter den Jugendlichen nicht erst mit "Remmidemmi" (Deichkind) und "Drei-Tage-Wach" (Lützenkirchen)? Ist mir nach diesen Hits erst so richtig aufgefallen, wo alle begannen mit neon-grellen Pornobrillen und Plastikkrawatten auf den Tanzflächen herumzuzappeln...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2011 20:28:48 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.07.2011 20:16:25 GMT+02:00
S. meint:
"Remmidemmi" is' ja eigentlich schon ein relativ alter Hut... (soweit ich mich erinnern kann)
Ob's jetzt so mit "Drei Tage wach" (so die Zeit, wo das erschienen ist), kann ich jetzt auch nicht mehr so genau sagen. Meine mich aber zu erinnern, es hat in der Zeit auch schon einen gewissen Trend gegeben zu der Art Musik, die man heute unter "Elektro" versteht. Will nicht sagen, es war nur so 'was unterwegs, hm, nee, kann mich jetzt bloß nicht erinnern, was da sonst noch so unterwegs war...
Glaube, der richtige Boom dieser Facebook-, Alk- und Party-Kultur hat so mit den Atzen eingesetzt. Ja, ich glaube, seit dem ist das so 'ne richtige Art von "Mode" geworden... Ich glaub', da war das so richtig populär geworden - wobei ich denen jetzt nicht den schwarzen Peter zuschieben will. Wenn's die nicht gewesen wären, dann irgendwer anders, der diese Partykultur salonfähig gemacht hätte...

So gesehen ist das noch gar nicht 'mal so lange her, 2007 / 2008 hat das so schleichend angefangen, aber mittlerweile ist es ja irgendwie auch so, Wellen halten nicht mehr so lange an wie das noch früher der Fall war. Während früher vielleicht 10 oder noch mehr Jahre ein gewisser Boom von etwas anhielt, so verhält sich das heute so, dass man mehr so über 5 Jahre hinweg oder weniger so 'was erlebt. Wenn das manchmal eben überhaupt 5 Jahre werden...
Erinnere mich da jedenfalls nur an die Welle von neuen deutschem Gangster-Rap, das hat vielleicht auch höchstens 5 Jahre angehalten, noch nicht einmal - wer in der Zeit sein Geld damit gemacht hat, der hat Glück, ansonsten verkommt es doch auch wieder zu einer Untergrundbewegung, die sich bloß damit am Leben gehalten kriegt, dass deren Alben auf dem Index landen und somit für alle kleinen halbstarken und "ich will 'mal so richtig dicke Eier haben"-Kiddies interessant wird.
Jedenfalls so erleb' ich das Handygedudel von so einigen, die man auf der Straße so an sich vorbeilaufen sieht - außer sich gegenseitig in die Pfanne zu kloppen und sich mit Perversitäten überbieten hat diese Art HipHop mittlerweile nichts mehr zu bieten, die damals so bekannt wurde, womit sie sich auch nur für ein gewisses Klientel interessant halten wollen und müssen. Eben der Faktor Provokation, Protest gegen die Erwachsenen und Schockieren bis alle kotzen. Nich' mehr und nich' weniger.

Veröffentlicht am 21.07.2011 18:08:27 GMT+02:00
W. Brauner meint:
Ganz ehrlich :
Kann nicht jedem selbst überlassen werden was er hört ???
Dieser Thread gehört closed ...

Veröffentlicht am 23.07.2011 20:22:07 GMT+02:00
S. meint:
Wenn's alles nicht dauernd zu einer annähernden Monokultur verkommen würde, was einem aus dem Äther Radio wie Musikfernsehen entgegenschallt, und es jedem ein bisschen ermöglicht wäre, sich seine Musik auszusuchen, dann wäre keine Diskussionsrunde darüber fällig.
Aber leider bewegen wir uns in einer "Wirf gestern weg, switch neu 'rein"-Kultur, wo am besten jeder Mensch mit einem eingebauten Laufwerk im Genick umherrennen sollte, um regelmäßig die Festplatte neu zu bespielen... Und für diejenigen, die das davor nie kennenlernen durften, um sich darüber überhaupt eine eigene Meinung bilden zu können, um die tut's mir ziemlich leid. Teilweise bin ich selber von betroffen und mir schmeckt das alles andere als gut! Das is' nämlich nich' fair...

Veröffentlicht am 25.07.2011 09:33:21 GMT+02:00
Mr. No meint:
Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, da mir als Freund elektronischer Musik manche Kommentare echt weh tun...

