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Bayreuther Festspiele


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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 19:49:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2013 19:50:23 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits,

......ist's erlaubt das eigentliche Thema wieder aufzunehmen!?

Lieber Fidelio,-mich würde brennend interessieren,-wie Ihnen der "Tannhäuser" des Simon O'Neill in der Titelrolle gefallen hat? Nach meiner Information sang er sie in Bayreuth. Ich kenne nur seine Stimme,-sah ihn auch auf MEZZO im 1. Akt einer Aufzeichnung der "Walküre". Da überraschte er mich sehr,mit herrlichem Heldentenor und strahlender Höhe.

Singt er live ebenso gut? Hatte er noch genug Kraft für eine sängerisch ausdrucksvolle Romerzählung? Ich würde mich freuen,wenn Sie ein wenig berichteten.

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2013 20:09:12 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 23.01.2014 18:52:37 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 29.08.2013 15:21:16 GMT+02:00
Brasier meint:
Richtig, Provinz ist überall... :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2013 18:13:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.08.2013 18:13:36 GMT+02:00
Lieber Herr Brasier,

kürzer und treffender, wie Sie es in unnachahmlicher Weise getan haben, kann man es kaum noch formulieren. Die Bezeichnung „Kaff“ ist und bleibt eine abfällige Bezeichnung für eine provinzielle Ortschaft, worunter ich eine ländlich (bäuerlich bzw. landwirtschaftlich) geprägte Ortschaft verstehe, die insbesondere über keine besonderen kulturellen Anziehungspunkte verfügt. Die von Frau Mart gewählte Bezeichnung habe ich als Ausrutscher betrachtet, den ich auf ihre Enttäuschung über die von dem Teilnehmer Fidelio geschilderte Situation von Inszenierungen im Festspielhaus zurückführe. Mit der von ihr abgegebenen Erklärung hätte man es bewenden lassen können, nachdem „zwilling29“
mit einer gewissen Überstrenge sein im Grundsatz berechtigtes Veto eingelegt hatte. Den Begriff „Kaff“ nach städtischen Größenordnungen definieren zu wollen, ist ohne Zweifel verwegen und ignoriert die lange und reichhaltige Geschichte von Bayreuth und die dort vorhandenen Kulturschätze. Manche Großstadt würde sich für einen solchen Kulturbesitz glücklich schätzen. Ein Blick ins Internet hätte genügt, um sich allein schon von der stofflichen Fülle Kenntnis zu verschaffen. Über manche Öde von Großstädten könnte man auch diskutieren. Den Nutzen und Frommen des Nachlegens durch weitere Diskutanten kann ich nicht erkennen, es sei denn, man will überflüssige Reibungshitze erzeugen. Es ist überhaupt schon befremdlich, anhand von Bayreuth, einer kreisfreien Stadt mit über 73.000 Einwohnern, die Bezeichnung „Kaff“ in Relation mit der Größe von städtischen Gemeinden definieren zu wollen. So kann man (scherzweise) selbst mein geliebtes Berlin als eine Ansammlung von Dörfern bezeichnen, was zwar historisch richtig wäre, aber der Entwicklung und der heutigen Gesamtbedeutung nicht gerecht sein würde – trotz der unterschiedlichen Prägung der „Dörfer“, über die man im Sinn des Themas auch diskutieren könnte. Überhaupt hat der fränkische Großraum, mit dem mich viele schöne Erinnerungen (Radwanderungen und Autoreisen) eine Fülle von Kostbarkeiten zu bieten, nicht nur Würzburg, Regensburg und Nürnberg, denke ich nur an Bamberg, Ebrach (s.a. Ebracher Musiksommer), Pommersfelden (Schloß Weißenstein), Ebrach (Kloster), Erlangen, Ochsenfurt und Kloster Weltenburg, von Rothenburg o.d.T. einmal ganz abgesehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2013 18:48:31 GMT+02:00
zwilling29 meint:
Sehr geehrter Herr Kaiser,
ich hatte gerade damit begonnen, eine umfassendere Antwort auf Don Perlimplins Einrede zu verfassen, als ich auf Ihren Beitrag aufmerksam wurde, dem ich mich vollinhaltlich anschließe. Die von Ihnen kritisierte "Überstrenge" resultiert übrigens auch aus einer, allerdings schon Jahrzehnte zurückliegenden Enttäuschung, die mich beim Anblick des Festspielpublikums in Bayreuth erfasste, und von der ich mich nur durch den Rekurs auf den dortigen außerwagnerischen Kulturbesitz erholen konnte. Vielen Dank für Ihre Stellungnahme.

