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Neue Komponisten?


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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.03.2013 10:58:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.03.2013 15:37:56 GMT+01:00
FRED meint:
Hallo Herr Balde,

warum denn gleich so persönlich werden, die Enstehungsgeschichte der von mir z.B. (zur Unterhaltung Sonntags nachmittags) hochgeschätzten
Haffner-Symphonie z.B. bringt eindeutig Belege für meine grobe Theorie, ich verstehe nicht, warum immer alle so schnell die kritisierte Person abwerten müssen hier, wenn man mal andrer Meinung ist, ich habe Mozart als genial bezeichnet, aber halt eher ein Unterhaltungsmusiker, gerade im engeren Vergleich mit Beethoven, der zwar auch Auftraggeber hatte (z.B. Missa Sol.) aber die Idee/Komposition diesem Zusammenhang nicht untergeordnet hat. Hier mal ein Zitat zur Enstehungsgeschichte der Mozart-Haffner-Sym./Wiki: "Aus Anlass der Verleihung des Adelstitels „Edler von Innbachhausen"an Sigmund Haffner d. J., Humanist und Sohn des Salzburger Bürgermeisters Sigmund Haffner d. Ä., wurde von einer unbekanntenPerson (möglicherweise vom Vater Sigmund Haffner) über Leopold Mozart bei W. A. Mozart eine Serenade in Auftrag gegeben. Mozart hatte sechs Jahre zuvor bereits die „Haffner-Serenade" (KV 250) aus Anlass der Hochzeit der Tochter des Bürgermeisters komponiert. In Briefen machte Leopold Mozart seinem Sohn Druck, das Werk doch endlich nach Salzburg zu schicken. Wolfgang war jedoch neben der Arbeit an der Serenade c-Moll KV 388 u. a. gerade dabei, seine Oper Die Entführung aus dem Serail für Blasinstrumente einzurichten. Zudem stand seine Hochzeit mit Constanze Weber am 4. August 1782 bevor. Stückweise schickte er das offenbar in Eile komponierte Werk zu seinem Vater. „Mein Herz ist unruhig, mein Kopf ist verwirrt", schreibt Wolfgang am 27. Juli 1782 in dem Brief, dem bereits der erste Satz beilag. Einige Monate später bittet Wolfgang den Vater, das Werk aus Salzburg zurückzuschicken: „und dass wenn sie eine gelgenheit finden, Sie die güte haben möchten mir die Neue Sinfonie die ich ihnen für den Hafner geschrieben habe, zu schicken; wenn ich sie nur bis die fasten gewis habe, denn ich möchte sie gerne in meiner Accademie machen" (Brief vom 21. Dezember 1782). Daraufhin lässt sich nun Leopold Zeit: Erst am 15. Februar 1783 bestätigt Wolfgang in einem Brief den Empfang des Werkes und meint dann überrascht, dass er es vollständig vergessen hatte: „... Die Neue Haffner Sinfonie hat mich ganz surpreniert - dann ich wusste kein Wort mehr davon; - die muß gewis guten Effect machen ..." (Wiki Zitat Ende)

Und Hallo Herr Köster: danke für Ihre Antwort;

