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Schallplatten sind wieder in?? CDs enttäuschen qua Tonbereich


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201-225 von 259 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 18.05.2012 13:14:16 GMT+02:00
Brasier meint:
Aber Herr Brocksieper,
Guten Tag.
Was sie da zu recht sagen
besonders beim heutigen Technischen Stand
Aber,
sie Wissen doch...
nur was tierisch teuer ist
- ist auch Gut....
Besonders in Krisenzeiten
eine Augen
und Ohrenweide

Erst wenn mann jeden Euro
hört
ist's Recht

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.05.2012 20:38:32 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
@CD-Freak
Um welchen Preis hören Sie denn da die letzte Feinheit. Um den Preis, dass Sie nur Aufnahmen hören, die mit dem letzten Firlefanz von Technik aufgenommen sind. Wenn Sie Sich all die wunderbaren Oistrach und Fournier, Szell und Furtwängler-Aufnahmen anhören werden Sie gar keinen Unterschied hören, weil bei diesen Aufnahmen das Aufnahmeequipment das schwächste Glied in der Kette ist. Und da muss ich sagen, der Preis ist zu hoch. Da höre ich mir lieber all die guten alten Aufnahmen an, ich sage ja nicht, dass es keine guten neuen gibt, und lasse mich lieber via Interpretation verwöhnen und nicht via Klang. Und von Zeit zu Zeit höre ich mir mal ein Konzert live an, da hab ichs nämlich auch klanglich in einer Qualität, die die beste Anlage der Welt nicht erreicht. Die vielleicht etwas indisponierten Hornisten nehme ich in diesem Fall gerne in Kauf. Man kann ja nicht immer alles haben und vor allem nicht immer alles gleichzeitig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.06.2012 21:03:48 GMT+02:00
CD-freak meint:
Da gehts nicht um die letzten Firlefanz, aber die von ihnen angesprochenen Aufnahmen, z.B. Oistrakh, Brahms Violinkonzert unter Szell klingen doch auf einer SACD (hörbar) besser als die normale CD-Aufnahme. Auch Furtwänglers 9 auf Tahra SACD klingt besser als die CD-Version. Es stimmt, es gibt leider zu wenig gute, besser formuliert sehr gute Aufnahmen (letzte dich ich gekauft habe: Bruckner 7 unter Barenboim) aber letztlich werden die Aufnahmen von den Toningineuren so gestaltet, dass sie auch auf verhältnismäßig billigen bis mittleren Aufnahmen einigermaßen klingen.
Ob für gute Aufnahmen der Preis zu hoch ist, muss jeder selbst entscheiden. Für mich persönlich gilt die Maxime: Möchte ich genau DIESE Aufnahme in für mich bester vorliegender Klangqualität haben oder nicht. Dieses Kriterium erfüllen nur wenige Aufnahmen.
Außerdem: Es geht hier nicht um Interpretation sondern um Aufnahme qualität. Ich höre ebenso die hervorragenden Toscanini-Beethoven Symphonien in der normal käuflichen Qualität.
gruß CD-Freak

Veröffentlicht am 09.06.2012 09:21:59 GMT+02:00
Brasier meint:
Ja auch die Plattenindustrie hat es von der Waschmittel Herstellern
abgekupfert - SACD besonders bei Historisch zu bezeichnenden Aufnahmen
Bewährtes mit angeblich neuer Formel neu zu verkaufen.....
Jedem seine Klangchimäre........

Veröffentlicht am 09.06.2012 10:30:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.06.2012 10:31:16 GMT+02:00
creator meint:
Es gibt heute viele Möglichkeiten, eine Tonaufnahme zu optimieren, allerdings kann man auch vieles zerstören. Eine SACD mit Mehrkanalton zu veröffentlichen, darüber lässt sich streiten, was das für einen Sinn ergeben soll. Es gibt tolle Aufnahmen in Mono, die noch heute aufregend klingen, sie werden durch "künstlichem aufmotzen" auf Surroundformat nicht besser. Es gibt auch aufregende ältere Live-Mitschnitte mit suboptimaler Qualität, die das Erlebnis eine Ausnahmekünstlers vermitteln. Es ist doch so: man will das Werk , oder eine bestimmte Aufführung, oder gezielt die Musik hören. Wer ein schönes Klangbild erleben möchte, der greife zu der DECCA Sound-Box oder zur Living-Stereo Box von RCA, da gibt es genügend ältere Aufnahmen, in hervorragender Qualität, was wieder mal beweist, das "alt" AAD oder ADD nicht schlechter als neue Aufnahmen DDD und in Surround ist, ganz im Gegenteil. Es hat letztens Endes auch sehr viel mit Geschmack zu tun, nicht mit Technik. Die SACDs von älteren Aufnahmen sind wieder mal ein Versuch der Industrie, die Produkte in einem neueren Format zu verwerten. Als Massenformat ist SACD als neuer Standard wirtschaftlich gesehen absolut nicht relevant.

