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CDs entmagnetisieren!


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1-25 von 30 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.04.2010 07:56:30 GMT+02:00
Claus Rogge meint:
Ein guter Freund kam mit seinem neuesten Gadget: ein ca. 300 ¤ teures Gerät, mit dem man seine CDs vor dem Abspielen entmagnetisieren kann! Ich dachte, Hokus-Pokus, bist auf wen reingefallen der dir dein sauer verdientes abknüpft! war allerdings nach einer Demonstration restlos überzeugt. So komisch es klingt, die Aufnahme war deutlich präsenter - durchsichtiger - schwer zu sagen. Ich ärgerte mich über die Zeit, die ich damit verbracht hatte, unbehandelte CDs anzuhören, wirklich.
300 ¤ wollte ich nicht ausgeben und so fiel mir ein - als Tonbandfreak habe ich natürlich einen Entmagnetisierer für Tonköpfe herumliegen (so ein Ding findet man sicher mal bei ebay für 20 ¤?). Dieses Gerät hatte die exakt gleiche Funktion! Wir machten den Versuch, eine CD anzuhören - sie dann mit meinem Billigding zu bearbeiten, Verbesserung erkennbar - sie danach noch mit seinem Gerät zu behandeln, keine nochmalige Verbesserung hörbar.
Also mein Tipp an alle, die einen Entmagnetiserer herumliegen haben - probiert es mal aus. Ich war wie gesagt der klassische Skeptiker, habe Leute immer ausgelacht und war TOTAL überzeugt davon, dass das reine Geschäftemacherei ist - und musste die Waffen strecken.

Veröffentlicht am 27.04.2010 14:09:10 GMT+02:00
K. Valachovic meint:
Kann nicht funktionieren und funktioniert auch nicht - wenn es funktioniert ist es pure Einbildung und solche Geräte sind dazu da Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Denn - Denken sie mal nach: Was soll an einer CD Magnetisch werden? Das Plastik - ja klar! Und wenn sie den Elektromotoren mit einem Magneten behandeln ist er wahrscheinlich hin.

Veröffentlicht am 27.04.2010 23:51:35 GMT+02:00
Claus Rogge meint:
Genau das hab ich immer gesagt - bis ichs ausprobiert hab. Wenns günstig geht - bitte mal ausprobieren! Wirklich, ich stand die ganze Zeit genau auf diesem Standpunkt. War völlig überzeugt. Und dann hab ichs probiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.04.2010 11:58:36 GMT+02:00
K. Valachovic meint:
Lieber Claus ... Es tut mir Leid, wenn ich sie enttäuschen muss, aber es KANN technisch nicht gehen. Wenn man es ausprobiert und es wird besser, dann bildet man es sich höchstens ein. Denn sagen sie mir bitte was soll an einer CD magnetisch werden?
Plastik kann nicht magnetisch werden und die Datenträgerschicht erst Recht nicht.

Veröffentlicht am 28.04.2010 13:05:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.04.2010 13:14:00 GMT+02:00
ziegenpeter meint:
Liebe(r?) K, lieber Claus,
es ist durchaus möglich, daß CDs ferromagnetische Materialien enthalten. Sowohl das "Plastik" als auch der Versiegelungslack können solche Materialien (Eisen, Kobalt, Nickel) als Hilfsstoffe enthalten. Leider lassen sich solche Metalle nur in Labors mit aufwändigen Analysemethoden nachweisen, zum Beispiel mit Plasma-Massenspektrometern (ICP-MS, wobei man eine CD zermahlen müsste). An den meisten naturwissenschaftlichen Fakultäten sind solche Geräte vorhanden. Anders läßt sich die Frage, ob CDs ferromagnetische Materialien enthalten, leider nicht klären. Einer direkten Messung der Magnetisierung mit einem Magnetometer würde ich nicht vertrauen (außer in einem geeigneten Labor), da sich in jedem Wohnraum störende Magnetfelder befinden. Die Magnetisierung einer CD - falls es sie gibt - ist vermutlich sehr schwach.
Falls es aber eine solche Magnetisierung gibt, dann bilden sich durch die Drehung im CD-Player Induktionsströme in den Leitern im Inneren des Geräts, die das Signal durchaus stören können. Wobei aber unklar ist, ob diese Störungen groß genug sind, um das Klangbild zu beeinflussen.
Ich mache hier absichtlich keine konkrete Aussage "gibt es" oder "gibt es nicht", weil man das Problem genauer untersuchen muß, um eine Aussage treffen zu können. Die einfachste Möglichkeit, um herauszufinden ob am "CDs entmagnetisieren" was dran ist, ist wohl eine rein empirische ohne Messungen: Man lädt mindestens 5 Musikfreunde ein und spielt ihnen dieselben CDs vorm und nach dem entmagnetisieren vor und läßt sie stumm aufschreiben, ob und welche Unterschiede sie hören. Natürlich dürfen sie nicht wissen worum es bei dem Test geht. Ideal wäre es, wenn man auch die Reihenfolge vertauschen könnte (erst entmagnetisiert, dann "normal") was natürlich nur mit 2 gleichen, neuen Cds geht. Das Ergebnis würde mich interessieren.
schönen Gruß!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.04.2010 13:06:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.04.2010 13:08:19 GMT+02:00
F. Linder meint:
@ Claus Rogge

