Kunden diskutieren > klassik Diskussionsforum

Große Pianisten


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
76-100 von 162 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 02.02.2012 21:39:23 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.02.2012 22:08:32 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Um ehrlich zu sein, ich kenne auch nicht allzuviel von Barto, von seinen frühen Platten habe ich die Schumann und Chopin-Platten, sowie eine mit Orchester, was ist mir allerdings im Augenblick nicht erinnerlich, von seinen neueren habe ich nur die Rameau-Platte, wobei Rameau auf dem Klavier ja schon eine gefährliche Sache ist.
Nur so als Randbemerkung, einer meiner Klavierheroen, ein paar andere hatte ich schon genannt, ist Wilhelm Backhaus, der ja so was wie ein Gegenentwurf zu Barto war.

Veröffentlicht am 03.02.2012 19:26:00 GMT+01:00
IP meint:
Eine gute Rameau Platte auf dem modernen Klavier gibt es mit Alexandre Tharaud

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2012 20:16:35 GMT+01:00
Brasier meint:
Und Nach wie vor die DVD
von Grigory Sokolov
mit
einigen Rameau Köstlichkeiten
Wobei, dies für Herrn Balde
man durch sei Spiel
das Clavicembalo nicht vermisst
guten Abend

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2012 21:21:14 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@Brasier
Es ist halt genuine Cembalomusik, bei Bach ist das ja so nicht der Fall. Ansonsten gilt der Satz: Erlaubt ist was gefällt. Da will ich nicht schulmeistern. Wem es von Jacques Loussier gefällt, bitte! Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall.

Veröffentlicht am 03.02.2012 23:31:24 GMT+01:00
Brasier meint:
@Balde
Aber selbstverständlich, ganz ihre Meinung,
sofern sie mir aber nicht mit Klaydermann
Kommen, denn es gilt der Grundsatz
Klayder machen noch keine Leute...

Veröffentlicht am 09.02.2012 17:22:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.02.2012 17:22:50 GMT+01:00
Brasier meint:
Wer erinnert sich noch
an Nikita Magaloff der noch in den
Siebziger und Achtziger im Radio
zu Hören war.
Der Schüler Prokofievs
war sicher mehr im Französischen Rundfunk zugegen.
Ich verdanke ihm die ersten meiner Chopin Aufnahmen
in meiner Sammlung.
und wird derzeit fast nicht mehr gespielt
Ingried Haebler und Maria Tipo
waren seine Schülerinnen

Veröffentlicht am 09.02.2012 18:38:33 GMT+01:00
IP meint:
Ravel-Protege war er auch. Ich habe binnen wenigen Wochen Gaspard 2x gehoert, einmal den hochgepriesenen Pogorelich und dann Magaloff. Der Vergleich war nicht zugunste des juengeren. Aber niemand erinnert sich hier an Vlado Perlemuter, Schueler von Cortot, Lehrer von Zacharias, noch besser als Magaloff in Ravel, kaum erreichbar in Mozart.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.02.2012 20:40:48 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@Brasier
Also ich hab mir nur so zu meiner persönlichen Vergewisserung Rameausche Cembalostücke von Tzimon Barto (A Basket of wild strawberries), von Nikolai Tokarev und von Denys Proshayev angehört. Alle pianistisch vom Feinsten, das traue ich mir sagen, aber eben bei allen die gleiche geschmackliche Verirrung. Es klingt alles wie - ja nicht wie Clayderman, dazu ist es einfach zu gut komponiert, aber wie Lyadov, so wie eine gut gemachte Salonmusik. Und das wird Rameau bei weitem nicht gerecht! Der Grund ist wohl neben der Verwendung des Cembalos auch die Verwendung von alten Stimmungen (Werckmeister, Kirnberger I), die für Reibungen sorgt, die bei Verwendung des modernen Pianos natürlich nicht verwendet werden. Entsprechend - unabhängig vom Können des Pianisten - klingt alles nivelliert, langweilig, pomadig.

Veröffentlicht am 10.02.2012 01:00:33 GMT+01:00
Brasier meint:
Lieber Herr Balde
Danke für ihre Rückmeldung,
Ich denke so wie ich sie verstehe, sie auf einen
Geschmacklichen Vergleich hinaus wollen, dem ich durchaus folgen kann.
Dieser aber ausschließlich, und darüber reden sie auch
Spezifisch auf das Instrument aus der Zeit der Komposition
gemünzt ist, das ja zum Klavier einen ganz andere Architektur aufwies.

Nun ist es für mich die selbe Diskussion ob man die Beethovenschen Klavierwerke
stringent auf dem Hammerklavier, oder auf den Instrumenten der Neuzeit
gespielt werden sollten, wobei ich beide Vorgehensweisen als verträglich ansehe.

Aber wir wissen auch das die gesamte Tasteninstrumenten Literatur Bachs
eigentlich das Gleiche Schicksal wie die Rameauschen Werke durchmacht
Persönlich habe ich zum Beispiel die Einspielungen für das Wohltemperierte
mit Wanda Landowska auf dem Cembalo und auch eine Klavierfassung mit Gould
wobei beide mich befriedigen.

