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Lorin Maazel


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1-25 von 53 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.02.2009 10:03:40 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2009 10:04:23 GMT+01:00
Thomas Koller meint:
Hallo,

als Überschrift für das neue Thema genügt der Name des Künstlers. Lorin Maazel ist sicher allen Leuten, die an klassischer Musik interessiert sind, bekannt. An mir ist er allerdings fast vorübergegagen, d.h. ich besitze nur wenige Aufnahmen von ihm, wenngleich ich ihn im Alter von 12 Jahren mit dem Symphonierorchester des BR live erlebt habe.
Mir wird erst jetzt so richtig bewusst, welch ein hervorragender Dirigent Maazel ist. Vor allem seit November 2008, als ich mir aus der Reihe Focus Edition "Die großen Sinfonien" seine Einspielung der 8. und 9. Sinfonie von Dvorak gekauft habe. Ich finde diese Aufnahme genial. Um mehr von ihm zu hören, habe ich mir gestern die Gesamtaufnahme der Mahlersinfonien mit den Wiener Philharmonikern bestellt.
Was können andere Forumsmitglieder über Maazel schreiben? Über Beiträge und CD-Empfehlungen würde ich mich freuen.

Thomas

Veröffentlicht am 19.02.2009 11:25:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2009 12:34:38 GMT+01:00
IP meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2009 14:32:04 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2009 00:57:27 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2009 15:18:10 GMT+01:00
IP meint:
Das stimmt. Das beste von Maazel war in einem 8-CD Box "Original Masters" vorhanden, bei DGG vor 4-5 Jahre erschienen und seitdem spurlos verschwunden. Da gibt es den Mendelssohn, recht guten Beethoven (5&6), Schubert, Respighi, russiche Musik usw.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2009 16:16:07 GMT+01:00
Abgesehen von den Mahler-Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern, die die CBS-Techniker wohl mit Schmierseife behandelt haben, bin ich über viele Maazel-Einspielungen sehr glücklich. Ja-leider nicht so sehr über die Strauss-Serie mit dem SOdBR, obwohl "Ein Heldenleben" durch Maazel eine klanglich unglaublich ausbalancierte Darstellung erfahren hat.

Maazel als Musik-und Orchesterdomteur mit stets hellwachem Klangsinn hat mir schon so manches aufregende, prickelnde Hörerlebnis beschert.

Veröffentlicht am 19.02.2009 17:54:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2009 17:55:48 GMT+01:00
C.D.Ward meint:
Maazel verdanke ich seit den 80ern viele schöne Berliner Konzerterlebnisse (Dvorak, Sibelius, Bruckner). Auf CD halte ich seine frühe (1973) Cleveland-Aufnahme von Prokofievs "Romeo und Julia" für unverzichtbar - fulminant und hochvirtuos. Sehr schön auch Strauss' "Till Eulenspiegel" in der Aufnahme mit dem Philharmonia Orchestra (1980).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2009 18:24:54 GMT+01:00
Thomas Koller meint:
Also doch auch positive Beiträge. Ich hatte schon befürchtet, ich sei der Einzige, der Maazel gut findet. Meist hört man ja nur die Standardkritik: Er macht alles zu perfekt, das Dirigieren fällt ihm zu leicht. Warum ist er nie Chef der Berliner Philharmoniker geworden? Mit Abbado waren die Philharmoniker nämlich auch nicht so zufrieden. Abbado hat angeblich den Vertrag nicht verlängert, da er damit rechnete, das Orchester würde den Vertrag nicht verlängern.

Veröffentlicht am 19.02.2009 20:29:51 GMT+01:00
Serse53 meint:
Maazel hat in seiner Frühzeit einige sehr gute Aufnahmen gemacht:
- die Ravel-Opern (immer noch unerreicht)
- Prokofieff: Romeo und Julia (immer noch die beste Aufnahme die ich kenne)
- Puccini: La fanciulla del west
- Franck: Symphonie
- Strauss: Don Quixote
- Verdi: Luisa Miller
und dann noch die bereits erwähnte 8-CD Box "Original Masters" bei DGG

