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Der Atheismus: kurzfristige Modeerscheinung oder neue Weltreligion?


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1-25 von 119 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.06.2014 00:52:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.06.2014 00:56:41 GMT+02:00
un-ist meint:
@rev

Richtig erkannt: Er kann nicht!

Veröffentlicht am 02.06.2014 19:30:39 GMT+02:00
Historiker meint:
@ Saubär

Daß die deutsche Dramatik auf die szenische Darstellung der Ostersequenz zurückgeht, das haben wir im Gymnasium gelernt, als ich 14/15 war, im Deutschunterricht. Es war nicht einmal ein Leistungskurs, denn den gab es zu meiner Zeit noch nicht.

Leider ist das deutsche Gymnasium nach mancherlei "Reformen" nicht mehr das, was es einmal war.
Also haben Sie diese grundlegende Tatsache vermutlich nicht mehr gelernt.

Ich habe jedoch nicht Lust, Ihnen den gesamten Schulstoff darzulegen.
Thema war der Gottesbegriff.

Veröffentlicht am 02.06.2014 12:33:55 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 02.06.2014 12:34:17 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.06.2014 09:46:37 GMT+02:00
Liselotte meint:
Danke! Korrigiert!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.06.2014 09:30:28 GMT+02:00
Saubaer meint:
@Historiker

"Die Menschen waren zu dieser Zeit religiös.
Und im Zusammenhang damit haben sie die Ostersequenz szenisch dargestellt.
Und aus dieser Darstellung hat sich allmählich das Schauspiel entwickelt. "

Aha, und woher nimmst Du dieses Wissen? Ach, und bevor die Christen ganz Europa mit dem Schwert "friedlich" bekehrt haben gab es keine "Dramatik"?

Nein die alten Griechen und Römer haben natürlich keinen Einfluß gehabt. Alte germanische und keltische "Geschichten" hat es auch nie gegeben. Der Minnegesang und fahrende Spielleute haben im Mittelalter natürlich nur religiösen Bezug gehabt.

@un-ist

ja, leider ist im anderen Thread nicht mehr viel los und wenn wir ehrlich sind, hat ja schon mal ein Thread mit einem völlig idiotischen Thema hier für interessante Diskussionen gesorgt.

lg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.06.2014 09:16:05 GMT+02:00
un-ist meint:
Hallo Liselotte,

haben Sie nicht ein "nicht" vergessen gerade an einer Stelle, wo es speziell der um Antworten hochverschuldete Historiker sofort missverständlich für sich deuten könnte?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2014 22:40:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.06.2014 09:47:03 GMT+02:00
Liselotte meint:
Ok, lieber Historiker,

ich lasse mich auf Ihren Ansatz ein. Ihre These, falls ich diese nicht wieder falsch wiedergeben ;), denn die Passionsspiele nannten Sie, lautet: Die Dramatik, so wie wir sie heute kennen, gehe auf die szenische Darstellung der Ostersequenzen zurück.

Nennen Sie doch bitte Ihre Belege und Referenzen zu dieser These, denn es ist Usus, wenn man eine These nennt, die Belege und Beispiele, die die These unterstützen auch zu nennen. Dies ist und kann nicht die Aufgabe des Mitdiskutanten sein, sondern ist Aufagbe dessen, der die These aufstellt. Oder nennen Sie zumindest das Lexikon, auf das Sie sich beziehen. Nennen Sie Ross und Reiter! Es ist nicht meine Aufagbe Ihre Arbeit zu machen!

Desweiteren: Wie lässt sich der Einfluss der Ostersequenzen auf die Dramen belegen? Nennen Sie doch Beispiele von Dramen, die sich direkt auf den Einfluss der Ostersequenzen zurückführen lassen. Wie hatten die Ostersequenzen Einfluss auf die Dramen der Epochen, die dem Mittelalter folgten? Welche konkreten Dramen unter der Nennung von Autor und Stück der Barockzeit stehen im Zusammenhang mit den Ostersequenzen? Welche Autoren der Frühe Neuzeit, der Renaissance, des Barock, der Klassik nennen die Ostersequenzen als entscheidenden Einfluss auf ihr Schaffen und Werk?

Meine These lautet: Alle wegweisenden Autoren des Barock, Renaissance, Klassik bezogen sich in ihrer Poetik und Werk auf die Antike und Werke der Antike. Der Rückgriff auf die Antike wurde Vorbild des eigenen Schaffens in Form und Aufbau, selbst die antiken Themen wurden aufgegriffen. Einfluss auf das Drama im deutschsprachigen Raum hatten zudem Shakespeares und das niederländische Theater. Quelle: Daten deutscher Dichtung: Chronologischer Abriß der deutschen Literaturgeschichte Band 1: Von den Anfängen bis zum Jungen Deutschland und Literatur Lexikon. Daten, Fakten und Zusammenhänge, Literaturgeschichten / Geschichte der deutschen Literatur: Epochen - Autoren - Werke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2014 20:34:26 GMT+02:00
Historiker meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2014 20:26:05 GMT+02:00
Historiker meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2014 15:37:24 GMT+02:00
reviewsvoice meint:
die jahrhunderte in denen die dogmatik als unzweifelhafte glaubenswahrheit gelehrt wurden und werden sind vielleicht gemeint...die exegese/schriftlehre gehört dazu...
wörtliche auslegungen >offenbarter religiöser schriften sind nicht so ungewöhnlich wie man annehmen möchte

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2014 15:20:39 GMT+02:00
reviewsvoice meint:
@Historiker

Sie bleiben hier einige antworten schuldig...vermutlich weil Sie gar nicht anders können...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2014 06:49:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.06.2014 06:50:55 GMT+02:00
Tante Li meint:
@ Epikur
>> Und die wörtliche Auslegung war immerhin Jahrhundert lang Usus.<<
Welche Jahrhunderte meinst Du denn hier?
Eher Usus war doch die Interpretation der Worte. Zuerst vor allem von den Wenigen, die diese Worte überhaupt lesen konnten. Später von allen, die sich einen eigenen Reim darauf machen wollten.
Du pickst Dir ja auch nur die Stellen heraus, die Dir besonders spektakulär erscheinen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.05.2014 18:10:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.05.2014 18:11:31 GMT+02:00
OZW meint:
Szenische Darstellung etc:

Da ist was dran, dass das Christtentum da seine Finger im Spiel hatte. Allerdings hat die Kirche die "szenischen Darstellungen" wie die gesamte Theaterkultur, die aus dem Antiken Griechenland entstammte und von den Römer fortgeführt wurde, im 6. Jahrhundert verboten. Es gab kein "So tun als ob"! Ab dem hohen Mittelalter kamen dann die Mysterienspiele auf, in biblischen Bildern und Geschichten (die einzig zugelassene "Wahrheit") und allmählich entwickelte sich über die Renaissance bis zur Aufklärung (wo es nach mehr als 1000 Jahren endlich wieder zur Bildung gezählt wurde!) wieder so etwas wie Theater im heutigen Sinne. Lernt man in jedem Basiskurs der Theaterwissenschaften. Dennoch war das Theater und große Teile der Literatur der Kirche noch lange ein Dorn im Auge. Wie fast alles Menschliche und jede Kulturform abseits der eigenen Irrlehre.

Wie gesagt: Ich kann mich prima für die "Bewahrung" von etwas feiern lassen, was ich vorher vernichtet oder verboten habe und dann (notgedrungen) wieder galant zulasse.

Veröffentlicht am 31.05.2014 17:42:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.05.2014 19:06:26 GMT+02:00
Liselotte meint:
Alles kein Problem, lieber Historiker,

eine andere Antwort, die ernsthaft auf meine Fragen eingeht, habe ich von Ihnen ehrlicherweise nicht erwartet, denn dann hätten Sie glaubhaft Ihre Thesen erläurten müssen, die zwar erkennen lassen, dass Sie mal oberflächlich und rudimentär was von der Poetik der Dramatik gehört haben, die aber jeglich Vertiefung in das Thema vermissen lässt. Anders lassen sich Ihre Einlassungen, die zwar nicht gänzlich falsch sind, nicht erklären. So einen hanebüchenen Blödsinn habe ich selten gelesen. Ihre Deutung der Bedeutung der Passionsspiele- bzw. der Mirakelspiele entbehrt jeglicher literaturgeschichtlicher Kenntnis. Zwar gab und gibt es diese als Gattung bis heute im volkstümlichen Raum, hatte aber keine entscheidende Bedeutung in der Entstehung der Tragödie, Komödie und später des Bürgerlichen Trauerspiels im deutschen Sprachraum des späten Mittelalters bzw. der Frühen Neuzeit und des Barocks. Die Poetiker, Opitz, Gottsched, später Lessing, dieser Zeit bezogen sich alle auf die Dramentheorie des Aristoteles. Neben dem formstrengen Drama, gab es die Fastnachtsspiele, die derb-komisch sein konnten und oft obzöne Inhalte hatten, wie wir sie bis heute in dem sogenannten Schwank finden. Diese gehen auf Traditionen der römischen Antike zurück.

Zum Schluss ein Tipp von mir:

Nicht immer lässt sich Unwissen mit Großspurigkeit und Arroganz übertünchen. Zumal ich diese Art der Antwort äußerst anmaßend finde, aber vielleicht entspricht es ja Ihrem üblichen Umgangston.

Veröffentlicht am 31.05.2014 15:04:46 GMT+02:00
un-ist meint:
Historiker,

was Sie da gerade ausgeführt haben, wäre wohl niemandem mehr als Ihnen selbst anzuraten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.05.2014 13:28:48 GMT+02:00
Historiker meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.05.2014 18:35:09 GMT+02:00
Liselotte meint:
Aha, und wie sind Sie zu diesen elementaren Schlussfolgerungen gelangt? Referenzen?

Wie "wucherten" die weltliche Inhalte in die Passionsspiele?
Nennen Sie doch ein paar aussagekräftige Beispiele, damit ich es mir vorstellen kann. Auch würden mich die namhaften Autoren interessieren und in welcher Weise die Osterspiele die Stücke beeinflusst haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.05.2014 17:19:54 GMT+02:00
Historiker meint:
Keineswegs hat das Christentum "die literarische Dramatik erfunden".

