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Aufnahmen, die wiederveröffentlicht werden sollten


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76-100 von 114 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 27.01.2011 14:11:08 GMT+01:00
inekemaa meint:
Die 5 Klavierkonzerte von Saint-Saens gespielt von Aldo Ciccolini.

Habe mal zum Geburtstag Karten für ein Konzert von Aldo Ciccolini bekommen wo er von Saint-Saens die Klavierkonzerte 4 und 5 spielte. Konnte ihn sogar auf die Finger schauen von meinem Platz.
Später nochmal ein Recital von ihm besucht mit Werken von Debussy. Auch wirklich sehr schön...

Veröffentlicht am 27.01.2011 14:52:06 GMT+01:00
Brasier meint:
inekemaa
Schauen sie Bitte doch mal bei unserem Gastgeber Amazon vorbei
dort unter Ciccolini/Saint-Saens werden sie fündig
Mfg
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 15:01:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.01.2011 15:04:53 GMT+01:00
Fidelio meint:
Nach meiner unmaßgeblichen Meinung halten die Konzerte in der EMI-France-Serie rouge et noir nicht das, was die großen Namen Ciccolini und Baudo versprechen. Klavier und das Orchestre de Paris sind matt eingefangen, das ganze wirkt vergleichweise etwas spröde. Sollte der Download, so wie es aussieht, keine Überarbeitung erfahren haben, kann man z.B. auch ausweichen auf die Gesamtaufnahme von Tacchino für Cent-Beträge.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 15:33:57 GMT+01:00
Hallo gemi-b,

Ihrem Plädoyer für Jascha Heifetz stimme ich vorbehaltlos zu. Auch unter Wikipedia befindet sich eine ausgezeichnete Abhandlung. Danach wurde der Vorwurf einer kühlen und seelenlosen Interpretation von den Nazis erhoben. Aus einer anderen Quelle ist mir in Erinnerung, dass hiernach Jascha Heifetz bei öffentlichen Konzerten unter entsetzlichem Lampenfieber gelitten haben soll, wodurch er den Eindruck vermittelt habe, kühl und abweisend zu sein. Beim Spiel habe sich dieser Eindruck aber dann verflüchtigt, indem er einer tiefgehenden Konzentration gewichen sei. Auch die mir vorliegenden Aufnahmen berühren mich immer wieder ganz besonders. Bei dieser Gelegenheit möchte ich an Ginette Neveu erinnern, die am 28.10.1949 durch einen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Sie galt damals als die weltbeste Geigerin. Die wenigen noch erhältlichen Tondokumente dürften für jede Klassiksammlung einen Schatz bilden. Natürlich war die Künstlerin auch ein Vorbild für ASM.

Veröffentlicht am 27.01.2011 16:22:47 GMT+01:00
Brasier meint:
Werter Herr Kaiser
Teile ihre Meinung über Heifetz - Gut das sie Ginette Neveu erwähnen von deren Aufnahmen ich in den letzen Jahren nichts mehr in den Sendern hörte. Ich erinnere mich aber über Aufnahmen unter Rosbaud die in meiner Jugend im Südwestfunk liefen. Was halten Sie denn von der Italienerin Gioconda de Vito die trotz großem Zuspruchs, sich in den Fünfzigern, mitten in ihrer aufstrebenden internationalen Karriere zur Ruhe setzte ? und da gab es auch noch Leonid Kogan.

Veröffentlicht am 27.01.2011 17:21:41 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Zu Heifetz:
Wenn ich mich recht erinnere Prof. Joachim Kaiser hat sein Dauervibrato schrecklich genannt. Und das will was heißen. Und wenn man erst mal drauf aufmerksam gemacht wurde, dann stört es einen auch. Als Alternativprogramm empfehle ich beispielsweise Leonid Kogan, der das Vibrato sehr geziehlt einsetzte und nicht weniger präzise als Heifetz spielte, wenngleich mit sehr viel mehr Feuer, oder Christian Ferras oder auch Nathan Milstein.

Corellis Lispeln ist besonders gut in der folgenden Aufnahme zu hören (Faust (Ga)). Auch hier gilt, wenn mans erst mal weiß, dann stört es einen auch. Mit del Monaco verwechsele ich ihn nicht. Man kann del Monaco vieles nachsagen, insbesondere eine etwas ruppige Klangkultur, die das piano anscheinend gar nicht kannte (es gibt auch sehr erfüllte Pianostellen von ihm!), gelispelt hat er sicher nicht!

