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100 jahre deutsche oper berlin


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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.10.2012 13:08:51 GMT+02:00
Brasier meint:
Die - DEUTSCHE OPER BERLIN -

feiert Heute ihr 100 jähriges Jubiläum
seit 1970 verdanke ich dem Haus unvergessliche Abende
die nur in den Letzten Jahren dem Trend der Zeit folgend,
besonders durch das quirlige Regietheater sich abschwächten.

Wer von den geschätzten Schreibern, auch ausserhalb der
Spree Gefilden hat in den letzten Jahrzehnten sich an dem Haus
ebenso erfreut?

H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2012 22:53:24 GMT+02:00
gemihaus meint:
cher brasier,
wenn man an andre grosse opernhäuser der republik denkt, zumal der jetztzeit, wird man als nicht-berliner
nicht unbedingt in jubiläumstaumel über die charlottenoper verfallen. nicht vorrangig ein debakel der regie,
neuenfels z.b. hat profilierte produktionen verantwortet, jedoch allemal ein defizit der intendanz und der musikdirektion - thielemann könnte ein superstar der berliner bismarckstrasse sein, wenn ihn nicht der kleingeist der kulturbürokratie (gegen barenboim an den linden) >versetzt< hätte.
anyway, die charlottenoper war, ist und bleibt, das akustisch beste opernhaus berlins mit den besten voraus-
setzungen für grosse, vor allem den wagner-sized-opera.

Veröffentlicht am 21.10.2012 12:17:19 GMT+02:00
IP meint:
Um Verzeihung, aber wenn ich die Wörter Deutsche Oper höre, dann muss in an deutscher Opernregie denken, und dann an deutscher Regieoper, und dann laufe ich schnell nach Hause zu meine kleine Plattensammlung. Dort höre ich Sänger die immer noch mit der Stimme agieren können, und zwar im Sinne des Authors, und nicht strikt dagegen. Ich verstehe Oper vor allem als Theater der Stimmen, und nicht als Theater der Regieclowns. Und dann bitteschön, wenn der Author z.B. ein Moralist war, dann erwarte ich etwas mehr oder weniger moralistisches, vielleicht mit einem Tropfen Ironie -- oder ein Eimer -- aber keine Orgie des Ammoralismus. Und ich will nicht dass jede Oper, ob Händel, Mozart, Verdi, Wagner, als Offenbach-Farce inszeniert wird, oder dass der Regieclown mir unbedingt die Welt, das Leben, das Werk usw. erklären muss. Deswegen gehe ich, der einmal praktisch in der Oper wohnte, gar nicht mehr in die Oper, und mir geht es ganz gut so.

Veröffentlicht am 21.10.2012 15:39:37 GMT+02:00
Brasier meint:
@IP
er hat ja recht, deswegen gehe ich seit mehreren Jahren nicht mehr in die Oper,
schaue sie mir in HD zu Hause an...(Nur die mir zusagt)
Sammle was ich kriegen oder erwerben kann.Nicht nur wegen der Regie Eunuchen.
Auch wegen dem langsamen interpretatorischen Niedergang der vielversprechenden
Kräften keine Reife lässt, sie oft zu früh oder sowieso in Rollen quetscht
die nicht ihr Fach respektieren - sie verheizt.
Nur meine ich hier aber die DEUTSCHE OPER BERLIN - Charlottenburg
der ich 25 Jahre treu blieb
nicht etwa Stuttgart mit seinen krachigen Inszenierungen, die jedes Jahr
der Opernkritik mit spitzem Mund einen abgehen lässt...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.10.2012 17:01:43 GMT+02:00
Hallo,
man muss doch auch mal positiv von der Oper reden. Vor etlichen Jahren, bei einem meiner vielen Berlin-Besuche, erlebte ich in der Deutschen Oper einen "Fliegenden Holländer" mit einem grandiosen Bernd Weikl in der Hauptrolle (den ich nachher im Hotelfahrstuhl wiedertraf) und Hollreiser am Pult in einer farbigen, "traditionellen" (ich weiß nicht mehr von wem)-Inszenierung. Das war ein toller Opernabend, zumal ich, weil nicht vorbestellt, die Eintrittkarte an der Abendkasse zum halben Preis bekam. Einfach toll!
Heute muss man sich ja die Fluchtwege freihalten, um vor manchen Ergüssen bekloppter Regiefritzen reißaus nehmen zu können.
Trotzdem: Diese wunderbaren Opernerlebnisse kann mir niemand nehmen und auch die besten CD/DVD-Produktionen können sie nicht ersetzen.!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.10.2012 18:43:35 GMT+02:00
gemihaus meint:
@ ip - oh sorry,
es geht um die >deutsche oper berlin< ein traditionshaus der charlottenburger bürger gegen die k.w.>hofoper
unter den linden<, hat also nichts mit irgendwelchem >regietheater< zu tun - sollte man schon noch zu unterscheiden wissen, auch wenn man aversionen gegen die heutige opernbühne hegt wie sie.
es gibt übrigens nach wie vor eindrucksvolle, lebendige inszenierungen, die kein tv-dvd-repro ersetzen kann.

