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1-25 von 52 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.09.2012 12:16:48 GMT+02:00
rudi_mentär meint:
Natürlich, gehören wie schon beim Heavy Metal, BLACK SABBATH zu den Urvätern des Doom-Metal. Sie brachten mit ihren ersten drei, vier Alben einem neuen Genre, den dazu nötigen Schub. Es gibt nun seit einiger Zeit etliche Subgenres des Doom Metal, die Einordnung bestimmter Bands hat sich dadurch nicht gerade vereinfacht. Ich, wollte einfach mal einige Doom-Metal-Alben aufzählen, unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad, die ich für Meilensteine des Doom-Metal, halte...natürlich rein subjektiv, versteht sich.

CANDLEMASS aus Schweden, wie kaum eine andere Doom-Metal-Band, haben sie eine Vielzahl an guten bis sehr guten Platten herausgebracht. Hervorheben, möchte ich da...:
"Nightfall" von 1987, "Ancient Dreams" von 1988 und das starke "Tales Of Creation" von 1989.

SOLITUDE AETURNUS aus Texas, ebenfalls eine Band mit mehreren guten Alben, "Downfall" von 1996 und "Through The Darkest Hour" von 1994.

MAEL MÖRDHA aus Irland, ein hervorragendes Album brachten sie 2005 heraus: "Cluain Tarbh";

SATURNUS aus Dänemark, mit ihren beiden Alben: "Martyre" (2000) und "Veronika Decides To Die" von 2006.

Dann noch ISOLE aus Schweden, mit den beiden starken Alben "Bliss Of Solitude" von 2008 und "Silent Ruins" von 2009.

Diese Alben des Doom-Metals, haben mich mit, am meisten beeindruckt.

Nun eure...ihr seid dran... :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2012 13:25:48 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.09.2012 12:48:52 GMT+02:00
Etheriel meint:
ich konnte Candlemass noch nie was abgewinnen.
Doom und Doom sind ein Himmelweiter unterschied.
So muss man Black Sabbath, Witchfinder General, the Obsessed, Pagan Altar, Saint Vitus, Trouble etc. als die klassischen Doom Bands verstehen und dann sehen wie sich die Nummer Mitte bis Ende der 80er Explosionsartig entwickelt hat als plötzlich Bands diesen klassischen Doom mit neuen/anderen Stilen mischten.
Die großen Umwälzer des ganzen waren:

Pentagram und Candelmass, klarer, sauberer Solibetonter mit einem Hang zum Falsett (wodas bloß alles her kam? Die NWoBHM war Schuld.), wie gesagt nicht meins sollten später den Epic Doom prägen.

Bis zum Ende der 80er dann kamen ein paar unausweichliche Alben hinzu:
Godflesh - Godflesh
ein Doom mit Industrialeinschlag: Gitarre, Bass und Drummaschine. Godflesh sind die Antithese all dessen was Justin K. Broadrick mit Napalm Death zuvor auf Scum gemacht hatte.
Besonders prägend für Neurosis und Isis und damt für den Post Metal.
Dream Death - Journey Into Mystery (US Import)
Thrash, Death, Doom im Mix. Ein Stil der prägend werden sollte für Gothic Metal und später dann, weil amerikanisch auch dem Sludge zugerechnet wurde.
the Melvins - Gluey Porch Treatments
Das Album nahmen nicht nur EyeHateGod mit ins Studio. Es ist der Anbeginn einer der wichtigsten Doom Bands von allen und prägte Grunge, Stoner, Sludge und Drone. the Melvins selbst behaupteten immer sie würden nur KissRiffs langsamer spielen, aber eigentlich snd sie eine Band auf der Sludgeschwelle zwischen Hardcore und Doom.
Celtic Frost - Into the Pandemonium
Wegweisendes Album zwischen Thrash, Black und Doom, mehr als jedes andere Album griff dies den Gothic Metal vorweg.