Spätere Aufnahmen sind dagegen sehr abgefallen: ich kenne den kompletten Mahlerzyklus von ihm nicht (nur die 1., 9. und 5. Sinfonie) - gegenüber den Zylken von Solti, Bernstein, Gielen, Abbado oder Tennstedt (das sind die, die ich besitze) fallen diese Sinfonien weit ab. Auch seine Johann-Strauss-Aufnahmen sind nicht unbedingt schlecht, aber gegen Carlos Kleiber und Nikolaus Harnoncourt besteht doch ein gewaltiger Qualitätsunterschied.
Fazit: Was so in den letzten 20 Jahren von Maazel herauskam war eigentlich im Großen und Ganzen nicht unbedingt zu empfehlen.

Veröffentlicht am 19.02.2009 20:51:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.02.2009 16:54:20 GMT+01:00
Auch ich kann und möchte nicht in den üblichen Reigen derer, die einmal formulierte (Vor)Urteile lediglich tradieren, mit einstimmen und sagen, dass ich meistenteils von Einspielungen Maazels angetan bin. Das gilt natürlich nicht für alle - aber welcher Dirigent kann schon alles...?

Ich mag besonders die Sibelius-Einspielungen aus Pittsburgh, seine "Symphonie fantastique" aus Cleveland, die "Traviata" und die "Carmen" aus Berlin. Ach ja: Nicht vergessen sollte man auch die exquisite Einspielung des Strawinskyschen Feuervogels mit deem RSO Berlin.

Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte ich Maazel live mit dem New York Philharmonic erleben. Es gab u.a. eine ausgesprochen überzeugende Darstellung von Mahlers 5. Das machte schon Eindruck.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2009 08:37:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.02.2009 08:38:15 GMT+01:00
Hallo,

kennt einer noch Maazels frühe Aufnahme von Händels Wassermusik und Feuerwerksmusik mit dem RSO Berlin? Diese Aufnahme wurde in den 60er Jahren sehr promotet und als LP für 5 Mark verkauft.
Diese Aufnahme war in seinem Interpretationsansatz der Zeit weit voraus und nahm vieles vorweg, was die historische Aufführungspraxis später hören ließ.
Auch ein Verdienst von Maazel, dem ich sonst nicht so zuneige.

Veröffentlicht am 20.02.2009 12:38:13 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 20.02.2009 17:17:47 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2009 13:32:19 GMT+01:00
Maazels Sibelius aus Pittsburgh, nicht aus Philadelphia !

Für ganz und gar unverzichtbare Aufnahmen halte ich die Tschaikowsky-und Sibelius-Zyklen mit den Wiener Philharmoniken/Decca. Leider sind Maazel die 6. Tschaikowsky und die 4. Sibelius weniger gelungen, aber darüber kann ich getrost hinwegsehen angesichts des fulminanten Gesamteindrucks dieser herrlichen Einspielungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2009 18:37:18 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2009 00:57:57 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2009 19:14:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.02.2009 19:44:59 GMT+01:00
Lieber Haydnfan, das freut mich, dass Sie mit mir an einem Strang ziehen. Können Sie sich noch erinnern an die damalige Decca-Präsentation "Super Sound Stereo"? Solches wäre heutzutage recht angreifbar-um nicht zu sagen "anrüchig". Die Decca-Techniker haben in den 60er Jahren jedoch wahre Heldentaten vollbracht, die sich besonders nachvollziehen lassen in den zitierten Maazel-Aufnahmen von Tschaikowsky + Sibelius. Wenn ich dagegen beispielweise die jüngsten Tschaikowsky-CDs mit den Wienern unter Gergiev höre, wird mir schlecht.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2009 22:31:14 GMT+01:00
Havauka meint:
Hallo,

ich bin kein sonderlicher Maazel-Fan. Mir fehlt oft bei aller klanglichen Perfektion die musikalische Ausarbeitung der Werke. Da ist mir der Karajan in vielen Dingen lieber.
Eine sehr schöne CD mit Lorin Maazel ist das Neujahrskonzert von 1996. Diese höre ich mir zur Zeit sehr oft an und finde immer mehr Gefallen an ihr.