Veröffentlicht am 27.01.2011 18:02:56 GMT+01:00
Brasier meint:
Werter Herr Balde,

Auch Her Prof. Kaiser ist auch nur ein Mensch...Ohne ihn währen wir zwar ärmer, aber er mag auch auch persönliche präferenzen haben. Vibbrato kann , so finde ich, auch ein Stilmittel sein - aber alles was zu viel ist - Reizt- da haben Sie Recht.
Es Freut mich dass Sie Leonid Kogan so bewerten, ich fand sein Spiel immer von einer gewissen Postiven eleganten Geradlinigkeit die aber auch Vibrato Kennt das er "Dramatisch" einzusetzen wusste, genau wie seine Virtuosität die nicht auf Effekthascherei bestand. in den Sechzigern noch sehr bekannt, waren es dann für etwa 20 jahre nur die Kenner die seine Aufnahmen sammelten. Ich Schätze besonders die Bach und Brahms Einspielungen.

Zu Corelli kann ich nur sagen das dieser vielseitige Künstler, dehn ich die Ehre hatte persönlich kennen zu lernen, eine Spezifische Gesangstechnik nutzte die kein Lispeln ist, eher eine form der Laute Gestaltung die noch nichtmal an die Zähne anstosst was dann Lispeln währe. Diese Gestaltung ist sicherlich nicht jedens Geschmack, wie es oft für die Eigenarten jedes Sängers sein Kann.
Ich zum Beispiel geniesse den ganz frühen Fischer Dieskau, ertrage ihn aber später nicht mehr...zu manieriert. Ausnahmen sind die Regeln - der Falstaff unter Bernstein zum Beispiel.

Die Früheren Livemitschnitte unter anderem die Adriana Lecouvreur von 1955 mit Olivero zeigen mit Corelli einen Künstler der sehr wohl einen differenzierenden seelisch gefärbten Vortrag gestalten kann.
Del Monaco erlebte ich in Rom 1974 als Pollione mit Deutekom als Norma, Herrliche Laute große Stimme, wenige Piani. Sein Othello ist jedoch phänomenal.
All dies nur meine persönliche Meinung
mit musikalischem Gruss
H.B-.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 19:02:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.01.2011 19:35:20 GMT+01:00
K.H. Friedgen meint:
Hallo Herr Balde,
ich weiß ja nicht, wann und wo Prof. Joachim Kaiser Heifetz' angebliches "Dauervibrato" schrecklich genannt hat. Bei Zitaten ist es immer hilfreich, wenn auch die Quelle genannt wird.
Ich zitiere jetzt J.Kaiser aus "Kaisers Klassik", erschienen 1997 im Schneekluth-Verlag. Dort schreibt er wörtlich auf Seite 419 zu Beethovens Violinkonzert: " ... im Jahr 1940 haben Jascha Heifetz, der berühmteste Virtuose des Jahrhunderts, und Arturo Toscanini mit dem NBC Orchestra eine Aufführung des Violinkonzerts gewagt, deren Virtuosität, Geschmeidigkeit und geigerische Vollkommenheit schlechthin umwerfend sind. Wunderbar die Leichtigkeit und stürmische Brillanz der Passagen, süffig und berauschend der Wohlklang. Alles das hat freilich mit einer getragenen und pompösen >deutschen< Beethoven-Vorstellung herzlich wenig zu tun. Doch man kennt die seelische Weite von Beethovens Konzert nicht, wenn man es nicht in dieser Heifetz/Toscanini-Version gehört hat." Zitat-Ende. Und im gleichen Buch, auf Seite 505, findet man folgende Zeilen, zu Schuberts Streichquintett D. 956: " ..... dieses Finale meistert nun der geniale Geiger Heifetz mit umwerfendem, ja unwiderstehlichem Schwung." Kommentar überflüssig!
In "Kaisers Klassik Dacapo", 1999 im gleichen Verlag erschienen, heißt es auf Seite 227 zu Tschaikowskys Violinkonzert: " ..... Heifetz war der berühmteste Violinvirtuose des 20. Jahrhunderts. Seine Darstellung ..... genießt legendären Ruhm: Flammender, russisch-rhetorischer kann man sich diese Musik kaum vorstellen, die von Heifetz Takt für Takt glühend dargeboten wird - mit Temperamentsexhibitionismus und ekstatischer Brillanz. Shaw bat den jungen Heifetz, er möge doch bitte auch mal wenigstens einen falschen Ton spielen. In Tschaikowskys Violinkonzert (1.Satz, Takt 269-279) erfüllt er diese Bitte."
Im gleichen Buch, Seite 414, schreibt Kaiser zu Mozarts Violinsonate K. 454: "..... bei Mozarts großer Sonate B-dur bleibt der Pianist Brooks Smith schon sehr neutral. Glanz und abgefeimter Witz freilich, mit denen Heifetz das Finale zu bieten weiß, machen diese Interpretation gleichwohl zur süffigen Sensation".
Es mag ja sein, dass dieser große Künstler in seinen Hunderten von Aufnahmen einmal einen schlechten Tag gehabt hat, - vielleicht bezieht sich darauf Kaisers Wort vom "Dauervibrato", wenn es denn gefallen sein sollte, doch das wäre dasselbe wie wenn man einem Spitzensportler einen einzigen Fehlstart zum Vorwurf machen würde. Die von mir angeführten Beispiele dürften genügen, um Kaisers uneingeschränkte Bewunderung für diesen Ausnahmekünstler deutlich zu machen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 19:50:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.01.2011 20:42:26 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Also wo er es schrecklich genannt hat, habe ich nicht mehr gefunden, aber doch immerhin eine Stelle, wo er sich sehr negativ über Heifetz äußert: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33330