Bei der guten Wanda ist es durch das Instrument der volle "Orgelton"
( sie sehen, ich habe sie verstanden) und bei Gould ist es schlicht und einfach die
besonders introvertierte Interpretation.

Rameau stilsicher zu interpretieren bedeutet sicher nicht die Noten mit glattem Zug
durch die Tasten zu ziehen, was sie sicher mit ,nivelliert, meinen, die Spielweisen
eben die alten Stimmungen bevorzugend, aber ich denke auch, das nicht jeder
den Cembalo Klang mag, es sei denn es handelt sich um ein so aussergewönliches
"Vollmundiges" instrument, wie jenes das Ruckers Cembalo von 1624
das Christine Schornshein für ihre Einspielung des Wohltemperierten nutzt.
Hierauf kann ich mir einen Superben Rameau vorstellen.

Schauen sie sich doch bitte die Rameau stücke auf Youtube von Sokolov an
auf dem Flügel.
ich wünsche eine Gute Nacht
H.B.

Veröffentlicht am 10.02.2012 02:00:46 GMT+01:00
inekemaa meint:
Konnte 2x Konzerte mit Aldo Ciccolini besuchen. Vor allem die wenig gespielten 4. und 5. Klavierkonzerte von Saint-Saëns spielt er unglaublich schön. Aber was ich auch sehr interessante Musik finde und gerne höre, ist das chinesische Klavierkonzert "The yellow river" gespielt von Yin Chengzong. Von Lang Lang bin ich kein grosser Fan.

Veröffentlicht am 13.02.2012 00:05:51 GMT+01:00
gemihaus meint:
@ magaloff
cher brasier, möchte ihrem verweis wider klavier-kaisers verdikt vom charakterlosen interpreten (chopin) gerne zwei durchaus prägnante live-konzerte anfügen: rach-3 aus lausanne sowie stravinsky mit wand aus köln - zudem schätze ich auch dessen
chopin, die unverzärtelt-strengen (maskulinen) walzer - romantisch, nicht romantisierend sentimental.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.02.2012 21:30:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.02.2012 21:59:35 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@gemi-b
Ich habe lustigerweise etliches von Chopin als Halbwüchsiger durch Magaloffs Aufnahmen kennengelernt, die ich von Familienbesuchen aus Frankreich mitbrachte. Damals gab es dort eine ziemlich preiswerte Serie von LPs, u.a. mit Chopinaufnahmen von Nikita Magaloff. Schuberts "Gesang der Geister über den Wassern" lernte ich übrigens in der gleichen Serie kennen, so miserabel deutsch gesungen, dass ich zuerst glaubte, es handele sich um eine französische Adaption des Textes. In dem Maße in dem ich mir dann die Noten aus der Stadtbücherei besorgte und mitlas, bzw. die Sachen selbst am Klavier versuchte, fand ich plötzlich Magaloffs Spiel total schlampig. Ich habe diesen Eindruck später nie mehr überprüft, bzw. überprüfen können. Ich werde, denke ich, nach Ihren warmen Worten doch noch mal zu einem Kapitel meiner Jugend zurückkehren und das überprüfen. Danke.

PS.: Ich habe sogar eine Aufnahme mit Nikita Magaloff in meiner Sammlung, die EMI-Aufnahme von Liszt 2 und Tschaikowsky 1 mit dem NDR-SO unter Schmidt-Isserstedt, werd ich mir gleich morgen zu Gemüte führen.

Veröffentlicht am 21.02.2012 22:08:43 GMT+01:00
gemihaus meint:
@ jakob balde
die von ihnen bemerkte >pianistische schlampigkeit magaloffs< kann ich vergleichsweise so wie sie, auch mangels avancierter
pers. spielfertigkeit nicht nachvollziehen - ich höre allerdings keine falschen töne, metrisch-rhythmische unschärfen und
dynamische ungereimtheiten - immerhin! - was zumindest darauf schliessen lässt, dass magaloff, auch im alter, ein zumindest
seriöser pianist war, wenn auch kein extravaganter. nun denn, hören sie's nach. merci.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.02.2012 22:17:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.02.2012 22:22:29 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@gemi-b
Immerhin sind ja pianistische Unschärfen das was wir von Alfred Cortot erwarten und auch geliefert bekommen, seinem Alter seis zugeschrieben, die Aufnahmen dokumentieren ja nicht den jungen feurigen Cortot, sonden den alten und sehr alten Mann. Ich schätze jede seiner Aufnahmen. Bei anderen wiederum finden wir die Fehler degoutant, ich gebs ja zu, da spielen auch Erwartungshaltungen und Vorurteile eine Rolle, Dinge, von denen sich freizumachen nicht leicht ist. Ich hatte, wenn ich mich recht erinnere bei Magoloff auch gar nicht richtige Fehler bemängelt, sondern eine gewisse Unfokussiertheit des Spiels, als ob die Musik ohne emotionale Anteilnahme abliefe. Nun ja vielleicht habe ich mich damals geirrt. Bei Adam Harasiewicz habe ich mein früheres Vorurteil schon revidiert, dessen Spiel fand ich, wenn ich meine damaligen Aufzeichnungen durchsehe, interessanterweise zu rustikal. Heute liebe ich es. Tempora mutantur, nos et mutamur in illis!

