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Der beste "Ring" von Richard Wagner


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51-75 von 173 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 27.10.2009 19:58:57 GMT+01:00
Polarfuchs meint:
...Keilberth 1955...

Veröffentlicht am 28.10.2009 00:29:04 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.10.2009 00:29:39 GMT+01:00
hippie_guy meint:
Keilberth 1955 und Böhm 1967 finde ich super - welch Besetzungen und welch ein Klang dafür, dass die schon so alt sind! Das einzige Problem ist - gerade beim Böhm-Ring, dass man des öfteren die Souffleuse ziemlich deutlich hört. Aber gut, das hat andererseits auch einen gewissen Charme und unterstreicht den Live-Charakter.

Veröffentlicht am 31.10.2009 22:20:23 GMT+01:00
M. J. Walker meint:
Ich wuchs auf mit alten Aufnahmen von Rudolf Laubenthal (toller Siegfried!), Frida Leider u. dgl. mehr, daher mögen meine Empfehlungen wegen der Aufnahmequalität nicht jedermanns Geschmack sein:
Krauss und Keilberth 1953 - dieser hat Mödl als Brünnhilde, einzigartig, aber auch Varnay ist für ersteren vorzüglich; Hauptsache, keine Aufnahme mit Nilsson (eine persönliche Abneigung gegen ihre Stimme und Artikulation). Furtwängler 1953 (Siegfried und Götterdämmerung, besonders wegen Suthaus, der beste Siegfried nach Melchior), 1954 (Walküre, ditto Suthaus als Siegmund, aber Mödl ist hier schwächer). Von Soltis Zyklus nur Rheingold, ausgezeichnet. Auf DVD: THe Copenhagen Ring. Diese Aufnahmen sind auch alle recht preiswert. Den Keilberth '55 kenne ich nur in Auszügen - so viel besser ist der Klang auch nicht und die Sänger waren '53 besser.

Veröffentlicht am 03.11.2009 23:53:32 GMT+01:00
Hallo, ich weiß, dass ich mit meiner Meinung relativ alleine dastehen werde. Aber ich mag den Barenboim Ring sehr gerne. Er macht sehr viel richtig, dafür aber auch manches falsch, grade im Dynamik Bereich. Nichts desto trotz ist mir so etwas lieber als eine zu "glatte" Aufnahme, ohne Ecken und Kanten. Ich glaube aber das sich jeder "Ring"-Liebhaber irgendwann mindestens noch eine zweite Aufnahme holen wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2009 15:05:29 GMT+01:00
filmfan74 meint:
Mit der Meinung stehen Sie gar nicht alleine da.
Trotz einiger Ausfälle bei den Sängern (gibt es eine Aufnahme ohne Hochs und Tiefs?) und Barenboims manchmal etwas fragwürdigen Tempi bleibt Tomlinsons Wotan wohl jedem im Gedächtnis. Ich empfehle allerdings eher die DVDs,da Kupfers Inszenierung lohnenswert ist.

Als Einzelwerk kann ich auch die DVD/Blu-Ray Veröffentlichung der Walküre unter Simon Rattle empfehlen.
Hier singen alle auf hohem Niveau und die Inszenierung befriedigt sowohl den Anfänger wie den Experten.
Wer eine wirkliche Ensembleleistung sehen will, sollte zu dem Ring aus Weimar greifen.
Eine interessante Deutung mit hohem Schauwert. Dass einige Sänger im Verlauf der Opern die Rollen tauschen irritiert zunächst etwas, ist aber ein Abbild des Repertoirealltags.

Von der Kritik etwas hart kritisiert, ist die Inszenierung der "Fura dels Baus" aus Valencia.
Das Rheingold wurde letzten Samstag von 3sat ausgestrahlt. Ich war sowohl von den kurzweiligen, doch nie gegen den Strich gebürsteten Bildern, als auch von den Sängern überrascht. Auch dieser Ring wird demnächst komplett auf DVD erscheinen. Ich bin auf die nächsten Abende gespannt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2009 15:32:43 GMT+01:00
Fritzi meint:
Wenn die Aufnahme auch nur halb so gut wie die erlebten und gehörten Aufführungen in Bayreuth ist, dann würde ich mir den Ring des Nibelungen unter dem Dirigat von Christian Thielemann, der gerade neu rausgekommen ist, kaufen. Zumindest das Orchester klingt in keiner meiner anderen Aufnahmen (Böhm, Furtwängler, teils Levine, teils Solti)so unglaublich und auch die sängerische Leistung ist teilweise gigantisch.

