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Große Pianisten


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26-50 von 162 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 17.12.2011 10:30:22 GMT+01:00
Orfeo Gentile meint:
Ich bin froh, dass mehrfach der Name Gulda gefallen ist. Tatsächlich habe ich niemanden erlebt, weder auf dem Podium noch per Konserve, der ihm als Mozart-Pianist gleichkäme. Der Clou allerdings ist eine rare Aufnahme, die aus dem Nachlass veröffentlicht wurde: Impromptus und Moments Musicaux von Schubert – es nimmt einem den Atem, und man begreift, weshalb er Schubert nur selten gespielt hat, wie er mir selbst sagte: weil ihn der in einen gefährlichen seelischen Ausnahmezustand versetzt hat.
Bei Schubert würde ich Andras Schiff nicht vergessen, und Beethoven hat, meines Erachtens, keiner so gespielt wir Artur Schnabel, der bei Naxos in sehr gutem Remastering verfügbar ist.
Unter den Jungen hat mich Khatia Buniatishvili mit ihrer wilden und doch konzentrierten Liszt-CD sehr beeindruckt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2011 03:44:53 GMT+01:00
A. Franz meint:
da fehlen doch einige arthur rubinstein ..........svjatoslav richter (mein jahrhundert pianist....)...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2011 08:44:44 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.03.2012 17:42:17 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 19.12.2011 09:00:24 GMT+01:00
Brasier meint:
@ Karl-Heinz Friedgen

Sie haben völlig Recht
viele Leiden an Leseschwäche, wenn nicht weniger Bekannte Tastengrößen
genannt werden, scheint eigentlich, schon alles Gesagt....!

schönen Tag

H.B.

Veröffentlicht am 20.12.2011 01:12:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.12.2011 01:18:21 GMT+01:00
meine favoriten dzt:

yefim bronfman (v.a. mit "den russen")
jean-yves thibaudet (v.a. saint saens)
daniel barenboim (v.a. schubert)

Veröffentlicht am 20.12.2011 01:17:23 GMT+01:00
gemi-b meint:
@ >jahrhundert-pianisten<
alle zu ihrer zeit - joachim kaiser hat sich einst auf die grossen (bekannten) pianisten seiner und der zeitgenossen erlebten zeit bewusst beschränkt. sein pianisten-kompendium ist heute noch, im vergleich zu pianisten-profilen andrer allemal kritisch-kompetenter piano-kenner, aus persönlicher erfahrung fundiert geprägt und tiefgründig wie kompetent an autor und interpret orientiert, und es gibt dazu nach wie vor keinen kompetenteren vergleich.
auch nicht den des sehr geschätzten ulli schreiber - übrigens literatur-und theater wissenschaftler, der seine musikalischen liebeleien vor allem in seinem opus-summum oper für fortgeschrittene (musik-theater) grandios publizierte.
auch er wollte und konnte in seiner immer noch masstäblichen 1970er >schallplattenkritik< die alten nicht ignorieren:
wie z.b. schnabel als ersten grossen phono-interpreten der beethoven-schubert-sonaten, dessen interpretations-kunst vergleichend mit heutigen künsten z.t. schlichtweg diskreditierend erscheint, vom rein pianistisch-technischen einmal abgesehen. interpreten wie z.b. rachmaninov (horowitz) oder alfred cortot als bedeuntende musiker-persönlichkeiten
des 20ten jahrhunderts sollten nie, weil zuhörbar, vergessen sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2011 13:52:28 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@Karl-Heinz Friedgen
Rubinstein hat sicher auf dem Chopin-Olymp seinen Platz, ich schätze aber dann doch Samson François höher. Während Rubinstein einen schönen, ungefährdeten, glückhaften Chopin spielt geht Samson François doch etwas neugieriger an die Noten heran. Übrigens sind auch die Chopinlesarten Cziffras alle sehr hörenswert. Seit einiger Zeit schätze ich auch Adam Harasiewicz, der wohl eher der leicht rustikalen Lesart Rubinsteins nahekommt.