Veröffentlicht am 22.02.2012 00:10:43 GMT+01:00
Brasier meint:
@ Herr Balde

Das ist's, glaube ich, das wir uns glücklicherweise auch verändern,
wobei es oft die perfide Altersmilde zu sein scheint...

Magaloff's eventuelle Unschärfen, oder wie sie schreiben Unfokussierung
gab es auch schon in den Frischen Jahren gelegentlich festzustellen, wobei im Alter
so wie sie es von Cortot bemerken, was ich genauso bei Horowitz ähnlich goutiere
dazu sagen kann, das dabei diese Unterlassungen den Rest eines weisen Spiels
in der Reife des Gesammten mich doch überzeugen.

Veröffentlicht am 11.03.2012 02:18:20 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:26:49 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 11.03.2012 09:02:53 GMT+01:00
Brasier meint:
ÄTSCH!!

Walter Gieseking wurde schon genannt.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012 10:26:50 GMT+01:00
Aber, aber lieber Herr Brasier, Walter Gieseking kann man immer nennen. Ich bin momentan sehr in Eile und konnte noch nicht überprüfen, ob schon Francesco Piementosi genannt wurde. Das ehemalige Wunderkind kann bereits auf eine glanzvolle Karriere zurückblicken.

Viele Grüße
W.K.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012 10:49:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.03.2012 10:52:32 GMT+01:00
Brasier meint:
Lieber Herr Kaiser, aber sicher doch....
a bitzele frotzele derf ma doch immer...

der Schweizer Bub, Francesco Piementosi ist mir auch bekannt
durch den Satelitenrundfunk der Suisse Romande,
den ich Täglich höre, ist er einigele angenehm aufgefallen
in der Kammermusik, und als Solist
wünsche schönen Sonntag

Veröffentlicht am 11.03.2012 11:41:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.03.2012 11:47:59 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Heute leider fast nicht mehr bekannt einer der wirklich großen Pianisten: Wilhelm Backhaus. Seine Chopin-Etüden gelten immer noch als vorbildlich, ebenso seine Brahms-Aufnahmen. Auch seine Beethoven-Sonaten halte ich immer noch für eine der besten Versionen, die auf dem Markt erhältlich sind. Seine Einspielung des letzten Mozart-Klavierkonzerts aus dem Jahre 1967 mit dem WPO unter Böhm halte ich immer noch für die beste Einspielung, die jemals von einem Mozart-Klavierkonzert gemacht wurde.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012 13:44:44 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 13.05.2012 17:20:00 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012 14:41:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.03.2012 15:00:57 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@Friedgen
Was das Aufnahmejahr betrifft lasse ich mich gerne eines besseren überzeugen, ich hatte das nicht nachgeschlagen und mein Gedächtnis hat mir da wohl einen Streich gespielt. Was die Qualität der Aufnahme betrifft lasse ich jedoch nicht mit mir handeln. Die Haskil und Perrahia finde ich nicht so gut, jedoch: Gulda mit Abbado, Gilels mit Böhm, Christian Zacharias mit Wand, neuerdings die Sofronitskaya.

Und Nachtrag: Richter mit dem English Chamber Orchestra und Britten am Dirigentenpult am 16.Juni 1965 beim Aldeburgh Festival. (diesmal habe ich das Datum rausgesucht!, es sollte also stimmen)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012 15:27:21 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.03.2012 17:40:23 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.03.2012 04:19:53 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:27:03 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2012 16:15:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.03.2012 16:15:45 GMT+01:00
S. Leonhardt meint:
hallo herr jäger,
auf die gefahr hin, ihnen bekanntes mitzuteilen: wer gieseking schätzt, sollte die gesamtaufnahmen der klavierwerke von mozart und debussy anschaffen. m.e. sind beide einspielungen bei amazon für kleines geld zu haben.
mfg leonhardt
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in klassik Diskussionsforum (563 Diskussionen)

Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Unbekannte Dirigenten 87 Vor 5 Tagen
"Charivari"....... 600 Vor 9 Tagen
Tschaikowsky, Ludwig Hoffmann 15 Vor 10 Tagen
CLAUDIO ABBADO - ein Phänomen 60 16.03.2014
Unterbewertete Komponisten 104 13.03.2014
Sibelius 28 11.03.2014
Wagner-Opern 1 11.03.2014
Bachs Matthäus-Passion - aber welche? 85 10.03.2014
Bayreuther Festspiele 121 04.03.2014
Brahms Symphonien: Eschenbach 2 19.02.2014
empfehlenswerte Gesamtaufnahmen der Sibelius-Symphonien 60 12.01.2014
SHM-Super Audio CDs 0 10.01.2014
ARRAY(0x9991960c)
 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  31
Beiträge insgesamt:  162
Erster Beitrag:  21.11.2011
Jüngster Beitrag:  18.06.2012

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 5 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen