Kunden diskutieren > klassik Diskussionsforum

"Charivari".......


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
26-50 von 931 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 09.07.2012 18:29:20 GMT+02:00
IP meint:
Offenbach erlebt heute ein "Revival", seine bissige Ironie passt zur Gegenwart. Es sind gerade die Spezialisten für Alte Musik, etwa Händel, die auch in diesem Fach besonders überzeugt haben. Eine kleine Liste:

Orphee: Minkowski - Beuron - Dessay - Naouri
La Belle Helene: Kasarova - van der Walt - Harnoncourt (besser gesungen) und/oder Lott - Beuron - Senechal - Minkowski (bessere Regie)
La Grande Duchesse de Gerolstein -- hier regiert Lott

(alles bis hier DVD).

Unter den vielen Aufnahmen von Hoffmanns Erzählungen schätze ich besonders Cluytens' frühere Aufnahme mit Raoul Jobin und Bourvil (Naxos) und die Aufnahme unter Camberling (mit Neil Shicoff als Hoffmann). Ausserdem gibt es Peter Anders auf Deutsch, und die etwas museale spätere Aufnahme unter Cluytens (mit Gedda). Viel Spass.

Veröffentlicht am 09.07.2012 18:41:20 GMT+02:00
S. Leonhardt meint:
guten tag allerseits,
da hier gerade von offenbach die rede ist, möchte ich eine frage stellen: ich glaube, dass "hoffmanns erzählungen" eine vorläuferin hatte, nämlich "die feen". stimmt das? falls ja: ist das werk auf cd verfügbar?
mfg
s. leonhardt

Veröffentlicht am 09.07.2012 19:08:54 GMT+02:00
IP meint:
Was ich nicht gesagt habe ist dass die heutigen Regisseure alles inszenieren als ob es von Offenbach wäre. Deswegen kommt es als große Erleichterung wenn das Stück tatsächlich von ihm ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.07.2012 21:24:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2012 07:17:25 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Hallo,Herr-nehme ich an- S.Leonhardt,

......"Die Feen" ist eine Oper Richard Wagners,die am 29.6.1888 im Münchener Hoftheater uraufgeführt wurde. Sie hat zwar auch ein märchenhaftes Thema,-das aber mit "Hoffmanns Erzählungen" überhaupt nichts zu tun hat.

Dort geht es um einen Prinzen,-Zauberer,-Geister und eine verwandelte Fee,die der verliebte Prinz acht Jahre lang nicht nach ihrer Herkunft fragen darf,-was er sich aber nicht verkneifen kann,sodass sie aus der Feenwelt verstossen wird. usw. Feen,-altdeutsche Sagen,-auch das "Erlösungsmotiv",wie es das bei Wagner gerne gibt-,kommen darin vor.

Sie können die Oper bei Amazon aufrufen,-es gibt dort einige sehr gut besprochene Aufnahmen,-ich selbst kenne dieses Werk Wagners allerdings nicht.

Viele Grüssse
I.M.

PS: auf die anderen Beiträge und guten Tipps komme ich morgen zurück!
Ihnen allen einen guten Abend!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2012 16:38:54 GMT+02:00
S. Leonhardt meint:
vielen dank, frau mart,
"die feen" sind in der tat wagners geschöpfe und nicht nur das: ich bin im besitz einer aufnahme dieses frühwerks; jeder blamiert sich, so gut er kann.... im übrigen: jch glaube nach wie vor, dass "hoffmanns erzählungen" einen vorläufer hat, in dem auch nixen und der rhein eine rolle spielen. da ich - wie nun ein jeder weiß - schon einmal beim titel des werks daneben geschossen habe, spare ich mir weitere vermutungen zum titel.
im übrigen: ich heisse stephan und bin - wie sie richtig vermutet haben - männlichen geschlechtes.
mfg, s. leonhardt

Veröffentlicht am 10.07.2012 18:10:40 GMT+02:00
IP meint:
Sie meinen natürlich Offenbachs Oper Die Rheinnixen (Les fees du Rhin), woher die Barcarolle stammt. Es gibt mindestens eine Aufnahme in Deutsch B004MBP7HY Im Neujahrskonzert 2010 hat Pretre die Overture dirigiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2012 18:13:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2012 18:14:52 GMT+02:00
brenchberger meint:
@Herrn Leonhardt
Ich hab' wie so oft.wenn nicht Google-einfach Wikipedia bemüht, deren Seite "Hoffmanns Erzählungen" die womögliche Lösung Ihnen präsentiert:
Dort wird auf ein frühere Oper Offenbachs hingewiesen, die 1864 in deutscher Übersetzung unter dem Titel "Die Rheinnixen" uraufgeführt wurde. Der Originaltitel war "Les fées du Rhin", aus der die Barkarole und das Trinklied in Hoffm. Erzähl. übernommen wurde. Bei Amazon wird unter "Rheinnixen" eine Einspielung angeboten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2012 18:28:23 GMT+02:00
S. Leonhardt meint:
vielen dank, herr brenchberger und jp!
mfg s. leonhardt