ich denke Sie haben Recht, sicherlich hat Beethoven nicht alle musiktechnischen Möglichkeiten erschöpfend ausgeführt und auch nicht alle Formen bis zu Ende neu ausgeführt, das ist ja, was ich als spätere Vertiefung durch andere Komponisten bezeichne, zugegeben, da bin ich zuwenig Theoretiker; wenn ich Bruckner höre, höre ich keine neuen Paradigmen des menschlichen Gefühls und Geistesausdrucks. Der 3. Satz der Neunten z.B. könnte man auch als eine der Grundformen bezeichnen, die von Beethoven z.B. entwickelt wurden, die aber wie Formeln für neue kleine Musikuniversen für Komponisten wie z.B. Bruckner sich dargestellt haben; Der Anfang des ersten Satzes der Neunten z.B. könnte die Initialisierung einer 1. Symphonie von Mahler gewesen sein etc. so meinte ich das und trotzdem ist Mahler dann aber einzigartig und wichtig, weil er das Grundmuster auskleidet auslebt in allen sich ergebenden Möglichkeiten und Randbereiche natürlich auch mit eigenen neuen Ideen erforscht; sie schreiben "Brahms hat sich die Lyrik der Symp. auf höhere Höhen gehoben", das wäre dann sicher schlecht mit meinem Wort "Vertiefung" gut beschrieben, sondern eher mit "Erhöhung" (der lyrischen Musik Beethovens ?...:-) mein Gott alles nicht soo wichtig, habe ja keinen Wahrheitsanspruch, sondern eine grobe Hypothese aufgestellt, die eine Sichtweise von vielen möglichen zeigen sollte, ich will auch nicht bestreiten, daß meine Hypothese sicher sehr angreifbar und ein wenig zu einfach ist, aber ein zulässiges grobes Model neben anderen, die man zur Orientierung blos nicht zu ernst dogmatisch mal herbeiziehen kann. Klar es gab auch andere große, auf andere Art gleichwertige Komponisten und Beethoven hatte auch Glück, daß er zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Umfeld war, aber er hat einfach die wichtigsten und meisten musikalischen Paradigmen "gefunden". Die meisten seiner Neuerungen können wir heute gar nicht mehr identifizieren, weil wir sie verinnerlicht haben, aber ich halt jetzt mal länger die Klappe ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.03.2013 12:59:03 GMT+01:00
Hallo Herr Ortwin,
... und natürlich haben auch Sie Recht (wenn man mal von seinem hohen Ross 'runterkommt :-) ): Mozart hat JEDE MENGE "Pop-Musik" bzw. Unterhaltungsmusik geschrieben (jetzt falle ich mir aber selbst in den Rücken ... :-) ), wahrscheinlich hätte er uns auch höchstpersönlich voller Überzeugung erklärt (wenn er noch könnte), dass das völlig legitim ist. Der "andere", ernstere, tiefere Mozart offenbart sich vor allem in der Kammermusik oder in den "späten" Werken, siehe irgendwo weiter oben, ich wiederhole mich ... Dass klassische Musik immer ernst sein muss, ist eine Erfindung des späten 19. und 20. Jahrhunderts, sehr deutsch, und lässt sich insbesondere an den Personen Arnold Schönberg (ein genialer, tiefgründiger, einzigartiger, aber - leider - nahezu völlig humorloser Komponist), Theodor Adorno (der mit seiner "Philosophie der Neuen Musik" in meinen Augen seinen persönlichen Rachefeldzug gegen Igor Strawinsky und den Neoklassizismus geführt hat) und Karlheinz Stockhausen (meiner Meinung nach ein Komponist, der an permanenter Selbstüberschätzung litt) festmachen. Die Amerikaner oder Franzosen zB, überhaupt das europäische Umfeld, waren und sind da viel entspannter. Eine Frage wie "Warum darf man heute nicht mehr tonal komponieren oder schöne Melodien erfinden?" würden sich viele zeitgenössische Komponisten aus den USA nie im Leben stellen ... Als deutschen Vertreter, der den gesamten intellektuellen Ballast abgeworfen hat, und sogar sehr witzig und pointiert komponieren kann, sehe ich Wolfgang Rihm, der sich inzwischen überhaupt nicht mehr darum schert, was Kritiker von seiner Musik halten. Aber auch den - muss man nicht mögen ... Musik ist ja am Ende des Tages immer eine Geschmacksfrage ... Und über Geschmack ... kann man doch gar nicht streiten, oder ...? :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.03.2013 15:35:10 GMT+01:00
Hallo Herr Balde, ich kenne diese späte Violinsonate noch nicht. Können Sie mir eine Aufnahme empfehlen? Was hören Sie von Hovhaness? Das 4. Streichquartett von Vasks (mit dem Kronos Quartet) -das ist unglaublich...