Und für einen solchen Esel brauchen Sie mich nicht halten, dass ich alles von Heifetz schlecht finde, gerade unter seinen Konzertaufnahmen gibt es tatsächlich hinreißende. Aber wenn ich mir so die Sonatenaufnahmen anhöre oder sogar die Solosonaten und -partiten von Bach, da muß ich schon sagen, bei allem meisterlichen Violinspiel, das freilich auch hier vorhanden ist, von der alten Capitolaufnahme Milsteins trennen ihn da wirklich Welten. Hinzu kommt, dass Heifetz gerade in der Kammermusik häufig auch übertriebene Portamenti verwendet, die aus meiner Sicht manchmal fast komisch wirken, jedenfalls für unsere heutigen Ohren. Dabei muss ich auch gestehen, dass ich selbst einst ein ganz überzeugter Heifetzianer war und meinen Geschmack erst im Lauf der Jahre verfeinert habe. Ich besitzt die alte Heifetz-Edition und habe sie vor etwa 15 Jahren (?) rauf und runter gehört. Was mir dabei andererseits entgangen ist, habe ich beispielsweise erfahren als ich die hochernste und dabei so gar nicht pompöse Einspielung des Beethoven-Konzerts von Schneiderhan kennenlernte und auch als ich im Rahmen meiner Sammlertätigkeit Aufnahmen von Oistrach, Kogan, Ferras, Milstein, Neveu und anderen kennenlernte. So sind etwa Kogans Brahmssonaten (Brahms: Violin Sonatas No. 1-3) für mich im Lauf der Zeit das non plus ultra auf diesem Gebiet geworden. Übrigens hat auch der famose und tragischerweise in der Geschichte der Aufzeichnung klassischer Musik sehr schlecht weggekommene Gerhard Taschner mein Ideal vom guten Geigenspiel stark beeinflußt. Heifetz steht für mich seither eigentlich für eine sehr veräußerlichte Zurschaustellung geigerischer Bravour ohne wirkliche geistige Durchdringung der Materie, dies zumindest bei den großen Werken der Klassik und Romantik, um vom Barock erst mal gar nicht zu reden, da ist er schlicht nicht konkurrenzfähig.

Nur so am Rande: http://www.youtube.com/watch?v=pCqv5vm2iz4&feature=fvw

Solange es so schnell ist, dass Heifetz kein oder kaum Vibrato machen kann, ist es unvergleichlich, kaum wird es langsam, beginnt das Dauergeeiere.

Was übrigens das Streichquintett von Schubert betrifft ist meine Lieblingsaufnahme immer noch die folgende:
SCHUBERT. String Quintet in C major, D956. Members of Collegium Aureum (Franzjosef Maier, Gerhard Peters, %/Ins; Karlheinz Steeb, via; Rudolf Mandalka, Max Engel, vies). Harmonia Mundi 1C 065 99911(E5-50).