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2012 22:09:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2012 22:12:03 GMT+02:00
gemi-b meint:
bon soir, cher isolina,

da nun auch ich weiss, dass sie sich als native französin nicht mit dt. versionen französischer
originale abfinden müssen - sodann: minkovski e musiciens du louvre >offenbach romantique< -
wage ich es, franco-italienisches idiom ins charivari-vieldeutige-spiel zu bringen:
rossini-abbados >il viaggio a reims< (le comte ory) gehört dazu, zumal eine echte multi-
kulti-produktion aus italien. die berliner version habe ich übrigens in der philharmonie als
konzertant-szenischen zwitter erlebt, sehr lebendig, der sony-audio-mitschnitt ist allerdings
nur ein matter abglanz des erlebten.
vermute, sie kennen rossinis reise-gesellschaft schon längst. na, ok. gemi.

Veröffentlicht am 10.07.2012 23:49:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.07.2012 00:38:58 GMT+02:00
Brasier meint:
hallo cher gémi

Ich kann ihre Sympathie für den Abbado Mitschnitt des "Viaggio"
nur unterstützen, war auch in der "Semi - scenica" Aufführung
und habe mir anschließend den Audiomitschnitt zugelegt,
der sicher nur ein Abklatsch ist.
Hoffend das Die Japaner von NHK die alles gefilmt haben (Ja so war es)
endlich ihren Hintern von den Bändern Heben und das
eine DVD des Schuckeligem Abend sich endlich einfindet...

xxxxxxxx

Aber es gab für Sammler, oder es gibt bei einschlägigen
Händlern in den Staaten noch etwas anderes das damals auf
3Sat gesendet wurde und von der Dämlichen Industrie
nie auf ein Kaufvideoträger fand, es könnte ja - eventuell verkäuflich sein....!
Nämlich ein Köstlicher Rossini Abend in Versailles 1985
in folgender Besetzung dieser Katalogauszug aus meiner Sammlung :

ROSSINI GALA VERSAILLES 1985

Gala Chateau de Versailles,Teatre Gabriel,Chapelle Royale
20.5.85 , Versailles*Chambre Orchestre of Europe
Dir. Abbado *
Interpr. Horne, Araiza, Pierotti • Raimondi R. • Ramey • Caballé • Dara • Lind

Montserrat Caballe ist sehr selbstsicher wenn mann bedenkt das sie erst vor ein paar Wochen wegen eines Hirntumors behandelt wurde. Der Schauspieler verkörpert bei dieser deliziösen Veranstaltung Rossini in mitten der erlauchten Gästeschaft

Samuel Ramey
Il Viaggio a Reims - Arie di Lord Sydney
Ruggero Raimondi
Il Barbiere di Siviglia - La Calunnia
Montserrat Caballe
Guillaume Tell - Sombre Foret
Pierotti/Dara/Ramey/RaimondiCaballe/Horne
La Cenerentola - Sextett
Horne/Caballe
Tancredi- Duett lasciami non t’ascolto
Horne/Caballe/Araiza/Ramey
Mose - Preghiera dal tue stellato soglio
Marilyn Horne
L’Espagnole......
Ruggero Raimondi
Il viaggio aReims - Medaglie Incomparabili
Horn/Araiza/Pierotti/Lind/RameeySurjan/Dara/Raimondi
L’Italiana in Algeri - Septet il mio Cervello...

wers sucht wird es finden... teilweise Auch auf Youtube.

grüße

H.B.

Veröffentlicht am 11.07.2012 10:23:38 GMT+02:00
IP meint:
Ich wuesste nicht ob Rossini at Versailles auf dem Markt zu haben ist... oder die Norma aus Orange... aber die schoensten Arien mit Caballe und Horne gibt es seit ewig auf youtube. Vom Viaggio gibt es lustigerweise zwei Aufnahmen mit Abbado, einmal bei Sony und einmal DGG, ich mag die DGG besser.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2012 12:05:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.07.2012 15:24:24 GMT+02:00
Brasier meint:
Die Norma Orange, aber sicher doch?

Bitteschön hier der Amazon Link :

Bellini,Vincenzo 1801-1835 - Norma

gehört in jede Opernvideosammlung, ist doch klar !

viele grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2012 16:05:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.07.2012 16:09:08 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,

.....nun komme ich auf die einzelnen an mich gerichteten Beiträge zurück:

Lieber Herr Friedgen,-danke sehr für Ihre Empfehlung von "Orphée aux enfers". Es ist ja nicht so,dass ich einer Deutsch gesprochenen Aufnahme nicht folgen kann,-ich bin in Deutschland zur Schule gegangen,da mein Vater hier arbeitete-,aber oft gehen bei Übersetzungen eben "Witz,Süffisanz und Charme" sowie Originalität verloren.

Brauchte man bei so einer Operette wirklich das ganze Werk,oder genügte ein Querschnitt,wie ich ihn von den drei von mir erwähnten Operetten besitze? Natürlich kenne ich die sehr gut als Ganzes?