Hallo, Herr Rogge,
vor einigen Jahren wurde mir in einem Gespräch mit einem Produkt-Manager eines namhaften britischen LS-Herstellers ein CD-Harmonisierer (ich vermute, daß es sich dabei um den Bedini Clarifier handelte...) wärmstens empfohlen. Der Produkt-Manager war begeistert von dem Teil...einer meiner früheren Händler bemerkte auf die Frage bzgl. einer CD-Entmagnetisierung, daß vielleicht ein Klanggewinn von 2 % hörbar wäre...
Ebenfalls vor einigen Jahren korrespondierte ich bzgl. CD-Pflege + Reinigung mit einem der größten CD-Produzenten, nämlich der UNIVERSAL (vormals POLYGRAM) in Hannover.
Ich erhielt einen netten, sehr ausführlichen Brief eines Sachberaters zu diesem Thema- und, ich denke mir, die Leute dort müssen es ja eigentlich wissen...
Fazit war, daß eigentlich generell alle am Markt angepriesenen "Wundermittelchen", sei es CD-Sprays, "Zaubertücher aus dem Schwarzwald", etc. ... nur einem dienen, nämlich dem Hersteller/Anbieter dieser Produkte!
Das gilt auch für die sog. "Entmagnetisierer"...
Ich möchte dies an dieser Stelle NICHT verallgemeinern-; wenn jemand eine Klangveränderung hier feststellt, sollte er/sie diese Produkte anwenden!
Sicherlich werden Sie diesen Entmagnetisierer gebraucht günstiger erhalten, oder, sie ergattern noch Restposten des Vorgängermodells/bzw. Vorführgeräte im Handel.
Ich denke mir, daß vielleicht 5-10 % Rabatt beim Händler Ihres Vertrauens verhandelbar sind...versuchen Sie es einfach...
Sie sollten selbst erwägen, sich ggf. ein solches Gerät anzuschaffen- generell falsch (oder gar beschädigen) werden Sie mit diesem Gerät insofern nichts, so denke ich...

Liebe Grüße

Fred Linder

Veröffentlicht am 28.04.2010 15:57:46 GMT+02:00
Liebe Diskussionsteilnehmer -

dieses Thema ist nun schon wirklich ziemlich alt (die Bedini-Clarifiers gab es schon vor 15 Jahren...) und eigentlich ganz einfach zu klären:
Zum einen sind CDs tatsächlich kaum zu "magnetisieren", zum anderen lassen sie sich aber problemlos aufladen. Da ihre Oberfläche aus nicht leitendem Material besteht, sind die Ladungen nicht gleichmäßig verteilt - sie können sich ja nicht bewegen. Durch die Wechselwirkung mit der (ja ebenfalls immer irgendwie geladenen) Laseroptik wird diese ausgelenkt und aus dem Focus gebracht - der Klang verschlechtert sich.
Mit Hilfe der (nur) sogenannten Entmagnetisierer erreicht man einen gleichförmigere Verteilung der Ladungsträger, was wiederum zu einer geringeren Ablenkung des Abtastlasers führt - und damit zu mehr Informationsfluss und besserem Klang.
Die Verbesserung hängt vom Ladezustand der CD und der Sensibilität des verwendeten Players ab und ist deshalb auch nur wenig kumulativ, d.h. sie tritt erst wieder nach entsprechender Aufladung ein.

