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m4a zu mp3: Frage zur Bitraten-Änderungen


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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.04.2011 21:06:54 GMT+02:00
StarScream meint:
Wenn ich mir über iTunes ein Album kaufe, erhält man die Songs im .m4a Format und mit einer Bitrate von bspw. 256kbps. Wandel ich diese nun ins .mp3 Format um, haben die Dateien auf einmal eine Bitrate von 320kbps, wie ich es auch für das rippen von Audio-CD's eingestellt habe.

Kann mir das bitte mal jemand technisch erklären? Ich meine, aus einer durchschnittlichen Klangqualität kann doch nicht auf einmal eine gute Klangqualität werden... Oder doch?!?

Veröffentlicht am 11.04.2011 01:44:58 GMT+02:00
ProCompSys meint:
Mache dir klar, daß Bitrate nicht gleich Qualität ist. Bitrate bedeutet soviel wie "Abtastrate vom Original". Natürlich bedeutet höhere Bitrate dabei höhere Qualität... allerdings gemessen an der Vorlage! Wenn die Vorlage bescheiden ist, kann ich mit noch so hoher Bitrate abtasten... besser als das Original wird's keinesfalls.
Anders ausgedrückt: ich kann ein Bild mit 72 dpi problemlos auf einem 600-dpi-Drucker ausdrucken. Besser wird das Bild dadurch allerdings nicht.

Veröffentlicht am 11.04.2011 22:32:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.04.2011 00:32:15 GMT+02:00
Daniel K. meint:
Vorsicht, bitte nichts verwechseln:

ABTASTRATE heißt wie oft und alle wieviel Sekundenbruchteile, sprich auf der Zeitachse (x-Achse), ein Messpunkt erfolgt / wie viele Messpunkte pro Zeiteinheit festgelegt werden.
Bei Audio-CD (WAV-Datei) und MP3 liegt die bei 44,1 kHz.
(iTunes bietet beim Umwandeln auch hier wohl fälschlicherweise auch noch 48 kHz mit an (vermutlich weil DVD-Video 48 kHz für die Tonkanäle verwendet, also fall's man mal was für 'ne selbstgemachte DVD encodieren möchte.)

BITRATE dagegen sagt aus, wieviele Einzel-Informationen dann an so einem einzelnen Messpunkt gemessen und gespeichert werden, also wie hoch und genau pro Messzeitpunkt aufgelöst wird (= y-Achse).
Bei der Audio-CD (WAV-Datei) liegt das bei 16 Bit (entspricht etwa 1411 kbps).

Um's auch noch mal zu "verbildlichen":
Bei einem Videofilm beträgt die Abtastung der gefilmten Wirklichkeit, also die "Abtastrate", 25 Bilder pro Sekunde.
Die Auflösung dagegen beschreibt dann die Anzahl der Bildpunkte und die Breite und Höhe die dann auf so ein Einzelbild kommen und pro Einzelbild gespeichert werden. Wie beim einzelnen Foto / Pixelbild.

Eine Umwandlung komprimierter Audio-Formate erfolgt nun immer über den Zwischenschritt "Umwandlung in PCM-WAV", dem unkomprimierten Standard-Format für Audio. Sichtbar oder unsichtbar (im Hintergrund des Umwandlungs-Programmes).
Was daran liegt, dass bei komprimierten Formaten nicht alle Stellen (oder Bildpunkte bei Bildern/Videos) gespeichert werden, sondern nur die markanteren Stellen, und die Übergänge und "Zwischenstrecken" via Funktionen gespeichert werden, die für die Darstellung/Wiedergabe dann immer erst ausgerechnet, decodiert werden müssen.
Deshalb eben auch "komprimiert".

Von der Sache her ist das, was du mit deinen M4A-Dateien dort nun im iTunes machst, genauso, wie als wenn du mit deinen 256kbps-M4As eine Audio-CD brennst, und diese Audio-CD dann wieder rippst, und in 320kbps-MP3 transformierst.
Oder das Pixelvergrößerungsbeispiel vom Vorposter.
Also erst rundet der M4A-Komprierungsalgorithmus beim Dekodieren auf (unausgeschöpftes) WAV auf, und dann wird diese WAV-Datei wieder abgerundet mit dem MP3-Komprimierungsalgorithmus beim erneuten Encodieren.
Da beide Formate verschiedene Speicher-Algorithmen haben, ergeben sich kleinste Ungenauigkeiten beim Umwandeln.
Und wenn du die auch noch in verschiedenen Quell- und Ziel-Qualitäten vorliegen hast, dann bastelst du dir MP3-Files, die nicht die Qualität drin haben, die ihre Qualitätsstufe angibt / zu sein vorgibt.

Sprich eigentlich echter Quatsch und Verschlamperung der standardkonformen Qualität.
Pseudo-320kbps mit 256kbps-Qualität drin. Falschettiketierung, Fake-Qualität.
Könnte ich mit jedem mitgeschnittenen miesen dumpfen 96kbps-YouTube-SoundStream auch machen.

Unklar, warum Apple so 'ne Format-Rumpfuscherei unterstützt und anbietet.

Amazon verkauft hier übrigens V0-VBR-MP3. Das ist die höchste Qualitätsstufe bei variablen Bitraten, und liegt im Prinzip zwischen 256kbps und 320kbps, wenn man das so sagen und vergleichen kann (wie gesagt variabel).
320kbps-CBR könnte's bei MediaMarkt geben.
Also wenn du unbedingt MP3 haben willst, und kein MP4 haben möchtest, würde ich empfehlen, woanders einzukaufen, und auch gleich richtiges "sauberes/ehrliches" MP3 zu kaufen.

Wobei der Unterschied in der Klangqualität zwischen 256kbps und 320kbps minimalst ist, und für die meisten kaum hörbar sein dürfte. Aber solche kruden Umwandlungsgeschichten sind zumindest halt Format-Pfuscherei und -Herumbastelei.

Wenn du dennoch weiterhin gekaufte M4A-Files "unsauber" in MP3 umwandeln willst, dann würde ich schauen, ob du die auch in 256er-MP3 wandeln kannst - das vergeudet wenigstens keinen unnötigen Speicherplatz.

Veröffentlicht am 14.04.2011 23:50:07 GMT+02:00
Iceman2010 meint:
Aus 2 Gründen mag ich mich meinem Vorposter nicht anschließen:

1. MP3 und MP4(in diesem Fall AAC) benutzen unterschiedliche verlustbehaftete Komprimierungsalgorithmen, eine Umwandlung von dem einen ins andere Format ist selbst bei den höchsten Bitraten immer mit geringem Qualitätsverlust verbunden.

2. Der wesentlich jüngere und effektivere AAC produziert bei gleicher Bitrate eine bessere Qualität als MP3, von der selben Quelle(z.B. Audio-CD) hat eine 256kps-AAC-Datei(.m4a) somit eine höhere Qualität als eine 256kps-MP3-Datei.

Mit anderen Worten, wenn man eine iTunes-Datei(.m4a) in MP3 umwandeln muss, erhält man mit 320kps ein besseres Ergebnis als mit 256 kps, dennoch sind natürlich beide (320- und 256kps-MP3) Qualitativ schlechter als das iTunes-Original. Ob die Qualitätsunterschiede jedoch nicht nur elektronisch messbar sondern auch hörbar sind, hängt von vielen Faktoren(wie dem Zuhörer, dem Ursprungsmaterial, den Wiedergabegeräten etc.) ab, aber Pauschal von Vergeudung von Speicherplatz zu sprechen ist nicht richtig.

Veröffentlicht am 15.04.2011 09:30:35 GMT+02:00
timetourist meint:
IMHO... AAC komprimiert zwar generell besser als MP3. Kommt aber sehr auf den Encoder zum Erstellen der MP3s an. Nicht jeder Brotbackautomat mach aus demselben Teig das gleiche Brot. Nebenbei: OggVorbis klingt bei gleicher Bitrate auch besser als MP3. Jedoch ist jegliches Transkodieren von einem verlustbehafteten Format in ein anderes immer mit Qualitätseinbußen verbunden, denn jeder Algorithmus dünnt das ohnehin schon ausgedünnte Klangbild nach anderen Kriterien erneut aus. Dazu einfach mal nach Artikeln in der c't suchen. Dort wurden zu genüge Kompressionsformate verglichen, und auf das Transkodieren eingegangen. Die audiophilen Profis von HydrogenAudio geben Ratschläge ab wann sich die Musik, die einem bestimmten Format komprimiert wurde, "transparent" anhört - also selbst mit bestem Equipment nicht von einer CD unterscheidbar ist. Bei VariablerBitRate (VBR) kommt man schon mit durchschnittlichen Bitraten unterhalb von 256 zu einem Ergebnis, das nicht von der CD unterscheidbar ist. Das nur am Rande. Eine Diskussion über Bitraten und den damit verbunden Placebo gibt es schon an derer Stelle in den Foren hier bei Amazon. Meiner Meinung nach sollte man sich keine Musik im AAC-Format zulegen. Falls man jedoch schon welche hat, am besten dabei belassen.

Veröffentlicht am 18.04.2011 00:05:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.04.2011 00:19:46 GMT+02:00
Rounder6 meint:
@StarScream,
bin mir nicht sicher, ob Deine Frage schon beantwortet ist.

Grundsätzlich: Solange Du von Format A nach Format B (also z.B. von .m4a nach .mp3) umwandeln kannst und Deine Software (der sog. Encoder) es zuläßt, kannst Du von jeder Ausgangs-Bitrate der Quelle, die Du ja nicht mehr beeinflussen kannst, nach jeder anderen beliebigen Bitrate im Einstellbereich umwandeln. Ich kenne keinen Encodierer, der es Dir 'verbietet', in höhere Bitraten umzuwandeln. Es ist Deine Entscheidung, was Du machen möchtest und nicht die Entscheidung der Programmierer, die den Encodierer geschrieben haben. Du kannst also durchaus z.B. ein 256er m4a in ein 320er mp3 umwandeln (aufwärts) oder eben in die andere Richtung, z.B. von einem 256er mp3 in ein 128er m4a. Ob das dann alles akustisch sinnvoll ist, haben die anderen Mitschreiber hier bereits erklärt - richtig ist: besser wird's nimmer. Nichts was umkodiert (nicht umkopiert !) wird, wird hinterher 'besser', was die Klangqualität angeht.

Meiner Meinung nach lohnt ein Aufwärts-Encodieren z.B., um vom MP3/M4a-Format zurück ins CD-Format zu kommen. Manche CD-Spieler können halt kein M4a und kein MP3. Gleiches natürlich, wenn man rüber ins MP3-Format muss, weil der stationäre CD-Player oder der im Auto eben kein iTunes versteht, die Sprache kann halt nicht jeder.

Meine Empfehlung: m4a umwandeln ins MP3-LAME und mit variabler Bitrate mit hoher Qualitätseinstellung, z.B. VBR=1 oder gar VBR=0 umwandeln. Der LAME-Encodierer nimmt sich nur, was er braucht. Ist das Original schon mit geringen Bitraten encodiert worden, wird der LAME-Encodierer dann das Maximum mögliche rausholen, bei möglichst wenig Speicherplatz (das ist ja der Sinn des Komprimierens). Aber es bleibt dabei: besser wird's nimmer, selbst wenn nun die neue MP3-Datei mit variabler Bitrate noch mehr Platz brauchen sollte.

Manchmal macht auch noch Abwärts-Encodieren Sinn (abgesehen von CD runter in ein komprimiertes Format). Ich habe z.B. MP3-Hörbücher mit 320kbps runtergeladen. Bei aller Liebe zum billigen Speicherpatz - es ist Verschwendung... Es reicht ein gutes LAME mit variabler Bitrate, z.B. Stufe 4. Das halbiert locker den Speicherplatzbedarf, bei für Sprache nicht hörbaren Verlusten.

Das ist eigentlich alles, was es zu sagen gibt. Alles andere musst Du hören - oder auch nicht; dann passt es ja, wenn man keine Unterschiede hört.

Gruß, r6

Veröffentlicht am 05.02.2012 18:41:37 GMT+01:00
Herr Thiecke meint:
Nun erklär mir (einem Laien) doch bitte mal Jemand auf Deutsch (kein PC-Jargon) wie man Bitraten von Mp3-downloads auf dem PC so umwandelt,daß ich die Musik nicht nur auf CD brennen,sondern auch ÜBERALL abspielen bzw hören kann. Danke im Voraus!

Veröffentlicht am 06.02.2012 00:40:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.02.2012 00:57:57 GMT+01:00
Korn75 meint:
Ich brenne meine CDs immer als MP 3 Daten CD, und ab in den CD-Player oder "stöpsel" meinen i-Pod via Klinke am Radio an. Fertig ! Versteh das ganze Gefasel hier nicht. Da mögt ihr technisch alle Recht haben. Fakt ist: Die MP 3 Kodierung schneidet alle, für das Ohr angeblich nicht mehr wahrnehmbare hohe und tiefe Frequenzen ab ! Deswegen die Daten so klein gehalten. Fertig ! Die kann man nicht mehr großartig pimpen. Den Unterschied hört auch normalerweise keine Sau ... Is doch der gleiche Käse wie damals mit AAD,ADD,DDD bei CD- Aufnahmen, braucht kein Mensch ! Mal davon abgesehen, dass richtige Tonaufnahmen natürlich in anderen Formaten erfolgen ... Sollte Apple ein Format anbieten, welches nicht kompatibel ist, würde ich mir die MP 3`s bei Amazon saugen. Habe auch `nen Mac und habe dabei keine Probleme. Bin übrigens auch kein Fan vom Apple-Store ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2012 21:40:14 GMT+01:00
Sinatti meint:
Ist zwar nicht mehr ganz aktuell das Thema, aber was soll`s...
Wenn Du Deine Ohren in der Disco runtergerockt hast, dann hörst Du sicherlich keinen Unterschied ;) Mit einer richtigen Anlage - und damit meine ich nicht unbedingt etwas aufwärts 1000¤ - hört jeder den Unterschied von schlechten Aufnahmen oder schlechter Komprimierung. Es geht auch nicht um Qualität pimpen sondern um Qualität erhalten...
Und wenn Du mal die Gelegenheit haben solltest, ein und das selbe Album in AAA und ADD zu kaufen, dann mach das unbedingt. Ich wollte den Unterschied auch nie glauben - bin aber eines Besseren belehrt worden.

Veröffentlicht am 02.12.2012 14:06:58 GMT+01:00
Dogma-Naki meint:
Da hier so viel mit Formaten um sich geworfen wird, dass die Sinnhaftigkeit flöten geht, hier ein paar allgemeine Aussagen:

-transcoding macht nur sinn wenn: lossless -> lossy bzw. lossless-> lossless
-jede andere art von transcoding produziert datenmüll
-bessere kompromierung heißt nicht bessere qualität
-es können gleiche formate mit anderen codecs unterschiedliche qualitäten erreichen
-variable formate haben nur einen größenvorteil gegenüber konstanten formaten
-jegliche art von rangordnung unter losslessformaten und rangordnung unter lossy-formaten ist geschmackssache und völlig subjektiv

Es ist sehr frech online lossy-Formate zu verkaufen, weil man sie nicht transcoden kann. Wenn das Original lossless ist, warum soll man dann bitteschön den Originalpreis für beschnittene Formate zahlen?
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Erster Beitrag:  10.04.2011
Jüngster Beitrag:  02.12.2012

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