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Bayreuther Festspiele


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1-25 von 122 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.07.2012 14:03:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.07.2012 19:34:23 GMT+02:00
Fidelio meint:
Hallo,

was würden Sie von den Bayreuther Festspielen erwarten?

Etliches hat sich geändert, allein seit ich 2004 in Bayreuth den Jürgen-Flimm-Ring erleben durfte (Dirigent Adam Fischer, Gesamtleitung Wolfgang Wagner). 2004 hatte ich einen insgesamt guten Sängereindruck, v.a. von Evelyn Herlitzius als Brünnhilde, die ich später an der Deutschen Oper hörte. Auch sonst mit dem detailreichen Bühnenbild zunächst nicht ganz zufrieden, habe ich im Nachhinein doch ein besonderes Ereignis in Erinnerung.
Jetzt habe ich wieder Karten bekommen, für Tannhäuser (Thielemann, Regie Baumgarten) und Parsifal (P. Jordan, Herheim) - woraus sich die derzeitige Wartezeit von 8 Jahren, in der man Karten bestellen musste auch wenn man sie nicht erhielt, ableiten lässt. Es könnte bei e-bay schneller geh'n, soll aber eigentlich absolut unterbunden werden (Ausweiskontrolle realistisch?). Die Preise sind schon merklich geklettert, auch wenn es (für Festspiele) keine besonders teuren sein sollen.

Kaum hatte ich bisher Zeit mich mit den aktuellen Ausführenden zu beschäftigen (bis auf die Namen von Kwangchul Youn u. Clemens Bieber kenne auf Anhieb keine Sänger, keinen Regisseur).

Geht das sängerische Niveau eventuell weiter zurück? Vor einiger Zeit war ich über ein Recital mit Albert Dohmen (Esprit/Arien) eigentlich 'entsetzt'. Besser Robert Dean Smith: Wagner Porträt, der jetzt den Tristan gibt.

James Levine wurde in den 90er Jahren wegen eines hochemotional dirigierten (Adrenalin-)Ringes gefeiert - ganz im Gegensatz dazu sein DG-Ring eher in behaglicher Wohnzimmeratmosphäre. Giuseppe Sinopoli als feinsinniger Wagner-Dirigent, aber die Bayreuther Ton-und Videodokumente wurden nur 1 x im Rundfunk oder Arte ausgestrahlt, d.h. im Gegensatz zu Thielemanns Ring, den ich nicht kenne, zurückgehalten.

Haben Aufführungen aus Weimar, Hamburg (Götterdämmerung), Frankfurt am Ende Vorrang? Allein in meiner Nähe Wagner-Projekte vielerorts (Berlin, Leipzig, Halle-Ludwigshafen, Dessau, ...). Vielleicht wird es meine letzte Bestellung in Bayreuth.

Veröffentlicht am 09.07.2012 18:04:16 GMT+02:00
Brasier meint:
Was Heute in Bayreuth singt, tut es überall, und seitdem die Wagnersisters dort
ein Wagnerfastfood der Regisseure gemacht haben, und das Bayreuther Haus
von einigen Ärzten im AUGUST mit 45 Grad Innentemperatur verschrieben wird zum
Abspecken, lohnt sich das alles wohl nicht.

Veröffentlicht am 09.07.2012 18:32:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.07.2012 18:33:26 GMT+02:00
IP meint:
Von den Bayreuther Festspiele erwarte ich neue Veröffentlichungen von Aufnahmen aus der 50 Jahren, wie es bereits mit Keilberth und Krauss geschehen ist.

Veröffentlicht am 09.07.2012 18:41:36 GMT+02:00
Brasier meint:
Gottseidank habe ich den Sinopoli Ring damals mitgeschnitten hoffe für andere
das er bald veröffentlicht wird...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2012 16:22:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.07.2012 18:44:07 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Fidelio,

.....Sie sind ein grosser Glückspilz,dass Sie Karten für Bayreuth bekommen haben! Freuen Sie sich auf die Aufführungen,-erwarten Sie nichts,-lassen Sie sich überraschen! Seien Sie gespannt,was kommt,-beeindruckt werden Sie allemal sein,denn schlecht wird es bestimmt nicht,-selbst wenn Ihnen die Inszenierung nicht gefällt,oder der eine oder andere Sänger/in. Das ist nicht so schlimm,geniessen Sie die geschichtsträchtige Atmosphäre und vor allem die einmalige Akustik!

