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Bruno Walter und Otto Klemperer


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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 17:56:29 GMT+02:00
rumble meint:
@fidelio
Das stimmt. Die beiden Aufnahmen sind nicht zu vergleichen. Hab ich auch nicht beabsichtigt. Nicht das ich was gegen diesen "Klassiker" hätte, aber es beschleichen mich gemischte Gefühle bei dieser und anderen "Wir- ziehen- in- eine- möglichst - große- Kirche- und - Spielen - da - feierlich - Bruckner - Aufnahmen" (ich glaube in diesem Falle ist es in Ottobeuren gewesen). Zugeben muß ich aber auch, das ich diese Aufnahme ebenfalls sehr schön ist.
Gielen find ich gar nicht so kühl - (ja, Saphir Intercord). Konzentriert trifft`s meiner Meinung nach eher.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 18:08:53 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2009 00:47:14 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 20:21:12 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 12:06:21 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 20:31:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.05.2009 20:36:06 GMT+02:00
Fidelio meint:
@rumble
Jetzt sind wir ganz schön vom Thema ab. Also, bei Gielen hab ich doch den Eindruck, der vielleicht falsch ist, dass im Tonstudio viel im Nachhinein gemixt wurde. Neben dem "Rundfunk-Gielen" sind mir noch die CDs mit dem "Rundfunk-Rögner" und dem "Rundfunk-Skrowaczewski" mit der 5.Symphonie Bruckners geläufig: Bei allen, vielleicht am meisten Skrowaczewski mit dem Orchester aus Saarbrücken hört man, dass die Bläser bei Weitem nicht so stark sind wie z.B. bei den Berliner Philharmonikern in der Aufnahme mit Barenboim. Letzterer nutzt die Gelegenheit aber nur in den letzten Minuten, davor fehlt mir mehr oder weniger der dramaturgische Faden - Schade. Diese Symphonie habe ich live mit BPO und Abbado erlebt: Das war bisher die beste Interpretation und atemberaubend, trotz der oben erwähnten Kritik an Abbado. Die DG-Aufnahme mit WPO gibt aber leider keinen annähernd so guten Eindruck wieder. Am Ende nenne ich den Concertgebouw-Jochum mehr aus Anerkennung, als das dies meine "Gebrauchsaufnahme" geworden wäre. Aber er schafft eine Aufnahme aus einem Guss mit gut disponiertem Orchester. Gielen habe ich öfters gehört. Dagegen hat man die BP-Wand-Aufnahme nachträglich aus mehreren Mitschnitten zusammengepantscht, auch wenn sie trotz diffusen Klangbildes noch hörbar geblieben sein mag. Soltis oder Haitinks DDD-Aufnahmen wirken auf mich regelrecht austauschbar. Vielleicht auch Thielemann, der bei den Amazon-Kunden schlechter wegkommt als bei der positiven Presse. Tja, jetzt hör ich mal den Rögner.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 21:08:02 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.05.2009 21:44:39 GMT+02:00
Fidelio meint:
Vielen Dank für Ihre Antwort. Auch die Einspielung mit dem KRSO und Günter Wand ist mir bekannt, sie klingt im RCA-Remastering übrigens viel heller als davor bei DHM/Emi.
Nun habe ich die Zeitschrift FonoForum 7/92 im original herausgesucht, da heißt es von Werner Pfister, und der soll für mich heute das letzte Wort haben: "Ähnlich zu beurteilen und nicht hoch genug zu schätzen ist Klemperers Bruckner. Alle großen Sinfonien hat er eingespielt, alle in respektabler, zum Teil gar in außergewöhnlich guter Klangtechnik. Die 'Romantische' sowie die Siebte, mithin die beiden populärsten, stammen aus den frühen 60er Jahren: Beides Beispiele eines auf magistrale Art selbstverständlich wirkenden, objektiven, weil stets strukturbezogenen Musizierens. Das unterscheidet Klemperer auch von den meisten seiner Kollegen, die bei Bruckner stets metaphysische oder religiöse Wahrheiten ausmachen wollen, den Konzertsaal also mit der Kirche verwechseln, wogegen Klemperer der Musik Bruckners voll vertraut. Exemplarisch gelungen, auch im Hinblick auf die heutige Konkurrenz, sind die Sechste (Klemperer hat sich, der Auskunft seiner Tochter zufolge, dieser sonst eher vernachlässigten Sinfonie stets mit besonderem Einsatz gewidmet) sowie die monumentale Fünfte: klanglich grandios im architektonischen Aufriß und in den weitgespannten, stets aufs Ganze bezogenen formalen Strukturen (Fugen-Finale der Fünften). 1970 folgten dann noch die Achte und die Neunte [...]. Klemperers Verzicht auf alles Metaphysische wirkt hier noch weit provozierender, zumal sich die innovative Modernität beider Werke mit bestürzender Gewalt offenbart. Nicht um die Rundung zum homogenen 'romantischen' Gesamtklang, zur 'klassischen' Konsonanz geht es Klemperer, sondern er betont, wo immer es die Partitur vorsieht (und kompromißloser als beispielsweise Giulini oder Wand), das Dissonante gegeneinander geführter Instrumente. Mithin kein Bruckner zur wohligen Erbauung."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 22:01:14 GMT+02:00
rumble meint:
@Fidelio
Ich muss Rögner auch noch mal hören. Aber er hat mit Sicherheit eine der wirklich guten Aufnahmen abgeliefert. Bei Gielen und Skrowaczewski wurde offensichtlich viel über das Mischpult geregelt. Das Geschnippel kommt einer flüssigen Interpretation der Sinfonie sicher nicht entgegen. Sie haben recht. Ja - und es stimmt, dass das Saarbrückener Blech nicht sehr stark ist - bzw. damals war. Diese Interpretationen ziehe ich aber trotz ihrer teils offensichtlichen technischen Mängel denen der BarenboimsHaitinksSoltis und auch der WandKarajansBöhms vor. Thielemann sollte um unser Seelenheil willen nicht so viel Bruckner machen - das Nichts könnte sich in jedem von uns breitmachen. Die Alternative ist tatsächlich der Jochum. Und das hab ich ja auch zugegeben. - Abbado hab ich nie live mit Bruckner gehört. Die Aufnahmen überzeugen mich allerdings nicht.
@Friedgen
Guten Abend Herr Friedgen. Ich muß in Sachen Klemperer ein Versäumnis einräumen. Ich kenne tatsächlich nur die Londoner - Aufnahme der Fünften. Die Wiener Aufnahme hab ich noch nicht gehört und werde es nachholen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 22:11:40 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 12:06:29 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 22:43:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.05.2009 22:54:14 GMT+02:00
rumble meint:
Leider kein Mißverständnis! Die Londoner Aufnahme ist ja die mit dem Philharmonia, die mit den Wiener Philharmonikern kenne ich halt selber noch nicht. Als ich also über die "Fünfte Klemperers" etwas abfällig redete, kannte ich nur die Hälfte der zur Diskussion stehenden Einspielungen. Das mußte ich faierweise einräumen. Aber es war keine bewußte Unterschlagung.