Veröffentlicht am 18.11.2009 10:24:56 GMT+01:00
reviewsvoice meint:
Es gibt selbstverständlich und natürlich keinen besten Ring. Es gibt eine Vielzahl von teils sehr unterschiedlichen Aufnahmen. Einige sind aus interpretatorischen Gründen vielleicht empfehlenswerter als andere, aber das kommt natürlich immer auf den Hörer an. Persönliche Favoriten gibt es, aber danach wurde nicht gefragt. ES GIBT KEINEN BESTEN RING. Viel Spass beim Hören möglichst vieler verschiedener Aufnahmen.

Veröffentlicht am 18.11.2009 18:48:09 GMT+01:00
Der beste?
Natürlich Der Ring des Nibelungen des Vico von Bülow (um den sittlichen Ernst hier etwas abzumildern) :-)

Veröffentlicht am 18.11.2009 22:02:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.11.2009 22:03:38 GMT+01:00
Hallo,
da hier anscheinend lauter gut eingehörte Fachleute unterwegs sind, würde ich als völliger Wagner-Laie gerne einen Tipp bekommen, welche DVD-Version ich meinem sehr konservativen, Wagner-liebenden Großvater zu Weihnachten schenken kann. Nach einiger Recherche tendiere ich zur Met-Version, auch wenn die als kitschig gewertet wird, aber mit einer "zeitgenössischen Neuinterpretation" läge ich sicher sowohl optisch als auch akustisch total daneben. Am liebsten würde ich allerdings eine Bayreuth-Aufnahme verschenken - wie gesagt, sehr konservativ... welche geht da?
Danke für die Hilfe!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2009 00:03:50 GMT+01:00
Hallo,
ich kann Ihnen da die DVD-Gesamtaufnahme des Bayreuther-Ring in der Inszenierung von Harry Kupfer aus dem Jahr 1992 empfehlen. Die musikalische Leitung hat Daniel Barenboim. Die Kupfer-Inszenierung ist sicherlich auch nichts für Erz-Konservative aber mal im Ernst: Die Zeiten von Flügelhelmen, Ritterrüstungen und Bärenfellen bei Wagner-Inszenierungen sind gottseidank lange vorbei. Letztlich überzeugt der Barenboim/Kupfer-Ring auch musikalisch.

Wagner, Richard - Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) (7 DVDs / NTSC)

MfG

Veröffentlicht am 19.11.2009 16:35:45 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.11.2009 12:31:06 GMT+01:00
Lieber Echt-Rheinland, hören Sie um Gottes Willen nicht auf meinen Vorredner. Ich habe die Premiere 1992 der Kupfer-Inszenierung in Bayreuth gesehen. Sicher war das Dirigat von Barenboim ohne jeden Tadel. Aber von der Inszenierung hat sich mir kaum etwas eingeprägt, außer der oberscheußlichen Bühnenmöblierung von Herrn Schavernoch. Das ist ganz sicher in keiner Weise etwas für den konservativen Großvater. Da gibt es nur eine Empfehlung: Die New Yorker Inszenierung von Altmeister Otto Schenk. Von ihm kann man grundsätzlich alles empfehlen. Die beiden Meistersinger (Wien und New York), die beiden Rosenkavaliere (München und Wien), den Wiener Fidelio, die Wiener Fledermaus und eben auch den Ring. Für alle jene eine Labsal, die sich vom Jammertal des Regietheaters, durch das wir nun schon seit Jahren gehen müssen, erholen wollen.

Veröffentlicht am 20.11.2009 11:32:49 GMT+01:00
Den Keilberth-Ring von 1955 bekommt man auch von Cantus Classics auf 2 MP3 CDs für etwas über 20¤. Nachteil ist nur, dass jeder Akt nur ein Track hat. Man muß eben durchhören oder am PC hören.