Veröffentlicht am 28.04.2010 20:07:45 GMT+02:00
Claus Rogge meint:
Alles was ich wollte war einen Tipp abliefern ... "Leute kauft euch nicht für 300 ¤ so ein Gerät, sondern benutzt die spottbilligen Entmagnetisierer für Tonköpfe." Ich wollte keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen! Und ich sags gerne noch einmal: war auch immer skeptisch, wenn jemand mit so einem Hokus Pokus daherkam. Habs ausprobiert (kost ja nix) und war überzeugt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.04.2010 15:55:26 GMT+02:00
F. Linder meint:
@ Wolfgang Pflug

Hallo, Herr Pflug,
soweit ich mich erinnere, sprach der von mir erwähnte Produkt-Manager in diesem Zusammenhang auch NICHT von "entmagnetisieren", sondern "harmonisieren"...
Ähnliches findet man auch in anderen Bereichen des Zubehörsektors in der Unterhaltungselektronik- so werden auch sog. "Burn-In"-CD`s angeboten, welche man u.a zum Einspielen von neuen Komponenten oder Kabeln verwendet/bzw. verwenden sollte (!)...
Ein wirkliches "Einbrennen" würde Komponenten- und Kabel zerstören...den Begriff/bzw. den Vorgang "Burn-In" würde ich eher als "Einspielen" bezeichnen...doch auch über diese CD`s kann man geteilter Meinung sein...

Liebe Grüße

Fred Linder

Veröffentlicht am 01.05.2010 17:19:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.05.2010 17:57:57 GMT+02:00
MacY meint:
Hallo zusammen,
Eine CD basiert (einfach dargestellt) auf einer bedruckten Trägerschicht, dem aufgedampften Datenträger und einer Schutzschicht. Das Wesentliche spielt sich auf der Datenträgerschicht ab. Dort liegen nur 0'en und 1'en - mehr nicht! Entweder die optische Leseeinheit liest eine Null oder eine Eins. Das Licht des Lasers wird reflektiert oder eben nicht. Den Rest bewerkstelligt der mehr oder weniger hochwertige D/A-Wandler - Wie soll's da zu "Klangverlusten" kommen? Maximal eine nicht intakte Schutzschicht oder eine sich lösende Datenträgerschicht sorgen für den Abriss des Datenstroms und somit zu den verhassten Aussetzern. Dabei setze ich voraus, dass der benutzte Player zur gehobenen Preissektion gehört und mechanisch keine Schwachstellen hat. Allein die Massenträgheit eines Players im gehobenen Preissegment wirkt ja Störfaktoren von Aussen entgegen. Die bewegten Teile haben ihr Gewicht - Gleichlauf mit kaum messbaren Schwankungen, egal was passiert - das ist das Ziel hochwertige Technik!
Es kommt ein Signal oder nicht. Genau darin liegt ja der Vorteil der digitalen Datenträger. Würde es also ein Magnetfeld schaffen den OPTISCHEN Datenstrom oder gar den Lesekopf abzulenken, währen Aussetzer die Folge. Magnetfelder, die den D/A-Wandler beeinflussen... sorry, das schaffen nicht mal die Magneten der Boxen oder gar der Motor im Player.
Die Antwort von POLYGRAM an Herrn Lindner bringt's auf den Punkt - Geldschneiderei - mehr nicht!
Gemeines, mildes Geschirrspülmittel mit handwarmen Wasser und ein handelsübliches Antistatiktuch reichen zur Pflege vollkommen aus und beugen statischer Aufladung, Gilb und Grauschleier wirksam vor. Die Leseeinheit des Abspielgerätes sollte je nach "Belastung" regelmäßig allerdings vom Fachmann gereinigt und ggf. justiert werden.
... s.g. Burn-In-CD's.
Jede hochwertige Aufnahme liefert das gesamte hörbare Spektrum an Tönen auf CD in Form von Nullen und Einsen - was will denn so eine Burn-In erreichen? Soll ich etwa auch noch ein optisches TOSLINK-Kabel "einlaufen" lassen?
Wer für solchen Mummenschanz Geld ausgibt, sollte vorher einen Wünschelrutengänger beauftragen den Erdmagnetismus für den optimalen Anlagenstandort zu erforschen...und die Hasenpfote nicht vergessen!;o)
Lediglich einem neuen Player würde ich nicht sofort meine "Schätze" anvertrauen - da würde ich mit einem vergölstem Rohling beginnen um die reine Mechanik der Neuerwerbung einspielen zu lassen. Eine Nacht als Schleife oder besser Random dürfte aber reichen.
Einen neuen Motor im Auto lasse ich ja auch nicht gleich Vollgas laufen...