Lieber Herr Brasier,-Sie haben wie immer sehr interessante Vorschläge gemacht und Aufnahmen von Offenbachs Werken empfohlen! Dass diese Operetten,-die früher Opéras-Bouffes genannt wurden,keine seichte Unterhaltung waren,erkannte auch Karl Kraus: "Seine Musik erfüllt die Funktion,den Krampf des Lebens zu lösen,dem Verstand Erholung zu verschaffen und die gedankliche Tätigkeit entspannend wieder anzuregen".

"Hoffmanns Erzählungen" gehört seit meiner Kindheit zu meinen Lieblingsopern,-das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich habe mehrere CD sowie DVD Einspielungen aller Arten darunter.
Kennen Sie die DVD mit Neil Shicoff als Hoffmann und Brian Terfel als die vier Bösewichter aus der Opéra National de Paris von 2002 unter Jesus Lopez-Cobos ,inszeniert von Robert Carson? Was sagen Sie denn zu dieser Inszenierung?

Hallo,lieber gemi,-selbstverständlich kenne ich Rossinis "Il Viaggio a Reims",-die Oper gefällt mir sehr gut,wie fast alles,was Rossini komponiert hat!

Wissen Sie, eigentlich gefallen mir sämtliche Opern am besten in der Sprache,in der sie vom Libretisten geschrieben wurden. Denn der schrieb den Text zu den musikalischen Einfällen des Komponisten,wie es beispielsweise von Mozart/Metastasio,-v. Hoffmannsthal/Strauss u.a. bekannt ist. Seltener wurde ein fertiges Theaterstück vertont. Der Komponist achtete darauf,dass der Klang der Worte und die Musik eine Symbiose bildeten,-die Vokale und Konsonanten zur Melodie passten. Das geht oft verloren,da die Texte nie eins zu eins zu übersetzen sind,-so ändert sich oft der Sinn und der Charakter der Sätze. Absurd wäre es auch Wagners Opern in einer anderen Sprache singen zu lassen!

Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen,dass mir "Eugene Onegin" und "Pique Dame" in Deutsch oder Französisch gefallen könnten! Oder gibt's das etwa?! "Hoffmanns Erzählungen" habe ich auf einer DVD in Englisch gesungen,-ist sehr gewöhnungsbedürfig,-man kann sie glücklicherweise auf Deutsch umschalten!

Mit herzlichen lieben Grüssen
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2012 17:04:13 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.07.2012 18:28:35 GMT+02:00
Brasier meint:
Liebe Frau Mart,

Danke für ihre Zeilen, was Les Contes D’Hoffman betreffen
und die von ihnen erwähnte Inszenierung von Robert Carsen vom 13.10. 2002
in Paris betrifft, ist diese Reprise in der Bastille einer schon Früheren Inszenierung
im Palais Garnier als gelungen anzusehen. Die Kohärente Umsetzung von Bühne auf der Bühne funktioniert gut und Musikalisch ist nichtsdarüber auszusetzen. Auch wenn hier der
Hoffmann für viele Jahre vom Dienst Shicoff eine seiner weiteren glanzvollen leistungen
uns hier zeigt.
Das Weitere Plateau ist als exzellent anzusehen :
La Muse, Nicklausse : Susanne Mentzer ; Lindorf, Coppelius, Dapertutto, Dr Miracle : Bryn Terfel ; Andrès, Cochenille, Frantz, Pitichinaccio : Michel Senechal ; Olympia : Desiree Rancatore ; Antonia : Ruth Ann Swenson, Giuliandta : Beatrice Uria-Monzon ; La Voix :Nora Gubisch ; Nathanaël : Jean-Luc Maurandte ; Spalanzani : Christian Jean ; Hermann : Josep Miquel Ribot ; Schlemil : Nigel Smith ; Luther , Crespel : Alain Vernhes ; Stella :Bambi Floquand

und der gute Jesus Lopez Coboz hat uns in Berlin viele Jahre sehr zufriedenstellend an der DOB begleitet.
Amazon Link für diese Produktion :
Jacques Offenbach - Les Contes D'Hoffmann [2 DVDs]
————
Was Carsen betrifft verfolge ich ihn seit 1989 wo er in San Francisco Mefistofele mit einem unglaublichem Samuel Ranmey in seiner Glanzzeit, (kann ich nur Empfehlen)
inszenierte, er gehört zu meinen Zeitgenössischen derzeit axeptierten Regisseuren, auch wenn ich nicht immer Accord sein kann dafür überwiegen seine oft verblüffenden Schlüssigen Arbeiten.
Wen ich mag? nur wenige derzeit Laurent Pelly, Graham Vick, sonst bin ich fest der Tradition verschrieben
sofern sie Kohärent sich offenbart. (Außerdem, sitzt in jedem Szenenbildner geistig schon ein Regisseur)

Amazon Link für diese Produktion :

Boito, Arrigo - Mefistofele

xxxxxxxx

Gleichzeitig stimme ich ihnen zu das nur die Originalsprache der Librettisten
den Komponist zu seiner Idiomatisch angelegten Musik inspirierte
siehe Wagner der wußte warum er seine Texte selber schrieb
und eben Rhythmisch dann vertonte...
und das eine Fremde dem Werk nicht kongeniale Sprache
bei noch so guter liebevoller Übersetzung nur Schadet

Aber - Ausnahmen bestimmen die Regel....

Ich besitze so eine Deutsche Traviata mit Roswaenge und Cebotari
die durch die Interpreten mit solcher "Italianita" auf Deutsch herkommt
das man gerne dies weiterverfolgt.

E liab gruss and' cathedrale, pardon münschter

Brasier

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2012 12:33:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.07.2012 14:24:20 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Brasier,

.....herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort! Da Ihnen offensichtlich der "Hoffmann" von Carson rundum gefällt,beschreibe ich Ihnen gerne,was mich an der Inszenierung stört.

Gleich im Prolog finde ich die lange Theke nicht gelungen,die als Zuschauer von hinten zu sehen ist und die Bühne von rechts nach links durchzieht. Von den agierenden Sängern/Chor ist nur der Oberkörper zu sehen. Ich denke,dass Zuschauer,die nicht in den vorderen Reihen sitzen,kaum etwas gesehen haben.

Ferner der Olympia Akt: Für die Mitschreiber/-leser die diese DVD nicht kennen beschreibe ich es deutlich!
Da wird Olympia vor ihrer berühmten Kolleraturarie auf einem strohbedeckten Handkarren auf die Bühne gefahren und hingestellt. Im Verlauf der langen Arie legt sie sich wieder aufs Stroh und es ist zu sehen dass dort ein Mann liegt,auf den sie sich legt ,und sie kopulierende Bewegungen macht,seine Hand nach ihr greift, und sie mit den Spitzentönen ihr Wohlgefallen ausdrückt!

Ich habe ja nichts gegen "burleske" Darbietungen,aber von einer Olympia,-ich weiss nicht! Ausserdem kommt unwillkürlich die Assoziation mit einer aufblasbaren Puppe aus dem Sexshop zustande. Später wird sie noch ganz entkleidet,und die obszönen Gesten gehen weiter! Das soll wohl alles ein lustiger Gag sein,der bei mir aber nicht gut angekommen ist!

Der Julietta Akt ist recht einfallslos inszeniert. Im Hintergrund der Bühne sind Theaterstuhlreihen aufgestellt,die sich bei der Barkarole von rechts nach links bewegen,-sollen sicher Wellen darstellen. Ansonsten ist der Akt "Rampensingen",-allerdings vom Feinsten! Die Sänger/innen spielen und singen fantastisch,-wirklich hervorragend. Allen voran Neil Shicoff und Bryn Terfel,die ihre Rollen vortrefflich singen und gestalten. Ebenfalls gibt's am Orchester nicht das Geringste auszusetzen!

Nun bin ich gespannt,was Sie dazu sagen!

Liebe herzliche Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 12.07.2012 15:42:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.07.2012 00:27:30 GMT+02:00
Brasier meint:
Liebe Frau Mart,

da ich denke das Herr Gumpert derzeit seinen verdienten
Urlaub genießt, keine Gefahr ist, es zu seinen erhobenen Zeigefinger
wörtlich wegen ausländischer Schreiberei kommt,
lege ich - ihnen - diese paar Französische Zeilen die ich damals im Internet fand
ins Körbchen....wobei ich nicht mehr weiß wer sie schrieb :
xxxxxxxx

......Somptueuse reprise des Contes d'Hoffmann à l'Opéra Bastille qui surpasse à bien des égards les deux séries précédentes : pour cette occasion, Robert Carsen a retravaillé avec la nouvelle équipe apportant à sa conception de l'oeuvre quelques modifications fort bienvenues. Rappelons que le metteur en scène place l'action tout entière à l'intérieur d'un théâtre, celui-là même où Stella triomphe dans Don Giovanni. Ainsi, durant le prologue, nous voyons passer sur le plateau une scène d'opéra où trône la statue du commandeur - symbole d'un au-delà menaçant - peuplée de choeurs en costumes espagnols avec au centre la prima donna.
Au fil de la représentation, nous reverrons cette scène sur la scène sous tous les angles possibles. Le premier acte se déroule dans les coulisses, avec pour toile de fond le rideau fermé, le second dans la fosse d'orchestre et le troisième dans la salle vue du proscenium, tandis que prologue et épilogue se situent dans le foyer face au bar tout en longueur.
Le tableau le plus réussi de cette mise en abîme est celui d'Antonia qui culmine avec l'apparition spectaculaire de la mère, fantôme blafard au costume élimé, évoluant sur la scène dressée à l'avant du plateau, tandis qu'en contrebas la jeune fille éperdue erre au milieu des instruments de musique. Le dernier acte, en revanche, privé de toute dimension fantastique, n'atteint pas les mêmes sommets. Les fauteuils rouges de la salle qui ondulent au rythme de la barcarolle prêtent à sourire plus qu'ils n'inquiètent. Il faut dire que cet acte est aussi le plus faible théâtralement, d'autant que l'Opéra nous en propose la version traditionnelle de l'édition Choudens caduque en bien des points......

xxxxxxxxx
durch diese "Gebrauchsanweisung" gestärkt, sah ich mir dann dies alles an
konnte besser folgen. Man hier eine Bühne auf der Bühne, mit einer Werksvermischung
Dongiovanni - versus Hoffmann(?) es funktioniert, ist aber sicher nicht, der Weisheit letzter Schluß.
auch sicher nicht, Carsens beste Inszenierung.