Veröffentlicht am 14.03.2013 17:16:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.03.2013 17:16:57 GMT+01:00
Ein Komponist, der sich in einer ähnlichen Zeit wie Wolfgang Rihm in einer ganz anderen Kultursphäre von der westlichen Avantgarde losgesagt hat jedoch ohne diese zu negieren und nun in einer unglaublichen Klangsensibiltät komponiert, ist der ukrainische Komponist:

Valentin Silvestrov

Seine tonalen/modalen "Stillen Lieder" (ECM) sind traumhaft schöne Trouvaillen auch sein 1. Streichquartett oder seine 5. Symphonie haben einen ganz besonderen Reiz, in dem sie den Zeitbegriff ausser Kraft setzen und quasi ins Unendliche hinaus postludieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.03.2013 21:03:04 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.03.2013 15:43:43 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Richter,
hören Sie doch die Schostakowitschsche Violinsonate einfach mal auf youtube, zum ersten Kennenlernen ist das durchaus geeignet. Wunderbar ist auch die Violasonate. Wenn Sie an dieser Musik Gefallen finden, dann hören Sie Sich dort auch die Violinsonaten von Schnittke an, alles wunderbare Musik.

Lieber Ortwin,
das Höfische, Höfliche, Nette bei Mozart, das kommt mir vor wie ein trojanisches Pferd dem des Nachts die Gespenster entsteigen, wenn man genau hinhört.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2013 08:28:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.03.2013 08:46:51 GMT+01:00
Für alle, die - wie ich - gerne mal neue Töne hören, aber doch vor der Atonalität die Bremse ziehen, möchte ich folgenden Tipp geben: Beim Label NAXOS findet man für wenig Geld eine ganze Reihe von Komponisten, die "neue" Sinfonien komponiert haben, die wirklich toll sind. Sie gehören sicher nicht alle zur neusten Generation, aber trotzdem...! Hier einige Namen: Alla Pavlova (eine Frau!), Diamond, Hanson, Still, Thompson, Brian, Malipiero, Casella...
Besonders die 6 Sinfonien von Alla Pavlova möchte ich empfehlen, tonale Musik in der romantischen Tradition, die unmittelbar die Gefühle anspricht und zudem noch von guten Interpreten eingespielt wurde.
Bei diesen Taschengeld-CDs kann man nur neue und wertvolle Hörerfahrungen machen. Selbst ein Fehlgriff ist da leicht zu verschmerzen!

Veröffentlicht am 16.03.2013 10:34:11 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.03.2013 10:40:45 GMT+01:00
Fidelio meint:
Kaija Saariaho (*1952) wurde ja bereits als eine der bekanntesten lebenden Komponistinnen erwähnt - eigentl. ohne für Amazon Werbung machen zu wollen, ein Klassiker mit Gidon Kremer, Dawn Upshaw, Salonen Chateau de l'Ame zurzeit regulär zum Preis von 0,97 (bei jpc 15,99). Nicht nur dass Vortrag und Musik hervorragend gespielt und editiert wurden; die CD ist Beispiel für eine geschmackvolle Gestaltung und Portraits der Protagonisten - obwohl z.B. Modedesigner genannt werden - künstlerisch ansprechend. Im Hinblick auf die Diskussion um die sonst so unpassenden Star-Ablichtungen ein seltenes, positives Major-Erzeugnis von Sony.

Veröffentlicht am 24.03.2013 06:03:29 GMT+01:00
Auch sehr hörenswert: 33 Veränderungen über 33 Veränderungen (Eine "komponierte Interpretation" von Beethovens Diabelli-Variationen) von Hans Zender und 6 Bagatellen - Zyklus von Kleinigkeiten (Bearbeitung von Beethovens Bagatellen op. 126) von Manuel Hidalgo. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2013 11:46:45 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2013 13:08:07 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Zehetgruber,
könnte ich mir in der Tat mal anhören, Zenders Schumann-Fantasie für großes Orchester hat mir sehr gut gefallen (obwohl ich Schumann liebe), seine Winterreisen-Verschwurbelung finde ich dagegen eher peinlich. Auf CD ist die Diabelli Geschichte von ihm aber wohl noch nicht erschienen.
Übrigens auch sehr hörenswert, allerdings ein romantisches Werk: die 33 Variationen op.130 von Stephen Heller über ein wohlbekanntes Thema von Beethoven, sozusagen die Mutter aller Variationen über Variationen. Auf youtube zu hören, einfach suchen nach "Puchelt" und "Heller".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2013 18:07:48 GMT+01:00
Wenn man Schuberts Winterreise als unantastbares Kulturgut betrachtet, tut man sich in der Tat schwer mit Zenders Interpretation. Ich finde es wiederum großartig: Ich habe eh mehr Zugang zur Moderne, und Zender hat mir den Gefallen getan, mir Schuberts winterliche Eingebungen in moderner Textur nahezubringen. Durch das Original hätte ich es kaum am Stück durchgeschafft ... :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2013 20:37:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.03.2013 20:40:43 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Köster,
ich sehe das als unantastbares Kulturgut, keine Frage, trotzdem habe ich gegen eine gute Bearbeitung nichts. Für mich ist das kein Widerspruch. Ich finde nur die Zendersche Bearbeitung eher nichtssagend, das ist mein Problem.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 07:54:18 GMT+01:00
Lieber Herr Balde,
aber auch das ist eigentlich gar kein Problem ... Die Musik gibt uns ja in ihrer unglaublichen Fülle die Möglichkeit, Dinge zu mögen oder nicht zu mögen. Und ich finde, dazu hat auch jeder ein gutes Recht, über das man eigentlich gar nicht diskutieren muss ... Auch wenn das so einen Spaß macht ... :-) Musik ist ein bißchen wie Essen, und auch da mag doch jeder Mensch verschiedene Beilagen und Zutaten ... Ich zum Beispiel empfinde die Goldbergvariationen (finden viele langweilig) als eines der größten Werke der Musikgeschichte, mit den Diabelli-Variationen (finden viele großartig) kann ich nichts anfangen, obwohl ich Beethoven - und sogar andere Variations-Zyklen von ihm, wie Eroica - generell sehr schätze. Vieles ist auch eine Frage der Reife. Als ich zwanzig war, war Mozart für mich Langeweile pur. Als ich 40 wurde, hat es "Klick" gemacht, sehr zur Freude meine Vaters, der "Mozartianer" durch und durch ist. Musik (und gerade klassische Musik) und wir - das ist und bleibt halt eine spannende Auseinandersetzung ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 22:17:13 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Köster,
vielen Streit kann man sicher unter der Überschrift "jedem Tierchen sein Pläsierchen" weg stecken. Manches mal geht es dann aber doch auch wieder um so was wie die Wahrheit, da wird jeder Mensch guten Willens (selbst wenn er nicht recht hat) dünnhäutiger. Und beleidigen Sie mir "meine" Diabelli-Variationen nicht, sie sind genial!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 22:34:14 GMT+01:00
... das sind die "Diabellis" bestimmt ... Ich konnte sie mir bisher nur nicht erschließen. Aber das kommt bestimmt noch. Ich will ja auch noch mit 60 was Neues zu entdecken haben! :-)
Alles Gute ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.03.2013 09:02:15 GMT+01:00
Viola meint:
Lieber Herr Köster,
sympathische Einstellungen, die Sie äußern. Ich denke in diesem Falle auch, das kommt bestimmt noch. Haben Sie es schon mit Stephen Kovacevich versucht, das Entdecken? Wenn nicht, unbedingt nachholen! Es dürfte dann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen ;-)
Schöne Ostertage allen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.03.2013 14:36:59 GMT+01:00
... vielen Dank für den Tipp, ich werde ihm bestimmt in Bälde in aller Tiefe nachgehen. Ich für meinen Teil habe gestern Daniel Smutny entdeckt, und war spontan begeistert. Kann ich wiederum nur empfehlen, Reinhören lohnt sich unter www.danielsmutny.com. Das ist Musik, von der ich nicht gedacht hätte, dass es sie in der Form noch von jungen Komponisten gibt, irgendwo zwischen Mahler und Neuer Wiener Schule angesiedelt ... Der Guteste ist vor knapp zehn Jahren mit einer Uraufführung in Donaueschingen durchgefallen, aber das macht ihn nicht gerade unsympathisch ... :-)

Veröffentlicht am 28.03.2013 16:36:15 GMT+01:00
Buch meint:
Wert Zeit zum Stöbern hat, sollte sich das Portal www.composers21.com einmal zu Gemüte führen: Infos zu weit über 1000 zeitgenössischen Komponisten aus mehr als 90 Ländern, viele mit eigenen Websites und einige davon auch mit aufschlussreichen Tonaufnahmen. Da ist sicherlich nicht alles eine "Entdeckung", aber das Wühlen lohnt sich.

Veröffentlicht am 29.03.2013 16:55:41 GMT+01:00
Cd-Tipp: 102 Masterpieces
Zum 40-Jahr-Jubiläum des ORF RSO Wien haben Peter Ablinger, Klaus Ager, Oskar Aichinger, alien productions (Andrea Sodomka, Martin Breindl, Norbert Math), Michael Amann, Thomas Amann, Peter Androsch, Rainer Bischof, Francis Burt, Christoph Cech, Friedrich Cerha, Chaya Czernowin, Dirk D'Ase, Renald Deppe, Christian Diendorfer, Christoph Dienz, Johanna Doderer, Richard Dünser, Paul Engel, Ivan Eröd, Karlheinz Essl, Christian Fennesz, Roland Freisitzer, Reinhard Fuchs, Beat Furrer, Paul Walter Fürst, Clemens Gadenstätter, Bernhard Gander, Heinrich Gattermeyer, Erin Gee, Heinz Karl Gruber, Georg Friedrich Haas, Elisabeth Harnik, Hannes Heher, Thomas Heinisch, Paul Hertel, Peter Jakober, Robert Jelinek, Rudolf Jungwirth, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Dieter Kaufmann, Manuela Kerer, Katharina Klement, Franz Koglmann, Matthias Kranebitter, Johannes Kretz, Gerd Kür, Bernhard Lang, Klaus Lang, Thomas Larcher, Herbert Lauermann, Martin Lichtfuss, Wolfgang Liebhart, Radu Malfatti, Wolfgang Mitterer, Christian Mühlbacher, Christian Muthspiel, Bertl Mütter, Gösta Neuwirth, Olga Neuwirth, Hermann Nitsch, Georg Nussbaumer, Christian Ofenbauer, Maja Osojnik, Thomas Pernes, Alfred Peschek, Gabriele Proy, Julia Purgina, Michael Radanovics, Werner Raditschnig, Korad Rennert, Gerald Resch, Hans-Joachim Roedelius, Gerhard Rühm, Jorge Sánchez-Chiong, Elisabeth Schimana, Thomas Daniel Schlee, Wolfgang Schlögl, Gunther Schneider, Kurt Schwertsik, Axel Seidelmann, Wolfgang Seierl, Shih (auf seinen kompletten Namen verzichtete er wegen notorisch falscher Schreibung und Aussprache), Andrea Sodomka, René Starr, Burkhard Stangl, Alexander Stankovski, Johannes Maria Staud, Bruno Strobl, Balduin Sulzer, Wolfgang Suppan, German Toro-Peréz, Erich Urbanner, Nancy van de Vate, Alexander Wagendristel, Wolfram Wagner, Herbert Willi, Gerhard E. Winkler, Manon-Liu Winter, Joana Wozny und Mia Zabelka als klingendes Geburtagsgeschenk jeweils ein Orchesterstück für das ORF RSO Wien komponiert bzw. aus diesem Anlass gewidmet. Sehr hörenswert! Da kann man sich nur sagen: "...und sollte mal das RSO wegen einer ignoranten politischen Entscheidung die Bühne inmitten einer Party verlassen müssen, dann sagen Sie mit mir: 'Verdammt sei, wer dieses Orchester auflöst!' und tun Sie auch etwas dagen." [Jorge Sánchez-Chiong] ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2013 17:41:50 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Zehetgruber, angesichts des Umfangs der Sammlung von nur 2 CDs kann es sich doch bei 102 Meisterstücken nur um Schnipsel handeln. Eine ernsthafte Sammlung, kaum teurer, ist die folgende: Snapshots-Developments of Contemporary Classical Music