Veröffentlicht am 06.05.2010 08:34:48 GMT+02:00
Ich streiche die CD-Oberfläche vor dem Abspielen im mit Butter ein - aber bitte nur als monomolekulare Schicht - dann klingt die Musik viel schmalziger. Für harten Rock nehme ich Hartkäse. Haferschleim verbessert André Rieu.

Veröffentlicht am 06.05.2010 11:39:27 GMT+02:00
Digitale Datenträger haben digitale Schadensymptome. Daten fehlen. Da kommen dann Artefakte oder Tonaussetzer. Das ist nicht wie bei einem Tonband, das Abrieb hat oder bei einer ausgefrästen oder staubigen Schallplatte.
Man versucht, den menschlichen Hang zum Wunderglauben als Geldmaschine zu nutzen. Und falls da Statik ist, die Staub anzieht, so kann man mit einem billigen Antistatiktuch Abhilfe schaffen. Aber auch diese Statik könnte nur digitale Fehler (Knacken et cetera) verursachen und nicht den Klang_an_sich mindern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.05.2010 14:29:57 GMT+02:00
F. Linder meint:
@ MacY

Hallo, MacY,
sehr schöner, informativer Beitrag, der zeigt, daß Sie sich mit der Materie anscheinend sehr gut auskennen :-)...

Lieber Gruß

Fred Linder

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.05.2010 14:37:44 GMT+02:00
kreisleriana meint:
danke für die einleuchtende Erklärung,klingt plausibel.

Veröffentlicht am 06.05.2010 14:51:39 GMT+02:00
kreisleriana meint:
man hört so was wie "alles nur Geschäftemacherei,Vodoo im HiFi ist alles Blödsinn,physikalisch nicht erklärbar..." ja ständig.
Ich bin natürlich sehr skeptisch wenn mir jemand für ein paar hundert oder tausend Euro was verkaufen will,dem jegliche physikalische Erklärung fehlt,aber es zahlt sich aus diese Dinge zu probieren und anzuhören-und das tue ich seit über zehn Jahren und vieles brachte so viel,daß ich es kaufte.

Zusammengefaßt:nicht alles bringt eine Verbesserung,für die ich 2000 Euro hinblättere,aber viele dieser "Vodoo Geräte" bewirken eine phänomenmale Verbesserung des Klangbildes,der räumlichen Darstellung,des Detailreichtums etc. ich würde diese Spielereien allerdings nur für high-end Anlagen empfehlen,denn bei einem 2000 Euro HiFi Turm von Media Markt kann man das alles ruhig vergessen,das ist so wie auf einen VW Käfer Ferrari Reifen zu stecken und zu hoffen er würde damit schneller fahren.
Bei einer High End Anlage um 30 000 oder 70 000 Euro machen sich diese Dinge aber sehr bezahlt,sei es nun ein Netzfilter,armdicke Netzkabel,der erwähnte CD Entmagnetisierer,das Schleifen und Abschrägen der CD Ränder bis hin zu Raumluftanimatoren und ähnlichem Spuck,-die Dinger wirken tatsächlich,wirklich hör-und genießbar aber wie gesagt nur bei hochkarätigen Anlagen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.05.2010 08:33:12 GMT+02:00
F. Linder meint:
@ kreisleriana

Hallo, kreisleriana,

ein wirklich schöner Beitrag. Sie scheinen ja bereits über mehrere Jahre hinweg sich ausgiebig mit dem guten Klang beschäftigt zu haben. Die von Ihnen angesprochene Thematik würde sehr gut zu einem im "Pop-Forum" eröffneten Thread passen "High-End-Stammtisch"...ich selber habe hier auch einige Beiträge eingestellt...sie würden damit auch dem dortigen Thread "frischen Wind" einverleiben, denn auch der Thread des CD Entmagnetisierens gehört eigentlich weniger in das "Klassik-Forum"...

