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Clouds? Nein, danke!


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1-15 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.09.2012 13:19:11 GMT+02:00
Think blue! meint:
Guten Tag,

da die Clouds nicht so sicher sind, wie Anbieter versichern und Nutzer glauben, ist an dieser Stelle große Vorsicht geboten! Freilich kennt auch Amazon diese Problematik. In diesem Zusammenhang finde ich die "erforderlichen Metadaten des Labels", die seit der "Verbesserung" des MP3-Kauferlebnises implementiert wurden, ebenso bedenklich:

"Einige Plattenfirmen setzen voraus, dass wir Identifizierungsmerkmale in die Metadaten einfügen, die mit der Musik aus dem Amazon MP3-Shop oder Cloud Player heruntergeladen werden. "
...
"Diese Identifizierungsmerkmale enthalten möglicherweise Informationen, durch die Sie als Inhaber der gekauften oder angepassten Musik identifiziert werden können."

Angenommen, ich habe einen Titel gekauft, dieser befindet sich im Amazon Cloud Player. Einige Zeit später hackt jemand Amazons Wolken und verschafft sich blöderweise auch Zugriff zu diesem einen Titel, den ich mal gekauft habe. Es vergehen nur wenige Stunden, vielleicht nur wenige Tage, bis ausgerechnet dieser eine Titel - die darin befindlichen Metadaten weisen mich nach wie vor als dessen Inhaber aus! - sich auf einer illegalen Musik-Plattform befindet. Und schon hier kann das Unheil beginnen.

Laut Amazon wurde das MP3-Kauferlebnis verbessert, ich als Kunde werde jedoch von diesem "Kauferlebnis" Abstand nehmen, da der Aufwand und die eventuellen Risiken den tatsächlichen Nutzen überwiegen. Mit dem Einkaufswagen war ich stets zufrieden, mannigfaltig konnte ich Alben reibungslos herunterladen und bezahlen.

Clouds? Nein, danke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.09.2012 15:06:00 GMT+02:00
Harald G. meint:
Digitale Rechteverwaltung

"Nach Ansicht der Freie-Software-Bewegung entzieht ein DRM-System Menschen prinzipbedingt die Möglichkeit vollständiger Kontrolle über Daten und Programme auf ihren Computern und schränkt somit ihre Freiheit ein.
Richard Stallman, Präsident der Free Software Foundation, bezeichnete DRM 2006 als [] the functionality of refusing to function.[22] (Die Funktionalität, das Funktionieren zu verweigern.) und ist der Meinung Defending freedom means thwarting DRM.[23] (Freiheit zu verteidigen bedeutet DRM zu vereiteln.). Laut Stallman kann Software, die DRM implementiert, die gewünschten Einschränkungen nur dann verlässlich durchsetzen, wenn sie nicht die Freiheit gewährt, beliebig verändert werden zu können, da diese Möglichkeit auch die Umgehung des DRM einschließen würde.
Diesen Widerspruch haben Gerätehersteller, die trotzdem unter Copyleft-Lizenzen lizenzierte freie Software wie zum Beispiel Linux für ihre DRM-Systeme einsetzen wollten, in der Vergangenheit dadurch umgangen, dass ihre Geräte (der TiVo ist ein bekanntes Beispiel) die Funktion verweigern, sobald eine veränderte Softwareversion installiert wird. Somit wird den Nutzern zwar theoretisch die Freiheit gewährt, die Software zu verändern und damit die Copyleft-Lizenz eingehalten, sinnvoll ausführen kann man die geänderte Software in der Praxis jedoch nicht.
Die 2007 aktualisierten Versionen der am weitesten verbreiteten Copyleft-Lizenzen GNU GPL und GNU LGPL enthalten Klauseln, die diese Möglichkeit des Missbrauchs von freier Software durch Gerätehersteller unmöglich machen sollen."

Zitat aus
http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung

Veröffentlicht am 02.10.2012 11:40:43 GMT+02:00
Think blue! meint:
Hallo Harald,

ich erlaube mir, Ihren Kommentar aus dem anderen Amazon-Thread hierher zu kopieren, weil, allem Anschein nach, sowohl die Brisanz, als auch die Risiken des neuen "Kauferlebnisses" von den meisten Kunden übersehen wurden/werden.

"Harald G. meint:
Die Wenigsten haben verstanden, worum es geht:
Amazon ist vor der Musikindustrie eingebrochen und verkauft jetzt nur noch "Dirty Files" ("Schmutzige Dateien"), d.h. es werden vor jedem Download die sogenannten Metadaten (u.a. sogar der Klarname des Käufers) in die Dateien implementiert. Und das funktioniert auf die alte Downloadweise mit dem Einkaufswagen nicht. Und deshalb wird der auch nicht wiederkommen, Cloud hin oder her."

Veröffentlicht am 02.10.2012 15:42:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.10.2012 15:46:15 GMT+02:00
Franz Müller meint:
Es lebe die LP.
Da die Rechte irgendwo in den Wolken herum schwirren und ich nicht mehr Herr meiner mp3 zu sein scheine bleibt nur eine Wahl, ich habe 3 Plattenspieler für die kommenden langen Winter zum langhören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.10.2012 21:04:08 GMT+02:00
Tja, das zeugt von schlechter Programmierung. Andere Firmen bekommen dies auch mit Einkaufswagen und Downloadern hin (z.B. DRM bei ePub-Büchern).

Ich kann mir hier nur 2 Gründe vorstellen: ;-)
1. Amazon will/muß unbedingt seine Cloud vermarkten (z.B. zwecks Kundenbindung - wenn ich meine Kontoführung, Briefe, Bücher, Spiele auf der Amazon-Cloud führe, dann gibt es für mich nur noch die Amazon-Cloud sowie die Produkte dafür.)
2. Amazon glaubt durch Zwischenschiebung der Cloud die Urheberrechtsverletzungen die mit jedem Verkauf der MP3s nach der geplanten Urheberechtsverschärfung einhergehen auf den Käufer abzuschieben zu können. (Schließlich wird nach der Personalisierung beim Herunterladen durch den Kunden automatisch eine (dann vermutlich illegale) Kopie erstellt, da die personalisierte Orignaldatei nicht automatisch (Byte für Byte) beim Kopieren vernichtet werden kann. Stichwort: Download-Recovery bei Download-Abbrüchen)

Thomas G.M. Mainka

Veröffentlicht am 06.10.2012 01:35:40 GMT+02:00
Pinga meint:
Und weiter? Dann lösche ich halt diese Zusatzinformation. Jeder kann mittels MP3-Tag Programmen alle zusätzlichen Meta-Daten hinzufügen oder löschen.

Desweiteren finde ich es interessant, dass hier gleich vom "schlimmsten" Fall ausgegangen wird und die Date in einer Tauschbörse landet...und das wird natürlich sofort überprüft...ist das nicht ein wenig paranoid?

Veröffentlicht am 06.10.2012 02:33:24 GMT+02:00
Stickyfinger meint:
Natürlich kann der kundige Kunde mit der MP3 Datei so einiges anstellen.
Der, der was zweifelhaftes vor hat weiß wohl auch was zu tun ist.
Der der nichts weiter will als die Musik zu hören, der muß auch nichts befürchten.
Alle anderen wissen sich zu helfen.
Darum geht's aber auch nicht.
Der Download ist verkompliziert worden, um der Musikindustrie rechnung zu tragen.
Soviel ist klar.
Metadaten in den Files hin oder her, das hat aber wohl nichts mit dem Einkaufsverhalten zu tun.
Warum kann ich meine Einkäufe nicht sammeln und gebündelt runterladen?
Das kann ja wohl nichts mit den Daten zu tun haben, die zusätzlich in den MP3 gespeichert sind.
Denn es ist dem MP3 File, den ich downloade ja wohl egal, ob ich ihn im 1-Click Verfahren kaufe oder per Sammelbestellung aus dem Warenkorb.
Fazit: Es geht nicht um Copyright oder Schutz vor File-Sharing oder sonst was.
Es wird nur davon profitiert, daß überschnelle, nicht genau überlegte Einkäufe getätigt werden.
Amazon ist zwar immer kulant, wenn man sich meldet, doch werden wohl viele Kunden sich eben nicht melden und da liegt der Gewinn.
Denn nicht jeder, der per 1-Click versehentlich gekauft hat beschwert sich.
Also: erst mal in Rechnung stellen, wenn der Kunde sich beschwert, kann man ja immer noch das kundenfreundliche Unternehemen raushängen lassen.
So ist das heute eben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2012 08:38:52 GMT+02:00
nasKo meint:
Absoluter Schwachsinn. Der einzige Teil der Musikindustrie, die Meta-Daten, die auf den Käufer zurückzuführen wären hinterlässt nennt sich Universal Musik. Universals Bedingung für Amazon MP3-Dateien (und alle anderen MP3 Portale) ist, dass man die Daten mit Meta-Daten versieht, die auf den Käufer zurückzuführen sind.

Ohne Universal wäre jeder MP3 Store um einiges leerer.

Dass dies mit dem Einkaufswagen nicht möglich wäre ist absoluter Schwachsinn. Die Daten kommen nicht von woanders sondern immernoch von den gleichen Amazon Servern.
Die Daten wurden nicht aus dem Einkaufswagen auf Ihre Festplatte gezaubert...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 21:58:36 GMT+02:00
meieryol meint:
Ich kann mich nur anschliessen: Clouds? Nein Danke! Vor dieser Cloud war ich richtig begeistert von Amazon, aber jetzt nerve ich mich nur noch, es funktioniert überhaupt nicht und ich werde mich nach einem anderen Anbieter umschauen, der einem keine dämliche Cloud aufzwingt! Ich habe keine Lust an meinem Feierabend die Zeit vor dem Computer zu verbraten um herauszufinden wie ich die Musik für die ich bezahlt habe, am Ende auf meinen iPod kriege!

Veröffentlicht am 10.10.2012 11:08:48 GMT+02:00
chrissie meint:
ch kann mich auch nur anschliessen: Cloud!!!!! Nein Danke! Vor dieser Cloud war ich Fan von Amazon, aber jetzt nervt es mich nur noch, es funktioniert überhaupt nicht und ich kann meine Titel noch nicht einmal dpwnloaden

Veröffentlicht am 10.10.2012 11:40:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2012 11:43:27 GMT+02:00
Hans Peter meint:
Ich verstehe die Aufreger hier teilweise nicht. Habe mir eben eine MP3 gekauft und es hat alles problemlos ohne Zusatzsoftware funktioniert.

1.) Cloud
Ich bin auch kein Freund von Clouds durch Fremdanbieter (Ich setze auf meine eigene Cloud) und habe die MP3 lieber auf meinen Geräten. Amazon bietet neben dem Speichern und Abspielen in ihrer Cloud auch den Download der mp3 an. Das ging auch ohne den "Amazon MP3-Downloader", einfach unter dem Button auf "Ohne Amazon MP3-Downloader herunterladen" klicken. Hat auch unter Linux wunderbar geklappt.

2.) Unique ID
Nicht in allen MP3s ist diese UID enthalten, sondern nur hautsächlich in Produkten von Universal. Das steht aber dann auch explizit bei der Produktbeschreibung dabei. Zb. bei dem Lied "Getting Ready For Christmas Day" von "Paul Simon" (Link: Getting Ready For Christmas Day ) steht extra "Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal" dabei. Fehlt dieser Hinweis, ist da auch keine Unique ID enthalten.
Entfernen kann man diese ID übrigens auch nicht mit einem MP3-Tag Program, das ist schon etwas komplizierter. Einfach die Finger von solchen MP3s lassen und sich wo anders umsehen, Universal wird dann hoffentlich merken, warum sich deren MP3s nicht mehr so gut verkaufen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012 17:11:00 GMT+02:00
Hans Peter meint:
Das Entfernen der Unique ID ist mit herkömlicher Software leider nicht möglich. (Details siehe hier: http://martesmartes.blogspot.de/2011/05/personal-data-in-amazon-mp3s.html )

Und ich weiß nicht, wie Sie das machen, aber ich mache gerne Gebrauch meines Rechtes zur Weitergabe meiner Privatkopien an Freunde. Dieses Recht kann mir Amazon auch durch ihre Nutzungsbedingungen nicht nehmen. Nur gebe ich dann mit der MP3 die Unique ID weiter. Und es lässt sich nicht ausschließen, dass die MP3 dann über Umwege vielleicht doch in einem Filesharing-Netzwerk landet. Wegen der Unique ID geraten Sie dann ganz schnell in Erklärungsnot. Für dieses Szenario braucht es nicht viel Paranoia.

Veröffentlicht am 13.10.2012 06:22:27 GMT+02:00
Weisser Wolf meint:
Wer zum Kuckuck braucht diesen Müll?
Meine gekaufte Musik will ich sichern.
Für mich kein Problem, gibts doch ne tolle Recordfuktion in guter Musikbearbeitungssoftware.
Eure IDs sind somit für mich und Leute die noch wissen wie man Musik aus dem Radio mitgeschnitten hat überhaupt kein Problem.
Allen anderen kann ich nur sagen, lasst euch solche Unterdrückung von Eigentumsrechten nicht gefallen.
Da viele aber nur noch Konsumsklaven sind und sogar für Telefone nächtelang vor Läden kauern wundern mich solche Sachen nicht wirklich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.10.2012 21:43:25 GMT+02:00
webobserver meint:
Guter Kommentar.
Ich bin als langjaehriger und (bisher) relativ spendabler Amazon Kunde sehr veraergert ueber das Verhalten von Amazon. Bisher hatte ich bereits Apple aufgrund seiner Arroganz und dem staendigen Vorschreiben von Zwangsformaten und Zwangs-Software (ua. dem unsaeglichen iTunes) abgelehnt. Leider faellt Amazon nun auch in diese Kategorie. Schade, da ich eigentlich mit dem Service bisher sehr zufrieden war, dass Amazon nun keine akzeptable Alternative mehr darstellt.

Falls genuegend Kunden dies Amazon in den Umsatzzahlen spueren lassen, wuerde sich vielleicht etwas aendern.
Ich befuerchte aber, die traege Masse wir das nicht begreifen. Apple ist ja mit seinem Monopol- und Zwangsformatansatz auch recht erfolgreich.

Veröffentlicht am 26.10.2012 18:39:32 GMT+02:00
Blueheaven meint:
Meine Daten kommen nicht in die Cloud. Amazon geht es nicht nur um die Musik, wir sollen da ja auch unsere Dokumente, Fotos, ach am besten alles, ablegen. Und dann natürlich irgendwann für den Speicherplatz bezahlen.
Amazon, sorry, aber wo steht denn der Server? Ich wette, der steht nicht in Deutschland und dann ist diese Cloud schon alleine aus Datenschutzgründen keine Option für mich.
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