P.S.: Es handelt sich um einen Konzertmitschnitt vom 02.06.1968 aus dem Musikvereinsaal Wien

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2009 22:57:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2009 07:35:37 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Friedgen,

Danke,-für Ihre ausführlichen Antwort und dass Sie mir meinen Beitrag nicht Übel genommen haben! Er war auch nicht böse gemeint!

Es war einfach so,dass ich von einem Konzert der Musikhochschule nach Hause kam,noch ganz gerührt und begeistert war von den enormen Leistungen der jungen Musiker,die so engagiert und hingebungsvoll gespielt hatten. Unter diesem Eindruck zeigte mir ein Blick in den Computer den 115.sten Beitrag zum Thema Walter/Klemperer und der war von Ihnen! Wenn ein Thread von jungen,neuen,oder mehr oder weniger bekannten Interpreten,-im weitesten Sinn,- handelt,gibt's nur ein paar Einträge.
Natürlich können Sie in besagtem Forum schreiben,was Sie wollen,aber Ihr Beitrag ging auch noch um Szell + Galliera + Kleiber. So dachte ich: ,-nicht schon wieder-,!! Immer wird nur ausgiebig von "seeligen Vollendeten" gesprochen! Und Herr Friedgen,der so musikalisch gebildet ist und hier so interessante Beiträge schreibt,spricht auch nur von längst verblichenen Künstlern.