Veröffentlicht am 22.12.2012 20:59:47 GMT+01:00
Andy1228 meint:
@CD-Freak
"...aber letztlich werden die Aufnahmen von den Toningineuren so gestaltet, dass sie auch auf verhältnismäßig billigen bis mittleren Aufnahmen einigermaßen
klingen."

Das ist nicht nachvollziehbar. Warum sollte eine mittelmäßige Aufnahme auf schlechten bis mittelmäßigen Anlagen besser klingen, als auf eine sogenannten "High-End" Anlage ?
Oder andersherum: warum sollte solch eine Aufnahme auf guten Anlagen schlechter klingen ?
Eine gute Anlage (nicht zu verwechseln mit gut:=sehr teuer) klingt IMMER besser, als eine schlechtere, sonst wäre sie keine.
Mit mittelmäßiger Anlage meine ich jetzt nicht Mono-Radiowecker, sondern 200¤ Komplett-Anlagen. Die Technik ist heute so weit, dass eine 200¤ Anlage auch ganz annehmbar klingt und keinesfalls 100 mal schlechter als eine 20000¤ Anlage klingt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2012 13:45:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.12.2012 14:17:31 GMT+01:00
Kritiker meint:
Voila, da haben wir ihn, den Konsumenten der in den MM oder Planetenmärkten sein Audio-Equipment kauft. Die haben ja ganze Arbeit mit ihrer Nicht-Beratung geleistet. Lassen sie sich eines sagen: nein, die Technik (oder besser der Markt) ist nicht soweit. Eine 200¤ Komplett-Anlage klingt einfach nur grausam. Brechen sie den Preis doch mal auf eine Einzelkomponente herunter dann kostet eine Lautsprecherbox soviel wie die Dinger die sich PC-Lautsprecher schimpfen. Ganz billig in China hergestellt und palettenweise verhökert und am besten noch mit datenreduzierten mp3 gefüttert. Und das soll zum Musikhören taugen?
Naja, hauptsache die Anlage sieht gut aus, hat einen Haufen Knöpfe und blinkt im Dunkeln ... Klang? ... egal.

CD-Freak sagt das schon richtig: Heutzutage werden CD's so abgemischt das sie auf Billig-Anlagen einigermaßen klingen auf guten Anlagen sträuben sich einem oft die Haare. Und je mehr man in die Anlage investiert, desto übler wird es. Bei vielen "Remasters-Auflagen" ist das im übrigens im direkten Vergleich zu hören. Nachdem ich mir neue Lautsprecher gekauft habe, musste ich einige Remaster-Sachen verkaufen und auf die Originalversion zurück gehen. Und jetzt schließt sich der Kreis, da klingt die LP-Version oft besser als das "Remaster", zwar "bereichert" um die LP-typischen Nachteile, aber die Aufnahme ist einfach "schöner" zu hören.

Und plötzlich stellt man fest, das eine aktuelle CD aufgrund verschiedener Faktoren (z.B. unfähiger Tontechniker, gnadenlose Kompression, 200¤ Komplettanlage) so schlecht anhört das man sich lieber eine Schallplatte aus den Siebzigern auflegt weil (fähiger Tontechniker, gut erhaltene Platte, keine Kompression, und keine 200¤ Komplett-Anlage) es sich einfach "schöner" anhört.

Damit wären wir wieder am Anfang:
CD's enttäuschen im Tonbereich. Ja, das ist aktuell so, die Digitaltechnik wird nicht richtig genutzt (von seiten des Mediums) und die Konsumenten haben nur noch 200¤ Euro Komplett-Anlagen zuhause. Kein Wunder das sich Enttäuschung breit macht.
Und wer sich mal ne aktuelle Schallplatte z.B. von Stockfisch Records kauft, der wird feststellen das so eine Platte rein gar nichts mit den dumpfen Knister-Scheiben aus den 60er zu tun hat.

Es ist eine kuriose Audio-Welt entstanden...

Meine Empfehlung

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2012 15:09:26 GMT+01:00
Sehr richtig und wahr. Aber nicht böse sein, wenn jemand seine Vergnügung doch in "¤ 200" Anlage findet.
Hier geht es um völlig andere Welten und andere Menschen. In einer die Menschen, die neben werken am Computer oder Kettenwechsel am Velo im Keller etwas "Geräusch" hören wollen (meistens etwas ritmisches). Dafür ist das "¤ 200" Anlage richtig geschaffen und erfreulich, dass sie auf dem Niveau der jeweiligen Technik gibt.
Es gibt aber auch eine Minderheit einer anderen Welt in der man im Stereo-Zentrum sitzt, den gesungenen Text ode sogar Noten folgt und konzentriert auf jede Einzelheit der (meistens klassischen) Musik. Und das macht dem Vergnügen. Das braucht aber eine Ausrüstung, wo allein der Tonabnehmer ein paar Tausende kosten kann und genauso der CD-Player oder weitere Komponente. Keine der beiden Welten soll besser sein als die Andere. Jedem sein Vergnügen! (Übrigens, heutzutage in China werden - nach EU, USA oder japanischen Vorgaben - hervorragende Produkte hergestellt für etwas weniger Geld, als Vergleichbares aus EU, USA oder japanischer Produktion.)