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2013 23:11:21 GMT+01:00
... so eine Seite wie "composers21" ist auch nur die halbe Miete ... Zum Beispiel sind zwei meiner momentanen Favoriten (Peteris Vasks und Daniel Smutny) dort nicht enthalten. Es ist sicherlich toll, solche Hilfsmittel zu haben, aber selbst im Digital-Zeitalter sind Instinkt und Intuition manchmal durch nichts zu ersetzen ...
Oder wie Wolfgang Rihm einmal gesagt hat: Es gibt noch andere Wege, vernetzt zu sein und Vernetzung zu leben, als nur über das Internet ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2013 03:43:15 GMT+01:00
Lieber Herr Balde, der Sinn dieses Projekts war: Orchesterminiaturen (circa 40 Sekunden zum 40. Geburtstag des ORF RSO Wien) komponieren. Manche Stücke sind tatsächlich Schnipsel, aber die meisten wurden als eigenständige Werke komponiert. Dazu ein Tipp: Schau mal auf http://www.youtube.com/watch?v=8aO8lSeYXAk oder http://oe1.orf.at/highlights/145025.html nach. ;-)

Veröffentlicht am 01.04.2013 03:29:23 GMT+02:00
Cd-Tipps: Recital 2000 Anne-Sophie Mutter & Lambert Orkis interpretieren die Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 in D-Dur, Op. 94a (Prokofieff), Four Nocturnes (Night Music II) (Crumb), Vier Stücke für Violine und Klavier, op. 7 (von Webern) und Sonate für Violine und Klavier in h-Moll (Respighi)
Quatuor pour la Fin du Temps Carolin Widmann, Jörg Widmann, Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich interpretieren Quatuor pour la fin du temps (Messiaen)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 23:43:13 GMT+02:00
gemihaus meint:
zählen respighi, prokoviev, messiaen und anverwandte inzwischen schon zu den neuen komponisten-?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2013 10:23:05 GMT+02:00
Rein historisch betrachtet zählen sie zu "Klassikern" in dem Sinne, dass Sie in bereits abgeschlossenen Musik-Epochen gewirkt bzw. ihre entscheidende Wirkung entfaltet haben. Dazu zählen auch Schönberg, Webern, Bartok, Strawinsky etc. Das sagt aber wiederum in der Regel nichts darüber aus, inwieweit sie tatsächlich im "Mainstream" der Musikrezeption angekommen sind. Meistens sind es eine Handvoll Werke, die "man" überhaupt von ihnen kennt, ansonsten sind es eher Kenner und Spezialisten, die die Bedeutung dieser Komponisten wirklich erkennen und anerkennen. Denn das Gros der klassischen Musikhörer tummelt sich noch in der Spätromantik ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2013 20:30:20 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Köster,
nur mal so eine etwas boshafte und doch völlig ernsthafte Frage: Gibt es auch in der Moderne Kleinmeister (wie im Barock) oder gibt es nur mehr verkannte Genies?
Ich frage mit Bezug auf (von mir durchaus geschätzte, dem allgemeinen Gedächtnis aber weitgehend enfallene) Komponisten wie Hans Erich Apostel und vielleicht bekannter aber auch verkannt Josef Matthias Hauer.
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.
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