(ich liebe z.b. sein Strauss, Richard - Capriccio (2 DVDs)

Ich bin über alles deutliche Kopulative auf der Bühne auch nicht gerade entzückt, nicht aus Prüderie
ich Sex zwar als Literarisch Gesellschaftsfähig ansehe, ihn aber auf der Bühne, gerne vermisse.
eher wegen der "gratuité" der plakativen Gestik - die noch nicht mal ein schmunzeln aufkommen lässt. Feine suggestive Erotik währe mir hier lieber - aber man möchte doch, provozieren.......versteht sich.

Was mir an dieser Inszenierung gefällt, ist wie immer die Konsequenz seiner Umsetzung die Carsen an den Tag legt. Ich ihm hier folgen kann, was nicht immer der Fall ist, das ist schon alles
Wobei sie haben Recht, manches schwächelt, sonst aber durch das Musikalische umgesetzte,wie durch das hervorragende Plateau der Interpreten wird es wieder aufgehoben.

Es ist sicher nicht nicht meine Lieblingsinszenierung des Weinseligem Hoffmanns,
von den 11. verschiedene in meiner Sammlung stehen
wobei allein Shicoff, als Titelheld immer gleichwertig in seiner Interpretation, 5 x vertreten ist.
Aus dieser Aufzählung bevorzuge ich definitiv :

Offenbach, Jacques - Les contes d'Hoffmann / John Schlesinger, Georges Prêtre, Covent Garden (NTSC)

und mit Shicoff

die Üppige herrlich überladene Scala Inszenierung welche leider nicht auf DVD fand
MEZZO einmal gesendet hat.

1995 , Milano,Teatro alla Scala*Orchestra del Teatro alla Scala di Milano Dir. Chailly * Reg. Alfrdeo Arias * Bühne Françoise Tournafond * Kostüme Françoise Tournafond Interpr. Shicoff, Ramey • Mentzer, Fardilha • Dessay, Gallardo Domas, Graves, Catarci • Pentcheva, Martinovic • Panariello, Casellato, Mietto • Behirtocchi, Di Credito
STEREO/PAL * TV/Paris Premiere * Orginal - Digital * 178 Min.
Üppige Produktion, teilweise von Arias etwas Überladen inszeniert. Trotzdem spannend und sängerisch auf hohem Niveau. Tournafonds Bühnenbild ist fantastisch!

überhaupt mag ich - nicht - die Lyoner Fassung von:

Offenbach, Jacques - Des contes d'Hoffmann
Oper, “Live” Produktion
9.8.86 , Lyon*Orchestra de L'Opera de Lyon Dir. Nagano * Reg. Louis Erlo * Bühne Philippe Stark * Kostüme Philippe Stark Interpr. Galvez - Vallejo • Van Dam • Bacquier • Verzier • Dessay • Hendricks
STEREO/PAL * CASTLE/RM ARTS CV 2847 * Orginal * 149 Min.
Hoffmann im Irrenhaus - Moderne sehr modische schicke Fassung,von Louis Erlo Inszeniert...und von Philippe Stark.. ausgestattet...seufz!

mir ist das Werk in meiner Zeit, leider nie in den Zeichenstift gekommen obwohl ich es sehr mag.

liebe Grüße
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.07.2012 15:25:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.07.2012 15:39:45 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,

lieber Herr Brasier,......wie Sie lesen können hat der französische Rezensent genau dasselbe geschrieben wie ich Ihnen! Von der Olympia Szene erwähnte er nur die durchsichtigen Vorhänge,die aber während der Arie zurück gezogen waren. Ansonsten legt er den gnädigen Mantel des Schweigens über diesen Akt! Dass die Antonia Szene die einzig gelungene war,habe ich nicht erwähnt,weil ich nur darüber schreiben wollte,was mir missfiel. Naja,-Schwamm drüber!

Obwohl ich Neil Shicoff für einen sehr guten Sänger halte,würde ich mir keine fünf DVDs mit ihm als Hoffmann anschaffen. Viel besser singt ihn,-nicht nur in seiner Glanzzeit-,Placido Domingo. Ihm ist diese Rolle wie auf den Leib geschneidert und in die Kehle komponiert! Darum ist meine liebste DVD nach wie vor:

"Les Contes d'Hoffmann" aus The Royal Opera House Covent Garden. Mit Placido Domingo,Lucia Serra,Agnes Baltsa,Ileana Cotrubas.

Dem einen oder anderen mag die Inszenierung ein wenig antiquiert vorkommen,-aber sie ist wenigstens werkgetreu und wirklich wundervoll!

Ansonsten gefallen mir von Robert Carson noch ausgezeichnet:

Britten "A Midsummer Night's Dream" mit David Daniels als Oberon. Eine sehr empfehlenswerte DVD in einer tollen fantasievollen Inszenierung.