Soweit ich weiß nur kurz verkauft und nie auf CD rausgekommen, Alban Berg SQ und Amadeus SQ sind brillianter keine Frage, inniger ist keine Aufnahme. Wäre an der Zeit, dass diese Aufnahme mal wieder unters Publikum kommt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 20:58:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.01.2011 21:02:38 GMT+01:00
K.H. Friedgen meint:
Hallo Herr Balde,
ich habe mir soeben den Beitrag von Prof. Kaiser bei "sz-magazin" angehört. Ihrer Feststellung, dass er sich dort "sehr negativ" über Heifetz äußert kann ich nicht zustimmen. Ich würde eher sagen, dass er sich sehr differenziert und, was Bachs Werke für Solovioline betrifft, kritisch äußert. Ansonsten spricht sich Kaiser nachdrücklich für das Vibrato bei der Violine aus.
Nun ist Herr Prof. Kaiser sicher ein sehr ernstzunehmender Musikkenner, ich lese seine Beiträge seit Jahrzehnten mit großem Interesse, doch - wie sollte es auch anders sein - gibt auch er immer nur seine ganz persönlichen Eindrücke wieder. Ich habe ihn in meinem vorigen Beitrag nur deshalb so ausführlich zitiert, weil sie ihn als Zeugen für ihre negative Einstellung zu Heifetz angeführt haben.
Ich zitiere deshalb hier einen ganz anderen, äußerst renommierten Kritiker, Ulrich Schreiber, der in seinem Buch "Schallplatten Klassik/Auslese", erschienen im G. Braun Verlag, Karlsruhe, 1979, folgendes bei "Sonaten u.Partiten für Violine solo BWV 1001-1006" von J.S. Bach schreibt: " ..... zumal diese Werke ..... mit Jascha Heifetz in einer Wiedergabe vorliegen, die zum Erregendsten gehört, was es in der Bach-Interpretation des 20. Jahrhunderts bisher gegeben hat." Er bespricht hier Heifetz' RCA-Aufnahmen von 1952, nachzulesen auf Seite 16.
Sie sehen, dass - wie so oft - auch die Meinungen von Experten auseinandergehen. Doch Vibrato hin oder her: Ihrer Aussage, dass Sie es unverständlich finden, dass Heifetz "auch nur annähernd unter die auch nur guten Geiger gerechnet werden" kann und sein Spiel Sie an "Parkinson denken" lässt, ist energisch zu widersprechen und entbehrt jeglicher Objektivität.
Es ist Ihr gutes Recht, für Schuberts Streichquintett nicht gerade Heifetz' Aufnahme an die erste Stelle zu setzen, das mache ich übrigens auch nicht (meine Lieblingsaufnahme ist die mit Heinrich Schiff und dem ABQ, EMI), aber das ist ja nun eine persönliche Geschmacksache und hat nichts mit Heifetz' Künstlertum zu schaffen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 21:27:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.01.2011 21:28:36 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Sehr geehrter Herr Fiedgen,
ich weiß nicht ob Sie sich das youtube-Beispiel angehört haben. Das Vibrato bei Heifetz kommt wie wenn bei der Orgel der Tremulant eingeschaltet ist, völlig undifferenziert. Gesanglich ist da nichts. Normalerweise wird das Vibrato sparsam und gezielt eingesetzt, hier ist es eine Manier, die nicht mehr abschaltbar ist. Vergleichen Sie mal das sparsame und als musikalisches Mittel gezielt eingesetzte Vibrato bei Milstein oder beim diesbezüglich unvergleichlichen Ricardo Odnoposoff. Es geht dabei meineserachtens nicht um eine Frage des Geschmacks, sondern um eine Frage des Richtig und Falsch! Was den Herrn Ulrich Schreiber bewogen hat in dem von Ihnen genannten Buch das Hohelied der Heifetzschen Bachaufnahmen zu singen, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich vermute