Wenn Sie nicht nach Bayreuth fahren wollen,können sie mir gerne Ihre Karten verkaufen!!

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 11.07.2012 18:11:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.07.2012 18:12:27 GMT+02:00
gemihaus meint:
abgesehen von der neu-inszenierung des >holländers<, immerhin musikalisch unter thielemann,
würde ich nach den besten feuilletons der letzten jahre eigentlich nichts erwarten - oder glauben sie etwa noch
an das bühnen-wunder von bayreuth-?
trotz baumgarten-tannhäuser und wg. des stimmigen parsifal wünsche ich ihnen gutes wetter und
vor allem vergnügen beim b-event.

Veröffentlicht am 27.07.2013 15:40:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.07.2013 17:02:01 GMT+02:00
Fidelio meint:
Heute kann man in den dritten Rundfunksendern ab 15.57 Uhr live Die Walküre aus Bayreuth anhören:
ARD Radiofestival 2013. Oper - Live
Samstag, 27. Juli 15:57 (bis ca. 22.00, ca. 363 min)
Siegmund: Johan Botha, Tenor
Hunding: Franz-Josef Selig, Bass
Wotan: Wolfgang Koch, Bass-Bariton
Sieglinde: Anja Kampe, Sopran
Brünnhilde: Catherine Foster, Sopran
Fricka: Claudia Mahnke, Mezzosopran
Gerhilde: Allison Oakes, Sopran
Ortlinde: Dara Hobbs, Sopran
Waltraute: Claudia Mahnke, Mezzosopran
Schwertleite: Nadine Weissmann, Mezzosopran
Helmwige: Christiane Kohl, Sopran
Siegrune: Julia Rutigliano, Mezzosopran
Grimgerde: Geneviève King, Mezzosopran
Rossweise: Alexandra Petersamer, Mezzosopran
Dirigent: Kírill Petrenko
Neuinszenierung von Frank Castorf

Montag, 29.Juli Siegfried ab 15.52 (bis ca. 22.30)
Mittwoch, 31.Juli Götterdämmerung ab 15.52 (bis 23.15)

http://www.wdr.de/radio/home/radiorecorder/start/index.phtml

Veröffentlicht am 05.08.2013 13:50:10 GMT+02:00
Die Bayreuther Festspiele haben eine schlimme Nazivergangenheit. Dass seit Ende dieser den Deutschen auf ewig anhängenden Verbrechen die heutigen Politiker wieder dem Zauber eines Judenhassers und Menschenverführers Richard Wagner verfallen, ist eine Schande. So können keine Vorbilder für die Jugend und Familie entstehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2013 17:04:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.08.2013 08:33:58 GMT+02:00
K.H. Friedgen meint:
Ei, schau mal einer an! Unser "Gesangsexperte" Günter Rudolf glaubt also nicht nur, über sein Idol Rudolf Schock Bescheid zu wissen, jetzt outet er sich auch noch als profunder Kenner der Bayreuther Festspiele, die ja "eine schlimme Nazivergangenheit" haben, und wo schlechte "Vorbilder für die Jugend und Familie entstehen".
Dem guten Herrn "Rudolf" kann geholfen werden: Ausgerechnet 1936, als unser glorreicher Führer Adolf Hitler in Bayreuth ein- und ausging und fast jede Festspiel-Aufführung besuchte, wurde sein unerreichtes Vorbild für Jugend und Familie, Rudolf Schock, der spätere Star "Zum blauen Bock" und anderer Böcke, zum ersten Chortenor des Festspielchores befördert! Derselbe Rudolf Schock war sich nicht zu schade, im Jahr 1959 in Bayreuth den Walther von Stolzing in der "Meistersinger"-Inszenierung eines Enkels des "Judenhassers und Menschenverführers" Richard Wagner zu singen und seine dortigen Auftritte später als den Höhepunkt seiner Sängerkarriere zu bezeichnen, trotz "dieser den Deutschen auf ewig anhängenden Verbrechen". Im übrigen ist es mir neu, dass diese Verbrechen von der Familie Wagner oder vom Vorstand der Bayreuther Festspiele geplant und durchgeführt wurden.
Ist es wirklich so schwer, Politik und Kunst auseinanderzuhalten? Aber wer Rudolf Schock zum größten Tenor aller Zeiten erklärt, dem kann schon einmal etwas durcheinandergeraten.