Natürlich kann ich Ihre Argumente warum und wieso das so ist gut nachvollziehen,aber verstehen kann ich sie nicht ganz. Jemand,der Musik so liebt wie Sie,quasi damit aufgewachsen ist,sollte doch ab und zu neugierig sein auf nie gehörte Werke,-selten gespielte Komponisten,-und warum denn nicht auch Barock? Es wird nicht mehr alles so "trocken" gespielt,wenn es das ist,was Sie daran stört,aber es gibt wundervolle Musik mit traumhaft schönen Melodien.Einfach hören, so ganz ohne Vorurteil und Vergleich,:......der hat das aber so und so gespielt,-hier hatte er andere Tempi und hier mehr oder weniger Forte- etc. Nur die Musik und die schönen Stimmen wirken lassen!

Und glauben Sie mir,es gibt auch,-ausser den durch extrem aufdringliche Vermarktungsstrategien promoteten Netrebko/Villazon/Hampson,wunderbare Sänger/innen,die eine stille ,steile Karriere machen und herrlich singen. Nebenbei gesagt: Netrebko,z.B. hat einen ganz wunderbaren,dunkel getönten Sopran und wäre auch ohne diesen ganzen Rummel ein grosser Star geworden. Nur nicht so schnell,-wäre aber sicher besser für sie gewesen!

Auch frage ich mich,ohne Ihnen nahetreten zu wollen,ob es wirklich für Seele und Gemüt so gut ist,immer dieselben Aufnahmen anzuhören. Da gibt es doch sicher auch viele Erinnerungen,schöne und weniger glückliche Momente. Das macht Sie dann traurig und melancholisch,und das müsen Sie nicht sein!

Ganz herzliche Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 18.05.2009 23:53:07 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2009 00:47:41 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2009 18:12:11 GMT+02:00
Falstaff meint:
Hallo haydnfan,

Werfen Sie jetzt die Flinte ins Korn, nur weil Herr Gumpert Ihnen geschrieben hat, dass Sie den Mund halten sollten? Wer austeilt, muss auch einstecken können. Irgendwie gefallen mir Ihre Beiträge, auch wenn diese stilistisch und inhaltlich aus dem Rahmen fallen. Mich würde wirklich interessieren, welche Aufnahme(n) von Haydns Schöpfung Sie bevorzugen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2009 20:46:18 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 12:06:41 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2009 21:32:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2009 21:45:41 GMT+02:00
rumble meint:
@Haydnfan
Memmengetue!- Und das alles nur, weil ein bißchen dumm rum gelabert wird? - Leopold Ludwig ist im übrigen nicht immer nur langweilig oder tranig und der Lehmann nicht immer interessant. Weiß der Geier, wozu die DGG den Fritz nicht noch hätte abrichten können. - Beste Grüße
@friedgen
hab sie mit Herrn Kaiser verwechselt.- Bitte um Entschuldigung. -Beste Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 12:13:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.05.2009 12:26:40 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Hallo haydnfan,

......jetzt zicken Sie hier doch nicht rum und spielen die Primadonna! Sie sollen sich doch nur etwas gemässigter ausdrücken,-ansonsten hat hier niemand etwas gegen Sie! ( Die meisten zumindest!)

Ist der schon öfter erwähnte Dirigent Fritz Lehmann Ihr Vater oder ein Verwandter von Ihnen? Kennen sie sich deshalb mit den alten Aufnahmen so gut aus?

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 13:06:14 GMT+02:00
Liebe Isolina Mart,

da bin ich aber ganz anderer Meinung: Gerne lese ich von haydnfan vernünftige Beiträge zur Sache. Doch sein Stil, seine Unflätigkeiten, persönlichen Angriffe und Ausfälle sind schier unerträglich. Wenn haydnfan das nicht einsieht, ist es besser, wenn er die Finger lässt vom Forum. Ein Mindestmaß an Stil, Höflichkeit und Respekt - besonders vor anderen Meinungen zur Sache - sollte man doch von einem erwachsenen Menschen erwarten können.
Oder ist das etwa zuviel des Guten?