Veröffentlicht am 24.12.2012 15:29:08 GMT+01:00
Tim Graf meint:
Nur um es noch einmal klarzustellen: die Digitaltechnik ist heute so weit, dass bereits gute MP3-Player für 50¤ (z.B. Sansa Clip+) einen optimalen Klang bieten, der in jeder Hinsicht genauso gut ist wie der eines 5000¤ teuren CD-Players. Das lässt sich nachmessen, vollkommen objektiv. Wer das nicht glaubt, dem geht es mehr um die subjektive Suggestion von Klangqualität bzw. um die Rationalisierung seiner Status- und Fetischobjekte. Keine Frage, teure Komponenten in ihrer massiven Verarbeitung können einen sehr ästhetischen, wertigen Eindruck machen. Aber sie haben beim heutigen Stand der Digitaltechnik keinen Klangvorteil gegenüber ordentlichen, günstigen Komponenten.

Auf analoge Komponenten trifft das nicht in dieser Konsequenz zu. Für einen optimal klingenden Verstärker muss man je nach Leistung zwischen 100 und 300 Euro investieren. In Kompaktanlagen ist der integrierte Verstärker nicht immer optimal. Noch teurer sind hochwertige Boxen, allerdings sind heute auch hier schon für 200¤ das Paar phantastisch klingende Boxen zu bekommen, die eine Qualität bieten, für die man vor 30 Jahren noch das fünffache bezahlt hätte.

Veröffentlicht am 24.12.2012 15:46:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.12.2012 16:01:19 GMT+01:00
moviefreak meint:
Leute, was soll das Ganze? Da reden technische Laien viel über unfähige Tontechniker und 200¤-Anlagen. Es dürfte doch wohl klar sein, daß ein Mittelklasse-Player in der Lage ist, eine CD bzw. SACD in voller Qualität abzuspielen. Um ähnliches mit der LP zu erreichen, muß man schon einiges mehr auf den Ladentisch legen. Was aber hat das ganze mit 200¤-Anlagen zu tun? Es müßte zwischen uns doch schließlich Konsens darüber bestehen, daß der Lautsprecher die Musik macht und nicht die Abtastnadel. Laßt doch bitte mal dieses unsinnige unnütze Thema sein und wendet Euch dem kreativen Thema: "Wie optimiere ich meinen Schallwandler und meinen Wiedergaberaum" zu. Ein weiteres interessantes Thema dürfte ein Vergleich der analogen mit der mit der digitalen Endstufe sein.

Veröffentlicht am 24.12.2012 15:47:09 GMT+01:00
Rallyfirst meint:
Ich sehe bei dieser Diskussion das Problem, dass gleich immer über Extreme gesprochen wird. Warum wird hier von einer 200,-EUR Anlage gesprochen? Das eine solche natürlich nix dolles sein kann ist sicher jedem klar.
Aber es muss auch kein 5000,-EUR Thorens Plattespieler + B&W Standboxen 5000,-EUR /Stck. incl. Röhrenverstärker und Vorverstärker etc......
Man kann gut sagen, dass man eine sehr gut klingende Anlage auf digitaler Basis (Stereo) für lockere 1.500,-EUR incl. 2 Lautsprecher zusammenstellen kann. Von daher sollte man bei dieser Diskussion eher
von einem solchen Level ausgehen, wenn man mit analog vergleicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2012 15:47:39 GMT+01:00
Kritiker meint:
Treffend dargestellt.

Hatte erst neulich so eine ähnliche Diskussion mit einer geschätzten Arbeitskollegin. Nach einem "Aha, Fachhändler gibt es noch?" kam ein "da hört man einen Unterschied?" (zwischen der besagten 200¤ Anlage und dem Fachhändlerequipment). Da fiel mir zwar eine Menge dazu ein, gesagt habe ich aber nichts mehr darauf. Wäre eine fruchtlose Diskussion geworden.
Also: jedem das seine. Mittlerweile habe ich auch bemerkt, das man es im Bekanntenkreis am besten gar nicht erwähnt wieviel der Tonabnehmer gekostet hat. Man erntet nur Kopfschütteln, und vernünftig ist es vermutlich auch nicht mehr. Es ist als Hobby zu betrachten, und welches Hobby ist schon mit Vernunft zu begründen?
Andere springen aus 40km Höhe ... schön, mutig, aber vollkommen sinnfrei.

Zu China: da wird tatsächlich hochwertige Elektronik (z.B. die Sachen mit dem angebissenen Apfel-Logo und deren Konkurrenten) hergestellt, und tlw. ist man dazu in Europa traurigerweise gar nicht mehr in der Lage weil entsprechende Produktionsanlagen fehlen. Aber eben auch die massenkompatible Consumer-Elektronik bei denen die Klangqualität nicht gerade an erster Stelle steht. Und diese Produkte habe ich gemeint.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2012 16:42:07 GMT+01:00
Kritiker meint:
Sie sollten sich mal das hier anschauen, nur so als Beispiel:
http://www.wolfsonmicro.com/products/dacs/

Da sind "low cost stereo DAC (Modell 8725)" und "High Performance Stereo DAC (Modell 8741)" verzeichnet. Das eine (wenn überhaupt) landet im 50¤ mp3-Spieler oder im DVD Spieler der als "Abfallprodukt" über Cinch Stereo ausgibt das andere in einem halbwegs ernsthaften CD Spieler. Das hört man dann auch.
Wozu die Unterscheidung wenn doch eh alles gleich ist? Mit ihrem bedingungslosen Glauben an die ach so tolle Digital- und Messtechnik auch im unteren Preissegment liegen sie voll daneben. Aber ich denke die Diskussion ist sinnlos, ich sollte aufhören sie bekehren zu wollen.
In einem gebe ich ihnen recht, selbst der 50¤ mp3 Spieler kann vielleicht mehr als der Walkmen vor 30 Jahren für das doppelte Budget. Da widerspreche ich nicht.
Ich empfehle eine Vorführung beim Fachhändler, oder sie versuchen beim Planetenmarkt eine Vorführung zu bekommen, dann haben sie wenigstens mal was zu lachen, weil die dazu nicht mehr in der Lage sind sie anständig zu beraten.
Da bekommen sie eher eine Beratung in diesem Sinne:

Lieber Kunde, was nervst du mich mit diesen komischen Fragen ob CD-Spieler A oder B klanglich besser ist. Ich kann es dir nicht sagen (weil ich keine Ahnung habe), und im heutigen Digitalzeitalter ist doch eh alles gleich. Und überhaupt, sei doch froh das wir überhaupt noch einen CD-Spieler im Angebot haben! Wie? Sie möchten gerne in ein wertiges Gerät investieren das klanglich vorzüglich ist und auch 500 Euro kosten darf aufgrund eines laufruhigen Laufwerkes und eines guten DA-Wandlers, weil sie den CD-Spieler die nächsten 15 Jahre haben und sich technisch gesehen ja nichts mehr an der CD ändert? Tut mir leid, muß ich passen. Ich weiß nur das ich diese Palette bis zum Ende des Monats abverkauft haben muß sonst krieg ich Ärger mit dem Chef.
Fernseher sollten sie unbedingt den dem besten Bild kaufen. Aber beim Audio-Equipment ist doch messtechnisch eh alles gleich. Ton ist ja nur noch subjektiv. Und vorher auch noch vergleichen wollen? Wo kommen wir denn da hin? Kaufen sie jetzt den CD Spieler von der Palette runter oder nicht? Hallo? Wo wollen sie den hin?
Antwort: zum Fachhändler!

Da kann ich Rallyfirst eher nachgehen, für das Budget ist durchaus ein kleines feines Stereo drin.

Veröffentlicht am 24.12.2012 19:22:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.12.2012 19:24:53 GMT+01:00
Tim Graf meint:
Es gibt nichts irreführenderes und sinnloseres als das "Testhören" im Hifi-Laden um objektiv die Qualität von Audio-Komponenten zu beurteilen. Und es gibt in der Regel Niemanden der inkompetenter und voreingenommener ist als der Verkäufer in dem besagten Laden, der dem Kunden natürlich die teuersten Geräte andrehen möchte, mit denen er die größten Gewinnspannen erzielt. Dabei bedarf es nicht einmal großer suggestiver Anstrengungen - einfach die teurere Komponente etwas lauter einstellen und schon ist die Präferenz klar...

Solange es Menschen gibt, die daran glauben, dass teure Produkte grundsätzlich besser klingen, wird es der Nachfrage entsprechend teure Produkte geben. So funktioniert Marktwirtschaft. Das gilt auch für D/A-Wandler. Wandler, die absolut transparent arbeiten kosten auf dem Großmarkt heute zwei oder drei Dollar das Stück. Natürlich gibt es für den High-End-Markt produzierte Wandler, die "bessere" Messwerte liefern. Das bedeutet aber keine bessere Klangqualität, weil die entsprechenden Parameter weit jenseits der Kapazität sämtlicher analoger Komponenten, geschweige denn des menschlichen Gehörs liegen.

Wie auch immer - ich will hier Niemanden bekehren! Wir brauchen willfährige, für Suggestionen empfängliche Konsumenten, die das System am Laufen halten. Allzu aufgeklärte Konsumenten sind schlecht für das Wirtschaftswachstum :-)

Veröffentlicht am 25.12.2012 10:20:18 GMT+01:00
Brasier meint:
Wenn die oberflächliche Interpretation eines Werks,
zur Verzweiflung des Zuhörers führt,
nützt auch die Beste kulinarische Aufbereitung
im Klang und Tonbereich nichts.
Deswegen muss diese Diskussion sich stringent
mit ihr ebenso verbinden, sonst...
ist sie für die Katz....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 20:00:20 GMT+01:00
Ich verfolge diese Diskussion schon lange und bin immer wieder erschüttert, was an dieser Stelle so behauptet wird. Und ich gebe Brasier recht, dass natürlich an erster Stelle die Interpretation bzw. die Qualität der Musik stehen muss. Um so schöner , wenn sich Klang und Interpretation auf wunderbare Weise ergänzen, so heute erlebt mit Schumanns 1. Sinfonie (Dausgaard, Schwedisches Kammerorchester, BIS). Und um einige hier richtig auf die Palme zu bringen: es war eine SACD und ich habe sie im Mehrkanalton gehört und es war phantastisch. Heute habe ich die Beethoven-Klaviersonaten geschenkt bekommen (mit Ronald Brautigam), 12 SACDs und wieder alle in Surround, das kann doch gar nicht besser klingen, alles nur Marketinggags der Industrie.......

Und zum Thema digital klingt sowieso alles gleich: Meine Tochter klinkte sich am Wochenende mit Ihrem iPod Touch in mein Netzwerk via Apple TV ein und spielte mir einen Pop-Song über Spotify vor. Ich kannte den Song nicht, aber die Klangqualität kam mir unterirdisch vor (obwohl ein LINN-Gerät die digital-analog-Wandlung vornahm). Kurzerhand habe ich den Song als mp3 (auch nicht gerade das Gelbe vom Ei) im Netz runtergeladen und meiner Tochter vielen fast die Ohren ab: Das klang soviel besser, dass überhaupt keine Diskussion nötig war. Jetzt möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie der Song von einer LP abgespielt klingt.

PS: Heute hat wohl der CD-Player meiner Tochter (ein Erbstück von mir) seinen Geist aufgegeben. Antwort meines 15jährigen Sprösslings auf meinen Hinweis, Sie müsse dann wohl erst einmal ihren alten Sony-DVD-Player als CD-Spieler nutzen: "Das will ich nicht, der klingt so schlecht.....".

Frohe Weihnachten !

Veröffentlicht am 25.12.2012 22:27:14 GMT+01:00
brenchberger meint:
Ein herrlicher Beitrag, Herr Heinemann-passend zur Weihnacht, hinterlässt er schlicht ein Lächeln auf meinem Gesicht.
Inmitten manch verbissener Beiträge singen Sie ein Hoch auf die Sinnlichkeit des eigenen Geschmacks und Erlebens und Sie haben zudem Recht: Es gibt sie, die Unterschiede und sie sind spontan erlebbar.
Spätestens, wenn eine technisch und selbst musikalisch nur schwach leidenschaftliche bis ignorante Person neben Ihnen auf der Couch sitzt, plötzlich die Augen in Richtung Musik bewegt und bemerkt: "Das klingt aber gut....!", weiß man, dass man nicht der Suggestion des HiFi-Händlers, dem Preisschild oder einem Testbericht aufgesessen ist und auch sonst nicht spinnt. Denn-abseits unterschiedlichen Klanggeschmacks-hat der Mensch ein natürliches Gefühl für das "Richtige" oder eben Qualität-Profis, auch so mancher HiFi-Händler kennen dieses von mir beschriebene und erlebte Phänomen....
Und Digital ist deswegen nicht Digital, weil die zwangsläufig ins Analoge zu wandelnden digitalen Informationen einerseits durch die Güte des Wandlers und besonders in einer analogen Ausgangsstufe zu Klang werden, die gekonnt (Ingenieurskunst und Ohren) und hochwertig (Bauteile) oder auch nicht konstruiert ist. Der Preis ist dabei nicht unbedingt aber in der Mehrzahl ausschlaggebend.
Die Frage, ob höchstwertige und in der Regel teurere Geräte notwendig sind um Musik genießen zu können, hat Herr Brasier beantwortet. Mich hat es früher nie gestört, Musik über den Kofferplattenspieler, tragbaren Kassettenrekorder oder Walkman (die sowohl schrecklich oder wunderbar ausgewogen klingen konnten) kennen und lieben zu lernen-entweder hat einen die Sprache des Komponisten und deren Interpretation gepackt oder nicht. Wenn man allerdings die ganze sinnliche Klangfülle zu hören bekommt-ob live oder konserviert-ist das freilich die Krönung des Musikerlebnisses.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 22:53:08 GMT+01:00
Ein alter Schulfreund (inzwischen Physikprofessor und entsprechend skeptisch) nach einem Vergleich von LP und CD bei mir zu Hause (Testobjekt war u.a. das delikater weise digital aufgenommene Sting-Album "..Nothing Like The Sun"): Ich hätte gern die CD....mit dem LP-Klang !

Letztens hat er seine LP-Sammlung aus Jugendtagen aus dem elterlichen Keller geholt. Sein alter Akai-Plattenspieler funktionierte nicht mehr, dafür aber der ELAC (Baujahr 1972) seiner Eltern. Nach Lösung des Anschlussproblems (DIN-Stecker !) haben wir einige LPs gespielt, die er inzwischen als CD besitzt. Kommentar seiner Frau nach kurzem Reinhören: "Die LPs klingen aber eindeutig besser". Nun steht wieder der alte ELAC im Schrank. Das ist natürlich alles nur Nostalgie bzw. Einbildung. Nur: weder ist hier das teurere Gerät das bessere noch waren wir Testhören im Hifi-Laden. Gibt es es vielleicht Phänomene jenseits der hier oft zitierten Messwerte (die mich sowieso nicht interessieren) ?

Inzwischen haben schon mehrere Freunde wieder Plattenspieler gekauft (nicht als Ersatz für die CD sondern als Ergänzung), und bei allen geht es bestimmt nicht um Statussymbole (insbesondere in einem Fall wäre das Gerät durchaus dafür geeignet). Und erstaunlicherweise haben die jeweiligen Ehefrauen die Anschaffungen mitgetragen und können die Klangunterschiede nachvollziehen.

Viele Grüße von einem willfährigen und für Suggestionen empfänglichen Konsumenten (der seine Geräte zum Teil schon seit Jahrzehnten betreibt und so eben nicht gerade zum BSP beiträgt).

PS: Der teuerste Plattenspieler (in diesem Fall: LINN LP 12) klingt auch am besten, bilde ich mir wenigstens ein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 23:10:12 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2012 23:14:24 GMT+01:00
enterprise11 meint:
"Gibt es es vielleicht Phänomene jenseits der hier oft zitierten Messwerte (die mich sowieso nicht interessieren) ?"
Ja, die gibt es, und sie heißen Nostalgie, Sehnsucht nach der heilen Welt und Angst vor Durchhörbarkeit und großer Dynamik. Die Musik wird mangels dynamischer Bandbreite und permanentem Eigenrauschen auf der LP wieder aufs Handtaschenformat zurechtgestutzt und tut niemandem mehr weh. Sie lullt wieder ein und klingt "wie früher". Das "Dies irae" klingt nicht mehr nach zornigem Gott sondern nach beleidigtem Chef und "O Fortuna" ist nicht das wankelmütige Glück der ganzen Welt, sondern die Freude über den wiedergefundenen Groschen. Als freiberuflicher Tonmeister weine ich der LP nicht eine Träne nach. Gute Aufnahmen (egal aus welchem Jahr) klingen digital spätestens ab 48khz/24 bit immer um Welten ehrlicher und dem Original (also den Musikern in der Realität) bedeutend näher. Wer das nicht möchte, mag die LP natürlich lieber, denn deren verfälschender Klang scheint außermusikalische Emotionen zu wecken, die ich nicht nachvollziehen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 23:15:17 GMT+01:00
Lieber Herr Brenchberger,

vielen Dank für Ihre Zeilen. Auch wenn ich inzwischen (es ist eben mein Hobby) den einen oder anderen EUR in meine Anlage gesteckt habe: Viele Werke habe ich zum ersten Mal noch auf einer eher einfachen Anlage gehört, und die Erinnerung an diese Erlebnisse (ich denke an die Beethoven-Klavierkonzerte oder den Bolero, aber auch viel Pop-Musik) kann mir niemand nehmen. Die Erinnerung verklärt vieles und sicher ist meine heutige Anlage um Welten besser, aber das damalige Gefühl ist heute selten zu erzeugen (Schumanns 1. mit Dausgaard hat es heute geschafft). Einem guten Freund geht es eben so.

Heute Abend ist mir das Central Park-Konzert mit Simon & Garfunkel von 1982 in die Hände gekommen und schon saßen meine Kinder und ich auf dem Sofa und hörten eine LP-Seite ganz durch. Ich weiß heute noch, wie ich mir dieses Doppelalbum von meinem Taschengeld abgespart habe. Mein Sohn (12) fand das Geknister zwar etwas nervig (eigentlich wollte er lieber mit seiner neuen Playstation "zocken"), trotzdem ein schöner Ausklang eines schönen 1. Weihnachtstages (vom Wetter abgesehen).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2012 23:56:29 GMT+01:00
brenchberger meint:
Dass das Klangerlebnis mit Plattenspielern dem natürlichen Hörempfinden entgegen kommt, ist allenthalben bekannt und die CD-Reproduktion hat sehr lange gebraucht, bis sie annähernd aufschließen konnte. So weit ich das beurteilen kann und die sehr lang beobachtete Fachpresse nicht beständig lügt, liegen die ausgereiftesten CD-Spieler mit den besten Plattenspielern zumindest! gleich auf, was insbesondere durch beinharte Plattenspieler-Verehrer und zugleich CD-Skeptiker bezeugt wird.
Dass die Digitaltechnik für weniger Geld (als ein entsprechender Plattenspieler) der analogen überlegen ist, wird durchaus erfahrbar, wenn man wie ich einen alten Philips-Player mit einer "High-End"-Ausgangsstufe, die ein Könner dort eingebaut hat, betreibt. Die Hochwertigkeit dieses Bauteils macht den Unterschied von damaligem eher harten und sterilen CD-Klang und dem der Plattenspieler aus-hinzu kommt die Störungsfreiheit und die gesteigerte Dynamik. Es klingt ausgezeichnet! Und trotzdem macht es der Linn für Sie womöglich besser. Das ist gut so und macht Einwände überflüssig.
Weihnachtliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2012 00:09:41 GMT+01:00
Hallo, enterprise11,

ich bin von CDs, SACDs und hochaufösenden Downloads total begeistert. Und ich kann mir vorstellen, was die Digitaltechnik für ein Segen ist (gerade für Sie als Profi). Aber mit "Sehnsucht nach heiler Welt" sind Sie bei mir völlig auf dem Holzweg. Ich bin überzeugt, dass prinzipiell die Digitaltechnik überlegen ist (insbesondere hochauflösend). Übrigens höre ich Klassik tatsächlich selten von der LP (weil mich dort die Limitierungen eher stören). Warum auch immer, gerade im Pop-Bereich empfinde ich LPs oft als besser klingend, nicht weicher, einlullender , sondern gerade lebendiger, natürlicher, sogar dynamischer. Das liegt aber meiner Überzeugung nach nicht am Medium, sondern daran, was daraus gemacht wird. Ich frage mich manchmal, was da beim CD-Mastering geschlampt wurde ! Es gibt auch Gegenbeispiele. Zum Beispiel hat man die Aufnahmen von Simon & Garfunkel vor einigen Jahren von den Originalbändern auf CD herausgebracht: Eine Offenbarung ! Dagegen hat meine deutsche Pressung aus den 80ern keine Chance. Also: Bitte alle Aufnahmen, die mir wichtig sind,von den Originalbänder möglichst hochauflösend und mit musikalischen Sachverstand remastern und und ich bin dabei ! Aber nachweislich weisen Neuausgaben von CDs oft sogar eine geringere Dynamik aus als frühere Ausgaben. Die überall um sich greifende Dynamikkompression lässt grüßen. Die CDs wirken lauter, die Dynamik geht flöten.

Tatsächlich interessieren mich Messwerte nicht, aber nicht aus Ignoranz, sondern weil ich mehr meinen Ohren vertraue. Und messtechnisch sind heutige hochwertige Komponenten sowieso über jeden Zweifel erhaben. Trotzdem klingen Sie unterschiedlich. Was bringt es mir dann, Datenblätter zu lesen ?

Natürlich ist die LP auch eine Modeerscheinung. Inzwischen erscheinen ja immer mehr aktuelle Aufnahmen auch wieder als LP. Nach meiner Erfahrung sind diese oft von eher durchschnittlicher Qualität, weisen zumindest gegenüber der CD keine klanglichen Vorteile auf. Geht das Wissen des LP-Mastering langsam verloren ? Neue Presswerkzeuge und Schneidstichel gibt es ja wohl schon lange nicht mehr.

Kurz: Ich höre,was mir gefällt (das ist bestimmt nicht objektiv), und gerade bei älteren Pop-Produktionen (70er und 80er Jahre) klingen LPs in meinen Ohren oft besser, aber nicht immer ! Scheuklappen habe ich dabei überhaupt keine und mit mangelnder Dynamik kann ich gar nichts anfangen (zum Leidwesen meiner Nachbarn ?) Musik darf mich gerne aufregen, darum höre ich nebenbei fast gar keine Musik (außer auf dem Ergometer oder beim Bügeln, beides nicht eben aufregende Tätigkeiten).

Ein bisschen Nostalgie ist aber gelegentlich auch dabei, wenn ich Platten höre, das will ich nicht ganz von mir weisen (man wird eben älter).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2012 11:25:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.12.2012 11:30:46 GMT+01:00
Kritiker meint:
Hallo Herr Heinemann,

genau diesem Irrweg bin ich auch aufgesessen, digital ist doch eh alles gleich, und in einem BluRay Spieler kann man ja eine CD abspielen - zumindest ist das Equipment technisch gesehen in der Lage dazu - wozu einen extra CD Spieler kaufen bzw. behalten. Also habe ich mich mit Equipment aus dem Planetenmarkt eingedeckt um dann später zu bemerken, das ich jahrelang gar keine Musik mehr im Wohnzimmer gehört habe, ganz entspannt auf dem Sofa sitzend und aufmerksam lauschend.
Als ich das bemerkte ging ich zum Fachhändler. Der gehört zur geduldigen Sorte, ich sollte meinen 08/15 BluRay Player ruhig mal mitbringen und gegen einen CD-Spieler probehören. Gesagt, getan. Lautstärke gleich gelassen, eine ordentliche CD eingelegt (keine Mega-Super-Klang-Referenz-Scheibe) und mit einem nicht prestigeträchten CD-Spieler einer eher unbekannten Marke mit audiophilem Anspruch die ich vorher gar nicht kannte verglichen. Also keine der breiten Masse bewußte Consumer Marke wie Sony und Co. Zum Angeben gänzlich ungeeignet.
Es wurde kein Wort gesprochen. Der Unterschied sprach für sich. Anschließend den BluRay Player digitial an den Verstärker angeschlossen (der Wandler des BluRay-Players wurde also umgangen), das Ergebnis war deutlich besser aber kam an den CD-Spieler einfach nicht ran. Den CD-Spieler habe ich mir dann ausgeliehen und zuhause noch einmal im Vergleich zum BluRay Player gehört bevor ich ihn gekauft habe, weil ich wirklich dachte ich gehe dem Händler auf den Leim. Zusätzlich habe ich Personen hören lassen, welche hier schön als "musikalisch nur schwach leidenschaftliche bis ignorante Person" beschrieben werden. Das Ergebnis war immer das gleiche.

Auch hier sind die Behauptungen aus der Luft gegriffen von wegen Suggestion, Nostalgie oder Prestige.

Daher bin ich mit meinem nicht-prestigeträchtigen Gerät der audiophilen und preislich nicht übertriebenen Einstiegsklasse sehr zufrieden, wohl wissend das ich damit einem BluRay Player von der Stange in den digitalen und gänzlich virtuellen Hintern treten kann...
Und mit der zeit ist das "Zeug" aus dem Planetenmarkt Schritt für Schritt aus meinem Wohnzimmer verschwunden...

Und eines ist klar, die Interpretation ist mir auch sehr wichtig, habe einige Aufnahmen aus den z.B. 30ern zu hause, nach einer kurzen Knister-Eingewöhnungsphase von vielleicht 5 Minuten kann ich hier ganz ins Werk eintauchen. Trotzdem sollte eine Anlage so gut sein das ich auf dem Sofa sitzen bleiben kann und nicht nervös umherlaufe, weil ich den Eindruck habe das da klanglich was nicht stimmt und einfach nur lauschen möchte, egal bei welchen Laut-oder Leisestärken.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2012 16:30:41 GMT+01:00
Hallo, lieber "Kritiker",

was Sie schreiben kann ich 1:1 unterschreiben. Ich bin glücklicherweise schon Anfang der 90er Jahre in den Fachhandel geraten (und bin heute noch Stammkunde). In dem Laden kann man 15.000 EUR für einen Netzwerk-Player ausgeben, aber auch nur einige hundert EUR. Und ganz wichtig: Man kann alles in Ruhe zu Hause testen, ohne Tricks und irgendwelche Marketingsprüche. Und noch etwas: Da auch ich mein Geld noch nicht selbst drucken kann, gibt es dort zum Glück gepflegte und vom Fachmann geprüfte Gebrauchtgeräte, i.d.R. Inzahlungnahmen von Kunden. Auf diesem Weg konnte ich meine Anlage auf das heutige Niveau bringen ohne gänzlich zu verarmen, und für einen gebrauchten CD-Player habe ich nach vielen Jahren noch einen fairen Preis bekommen. Versuchen Sie das einmal mit Ware aus dem Planetenmarkt ! Die können Sie gleich auf dem Wertstoffhof entsorgen (nicht alles, aber vieles).

Ich kann völlig verstehen, wenn sich jemand für alles das nicht interessiert und mit einer Komplettanlage von der Palette glücklich ist. Aber derjenige soll mir dann nicht erzählen, dass sowieso alles gleich klingt. Es kommt ja auch keiner auf die Idee, einen Fiat Panda mit einer S-Klasse gleichzusetzen. Nur darunter können sich alles etwas vorstellen, die Unterschiede von Hifi-Geräten sind da schon etwas subtiler. Übrigens: ich habe Kollegen, die von sich behaupteten: "Das höre höre ich sowieso nicht raus". Nach einer Stunde auf meinem Sofa gibt auch der größte (vermeidliche) Ignorant zu, dass er Unterschiede zum Beispiel zwischen Aufnahmen oder Geräten sehr wohl wahrnimmt. Das es ihm dann trotzdem nicht wichtig ist, ist etwas anderes und für mich völlig in Ordnung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2012 21:30:36 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.12.2012 21:44:05 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@Arne Heinemann
Ich habe eine ganz klassische Billiganlage, mit der ich sehr zufrieden bin:
MiniDisk Deck MDS-JE 480
Tuner harman-kordon TU 970
CD-Spieler Sony CDP XE 220
Verstärker Philips FA 660
2 Boxen Infinity Reference 11 MA II
Diese Anlage hatte ich mir damals aus Komponenten zusammengestellt, die in irgendwelchen Zeitschriften in ihrer jeweiligen Preiskategorie gelobt worden waren. Allerdings waren diese Komponenten aus niedrigen Preiskategorien ausgewählt, sie sollten also eine relativ gute Qualität haben, nicht aber eine absolut gute. In dieser Zusammenstellung arbeiten diese Komponenten wohl nur bei mir.
Auch bei Freunden, die viel mehr Geld in ihre Anlage steckten musste ich feststellen, dass (ich höre fast nur Klassik) diese Anlagen aus schlechten Aufnahmen keine guten machen. Meine 08/15 Anlage macht hingegen aus guten Aufnahmen keine schlechten. Musik hört man eben nur zum kleinen Teil mit den Ohren, hauptsächlich aber mit dem Organ zwischen den Ohren. Und wenn dieses Organ in der Lage ist, schrecklich klingende Caruso-Aufnahmen in einen Musikgenuß zu verwandeln und gut klingende Aufnahmen anderer Tenöre, deren Namen ich zur Vermeidung von Nebenkriegsschauplätzen hier nicht nenne, mir trotz modernster Technik als das offenbart was sie sind, nämlich künstlerisch schwach, dann muss ich mir über die Aufnahmequalität so viele Sorgen nicht machen.
Meine Meinung, man kann auch anderer Meinung sein, das ist keine Frage.
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