Veröffentlicht am 06.08.2013 16:58:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.08.2013 17:46:42 GMT+02:00
Das eigentliche Dilemma der kontrovers geführten Diskussion sehe ich darin, dass zwischen der künstlerischen Aussage von Richard Wagner und seinem Antisemitismus keine Trennung vollzogen wird. Sonst landet man bei der Einführung einer Gesinnungsprüfung von Kulturschaffenden. In diesem Musikforum geht es nicht darum, Richard Wagner als Menschen und ausgeprägten Antisemiten zu verehren. Die Anerkennung bezieht sich wohl zweifellos nur auf seine musikalischen Werke. Und hier stellt sich die Frage, ob die Musikwerke von Richard Wagner antijüdische Tendenzen haben. Aus meiner Sicht ist dies zu verneinen, auch wenn das teilweise anders gesehen wird. Nachstehend und stellvertretend für mehrere Veröffentlichungen ein Auszug aus der Internetzeitung DER TAGESSPIEGEL vom 19. Mai 2013, Autor Peter von Becker, unter dem Leitsatz Der Unterschied zwischen Schöpfer und Werk

Bis heute wird Richard Wagner für seine Musik gefeiert  und verurteilt für seinen Judenhass. Doch zu den Errungenschafen der Demokratie gehört auch die Erkenntnis, zwischen Schöpfer und Werk unterscheiden zu können. Er lässt niemanden kalt. Richard Wagner, vor 200 Jahren geboren, ist Kult  und entfacht Skandal, bis heute. Der Musikkünstler Daniel Barenboim wirbt weiterhin darum, dass Wagner auch in Israel gespielt werden möge. Der Komponist, ein Kind des 19. Jahrhunderts, hat gegen Juden gehetzt. Aber, sagt Barenboim, Wagners Musik ist nicht antisemitisch. Trotzdem hat jüngst ein Regisseur in Düsseldorf den Tannhäuser statt mit dem Venusberg mit einer Gaskammer assoziiert und den Minnesänger Tannhäuser zum Judenmörder gemacht. Nach der Premierenempörung und Notarzteinsätzen bietet die Düsseldorfer Oper anstelle der Inszenierung nur noch eine konzertante Fassung an. Worauf die Berliner Akademie der Künste nun gegen eine vermeintliche Bedrohung der Kunstfreiheit protestiert. Man wundert sich. Denn zu den Errungenschaften, heute in Demokratien wirklich frei über Kunst und Künstler reden und auch streiten zu können, gehört auch die Erkenntnis: dass zwischen Schöpfer und Werk zu unterscheiden ist. Ein Schauspieler, der am liebsten Schurken spielt, hat mit ihnen noch nichts gemein. Dichtungen, Kompositionen, Gemälde von Rang haben ihr Eigenrecht und ihr Eigenleben, weit über die Existenz, über Ansichten oder gar die Moral oder Unmoral ihrer Urheber hinaus. Auch dass Hitler Wagner verehrte, spricht noch nicht gegen Wagner. Das meinte selbst Winston Churchill, der nach dem Sieg über Hitler zu Wagner ironisch anmerkte, the music is better than it sounds.(Ende des Zitats)

Damit will ich nicht eine Diskussion über Richard Wagner und seine antisemitische Paranoia den Weg versperren  ganz im Gegenteil. Eine Aufarbeitung der Vergangenheit ist enorm wichtig und gehört primär in berufene Hände, die sich verantwortlich mit der Materie beschäftigen. Dies erscheint mir richtiger als Verbote. Anstelle kurzbündiger Pauschalen bringt eine Beschäftigung mit den Details durchaus interessante Aspekte ans Licht, wie der Umstand, dass zwischen Einstellung und Haltung gegenüber Juden bei Richard Wagner eine Diskrepanz bestehen konnte (als konsequente Inkonsequenz). Merkwürdig ist auch die Tatsache, dass Richard Wagner scheinbar an eine Rettung von Juden glaubte, wenn sie zum christlichen Glauben konvertieren. Persönlich bin ich der Meinung, dass die Aufführung der Musikwerke von Richard Wagner eher als umgekehrt dazu angetan ist, den antisemitischen Wahn ad absurdum zu führen. Mit einem Verbot kann man den guten Richard nicht mehr bestrafen. Ansonsten möchte ich meinen Beitrag mit der rhetorischen Frage schließen, ob Wagner bewusst oder unbewusst so klug war, dass er seiner antisemitische Einstellung nicht zum Gegenstand seiner Musikwerke machte.

Nachträglich und zur Vermeidung von Missverständnissen möchte ich betonen, dass sich mein Einwurf speziell auf den Beitrag von Herrn Rudolf und das positive Abstimmverhalten bei ihm und das negative Abstimmverhalten bei dem ausgezeichneten Beitrag von Herrn Friedgen bezieht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2013 02:48:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.08.2013 03:37:46 GMT+02:00
Fidelio meint:
Wagner ist eine feststehende Größe in der Musik, kein Guru, moralisches Vorbild oder Bischof. Die begabtesten, begnadetsten Menschen haben wohl oft ein "Schattenleben" und es ist nicht vorteilhaft, hier naiv sein "Idol" zu suchen. Einen ähnlichen Eindruck hatte ich hier bei der Furtwängler-Diskussion - ein Phänomen, das man so eher in der Popmusik als in der sog. "Hochkultur" erwarten würde.
Andersherum kann man Wagner nicht ausradieren, auch seine Bedeutung nicht leicht relativieren. Über die Nazi-Vergangenheit Bayreuths gab es vor kurzem wieder aufschlussreiche Fernseh-Dokumentationen, allerdings behandelten sie nur diesen (Nazi-)Aspekt. Das (positive) Gesamtbild der Festspiele wurde indes ja gerade durch das Zusammentreffen der vielen, von weit her kommenden Akteure geprägt.

Veröffentlicht am 25.08.2013 03:16:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.08.2013 04:05:19 GMT+02:00
Fidelio meint:
Liebe Frau Mart, ich habe zwar etliche "Charivari"-Erinnerungen an Bayreuth, aber antworte Ihnen einstweilen hier nur zum Parsifal. Man hätte sich 2012 in der Inszenierung von Stefan Herheim auch ohne Musik wegen des ständig wechselnden Bühnenbildes von Heike Scheele ("genial" als ein Höhepunkt der Bonner Bundestag im 3.Aufzug) kaum gelangweilt, ein "Knüller" z.B. alle Klingsor-Auftritte (Travestie-Parodie und Harmagedon-Erzengel in einer Person mit den Kostümen von Gesine Völlm). In die sich szenisch wandelnden Bühnenbilder wurde ein für heutige Verhältnisse exorbitanter finanzieller Aufwand gesteckt. Aber trotz manchem Kritikerlobes: läppische, sich unter Parsifals Leuchte-Speer zu Tode zuckende Nazi-Soldaten, poppende und dabei halbtote Erste-Weltkriegssoldaten im Lazarett... Das war "platt" bis hin zu abgeschmackt, aber gewiss nicht "erschütternd". Am Ende für mich keine runde Sache. Das lyrisch-"durchgespielte" Dirigat Philippe Jordans ohne größere dramatische Akzente. Die sängerische Wagner-Krise gilt für Bayreuth aktuell ja als überwunden und von dieser Seite konnte Bayreuth Wien oder Berlin überbieten (aber noch eher beim Tannhäuser). Erwähnenswert: Kwangchul Youns sehr klangschöner, absolut akzentfreier, relativ undramatischer Gurnemanz; Burkhard Fritz war als Parsifal über jeden Zweifel erhaben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2013 05:45:25 GMT+02:00
Richard Wagner teilt mit vielen anderen genialen Menschen ein Phänomen, wonach die aufragende Genialität auf einem bestimmten Gebiet von seltsamen Verformungen anderer Bereiche des Lebens begleitet wird. Oft handelt es sich um Skurrilitäten, die als Anekdoten veröffentlicht werden, wenn sie humorvoller, kurioser Natur sind. Daher hat sich in der Volksmeinung die Überzeugung herausgebildet, dass Genialität und Wahnsinn dicht beieinander liegen Beim Herumstöbern bin ich auf die Angebotspräsentation eines Buches über Richard Wagner mit dem Titel „Genie und Wahn“ gestoßen bin (ähnliches Buch auch wohl von Iris Winkler). Ich habe beide Bücher (noch) nicht gelesen, und möchte nachstehend die von Amazon veröffentlichte vielsagende Kurzbeschreibung des Verlags (zum Buch von Brüggemann) kurzerhand wie folgt zitieren:

„Richard Wagner (1813-1883) ist 200 Jahre nach seiner Geburt einer der umstrittensten Deutschen. Der Wagner-Kenner Axel Brüggemann entwirft ein furioses und modernes Bild eines Größenwahnsinnigen, eines genialen Komponisten, der die Welt verändern wollte – vor allem die Musik. Seine Werke sind so groß und widersprüchlich, dass viele ihn für sich beansprucht haben: Demokraten, Kommunisten, Faschisten. Kaum ein anderer verkörpert die deutsche Geschichte in einer Person: Er stand auf den Barrikaden von 1848, floh ins Exil, und diente dem Märchenkönig Ludwig II. Er war Humanist und Egomane, war Antisemit und Judenfreund, Chauvinist und Frauenliebhaber, Philosoph und privater Diktator. Bedingungslos verfolgte er seine Idee, Musik für eine neue Zeit zu machen - ein Gesamtkunstwerk aus Noten, Worten und Bildern - und er revolutionierte die Musikgeschichte. Seine Werke sind noch immer so modern, dass sie zum Soundtrack von Filmen wie »Apocalypse Now« und »Melancholia« wurden. Diese Biografie schafft einen umfassenden Überblick über sein exaltiertes Leben und sein Werk, die untrennbar ineinander verwoben sind.“

Veröffentlicht am 25.08.2013 23:16:20 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 25.08.2013 23:45:12 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.08.2013 20:35:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.08.2013 08:45:36 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits,-lieber Fidelio,

....danke vielmals für den Bericht über "Parsifal"! Wenigstens entschädigten die guten sängerischen Leistungen das Konzept der Inszenierung. Ausser Nazi fällt denen wohl nichts mehr ein.

Tja,-seit die Wagner-Schwester den Grünen Hügel regieren,habe ich den Eindruck gewonnen,ihnen ist kein Konzept zu abartig,keine Idee zu abstrus,-"macht mit der Oper,-gutes "Personal" haben wir-,was ihr wollt! Wir müssen unbedingt im Gespräch der Kritiken und Feuilletons bleiben,-am besten mit schlechten Besprechungen,-das ist skandalöser und erregt mehr Aufmerksamkeit" ist offensichtlich ihre Devise.

Wo es doch in berühmten Operhäusern der Welt hervorragende Wagner Inszenierungen gibt,-in interessanten Metropolen,-was sollte denn ein Publikum in einem Kaff wie Bayreuth sonst noch Besonderes erleben und welchen Grund haben dorthin zu fahren, ausser einem grossartigen Skandal!?

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 27.08.2013 18:43:44 GMT+02:00
zwilling29 meint:
Sehr verehrte Frau Mart,
zu Wagner und seinen Werken werden Sie von mir kein Wort mehr lesen, aber Bayreuth als "Kaff" zu bezeichnen, das außerhalb des Wagner-Spektakels dem Besucher nichts zu bieten hat, zeugt von einer Betriebsblindheit, die schon als strafwürdig zu bezeichnen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.08.2013 18:53:50 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Zwilling29,

.....nun nehmen Sie doch bitte das Wort "Kaff" nicht so ernst und wörtlich. Bayreuth ist eine liebenswerte und schöne Stadt,sehr malerisch gelegen. Ich war schon dort,leider nicht bei den Festspielen.

Ein "Kaff" sollte nur den Grössenunterschied deutlich machen,zwischen beispielsweise New York oder London,wo ebenfalls grossartige Wagner Aufführungen stattfinden.

