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Gibt es Gott?

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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 13:48:31 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"Komm Olaf, er hat schon paar tolle Sachen gesagt und gemacht. " Nur scheinbar schein Eugähn die nicht zu kennen. Nanu?

Die Wasser in Wein Geschichte ist nur eine Ablenkung von der eigentlichen Geschichte. Bei den Juden ist es seit jeher so - jeder Rabbi wird Dir dieses gerne bestätigen - das bei einer jüdischen Hochzeit sich grundsätzlich der Bräutigam und die Mutter des Bräutigams um das Wohl der Gäste kümmern. Unter diesem Gesichtspunkt wirkt die Geschichte plötzlich völlig anders. Davon einmal abgesehen das bei einem Gelage irgendwann sowieso die meisten nicht mehr mitkriegen wenn der Wein gestreckt wird. Nicht zu vergessen das Jesus hier gegen zwei von Gottes Regeln verstößt. Und hätte er mal lieber das Wasser in Brot verwandelt und den Armen gegeben. Nein, stattdessen sorgt er dafür das seine Kumpels sich noch mehr zudrönen können.

Wie biddä? Tchu Poden chleudern.

Veröffentlicht am 27.04.2012 14:11:51 GMT+02:00
Epikur Weber meint:
Wein, Weib, Gesang.
Egal ob eine erfundene Figur oder Menschengottsohn - Ein trinkender, geselliger und gestfreundlicher Jesus dürfte doch in jeder Hinsicht interessanter sein als dieses entkörperte lammfromme Geistwesen, den die frühe Kirche aus dem Stoff gemacht hat!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 14:15:35 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Lieber T. BERGMANN;
danke für eventuelle Kritik.
Wenn mein Glaube noch nicht so groß ist, wie Senfkorn,
bemuhe mich damit zu arbeiten. Gut wenn du schon so weit bist. Nein, wirklich.
Etwas wegen Logik: daß Gott die Menschen für ihre Elend und Abscheulichkeit durch Sintflut weggewischt hat und Sodom und Homorra..., das war schon logisch, oder? Und daß Er so die Welt mit ganzem Dreck, Elend un Abscheulichkeit geliebt hat, daß Er seinen Sohn
dafür gegeben, um Alle von dem Tod unverdient, nur aus Liebe und Gnade zu erlosen...., ist es wirklich so logisch?
Was soll ich hier im Forum abkönnen? Also, Schmeichelei ist auf keinem Fall mein Weg, um die Leute für mich zu gewinnen. Das habe ich hier im Forum auch nicht vor, was sowieso nicht möglich. Nur die direkte Beziehung lohnt sich.
Liebe Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 14:16:35 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Danke dir, lieber Saubaer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 14:30:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012 14:31:33 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"durch Sintflut weggewischt hat und Sodom und Homorra" Gomorra, Eugähn G ommorra, ist doch gar nicht so schwer. Und die Sintflut hat es ja nie gegeben. Bewiesenermaßen.
"um Alle von dem Tod unverdient, nur aus Liebe und Gnade zu erlosen...., ist es wirklich so logisch? " Nein, das ist nur saublöd und dumm gelaufen.

"Also, Schmeichelei ist auf keinem Fall mein Weg, um die Leute für mich zu gewinnen." Irgendwie scheinst Du Deinen Weg noch nicht gefunden zu haben. Versuch es doch mal mit einer roten Pappnase und einem kecken Hut.

Aber hey, ich bin nicht so, hier etwas zur Entspannung, kennst Du bestimmt.

Ну-ка мечи стакан;ы на стол,

Ну-ка мечи стакан;ы на стол;

Ну-ка мечи стакан;ы на стол

И прочую; посуду;.

Все говоря;т, что пить нельзя;,

Все говоря;т, что пить нельзя;;

Все говоря;т, что пить нельзя;,

А я говорю;, что буду.

Рано с утра, пока темно

Пока темно - пока темно

Рано с утра, пока темно

И мир еще в постел

Чтобы понять;, куда идти

Чтобы понять;, зачем идти

Без колеба;ний прими сто грамм

И ты достиг;нешь цели.

Ну-ка мечи стакан;ы на стол,

Ну-ка мечи стакан;ы на стол;

Ну-ка мечи стакан;ы на стол

И прочую; посуду;.

Все говоря;т, что пить нельзя;,

Все говоря;т, что пить нельзя;;

Все говоря;т, что пить нельзя;,

А я говорю;, что буду.

Я не хотел тянуть; баржу

Поэтом;у я хожу-бl8;ожу

Если дойду до конца земли

Пойду бродит;ь по морю

Если сломае;тся аппара

Стану пирато;м и буду рад

Без колеба;ний пропью; линкор;

Но флот не опозор

Libe Grusse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 14:44:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.04.2012 09:24:43 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
äh, äh, äh Oloveyou,
du irrst dich nicht, sondern bist du vom Anfang schon ein Lügner: du weisst ganz genau wieviele millionen, oder milliarden dafür beten und gebetet. Und wegen "sein Problem" lass dich mal überraschen. Und deine Probleme könntest du sicher losen, wenn du sein Tod für dich,
eben für dich akzeptiert hättest.
Und wegen meinen ungebildeten ("Kommäntäre"- damit machst du dich nur dumm) Kommentare: wenn mir jemand so was schreiben soll, aber du bestimmt nicht, zu mindest hast du dich anders noch nicht bewiesen, leider ganz im Gegenteil. Wie sonst: wenn der Mensch aufs Leben verzichtet, wie "klug" ist er?
Meine Frau hat mich für "Halte Mund" gerade kritisiert. Ich habe erklärt,
daß ich das nicht allgemein meinte, sondern dass du über Jesus nicht lästerst, weil du damit dir das Grab schaufelst, also gegen dich arbeitest. Sorry.
Liebe Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 15:03:02 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Ach lieber armer O. Weber,
was weißt du über Jesus?
Wenn das für dich kein Problem ist (was ich dir nicht glaube, aber OK),
dann warte mal, das werden wir noch sehen. Und sprich bitte nicht für andere, die heute beim Sterben sind, die du nicht kennst.

-"Das bedeutet Christ sein: Meine Welt, meine Tiere, meine Natur, mein Kosmos, mein Gott, ich! ich!! ICH!!!" - woher kommt nur diese Phantasie über Christen. Das spricht doch eben für diese Welt, Welt den Atheisten, den Ungläubigen, was ich ständig seit der Schule Zeit gehört.

Übrigens, wenn du dir für "nach dem Tod" so sicher bist (weiß nicht, wie du das erfahren), dann gibt es nicht mehr zu sagen. Obwohl tut es doch weh. Mach's gut.
Liebe Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 15:09:29 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Endlich hast du Recht, Olaf. ;-)
Er hat nichts schlaues gesagt, weil nicht gebraucht.
Er hat uns nur die Weisheit vermittelt.
Aber uns ist lieber schlaue Dunkelheit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 15:21:44 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Ach du wirklich schlauer Füchs, Olaf,
spürst du das zumindest selbst?
-"Verantwortungsbewußtsein" - was willst du damit sagen, oder tun?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 15:44:57 GMT+02:00
Epikur Weber meint:
Lieber Sankt Eugenius,

siehe, wie sehr ich die Menschen liebe: Ich will ihre Vernunft beflügeln, auch wenn es aussichtslos erscheint. Ich bin also nicht "arm", nur wil ich einen funktionierenden Verstand habe. Auch wenn Jesus sagt, dass die armen im Geiste selig sind, so will ich gerne unselig sein. Dieses christliche Bedauern derer, die pertout nicht an Märchen glauben wollen, das nervt!

Ich weiß über Jesus eben das, was man über eine antike Sagengestalt so wissen kann. Ich weiß über ihn sogar mehr als über viele andere antike Sagengestalten. Aber diese hat es ja den Erfindern des Christentums besonders angetan. Ich blende aber auch nichts aus und verschließe mich gegenüber nichts, nur um kranpfhaft bei meinem kleinen privaten Jesusabziehblidchen kleben zu bleiben. Das tun Christen. Das müssen sie tun, sonst sind sie keine mehr. Ich kann auch kein Fußballfan sein und laufende Menschen auf grünem Rasen verabscheuen, die Bälle in große Netze treten. Wer diese Praktik verabscheut mag wohl keinen Fußball. Ich esse nicht den Leib eines gekreuzigten Mannes und trinke sein Blut und werde dadurch ein Teil von ihm und erwarte davon eine himmlische Belohnung in ewiger Vereinigung mit einer aktiken Sagengestalt. Ich bin geistig einigermaßen gesund.

Ich habe in der Schule vielleicht keinen marxistisch verbrämten pseudokommunistischen Blödsinn gehört, sondern christlich-kapitalistischen. (Was im Ergebnis bedeutet, nicht Menschen durch Menschen auszubeuten, sondern umgekehrt. Merkst Du was?) Mit Atheismus jedenfalls hat die "Unterwerfung der Welt", wie sie in der Bibel legitimiert und gefordert wird, mal gerade gar nichts zu tun. Und der Kommunismus lehnt jeden Gott ab, weil es eine perfide Ersatzreligion ist und die Partei sind die Priester. Der kommunistische Führer lehnt auch alle anderen Götter neben ihm ab, gell? Selbes Muster. Wenn Du einen Käse gegen anderen Käse eintauschst und ich über den bleibenden Geruch wunderst, hab ich eine Erklärung: Es bleibt Käse. Guten Appetit!

Meine "Phantasie" über Christen ist daher auch keine. Ich bin fast 30 Jahre überzeugter Christ gewesen, war mitten drin, wenn auch gemäßigt und nicht so radikal wie Du. Doch ich bin irgendwann aufgewacht und nun bin ich frei von jedem Aberglauben. Zudem ergibt sich dieses Urteil, dass Christen sich für die Krönung der Schöpfung halten, logisch aus dem christlichen Glauben: Gott hat UNS geschaffen. Jeden Einzelnen. Nach SEINEM Ebenbild. Er liebt mich und jeden einzelnen etc. Also wenn DAS nicht eine unangebrachte Egozentrik ist, weiß ich es auch nicht.

Ich habe nie irgendetwas über "nach dem Tod" gesagt. Denn dann ist man nicht mehr. Keine zeit, kein Raum, niuchts. Man KANN darüber nichts sagen. Ich sage ja auch nichts darüber, was ich vor meiner Geburt war oder gefühlt habe. Das wäre blanker Unsinn. Aber ein Christ hält sich und seine kleine Welt für soooooo wichtig, dass es nach dem Leben unbedingt noch weitergehen muss, dass da nich was kommen muss. Was wollt ihr denn noch?!?! Paradies? Ewiges Cocktailsaufen und herumvögeln mit Engeln? WIe kann man sich nur so überschätzen?! Demut? Ignorante Arroganz ist das!
Was also die "Sicherheit des Todes" angeht: Ich habe lediglich gesagt, wenn man tot ist, ist man tot. Vor allem deshalb, weil man dann tot ist. Wäre man nicht tot, so wäre man es nicht. Also ist der Tod per Deifinition der Tod und nicht das Leben. Entweder man lebt oder ist eben tot. Alles andere, wenn man da vermischt, ist es religiöse Poesie und übersteigerte Romantik. "Im Tod ist das Leben" sagen die Christen. Träum weiter.

Der Tod ist traurig und tut vielleicht auch weh. Aber es ist wie es ist und man braucht auch nichts "abzuwarten". Leider wirst auch Du im Augenblick Deines Todes nicht mehr merken oder bedauern, dass Du einer großen Lügenmärchen aufgesessen bist. Aber ich verurteile oder bedauere Dich nicht deswegen, wie Du es immer tust.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 16:16:23 GMT+02:00
Saubaer meint:
O.Weber,

ich bin im Großen und Ganzen bei Dir bis auf "Und der Kommunismus lehnt jeden Gott ab, weil es eine perfide Ersatzreligion ist und die Partei sind die Priester. Der kommunistische Führer lehnt auch alle anderen Götter neben ihm ab, gell? Selbes Muster." Völlig falsch, sorry. Kommunismus hat nichts mit Gott/Göttern zu tun und auch gar nichts mit einer Partei oder einem Führer. Reiner Kommunismus ist Utopie und ganau deshalb hatten wir ihn auch noch nie. Wie gesagt es gibt keinen kom. Führer, da dies eine Klassenlose Gesellschaft ist. Alle sind gleich. Der Kapitalismus akzeptiert auch nur andere Götter solange der Master Money nicht angegriffen wird. Also bitte nicht Gesellschaftsformen und Religionen zusammen wurschteln. Bringt nichts. Das haben wir glücklicherweise überwunden.

Veröffentlicht am 27.04.2012 16:41:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012 16:45:46 GMT+02:00
Epikur Weber meint:
Fair enough. Okay, d'accord.
Deshalb schrieb ich aber auch vorsichtig "pseudo-kommunistisch". Weil diese Gesellschats-Utopie nicht umgesetzt werden kann. Wie die christliche Utopie auch nicht. Beide gehen von vollkommen falschen Tatsachen und einer gänzlich unsinnigen Menschenbild aus.

Dass aber der sog. "real existierende Kommunismus/Sozialismus" wie er sich gerierte auch quasi-religiöse Einschwörungen und Rituale zunutze machte, dass man Lenin für ein quasi-göttliches Wesen hielt und auch der Nationalsozialismus seine religiösen Züge hat, kann man kaum leugnen, oder? Mir geht es ja philosophisch um die strukturellen Parallelen. Nicht um eine politische Diskussion, was war und ist und falsch umgesetzt wurde. Es geht um die Analogien beider nur scheinbar konträrern Überordnungen. Ideologien, welcher auch immer, ist kritisch zu begegnen und dem "dominanten Diskurs", ob er nun die christliche Religion ist oder der miserabel umgesetzte Marxismus, nicht auf dem Leim zu gehen. Witzigerweise wurde die kommunistische Utopie von Christen am härtesten bekämpft, wo man ebensogut Jesus als Sozialrevoluzzer deuten kann, für den eben alle Menschen gleich sind.

Menschen, die heute vom Kommunismus träumen, sagen auch, dass UdSSR und DDR etc. nichts damit zu tun gehabt hätten. Ebenso wie Jesusfans sagen, das Christentum habe nicht mit Jesus zu tun. Wieder ene Parallele.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 17:02:04 GMT+02:00
Saubaer meint:
So geb ich Dir zu 100% Recht.

Ich finde vom Kommunismus zu träumen ist, undzwar Vormarxversion, ist durchaus erstrebenswert.
Viele Sci-Fi Stoffe sehen das auch so. AAAAAber das was bisher auf unserer Erde im Namen des Kommunismus verbrochen wurde, ist zu verurteilen und zeigt wirklich erstaunliche Parallelen.

Veröffentlicht am 27.04.2012 17:25:18 GMT+02:00
reviewsvoice meint:
@Saubaer
sehr schön Ihre antwort auf Johannes weiter oben...eine Idee oder ideologie, religionen und ihre institutionen, das klerikale personal in seiner ganzen schrecklichkeit,
die aberwitzigen irrlehren und behauptungen und die oft folgenreichen auswirkungen auf die gläubigen, all das kann und muss man kritisieren...und doch sind viele gläubige genau wie Sie schreiben liebenswerte menschen. das muss man differenzieren.
im übrigen bin ich auch bei Ihnen was die einschätzung zum kommunismus angeht-eine utopie, die an der menschlichen natur scheitert.
@O. Weber-
danke für das blosse erwähnen von Hume und Kant.
@Visualizer33
beeindruckende duldsamkeit und bereitschaft auf herrn Stocker so ausführlich und zielgerichtet einzugehen. chapeau.
@Tobias
mein eindruck ist, dass hier kaum jemand den (falschen) eindruck gewonnen hat. deine beiträge sind die offensten(im sinne von diskussionbereit und diskussionsfähig) von gläubiger seite und diese einschätzung wird glaube ich hier von den vorrednern geteilt.
@Itna
bei aller verständlichen kritik an dem gesamten (also der religion und ihren behauptungen, der anmassung ihrer vertreter und den verachtenswerten taten der kirchen) sollte man auch versuchen, die individuellen freuden, die gläubige innerhalb solcher organisationen erleben können, nachzuvollziehen. der mensch und seine rituale, der mensch und seine symbole-das sind uralte muster, für die es nach wie vor bedarf gibt.
die sinnlichkeit, die gläubige menschen zum beispiel in einer messe erleben können, muss man ihnen zugestehen. viele menschen brauchen die feierlichkeit, die gemeinschaft ähnlich denkender mit klaren vorgaben und strukturen. für viele alte menschen sind kirchen sozusagen die letzten zulaufstellen, weil vielleicht die familiäre anbindung nicht mehr besteht und etwas alt vertrautes quasi immer da ist. das ist bedauerlich, aber gesellschaftliche tatsache. so lässt sich sicherheit herstellen, in der man sich u.U. wohlfühlt und die man anders vielleicht nicht erlangt. sogenannte sakramente wie taufe, beichte, messe einschliesslich des kommunizierens oder die den tagesablauf regelnden vorgaben unterschiedlichster konfessionen von juden, christen, moslems geben halt. das ist die ebene individueller praxis des glaubens, die aber dennoch auf die institutionen angewiesen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 17:39:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012 18:04:17 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Lieber O. Weber,
Danke dir. Ziemlich offen.
Aber Entschuldigung: manche Momente sind mir irgentwie.....
und zwar: überzeugter Christ zu sein, wobei 30 Jahre,
und dann nicht mehr, hm... Ich sehe, dass das Wort "überzeugt",
passt überhaupt nicht. "Überzeugt" heisst, denke ich mir, "überzeugt".
Du warst doch nicht überzeugt, oder? Und darum wahrscheinlich bist du kein (für den du dich angeblich gehalten. Merkst du was? Sorry!) Christ geworden. (Problem ist, dass wir schreiben, nicht reden) Das ist keine Kritik, sondern mein Überlegen.
MÜSSEN die Christen gar nichts, um Christen zu sein. Was sie tun, tun sie absolut frei, eben aus Überzeugung und nur aus Überzeugung.
Und nur dann wäre richtig zu sagen: "Sonst sind sie keine Christen mehr". (Schliesslich das ist nur ein Begriff "Christen". Nicht darum läuft's). Also, arm im Geiste zu sein, bedeutet immer wieder sich geistlich ernähren, erziehen, erfüllen. Nicht welcher "zurückgeblieben" zu sein. So wie welcher Meister, Künstler, oder Techniker macht sich immer wieder besser und besser. Ich hoffe weißt du das, dass "selig" heißt "glücklich" in der moderne Sprache. Wenn du nicht glücklich sein willst..... ist deine freie Wahl, darüber gibt es noch was zu sagen, vielleicht aber später.
Radikal bin ich nicht (wir kennen uns doch nicht), ich will einfach Leben, ich will glücklich (selig) sein und "alles" ewig. Und das werde ich alles haben und habe ich schon, unabhängig davon was du sagst.

-"Ich habe nie irgendetwas über "nach dem Tod" gesagt. Denn dann ist man nicht mehr. Keine zeit, kein Raum, nichts". - ist in Ordnung. Wenn du schon welche Erfahrung hast, was kann ich (der diese Erfahrung noch nicht hat) sagen.

-"Was wollt ihr denn noch?!?! Paradies? Ewiges Cocktailsaufen und herumvögeln mit Engeln?"- ist es dein Nachdenken? Mir ist es neu.

"Im Tod ist das Leben" sagen die Christen. -du meinst wahrscheinlich, dass du das gesagt, als du noch "Christ" war. Für mich aber Tod ist Tod, Leben ist Leben und ewig leben, wird der, der schon heute lebt, und wenn man tot wird, der ist schon heute tot. Ja, freie Entscheidung.

-"Ich habe in der Schule vielleicht keinen marxistisch verbrämten pseudokommunistischen Blödsinn gehört, sondern christlich-kapitalistischen. (Was im Ergebnis bedeutet, nicht Menschen durch Menschen auszubeuten, sondern umgekehrt. Merkst Du was?)" -
Selbstverständlich merke ich was. Was ich meinen Kollegen, die Kapitalismus kritisieren, schon mehr mals gesagt, dass Kapitalismus in Ordnung und ganz normal ist . Es geht um Gewissen, was die Atheisten-Kapitalisten heute kaum haben.
Die zwölf Aposteln waren Kapitalisten. Übrigens Jesus auch. Und Gott ist auch Kapitalist. Was sein Eigentum ist, weißt du......
Liebe Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 17:53:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012 18:01:06 GMT+02:00
Eugen Stocker meint:
Menschen, die heute vom Kommunismus träumen, sagen auch, dass UdSSR und DDR etc. nichts damit zu tun gehabt hätten."
-von mir aus.

-"Ebenso wie Jesusfans sagen, das Christentum habe nicht mit Jesus zu tun. Wieder ene Parallele". - da ist die Spache schuld.
Erstens Christentum als Begriff hat schon mit Jesus "was" zu tun. Und nicht nur Begriff. Selbst das christliche Religion und Denominationen haben mit Jesus wesenliches zu tun. Also, JESUS hat mit dem nichts zu tun. So wäre richtig. Die Menschen SELBST haben genügend nach phantasiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:21:22 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"du irrst dich nicht, sondern bist du vom Anfang schon ein Lügner:" Sagt der der erzählt die Erde ist 7.000 Jahre alt und Evolution existiert nicht? Köstlich.
"du weisst ganz genau wieviele millionen, oder milliarden dafür beten und gebetet. " Und? Das macht es nicht wahr. Milliarden anderer beten zu Buddha.
"Und deine Probleme könntest du sicher losen, wenn du sein Tod für dich, eben für dich akzeptieren hättest. " Niemand, wirklich niemand muss für mich sterben. Wenn er meint er muss dieses tun obwohl ich dieses nicht möchte: Selber schuld und wirklich dumm.
"Und wegen meinen ungebildeten Kommentare" meinER, Eugähn.
"Wie sonst: wenn der Mensch auf Leben verzichtet, wie "klug" ist er?" Stellst Du Dir diese Frage gerade? Oder neien, warte, ich hab was besseres: Eugähn, wie mainst Du das?
"Meine Frau hat mich für "Halte Mund" gerade kritisiert." Ich denke das war keine Kritik, sondern eine Bitte.
"sondern dass du über Jesus nicht lästerst, weil du damit dir das Grab schaufelst" Ist das eine Drohung, Eugähn? Nein, Spaß beiseite, ich werde nicht beerdigt, aber das kannst Du nicht wissen.
Oder aber auch: Eugähn, wie soll ich das verstehen?
Libe Grusse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:26:45 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"was weißt du über Jesus?" Offensichtlich wesentlich mehr als Du, der Du scheinbar nur in der Lage bist ein einziges Buch zu lesen, und dieses auch noch in die Kategorie 'Blütrünstige Märchen für Erwachsene' fällt.
"dann warte mal, das werden wir noch sehen." Oder auch nicht. Schon mal in letzter Zeit wieder etwas von Deinen verstorbenen Verwandten gehört? Anruf, SMS, Email, Vision? Und sprichst Du nicht die ganze Zeit für andere? Oder nein, warte: Wie soll man das verstähen?
"woher kommt nur diese Phantasie über Christen. " Bibel. Schau mal rein, ist echt spannend und völlig durchgeknallt.
"was ich ständig seit der Schule Zeit gehört." Jaja, die härtesten drei Jahre Deines Lebens: die erste Klasse.

"Übrigens, wenn du dir für "nach dem Tod" so sicher bist (weiß nicht, wie du das erfahren), dann gibt es nicht mehr zu sagen. Obwohl tut es doch weh. Mach's gut." Ernsthaft? Haben wir einen Deal, Eugähn? Ehrlich? einen echten Deal? Ja? Sag ja.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:30:29 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"Er hat nichts schlaues gesagt, weil nicht gebraucht.
Er hat uns nur die Weisheit vermittelt." OK. Fassen wir zusammen: Weisheit = nicht schlau. Das bedeutet also wer dumm ist und wissen vermeidet ist klug richtig? Hmmm. warte, irgendwie besprtzlh....ksnn nixht....brzzkpüüüt.....................

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:31:50 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"Ach du wirklich schlauer Füchs, Olaf," Danke, Reineke ist mein zweiter Vornahme, Olove Reineke Füchs.
"spürst du das zumindest selbst?" Yep, aber danke der Nachfrage.
"Verantwortungsbewußtsein" - was willst du damit sagen, oder tun? " Gute Frage, wie íst die gemeint?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:38:07 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
"beeindruckende duldsamkeit und bereitschaft auf herrn Stocker so ausführlich und zielgerichtet einzugehen. chapeau." Nein, pures Entertainment. Ein multiple choice Anrufbeantworter. genial.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:47:15 GMT+02:00
Visualiser33 meint:
Lieber Eugähn, Du brauchst Dir um mich wirklich keine Sorgen zu machen, ehrlich. Ich gestehe, ab und zu bin sogar ich gläubig, ohne Witz. Ist ganz einfach, und die Wissenschaft hilft mir dabei.

http://www.youtube.com/watch?v=zqLb4vgIPUQ&feature=g-upl

Ist das nicht toll?

Veröffentlicht am 27.04.2012 19:08:14 GMT+02:00
Epikur Weber meint:
Instant faith, schön ;-)

Eugen,
doch, ich war sehr überzeugt von der Jesus-Sache und bin es heute gar nicht mehr. Wieso soll es nicht echt gewesen sein oder jetzt nicht weg sein? Ich war feslsenfest überzeugt, dass es den Gott der Christen gibt, der uns und die Welt erschaffen hat, der es schon richten wird, und der seinen Sohn geschickt hat um uns zu erlösen und alles was ich tun muss um Teil an dieser fantastischen Sache zu haben ist daran zu glauben und gelegentlich ein Stück Hostie zu essen. Das war meine Überzeugung. Nichts davon glaube ich heute noch, ohne dass ich ein schlechterer mensch geworden wäre (sagt auch meine Mama ;-)).

Vor ca. 10 Jahren war ich ungefähr da, wo T.Bergmann heute steht. Skeptisch, kritisch und neugiuerig, offen und diskusionsfreudig. Aber an Gott glaubte ich immer noch, irgendwie, ein bisschen. Heute ersheint mir auch das als unvereinbar mit vielen Tatsachen.

"ich will einfach Leben, ich will glücklich (selig) sein"
Das wünsche ich Dir, dass Du das schaffst. Mit Glauben ging das bei mir nicht mehr.

"...und "alles" ewig. Und das werde ich alles haben und habe ich schon, unabhängig davon was du sagst." Das wiederum kann ich Dir nicht wünschen. Denn es hieße für mioch zu sagen: Ich wünsche Dir "das Nichts"! Aber das Christentum ist ja ein großer Wille zum Nichts, weg von diesem Leben in ein anderes, ewiges, jesnseitiges.
Es lebe die Autosuggestion. Da bin ich fast schon wieder neidisch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 19:13:06 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Und wo ich in zehn Jahren stehe, weiß ich nicht. Ich weiß nicht einmal, ob ich dann noch lebe.
Wer behauptet denn, dass jemand, der nicht glaubt, ein schlechter Mensch ist?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 19:43:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012 19:50:15 GMT+02:00
Epikur Weber meint:
Das ist eine berechtuige Frage. Und die Geschichte der Bundesrepublik und der wesltichen Demokratien, die auf ein offizielles Gottesbekenntnis weitgehend verzichtet, ist immerhin friedliebendwe wie kein Zeitalter vorher. Das dürfte allein statistisch von Wert sein. Allerdings behauptet die Kirche, dass das alles auf ihrem Mist gewachsen wäre und bringen so ihren Gott wieder ins Spiel. Eine ziemliche Mogelpackung.

So gilt Atheismus nahezu als synonym für Amoralität. Auch heute noch. In jedem Fall ist man als Ungläubiger oft in einer Art Verteidigungshaltung, vor allem was Letzbegründungen angeht. Es kommen dann Fragen wie:
Warum sollte man denn dann Gutes tun, wenn es Gott nicht gibt?
Wo kommt denn unser Gefühl von Moral her, wenn nicht letztlich von ihm?
Wie rechtfertigst Du ethisch-moralisches Handeln ohne Glauben?
Wie kann es Liebe geben ohne Gott?

Oder man ernstet blankes Unverständnis wie:
Dann ist für Dich also alles umsonst?
Wie kann man nur ohne einen Sinn im Leben leben?
Wie kann man leben ohne Hoffung auf eine Erlösung?

Als wären das nich alles menschliche Ideen und Gefühle! "Sinn" und diese dämliche "Erlösung" (wovon denn????!!!!) gelten als so universell mit dem Gottglauben verknüpft, dass es viel, viel Arbeit ist, (siehe dieses Forum! ;-)) sich zu rechtfertigen, dass es das alles gar nicht braucht. Hier gibt es zwar schon viele Ansätze und Antworten, philosophische, naturalistische, gerade schon aus der (radikalen) Aufklärung im 17./18. Jh. Aber in der Hauptsache ist es heute eine Sache zwischen gemäßigt Gläubigen ("okay, vieles ist Quatsch am Glauben, aber im Kern stimmt es.") und einer eher deistischen/pandeistischen Haltung, die sagt, wir bräuchten immerhin die Grundannahme, die Hoffnung auf ein "Höheres Wesen", das wir traditionell halt Gott nennen, sonst ginge alles ins den Eimer. Ich finde das "halb" aufgeklärt. Jede Letzbegründung kommt schlißelich von den Menschen. Ob man sich an Stelle der eigenen Überzeugungen oder Insoiration zu Moral nun einen Gott hinbastelt oder nicht. Das Ergebnis im Kleinen ist (in einem säkularen Staat zumindest) das gleiche.
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