Liebe Grüße

Fred Linder

Veröffentlicht am 07.05.2010 15:56:48 GMT+02:00
@kreisleriana: Klar. Diese Dinge "(...)Entmagnetisierer,das Schleifen und Abschrägen der CD Ränder bis hin zu Raumluftanimatoren(...) machen sich sehr bezahlt(...)" - für den Bauernfänger, der sowas anbietet. Wirken tun die allerdings nicht. Nicht in unserem Raumzeitkontinuum, jedenfalls. Die physikalischen Naturgesetze gelten auch für alleredelste Audioanlagen.

Veröffentlicht am 07.05.2010 20:33:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.05.2010 20:45:14 GMT+02:00
HH meint:
Hallo zusammen!

Auch ich höre gerne Musik und nenne eine gute Anlage mein Eigen.

Was aber in manchen HiFi Studios erzählt wird oder auch in Zeitschriften berichtet wird dient wirklich nur der Steigerung des Umsatztes der Hersteller, da kann ich meinem Vorredner nur Recht geben.

Hier ist es ein Entmagnetisierer. Wie bereits schon gesagt, was soll der tun, es sind nur "1" und "0" vorhanden, respektive Berge und Täler auf dem Datenträger die in "1" und "0" umgewandelt werden und da liegt der Klang, im Wandler. Man kann die Unterschiede zwischen Wandlern hören, habe ich selber schon erlebt. Das passiert im Wandler. Aber vorher sind es nur Nullen und Einsen. Sie können entweder gelesen werden, oder nicht. Es ist halt digital, aber auch das wurde schon gesagt.

Hier einfach mal ein Zitat aus der Wikipedia:

Fehlerkorrektur und Fehlerverdeckung
Damit sich Kratzer nicht negativ auf die Lesbarkeit der Daten auswirken, sind sie mittels Paritätsbits gesichert, so dass Bitfehler erkannt und korrigiert werden können. Weiterhin sind aufeinanderfolgende Datenbytes per Interleaving auf eine größere Fläche verteilt. Der Cross Interleaved Reed-Solomon-Code (CIRC) ist dadurch in der Lage, einen Fehler von bis zu 3500 Bit (das entspricht einer Spurlänge von etwa 2,4 mm) zu korrigieren und Fehler von bis zu 12000 Bit (etwa 8,5 mm Spurlänge) bei der Audio-CD zu kompensieren.

Was soll sich durch ein Entmagnetisieren ändern? Sind die Nullen etwas Nulliger?

Das ist genau so ein Humbug, wie mir letztens emphohlen wurde, für meinen Streaming Client ein vergoldetes Netzwerkkabel zu kaufen. Was soll das? Wenn ich eine Windows 7 DVD über das Netz deploye, dann gehen ca. 50 Millionen Zeilen Programmcode auf die Reise. Wenn es da zu Fehler käme, würde Windows nicht laufen. Oder wären die Buchstaben in Word "satter" zu lesen? Dafür gibt es eine Fehlerkorrektur, genau wie beim CD-Player.

Es gibt keine entmagnetisierten Nullen!!!

Zur weiteren Lektüre empfehle ich noch diesen Artikel:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-18-1394.html

Letzten Endes hat jeder Blindtest gezeigt, dass man in der Quote nicht über das Raten hinauskommt. Das sagt doch schon alles. Ab einer gewissen Qualität höre ich zwischen MP3 und CD keinen Unterschied und habe kein Problem, das zuzugeben. Wenn sich jemand aber für hunderte von EUR High-End-Artikel kauft, dann WILL er einen Unterschied hören!