Tchaikovsky "Eugene Onegin" mit Renée Fleming ,Dmitri Hvorostovsky und Ramon Vargas in den Hauptrollen. Lesen Sie einmal die erste Kunden Rezension der DVD dazu. Da kann ich nur jedes Wort davon dreimal unterstreichen!

Eine letzte Frage an Alle,-wie gefällt Ihnen der Inszenierungsstil von Robert Wilson?

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 13.07.2012 16:27:35 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.07.2012 18:38:30 GMT+02:00
Brasier meint:
Guten Tag liebe Frau Mart

danke für ihre Rückmeldung,

Von der wenigen Begeisterung über Antonias Taten schrieb ich ihnen doch auch
in meiner Antwort - und ebenso, wie sie lesen konnten,
mögen wir beide, als Hoffmann - die selbe inszenierung vom ROH London....!

Domingo - als Phänomen ist von mir, sowieso, durch seine Vielseitigkeit an erster Stelle.
wo Tradition verpflichtet, was kein Schimpfwort sein sollte....Für manche schon.

Die Anzahl meiner Hoffmanns erklärt sich durch die seit 1982 angefangene Videosammlung
die inzwischen 1480 Opernabende - umfängt da ich diese Gattung nicht nur professionell verehre
sondern auf diese Art ......> Ihren bedauerlichen Niedergang <...... verfolgen konnte (!)
der Parallel zur Sinfonik zu gehen scheint --Alles verflacht.

Wobei ich kurz auch richtig stellen möchte ich mag alles der Klassik, Pardon, Qualität
Oper dabei etwas mehr, aber keiner darf mir den Rest der Klassik wegnehmen,
Ich habe trotz meines Alters (fast)noch alle meine Zähne, würde dann wild um mich beißen.

Vieles wurde von der Industrie einfach in den 30 Jahren schlicht ignoriert, viel unnützes bekam
eine Kommerzielle Auflage, das es wirklich nicht verdiente.

Wobei, ich mir schon immer verwundert die Augen rieb - groß das Interesse
für viele Menschen/Klassikfans ist die zwar Oper - gern Hören, aber sehen?- Fehlanzeige.

Sicher ist eine Aufführung in der Gemeinschaft, im Opernhaus- Aufregend,
Ebenso gelingt es aber auch zuhause, wo mann sich sogar mal zwischendurch
ein glas Sekt für die zu sehende Fledermaus, im Richtigem Moment holen kann
Dabei ist auch Audiomässig oft Hohe HIFI Qualität garantiert.
Ebenso das Wiederholbare von erlittenen Träumen einer Opern DVD
ähnlich der Audiophilen wiederholten CD Abspielung der geliebten 8 Bruckners zum X-Mal

Wobei ich mich freue, das langsam wunderbare mir bekannte ältere Inszenierungen, zum Beispiel
der MET langsam in die Öffentlichkeit gelangen.

Auch die Archive der INA in Paris beginnen langsam wunderbares aufzubereiten, vieles aus Äix
und Orange, was nur im Französischen Fernsehen kam, sogar oft, von Deutschsprachigem Fernsehen
sogar in letzter Zeit verschmäht wurde.

Sowieso gelangten die Französischen Opernsendungen, so selten wie eine Papstwahl
ins Teutonische Land & Fernsehen. Jemand so Kompetenten wie Eve Rugieri gab es hier nicht.....
sodass ich langsam an der Europäischen Idee zweifelte [ :0) ]

ICH KÖNNTE eine Liste aufstellen von Kostbarkeiten
ich habe für manche der mir bekannten Inszenierungen oft lange, weltweit gesucht, und investiert
in den Staaten gab es dann einige male die Möglichkeit diese Unterlassungen nachzuholen

Zum Beispiel wurden in Japan die Gastspiele seit 1956 bis Heute aus Europa und Amerika gesendet
die Videos dort editiert und verkauft- nach Europa kam weniges.

Dabei gibt es Produktionen mit einem Künstlerpotenzial,
das manche liebevoll gemachte Stars, von Heute verblassen lässt!!!!

xxxxxxxxxxxx

Zu Wilson möchte ich sagen, das dieser Künstler immer nur sich durch seinen Stil inszeniert,
man weiß im Vorhinein was man bekommt, ähnlich eines Bildenden Künstlers mit immer
gleicher Qualität in seinen Bildern.
Wenn nun die Interpreten dann auf hohem Niveau agieren, geht es auf - sonst = Langeweile....!
Bei ihm muß alles sich seinem (nicht unbedingt ungefälligem ) Stil unterwerfen.

xxxxxxxxxxxxx

Ich
möchte noch kurz
im August auf eine besondere - Piqué-Dame - der Met, bei Mezzo hinweisen

Liebe grüße an sie

H.B.