Veröffentlicht am 12.01.2012 15:05:15 GMT+01:00
Brasier meint:
Wen ich bisher als nicht genannt vermisse
war der Engländer John Ogdon, der leider zu früh verstarb.
Sein Perlender Anschlag ohne zu forscher Pedalnutzung
machten ihn zum Idealen Bach und Beethoven Interpreten.
Auch als Organist und Cembalo Spezialisten, würde ich ihn
genannt wissen.

Veröffentlicht am 13.01.2012 00:07:33 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:23:45 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 00:09:29 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:23:59 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 00:52:37 GMT+01:00
Brasier meint:
@ Fin Jäger

Van Cliburn war die Sensation 1958
mit seiner Interpretation des Tschaikowsky
Konzerts Nr. 1 unter Kodrashin,
wobei er den Wettbewerb in Moskau gewann.

Dies war einfach zu verstehen,
Er war gut vorbereitet, spielte es in der Art des Russischen Klavierstils
seine Brillante Interpretation, Sowie der Livemitschnitt wie die ein
Jahr spätere RCA Platte im
berühmt berüchtigtem "Live Stereo" haben bis heute ihre Frische
nicht eingebüßt, die Platte verkaufte sich damals wie Frisch Brot.
Und ich habe mir Die CD letztens erneut zugelegt,
gekoppelt mit Rachmaninov Zweitem
unter Fritz Reiner, wobei dieses auch nicht von schlechten Eltern ist.

Er die Interpretation Live im Wettbewerb 1958 in Moskau,
wie Später 1962 In Lugano(Hab ich auch)
kohärent unter Stokowski in seiner Spielweise blieb.

Dies war für mich junger Mensch damals eine meiner ersten
und sehr beliebten Platten,
in einer Interpretation des "Gassenhauers" den ich heute noch,
nachdem es mindestens 50 weitere Einspielungen gibt,
als eine Referenz ansehe.

Weitere Interpretationen von Brahms, Rachmaninov, Beethoven,
Chopin aus der Zeit sind nicht minder Genießbar,
aber danach verlor der Junge Pianist, weil er sich nicht weiterentwickelte,
an Größe, lange Zeit war nichts mehr von Ihm zu hören.

Genau wie der Grieche Dimtri Sgouros der in den Siebzigern
scheinbar eine Weltkarriere begann
die irgendwie ende der Achtziger versandete.

Schade

Veröffentlicht am 13.01.2012 07:18:31 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Und Julius Katchen? Leider früh verstorben (an einem Krebsleiden?). Seine Brahms-Solo-Kompletteinspielung galt und gilt als Standard. Dann großartige Brahms-Konzerte und z. B. ein beachtliches c-moll-Konzert von Rachmaninoff mit Georg Solti und dem LSO, alles im guten alten DECCA-Klanggewand der Sechziger. Technisch traumwandlerisch und sehr differenziert.

Veröffentlicht am 13.01.2012 09:04:37 GMT+01:00
Sagittarius meint:
Katchen verstarb an Krebs mit 42 Jahren.

Hinzugefügt werden müsste Christian Zacharias, der tollen Scarlatti, sehr bewegenden Schuibert und viel Mozart spielte.
Hans Richter Haaserm, ein grosser Beethoveninterpret
Pogorelich,ein Exzentriker von hohen Graden, toller Scarlatti
Und Michael Leslie, ein grandioser Beethovenspieler.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 09:28:46 GMT+01:00
K.H. Friedgen meint:
Hallo Finn Jäger,

Van Cliburn war wie ein Komet, der 1958 am internationalen Pianistenhimmel aufging, und nach wenigen Jahren verglühte, ... leider!
Seine Aufnahmen der frühen Jahre, so zwischen 1958 bis 1962, alle bei RCA erschienen, sind durchweg empfehlenswert, insonderheit Tschaikowsky Nr.1 und Rachmaninow Nr. 3.
Eine Van Cliburn-Box mit allen drei Tschaikowsky-Konzerten gibt es m.W. nicht, Cliburn hat nie für EMI aufgenommen. Ich denke Sie verwechseln es mit der Gesamtaufnahme von Emil Gilels unter Lorin Maazel, die erschien ursprünglich (aus vertraglichen Gründen) in Deutschland bei Eurodisc, ist aber eine originale EMI-Aufnahme.

