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Karajan erneu(er)t


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1-15 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.06.2014 09:08:28 GMT+02:00
Warner sortiert als Erbe der EMI deren Karajan-Aufnahmen neu. Auf allen Boxen steht der Hinweis auf ein neues Remastering. - Hat jemand diese Aufnahmen schon? Hat sie jemand vielleicht schon einmal mit der alten EMI-Edition verglichen? Gibt es wirklich eine klangliche Verbesserung?

Veröffentlicht am 25.06.2014 17:05:30 GMT+02:00
Hallo,
habe die Sibelius-Box. Der Klang - besonders des Blechs und der Pauken (!!) - ist gewaltig, gelegentlich etwas künstlich aufgefächert (Stellung der Mikrofone). Leider kann ich die CDs nicht mit Originalen vergleichen. Die Interpretationen der Sinf. Dichtungen und späten Sinfonien sind jedenfalls z.T. großartig, der Text des schönen Box-Booklets setzt sich durchaus kritisch mit Karajans Erbe auseinander. Bei dem Spottpreis kann man ohnehin nichts falsch machen...!?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2014 08:41:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2014 08:42:34 GMT+02:00
Hallo,

ich habe mir vor Jahren die Jubiläumsedition aller EMI-Aufnahmen Karajans gekauft. Das Remastering der Aufnahmen reicht von Anfang der Neunziger bis, damals aktuell, 2008. Warner hat diese Box halt nicht einfach neu aufgelegt, sondern portioniert sie nun. (Ich hätte es bei der neuen Sibelius-Box übrigens besser gefunden, wenn die alten Philharmonia-Aufnahmen zusammen mit den Berliner-Einspielungen 'ediert' worden wären - dann könnte man vergleichend hören.)

Warner gibt auch bei der Wiederauflage von Straussens Sinfonischen Dichtungen unter Kempe (Staatskapelle Dresden 1972ff.) ein neues Remastering an. Mißtrauisch wie ich bin, vermute ich allerdings, dass es sich eher um einen 'Verkaufstrick' handelt.

Ich lasse mir aber gerne auch Positives berichten...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2014 21:44:10 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Ich hatte selbst noch keine Gelegenheit die neualten Kempeschen Straussdeutungen zu hören, allerdings habe ich gelesen, dass die neuen Aufnahmen so gut sein sollen, dass es mit den alten eher verwaschen klingenden Aufnahmen gar kein Vergleich ist. Kann stimmen, muss aber nicht. Ich werde mich gelegentlich der Sache mal annehmen.

Veröffentlicht am 30.06.2014 00:01:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.06.2014 02:20:17 GMT+02:00
Fidelio meint:
Sollten von Warner für hochwertige Remasterings wirklich die nötigen Mittel für Toningenieure u. Gesangs-/Orchesterexperten bereitgestellt werden, wo doch angeblich die nötigen Kauf-Interessenten gar nicht vorhanden sind?

Am 16.Juli jährt sich der 25.Todestag Karajans. Die DG-38CD-Symphonien-Edition für 40 Euro wieder aufgelegt – trotz der dürftigen Aufmachung ein enormes P-L-Verhältnis und annehmbare Remasterings. Aber wer braucht die 60er und 70er-Jahre Boxen (DG) – mit programmatischen Aufspaltungen auf die Boxen (z.B. der Tschaikowsky-Balettsuiten u.a.)?

“Inflation“ von neuen Dirigenten-Alles-Boxen: Haitink (von ehemals Philips-Aufn. -> Decca), Jochum, Fricsay, Bernstein (DG), Abbado (DG u. Sony), Zinman, Böhm u.v.m. Man fragt sich, wer soviel aus einer Hand möchte. Bei Abbado auch noch fehlende Luzerner Aufnahmen.

Remasterings wurden schon häufig durch die Bit-Maschinerie zugesetzt.
Wenige Beispiele für nicht empfehlenswerte (Über-)Digitalisierungen:
Karajan-Planets->Karajan Gold
Karjan-Shostakovich->Karajan Gold(klanglich verwässert und feiner/transparenter aber ohne wirkungsvolle künstlerische Akzente im Vergleich zur Erstausgabe)
Levine-Zauberflöte (RCA)->Zauberflöte (Sony)feinerer Orchesterklang bei Sony (ohne Aufwertung der künstlerischen Aussage), aber die Stimmen sind von RCA hinüber zu Sony ein Schatten ihrer selbst geworden (kein Gesangsexperte im Studio?, eine Solistin äußerte Missfallen)
Orff-Blomstedt->Orff-Eloquence(in der originalen Decca-Ausgabe Orchester scharf/genau, mit Ambient-PseudoSurround verwaschen – egal mit wievielen Lautprechern)
Davis-Zauberflöte->Präsent-Mozart Klang etwas verwaschen + Dialoge entfernt

Eine arge Verwandlung hat z.B. der Kölner Bruckner-Wand-Zyklus erfahren: Ein voller, leicht dunkel gefärbter, sehr romantischer Streicher-(Wohl-)Klang bei EMI/deutsche harmonia mundi und exakt wirkende Orchestereinsätze sind bei RCA einem relativ dünnen, sehr viel helleren, sachlichen Klangeindruck gewichen, wobei man nun hier und da Intonationsungenauigkeiten wahrnimmt. Die Toningenieure waren in der Lage, die Atmosphäre und den künstlerischen Ansatz radikal in eine strenge “Sachlichkeit“ umzukehren. Bei EMI/deutsche harmonia mundi überschlugen sich die Kritiker mit Superlativen, aber auch der RCA-Zyklus wurde empfohlen. Bei Sony hat man den Klang gegenüber RCA verfeinert und abgemildert. Die Erstausgaben (EMI/DHM) bleiben “beindruckend“.

Ich bevorzuge zurzeit ausgewählte, gute Aufnahmen in Originalausgaben, die man über Market-Place beziehen kann. Auch deshalb, weil ich aus den Alles-Boxen relativ weniger höre.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2014 22:40:19 GMT+02:00
gemihaus meint:
tja, ja, lieber fidelio, in unsren modernen zeiten digitaler und digital manipulierter reproduzierbarkeit sind wir schon arg auf unsre musikalischen kompetenzen und
hörerfahrungen angewiesen und >die alten platten<, den unbestechlichen vergleich.
jedoch, wer will das heute noch, wenn's multimedial gestreamt und ganz easy rüber-
kommt-? immerhin, man findet doch auch bei i-t-google und co. raritäten, die schon längst nicht mehr im cd-hardware-format erhältlich sind.
times are changing, digitally.

Veröffentlicht am 02.07.2014 09:01:19 GMT+02:00
creator meint:
Hier ist alles was wichtig vorhanden: egal ob Mono oder Stereo: es ist gut musiziert; die Klangqualität ist gut genug. Alles zu einem Preise der unschlagbar ist. s. Herbert von Karajan - 1938-1960 Collection

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.07.2014 09:24:15 GMT+02:00
Nur so nebenbei: Die neu remasterten Strauss-Aufnahmen mit Kempe sind wirklich entschieden besser, als die Vorgängerausgaben und man wundert such, warum die Aufnahmen nicht gleich so klingen konnten.