Veröffentlicht am 29.08.2013 19:58:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.08.2013 20:18:36 GMT+02:00
Brasier meint:
Guten Abend Herr Kaiser,
Herzlichen Gruß Nach Wiesbaden
Ihre Stellungnahme trifft den Nagel
auf den Kopf, Das Fränkische Bayreuth
braucht sich hinter Mancher anderen Kleinen Stadt
nicht zu verstecken...
Selbst wenn man den Grünen (?) Hügel entfernte
weis ich weiteres Kulturgut auf das es Stolz
sein Kann...

Schönen Abend
Brasier

Veröffentlicht am 29.08.2013 20:17:06 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Endlich ist die Ehre von dem Kaff wieder hergestellt, wurde auch Zeit.

Veröffentlicht am 29.08.2013 20:37:18 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 31.08.2013 09:19:31 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2013 21:58:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.08.2013 22:02:07 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Leider ist man fast überall so mit historischer Bausubstanz umgegangen. Heute ist es nicht anders. Wenn irgendwo ein Investor ist, da machen die Stadträte alles möglich. Dafür wird bei den kleinen Leuten staatlicherseits das Leben schwer gemacht, wenn die historischen Fenster behutsam aber vielleicht nicht ganz denkmalgerecht modernisiert werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2013 00:49:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.08.2013 00:58:23 GMT+02:00
gemihaus meint:
ich würde ihre wortblasen zumindest nicht als >rüpelhaft< klassifizieren, und weniger oberlehrenhaft als sie.
und, mit gebührendem respekt, aus wessen affenhaus argumentieren sie-?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2013 00:51:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.08.2013 00:53:26 GMT+02:00
gemihaus meint:
liebe frau mart,
zurück und zurück zu wagner, dessen nibelungen ring aus barcelona und bayreuth 2013 -
vorab muss ich gestehen, dass ich, vor allem theatralisch-szenisch, nach wie vor ein
bewunderer des cherau-rings bin, der m.e. das sog. neue weltenbild wagners sinnlich erfahrbar und
weil akzeptabel dargestellt hat. doch das war >der jahrhundertring< die 70er-jahre -
und wie sie ja wissen, chere isolina, halte ich cheraus scala-inszenierung des 'tristan' für die
bislang theatralisch bezwingendste, mit allen z.t. musikalisch-stimmlichen unzulänglich-
keiten, so wie bei seinem ring. cherau ist ein meister theatralischer dramaturgie.
as time goes by, goes on - it's life.

den ring aus barcelona unter mehta, sehr klangüppig-sinnlich dirigiert, kenne ich nur als tv- bzw. video-produktion,
durchaus adäquat als high-tec visualisierung und personal-regie, die
auch ästhetisch konsequent als state-of-art der bühnentechnik durch-exerziert wurde.
manchmal schien es mir visuell zu überbetont gegenüber der sprachlich-musikalischen ebene,
des mythologischen gehalts, der ring-archaik, aber durchaus, wenn auch einseitig, rein szenisch
doch überzeugend. ein auf dem technischen stand der zeit konsequent modern gestalteter ring.
wagner als hi-tec-kosmos up-to-date.

barcelon gegenüber ist mir der berliner-bayreuth-ring 2013 nur radio-akustisch präsent, und
dank kirill petrenko allemal höchst eindrucksvoll.
über jahre live in der b-komischen oper und philharmonie erlebt, kann ich nur hoffen, die b-phil
ziehen petrenko in ihre überlegungen für die post-rattle chefposition ein.
er ist ein musikalisch höchst-potenter, lebendig-engagiert animierender dirigent, und rein orchestral-musikalisch
war sein bayreuth-debut ein prägnantes wagner-plus.
die defizite idiomatischer stimm-und sprachkultur möchte ich hier nicht kommentieren.
zum szenischen, dass ich nur den div. fotos und all den rezensionen der kultur-pr und der kenntnis
andrer berliner castorf theaterproduktionen beurteile:
frank castorf, der alt-berliner theater-rocker seiner volksbühne - >ich kann halt liebe nur und
sonst gar nichts< - inszenierte einen wagner-ring a-la volksbühne, ohne opern-regie kenntnisse.
allerdings bekundete er schon zuvor der berliner presse, er würde den ring umkrempeln zur story
von der welt-weiten suche nach oil, dem gold unsrer zeit. our last chance: texaco.
dies hat er szenisch-theatralisch mit den versatzstücken div. tv- und film-produktionen drastisch
meubliert und formal-ästhetisch schrill coloriert - eine pop-bebilderung einer musikalisch anders
strukturierten, anders gedachten komposition.
ich denke in diesem kontext an die grandiose szenische herbert wernicke produktion der >elektra<
von strauss in baden-baden, die das mythische geschehen eines archaischen beziehungsdramas adäquat
szenisch modern und sinnlich erfahrbar umsetzte, ohne billige requisiten-meubelierung.
less is more - wenn es durchdacht, gestalthaft formuliert ist.
ich wünschte mir einen solchen >ring<, post-chereau, der all den >modernen< tv-media- firlefanz,
alles multi-media gedöns minimiert und die basics des mythos artikuliert. c'est tout. bonne nuit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2013 01:13:57 GMT+02:00
gemihaus meint:
geschätzter herr zwilling,
bayreuth ist der ort der wagner-festspiele, von ende juli bis ende august ein festival-kaff, nicht mehr und nicht weniger.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2013 11:04:54 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Festival-Kaff ist ja auch gewollt. Im Sommer geht die klassische Musik in Sommerfrische, Lockenhaus, Glyndebourne, Regensburg, Maulbronn, Neuburg, Garmisch-Partenkirchen, Traunstein und wie sie alle heißen. Oft an historischen Orten, in angenehmer Atmosphäre, im besten Fall die Würstelbude nebenan, was will man mehr. Small is beautiful.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2013 20:32:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.08.2013 20:58:34 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits

.....nun habe ich aus Versehen meine Antwort an gemi bei Charivari gepostet.
Wenn sie Sie interessiert schauen Sie bitte dort vorbei.

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.08.2013 00:53:25 GMT+02:00
gemihaus meint:
cher mm mart,
merci, ich habe im salon reposted.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.09.2013 20:45:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.09.2013 20:45:52 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
@gemi-b
schönen Dank für den Hinweis auf das Wagner Opus des Herrn Egon Voss. Nicht das übliche sensationslüsterne Journalistengeschmier, sondern eine wirklich sehr sachkundiges, gut lesbares Büchlein, sine ira et studio, mit vielen Detailinformationen, die mir so bisher nicht bekannt waren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.09.2013 21:50:17 GMT+02:00
Matthias Koch meint:
sehen Sie eine Möglichkeit mir eine Kopie zu erstellen ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2013 20:36:06 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 05.09.2013 08:40:13 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2013 23:33:07 GMT+02:00
gemihaus meint:
sie können das geschätzte bändchen auch als 'original' unter zehn euro im musikalienhandel erwerben.

Veröffentlicht am 05.09.2013 08:20:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2013 09:09:14 GMT+02:00
Hat sich der Stand der Technik bei den Buchverlagen dramatisch verbessert? In seinem Beitrag vom 9.7.2013 hatte sich Herr Brasier bei dem Allerhöchsten dafür bedankt, dass er den Sinopoli Ring damals mitgeschnitten habe, und die Hoffnung auf eine baldige Veröffentlichung geäußert. Auf die darauf bezogene Kopieanfrage von Herrn Matthias Koch wird der Fragesteller auf die Möglichkeit eines Bucherwerbs (oder Buchkopie) aufmerksam gemacht. Kann man tatsächlich den Sinopoli Ring in Buchformat erwerben, und wie ist die klangliche Umsetzung beschaffen? Welche technischen Voraussetzungen müssen vorhanden sein, um die Aufnahme klanglich lesen bzw. abhören zu können?
Selbst meine jüngste Enkeltochter (15 J.), mehr Engel als Mensch und für die vertrackte moderne Technik in meinem Familienkreis zuständig, konnte mir nicht helfen. Auch das sog. Hörbuch scheint nämlich nicht das Richtige zu sein. Oder ist nunmehr unter dem "geschätzten Bändchen" ein Videobändchen zu verstehen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2013 21:30:34 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Herr Koch hatte seine Bitte um eine Kopie leicht zusammenhanglos hinter mein letztes Posting betreffs Voss` wirklich lesenswertem Wagnerbüchlein gesetzt, datt is alles!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2013 22:23:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2013 22:27:08 GMT+02:00
gemihaus meint:
ein bändchen vom band oder büchlein vom buch, ach, herr kaiser wilhelm, sie neunmalkluger kleiner intrigant.

Veröffentlicht am 05.09.2013 22:34:11 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 05.09.2013 22:34:27 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2013 23:18:03 GMT+02:00
Also, diese Diskussion. die ich anfangs interessiert verfolgt habe (leider keinen eigenen Beitrag liefern konnte), ist doch jetzt wohl zum Abschalten verkommen - so sehr, das Autoren, kaum haben sie gepostet, gleich wieder löschen. Ich kann es nicht verstehen!!

Veröffentlicht am 05.09.2013 23:24:26 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 05.09.2013 23:24:41 GMT+02:00]
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