Veröffentlicht am 13.01.2012 10:19:29 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
@ Finn Jäger
Könnte es sein, dass Sie die Tschaikowsky-Gesamtaufnahme mit Peter Donohoe (Klavierkonzerte Nr. 1, 2 und 3, Konzert Fantasie Op.56) meinen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 20:28:38 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:24:27 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 20:53:09 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Katchens Liszt kenne ich nicht. Da führen bei mir Zimerman/Ozawa, Argerich (Nr. 1 mit Abbado) und Richter/Kondrashin.
Rudolf Buchbinder ist noch nicht erwähnt worden. Hat ja ein bisschen den Ruf des Fließbandproduzenten, spielt aber finde ich mit beachtlicher Technik z. B. einen kraftvollen Beethoven.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 21:03:20 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.03.2012 17:41:44 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 21:09:32 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:24:40 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2012 21:23:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.01.2012 21:23:37 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Eschenbach/Henze, das klingt interessant!
Ja, die Richter/Kondrashin-Platte ist von Philips (Solo - Liszt), klanglich leider nicht ganz up to date, enger auch als die Argerich-Einspielung.
Was ganz anderes, aber sehr lohnenswert: The Romantic Piano Concerto - Vol. 10 (Weber). Demidenko kannte ich vorher gar nicht. spielt aber toll, v. a. das Konzertstück, voll, brillant, auf den Punkt. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 13.01.2012 21:51:58 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:24:56 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 13.01.2012 21:57:36 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:25:08 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 14.01.2012 10:20:21 GMT+01:00
zu Liszt empfehle ich einen Blick auf diese Seite: w...klassik-prisma.de/Liszt%201.KK.htm

zu Weber: w...klassik-prisma.de/Konzertstueck%20f-moll.htm

Ein schönes Wochenende wünscht
B.Str.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2012 14:45:49 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
@Bernd Stremmel
Auch Ihnen ein schönes Wochenende! Toller Überblick, Ihre Seite! Entspricht z. T. auch meinen Eindrücken, soweit ich die Einspielungen kenne, Herr Stremmel. Ich finde, "lustvoll" trifft die Beschreibung von Demidenkos Spiel in den Weber-Konzerten tatsächlich sehr gut. Dass das Orchester im Hintergrund wäre, kann ich so nicht ganz bestätigen. Mackerras ist finde ich immer eine Bank, auch wenn es um differenzierte Orchester-"Begleitung" geht.

@Finn Jäger
Oppitz und Casadeus mit Weber kenne ich leider nicht. Das Konzertstück kenne ich noch mit Brendel/Abbado und Tan/Norrington. Bei letzterer sagt mir leider der verwendete Hammerflügel gar nicht zu, der für meinen Geschmack selbst "gegen" die schmal besetzten London Classical Players keine Chance hat.
Die Einspielung mit Demidenko/Mackerras ist eben aus der inzwischen sehr umfangreichen Hyperion-Serie mit meist weniger bekannter Klavierkonzertliteratur.
Häufig in dieser Serie ist übrigens Marc-André Hamelin der Solist, der vielleicht auch in diesem "Tastenlöwen"-Forum erwähnt werden sollte. Bekannt dafür, auch irrsinnig schwere Literatur mühelos wiederzugeben, kommt in Kritiken meist hervorragend weg. Ich persönlich kenne gar nichtr so viel mit ihm, z. B. die Klavierkonzerte von Schostakowitsch (Klavierkonzerte), sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 15.01.2012 01:28:01 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:25:25 GMT+02:00]
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