Danach begannn die Substile:
EyeHateGod - In the Name of Suffering
Der Anfang von Sludge. Ein krasses Stück Musik auf einem kaputtem Drumkit und mit fehlenden Gitarrensaiten eingespielt. Ist ItNoS die Hyperbel des oben genannten Melvinsalbums. Rückkopplungen, Scheppersound. Es ist genau das was Mike IX Williams als 'HARDCORE BLUES. Modern Drug Addled & Alcohol Drenched M-F'in` BLUES' beschreibt.
Crowbar - Obedience Thru Suffering
das andere Album des Sludge, es ist wärmer und organischer als EHG und dem Stoner deutlich näher.

Und so geht das weiter mit Funeral Doom, da ist der Name programm:
Into Darkness
wunderbar trauriges Album ebenso wie Thergothon - Stream from the Heavens.

Ein Album auf der Schnittmenge zwischen Doom und Black prägte nach 1991 dann auch den blackened Doom oder wie auch immer man das heute nennt:
Barathrum - Witchmaster

Ich hätte noch die Anfänge von Post Metal, Drone, Stoner, Doom Jazz und ein paar weitere Sachen parat aber bevor mir hier die Linkmöglichkeiten ausgehen möchte ich doch noch auf Wreck and Reference aufmeksam machen. Denn die sind ein kalifornisches Duo, dass Doom mit elektronischer Insturmentierung herstellt und das einzigartig.
Wreck and Reference - No Youth

Veröffentlicht am 18.09.2012 14:28:25 GMT+02:00
muffy666 meint:
Es wird ja teilweise die Ansicht verteten - die ich auch teile, dass Doom (Metal) streng genommen kein Subgenre von (Heavy) Metal ist, sondern ein mehr oder weniger eingenständiges Genre.

Was dafür spricht, ist der Umstand, dass Domm seinerseits wiederum in diverse Sub-Genres zu unterteilen ist.

Was definiert Doom jedenfalls? Langsames, getragenes Tempo (Ausbrüche sind erlaubt) und eine generell düstere Gesamtkonzeption. Es gibt keine Regeln für Gitarrensound und Gesang.

1. Die Ursuppe: Black Sabbath

2. Die einfachen Mehrzeller: Saint Vitus und Melvins, Obsessed, vielleicht Pentagram

3. "Classic / Epic Doom": Candlemass, Stillborn, Count Raven, Solitude Aeturnus, Trouble, While Heaven Wept

4. "Funeral Doom": Thergothon, Esoteric, Ahab, Skepticism, Shape of Despair (die ersten beiden jedenfalls)

5. "Doom Core": Crowbar, Eyehategod (eher aber: Sludge), frühe bzw. die erste Cathedral

6. "Retro Doom": Cathedral, Sahg (mit Abstrichen), das ganze Gefuzze wie Om, Sleep, Ufomammut (hat aber auch große Schnittmengen mit Stoner)

7. "Doom Death" frühe My Dying Bride, Anathema, Abruptum, vielleicht Neptune Towers, frühe Paradise Lost

8. Sludge: Down, Eyehategod (jeweils mit Einschränkungen), Soilent Green (mit erheblichen Einschränkungen), Floodgate (mja)

9. Drone: Sunn O))), Kyuss (mit Abstrichen), Electric Wizard, Lion Teeth of the Divine, Thorrshammer (ggf. auch Death / Funeral)

Naja, mehr fällt mir erstmal nicht ein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2012 14:36:34 GMT+02:00
Etheriel meint:
doom core = sludge
kyuss = stoner
electric wizard = allesvorallem stoner und klassischer doom aber kein drone
drone = ufomammut, kahnate, stumm, sunn o)))