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.08.2013 23:25:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.08.2013 23:26:33 GMT+02:00
gemihaus meint:
wahn, wahn, grössenwahn - selbst ein so kultur-wort-lastiger, belesener zeitgenosse wie kaiser wilhelm ist nicht immun gegen die journalistisch aufgeblähten wagner-verlautbarungen eines axel brüggemann und dessen vorlaute verlags-pr, die er auch noch als beglaubigung besonderer erkenntnis zitiert: peinliches wortgeklingel.
weniger pathologisch-berauschten interessenten möchte ich auch hier die seriöse und faktisch-konzentrierte biografie
des wagner-experten egen voss empfehlen, der ohne die zur schau stellung eines wagner-hypes,
den historisch belegten beschreibt..Richard Wagner
und übrigens, der wirkliche musikalische wagner-revolutionär war-ist debussy.Richard Wagner

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.08.2013 23:50:56 GMT+02:00
gemihaus meint:
chere mm mart,
zu wagner und seinen werken, den welten-ringen sag ich ihnen eben zurück vom land aus meiner sicht bald mehr,
hier kurzum, alors, chere isolina, bayreuth ist ein >kaff<-! ausserhalb der spielzeit, und bittschön, keine stadt, allenfalls
ein netter ort in schöner landschaft - so what-?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 01:42:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2013 05:28:55 GMT+02:00
@ gemi-b
Die Diskussion wurde bereits am 5.8.2013 durch einen Beitrag von Herrn Rudolf ausgelöst. Sie hatten genügend Zeit und Gelegenheit, sich zu dem Gegenstand der Diskussion zu äußern. Statt dessen fallen Sie jetzt rüpelhaft über meinen letzten Beitrag her, der außerdem im Kontext mit meinem vorherigen Beitrag steht. Was daran auszusetzen ist, erschließt sich mir aus Ihrem anmaßenden Wortschwall nicht. Ihrer Schelte gegenüber dem Buchautor Axel Brüggemann kann noch nicht einmal entnommen werden, ob Sie dessen Buch überhaupt gelesen haben. Sie übergehen das deshalb mit arroganten Wortblasen. Die Verlagsverlautbarung im Raffer erscheint ausgewogen. Mittlerweile gibt es viele Buchveröffentlichungen, die sich mit der Biographie von Richard Wagner beschäftigen. Die Autoren verstehen sich sämtlich als Wagner-Kenner oder Experten, und die Herangehensweise bleibt jedem Autor selbst überlassen. Ob das Buch von Egon Voss, das Sie als einzige Quelle von Wissen und Wahrheit über Richard Wagner anführen, den Verlautbarungen anderer Autoren überlegen ist, steht dahin und kann allenfalls ein Diskussion ergeben, mit der sicherlich unsere Diskussionsrunde überfordert wäre, jedenfalls aber den Rahmen der Diskussionsrunde sprengen würde. Im Übrigen bin ich schon der Meinung, dass auf den Beitrag von Herrn Rudolf näher und maßvoll einzugehen war. Sie haben doch zum Kernthema überhaupt kein Wort verloren und spielen sich Oberlehrer auf. Und wer pathologisch berauscht ist, möchte ich nicht weiter vertiefend ausführen. Allerdings wäre es zu begrüßen, wenn Sie künftig weniger vernagelt und auch mit dem gebührenden Respekt reagieren würden. Wir befinden uns schließlich nicht in einem Affenhaus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 08:42:03 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 23.01.2014 18:52:52 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 16:38:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2013 17:28:23 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
@Wilhelm Kaiser
Wieder mal beleidigt? Hat man Ihnen widersprochen?

Veröffentlicht am 28.08.2013 18:13:00 GMT+02:00
Brasier meint:
Ich komm da kurz vorbei, und schon muss man sich ducken
was da alles rumfliegt, meine Damen und Herren...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 18:45:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2013 18:45:38 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Es kracht, es zischt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 18:53:42 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2013 19:00:10 GMT+02:00
zwilling29 meint:
" Bekannt auf der Welt ist es durch seine Festspiele,sonst wüßte kein Mensch was von der Existenz des abgelegenen Orts."Einen hübschen Beleg für den Verfall der Allgemeinbildung scheint mir folgende kleine Anekdote zu liefern: Als Theodor Heuss ( Anmerkung für Don Perlimplin : Das war der erste deutsche Bundespräsident ) einmal gefragt wurde, was er von Bayreuth hielte, sagte er sinngemäß: " Die Stadt Jean Pauls besuche ich immer gerne "
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