Grüße,

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.05.2010 22:55:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.05.2010 23:17:56 GMT+02:00
gemihaus meint:
@ kreisleriana?

hier werden genau so dümmlich all die hifi-vadoo-stories kolportiert, die ach-so- kritisch 'beleuchtet' sein wollen:
hören sie doch endlich auf mit der marketing-chimäre, dass alles unter dem zigtausend- dollar-euro-u.s.f.-level keinen oder minderen musikgenuss ermöglichte. armseliges gedöns. zigtausende von minder-bemittelten musikstudenten und lang erfahrenen musik-gebildeten
erfahren doch tagtäglich musik-qualität.
man sollte all die blöden böden-hifi-strategen, die marktorientiert, aber noch nie musik-
orientiert waren auf ihren propagierten hifi-messen und work-shop-müll werfen.
jedoch, all die teuer-ist-besser-marken-dummies, sollen nur weiterkaufen bis sie ihr wahn in den schwachsinn treibt.
weil ihnen das substantielle, die liebe, die affinität zur musik, zur kunst allg. fehlt - das materielle ersetzt nicht die passion - ohne passion ist high-tec nichts. nulla.

Veröffentlicht am 11.05.2010 17:52:16 GMT+02:00
F. Linder meint:
Generell stehe ich diesen CD-Klangverbesserern skeptisch gegenüber...dennoch denke ich: "Leben und leben lassen!"...wer seine CD`s entmagnetisieren möchte, soll es tun- ich selber tue es nicht...benutze auch keine CD-Wundersprays oder "CD-Zaubertücher aus dem Schwarzwald"...lediglich ein normales CD-Mikrofasertuch, mit dem ich vorsichtig in Längsrichtung vom Mittellloch bis zum Rand Spielfläche und bedruckte Seite von Staubpartikeln entferne, sowie bei hartnäckigen Flecken und Verunreingungen eine handwarme Spülmittellösung und weiches Mikrofasertuch...CD`s anfasen, die Ränder mit schwarzem Edding einfärben, oder CD-Matten/bzw. Stabilisatoren würde ich nicht empfehlen; halte ich sogar für gefährlich!

In diesem Sinne...

Fred Linder

Veröffentlicht am 14.06.2010 18:25:06 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 12.09.2010 20:01:37 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 14.06.2010 22:15:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.06.2010 22:16:14 GMT+02:00
Und wichtig sind natürlich auch die Gummistiefel, wegen der Erdung. Diese Gummistiefel sollten grüne Gummistiefel sein - auf keinen Fall orange Gummistiefel oder gelbe Gummistiefel, weil die Schallwellen dann abbremsen, in Erwartung von Rot.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.06.2010 23:22:27 GMT+02:00
Vilomene meint:
Hallo Herr Bauer,
ich habe diesen Tipp auch von einem Hifi-Händler bekommen. Ich wollte es zunächst nicht so richtig glauben. Aber: man hört es tatsächlich. Habe es auch von anderen Hörern testen lassen. Das Ergebnis war identisch. Und das ganz ohne Gummistiefel :-)
Es funktioniert. Das warum ist mir an dieser Stelle ziemlich egal.

Veröffentlicht am 16.06.2010 19:00:53 GMT+02:00
MacY meint:
...im schlimmsten Fall ruiniere ich mir mit dem Alu die CD durch arge Kratzer!
Klar, dass ein Händler solche Tips gibt ;o)
Man könnte auch schwarzen Edding nehmen. Hätte für den Händler den gleichen Zweck!
Die statische Aufladung einer CD wird entladen, sobald man sie mit den Fingern anfasst - ohne Gummistiefel - die "Gurken" isolieren doch. ;o)

@Stefan Steinecke
...völlig falsch der Tip - alles ausziehen, was syntische Fasern enthält ;o)
Da kommt (antistatische) Freude auf... dann klappt's auch mit dem Klang, oder?
Das wird 'ne Party!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2010 18:35:06 GMT+02:00
adolf heger meint:
hallo!!!!
sehr guter eintrag. ich bin 71 jahre alt. mein leben höre ich musik. jazz ist meine liebste musik. aber auch nur
bis ca. 1955 dann kam der ganze elektrinische sch.....am besten gefällt mir dein kommentar zu rieu!!!
vor jahren nach einer wahl bei der die rechten gut abgeschnitten haben war sein kommentar:ich werde nie wieder in österreich spielen, was mich unheimlich erfreute. aber er fiedelt immer noch mit weinerlicher miene
in österreich. na ja, geld stink ja nicht!!!
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