Veröffentlicht am 21.02.2009 10:07:54 GMT+01:00
Thomas Koller meint:
Als Themenstarter möchte auch ich meine Einschätzung zu Maazel schreiben. Ich halte ihn für einen Top 10 Dirigenten von den derzeit Aktiven ( Karajan, Bernstein etc. rechne ich nicht mit). Mein Lieblingsdirigent ist Mariss Jansons. Sehr gerne habe ich auch James Levine, Valery Gergiev und Riccardo Chailly. Also durchaus Dirigenten mit unterschiedlichen Ansätzen. An Maestro Maazel würde ich folgende Worte richten: Etwas mehr Gefühl schadet nicht!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.02.2009 13:18:08 GMT+01:00
Thilo Grimm meint:
Hallo Herr Koller,
kennen Sie die Ravel Einspielungen von Maazel und den Wiener Philharmonikern bei BM
G/RCA? Dort zeigt er wirkliches Gefühl und Sentiment in impressionistischem Klangrausch. Große Empfehlung:)

Veröffentlicht am 22.02.2009 09:37:20 GMT+01:00
Thomas Koller meint:
Danke für diesen Tipp. Ein mir bekannter Berufsmusiker hat mir erst gestern erzählt, dass Lorin Maazel durchaus gefühlvoll dirigieren kann, nur es liegt halt am Reportoire. Interessant, dass ich jetzt gleich zwei gleiche Auffassungen in so kurzer Zeit zu Gehör bekomme.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2009 21:45:46 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.02.2009 21:52:04 GMT+01:00
rumble meint:
Blödsinn. Gucke aus dem Fenster: sehe keinen Schnee. Ebensowenig sehe ich keinen Mavrinsky hinter Maazel. ad haydnfan-

Veröffentlicht am 23.02.2009 14:04:43 GMT+01:00
ThoJa meint:
Prächtige und glutvolle Alternativen zu den etwas "gelackten" Strauss-Einspielungen mit dem SOBR stellen die meiner Meinung nach sehr gelungenen DG-Einspielungen von "Also sprach Zarathustra", "Sinfonia domestica" und "Macbeth" mit den Wiener Philharmonikern sowie der Live-Mitschnitt mit Strauss-Werken aus New York (ebenfalls DG) dar.

Veröffentlicht am 23.02.2009 14:08:43 GMT+01:00
ThoJa meint:
Und fast hätte ich noch vergessen, auf die wirklich zündenden Gershwin-Einspielungen mit dem Cleveland Orchestra aus dem Jahre 1975 hinzuweisen: Rhapsody in Blue, An America in Paris und eine mitreißende Cuban Ouverture. Auch die Einspielung von "Porgy and Bess" soll lt. Kritik sehr gut sein. Ich persönlich kenne sie nicht.

Veröffentlicht am 23.02.2009 18:39:31 GMT+01:00
Serse53 meint:
Stimmt.
Da muß ich meine Liste mit guten Aufnahmen Maazels ergänzen:
"Porgy and Bess" ist eine hervorragende Maazel-Aufnahme

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.02.2009 20:04:29 GMT+01:00
gemi-b meint:
hallo herr gumpert,
ich kenne diese maazel-aufnahmen und möchte eine weitere, hochgelobte und nach wie vor gültige hinzufügen:
bachs h-moll-messe mit dem rso - eine glanzleistung, leider in keiner cd-inkarnation.

Veröffentlicht am 02.03.2009 20:11:19 GMT+01:00
Rautho meint:
Unbedingt zu empfehlen ist Maazels eigene Version von Wagners "Ring des Nibelungen", der sog. "Ring ohne Worte", gespielt von den Berliner Philharmonikern. Leider gibt es keine Wagner-Gesamtaufnahmen dieses Dirigenten, der der erste Amerikaner war, der in Bayreuth dirigiert hat. Ich selbst habe wunderbare Aufführungen von "Tannhäuser" sowie eine konzertante
"Walküre" an der Wiener Staatsoper in den frühen achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts unter Maazel gesehen bzw. gehört; leider alles nicht auf CD festgehalten. Zu empfehlen sind seine Aufnahmen von Tondichtungen von Richard Strauss mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2009 22:47:33 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 07.03.2009 15:45:48 GMT+01:00]
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