Veröffentlicht am 21.11.2009 15:12:02 GMT+01:00
Havauka meint:
Wenn man fette, bärige Stimme und einen breitarschigen Orchesterklang haben will, dann findet man Aufnahmen zur Genüge. Wenn man allerdings schöne Sängerstimmen, einen tollen Orchesterklang und einen Dirigenten hören will, der Musik aus dieser Partitur zaubert, dann gibt es nach wie vor nur eine einzige Aufnahme: Herbert von Karajan.
Man vergißt heute, daß Karajan mit seiner Salzburger Interpretation vor fast vierzig Jahren die Wagner-Deutung revolutioniert hat, leider aber auch keinen Nachfolger gefunden hat, der sich dieses revolutionären Gedankenguts angenommen hat.
Nur zur Info: der Wotan ist vielleicht etwas zu schlank, wenn man einen kräfigen Löwen erwartet. Allerdings steht bei Karajan die Musik als Ganzes im Vordergrund und nicht der Sänger. Das ist das Revolutionäre, so einfach ist das!
Bei vielen Aufnahmen sagt man: tolle Stimmen. Bei Karajan sagt man: tolle Musik. Auch das ist so einfach!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2009 16:16:03 GMT+01:00
Ich finde, dass bei Karajan niemals die Musik - stimmt, die Sänger schon garnicht - im Vordergrund stehen, sondern immer nur Karajan selbst. Gottseidank hat dieses manierierte Dirigat keine Nachfolger gefunden, dieser selbstherrlich-willkürliche Umgang mit der Dynamik, dieses blutleere, oft schneidend und kalte Spiel. Immer hat er auch Sänger gewählt mit zu kleinen Stimmen, nicht nur bei Wagner, auch bei Verdi und Puccini, auch wenn ihm manche marketingtechnisch da die Stange hielten und halten. Man höre sich nur mal an, wie er den ja an sich herrlichen Jose van Dam als Holländer mit seinem Blech regelrecht massakriert. Auch im Ring Fehlentscheidungen zuhauf: Fischer-Dieskau, Regine Crespin, Helga Dernisch, Brilioth, die Janowitz ist doch keine Sieglinde. Der Hagen Ridderbuschs hat nur zwei völlig unnatürliche Lagen: leise und substanzlos - soll suggerieren Achtung gefährlich! und dann voll brüllend - damit ist er aber wieder auf der Linie seines Herrn und Meisters, der auch nur diese Extreme kennt.

Aber das klingt natürlich immer gut: falsches Pathos vermeiden ( war Pathos nicht Leidenschaft?), kammermusikalisches Musizieren, schlank sind wir sowieso lieber als fett - igitt. Streiten lässt sich darüber gottseidank herrlich - ein guter Freund von mir ist auch Karajan-Fan. Ich höre halt lieber "fette, bärige Stimmen" und genieße einen "breitarschigen Orchesterklang" - schon super Adjektive, da weiß man wenigstens, woran man ist.

Insoweit bringe ich zum Thema "bester Ring" doch mal Thielemanns neuen Bayreuther Mitschnitt zur Diskussion - wahrhaft ein Kontrast zu Karajan. Aber halt ein musikalisches Drama!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.12.2009 23:27:53 GMT+01:00
vully meint:
Soll das (Thielemann) ernst gemeint sein?