Mit besten Grüßen von
Martin Gumpert

Veröffentlicht am 20.05.2009 13:28:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.05.2009 13:33:24 GMT+02:00
Fidelio meint:
Heute Nacht hatte ich eine Vision: Es klingelte an meiner Tür. Ein Riese im Lodenmantel mit Brandlöchern und Schlapphut stand vor mir. Ich fragte, wer er sei: "Klömmperer". Ich fragte nochmals. "Klömmperer". "Bitte schön?" Das ging so einige Male, und als er den Zeigefinger hob, wusste ich, es war der heilige Otto: "Sogen Se demm Hoidnfään, er soll ins Forum zurückkommen und sich nicht unflätig benöhmen!" Dann wurde er unsichtbar.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 13:37:24 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Martin Gumpert,

selbstverständlich haben Sie recht! Andererseits hat er auch schon so lustige und originelle Formulierungen gebracht,dass ich hier am Computer laut aufgelacht habe. Menschen,die einen zum Lachen bringen,sind einem per se nicht unsympathisch,-siehe Clowns! Sicher,-was zu weit geht,geht zu weit!

Da er aber seine email Adresse veröffentlicht hat,fehlt ihm vielleicht vor lauter Verehrerpost und deren Beantwortung die Zeit für Beiträge im Forum! Wir werden es sehen!

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 17:51:41 GMT+02:00
Liebe Isolina Mart,

ich danke für die sehr nette Entgegnung. Auch mir sagt man ein sehr fröhliches Naturell nach und ich lache eigentlich auch über fast alles (auch über mich!). Nur hört bei mir der Spaß bei Rüpeleien und Ungezogenheiten auf, ebenso bei dem merkwürdigen "v.Seydlitz-Humor", über den ich nun wirklich nicht lachen kann. Wenn haydnfan echt fröhlichen Humor oder respektvolle Sachkenntnis verbreiten würde, dann wäre er mir ein willkommener Forumspartner.
Sie machen es doch toll vor, wie's sein kann: trotz gelegentlich spitzer Zunge immer ein Lächeln zwischen den Worten und ein respektvolles Akzeptieren anderer Meinungen - auch wenn man sie nicht teilt.

Mit besten Grüßen und einen schönen Feiertag von
Martin Gumpert

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 19:14:43 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2009 00:48:10 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 22:52:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.05.2009 23:12:27 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Martin Gumpert,

........sehen Sie,den v. Seydlitz werden wir doch nicht los! Dass er sich meldet bedeutet, haydnfan hat zuviel Fanpost zu erledigen um selbst zu schreiben! Tragen Sie's mit Fassung und Humor,-und wenn er zu Ihnen persönlich unverschämt wird,geben Sie es halt zurück!

Ausserdem werden die,die von Anfang an dabei sind,-so wie ich-,bestätigen,dass sich haydnfans Verhalten gegenüber den Forumsteilnehmern wirklich ganz deutlich verbessert hat! Und glauben Sie nicht,ich sei von seinen Attacken verschont geblieben,-da ging's schon rund! Stimmt's haydnfan? Aber das macht nichts,ich nehme ihn,wie er ist,als einen bunten Vogel in unserer schönen Runde!

Auch an Sie viele Grüsse und einen geruhsamen Feiertag an alle Mitschreiber!
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.05.2009 23:32:28 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 21.05.2009 00:32:22 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 21.05.2009 10:52:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.05.2009 18:01:24 GMT+02:00
Fidelio meint:
Otto Klemperer fragte den Dirigenten Gustav Mahler nach einem Empfehlungsschreiben, zuvor hatte er ihm z.B. Teile der 2.Symphonies (Gustav Mahlers) auf Klavier aus dem Gedächtnis vorgespielt. Obwohl es alle wissen, hier der originale Text:

"Gustav Mahler
empfiehlt Herrn Klemperer
als einen hervorragend guten
und trotz seiner Jugend schon
routinierten Musiker, der
zur Dirigentenlaufbahn prae-
destiniert ist. - Er verbürgt
sich für den guten Ausfall eines
Versuches mit ihm als Kapellmeister
und ist gerne bereit, persönlich nähere
Auskunft über ihn zu ertheilen." (1907)