Die deutsche Dramatik geht auf die szenische Darstellung der Ostersequenz (Passionsgeschichte) zurück. Ursprünglich war das eine rein religiöse Veranstaltung, ähnlich wie Passionsspiele. Mit der Zeit schlichen sich aber weltliche Inhalte ein, die bald den religiösen Gehalt ganz überwucherten. Bald wurden weltliche Schaustücke aufgeführt, die dann auch von namentlich bekannten Dichtern verfaßt wurden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.05.2014 15:54:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2014 16:17:08 GMT+02:00
Liselotte meint:
Im anderen Fred habe ich ja schon das Buch Assmanns Die Mosaische Unterscheidung: oder der Preis des Monotheismus empfohlen. Sehr lesenswert, auch deshalb, weil am Ende seine Kritiker zu Wort kommen.

Dennoch gab es heftige Auseinandersetzungen rund um Assmanns Thesen. Er hat dann in den Wiener Vorträgen eine Replik zu den Vorwürfen gehalten, in der er sich damit beschäftigt, warum der Monotheismus in seiner Werdung vermehrt und explizit eine Sprache der Gewalt verwendet. Er stellt die Frage: Warum diese verbalen Gewaltexzess?
Er schreibt selbst, dass es ihm nicht um eine theologische, sondern und um eine kulturelle, historische Reflexion gehe. Er nennt es eine Untersuchung der kulturellen Semantik.

Obwohl sehr kurz, da es sich um die Verschriftlichung des Vortrags handelt, dennoch sehr lohnend, weil der Leser eine neue Perspektive auf die Problematik erhält.

Monotheismus und die Sprache der Gewalt

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.05.2014 15:50:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2014 16:46:32 GMT+02:00
un-ist meint:
@ex-leseratte

>>... wutschäumenden Triaden gegen die Dummheit des Glaubens ...<<

Mit meiner Antwort bin ich jetzt wieder nach nebenan zu unserem herkömmlichen Thread

>Gott-Religion-Atheismus<

gewechselt.

Veröffentlicht am 30.05.2014 14:45:26 GMT+02:00
OZW meint:
".... dass Atheisten die Bibel wörtlicher nehmen als die meisten Gläubigen" könnte auch daran liegen, dass die meisten Atheisten sie im Gegensatz zu den meisten Gläubigen auch gelesen haben. Und die wörtliche Auslegung war immerhin Jahrhundert lang Usus. Die Nicht-Wörtliche Auslegung ist in der Regel ein Ausweichmanöver derjenigen, die mit der Aufrechterhaltung der "Irgendwie-trotzdem-Gültigkeit" der Bibel ihre Brötchen verdienen und ihre MAcht erhalten. Um eine ernsthafte Auseinandersrtzung zu umgehen und im Nebulösen zu verbleiben, wird dann teilweise das exakte gegenteil aus einem Satz herausgelesen und hinein interpretiert.
Weil es so schön in unser romantisches und demokratisches Weltbild passt, ist Gott einfach mal eben = die Liebe. Aus die Maus.

Beispiel:
Gott befahl Moses einen Massenmmord? Na, das ist symbolisch gemeint. Außerdem heißt Tötet Sie alle nach heutiger Lesart bringt ihnen die Frohe Botschaft und überformt den Hass der Nicht-Bebehrten!
Jesus wollte alle Ungläubigen in den Ofen werfen lassen und brennen sehen? Na, das ist doch nicht wörtlich zu nehmen! Jesus wollte nur klar machn, dass es eine heiße Sache ist, wenn man ihm nicht folgt. Und das kann man ja sehen: Wer Jesus (= Gott) nich hat, ist eine arme Sau...

Bla Bla Bla

Veröffentlicht am 30.05.2014 10:53:27 GMT+02:00
un-ist meint:
Und mir war die betörende Ignoranz gegenüber allereinfachster Logik und unverrückbaren Sachverhalten vorher unvorstellbar.
Tja, da wirken so einige andere Threads hier drumherum bezüglich Kurzweil doch eher angestrengt,

Veröffentlicht am 30.05.2014 06:13:43 GMT+02:00
Tante Li meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 29.05.2014 19:23:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2014 01:44:48 GMT+02:00
Liselotte meint:
Ich persönlich fände es schade, wenn dieser lustige und sehr unterhaltsame Thread nicht mehr genutzt werden würde.

Würden uns doch wichtige Erkenntnisse vorenthalten werden, wie z.B. der Atheismus braucht keinen Theismus, das Christemtum erfindet die literarische Dramatik. Wie das genau passiert ist, hätte mich brennend interessiert. Jetzt muss ich halt in Unkenntnis verharren. Schade.

Veröffentlicht am 28.05.2014 16:50:36 GMT+02:00
Tante Li meint:
;-) schön - wenigstens einer!
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Erster Beitrag:  04.03.2014
Jüngster Beitrag:  04.06.2014

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