Veröffentlicht am 18.09.2012 15:03:10 GMT+02:00
Auch Type O Negative kann man, wenn man möchte, in die Doom-Schublade stecken. Fälschlicherweise wurden sie ja oft zum Gothic Metal gezählt, vor allem wegen ihres Hits "Black No. 1", obwohl der ja eigentlich eine Persiflage auf die Gothic-Szene ist. Peter Steele selber hat als musikalischen Einfluss immer die Beatles und Black Sabbath angegeben, und tatsächlich hört man diese Einflüsse bei vielen Songs von Type O Negative heraus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2012 15:09:23 GMT+02:00
muffy666 meint:
Übers Fine-Tuning kann man sich ggf. streiten...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2012 15:09:31 GMT+02:00
rudi_mentär meint:
muffy666
Liest sich recht gut. Sehe es ähnlich wie du.
doc
Type O Negative, ist wieder so ein etwas schwieriger "Fall". Nach meiner Meinung, nicht klar einzuordnen, aber nichtsdestotrotz recht gut. :-)

Veröffentlicht am 18.09.2012 15:10:17 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 19.09.2012 21:48:15 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2012 20:37:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.09.2013 20:08:21 GMT+02:00
Etheriel meint:
über Kyuss lässt sich nicht streiten.

Zum Drone,
einer meiner Lieblingsdoomstile,
begann mit Melvins - Joe Preston EP und Lysol, das Ende der EP und der Anfang der CD, die nacher nur noch Melvins hieß, waren die ersten Drone Doom Songs, dann kamen Earth und machte das unglaubliche Earth 2. Drei Songs, ein endloses Dröhnen von hypnotischer Kraft. Wegen des Albums wird die Erfindung des Genres immer Earth zugeschrieben. Bis jemand mitzog dauerte es ein paar Jahre und die ersten wahren die Japaner Boris(nach einem Melvinssong benannt mit Amplifier Worship. Noch mal zwei Jahre drauf machten Sunn O))) daraus einen Begriff.
Ein paar Alben die man darüberhinaus kennen sollte:
Stumm - I
Sludge trifft Drone
Kahnate - Clean Hands Go Foul
Black Metal trifft Drone
Nadja - Excision (Best of)
Shoegaze trifft Drone
UFOMammut - Eve
Stoner trifft Drone
B*son - Negative Black
klassischer Doom trifft Drone
Teeth of Lions Rule the Divine - Rampton
Melvins trifft Drone

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2012 22:03:26 GMT+02:00
rudi_mentär meint:
Puhh...Drone. Da habe ich ja noch einigen Nachholbedarf. Kenne gerade mal Sunn O))) und UFOMammut, die finde ich allerdings sehr interessant.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 00:25:43 GMT+02:00
Etheriel meint:
Da Du eher für die harmonischen Sachen zu sein scheinst würde ich erstmal zu Nadja raten. Ein Einstieg wäre:

Excision
Eine Best of wobei der Begriff Best of missverständlich ist. Es ist ein kleiner Überblick auf einem Doppelalbum. Der auch nachkommende Alben vom Grundgedanken mit einbezieht. Während Sunn O))) einem künstlerischem Anspruch folgen und eine Musik machen die moderner Klassik nah kommt, und Kahnate oder Stumm einen brachialen Wust aus Lärm und Dröhnen produzieren, spielen Nadja und Methadrone einen warmen organischen Drone mit Shoegazeattitüde.
Grandios ist das Coveralbum When I See the Sun Always Shines on TV aber auch alles andere (zumindest soweit wie ich mich bis jetzt durchgearbeitet habe) ist erstklassige Musik. Wer auf solch einer Scheibe A-Ha verkehrt zu dem grandiostem Cover dass der Song je erleben wird (http://www.youtube.com/watch?v=zTdq-tMkayo) muss von mir einfach verehrt werden.
Das kanadische Ehepaar kooperiert Pausenlos mit anderen Bands wie Methadrone oder zuletzt mit Vampillia auf The Primitive World, einem epischen Erlebnis aus Piano und Drone.

Danach würde ich zu B*Son oder Asva raten. die einen(B*Son) sehr klassisch im Doom verhangen, die anderen eher spährisch veranlagt. Spannendes Erlebnis mit vielen Droneelementen sind auch Old Man Gloom sehr brachial und Sludgebeeiflusst von und mit Aaron Turner.
Ich hab noch elektronische Bands aus der Richtung wie Lotus Eaters und harmonisch Ruhige wie the Angelic Process.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 08:00:11 GMT+02:00
rudi_mentär meint:
Etheriel

Ja, du hast Recht. Die harmonischen Sachen liegen mir mehr. Habe deine Vorschläge alle soweit notiert, thx. Dennoch, bin ich nach wie vor, dem klassischen Doom-Metal sehr zugeneigt.
@ All
Werfe noch mal was in den Ring....

ANTHEMON aus Frankreich. Die beiden Alben "Dystopia" von 2004 und "Kadavreski" von 2005, gefallen mir sehr gut.
Auch das Album "Arcanes" (2003) von ihnen, ist recht gut hörbar.

Veröffentlicht am 19.09.2012 09:08:25 GMT+02:00
Etheriel meint:
tja so richtig klassische sind Blood Ceremony - Living With the Ancients, Orchid - Capricorn. Von den Klassikern selbst schwöre ich auf the Obsessed, deren selbstbetiteltes Debüt ist alles was ich von ner klassischen Doom Band erwarte, evtl liegt das n Wino, entsprechend halte ich auch das kreuz und quer beeinflusste Supergroupalbum Shrinebuilder für eines der besten Doomalben der letztn 5 Jahre.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 09:27:07 GMT+02:00
rudi_mentär meint:
Ja, die Blood Ceremony und die Shrinebuilder, habe ich hier bei mir stehen :-)
Orchid, ist nicht so mein Ding. Die nähe zu Black Sabbath ist mir bei denen zuuuu nahe...!!
Von THE OBSESSED, habe ich die "Lunar Womb". Ist aber m.E. relativ wenig Doom dabei. das Debüt von denen kenne ich nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 09:39:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.09.2012 09:40:24 GMT+02:00
Ufomammut finde ich auch noch ganz gut, aber Sunn O))) sind so überhaupt nicht meins. Manche Sachen von denen (die extremeren, die eigentlich nur aus Brummen und Rückkopplungen bestehen) würde ich noch nicht einmal wirklich als Musik bezeichnen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 09:46:58 GMT+02:00
rudi_mentär meint:
Doc,

ja, Ufomammut gefällt mir teilweise recht gut, bei Sunn O habe ich auch Schwierigkeiten. Finde sie zwar interessant, habe aber keine von denen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 09:48:43 GMT+02:00
muffy666 meint:
Aha, du hast also hier die Deutungshoheit gepachtet oder was?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 10:25:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.09.2012 11:21:26 GMT+02:00
Etheriel meint:
Wegen Kyuss?
Ne, aber im ernst die wurden noch nie als Drone bezeichnet oder gedeutet. Sie sind mit Fu Manchu die Vorzeigeband des Palm Dessert Stoner, da gibt es nichts dran zu deuteln.
Kyuss sind immer schon die Definition des Palm Dessert Stoner Rock gewesen. Für mich ist Welcome to Sky Valley das beste Album.

Zu Sunn O)))
ich mag das so. Sehr verkopft sind die, dass stimmt schon doch dieser Kunstansatz ist ewas schwierig, aber wie schon im Progfred, ich mag ja auch Mr. Bungle und John Zorn, Sunn O))) liefern für mich etwas ähnliches aus der entgegengetzten Richtung. Langsam, düster, verzerrt - Industrial und Dark Ambient beeinflusst.
Ich steh aber auch auf Doom Jazz wie die frühen Bohren und der Club of Gore... da findet sich dass auch wieder nur ohne Amp.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 11:19:47 GMT+02:00
Etheriel meint:
Für den Fan klassischen Dooms:
Witchcraft - Witchcraft
Für einen Pentagram-Tribut-Sampler gegründet war das Debüt das beste und klassischste Album der Band, hinterher nahmen die Stoneranleihen zu.
Orodruin - Epicurean Mass
und Reverend Bizarre - III: So Long Suckers
beides neuere Bands die klassischen Doom recht gut bedienen.