Veröffentlicht am 04.07.2014 00:26:12 GMT+02:00
gemihaus meint:
> nur so nebenbei:
wer nur den beckenschlag im >till< des emi-cd-originals kennt, hört, was remastering verschlimmbessert.
wer da entschieden besseres hört im neuen warner-, dem alten emi-remastering, kann nur gehörgeschädigt
sein oder dem ganzen pr-gedöns verfallen. sorry.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.07.2014 09:28:47 GMT+02:00
Blödsinn, gemihaus,
mal wieder eine so unreflektierte Attacke gegen andere Meinungen und der Gipfel der Arroganz der eigenen. Sorry!
Hören Sie doch mal hin - ohne Vorurteile.
Ich bin da auch kritisch, doch beim Kempe/Strauss ist der Klangfortschritt unüberhörbar.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.07.2014 23:37:57 GMT+02:00
gemihaus meint:
dear martin,
ganz ohne vorurteil, die warner-comp. hat sich die emi-comp. eingekauft, und die
warner leute haben die emi-aufnahmen, wie die kempe-strauss-restaurierten nochmal
restauriert und sie nunmehr preiswert auf den markt geworfen, weil sie sich dann noch besser klingend billiger verkaufen lassen, ok.
nur, das glaube und höre ich auch nicht, ganz ohne vorurteil resp. arroganz des
andersmeinenden - wenn sie mit den warner-ausgaben zufrieden sind, ist das doch
ok, aber suggerieren sie doch nicht den unwissenden eine neue qualität, die kenner
sowieso nicht überzeugt. höre: beckenschlag! sorry.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.07.2014 09:51:48 GMT+02:00
Lieber gemi,
lassen wir's gut sein und jedem seine Meinung. Ich wollte nur anderen Musikfreunden meine Höreindrücke vermitteln. Und die waren nun mal so wie beschreiben.
Schönen Tag noch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.07.2014 19:57:22 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Hören sollte man schon ehe man ein solches Urteil äußert. Warum sollte alles immer schlechter werden?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2014 19:29:00 GMT+02:00
haydnfan meint:
Hi,ich stimme denen zu,die durch die ewigen "Bearbeitungen" der Analogbänder eine Verschlimmerung des Klangbildes erkennen,für mich oft bei Klemperer-Aufnahmen der emi zu beobachten,die Ausgaben von circa 1988-1992 klingen für mich super,eben nur digitalisiert,alles weitere ist dann für mich beinahe schon Verfälschung des Dirigentenwillens,warum nicht nur NONOise-Verfahren,wie bei Ausgaben bei Berlin Classic(Bänder werden von Klicks,Dreck etc.)befreit,z.B. die gesamte Corona Reihe:Herbig(Brahms)Garaguly(Sibelius)etc.-Klemperer regte sich schon auf,als er erfuhr,Sätze werden zusammengeschnitten(aus z.B. drei Einspielungen des ersten Satzes der 4.Schumann):"Lotte,ein Schwindel."Unabhängig davon,er war 1885 geboren und man könnte meinen,er durchschaute die Aufnahmetechnik nicht mehr,er meinte aber schon durchs Zusammenfügen wird sein Wille verfälscht,-was würde er bei sog.24 bit Remasterbändern wohl rufen?-Ich versuche in der Regel die erste Digitalausgabe zu erstehen,wenn eben auch gebraucht!Es grüßt alle bei dieser Hitze haydnfan.Ach ja,ein für mich tolles Karajan Dirigat ist der Livemitschnitt der Lucia mit der Callas von 1955,erste emi CD-Ausgabe(1991) klingt für Live herrlich,was will man bei solch Dirigat noch bearbeiten?-für die Ewigkeit!!!!!,schreibt jemand der Karajan nie mochte!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.07.2014 19:00:21 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Allerdings ist die Sachlage etwas anders. Die Originalbänder, so noch vorhanden, waren häufig noch nie veröffentlicht, weil sie sich mit ihrer großen Dynamik in Analogzeiten nicht für eine Veröffentlichung eigneten. Sie waren daher für die Veröffentlichung auf Schallplatte auch schon bearbeitet, "gemastert". So wurde z.B. die Dynamik wurde in aller Regel reduziert, da sonst die leisen Passagen im Störgeräusch untergehen würden. Natürlich gibt es auch bei digitaler Wiedergabe Zumutungen, Stichwort „Loudness war“ und Artefakte bei MP3. Allerdings dürfte die "bessere" Klangqualität der LP in erster Linie auf nostalgische Gefühle zurückzuführen sein, wobei es auch gut klingende Schallplatten geben soll.
Weitere gar nicht mal einseitige Informationen z.B. bei http://www.hifiaktiv.at/?page_id=184
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Erster Beitrag:  25.06.2014
Jüngster Beitrag:  07.07.2014

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