mal, dass es schlichte Unkenntnis ist. Vor den Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis konnte man ja durchaus noch glauben Bach hätte da eine Art Lieder ohne Worte geschrieben. Seit Sigiswald Kuijkens bahnbrechender Aufnahme von 1983 (?) konnte das keiner mehr so akzeptieren. Bemerkenswert ist, dass etwa Milstein in seiner Capitolaufnahme vom Anfang der 60er Jahre ohne die Quellen heranzuziehen rein aufgrund seiner Musikalität offensichtlich zu den gleichen Schlüssen gekommen war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2011 21:56:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.01.2011 21:58:06 GMT+01:00
K.H. Friedgen meint:
Sehr geehrter Herr Balde,
nein, das Youtube-Beispiel habe ich nicht angehört, ich wollte zunächst hören, was uns Prof.Kaiser zu sagen hat, und diesen haben sie nicht korrekt interpretiert.
Was, Herr Balde, ist richtig, und was falsch? Wollen Sie das entscheiden? Ich fühle mich da hoffnungslos überfordert!
Ich nenne Ihnen ein Beispiel für viele: In den 1950 und 1960er Jahren wurden die Bach-Interpretationen von Karl Richter und Karl Münchinger als richtungsweisend, bahnbrechend und maßstäblich bezeichnet, und zwar querbeet von praktisch allen renommierten Musikkritikern und -experten.
Ab ca. Anfang/Mitte der 70er Jahre setzte ein Umdenken auf breiter Front ein: Mit dem Aufkommen des "Originalklangs" und originaler Instrumente wurden plötzlich Richters und Münchingers Aufnahmen abqualifiziert, teilweise fast verteufelt. Nun war Harnoncourt das Maß aller Dinge. Und heute?
Ganz behutsam setzt eine Renaissance der alten Richter- und Münchinger-Aufnahmen ein, zumindest vereinzelt. Und Harnoncourt ist was Bach betrifft längst "out", ich lese in den letzten Jahren fast nur Negatives. Wie fast alles unterliegt auch die Aufführung klassischer Musik der Mode.
Doch das führt uns jetzt weg von Jascha Heifetz: Wenn Sie Ulrich Schreiber "schlichte Unkenntnis" unterstellen zeugt das in meinen Augen davon, dass Sie selber jede Menge Nachholbedarf in dieser Hinsicht haben.
Ich habe weder die Absicht hier ganze wikipedia-Beiträge oder sonstige Publikationen abzuschreiben, noch mich mit Ihnen in einen endlosen, zu nichts führenden Disput über Heifetz einzulassen, erlaube mir aber den Hinweis auf den Ulrich Schreiber-Eintrag bei wikipedia, und die Links unten. Es sind Nachrufe in der FAZ und der WELT zum Tode Schreibers im Jahre 2007. Dort ist nachzulesen, wie "ahnungslos" Schreiber war.
Man sollte sich davor hüten, den eigenen Geschmack oder persönliche Sympathien oder Antipathien zum Maßstab allgemeinen Urteilens oder Verurteilens zu machen. Ein solcher Schuss geht meistens nach hinten los.
Einen schönen Abend
K.H.F.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2011 10:43:24 GMT+01:00
Hallo Herr Brandt,
nachdem die Diskussion um Jascha Heifetz offenbar zu Ende gekommen ist, möchte ich mich noch kurz zu Ihrem Beitrag an mich äußern, aber vorher nur noch zum Erkenntniswert der Diskussion fragen, was uns das Ganze lehrt. Für mich bestätigt sich wieder einmal, dass Freiheit und Vielfalt in der Kunst das Maß aller Dinge sind und für wirkliche Beanstandungen im Allgemeinen nur handwerkliche Fehler Raum geben, Standortbestimmungen einem Veränderungsprozess unterliegen und man sich nicht zum Büttel für Meinungsbildung durch die Fachwelt machen soll, so wichtig die Meinungsmacher als Orientierungshilfen sind.

Bei der Frage, wer Veränderungen in der Kunst am stärksten beeinflusst, der Künstler, der Meinungsmacher oder das Publikum, steht das (manipulierte) Publikum außen vor, es merkt es kaum, falls überhaupt. Mehr Gelassenheit, Respekt vor der Größe der Leistungen anderer, und mehr Vertrauen in das eigene ästhetische Urteil sind daher aus meiner Sicht gefragt. Die Kontroverse war nämlich eigentlich nur auf die Frage verdichtet, ob Joachim Kaiser die angebliche Behauptung überhaupt aufgestellt hatte oder nicht.

Ohne die im Grundsatz ärgerliche Diskussion wieder irgendwie anfachen zu wollen, meine ich, dass sich niemand davon abhalten lassen sollte, sich die großartige Einspielung der Sonaten und Partiten von Bach durch Nathan Milstein zuzulegen (die DG-Einspielung bei Amazon als Audio-CD). Für die gleichzeitig im Paket angebotene CD mit Hillary Hahn enthalte ich mich einer Empfehlung, denn Hillary Hahn gehört nicht zum Kreis meiner Favoriten, ohne dass ich dabei ins Detail gehen will (Geschmackssache).

Zwar verfüge ich über eine umfangreiche Diskographie, jedoch könnte ich nicht mehr über Gioconda de Vito und Leonid Kogan aussagen als das, was nicht ohnehin aus allgemein zugänglichen Quellen erschlossen werden kann. Angesichts der Vielzahl genialer Geigenvirtuosen und unterschiedlichen Interessenlagen muss man einfach seine Grenzen kennen. Bei Kogan, bei dem wohl ein ausgeprägtes Vibrato schon nicht zur Art seiner Interpretation gepasst hätte, kann ich noch anmerken, dass ich z.B. ein großer Verehrer seiner Schülerin Victoria Mullova bin. Aber die Liste meiner Geigenlieblinge ist trotzdem lang.

Zu den Tenören Corelli und del Monaco wurde wohl alles Wesentliche gesagt. Der von Ihnen im Jahr 1974 in Rom als Pollione gehörte Mario del Monaco stand damals am Ende seiner Karriere und wird wahrscheinlich so ähnlich geklungen haben wie auf einer CD aus dem Jahr 1968, die ich wegen der über überwältigenden Schönheit der Stimmen von Elena Souliotis und Fiorenza Cossotto gekauft hatte. Del Monaco ist darauf einfach nur merkwürdig überdimensioniert und der absolute Gegensatz zu seinem Pollione mit der Maria Callas Mitte der fünfziger Jahre (Rom und Mailand): für mich die absolute Spitze in der anspruchvollsten Belcantooper.

Ich hatte del Monaco noch Anfang der sechziger Jahre bei einem Arienkonzert live erlebt. Der Wechsel zwischen piano und forte im Fluss dieser voluminösen und virilen Stimme ohne herausplatzende Veränderung bei lyrischen Partien erscheint leider auf den Tonträgerdokumenten weniger günstig, Gegen andere Tenorlieblinge will ich damit absolut nichts gesagt haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2011 13:40:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.01.2011 13:40:57 GMT+01:00
Brasier meint:
Werter Herr Kaiser,

Danke für ihre ausfürliche Replik- Ich kann ihren Ausführungen insgesamt zustimmen und teile dies gerne mit ihnen, dazu muss ich sagen das letztendlich über Souliotis in Letzter Zeit wenig geschrieben wird. Die Karriere war einfach zu Kurz - sie verblasste leider schnell.
Eine erlebte Live Norma mit Ihr, Cossotto, Prevedi, Roni 1968 in Rom bleibt für immer in meinen Erinnerungen festgeschrieben als ein seltenes Stimmenfest das mir später nie so wieder dargeboten wurde. (ausser die vielen Abende die ich hier in Berlin oft mit Leonie Rysanek erleben Konnte).
Ihre Live und Industrie Discografie ist scnell durchgesehen, es gibt zu wenig.

Die Römische und Mailänder Norma/Callas die Sie Ansprechen stellt auch für mich der Höhepunkt dieser Künstler für diese Werk dar. Atmosphärisch wie Interpretatorisch eine seltene Zusammenkunft von 2 Bühnen "Monstern" im Besten Sinne.
ich wünsche einen guten Tag
H.B

Veröffentlicht am 28.01.2011 17:13:30 GMT+01:00
haydnfan meint:
Guten Abend,wollte nur mal anfügen,die für mich überragende Traviata der Callas,bei großen stimmlichen Mängeln,von 1958 aus London ist jetzt offiziell erschienen,bitte bei jpc nachschauen,hier singt auch der für mich größte Germont,Mario Zanasi,eine Stimme zum verlieben!Bei Valletti bin ich jetzt oft am überlegen,ob er wirklich so ein großer tenore di grazia war,seine Stimme klingt gaumig und wulstig,wegen des "Nachäffens" des Schipa,oder?

Veröffentlicht am 28.01.2011 18:01:15 GMT+01:00
Brasier meint:
Verehrter Haydnfan

Offizieill....? Valetti war zu dem Zeitpunkt auch bereits nicht mehr in Grazia, der Alfredo ist somit sein Schwanengesang trotzdem eine sehr guter Abend , auch durch Rescignos Dirigat. Besser(Callas) die Traviata vom 17.07.1951 Mexico - da ist er noch Taufrisch...und der Germont von Taddei lässt auch grüssen. Auch von 1958 ist die mit Kraus aus Lissabon - Ansonsten immer wieder gut wenn Marias Aufnahmen verbessert editiert werden.
Die Tante Emi soll in ihren Giftschränken noch die Fedora haben - Angeblich - ,als ich Corelli danach fragte wich er mir nach bitterbösem Blick seiner Frau - aus...