Nie seit der Stimmignorantin Cosima hat es in Bayreuth weniger adäquate Sänger gegeben. Und Thielemanns Wagner vereint Karajans Eitelkeit mit Soltis Bombastik und Knappertsbuschs Langsamkeit. Muss ich nicht haben!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.12.2009 11:19:23 GMT+01:00
Gunter Haemel meint:
Bei Karajan werden wohl immer Pro und Contra aufeinanderstossen. Seine Idee, schlankere, jüngere Stimmen Wagner singen zu lassen, war ja per se nicht falsch, nur sie ging eben nur bedingt auf. Bei Studioaufnahmen klingt es noch gut, bis auf einige Aufnahmen, aber auf der Bühne ging es nicht. Ich habe einiges in Salzburg bei den Osterfestspielen gehört und es war immer unbefriedigend. Karajan hat ja auch immer Sänger um sich geschart, mit denen er gut auskam, wenn diese sich seinen Vorstellungen verweigerten, gab es Ärger (siehe Chr.Ludwig, Kollo, Ridderbusch u.v.a.) Dieskau z.b. war für den Wotan und auch für seine Bühnenausflüge als Sachs (Berlin und München) nie die richtige Besetzung, bei aller Intelligenz der Gestaltung. Ich bin in München "tausend Tode gestorben" mit ihm und wegen ihm !
Thielemanns Ring kenne ich noch nicht, aber ich habe ihn in Bayreuth als Dirigent verschiedener Werke "gehört" und fand ihn schon sehr gut, das Orchester "glüht" unter ihm, das ist unbestreitbar.
Was die heutigen Sänger betrifft, muss man ganz klar sagen, woher soll Bayreuth adäquate Sänger holen ? Es gibt -fast - keine. Ich bin nach wie vor der Meinung, die ich in anderen Foren hier vertreten habe, dass der heutige Opern/Klassikbetrieb es nicht mehr zulässt, dass sich gute Wagnersänger entwickeln. Kaum hat jemand in einem kleinen oder mittleren Haus eine befriedigende Brünnhilde, Sieglinde oder Isolde, oder bei den Männern Siegmund, Siegfried, Tristan usw. gesungen wird sie oder er schon in die Welt geschickt und singt in Mailand, New York, München und Berlin. Das geht dann vielleicht noch ein paar Jahre einigermassen gut und dann ist es vorbei. Die singenden Darsteller sollen heute eben möglichst so jung sein - und aussehen - wie die Rollen es eigentlich vorschreiben. So schön es ist, wenn man eine junge , schlanke Isolde hat , die aber die Partie nicht singen kann. Sie muss ja nicht gleich so voluminös sein, wie Jean Eaglen ! (Wo ist die eigentlich heute ?)
Außerdem kann ich es nicht verstehen, dass man heute die Sänger/Innen fast nicht mehr verstehen kann. Egal ob sie muttersprachlich sind oder nicht. Liegt es an der Ausbildung ? Wenn man die alten Aufnahmen hört, auch Mittschnitte aus Opernhäusern ist man erstaunt, wie gut man die Sänger versteht - heute muss man sich , wie ich dieses Jahr in Bayreuth eine Isolde anhören, die im ersten Akt kein einziges verständliches Wort singt.
Das kann man sicherlich nicht den Dirigenten anlassten, auch wenn sie manchmal mit ihren Orchestern die Sänger zudecken.
Ich warte daher immer noch auf einen neuen Ring, der mich ebenso begeistert, wie der von Keilberth von 1956 (oder 57).
G.H.

Veröffentlicht am 02.12.2009 14:25:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.12.2009 14:29:52 GMT+01:00
Gut gebrüllt, Th.Fritz. Auch ich bekenne mich wie Sie zu "fetten, bärigen Stimmen" und einem "breitarschigen Orchesterklang". Unser vully sollte vielleicht etwas vorsichtiger mit seinen Pauschalurteilen sein. Wer einen der interessantesten und wirklich genialen Dirigenten unserer Tage mit "Eitelkeit" und "Bombastik" etikettiert, der sollte ein solches Urteil auch belegen. Ich habe die "Meistersinger" und verschiedene Bruckner-Sinfonie von Thielemann in Wien, München und Baden-Baden gehört und wage hier meine Überzeugung preiszugeben, daß ihm auf diesem Feld kein lebender Dirigent das Wasser reichen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.12.2009 14:45:55 GMT+01:00
Lieber Th. Fritz: Ihren Beitrag habe ich noch einmal gelesen und muß ihn doch in einem Punkt korrgieren. Karajan hat oft Sänger mit zu kleinen Stimmen gewählt, aber nicht immer, wenn man an Leontine Price in der Tosca denkt, an Ghiaurov im Boris oder erst recht an Pavarotti in der Boheme. Aber prinzipiell haben Sie natürlich recht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.12.2009 15:43:58 GMT+01:00
Trueopinion meint:
Ich hätte "ihn" im Fiat 500 nach Bayreuth geschickt - das wär ein Spaß (Gebrülle) geworden. Übrigens hier eine seiner "Glanzleistungen" (als Tenor!!!) - besonders interessant: 3:26-3:34 :)))
... http://www.youtube.com/watch?v=VSFhbHf0fvM

Veröffentlicht am 06.12.2009 08:56:43 GMT+01:00
Rautho meint:
Den idealen RING gibt es (leider) nicht, wie bei so vielen anderen Opern-Gesamtaufnahmen. Wenn Sie ein durchgehend homogenes Sängerensemble suchen, greifen sie zu den Bayreuther Mitschnitten unter Karl Böhm oder Joseph Keilberth. Suchen Sie den ultimativen Orchesterklang, der die Orchesterpalette des Riesenwerkes von den denkbar zartesten Lyrismen der des ersten Aktes der WALKÜRE bis zum erschütternden, durch Mark und Bein gehenden Trauermarsch der GÖTTERDÄMMERUNG in allen Facetten umfasst, kommen Sie an Herbert von Karajans Deutung nicht vorbei. Die beinahe glühende Leucht- und Strahlkraft der Berliner Philharmoniker sucht ihresgleichen; besser kann das Werk meines Erachtens nicht gespielt werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.12.2009 09:20:10 GMT+01:00
Hallo, liebe Forumsteilnehmer,

da gibt es gerade ganz günstig den Ring mit der Badischen Staatskapelle unter Günther Neuhold (gab's ja früher auch schon mal).
Ist die Aufnahme empfehlenswert? Wie ist sie technisch und künstlerisch? Wer kann was dazu sagen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.12.2009 09:57:25 GMT+01:00
Gunter Haemel meint:
Lieber Herr Gumpert,
ich bin im Besitz dieses Karlsruher Rings unter G. Neuhold. Es handelt sich ja um einen Mittschnitt der Aufführungen im Theater mit allen Schwächen, die eine solche Aufnahme nun mal hat. Ich muss aber sagen, dass sie wirklich nicht schlecht ist, vor allem viele Sänger-Leistungen sind auf hohem Niveau und auch Orchester und Dirigent haben Qualität. Wer also einen Ring mit Sängern, die ansonsten nicht überalle vertreten sind, haben möchte, ist gut beraten.
Es singen Siegfried: Edward Cook und Wolfgang Neumann
Brünnhilde: Carla Pohl
Wotan:John Wegener
Sieglinde: Gabriela Maria Ronge
Erda: Mette Ejsing und Orturd Wenkel (auch Norn)
und unter den Walküren sind immerhin so bekannte Namen wie Ruth Floeren und Cornelia Wulkopf.
Ich weiss nicht, wie teuer diese Aufnahme jetzt noch ist, aber ich denke, sie ist sicherlich erschwinglich und da auch hörenswert, eine Kaufüberlegung wert.

Veröffentlicht am 17.08.2010 23:28:39 GMT+02:00
Tobias meint:
Den Keilberth-Ring von 1955 gibt es als MP3 erschwinglich unter
http://www.da-music.de/Klassik/CHOR-und-ORCH-D-BAYREUTH-FESTSPI-DER-RING-DES-NIBELUNGEN-MP3-ARTNR-500921.html
Meinungen dazu?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.08.2010 16:59:48 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.08.2010 17:04:21 GMT+02:00
Josef Wotan meint:
hallo den ring mit haitink gibts jetzt von emi <ohne booklet - nur mit libretti> bei jpc für ca. 45 ¤.
ansonsten keilberth 1955 / thielemann 2008 <für mich vom psychologischen aufbau her> ein sehr guter ring,
besitze insgesamt 26 verschiede fassungen sowohl bayreuth als auch rom, london, berlin, münchen, weil wagner einer oder d e r wichtigste vorbereiter für die musik des 20. jahrhunderts war. bis bald

Veröffentlicht am 22.08.2010 12:14:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2010 19:38:09 GMT+02:00
Rübezahl meint:
Warum weist denn niemand auf den "Jahrhundertring" von Pierre Boulez/Patrice Chéreau hin? Wunderbar transparent strukturierte Musik, intensive Sänger-SchauspielerInnen, eine kluge, sehr genaue und packende Inszenierung. Wagners 19. Jahrhundert, vom späten 20. aus verstanden.
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