Veröffentlicht am 19.09.2012 23:57:51 GMT+02:00
Funeral Doom meint:
Der Auflistung von "muffy666" ist nicht schlecht, nur fehlt halt vor den (zweifelhaft hochgelobten) St. Vitus noch ein Mitbegründer der Stilrichtung: Witchfinder General mit ihrer ersten EP "Soviet Invasion" und dem ersten Longplayer "Death Penalty"!

Schade ist, dass einige der interessantesten Vertreter der Richtung einfach wegen unzureichender Performance sang- und klanglos untergegangen sind, wie z. B. Dolorian, die einen extrem eigenen Stil haben (auch wenn sie vielleicht ein wenig von "Monumentum" übernommen haben), aber gerade die letzte Scheibe "Voidwards" ist absolut böse und eigenständig, eine Art Halbakustic-Psycho-Doom!

Neuer Meilenstein im Epic-Doom-Death : Doomed - The Ancient Path ------------ absoluter Killer, ein Zwischending aus gaaanz alten Paradise Lost, Candlemass und Beyond Belief!

Für Fans des Melodic-Doom dürfte The Foreshadowing sehr interessant sein - Sänger Marco Belevento klingt im Übrigen wie die Metal-Version von Dave Gahan (Depeche Mode), sehr interessante Kombination.

Wer den hochmelodischen Slow-Doom ala Warning bevorzugt, ist mit Pallbearer - Sorrow And Extinction gut beraten.

Erfreulich ist, dass die Doom-Bands mit Sängerin immer bessere Scheiben vorweisen können: Witch Mountain - Cauldron Of The Wild oder The Wounded Kings - In The Chapel Of Black Hand!

Weitere (Geheim) Tipps:

(Echo) - Devoid Of Illusions, Saint Ivo - Doomestication, Oyabun - Gods And Dogs, Oxist - Unveiling The Shadow World, Obsidian Sea - Between Two Deserts, Morito Ergo Sum - Moonchild, Towards Darkness - Barren, Hooded Menace - Alle Scheiben, The Liquescent Horror - A Funeral For Things Undying, ... und Wraith Of The Ropes - Ada

Was Sunn O))) (wer die Band mit moderner Klassik vergleicht, KANN irgendwas nicht verstanden haben, sorry) bzw. Drone allgemein angeht, gebe ich Doc Pain recht: Es "IST" über weite Strecken keine Musik. Wer aber auf völlig abstrakte Soundcollagen und Gedröhns steht, meinetwegen (man hört solche Geräusche auch oft mal beim Zahnarzt).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2012 00:29:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.09.2012 14:49:04 GMT+02:00
Etheriel meint:
Ob Sunn 0))) nun Ideen aus moderer Klassik bzw. Avantgarde entsprechen oder garkeine Musik machen, nun da scheiden sich dann tatsächlich die Geister. Kolaborationen mit Industrial und Noise größen wie Nurse With Wounds und Merzbow spricht allerdings ebenso wie die Jazz- bzw- Fusionbeeinflussten Nummern für einen Ansatz der Neodada oder John Cage nahe kommt. Es geht um das Schaffen einer akusitischen Geschichte, mehr als Earth, die eine meditative Atmosphäre schufen, schaffen Sunn 0))) eine Geschichte. Kahnate hingegen schaffen einen morbiden Abgrund, Stumm einee wütende Hölle... das alles immer auf der Suche nach Amosphäre nur Sunn 0))) wurden von Album zu Album mehr und mehr zu einem Kunstprojekt.
Jemand für den Fantômas - Delirium CordiaMusik ist, für den sind es auch Sunn O))) und wer sich mit John Cage und/oder Alban Berg beschäftigt hat weiß welchen künstlerischen Anspruch ich meine wenn ich von moderner Klassik bei Sunn 0))) spreche.

Aber sei es drum, Witchfinder General hatte ich bereits erwähnt, war ne sehr gute Black Sabbath Kopie.

Ich hau noch einen hinterher, meiner Rezi zu Monoliths and Dimension:

Irgendwo hab ich mal gelesen Drone Doom sei keine Musik für Musikliebhaber sondern für pseudointellektuelle Kunstschwätzer die sich das Album kaufen, ein Mal einlegen und danach nur noch aus dem Schrank ziehen um vor gleichgesinnten Freunden oder dummdödeligen Kunstgeschichtestudentinnen auf dicke Hose zu machen. Ganz so war es nicht formuliert, aber es war gemeint. Drone ist sicher keine Alltagskost für Jedermann, es ist kein Rock und auch kein Metal obwohl es immer in den Metal gestellt wird.
Drone ist letztendlich ein Avantgardestil und Sunn O))) eine Avantgardeband, daher mag diese (Kunstk'cke-)Beschreibung manchmal Sinn machen, aber wenn man über diesen Poserstatus mal hinwegkommt und darin tatsächlich Musik entdeckt heissen einem Earth, Boris und Sunn O))) willkommen und man gewinnt vielleicht etwas daran. Denn Drone ist nicht einfach nur Kunstk*cke, es ist der bittere und düstere Tiefpunkt des Doom der bei Sunn O))) bereits den Metal hinter sich gelassen hat und Sunn O))) gehören mit den anderen beiden Bands zur Speerspitze des Drone. So sind Sunn O))) wie zu erwarten: langsam, schwerfällig und oft übersteuert.
Auf Monoliths & Dimensions kommen etliche Bläser und Streicher sowie Chöre und allmögliche Effekte hinzu. Attila Csihar(Mayhem) liefert einen Spoken Words Teil in Aghartha. Big Church ist durchzogen von düsteren Chorälen die mich an Passagen aus dem Fantômasalbum Delirium Cordia erinnern. Soundtrackartige Gebilde die an einen bestimmte Form des Horrorfilms der späten 1970er denken lassen sind beinah allgegenwärtig. Und doch geht es letztendlich hauptsächlich um zellebierte Langsamkeit und eine anhaltende düstere Drohgebärde, auf Drums verzichten die beiden, Tempo benötigt die Band ohnehin nicht, Bass erzeugen die Gitarren genug und so ist das eigentliche Bandkonzept schon aufgelöst. In vielen Kritiken wurden Jazz und Klassik in diese extreme Mischung hineininterpretiert und der Band sowie dem Album angedichtet. Naheliegend empfinde ich auch Dark Ambient und Ritual aus dem Post-Industrial-Umfeld. Doch auch Jazz und Klassik sind nicht verkehrt, wenn man Bedenkt, dass Sunn O))) einen Song nach Coltranes Witwe benannten(Alice), man in diese Musik auch Miles Davis Bitche's Brew zu vernehmen meint und Eyvind Kang(John Zorn Kollaboratör) sich beteiligte. Das alles sollte zumindest als Indikator dafür dienen, dass Sunn O))) einfach mehr sind als eine Band die einen möglichst bösen Eindruck machen will. Aber, dass will Sunn O))) vielleicht auch. Sie sind die Perfekt inszenierte und zellebrierte Langsamkeit mit einem Fuß in der Tür zur Kunst ohne je Langeweile zu verbreiten oder zu sehr in die Kunstecke zu rutschen. Sie sind immer noch eine Band die auf ihre Art das Haus rocken wollen. Zumindest für mich schaffen sie das auch, aber ich bin auch ein Doom-Fan.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2012 09:20:12 GMT+02:00
Eine Aussage kann ich widerlegen: ich besitze "The Director's Cut" von Fantômas. Das Album mag ich, Sunn O))) hingegen sind für mich dennoch, wie gesagt, teilweise nicht einmal richtige Musik.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2012 14:44:17 GMT+02:00
Etheriel meint:
die directors ist das simpelste album von fantômas, da sind richtige songs vorhanden. das andere zeug ist mehr avantgarde.

Veröffentlicht am 20.09.2012 14:49:43 GMT+02:00
Etheriel meint:
ich hab das mal in Delirium Cordia oben geändert, war dass Album auf das ich mich eigenlich beziehen will.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2012 15:01:03 GMT+02:00
Stimmt wohl; die anderen Sachen gefallen mir auch nicht wirklich.
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