Auch möchte ich noch auf die Sizilianische Vesper hinweisenI Vespri Siciliani (Florenz 19, vor einigen Jahren wurde ein Band aus dem Nachlass Walter Legge veröffentlicht in wesentlich besserer Qualität als der bekannte Premierenmitschnitt - es soll auch ein anderer Abend sein. Legge dachte wohl an eine Produktion.
mfg
H.B.

Veröffentlicht am 28.01.2011 18:08:51 GMT+01:00
Brasier meint:
Ach ja, ich vergas - das Thema ist doch was wir uns von den Majors Weihnachtsmännern Wünschen....! (Keine Ironie -nein)
Ich plädiere für die Neuauflage der Diskau - Erede Einspielungen mit Verdi Arien, unter anderem Troubadour von LP 1956 glaube ich, als nicht grosser Diskau Fan - für mich aber ein Muß...Qualität bleibt immer als solche bestehen.
Grüsse an alle
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2011 01:30:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.01.2011 01:52:17 GMT+01:00
haydnfan meint:
Hallo,Herr Brandt,was soll ich mit der Callas aus Mexico,für Uns völlig uninteressant,aber völlig,1951 war sie eine Durchschnittssängerin,aber 1958 in Covent Garden,da war sie bei versagender Stimme eine zweite Duse,eine singende Lilly Palmer,eine radebrechtende singende Ruth Leuwerik,soll ich Ihnen noch weitere Lieblinge von mir aufzählen?Wegen des Auftritts in Covent Garden gab sie allerdings die Traviata auf,sie sang sie nie mehr!!!!!,welch Konsequenz,Callas,we love you,wo auch immer Du bist!!!!!!!!!!!!!Kein Wort zu Zanasi,von Unserem großen Sängerexperten ala Brandt!Ach ja,den Heifetz zu kritisieren,bedeutet für mich schon ,Gott zu kritisieren,Heifetz,siehe Callas,wo Du auch immer bist,Du warst der Größte,es ist fast unglaublich,das es ihn gab,es gibt für mich nur einen der neben ihm "gilt",das ist der David Oistrach,der war ein Mensch,ein Tier-und Menschenfreund!!!!!!!Heifetz war ein Genie,was es nur alle 200 Jahre geben wird!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2011 10:03:41 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.01.2011 10:04:19 GMT+01:00
Brasier meint:
Tach, Haydnfan,

Das mit der Durchschittsängerin, nanana, aber hallo..., sollten sie die Möglichkeit haben ausser dem Gesang auch dem Italienischem Text (nicht der übersetzung) zu folgen, gab es schon damals 1951 stringent bei ihr einer darstellerischen Interpretation die gerade ein Markenzeichen der Gigantin war(Letzter Akt erste Arie). Allenfals waren einge der Komprimari in den Mexico Jahren Durschnitt, wie Bratwürste um Trüffelpüree.

Die allerbesten Jahre waren von 1945 - 1955 Ihre Stimmlichen Qualitäten auf dem Höhepunkt, danach auch kein Durchschnitt, allenfalls natürliche Abnutzung. Über die Sechziger, Siebziger schweige ich galant. Ich las in einem Italienischem Opernblog i Interwief eines Arztes der preisgab das Maria an einer seltenen Muskelatrofie litt die ihr in den späten jahren die vollkommene Beherrschung über ihr Instrument versagte, was vieles erklärt.

Gesungenes Textliches das sich dem Zuhörer offenbart - als währe es gerade entstanden. Wenige konnten das, auch in den schwersten Zeiten behielt sie dies bei. Auch in Covent Garden 58.
Masstab an den sich nun die Nachfolger zu halte hatten. Deswegen grub Serafin Rossinis Armida aus für die vorher keine Interpretin in Sicht war.

Denken sie wirklich das Serafin, einer der grössten Spezialisten seines Fachs, der Callas in den Jahren die Chancen gegeben hätte die Opern zu Interpretieren für die es in den fünfzigern Sänger des Kalibers die von den Komponisten gewünscht waren nur wenige gab. Kurzfristig in wenigen Tagen von der Isolde sich in die Puritaner zu verwandeln?

Zu Zanasi, Bastianini, Tadel, Brauchen wir nichts weiteres zu sagen - der Bariton Himmel ist ihnen sicher

Heifetz Steht bei mir auch an erster Stelle - aber in meinem Olymp ist auch platz für einige andere, sebsverständlich Oistrach, Fournier, Kogan zum beispiel.

Es macht Spass mit ihnen zu diskutieren, ich lese aus ihren Beiträgen immer eine Stringente Sympathie für die Musik insgesamt
und wünsche
ein schönes Wochenende
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.02.2011 00:25:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.02.2011 01:26:29 GMT+01:00
haydnfan meint:
Guten Abend,wollte nur nocheinmal schreiben,ich möchte alle Aufnahmen von Hermann Abendroth und z.B. das Brahms-Violinkonzert mit Oistrach mit dem (Ost)Berliner Rundfunksinfonieorchester nochmals veröffentlicht hören(im Augenblick auf youtube),es ist eine Aufnahme aus dem Elysium,rein voyeristisch mit einem Orchester und einem Dirigenten,welches in einer Diktatur,dies zauberte,bei all den furchtbaren auch lebensbedrohenden Umständen,waren die damaligen Bürger der stalinistischen DDR froh,das ihnen dies Halt gab,ach ja,an Oistrach sollte man auch immer wieder erinnern,auch,wenn es platt klingt,der spielte mit Herz,Feeling,warmherzig,offen für das Leben,-zu dessen warmen Ton "sühlen" sich meine Katzen in der Sonne auf dem Fensterbrett,er klingt so warm,wie das Leben sein kann,bei größter Spieltechnik,sein Tschaikowsky ist für mich das reinste Leben!-Ach Herr Brandt,von Teresa Stich Randall vermisse ich so vieles,aber heute nur die Kantate von meinem geliebten Telemann,den ich sogar über Haydn stelle,"Machet die Tore weit",Stich Randall singt überirdisch,natürlich auch der herrlichen Musik von Telemann geschuldet,siehe youtube.

Veröffentlicht am 02.02.2011 09:11:01 GMT+01:00
Brasier meint:
Haydnfan
Sie haben hierzu meine volle Unterstützung, wir sollten einen Abendroth Fan Klub öffnen um den Schlafmützen der Industrie die Morgenröte zu zeigen. Oistrachs Geigenton ist einmalig, so wie Sie es beschreiben, kann sogar Geigenhasser überzeugen, ähnliches konnte Henryk Szeryng, aber Oistrach steht auch bei mir an erster Stelle.
Telemann und Haydn brauche ich beide, ohne diese währe es furchtbar leer, beide legten die Startsteine für die Zukunft. Bei Stich Randall kann ich die Firmen absolut nicht verstehen, gleichwertiges gibt es beileibe Heute nicht.Aber das steht auf einem anderen Blatt....
wünsche einen guten Tag,
H.B.

Veröffentlicht am 17.05.2011 10:37:31 GMT+02:00
Peter Uehling meint:
"Herzog Blaubarts Burg" mit Kolos Kovacs, Sylvia Sass und Georg Solti. Gabs schon mal billig, ist nun leider verschwunden, aber die beste Aufnahme von dem Ding.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2011 04:38:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.09.2011 04:39:02 GMT+02:00
papillon meint:
Die gesamten Klaviersonaten mit Arrau auf Philips sind nicht mehr erhältlich - eine Schande. Die Chopin-Aufnahmen Arraus könnte man in einer Box zusammenfassen, wie man es mit den Liszt-Aufnahmen auch getan hat. Und warum sind die Liszt-Lieder mit Fischer-Dieskau (DGG) nicht mehr im Programm ?!? Die Liszt/Wagner-Transkriptionen mit Barenboim wären auch ganz nett..

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2011 20:53:39 GMT+02:00
BGB meint:
Mit dem Bruckner gebe ich Ihnen völlig recht (ich habe sie selber mühsam auf verschiedenen Internetplattformen für viel Geld erstanden), aber m. E. nach sind die Leibowitz-Sinfonien bereits wieder gestrichen :-(

Veröffentlicht am 16.09.2011 16:51:31 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 02.10.2011 09:42:18 GMT+02:00]
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Erster Beitrag:  09.09.2010
Jüngster Beitrag:  Vor 10 Tagen

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