Otto Klemperer traf Gustav Mahler als Schüler in Hamburg zum ersten Mal so:
"Einen Tag, da ich aus der Schule nach Hause ging, sah ich einen merkwürdig schauenden Mann neben mir. Er hielt seinen Hut in der Hand und schien außerstande, richtig zu gehen. Er hatte einen sprunghaften Gang, angehalten abrupt dann und wann, und schien einen Klumpfuß zu haben. Ihn mit unmäßiger Neugier betrachtend, sagte ich es mir: 'Das ist Kapellmeister Mahler aus dem kommunalen Theater.' " (Minor Recollections, London: Dennis Dobson, 1964, pp.11-12, Rückübersetzung des Autors aus dem Englischen)

Ich frage mich, wie "bedeutend" diese legendäre Empfehlung war. Gab Gustav Mahler öfters Empfehlungsschreiben? Auch wenn ich kein so großer Hörer-Fan dieses Dirigenten bin, den ich eher interessant empfinde als dass ich ihn mag, jagt es einem unwillkürlich Respekt ein. Zumal Mahler Recht hatte, indem er einen ganz großen und für einige DEN Dirigenten des 20.Jahrhunderts empfohlen hatte. Ich dachte immer, dass der energische Charakter Mahlers ganz anders war als der Klemperers. Aber gab es nicht doch Ähnlichkeiten, als Klemperer jung und ambitioniert war, von seiner Familie von klein auf zu Musikerberuf/-karriere "getrimmt"?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.05.2009 23:12:48 GMT+02:00
rumble meint:
Also sprach Gustav. Das adelt nun den guten Klömperer. Ich finde aber nachwievor: zu ernst und zu uninspiriert. Gerade mit der Zweiten Mahlers. Gerade die Mittelsätze gelingen ihm auf beeindruckende Weise nicht. Humor- und -geistlose Ödnis.

Nachschlag zu Bruckner 5: Bezüglich Rögner muß ich mich revidieren. Die Aufnahme ist vor allem verhallt - wo haben die das aufgenommen? - In Adlershorst sicher nicht - Rögner forciert von Anfang an in puncto Tempo und Lautstärke. Das alles mit übermäßigem Hall = Klangkathastrophe. Schuricht gefällt mir wieder besser.

P.s.:was alle immer auf Haydnfan rumhacken? -Kann ich nicht verstehen. Fäkalsprache? - Du meine Güte! Wer ist denn hier zimperlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2009 06:31:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.05.2009 16:39:44 GMT+02:00
Fidelio meint:
@rumble
Ich hatte zwar schon gesagt, dass mir in der Studioaufnahme der 2.Symphonie mit dem Philharmonia Orchestra etwas die "Frische" fehlt, deshalb die Live-Aufn. mit BRSO vorziehe, aber dann gleich "geistlose Ödnis"? -> Erstens kenne ich keine in allen Kritiken oder der Literatur so unumstrittene Aufnahme wie diese (Philharmonia Orchestra, EMI); zweitens würde ich mir, wenn ich etwas wirklich "Geistvolles" hören möchte, z.B. eine Klemperer-Aufnahme heraussuchen.
Ich hab' auch noch eine Billigversion eines Live-Mitschnittes der 2.Symphonie mit Ferrier, Vincent und dem Concertgebouw Orchestra mit Otto Klemperer. Verstärkt durch den Mono-Klang kommt mir die Aufnahme wirklich düster vor, also eher nach Inferno und Strafgericht und nicht nach Auferstehung; mit anderen Worten für den allgemeinen Hörer m.E. nicht zu empfehlen.
Noch ernsthafter als in der Studioaufnahme der Zweiten finde ich Klemperers Herangehensweise an die 4.Symphonie Gustav Mahlers. Dieses Konzept wird durch Elisabeth Scharzkopf mitgetragen (EMI). Auch wenn Mahler das ohne Ironie intendiert hat, bin ich mir nicht sicher, ob das nicht zu "schwer", zu anstrengend ist. Aber anspruchsvoll und "geistvoll" ist es doch. Bei der Vierten bevorzuge ich den "himmlischen" Gesang mit Margaret Price (und Jascha Horenstein): ASIN: B00005O3Y2.
Aber welche "lustige"(?) Alternative hat man bei der 2.Symphonie? Walter, Kaplan, Abravanel, Kubelik, evtl. Bernstein (DG) könnten ein bisschen leichter, vor allem Kaplan in seiner ersten Version mit LSO rhythmischer sein. Humor ist kaum das Thema der Symphonie. Der Gesang bei Kaplans erster Aufnahme (Benita Valente; bei Conifer, früher IMP) ist aber ein Minus, und seine DG-Produktion wirkt nach meinem oberflächlichen Eindruck vielleicht weniger spontan. Ich kenne auch noch einen privaten Radiomitschnitt von Kaplan mit Philharmonia Orchestra (Salzburg oder Wiener Festwochen). Der Dirigent ist schon einmalig für diese Symphonie.