1) Guetta etc. hat rein gar nichts mit House Musik zu tun! Das ist Pop, Kommerz oder wie auch immer. ECHTES House wäre z.B. La Fleur - Flowerhead (geiles Teil). Electro wäre dann "Crookers - We Are All Prostitutes", "Modeselektor - Black Block" etc.
2) Haben viele (um nicht zu sagen die meisten elektronischen) Lieder einen Hintergedanken, fernab vom "nur Party machen". Hört euch z.B. mal "Noir - It's All About Housemusic" an.
3) Man sollte evtl. auch mal daran denken, dass z.B. "3 Tage wach" vom Lutz nicht sein einziger Track war! Sehr bekannt und um Welten besser ist z.B. "Paperboy"! Ebenfalls ganz gut finde ich "Grrrr" von - na wem wohl - David Guetta! Aber hat das schon mal wer im Radio laufen hören?
4) Mit etwas Hintergrundwissen wüsste man auch, dass elektronische Musik von Anfang an nicht für die große Masse und den Komerz gemacht wurde. Das haben wir nur den geldgierigen Plattenfirmen zu verdanken... Ich empfehle dazu auch die Wiki-Artikel zu "House", "Techno" und "Loveparade". Oder die Doku "We call it Techno".

Veröffentlicht am 26.07.2011 16:26:04 GMT+02:00
Alexander W. meint:
Heute ist Quantität wichtiger als Qualität!
Ihr könnt mir nicht sagen, dass ihr eine Unterschied zwischen ein David Guetta und ein Chris Brown hört!? Heutzutage ist Electro und Pop eigentlich schon das Gleiche, was wirklich schade ist, da die Abwechslung wirklich zu wünschen übrig lässt!
Wenn ich mal Electro höre, dann ist es The Prodigy oder Justice, da deren Musik noch einzigartig anders ist!

Veröffentlicht am 27.07.2011 20:48:05 GMT+02:00
S. meint:
@Mr. No
Erlebe ich ebenso... (und ich hab' die Art von Musik vor 2 Jahren noch als pures Gift empfunden!)
Hinter so manchen Songs war doch auch ein bisschen mehr hinter... (Club Robbers - "Bugsy's attack" fällt mir dazu ein... ;)) Für mich als Nicht-Insider der 90er Jahre, wo das alles zu seiner Hochform auflief, heute noch genauso spürbar, wenn ich mir 'was aus der Zeit anhöre.
Ich weiß auch nicht, ob das an den Klängen des Roland JP lag oder ob die Art Musik zu machen heute viel zu übertechnisiert worden ist (mehr Software als Hardware)... Oder ob's daran lag, dass der Fun-Faktor damals noch etwas größer war als heute, wo man immer gleich in Geld rechnen soll und muss, um von niemandem belächelt zu werden mit seiner "brotlosen Tüftelei"... Ich weiß es man ehrlich nicht. Auf jeden Fall hatten die Musiker spürbar weniger einen Stock im Gesäß als heute. Merkt man ihren Songs einfach an, es klingt wie direkt aus dem Herzen kommend, unverfälscht und ohne durch 'nen Filter (mit Euroscheinen?) gejagt. Da darf man auch 'mal melancholisch sein, darf man auch 'mal traurig sein... Alles erlaubt.
Heute gibt's irgendwie fast nur noch "strahlender als ein Atomkraftwerk" in Sound verpackt.

@Al the Pal
Momentan kommt das wohl leider so hin... Pop, Electro - one and the same thing. Vor 15-20 Jahren sah das noch 'mal anders aus, da wurde selbst Indstruial und EBM mit in den Topf gehauen, wo elektronische Tanzmusik drin war. Weil's so'ne Mucke eben vorher nicht gab, man hatte dafür keinen Namen. Kam erst später alles... Erzähle das einem Jugendlichen der jetzigen Zeit 'mal, dem wird's so gehen wie den Hippies in Southpark auf dem Hippie-Jam, als Cartman die Slayer-CD in die Anlage einlegt... "Voll depri, Mann - das verdirbt mir meine Dröhnung..." :|

Veröffentlicht am 31.07.2011 15:46:34 GMT+02:00
Discept meint:
Es gibt glaub ich kein besseres Beispiel für den Trend in Richtung Partymusik als Black Eyed Peas. Wenn man sich allein den Unterschied von Elephunk+Monkey Business zu End+Beginning anschaut, fällt einem eine enorme Wandlung zur Partymusik auf... für mich hat das mit Black Eyed Peas nichts mehr zu tun...
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