Veröffentlicht am 14.07.2012 20:47:34 GMT+02:00
gemi-b meint:
@ hoffmannesque ...
e.t.a. hoffmanns bizarr phantasierte kopfgeburten sollte man nicht, auch nicht nur
gefälligkeitshalber, einfach so kleinreden zu konsumablem, auch internationalem und
mit stars nobilitierten stadttheater a-la covent garden, n.y. ff.
eine premiere in, ja, hannover in den 80ern, die ich mit einem n.y.er freund besuchte,
der dort am theater engagiert war, war ein erstes beispiel bühnen-technischer möglich-
keiten qua licht-bild-projektionen, die >hoffmannesquen< kopfgeburten als szene in
das bühnen-szenenbild des weinkellers zu setzen: so etwas hatte man in n.y. und auch
ich nicht in berlin, g.del monaco, kunstgewerblich, gesehen.
es geht also im szenenbild vor allem darum, den bizarren charakter des poeten hoffmann,
seine phantastie-bilder (und orte) in real-sichtbares bühnengeschehen umzusetzen.
dies sollte man allerdings, eben nicht unbedarft, nachvollziehend verstehen können:
musikalisch frivol vertont, sind hoffmanns wahn-erzählungen eben keine leichte kost.
(und viel weniger charivari als der >orpheus<)
von daher empfand ich die produktion der oper lyon mit nagano als eine befreiung und
einen sinnlichen bildersturm auf künstlerisch-hoffmannesque adäquatem niveau und schätze
seither den formidablen arte-mitschnitt.
>was die leute einem da zumuten, ist schon wahnsinn<, war eine der unreflektierten reaktionen,
denn gerade auf den versinnbildlichten >wahnsinn< kommts ja an.

so wie beim kongenialen robert schumann: wer z.b. seine wunderbaren >kreisleriana<
nur pianistisch perfekt absolviert (wie ein korstick), der wird hoffmann-kreislers literarische
geheimnisse nie zum klingen bringen - ein horowitz, ein kempff, die argerich konnten das.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 15:44:31 GMT+02:00
Brasier meint:
cher Gemi, guten Tag

Das Kunst bekanntlich frei zu sein hat, verstehe ich, eben so Respekt für ihre Sympathie, für das Lyoner Kafkaeske Hoffman Spektakel, dem ich nicht folgen mag.

Es stellt gewissermaßen den Abgrund Psychedelischer Weinseligkeit des Dichters Hoffmann projiziert auf den Komponisten dar - der seine von ihm, sehr unter großer Künstlerpein geschriebene einzigen Opernpartitur, als Leitmotiv seiner Gefühlsextremitäten durch die Jahre seiner Komponisten Tätigkeit zog, was ja auch die unterschiedlichen Partitur Fassungen darlegen

und hier nun wird die Kürzeste Fassung der damals - gerade gefundenen - Partiturfragmente/Fassung
die insgesamt 2 Stunden dauert, statt drei, benutzt. Man das Warum, für wo ?diese Fassung er machte nichts weiß.

Zumal auch, man einen Ausstatter des derzeitigem Boulevards Mainstreams, nämlich Philippe Stark heranzog der bekanntlich durch seine skurrilen Möbeldesigns bekannt wurde, aber vom Guckkasten Bühne, ihrer Gesetze wenig verstand, eher ein exzellenter Boutikendompteur der Feinen Gesellschaft darstellt.

Solche Konstellationen gerne zur erquicklichen gesellschaftlichen Ergötzung herangezogen werden was manchen Schneider der Oberen Zehntausend sich auch auf die Bühne verirren ließ.

Vielleicht hätte mann (Regie Louis Erlo) hierzu einen Fachlich, adäquateren Szenendompteur herangezogen solche es Heute immer noch gibt, auch welche die dann alles Liefern Bühne und Regie von beidem was verstehend = Regie und Sozialer Dramaturgischer Hintergrund, daraus de Summe machte.

Zwischen den Zeilen lese ich ihre feine Ironie über die Sogenannte kunstgewerblickeit der Bühnenwelt die bis in die Achtziger, einige heute noch, die weltlichen großen Häuser bevölkerte, aber was sicher verdaulicher scheint
als die von einzelnen dem Publikum zugemuteten Deutungen Inszenatorischer Ausgüsse,
man gelegentlich, Ihren Machern, wie vermutlich eine schwere Kindheit attestieren könnte - nachdem was sie aus den Empfohlenen Kochbüchern/ Libbrettos der einzelnen Werke herauslesen.

Wobei ich ihnen zustimme das es bei einigen der Konzepteure der Kunst mehr Gewerblichkeit gibt
als es die Kunst zulassen würde, weil sie dann fürchterlich, sogar sichtbar darunter leidet...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 18:26:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2012 20:41:21 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits!

Lieber Herr Brasier,lieber gemi,

.....mit "Hoffmanns Erzählungen" machen sie sowieso alle was sie wollen! Da wird weggelassen,-eingefügt,-es wird mit allen möglichen technischen Mitteln gearbeitet,was ja ok ist,-aber da kann auch jeder Regisseur seinen abstrusesten Fantasien nachgehen-nur um modern zu sein!

Also warum soll Hoffmann seine "Kopfgeburten" nicht als Insasse eines Irrenhauses gebären! Erlaubt ist anscheinend was gefällt um sich einen Namen zu machen!