Zu Bruckners Fünfter und Rögner: d'accord. Und das Orchester ist keinesfalls besser als andere Rundfunkorchester. Da sind die WP in Schurichts sehr klassisch anmutender Interpretation besser, falls diese und nicht die andere Rundfunkproduktion (RSO Stuttgart), die ich nicht kenne, gemeint ist. Es gibt oder gab aber auch CDs der 5.Symphonie Bruckners mit den vielversprechenden Dirigentennamen Knappertsbusch (Decca) und Konwitschny (Edel), die ich aber nicht kenne. Von Konwitschny/Gewandhausorchester hab' ich die "Romantische" auf Schallplatte: fantastisch.
Ich hab' aber nicht mal eben EUR 340 für Konwitschny (Bruckner: 5.Symphonie, siehe hier bei amazon) übrig; übrigens auch nicht EUR 410 für die 7.Symphonie Gustav Mahlers mit Otto Klemperer (EMI).
Dazu denke ich mir aber: Nachdem mir mal jemand Karten für über 200 Euro (x2) für eine "miserabel" inszenierten Tristan-Premiere geschenkt hatte, muss ich sagen: Preise sind relativ u. so eine CD hätte mich sicherlich mehr erfreut ...

zum P.S.: Den Beitrag mit dem Zitat im anderen Thread möchte ich später noch löschen, denn ich bin nicht die "Forumspolizei". Das liegt mir fern wie auch, von irgendjemanden prinzipiell keine Beiträge lesen zu möchten. Aber da rumble ja "nicht zimperlich" ist - wie wärs wenn rumble künftig was zum Aufwischen und Einpampern bereithält und ich erfreue mich derweil an Musik .... :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.05.2009 11:48:24 GMT+02:00
rumble meint:
@fidelio
Guten Morgen
Nun ist ja das schöne am Internet, dass die verbalen Exkremente ja nur virtuell meinem Schreibtisch liegen. Zur Beseitigung derselben muß ich nur den Computer ausmachen. Dazu brauche ich noch keine Hygieneartikel.

Nun find ich Klemperer mit Mahler 2 öde. Nennen Sies Ignoranz. Gut. Belassen wirs dabei.

Ich meinte Schuricht mit den Wienern. Die 5te mit dem RSO Stuttgart fand ich eher ein wenig steif, hab sie aber lange nicht mehr gehört.

Die Knappertsbuschaufnahmen hab ich auch lange nicht mehr gehört. Weiß gar nicht ob ich die noch habe. Ich glaube von der Fünften gab es eine mit den Wienern und mit dem badenser RSO.
Und diese "Liebhaberpreise" sind in der Tat seltsam. Da hilft nur warten, bis die Preise sinken.Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendeine CD - es sei denn sie ist blattgoldbelegt - für 400 Euro losschlagen kann. Die Händler wollen ja nun auch verkaufen.

Mir ist einmal ein Fehlleistung unterlaufen, die Gott sei Dank nicht ganz so teuer war. Ich hatte beim stöbern auf der Amazonseite unabsichtlicherweise den one click button bei einer etwas teureren CD gedrückt (Ormandy, Mahler 10, gibts mittlerweile sehr billig - Ormandy ist übrigens auch ein passabler Brucknerdirigent, könnte man auch mal wieder hören) und nachdem ich dann von einem längeren Urlaub wiederkam hatte ich diese zwar sehr schöne CD, die ich eigentlich gar nicht wollte und nicht brauchte (hab die Sache noch auf Schallplatte) für 50 Euro erstanden. - Also vorsicht wenn Sie über die Angebote mit Liebhaberpreisen daddeln. Könnte unangenehm werden. - In so einem Fall hätte ich dann auch wieder Verständniss für den Gebrauch von Fäkalsprache.

Beste Grüße
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Erster Beitrag:  11.04.2009
Jüngster Beitrag:  05.12.2013

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