Veröffentlicht am 22.10.2012 20:23:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.10.2012 21:12:34 GMT+02:00
Brasier meint:
Leider Oft
Ettiquettenschwindel... (REGIE ETTIQUETTE.)
Eine Bulette ist noch lang kein Braten,
Wird aber als solcher gern verkauft.
und,
Lebendig bedeutet noch lange nicht Werk und Partitur gerecht,
Mahlers Sinfonien blässt auch keiner auf nem Kamm oder mit 100 Blockflöten
und sagt "dett ist meine Fassung, meine Herrn, Bitte Applaus"
Inszenieren heißt nach wie vor nicht das Werk neu zuschreiben, ist ein schwieriger
Vorgang, und bedeutet nicht wie so oft "Was währe wenn"
das steht vom Konzept her sowieso nicht im Text und in der Partitur.

Wer anderes möchte,
dem sei sein legitimer ideenkreis den er der Sache aufsetzten möchte
ermöglicht, aber er Lasse Text und Musik aus dem Spiel,
schreibe er alles Neu.

Dann, aber nur dann, guck auch ich mir dieses an....
jawohl meine Damen und Herren,
dann mag auch ich es gern...
(vielleicht)

Alles andere ist a Schmarren.
----------------------------------------

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.10.2012 21:37:14 GMT+02:00
gemihaus meint:
ausser schmarren, scheint mir der ideenkreis zwischen oper-live und oper-aufzeichnung etwas überspannt, allenfalls unterschiedlich gemütlich, convenient.
schöne grüsse, gm.

Veröffentlicht am 22.10.2012 23:31:54 GMT+02:00
Brasier meint:
Danke Gemi,
dies war keine Attacke des Mohikaners gegen ihn,
nur ein paar Gedanken über Regie Tausendsassas...
Klar, währe der Live-Event der Konserve vorzuziehen,
mangels Live schmeckt aber das eingeweckte oft eben so gut
es kommt wie immer auf die Zutaten an
Saluts amicaux

H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2012 22:40:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.10.2012 22:40:40 GMT+02:00
gemihaus meint:
lieber brasier,
ich empfand mich nicht attackiert, nicht als künftiger intendant der grossen dt.oper an der bismarck-a.
jedoch, scherz passe, möchte ich dem live-event allemal der konserve den vorzug geben - aus simpler
erfahrung: nichts ist so eindrucksvoll, eben lebendig wie das live-erlebnis (solang es physisch möglich
ist, dann aber ja) hörte gerade den krysth. zimerman mit debussy und chopin und die famose isabelle faust mit brahms live in der philh. - live bleibt die >dritte dimension.
salut.a. gemi
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Erster Beitrag:  20.10.2012
Jüngster Beitrag:  24.10.2012

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