Allerdings spricht die Partitur dagegen! Ein Komponist,der sicher nicht Offenbach hiesse,-sondern Bartok,Hindemith o.a. hätte der Musik eine andere Ausdrucksweise gegeben,-zerrissen,-widersprüchlicher, und hätte Hoffmanns Reminiszensen (nicht Wahnvorstellungen,lieber gemi!) an seine drei unglücklichen Lieben nicht in melodischer und romantischer Form erzählt. Das müsste ein Regisseur schliesslich beachten und den Willen des Komponisten repektieren bei der Umsetzung auf der Bühne. Darum gefällt mir die Lyoner Fassung von Louis Erlo nicht.

Es sollte die Tiefe eines Werkes ausgelotet werden,-die Möglichkeit sie deutlich zu machen,-aber es sollte nichts an den Haaren herbeigezogen werden,was weder in der Partitur noch im Textbuch steht!

Viele Grüsse
I.M.

PS: Jetzt will ich mal polemisch werden! Demnächst gehen die Herren "Modernisierer" durch die Museen,-bei "Mona Lisa" werden sie feststellen,dass die Frisur und das Make-up nicht mehr zeitgemäss sind,und ein paar Retouchen anordnen,-oder dass die Frauen bei Vermeer zu hohe Stirnen haben,-die müssen ab jetzt Ponyfrisuren tragen usw.

Veröffentlicht am 15.07.2012 18:58:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2012 19:00:49 GMT+02:00
Brasier meint:
Chère Mmme Isolina

Genau so ist es, es wird nichtmehr der Komponist, der ja schon den Librettisten (ungewollt) unterschlägt
an die erste Stelle gestellt. Neuerdings ist's der Regisseur der Tosca oder die Walküre macht.

Was im Sprechtheater hervorragend geht - kann man nicht der Oper überstülpen
dort ist Text und Musik Stilistisch sozusagen auch mit seinem Sozialen Umfeld zusammengeklebt
Deutungen - eventuell - nur zwischen den Zeilen...Möglich

Wie bei jeder Künstlertätigkeit sind sicher Ausnahmen die Regel, inwiefern der Macher
von der Muse geküsst wir.....

Die Oper braucht Regisseure die darauf achten das die Solisten keine Rampenhechte werden, und
sollten sich um die adäquate Figurenführung kümmern wobei schon dies unheimlich schwer ist
und bei guter Konzentration sich sehr variabel gestalten kann.

Beispiel:

Gioacchino Rossini: Il barbiere di Siviglia

Hier nahm die Regisseurin den Titel bei Wort, machte eine Köstliche Inszenierung daraus

Oder

Puccini, Giacomo - Madame Butterfly [2 DVDs]

Aufregende zeitgenössische Inszenierung mit Stilmitteln, ich redete schonmal darüber.

DAS UNGLAUBLICHSTE kürzlich ein Troubadour der die Ganze zeit in einem
Raum stattfand..... (Mezzo letzte Woche)

usw....
viele grüße
H.B.

PS. Ich stimme ihrer Museumsidee
voll bei,
Nur Picasso konnte Antike Themen
neu interpretieren
ohne das Original zu zerstören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 23:07:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2012 23:09:25 GMT+02:00
gemi-b meint:
cher isolina, brasier
wie sie ganz richtig bemerken, gibts nur überarbeitete und letztendlich keine all-seligmachende fassung des offenbachschen werks, aber dessen hoffmann-esprit von originärer opera comique - insofern charivari - den konventionelle opernproduktionen m.e. nicht vermitteln können.
wie auch immer, unsre geschmäcker sind verschieden: lyon hin, covent garden her - auch aus lyon
klingts durchaus nach offenbach und nicht nach o.ä.
allerdings gibts die alte, editorisch längst überholte aufnahme, dabei akzeptabel und ganz französisch tönend aus paris:Great Opera Recordings - Hoffmann'S Erzählungen
sodenn, liebe musikfreunde, schöne grüsse, g.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 23:29:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2012 23:39:55 GMT+02:00
Brasier meint:
Cher Gemi

Im großen G. einverstanden

Danke für den Tip
so findet man eine alte (Aufnahme) Freundin wieder
dank Naxos

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.07.2012 13:49:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.07.2012 14:12:28 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,

......ist es Ihrer Meinung nach in Ordnung,dass der russische Bass Bariton Jewgeni Nikitin freundlichst gezwungen wurde sein Engagement in Bayreuth als Holländer abzusagen,weil er sich in seiner Jugend als Mitglied einer Heavy Metall Band u.a. Runen und Nazizeichen als Tattoos stechen liess?

Die Zeichen sind bereits seit Jahren längst zur Unkenntlichkeit mit einem anderen Motiv überstochen,weil er es bereut hatte.

Sicher haben Sie davon gelesen,-es stand sogar heute Morgen in der hiesigen französischen Presse?!

Was sagen Sie dazu?

Viele Grüsse
I.M.
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in klassik Diskussionsforum (571 Diskussionen)

 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  29
Beiträge insgesamt:  931
Erster Beitrag:  27.06.2012
Jüngster Beitrag:  Vor 5 Tagen

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 4 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen